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Mehrfachsteckdosen kaskadieren?

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Hermann Riemann

unread,
Mar 16, 2017, 10:17:00 AM3/16/17
to
Im Fernsehen sind Mehrfachsteckdosenprobleme aktuell:

http://www.daserste.de/information/wirtschaft-boerse/plusminus/sendung/brandrisiko-mehrfachsteckdose-100.html

http://www.swr.de/marktcheck/themenvorschau/-/id=100834/did=13786948/nid=100834/1xv5yqk/index.html

Früher habe ich bedenkenlos kaskadiert:
http://www.hermann-riemann.de/pic/mein_esstisch.jpg

Bei einfachen schaltbaren Steckdosen habe ich mehrfach
beobachtet, das ab ca 4 PCs manchmal die 16A Sicherung
den Haushaltsstrom wegdreht.

Alternativ habe ich jetzt einige Amazons
Special Tower 16er-Steckdosenturm
wobei die zu helle LEDs haben und einige LEDs schon defekt sind.

Für meine vielen raspberry pis denke ich an die Kombination
einzeln schaltbare Steckdosenleiste +
3m Verlängerungskabel mit 2 Dosen mit 3 Dosen von ELV
Eine Dose für das Steckernetzteil vom raspberry pi
und eine Dose für einen aktiven USB-Hub ( Festplatte + Arduino)
Ob das als Kaskadierung zählt?

Bei der Plusminussendung wurde Probleme bei Geräten
in der kiloWattklasse gezeigt.

Bei den vielen Geräten der Elektronik und computer
bin ich aber in einem Bereich um die 10 W pro Gerät.
(Abgesehen von Monitore und Desktop PCs.)
Wobei ich bei den Steckernetzteile das Ein- und Ausschaltverhalten
nicht kenne.

Hermann
der gerne auf der sicheren Seite ist
und auch ausschließen mag,
das sich die Geräte gegenseitig beeinflussen.

--
http://www.hermann-riemann.de

Thorsten Just

unread,
Mar 16, 2017, 12:23:35 PM3/16/17
to
Zwei Dinge sind dabei letztlich zu beachten

1) Gesamtbelastung durch alle angeschlossenen Geräte; bei geschalteten
Dosen auch der Einschaltstrom

2) Schutzleiterwiderstand; der wird mit jeder zwischengesteckten Dose
größer und irgendwann zu groß für seine Schutzfunktion

Thorsten

Am 16.03.2017 um 15:16 schrieb Hermann Riemann:
> Im Fernsehen sind Mehrfachsteckdosenprobleme aktuell:
>
[...]

Christian Müller

unread,
Mar 16, 2017, 1:28:34 PM3/16/17
to
Thorsten Just schrieb:

> Zwei Dinge sind dabei letztlich zu beachten
>
> 1) Gesamtbelastung durch alle angeschlossenen Geräte; bei geschalteten
> Dosen auch der Einschaltstrom

Das gilt aber auch für die scheinbar unabhängigen Steckdosen
innerhalb einer Wohnung.
Wenn die alle an einer Sicherung hängen, hast du dort trotz solider
Kabel zu jeder Steckdose ein Limit von 16A für alle Steckdosen
zusammen - möglicherweise auch für die im Keller...


> 2) Schutzleiterwiderstand; der wird mit jeder zwischengesteckten Dose
> größer und irgendwann zu groß für seine Schutzfunktion

Tausche "Schutzleiterwiderstand" gegen "Leiterwiderstand" - Schleifenwiderstand.
Denn ein Kurzschluss zwischen L und N wird vom Schutzleiter
überhaupt nicht wahrgenommen.


