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Wie schalte ich 600 V Verbraucher mit ca. 10 A Nennstrom

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Koppenrade Frank

unread,
Oct 6, 1998, 3:00:00 AM10/6/98
to
Hallo,
ich suche eine möglichkeit 600 V (Oberleitungsspannung) zu schalten.
Der Verbraucher hat sehr wenig Leistung (1500- 6000 Watt ca. 10 A
Nennstrom) und soll über ein Schütz geschaltet werden oder direkt mit
einem Schalter. Es ist sehr schwer einen Schalter dafür zu finden,
kennt vieleicht jemand von euch eine Firma die so etwas hat.
so long
Frank
Glücklich ist der der vergißt,was nicht zu ändern ist
Meine Mail: ko...@cww.de
Mail mal wieder

wo...@cardware.de

unread,
Oct 7, 1998, 3:00:00 AM10/7/98
to
Koppenrade Frank <ko...@cww.de> wrote:
KF> Der Verbraucher hat sehr wenig Leistung (1500- 6000 Watt ca. 10 A
^^^^^^^^^^^^^^ ^^^^^^^^^^

Und ich dachte immer, mein Durchlauferhitzer mit 6kW sei ein dicker Brummer.

Oha... das ist ne andere Liga... (-:

(Jaja, ich weiß, verglichen mit dem Antriebsmotor ist das wenig.)

Couldn't resist...

--
Olav "Mac" Wölfelschneider wo...@cardware.de
PGP fingerprint = 06 5F 66 B3 2A AD 7D 2D B7 19 67 3C 95 A7 9D AF
As the saying runs, Frskss Shhs Ghs Ghnng-ghngss.

Markus Reinhard

unread,
Oct 7, 1998, 3:00:00 AM10/7/98
to Koppenrade Frank
Koppenrade Frank schrieb:

>
> Hallo,
> ich suche eine möglichkeit 600 V (Oberleitungsspannung) zu schalten.
> Der Verbraucher hat sehr wenig Leistung (1500- 6000 Watt ca. 10 A
> Nennstrom) und soll über ein Schütz geschaltet werden oder direkt mit
> einem Schalter. Es ist sehr schwer einen Schalter dafür zu finden,
> kennt vieleicht jemand von euch eine Firma die so etwas hat.
> so long
> Frank

Hi Frank!

Ich würde an Deiner Stelle mal in einen Siemens - Katalog (Schützen und
Trennen heißt der glaube ich) schauen. Dort findest Du betimmt
Leistungsschalter bzw Schütze, die Deiner Anforderung entsprechen. Ich
glaube die Schütze der Reihe 3TB..müssten 600V vertragen dürfen!

Bis dann

MARKUS

Mike L.

unread,
Oct 8, 1998, 3:00:00 AM10/8/98
to
On Tue, 06 Oct 1998 19:00:36 GMT, Koppenrade Frank <ko...@cww.de> wrote:

>ich suche eine möglichkeit 600 V (Oberleitungsspannung) zu schalten.
>Der Verbraucher hat sehr wenig Leistung (1500- 6000 Watt ca. 10 A
>Nennstrom) und soll über ein Schütz geschaltet werden oder direkt mit
>einem Schalter. Es ist sehr schwer einen Schalter dafür zu finden,
>kennt vieleicht jemand von euch eine Firma die so etwas hat.

Wo ist denn jetzt das Problem ? Schuetze fuer 600V gibt's bei
Klockner-Moeller, Telemecanique (sogar Siemens...), ebenso Schalter. Kann
dir der oertliche Elektro-Grosshandel ohne Probleme besorgen.

Das Zeug wird von so ziemlich jedem Betrieb gebraucht, der etwas mehr als
ein paar Kaffeemaschinen betreibt. Wenn du also zufaellig einen
Betriebselektriker kennst...

Gruss
Michael

--
Caffeine underflow. Brain dumped.

odo

unread,
Oct 8, 1998, 3:00:00 AM10/8/98
to wo...@cardware.de
wo...@cardware.de wrote:

> Koppenrade Frank <ko...@cww.de> wrote:
> KF> Der Verbraucher hat sehr wenig Leistung (1500- 6000 Watt ca. 10 A
> ^^^^^^^^^^^^^^ ^^^^^^^^^^
>
> Und ich dachte immer, mein Durchlauferhitzer mit 6kW sei ein dicker Brummer.
>
> Oha... das ist ne andere Liga... (-:
>

Durchlauferhitzer mit nur!! 6 KW ????
Ich kenne da so Minidinger direkt an der Armatur mit 3,5 KW an der 230V
-Steckdose (einzeln abgesichert!). Ansonsten haben Durchlauferhitzer 18 KW und
21 KW an 3~ 400 V .

gruss
odo -der Installateur :-))


Thomas Prinz

unread,
Oct 9, 1998, 3:00:00 AM10/9/98
to
ko...@cww.de meinte am 06.10.98
zum Thema "Wie schalte ich 600 V Verbraucher mit ca. 10 A Nennstrom":

> ich suche eine möglichkeit 600 V (Oberleitungsspannung) zu schalten.

> Der Verbraucher hat sehr wenig Leistung (1500- 6000 Watt ca. 10 A

> Nennstrom) und soll über ein Schütz geschaltet werden .........

Einen Handelsüblichen Schütz mit 4 Schliessern (NO) nehmen
und die Kontakte in Reihe Schalten.

---/ ---o---/ ---o---/ ---o---/ ---
NO NO NO NO

Der Kontaktabstand wird damit erhöht.

Professionelle Lösung :

1. Gleichstrom Schütz von Schaltbau mit Löschmagneten
Hier sind von vornherein größere Kontaktabstände und
sehr große Löschkammer vorhanden.
Die sind auch in München oder Umgebung

2. Vakuumrelais von einer AMI-Firma
Niderlassung oder Vertretung im Münchner Raum

3. National/Matsushita (SDS-Relais) die haben einen
Wasserstoffgefülltes !!! Relais/Schütz für Elektroauto
Anwendungen im Programm (Electrical Vehicle Switch o.ä.)

4. Ob sich SF6 Schalter für Gleichstromanwendungen eignen
weiß ich nicht, wäre aber ne Idee 8-)=)
Anbieter Calor-Emag od. ABB

Tschüss Thomas

** Mit freundlichen Grüßen aus Eberbach im Odenwald **
## CrossPoint v3.11 R ##

Kai Warns

unread,
Oct 9, 1998, 3:00:00 AM10/9/98
to
Moin Moin!

Thomas Prinz wrote:
>
> ko...@cww.de meinte am 06.10.98
> zum Thema "Wie schalte ich 600 V Verbraucher mit ca. 10 A Nennstrom":
>
> > ich suche eine möglichkeit 600 V (Oberleitungsspannung) zu schalten.
> > Der Verbraucher hat sehr wenig Leistung (1500- 6000 Watt ca. 10 A
> > Nennstrom) und soll über ein Schütz geschaltet werden .........
>
> Einen Handelsüblichen Schütz mit 4 Schliessern (NO) nehmen
> und die Kontakte in Reihe Schalten.
>
> ---/ ---o---/ ---o---/ ---o---/ ---
> NO NO NO NO
>
> Der Kontaktabstand wird damit erhöht.

