Neulich habe ich einen Sony WM-D3 guenstig "an Bastler" ergattert.
Soweit das er wieder spielt habe ich ihn schon, aber der Gleichlauf ist
relativ schlecht.
Hat jemand hier erfahrung mir der Sony Diskdrive Technik.
Was kann da kaputt sein? Riemen hat das Ding ja keine und da der Gleichlauf
an jeder Stelle der Cassette schlecht ist glaube ich nicht das das
Capstanlager schlaegt. (oder doch?)
Vielen Dank fuer eure Antworten im Voraus.
Vieleicht fragt ihr euch warum ich so ein altes Ding wieder Reparieren will?
Der D3 kann auch aufnehmen, auf Chrom Baender und mit Dolby B und darum
waehre es IMO schade um das gute Stueck.
Schoene Feiertage
Matthias
>Neulich habe ich einen Sony WM-D3 guenstig "an Bastler" ergattert.
>Soweit das er wieder spielt habe ich ihn schon, aber der Gleichlauf ist
>relativ schlecht.
Das ist bitter. :)
>Hat jemand hier erfahrung mir der Sony Diskdrive Technik.
Ich nicht.
>Was kann da kaputt sein? Riemen hat das Ding ja keine und da der Gleichlauf
>an jeder Stelle der Cassette schlecht ist glaube ich nicht das das
>Capstanlager schlaegt. (oder doch?)
Das solltest du fuehlen koennen oder?
Ich denke aber schon das es ein mechanisches Problem ist. Es koennte
z.B sein das die Andruckrolle nicht mehr so ist wie sie mal war und da
nun das Band ab und an durchrutsch. (einmal mit 1000er abschmirgeln)
Oder das die Rutschkupplung der Antriebswickel zu gut geworden
ist. ODer das die Bremse am abrollenden Wickel nicht mehr so toll ist.
Probier mal aus wie sich das Dingen mit 120er Tapes verhaelt. Da diese
Baender duenner sind wie 60/90 wuerde ich bei einem mechanischem
Problem eine Aenderung der Symptome erwarten.
>Vieleicht fragt ihr euch warum ich so ein altes Ding wieder Reparieren will?
Noe. nicht wenn man sieht was fuer ein Abfall heute so als Walkman
verkauft wird. (noch einen Aiwa HS-PX101 im Schrank liegen hab :-)
Olaf
--
D.i.e.s.S. (K.)
Vielen Dank fuer die Tips.
Ich habe jetzt das Capstanlager getauscht. Das aus meinem DD33 passte. Und
der Gleichlauf ist jetzt sehr viel besser geworden. Ich empfand die Frequenz
der Gleichlaufschwankung zwar nicht als so hoch, aber scheinbar hatte es
doch etwas mit dem Lager zu tun, denn jetzt hat der DD33 den schlechten
Gleichlauf.
Ausserdem habe ich das gute Stueck noch mit Alkohol durchgespuelt und
nachgefettet.
Das Beste war aber das abschmirgeln der Andruckrolle. Die sieht jetzt
wirklich wieder wie neu aus, das muss ich mir merken.
Es gibt da doch auch diesen speziellen Griff mit dem man einen Tonkopf
befuehlt um herauszufinden wieviel der Recorder gelaufen hat, was fuehlt man
denn da?
mfg Matthias
>Es gibt da doch auch diesen speziellen Griff mit dem man einen Tonkopf
>befuehlt um herauszufinden wieviel der Recorder gelaufen hat, was fuehlt man
>denn da?
War das bei Crocodile Dundee in der Großstadt-Kneipe auch ein Griff an
den Tonkopf? SCNR :)
Bei einem Tonkopf, an dem schon viele Meter Band entlang gezerrt wurden,
ist eine leichte Vertiefung in der Fläche, über die das Band geleitet,
eingeschliffen. Die Tiefe der Kerbe hängt davon ab, wieviel Band da
schon geschmirgelt hat, und wieviel zusätzlicher Schleifkörper (= Dreck)
dabei zu Hilfe gegangen ist.
Die Kerbe kann teils sehr gut fühlbar sein.
Als ich noch CompactCassetten benutzte, kam mir wegen des
Schmirgeleffekts auch nie eine Cassette in den Recorder, die schon mal
in einem Auto-Cassettenlaufwerk abgespielt wurde oder offen in einem
Auto herumlag. Das hat zwar ab und an Freunde pickiert, die miit 'ihrer'
Cassette daherkamen, damit ich was draufspiele, hat mir aber auch den
Recorder bis heute in einem sehr guten Zustand erhalten.
Grüße,
Günther
Das bringt in der Regel überhaupt nichts (da wiederspreche ich auch
Manfred)!
Solche Lager sind in fast allen Fällen Sinterbronze-Lager. Sinterbronze
besteht aus porösem Materiel (einfach gesagt, wie ein Schwamm) und in dessen
Poren befindet sich das Schmiermittel. Das kann man zwar chemisch zerstören
(Tetra) aber dir Rückstände niemals entfernen! Wie auch? Wenn da mit Alkohol
was "verbessert" wird, hast Du nur den wirklich groben Derck aus dem
Lagerspalt entfernt. Gleichzeitig aber ist Dein Alkohol auch in die Poren
gelangt (der Schwamm hat aufgesogen) und bleibt da eine ganze Weile
(zerstört übrigens auch das "Fett") Solche Lager kann man wenn man das
ersnthaft reparieren will, nur austauschen. Ein Bastler kann da auch mit
nachschmieren was verbessern, aaaaber es muß ein absolut säurefreies Öl
sein! (ich nehme dazu "Custanol-S" aus ex-DDR-Tagen) Sonst verharzt Dir das
neue Öl ruck-zuck und das Lager klemmt mehr als vorher! Also: Wenn schon
Lager schmieren, so lass am besten den alten Dreck drinn, feuchte eine Nadel
mit dem richtigen Öl an, bestreiche sehr vorsichtig die innere Lagerfläche
und ziehe nach kurzer Zeit einen sauberen groben Faden durch das Lager. Das
entfernt erstmal den Dreck. (mehrfach wiederholen) Danach noch mal feuchte
Nadel rein und etwas (wirklich sehr wenig!) an die Welle und hinein mit dem
Teil. Apropos Welle: Die muß beim ausbauen natürlich auch sehr sauber sein
damit das Lager beim durchschieben derselben nicht zusätzlich verkleistert
wird.
Übrigens: Der Capstan (gerade bei nünnen Teilen) hat eine
Rundlaufgenauigkeit von wenigen 1/1000tel mm. Wenn Du eine "schlagende"
Welle schon fühlst, ist die absolut Schrott. Richten ist bei den
Genauigkeiten auch nicht wirklich ein Thema! Blöderweise sind in Walkmans
genau solche dünnen Dinger verbaut. Einmal die Kassette dagegen und aus die
Maus!
>
> Es gibt da doch auch diesen speziellen Griff mit dem man einen Tonkopf
> befuehlt um herauszufinden wieviel der Recorder gelaufen hat, was fuehlt
man
> denn da?
>
Hoffentlich noch einen Tonkopf ;-) Dieses "Fühlen" sollte aber wirklich sehr
zärtlich sein, sonst verbiegst Du schnell die Kopfhalterung! Bloß wenn Du
schon eine Rille fühlst, ist der Kopf eigentlich Schrott.
Guido