Gruß Christian

Christian Müller

unread,
Mar 16, 2017, 1:46:47 PM3/16/17
to
Hermann Riemann schrieb:

> Früher habe ich bedenkenlos kaskadiert:
> http://www.hermann-riemann.de/pic/mein_esstisch.jpg

Naja, ich vermute, dass die vier Mehrfachsteckdosen
jeweils an einem Ausgang vom Power-Manager hängen.
Damit hast du eine Kaskadierungstiefe von 2.
Das ist nichts besonderes.


> Bei einfachen schaltbaren Steckdosen habe ich mehrfach
> beobachtet, das ab ca 4 PCs manchmal die 16A Sicherung
> den Haushaltsstrom wegdreht.

Vielleicht hing an dieser einen Sicherung noch was
anderes - eventuell ein Untertischwarmwasserbereiter.
Wenn der 2kW Aufnahmeleistung hat, bleiben von den 16A
nur noch 6A für die PCs.


> Für meine vielen raspberry pis denke ich an die Kombination
> einzeln schaltbare Steckdosenleiste +
> 3m Verlängerungskabel mit 2 Dosen mit 3 Dosen von ELV
> Eine Dose für das Steckernetzteil vom raspberry pi
> und eine Dose für einen aktiven USB-Hub ( Festplatte + Arduino)
> Ob das als Kaskadierung zählt?

Kaskadierung ist, wenn die Teile in Reihe geschaltet sind.
Wenn ein zentraler Verteiler die Steckdosenleisten speist,
ist es eine Sternverteilung.

Das Problem bei der Kaskadierung ist nicht etwa die Anzahl
der nutzbaren Steckdosen.
Du kannst an einer ganz kurzen 2er Steckdosenleiste mit
2 Heizlüftern wunderbar eine Überlastung der Leitung erzeugen.

Vielmehr ist es die Reihenschaltung der Leitungen und der
Steckverbindungen. Dabei erhöht sich der Widerstand der Leitung.
Nun kommt es zu diesem Paradoxon:
Du kannst an die vielen Steckdosen sogar _mehr_ Geräte mit
einer in Summe _höheren_ _aufgedruckten_ Gesamtleistungsaufnahme
anschließen. Denn die lange Leitung erzeugt einen Leistungsverlust
und die Geräte bekommen in Abhängigkkeit der Leitungslänge
eine geringere Netzspannung als beim direkten Anschluss an die
Wandsteckdose.

Das ist zunächst kein Problem, solange du die ganzen Leitungen
nicht aufrollst.
Die Leitungen werden zwar warm, aber die Wärme kann in die
Umgebung abfließen.
Bei einer Gesamtbelastung von bis zu 16A wird nichts passieren.
Bei einer geringen Überlastung wird nach einigen Minuten,
bei einer hohen Überlastung nach einigen Sekunden die Sicherung auslösen.
Das geschieht, weil in der Sicherung ein thermischer Wächter ist.

Bei einem Kurzschluss reagiert die Sicherung anders:
Jetzt zieht ein Elektromagnet an und unterbricht den Stromkreis.
Dafür muss der Kurzschlusstrom allerdings ausreichend hoch sein.
Wenn du deine Kaskadierung der Steckdosen als eine extrem lange
Leitung betrachtest, dann hat diese lange Leitung einen hohen Widerstand.
Dieser hohe Widerstand verhindert, dass der Kurzschlussstrom ausreichend
hoch wird, dass der elektromagnetische Teil der Sicherung anspricht.
Die Sicherung wird den hohen Strom nur durch die Erwärmung wahrnehmen.
DAS ist das Problem - es fließt über einige Sekunden bis Minuten ein
extremer Strom, welcher die Steckverbindungen und die Leitungen
überlastet und zu einem Brand führen kann.


> Bei den vielen Geräten der Elektronik und computer
> bin ich aber in einem Bereich um die 10 W pro Gerät.
> (Abgesehen von Monitore und Desktop PCs.)
> Wobei ich bei den Steckernetzteile das Ein- und Ausschaltverhalten
> nicht kenne.