Das ergibt aber ein Problem, wenn die Kontakte nicht gleichzeitig
oeffnen! Das ist selbst bei Kontakten innerhalb eines Relais nicht
sichergestellt wo alles mechanisch gekoppelt ist. Schlimmstenfalls
bilden sich an allen Kontakten Lichtbögen die nicht verloeschen und
einen Einsatz unserer Freunde erfordern. Ich meine die mit den
dreistelligen Telephonnummern und der '11' vorneweg :-)

> Professionelle Lösung :
>
> 1. Gleichstrom Schütz von Schaltbau mit Löschmagneten
> Hier sind von vornherein größere Kontaktabstände und
> sehr große Löschkammer vorhanden.
> Die sind auch in München oder Umgebung


HILFE!!!!!

Mach das bloss nicht!

Das Problem ist, dass Gleichstromrelais mit Loeschmagneten (sogenannte
magnetische Blasung) in der Funktion davon abhaengig sind, dass die
Kontakte in der richtigen Polaritaet angeschlossen werden. Das ist nicht
nur fuer die Steueranschluesse wichtig, sondern auch fuer die
Lastkontakte!!!!

Das Prinzip der magnetischen Blasung beruht auf der Lorentzkraft und bei
Stromfluss in die richtige Richtung wird der Plasmakanal in die
Loeschkammeren gedrueckt. Fliesst der Strom falschrum (z.B. weil die
Lastkontakte verpolt wurden) so wird der Lichtbogen in das Relais
gezogen und zerstoert dieses!

Also garantiert nichts fuer Wechselstromanwendungen, was ich bei den
erwaehnten 600V mal annehme.

Prinzipiell ist Schaltbau aber eine gute Adresse neben Kloeckner Moeller
und Telemechanique.

bye,
Kai

--
For e-mail-reply replace '.POINT.' by '.'
----------------------------------------------------------------------
Kai Warns Ruetscher Strasse 165/204 52072 Aachen Germany
mailto:wa...@rwth-aachen.POINT.de http:\\www.rwth-aachen.de\isea
----------------------------------------------------------------------

Michael Kreienberg

unread,
Oct 9, 1998, 3:00:00 AM10/9/98
to
Hallo,

Kai Warns <wa...@rwth-aachen.POINT.de> schrieb in Nachricht
361DB4...@rwth-aachen.POINT.de u.a.:

>Das ergibt aber ein Problem, wenn die Kontakte nicht gleichzeitig
>oeffnen! Das ist selbst bei Kontakten innerhalb eines Relais nicht
>sichergestellt wo alles mechanisch gekoppelt ist. Schlimmstenfalls
>bilden sich an allen Kontakten Lichtbögen die nicht verloeschen und
>einen Einsatz unserer Freunde erfordern. Ich meine die mit den
>dreistelligen Telephonnummern und der '11' vorneweg :-)

Das Problem sind nicht die unterschiedlichen Öffnungszeiten der Schließer,
sondern die Wechselstromkontakte und ihre Löschkammern als solche.

Das Prinzip der Reihenschaltung von Kontakten im Gleichstrombereich hat sich
seit Jahrzehnten bewährt, trotz Schaltverzug einzelner Kontakte, der ja
nicht zu vermeiden ist.

Dieses Verfahren kommt aber eigentlich mehr zur Anwendung um die zul.
Schaltspannung zu verdoppeln oder die Gebrauchskategorie von beispielsweise
DC-2 auf DC-4 zu erhöhen. Um Wechselstromkontakte für Gleichstrom tauglich
zu machen, eignet sich dieses Verfahren der Kontaktreihenschaltung nicht
gut, da der Schaltlichtbogen einer besonderen Behandlung bedarf (magn.
Beblasung, z.B. durch Permanentmagnete). Verlischt der Lichtbogen im
Schalter/Schütz nicht, dann ist dieser absolut falsch dimensioniert, bzw.
defekt (danach allerdings erst recht, weil stehender Lichtbogen =
Anlagen-GAU).

>> 1. Gleichstrom Schütz von Schaltbau mit Löschmagneten
>> Hier sind von vornherein größere Kontaktabstände und
>> sehr große Löschkammer vorhanden.
>> Die sind auch in München oder Umgebung

>Das Problem ist, dass Gleichstromrelais mit Loeschmagneten (sogenannte
>magnetische Blasung) in der Funktion davon abhaengig sind, dass die
>Kontakte in der richtigen Polaritaet angeschlossen werden. Das ist nicht
>nur fuer die Steueranschluesse wichtig, sondern auch fuer die
>Lastkontakte!!!!

Schütze im Bereich 10A dürften i.d.R. eine Permanentmagnetbeblasung haben.

>Das Prinzip der magnetischen Blasung beruht auf der Lorentzkraft und bei
>Stromfluss in die richtige Richtung wird der Plasmakanal in die
>Loeschkammeren gedrueckt. Fliesst der Strom falschrum (z.B. weil die
>Lastkontakte verpolt wurden) so wird der Lichtbogen in das Relais
>gezogen und zerstoert dieses!
>
>Also garantiert nichts fuer Wechselstromanwendungen, was ich bei den
>erwaehnten 600V mal annehme.

Und ich nehme mal genau das Gegenteil an, da im Ursprungsposting sind zwei
Wörter gefallen sind:

a) 600V
b) Oberleitung

Deshalb gehe ich davon aus, daß es sich hier um Gleichstrom handelt und die
vorliegende Anwendung im Bereich Straßenbahn/S-Bahn angesiedelt ist.

>Prinzipiell ist Schaltbau aber eine gute Adresse neben Kloeckner Moeller
>und Telemechanique.

Letztere Firma kommt in meinen Stücklisten nicht mehr vor, ansonsten ist
Siemens bei Schützen (z.B. Gleichstromserie 3TC44) auch ein guter
Ansprechpartner.

Gruß
Michael Kreienberg
kre...@gmx.de


Koppenrade Frank

unread,
Oct 10, 1998, 3:00:00 AM10/10/98
to
>Wo ist denn jetzt das Problem ? Schuetze fuer 600V gibt's bei
>Klockner-Moeller, Telemecanique (sogar Siemens...), ebenso Schalter. Kann
Ich glaube da gibt es eine Menge Probleme, ich habe mich vielleicht
nicht richtig ausgedrückt sorry, ich brauche Schütze die ich mit 600
V- (Gleichspannung von der Oberleitung einer Bahn) ansteuern und die
dann auch 600 V schalten können,

>dir der oertliche Elektro-Grosshandel ohne Probleme besorgen.

komisch bei KlöMÖ hatten sie das vor einer Woche noch nicht, aber
vielleicht ist es jetzt im Herbstkatalog :-))). (spaßig gemeint).
Scherz bei Seite, Siemens hat mir etwas aus Übersee angeboten, aber
die kosten dann 800 kanadische Dollar das Stück. Das Probelm scheint
wohl der Abreißfunken bei derart hoher Spannung zu sein.