Da passiert nichts.
Die Geräte hängen eh alle parallel an dem Kabel, was in dein Haus geht.
Du musst nur zuverlässig ausschließen, dass an der letzten Steckdose
deiner Kaskadierung jemand einen Kurzschluss verursacht.
Und nein, du kannst keine 16A vor die letzte Dose setzen,
denn die wird ebensowenig wie die Sicherung im Sicherungskasten
auslösen, sollte durch die Leitungslänge der Kurzschlussstrom
*so klein* sein, dass die Sicherung keinen sofortigen Handlungsbedarf sieht.


Gruß Christian

Volker Staben

unread,
Mar 16, 2017, 2:24:32 PM3/16/17
to
Am 16.03.17 um 15:16 schrieb Hermann Riemann:
> Früher habe ich bedenkenlos kaskadiert:
> http://www.hermann-riemann.de/pic/mein_esstisch.jpg

grusel.

http://www.ibb-ihb.de/mbl/ovMst.pdf


V.

horejsi

unread,
Mar 16, 2017, 6:00:36 PM3/16/17
to
Am 16.03.2017 um 18:46 schrieb Christian Müller:

> Bei einem Kurzschluss reagiert die Sicherung anders:
> Jetzt zieht ein Elektromagnet an und unterbricht den Stromkreis.
> Dafür muss der Kurzschlusstrom allerdings ausreichend hoch sein.
> Wenn du deine Kaskadierung der Steckdosen als eine extrem lange
> Leitung betrachtest, dann hat diese lange Leitung einen hohen Widerstand.
> Dieser hohe Widerstand verhindert, dass der Kurzschlussstrom ausreichend
> hoch wird, dass der elektromagnetische Teil der Sicherung anspricht.
> Die Sicherung wird den hohen Strom nur durch die Erwärmung wahrnehmen.
> DAS ist das Problem - es fließt über einige Sekunden bis Minuten ein
> extremer Strom, welcher die Steckverbindungen und die Leitungen
> überlastet und zu einem Brand führen kann.

Ein üblicher B16A-Leitungsschutzschalter schaltet erst bei 80A
zuverlässig und schnell ab. Wie du richtig sagst, wird dieser Strom
hinter kaskadierten Mehrfachsteckdosen oft nicht erreicht.

Stefan Engler

unread,
Mar 16, 2017, 6:27:21 PM3/16/17
to
Am Donnerstag, 16. März 2017 17:23:35 UTC+1 schrieb Thorsten Just:
> Zwei Dinge sind dabei letztlich zu beachten
> 1) Gesamtbelastung durch alle angeschlossenen Geräte; bei geschalteten
> Dosen auch der Einschaltstrom
> 2) Schutzleiterwiderstand; der wird mit jeder zwischengesteckten Dose
> größer und irgendwann zu groß für seine Schutzfunktion

Wie viele Dosen kann ich problemlos hintereinander Schalten (Faustregel, jede Mehrfachsteckdose mit einfacher thermischer Sicherung)?

Muss ich bei besseren China-Mehrfachdosen mit richtigen Sicherungen (16A
Auslösecharakteristik C, 2-Polig) was beachten?

Wie hoch darf der Schutzleiterwiderstand (50Hz, Heimgebrauch) werden
(ich fand unterschiedlich Angaben)?

Bringt es etwas ggf. auf FI-Dosen (Schutzverteiler) zurückzugreifen
(300mA->30mA->10mA)?

Wie verhindere ich Spannungen gegen Erde auf USB und Netzwerk, wenn die moderne
PC's nur noch mit einem Eurostecker angeschlossen werden?

horejsi

unread,
Mar 17, 2017, 1:40:35 AM3/17/17
to
Am 16.03.2017 um 23:27 schrieb Stefan Engler:

> Muss ich bei besseren China-Mehrfachdosen mit richtigen Sicherungen (16A
> Auslösecharakteristik C, 2-Polig) was beachten?
>
C liegt immerhin schon bei 160A.