>Das Zeug wird von so ziemlich jedem Betrieb gebraucht, der etwas mehr als
>ein paar Kaffeemaschinen betreibt. Wenn du also zufaellig einen
>Betriebselektriker kennst...

Ja kenne ich, konten aber alle nicht weiterhelfen, wie gesagt es
handelt sich um 600 V Gleichspannung.

schöne Grüße

Frank Klemm

unread,
Oct 10, 1998, 3:00:00 AM10/10/98
to
On Wed, 7 Oct 1998 08:15:53 +0200, wo...@cardware.de <wo...@cardware.de> wrote:
>Koppenrade Frank <ko...@cww.de> wrote:
>KF> Der Verbraucher hat sehr wenig Leistung (1500- 6000 Watt ca. 10 A
> ^^^^^^^^^^^^^^ ^^^^^^^^^^
>
>Und ich dachte immer, mein Durchlauferhitzer mit 6kW sei ein dicker Brummer.
>
>Oha... das ist ne andere Liga... (-:
>

Durchlauferhitzer haben so zwischen 18 und 22 kW. Ich kenne die nur mit
Elektro-Drehstrom 3*35 A oder mit Erdgas. Bei einem Wirkungsgrad von 80%
brauchen die immer noch 16 Minuten um eine Badewanne (120 l) von 8°C auf
40°C zu erwärmen. Der Rechenwert deckt sich gut mit dem Erfahrungswert von
einer Viertelstunde.

Noch andere Brummer sind Nachtspeicheröfen, Absicherung mit 3*63 A.

>
>(Jaja, ich weiß, verglichen mit dem Antriebsmotor ist das wenig.)
>

Die schnell mal 250 A ziehen, was dann 150 kW sind, dagegen sind 1.5...6 kW
wirklich nur Peanuts.

--
Frank Klemm

/------\ /--------------------------------------------------------\
| eMail: || p...@uni-jena.de | home: p...@schnecke.offl.uni-jena.de |
| Tel: || +49 (3641) 64-2438 | home: +49 (3641) 390545 |
| sMail: || Frank Klemm, Ziegesarstr. 1, D-07747 Jena, Germany |
\------/ \--------------------------------------------------------/

Mike L.

unread,
Oct 10, 1998, 3:00:00 AM10/10/98
to
On Sat, 10 Oct 1998 12:40:09 GMT, Koppenrade Frank <ko...@cww.de> wrote:

>Ja kenne ich, konten aber alle nicht weiterhelfen, wie gesagt es
>handelt sich um 600 V Gleichspannung.

Yep, sorry, das war mir nicht klar...Gleichspannung ist natuerlich 'yet
another story' - aber es kamen ja schon kompetente Antworten.

Kommt vor...

Michael Kreienberg

unread,
Oct 10, 1998, 3:00:00 AM10/10/98
to
Hallo,

>>dir der oertliche Elektro-Grosshandel ohne Probleme besorgen.
>komisch bei KlöMÖ hatten sie das vor einer Woche noch nicht, aber
>vielleicht ist es jetzt im Herbstkatalog :-))). (spaßig gemeint).
>Scherz bei Seite, Siemens hat mir etwas aus Übersee angeboten, aber
>die kosten dann 800 kanadische Dollar das Stück. Das Probelm scheint
>wohl der Abreißfunken bei derart hoher Spannung zu sein.

Hohe Spannung wo ? 600V ist keine hohe Spannung und 10A ist kein hoher
Strom, jedenfalls nicht in der Energietechnik.

Da habe ich übrigens in meinem letzten Posting richtig geraten (bezgl. der
600V-). Das Problem ist nicht die Spannung, die fällt in den Bereich der
Niederspannung und läßt sich gut handeln, sondern der stehende Lichtbogen
bei Gleichstrom, der einer besonderen Behandlung bedarf. Deswegen gibt es
besondere Schaltgeräte für Gleichstrom.

Klöckner-Möller hat meines Wissens tatsächlich keine Gleichstromschütze im
Standardlieferprogramm.

Siemens hat solche Geräte eigentlich in allen Leistungsklassen, bis hinauf
zu mehreren kA, weswegen ich nicht ganz verstehe wo das Problem ist. Frage
doch mal Deinen Ansprechpartner bei Siemens explizit nach dem
Gleichstromschütz 3TC44 17-0AB4 aus der 3TC44 Serie, ein Gleichstromschütz
welches bei 600V- eine Leistung von 9kW schalten kann und mit einer
Schützspule 24V- ausgestattet ist.

Was ist denn eigentlich im Detail gefordert ?

- Betätigungsspannung ? (<- vielleicht liegt hier das Problem wenn die
Ansteuerung über 600V- direkt erfolgen soll)
- Betätigungsstromart ?
- Zahl der Schließer und Öffner ?
- Geforderte Gebrauchskatgorie ?
- Um was für einen Verbraucher handelt es sich ?

Gruß
Michael Kreienberg
kre...@gmx.de


Michael Kreienberg

unread,
Oct 11, 1998, 3:00:00 AM10/11/98
to
Hallo,

Frank Klemm <p...@schnecke.offl.uni-jena.de> schrieb in Nachricht
slrn71uq9...@schnecke.offl.uni-jena.de u.a.:

>Noch andere Brummer sind Nachtspeicheröfen, Absicherung mit 3*63 A.
>
>>
>>(Jaja, ich weiß, verglichen mit dem Antriebsmotor ist das wenig.)
>>
>Die schnell mal 250 A ziehen, was dann 150 kW sind, dagegen sind 1.5...6 kW
>wirklich nur Peanuts.

hä 63A-Brummer...wenn man aus der Energietechnik kommt und mit Megawatt
hantiert, sind solche Ströme im Bereich der Verluste einzuordnen (natürlich
nicht auf der Hochspannungsseite !).

Einen Vorteil hat die Energietechnik als solche jedoch, insbesondere im
Bereich Hochspannung: Fehlerstellen sind meistens deutlich sichtbar, defekte
Geräte brauchen selten ausgebaut zu werden, sie entsorgen sich im Fehlerfall
oft zusammen mit der Schaltzelle von alleine.

Schönes Restwochende wünscht
Michael Kreienberg
kre...@gmx.de

Michael Kreienberg

unread,
Oct 11, 1998, 3:00:00 AM10/11/98
to
Hallo,

Michael Kreienberg schrieb in Nachricht
<6vollf$616$2...@kohl.informatik.uni-bremen.de>u.a.:

Alles klar, ich habe das "...mit 600V- ansteuern" überlesen, da ist
das eigentliche Problem, was die Sache als blanken Katalogartikel
schwierig macht.