Marte Schwarz

unread,
Mar 17, 2017, 3:16:30 AM3/17/17
to
Hallo Hermann,
> Im Fernsehen sind Mehrfachsteckdosenprobleme aktuell:

Da schreibt einer vom anderen ab...

> Früher habe ich bedenkenlos kaskadiert:
> http://www.hermann-riemann.de/pic/mein_esstisch.jpg

Leider sieht man ja nicht, was am Ende all dieser Leitungen hängt.

> Bei einfachen schaltbaren Steckdosen habe ich mehrfach
> beobachtet, das ab ca 4 PCs manchmal die 16A Sicherung
> den Haushaltsstrom wegdreht.

Das ist zunächst einmal ein gutes Zeichen, das Dir sagt, dass die
Übergangs und Leitungswiderstände nicht das Problem sind ;-)

Das Dumme an diesen Schaltnetzteilen (möglicherweise noch ohne
funktionierende PFC?) ist der Stromstoß im Einschaltmoment, wenn die
Kondensatoren gleich nach dem Primärgleichrichter geladen werden. Das
gibt mal schnell herzhaft viel Strom für wenige ms. Das zieht manchmal
heftig helle Lichtbögen an Schalter und Stecker, deren
Übergangswiderstände dadurch nicht besser werden.

Das Hauptproblem, das derzeit durch die Medien getrieben wird, bleiben
aber die Nutzer, die sinnlos Verbraucher mit sehr hohen Lasten an teils
zu billige Steckdosenleisten gehängt werden. Da der Unterschied zwischen
Verlängerungskabel und Mehrfachsteckdosenleiste im gemeinen Volk auch
nicht mehr bekannt ist und Mehrfachsteckdosenleisten mit 1,2 m
Anschlussleitung so billig an jeder Ecke zu bekommen sind, werden diese
eben so lange aneinander gehängt, bis es passt. Und dann werden da eben
drangehängt, was ansteckbar ist. Schon eine Weile her, da ward eine
Studi-WG-Küche gesehen (2 Künstler ein Bauing und eine ETEC-Studentin,
die gar nicht mal schlecht abgeschlossen hatte!) In der Altbauküche gab
es genau zwei Steckdosen, eine für den Kühlschrank und eine für den
Rest. An dem hingen dann gefühlte 5 solcher Dreifachsteckdosenleisten
mit 1,2 m Anschlussleitung hintereinander. Daran verteilt: Ein
Wasserkocher, eine Doppelherdplatte, Ein
Mikrowellen-Backofen-Grill-Kombigerät, ein Thermomix und diverses
Kleinzeugs.
Solange jeder nur allein in der Küche werkelte war das alles unkritisch,
als aber mal mehrere dieser Geräte gemeinsam in Aktion gehen mussten
(Geburtstagsparty mit gemeinsamem Kochen) meinten zwei der
dazwischenliegenden Leisten, das Schmoren beginnen zu müssen...
Der 16 A Sicherung war das anscheinend noch gar nicht aufgefallen, aber
den Steckern wurde es empfindlich zu warm. Alle überlasteten
Mehrfachsteckdosen die ich bisher gesehen hatte, fehlte es hierbei nie
an den Leitungsquerschnitten (die nominell auch sehr oft zu dünn
ausgelegt sind), Die Schmorstellen langen immer um die Stecklöcher. Die
Übergangswiderstände dominieren hier ganz deutlich das Schadensbild.
Gern gesehen auch Flüssigkeiten, die über die eingestecketen Stecker
liefen udn sich als Kapillarfilm unter die Stecker ziehen konnten, dort
einen Stromfluß etablierten, der eine Kohleschicht auf dem Kunststoff
bildete, der sich dann nach und nach soweit etablierte, bei das Große
Stinken begann.

Solange Du nur Steckernetzteile hinten dran setzt, die hoffentlich
intern auch mit kleineren Schmelzsicherungen abgesichert sind, würde ich
jetzt keine Gefahr sehen, wenn hinten aber viel leistung gefordert ist
und möglicherweise die Stechdosen auch noch Wasser abbekommen könnten,
dann schon.

Marte

Hermann Riemann

unread,
Mar 17, 2017, 5:24:59 AM3/17/17
to
Am 17.03.2017 um 08:16 schrieb Marte Schwarz:
> Hallo Hermann,
>> Im Fernsehen sind Mehrfachsteckdosenprobleme aktuell:
>
> Da schreibt einer vom anderen ab...
>
>> Früher habe ich bedenkenlos kaskadiert:
>> http://www.hermann-riemann.de/pic/mein_esstisch.jpg

> Leider sieht man ja nicht, was am Ende all dieser Leitungen hängt.

Bei Kaskadierung gerne die Kombination kvm-switch (110 W) Monitor

Die Kaskadierung war vielleicht weniger bedenklich
als die Leistungsgrenze einzelner Schalter bei den power Manager.
Ein Teil von denen ging schlechter und dann garnicht mehr.

Heutzutage an eine einzeln schaltbare Steckdosenleiste
mal cd 5 computer a 100-150 W Ruhestrom.

Kaskadierung eher viel Kleinzeug wie Nuc, raspberry pi, odroid,
USB-Festplatten, HSB-Hubs demnächst auch Arduinos,
Fischertechnik .. und diverse Elektronik.

>> Bei einfachen schaltbaren Steckdosen habe ich mehrfach
>> beobachtet, das ab ca 4 PCs manchmal die 16A Sicherung
>> den Haushaltsstrom wegdreht.

> Das ist zunächst einmal ein gutes Zeichen, das Dir sagt, dass die
> Übergangs und Leitungswiderstände nicht das Problem sind ;-)

> Das Dumme an diesen Schaltnetzteilen (möglicherweise noch ohne
> funktionierende PFC?) ist der Stromstoß im Einschaltmoment, wenn die
> Kondensatoren gleich nach dem Primärgleichrichter geladen werden. Das
> gibt mal schnell herzhaft viel Strom für wenige ms. Das zieht manchmal
> heftig helle Lichtbögen an Schalter und Stecker, deren
> Übergangswiderstände dadurch nicht besser werden.

Da war anscheinend je nach Einschaltmoment (50 Hz Phasenstellung) anders.

> Das Hauptproblem, das derzeit durch die Medien getrieben wird, bleiben
> aber die Nutzer, die sinnlos Verbraucher mit sehr hohen Lasten an teils
> zu billige Steckdosenleisten gehängt werden.
> ..
> In der Altbauküche gab es genau zwei Steckdosen,
> eine für den Kühlschrank und eine für den Rest.
> An dem hingen dann gefühlte 5 solcher Dreifachsteckdosenleisten
> mit 1,2 m Anschlussleitung hintereinander. Daran verteilt: Ein
> Wasserkocher, eine Doppelherdplatte, Ein Mikrowellen-Backofen-Grill-Kombigerät,
> ein Thermomix und diverses Kleinzeugs.

Das Kleinzeug dann wenigstens 1,3 kW Mixer,
1 kW Heizstab 2 kW Heizstrahler ..
( und irgendwo 1,5 kW Staubsauger ..)

Heutzutage ist das die Gelegenheit für ioT
( mit Kinder, oder rachsüchtigen Nachbarn, Einbrecher ..)

> ..

> Solange Du nur Steckernetzteile hinten dran setzt, die hoffentlich
> intern auch mit kleineren Schmelzsicherungen abgesichert sind, würde ich
> jetzt keine Gefahr sehen,

Bei den Steckernetzteile sehe ich nie, was da drin ist.
Ich kann schon froh sein wenn ich die vorgesehene Spannung und Strom
sehen kann.
( Wenn es irgendwo raucht oder stinkt,
war etwas falsch. Z.B. die Polung.)