Gruß
Michael Kreienberg
kre...@gmx.de

Frank Klemm

unread,
Oct 11, 1998, 3:00:00 AM10/11/98
to
On Sun, 11 Oct 1998 00:08:40 +0200, Michael Kreienberg <kre...@gmx.de> wrote:
>
>>Noch andere Brummer sind Nachtspeicheröfen, Absicherung mit 3*63 A.
>
>hä 63A-Brummer...wenn man aus der Energietechnik kommt und mit Megawatt
>hantiert, sind solche Ströme im Bereich der Verluste einzuordnen (natürlich
>nicht auf der Hochspannungsseite !).
>

Das hängt vom Abstand ab. Die 3*63 A-Verbraucher standen eine Etage tiefer
(ca. 3 Meter Abstand), waren mit 3*63 A abgesichert und gingen über die
Hauptsicherungen des Hauses (1 Büro mit Nachtspeicheröfen, 6 Mietparteien),
die mit 3*63 A bemessen waren. Die Hauptsicherungen befanden sich in einem
Keller nicht immer anwesender Personen...

Die Nachtspeicher zogen laut Typenschild je 13.2 kW bei 220 V (3 Stück), die
Netzspannung lag im Durchschnitt bei 225 V. Nach 22:00 Uhr konnte man keine
großen Verbraucher mehr einstellen, wenn alle drei Geräte eingeschaltet
waren.

Im Winter 1986/87 hatten die immer alle 3 laufen, was langsam nervte. Die
Bitte an das Büro, nur zwei einzuschalten, wurde mit der Begründung, daß es
sonst zu kalt ist, nicht beachtet, man verließ sich darauf, daß die Bewohner
sich darum sorgten. Über Weihnachten/Silvester kam auch kein Elektriker
mehr, so daß man die Wahl zwischen Kerzenweihnacht ohne Fernsehen und
eigenmächtigen Eingreifen hatte. Da meine Sicherungssammlung betr. großer
Sicherungen etwas dünn aussah (ich hatte als Kind das Zeug gesammelt, die
>50 A waren sehr schwer zu erhalten und damit der Stolz) und das Auswechseln
der 63 A-Dinger etwas unangenehm ist (die glühten fast), mußten ein paar
Drähte abgeklemmt werden.

Die Nachtspeicheröfen waren zwar zugelassen worden, aber für diese
Hausabsicherung waren sie zuviel. Auch machte mir die Elektrik den Eindruck,
als wenn sie etwas überlastet wäre und nicht für regelmäßiges Arbeiten an
der Grenze ausgelegt worden ist (3*8 mm²). Nach diesem Weihnachten sind die
Paßschuhe ausgewechselt worden (3*80 A). 1990 ist das Büro ausgezogen,
danach war die Wohnung darüber im Winter nicht mehr zu genießen. Danach sind
alle sukzessive ausgezogen (auch aus anderen Gründen, es wurde nix am Haus
gemacht). Jetzt steht das Haus leer und die Wasserleitungen im Keller sind
abgedreht.

Heiko Polig

unread,
Oct 11, 1998, 3:00:00 AM10/11/98
to
Michael Kreienberg schrieb am 10-Okt-98 23:08:40 in
<6volnt$616$3...@kohl.informatik.uni-bremen.de>:

>Einen Vorteil hat die Energietechnik als solche jedoch, insbesondere im
>Bereich Hochspannung: Fehlerstellen sind meistens deutlich sichtbar, defekte
>Geräte brauchen selten ausgebaut zu werden, sie entsorgen sich im Fehlerfall
>oft zusammen mit der Schaltzelle von alleine.

rotfl :-)

--
bye

Heiko


Christian Treffler

unread,
Oct 12, 1998, 3:00:00 AM10/12/98
to
Michael Kreienberg wrote:

> Einen Vorteil hat die Energietechnik als solche jedoch, insbesondere im
> Bereich Hochspannung: Fehlerstellen sind meistens deutlich sichtbar, defekte
> Geräte brauchen selten ausgebaut zu werden, sie entsorgen sich im Fehlerfall
> oft zusammen mit der Schaltzelle von alleine.

Jaja, wie sagte man doch während des Studiums an meiner FH immer:
Mit der Abwärme, die die Energietechniker erzeugen, können die
Nachrichtentechniker ihre Geräte betreiben.

CU, Christian

--
Christian Treffler
Messtechnik
ARRI TV-Produktionsservice GmbH Tuerkenstr. 89 D-80799 Muenchen
Phone +49 89 3809-1521 Fax +49 89 3809-1549 Email CTre...@arri.de

Erik Buchmann

unread,
Oct 12, 1998, 3:00:00 AM10/12/98
to
Michael Kreienberg wrote:

> hä 63A-Brummer...wenn man aus der Energietechnik kommt und mit Megawatt
> hantiert, sind solche Ströme im Bereich der Verluste einzuordnen (natürlich
> nicht auf der Hochspannungsseite !).

glaube ich gern! hat jemand den artikel im letzten spektrum der wissenschaft
zur z-pitch maschine gelesen? bei 20.000.000 A faengt der spass erst richtig
an... (das bild ist auch sehr beeindruckend ;-)

- erik


Thomas Prinz

unread,
Oct 13, 1998, 3:00:00 AM10/13/98
to
Linn...@berg.net meinte am 08.10.98
zum Thema "Re: Wie schalte ich 600 V Verbraucher mit ca. 10 A Nennstrom":

> >ich suche eine möglichkeit 600 V (Oberleitungsspannung) ......
Ich nehme an e ist Gleichstrom (DC)

> Wo ist denn jetzt das Problem ? Schuetze fuer 600V gibt's bei
> Klockner-Moeller, Telemecanique (sogar Siemens...), ebenso Schalter.

Für AC ja

Thomas Prinz

unread,
Oct 13, 1998, 3:00:00 AM10/13/98
to
wa...@rwth-aachen.POINT.de meinte am 09.10.98

zum Thema "Re: Wie schalte ich 600 V Verbraucher mit ca. 10 A Nennstrom":

> Moin Moin!


>
> Thomas Prinz wrote:
> > > ich suche eine möglichkeit 600 V (Oberleitungsspannung) .....

Oberleitung --> Straßenbahn --> Gleichspannung

> Das ergibt aber ein Problem, wenn die Kontakte nicht gleichzeitig
> oeffnen! Das ist selbst bei Kontakten innerhalb eines Relais nicht

> sichergestellt wo alles mechanisch gekoppelt ist. ...........
mag durchaus zutreffen.

> > Professionelle Lösung :
> > 1. Gleichstrom Schütz von Schaltbau mit Löschmagneten .......

> Das Problem ist, dass Gleichstromrelais mit Loeschmagneten
> (sogenannte magnetische Blasung) in der Funktion davon abhaengig
> sind, dass die Kontakte in der richtigen Polaritaet angeschlossen

> werden. ...........
Ich widerspreche nicht , man muß wissen was man tut !
600 V ist zum Basteln halt schon recht hoch deshalb Obacht.

Anzumerken bliebe nur noch das ich zwischen Relais und Schütz
scharf trenne, wenn auch die Grenzen z.T. verwischen.

Heiko Jahn

unread,
Oct 14, 1998, 3:00:00 AM10/14/98
to
top...@rng.forth-ev.de (Thomas Prinz) wrote:

>> Wo ist denn jetzt das Problem ? Schuetze fuer 600V gibt's bei
>> Klockner-Moeller, Telemecanique (sogar Siemens...), ebenso Schalter.
> Für AC ja

So ist es und drum muss man dafuer sorgen, dass dem
Gleichstrom kuenstliche Nulldurchgaenge aufgezwungen
werden, in denen der Lichtbogen loeschen kann.
a) Man kann kurzzeitig die Spannung absenken, bis der
Lichtbogen ausgeht.
b) Man kann parallel zum Schaltkontakt eine Reihen-
schaltung aus L und C anklemmen. Diese wird beim
Ausschalten zu einer Schwingung fuehren, die den
Lichtbogen im Stromnulldurchgang loescht.
MfG
Heiko Jahn

----------------------------
Heiko Jahn
H.J...@htw-zittau.de
Heiko...@t-online.de
----------------------------


Michael Kreienberg

unread,
Oct 14, 1998, 3:00:00 AM10/14/98
to
Hallo,

Heiko Jahn schrieb in Nachricht <36245...@news.htw-zittau.de>u.a.:


>>> Wo ist denn jetzt das Problem ? Schuetze fuer 600V gibt's bei
>>> Klockner-Moeller, Telemecanique (sogar Siemens...), ebenso
Schalter.
>> Für AC ja
>
>So ist es und drum muss man dafuer sorgen, dass dem
>Gleichstrom kuenstliche Nulldurchgaenge aufgezwungen
>werden, in denen der Lichtbogen loeschen kann.
>a) Man kann kurzzeitig die Spannung absenken, bis der
>Lichtbogen ausgeht.
>b) Man kann parallel zum Schaltkontakt eine Reihen-
>schaltung aus L und C anklemmen. Diese wird beim
>Ausschalten zu einer Schwingung fuehren, die den
>Lichtbogen im Stromnulldurchgang loescht.


die beiden Möglichkeiten, welche Du hier benennst sind aber im
Starkstromalltag eigentlich fernab der Praxis. Gleichströme lassen
sich seit Jahrzehnten, insbesondere im Niederspannungsbereich <1000V,
gefahrlos bis zu mehreren 1000A schalten. Dieses über Schütze und
Schalter verschiedenster Bauarten (gefahrlos bei richtiger Auslegung
und Einhaltung der vorgeschriebenen Revisionen mal vorausgesetzt). Die
gängigen Varianten magn. Beblasung, bzw. Druckluftbeblasung
(Hochspannungsschalter) sind doch bewährt und völlig ausreichend.

zu Punkt a): Künstliche Nulldurchgänge bei Gleichstrom ? Wie soll denn
das in der Praxis geschehen ?

Durch Null geht bei DC der Strom doch nur, wenn man ihn umpolt. Diese
Methode halte ich aber für nicht so glücklich insbesondere in Hinblick
auf die im Netz befindlichen Verbraucher, vor allem wie soll das
Umpolen bewerkstelligt werden. Wenn jedoch mit "Nulldurchgang" die
Annäherung des Laststromes an die Nullinie gemeint ist, dann geschieht
dies im Prinzip schon durch den Schaltvorgang als solches:

Durch das Auseinanderziehen der Kontakte, was im Prinzip nicht anderes
ist, als die Spannung möglichst flott zu reduzieren (Spannung ist ja
ursächlich für den Stromfluß) und damit den Laststrom ebenfalls.
Gleichzeitig erfolgt natürlich auch das Auspusten des
Schaltlichtbogens. Gelingt dieses durch falsche Auslegung oder Defekte
nicht, zerlegt sich der/das Schalter/Schütz spektakulär.

Eine anderweitige Spannungsabsenkung in Energieverteilungen (auch im
Schaltschrank) kann man normal zur Abschaltung einer Stichleitung oder
gar einem Maschennetzschalter nicht realisieren, ohne die gesamte
Mimik zu beeinträchtigen. Zudem muß man sich die vorhandene
Netzgleichspannung eigentlich als eingeprägt vorstellen.

Deshalb, die Sache mit den künstlichen Nulldurchgängen kann ich
irgendwie nicht ganz nachvollziehen, kleine Verwechslung mit
Wechselstrom ? Kannst Du mir mal eine konkrete Anwendung in der Praxis
mitteilen (aber nicht aus der HGÜ bitte).

zu Punkt b): Eigentlich ist es die Aufgabe eines Schalters/Schützes
eine galvanische Trennung und bei Schaltern oft auch eine sichtbare
Trennstrecke herbeizuführen. Schaltet man jetzt ein LC-Glied parallel
zu den Schaltkontakten (wir bewegen uns im Niederspannungsbereich, in
der Hochspannung sieht die Sache anders aus, von wegen Erdungsschalter
und so), ist diese ureigene Schalteraufgabe nicht mehr erfüllt,
weswegen das Arbeiten an einer solchen Anlage gefährlich ist.

Deswegen sind übrigens auch Solid-state Relais bei Arbeiten in
Starkstromanlagen nicht sonderlich beliebt. Dieses Dingern darf man
nicht über den Weg trauen, will man noch länger leben.

Gruß
Michael Kreienberg
kre...@gmx.de


Michael Kreienberg

unread,
Oct 14, 1998, 3:00:00 AM10/14/98
to
Hallo,

Michael Kreienberg schrieb in Nachricht

<6voq2f$isb$2...@kohl.informatik.uni-bremen.de>u.a.:

>Alles klar, ich habe das "...mit 600V- ansteuern" überlesen, da ist
>das eigentliche Problem, was die Sache als blanken Katalogartikel
>schwierig macht.


gerade entnehme ich in einem, allerdings schon älteren, Telemechanique
Schaltgeräte-Katalog, daß es dort kein Problem ist Schützspulen auch
für 600V- zu ordern, jedoch schaffen diese kleineren
Gleichstromschütze kontaktmäßig selbst bei der Reihenschaltung
mehrerer Kontakte nur 440V-, weshalb ich mir den Sinn der 600V-
Spulenspannung nicht ganz erklären kann. Vielleicht gibt es bei
Telemec doch außerhalb der Katalogstandardartikel noch weitere
Ausführungen.

Und noch zwei weitere Möglichkeiten (wenn alles nix hilft):
a) Ein Elektromaschinenbauer kann Dir die vorhandene Schützspule (z.B.
des von mir in einem früheren Posting bereits genannten
Siemens-Schützes) auf 600V- umwickeln, je nachdem wieviel
Wickelraumreserve Siemens vorgesehen hat.

b) über die Verwendungsmöglichkeit eines Vorwiderstandes nachdenken.
Drei Dinge müssen dann aber dringend ins Kalkül gezogen werden:
1) Spannungsfestigkeit des Widerstandes, auch der
Selbstinduktionsspannung der Schützspule wegen.
2) Belastbarkeit des Widerstandes und seine Wärmeabfuhr.
3) Berührungsschutz der Konstruktion.

Gruß
Michael Kreienberg
kre...@gmx.de

Frank Klemm

unread,
Oct 14, 1998, 3:00:00 AM10/14/98
to
On Wed, 14 Oct 1998 18:22:52 +0100, Michael Kreienberg <kre...@gmx.de> wrote:
>Hallo,
>
>Heiko Jahn schrieb in Nachricht <36245...@news.htw-zittau.de>u.a.:
>>>> Wo ist denn jetzt das Problem ? Schuetze fuer 600V gibt's bei
>>>> Klockner-Moeller, Telemecanique (sogar Siemens...), ebenso
>Schalter.
>>> Für AC ja
>>
>>So ist es und drum muss man dafuer sorgen, dass dem
>>Gleichstrom kuenstliche Nulldurchgaenge aufgezwungen
>>werden, in denen der Lichtbogen loeschen kann.
>>a) Man kann kurzzeitig die Spannung absenken, bis der
>>Lichtbogen ausgeht.
>>b) Man kann parallel zum Schaltkontakt eine Reihen-
>>schaltung aus L und C anklemmen. Diese wird beim
>>Ausschalten zu einer Schwingung fuehren, die den
>>Lichtbogen im Stromnulldurchgang loescht.
>
>
>die beiden Möglichkeiten, welche Du hier benennst sind aber im
>Starkstromalltag eigentlich fernab der Praxis. Gleichströme lassen
>sich seit Jahrzehnten, insbesondere im Niederspannungsbereich <1000V,
>gefahrlos bis zu mehreren 1000A schalten. Dieses über Schütze und
>Schalter verschiedenster Bauarten (gefahrlos bei richtiger Auslegung
>und Einhaltung der vorgeschriebenen Revisionen mal vorausgesetzt). Die
>gängigen Varianten magn. Beblasung, bzw. Druckluftbeblasung
>(Hochspannungsschalter) sind doch bewährt und völlig ausreichend.
>

/
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| _______ |
+--|_____|--+


Zuerst öffnet man den oberen Schalter, dann den unteren. Dimensionierung:
630 V=, 20 uF und 2*470 kOhm/0.25 W bei 10 A. Eventuell in Reihe zum zweiten
Schalter noch ein 1 Ohm/20 W-Widerstand.

Michael Kreienberg

unread,
Oct 15, 1998, 3:00:00 AM10/15/98
to
Hallo,

Frank Klemm schrieb u.a.:

>Zuerst öffnet man den oberen Schalter, dann den unteren.
Dimensionierung:
>630 V=, 20 uF und 2*470 kOhm/0.25 W bei 10 A. Eventuell in Reihe zum
zweiten
>Schalter noch ein 1 Ohm/20 W-Widerstand.


Was für ein Aufwand, wo die Schützkontakte den DC-Strom doch sowieso
beherrschen und dies garantiert in der jeweiligen Gebrauchskategorie
(bei Reihenschaltung mehrerer Kontakte läßt sich meist DC-4 erreichen)
vom Hersteller.

Wo willst Du Deine Mimik denn in einem Schaltschrank
'Schütz-an-Schütz' unterbringen, zudem mußt Du den Berührungsschutz
berücksichtigen und vor allem die Kosten...also ich halte das ganze
nicht für praxisrelevant, man möge mich bitte korrigieren und mir
konkrete Anlagenbauer nennen, die derartig verdrahten (bei 600V- und
10A wohlgemerkt). Zudem glaube ich weniger, daß der Kondensator nach
mehreren Jahrzehnten immer noch so gut funktioniert wie die
Schützkontakte (außergewöhnliche Ereignisse, wie Kurzschlüsse mal
ausgenommen)..

Gruß
Michael Kreienberg
kre...@gmx.de

Stefan Huebner

unread,
Oct 16, 1998, 3:00:00 AM10/16/98
to
> gerade entnehme ich in einem, allerdings schon Elteren, Telemechanique
> SchaltgerEte-Katalog, da# es dort kein Problem ist Schntzspulen auch
> fnr 600V- zu ordern, jedoch schaffen diese kleineren
...

> Und noch zwei weitere M/glichkeiten (wenn alles nix hilft):
> a) Ein Elektromaschinenbauer kann Dir die vorhandene Schntzspule (z.B.
> des von mir in einem frnheren Posting bereits genannten
> Siemens-Schntzes) auf 600V- umwickeln, je nachdem wieviel
> Wickelraumreserve Siemens vorgesehen hat.
>
> b) nber die Verwendungsm/glichkeit eines Vorwiderstandes nachdenken.
> Drei Dinge mnssen dann aber dringend ins Kalknl gezogen werden:


> 1) Spannungsfestigkeit des Widerstandes, auch der

> Selbstinduktionsspannung der Schntzspule wegen.
> 2) Belastbarkeit des Widerstandes und seine WErmeabfuhr.
> 3) Bernhrungsschutz der Konstruktion.

Ich frage mich schon waehrend des ganzen Threads, warum die Spule
unbedingt mit 600V betaetigt werden muss. Wenn 600V zur Verfuegung stehen,
sollte es doch kein Problem sein, jede beliebige Steuerspannung zu
erzeugen. Der finanzielle Aufwand hierfuer duerfte gegenueber eines Serien-
Schuetzes schon vernachlaessigbar sein, wenn es dazu kommt, dass eine
Sonderanfertigung benoetigt wird, ist das wohl gar keine Frage mehr. Wenn
ein Serienregler, sprich ein halbleiterbestueckter Vorwiderstandsersatz
aus philosophischen Gruenden nicht in Frage kommt, duerfte ein
Schaltnetzteil auch nicht schwer zu beschaffen sein...

Ciao
Stefan!


Michael Kreienberg

unread,
Oct 17, 1998, 3:00:00 AM10/17/98
to
Hallo,

Stefan Huebner schrieb in Nachricht
<8cb_981...@antares.antar.com>u.a.:

>Ich frage mich schon waehrend des ganzen Threads, warum die Spule
>unbedingt mit 600V betaetigt werden muss. Wenn 600V zur Verfuegung
stehen,
>sollte es doch kein Problem sein, jede beliebige Steuerspannung zu
>erzeugen. Der finanzielle Aufwand hierfuer duerfte gegenueber eines
Serien-
>Schuetzes schon vernachlaessigbar sein, wenn es dazu kommt, dass eine
>Sonderanfertigung benoetigt wird, ist das wohl gar keine Frage mehr.
Wenn
>ein Serienregler, sprich ein halbleiterbestueckter
Vorwiderstandsersatz
>aus philosophischen Gruenden nicht in Frage kommt, duerfte ein
>Schaltnetzteil auch nicht schwer zu beschaffen sein...


Ich kann Dir leider nicht ganz zustimmen. Mal unterstellt es ist zu
einem vernünftigen Preis auch bei Schaltbau, München kein derartiges
Schütz aufzutreiben:

Das kleinste Siemens DC-Schütz Siemens 3TC44 17-0AP4 mit 32A kostet je
nach ausgehandelter Kondition schätzungsweise zwischen 200-300DM. Eine
Spule samt Wickelkörper anfertigen zu lassen kostet beim
Elektromaschinenbauer je nach Aufwand ca. 300-400DM, wenn eine
entsprechende Zeichnung mitgeliefert wird. Kann der vorhandene
Wickelkörper benutzt werden kostet die Sache erheblich weniger ca.
100-150DM. Ich kann mir nicht vorstellen, daß Du für das Geld ein
kleines Schaltnetzteil o.ä. Elektronikspannungsregler für derartige
600V-Spezialfälle (wohl dann eine Sonderentwicklung) bekommst, welche
ja im Schaltschrank auch noch montiert werden wollen, was mitunter
auch recht zeitintensiv ausfallen kann (insbesondere wenn auf einer
verdrahteten Grundplatte noch nachträglich gebohrt werden muß).

Jede beliebige (niedrigere) Steuerspannung zu erzeugen ist prinzipiell
natürlich kein Problem. Sich eines geeigneten Elektronikbausteins
(falls aus dem Katalog zu bekommen) zu bedienen ist allerdings keine
philosophische Frage, sondern eher eine wärmetechnische. Wird z.B.
o.g. 3TC44-Schütz, welches mit einer 230V-Schützspule versehen ist, an
600V- über einen Vorwiderstand betrieben, so müssen am Widerstand ca.
16W Leistung verbraten werden (im Vergleich dazu: die Schützspule
selbst verbraucht 10W). Trotzdem bedarf bei e i n e m Schütz nach
meinem Ermessen in diesem Falle keiner Elektronik, sondern eher eines
klassischen Vorwiderstandes, sofern dieser nur einer Schützspule
zugeordnet ist. Jedoch in der Praxis sieht es so aus:

a) Dein Widerstand muß die Spannung (inkl. der
Selbstinduktionsspannung von der Schützspule, sofern nicht anderweitig
abgefangen) aushalten,
b) muß schaltfest sein, je nach geforderter Gebrauchskategorie,
c) muß berührungssicher in einem eigenen Gehäuse montiert werden,
d) darf nicht zuviel Abwärme produzieren.

Zudem sind die Platzverhältnisse in Schaltschränken leider meist so
unbefriedigend, daß kaum Platz für zusätzliche Geräte vorhanden ist.
Die Punkte a-d gelten natürlich analog auch für irgendwelche
Spannungsreglermimiken, die als 600V-Modell wohl auch nicht so im
Katalog zu finden sein dürften (korrigiere mich bitte).

Wie gesagt alles ein bißchen theoretisch, da genaue Angaben über die
Randbedingungen eben fehlen.
Gruß
Michael Kreienberg
kre...@gmx.de

Markus Schiesser

unread,
Oct 19, 1998, 3:00:00 AM10/19/98
to

Erik Buchmann <buch...@hppool.cs.uni-magdeburg.de> schrieb im Beitrag
<3621D573...@hppool.cs.uni-magdeburg.de>...


> Michael Kreienberg wrote:
>
> > hä 63A-Brummer...wenn man aus der Energietechnik kommt und mit Megawatt
> > hantiert, sind solche Ströme im Bereich der Verluste einzuordnen
(natürlich
> > nicht auf der Hochspannungsseite !).
>
> glaube ich gern! hat jemand den artikel im letzten spektrum der
wissenschaft
> zur z-pitch maschine gelesen? bei 20.000.000 A faengt der spass erst
richtig

und für mich waren 100 mA schon immer verdammt viel...

etwas schockiert markus ;-)))

Markus Schiesser

unread,
Oct 19, 1998, 3:00:00 AM10/19/98
to

-- schnipp



> a) Dein Widerstand muß die Spannung (inkl. der
> Selbstinduktionsspannung von der Schützspule, sofern nicht anderweitig
> abgefangen) aushalten,
> b) muß schaltfest sein, je nach geforderter Gebrauchskategorie,
> c) muß berührungssicher in einem eigenen Gehäuse montiert werden,
> d) darf nicht zuviel Abwärme produzieren.
>
> Zudem sind die Platzverhältnisse in Schaltschränken leider meist so
> unbefriedigend, daß kaum Platz für zusätzliche Geräte vorhanden ist.
> Die Punkte a-d gelten natürlich analog auch für irgendwelche
> Spannungsreglermimiken, die als 600V-Modell wohl auch nicht so im
> Katalog zu finden sein dürften (korrigiere mich bitte).
>
> Wie gesagt alles ein bißchen theoretisch, da genaue Angaben über die
> Randbedingungen eben fehlen.
> Gruß
> Michael Kreienberg
> kre...@gmx.de
>
>
>

Kann man denn da keine FET´s nehmen?? Da solls mittlerweile auch welche
geben die einem Übergangswiderstand im unteren miliOhm Bereich haben....
genaues weiß ich aber nicht. Ich hab die Seiten, in Publikationen, die sich
mit Energietechnik beschäftigt haben( >500mA) immer überschlagen. Höchstens
mal die Überschrift oder die Einleitung kurz überflogen. Die Steuerspannung
sollte man dann auch mit einem Längsregler erzeugen können.

gibt es überhaupt Möglichkeiten größere Ströme/Spannungen mit
elektronischen Mitteln zu Steuern??

gruß markus

Michael Kreienberg

unread,
Oct 19, 1998, 3:00:00 AM10/19/98
to
Hallo,

Markus Schiesser schrieb in Nachricht
<01bdf157$660515e0$4db7...@rosslan.stgl.sel.alcatel.de>u.a.:

>> a) Dein Widerstand muß die Spannung (inkl. der
>> Selbstinduktionsspannung von der Schützspule, sofern nicht
anderweitig
>> abgefangen) aushalten,
>> b) muß schaltfest sein, je nach geforderter Gebrauchskategorie,
>> c) muß berührungssicher in einem eigenen Gehäuse montiert werden,
>> d) darf nicht zuviel Abwärme produzieren.
>>
>> Zudem sind die Platzverhältnisse in Schaltschränken leider meist so
>> unbefriedigend, daß kaum Platz für zusätzliche Geräte vorhanden
ist.
>> Die Punkte a-d gelten natürlich analog auch für irgendwelche
>> Spannungsreglermimiken, die als 600V-Modell wohl auch nicht so im
>> Katalog zu finden sein dürften (korrigiere mich bitte).
>>
>> Wie gesagt alles ein bißchen theoretisch, da genaue Angaben über
die
>> Randbedingungen eben fehlen.
>> Gruß
>

>Kann man denn da keine FET´s nehmen?? Da solls mittlerweile auch
welche
>geben die einem Übergangswiderstand im unteren miliOhm Bereich
haben....
>genaues weiß ich aber nicht. Ich hab die Seiten, in Publikationen,
die sich
>mit Energietechnik beschäftigt haben( >500mA) immer überschlagen.
Höchstens
>mal die Überschrift oder die Einleitung kurz überflogen. Die
Steuerspannung
>sollte man dann auch mit einem Längsregler erzeugen können.
>
>gibt es überhaupt Möglichkeiten größere Ströme/Spannungen mit
>elektronischen Mitteln zu Steuern??


Geht theoretisch natürlich alles, kannst sogar Hochspannung mit
MOSFETs schalten. Wenn die katalogmäßigen 1000V-Typen nicht mehr
reichen, kann man die auch in Serie schalten.

Mit Leistungs-MOSFETs kannst Du auch große Ströme schalten,
insbesondere dann, wenn Du etliche von denen parallelschaltest
(natürlich bei gleichen Daten ). Werden MOSFETs mit induktiven Lasten
beaufschlagt, so ist beim Abschalten, die bei den Schützen
vorgeschlagene RC-Beschaltung über dem MOSFET angesagt.

Trotzdem ist das klassische Schütz bei Anwendungen im
Starkstrombereich meist besser, es sei denn es wird extrem häufig
geschaltet. Gegen MOSFETs spricht auf den konkreten Fall bezogen:

- mit MOSFET läßt sich keine galvanische Trennung des Stromkreises
erreichen. Ein übergeordnetes Schütz dürfte daher trotzdem nötig
werden. Die fehlenden galvanische Trennung kann zu Unfällen führen,
wenn der Elektriker dem Irrtum unterliegt, daß Gerät sei vollständig
vom Netz getrennt, wenn abgeschaltet wird. In einer Mischumgebung
Schütz/Elektronik kann das schnell passieren.
- mit einem MOSFET ist es nicht getan. Kühlkörper und restliche
Elektronik, insbesondere die Ansteuerung wollen bemessen werden und
zwar so das die Sache Jahrzehnte hält. Über den Überspannungsschutz,
gewaltige Anlaufströme und etwaigen Selbstinduktionsspannungen muß ein
Gedanke verloren werden. Hat man in diesem Bereich wenig Erfahrung,
ist es nicht so klug, gleich in einer 600V-, 10A Umgebung mit
entsprechender Hauptsicherung und möglichen Kurzschlußströmen, seine
erste Schaltung diesbezgl. auszuprobieren. Elektronik verabschiedet
sich im Starkstrombereich doch recht spektakulär mit allem was zu
einer guten Showeinlage gehört: Flammen, Splitter und ein
beeindruckender Knall, also in modernen Anlagen kriegt man schon was
geboten :).
- kaum ein Elektriker wird auf Anhieb durch eine MOSFET-Schaltung
durchblicken, was die Reparaturzeit in die Höhe schraubt werden
dürfte.
- Eine MOSFET-Schaltung dürfte erheblich mehr Platz in Anspruch nehmen
als ein kleines Gleichstromschütz und zudem eine nicht unerhebliche
Verlustleistung produzieren. Schon alleine um die
nicht-potentialfreien Kühlkörper vor Berührung zu schützen ist ein
aufwendiges Gehäuse nötig, in dem sich natürlich auch kein Wärmestau
entwickeln darf.

Gruß
Michael Kreienberg
kre...@gmx.de

Michael Kreienberg

unread,
Oct 23, 1998, 3:00:00 AM10/23/98
to
Hallo,

Thomas Prinz schrieb in Nachricht <72Y6s...@rng.forth-ev.de>...
>ko...@cww.de meinte am 06.10.98 u.a.:

>4. Ob sich SF6 Schalter für Gleichstromanwendungen eignen
> weiß ich nicht, wäre aber ne Idee 8-)=)
> Anbieter Calor-Emag od. ABB


SF6 ist eigentlich erst ab 72kV so richtig interessant.

Gruß
Michael Kreienberg
kre...@gmx.de

Stefan Wimmer

unread,
Oct 23, 1998, 3:00:00 AM10/23/98
to
In article <702jsl$si4$2...@kohl.informatik.uni-bremen.de>, "Michael Kreienberg" <kre...@gmx.de> wrote:
>Heiko Jahn schrieb in Nachricht <36245...@news.htw-zittau.de>u.a.:
>>So ist es und drum muss man dafuer sorgen, dass dem
>>Gleichstrom kuenstliche Nulldurchgaenge aufgezwungen...

>
>zu Punkt a): Künstliche Nulldurchgänge bei Gleichstrom ? Wie soll denn
>das in der Praxis geschehen ?
>
>Durch Null geht bei DC der Strom doch nur, wenn man ihn umpolt. Diese
>Methode halte ich aber für nicht so glücklich insbesondere in Hinblick
>auf die im Netz befindlichen Verbraucher, vor allem wie soll das
>Umpolen bewerkstelligt werden. Wenn jedoch mit "Nulldurchgang" die
>Annäherung des Laststromes an die Nullinie gemeint ist, dann geschieht
>dies im Prinzip schon durch den Schaltvorgang als solches:

..ich nehme mal an, daß Heiko das Prinzip eines Gleichstromstellers mit 2
Thyristoren im Sinn hatte. Hier wird durch Zünden eines Hilfsthyristors, der
über eine LC-Kombination parallel zum Hauptthyristor hängt, der Strom für eine
LC-Halbwelle vom Hauptth. wegkommutiert, sodaß dieser unter den Haltestrom
kommt und sperrt. Wenn der C voll geladen ist, fällt auch der Strom im
Hilfszweig unter den Haltestrom und der Hilfsth. sperrt ebenfalls.
Man hat also, vom Hauptthyristor aus gesehen, einen 'künstlichen
Nulldurchgang' des Stromes geschaffen...

--
Stefan Wimmer Cellware Broadband
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Michael Kreienberg

unread,
Oct 25, 1998, 2:00:00 AM10/25/98
to
[Follow-up nach de.sci.museum gesetzt]

Hallo,

Michael Kreienberg schrieb in Nachricht

<70oegr$kc6$2...@kohl.informatik.uni-bremen.de>u.a.:

>SF6 ist eigentlich erst ab 72kV so richtig interessant.


Wer so ein Teil mal aus der Nähe sehen will, kann dies im deutschen
Museum in München tun. Dort steht ein großer recht neuer SF6-Schalter
der Firma Siemens (logisch von Siemens, weil fast alles was mit
E-Technik zu tun hat, dort von Siemens ist. Man könnte als
Außenstehender glatt meinen E-Technik=Siemens AG. Sogar auf einem
ausgestellten Fernschreiber ist ein Text von Siemens, München
abgedruckt).

Gruß
Michael Kreienberg
kre...@gmx.de

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