Hinzu kommt, das ich für Schaltnetzteile extra (3m?) Kabel brauchen,
weil die Schaltnetzteile nicht nebeneinander in die Steckdosenleiste passen.

Außerdem, mit den 50 mA bei 220W werden ein paar cm beheizt,
mit den 2 A bei ca 5 V vielleicht durch einen
vermutlich sehr dünnen Draht ca 1 m.

> wenn hinten aber viel Leistung gefordert ist und möglicherweise die Steckdosen
> auch noch Wasser abbekommen könnten, dann schon.

Ich weiß nicht was passiert, wenn ich bei vielen verteilten
Steckernetzteile den gemeinsamen Stecker "ziehe",
und die dann ihre Kondensator Ladungen und Spulen Energien
als Strom und Spannungsimpulse auf die Reise schicken,
und dann irgendwo etwas wie eine Monsterwelle zusammenkommt.

Hermann
der sich noch an einen einfachen Wagnerschen Hammer erinnert:
Klein-Trafo aus einem Transistorradio,
Hochspannungsseite angefasst,
Niederspannungsseite kurz mit einer Batterie verbunden.

--
http://www.hermann-riemann.de

Wolf gang P u f f e

unread,
Mar 18, 2017, 1:06:08 PM3/18/17
to
Am 16.03.2017 um 15:16 schrieb Hermann Riemann:
> Im Fernsehen sind Mehrfachsteckdosenprobleme aktuell:
>
>
> Früher habe ich bedenkenlos kaskadiert:
> http://www.hermann-riemann.de/pic/mein_esstisch.jpg
>
> Bei einfachen schaltbaren Steckdosen habe ich mehrfach
> beobachtet, das ab ca 4 PCs manchmal die 16A Sicherung
> den Haushaltsstrom wegdreht.
>

Das Problem ist wohl der Einschaltstrom.
Mein erster PC XT im Jahre 1992 hat beim Starten regelmäßig den
Steckdosenkreis entstromt. Der Sicherungautomat in der Wand (damals
noch mit E27 Gewinde) mochte den Einschaltstrom des PC-Netzteiles nicht.
Du zündest gleich 4 PC mit einer einfachen schlatbaren Steckdose, das
ist schon sportlich.
Das Problem kennen wir ja auch im Advent, wo die komplette
Festbeleuchtung unbedingt mit einem Stecker/Schalter funktionieren soll.
Hier recht gut im Film dargestellt.
https://www.youtube.com/watch?v=B88OOlQ3sIc

W. ;-)

Volker Bartheld

unread,
Mar 18, 2017, 2:18:08 PM3/18/17
to
On Sat, 18 Mar 2017 18:06:06 +0100, Wolf gang P u f f e wrote:
> Der Sicherungautomat in der Wand (damals
> noch mit E27 Gewinde) mochte den Einschaltstrom des PC-Netzteiles nicht.
> Du zündest gleich 4 PC mit einer einfachen schlatbaren Steckdose, das
> ist schon sportlich.

Mal andersrum formuliert: Wo bitte kann ich dieses Steckdose kaufen? Ich
wäre auf Knien dankbar, nicht ständig einen neuen Wippschalter aus der
großen Marquardt-Tüte reindrücken zu müssen. ;-)

Ciao,
Volker

--
@: W E B 2 0 1 7 at B A R T H E L D dot N E T
3W: www.bartheld.net

Hermann Riemann

unread,
Mar 19, 2017, 12:24:08 AM3/19/17
to
Am 18.03.2017 um 19:18 schrieb Volker Bartheld:
> On Sat, 18 Mar 2017 18:06:06 +0100, Wolf gang P u f f e wrote:
>> Der Sicherungautomat in der Wand (damals
>> noch mit E27 Gewinde) mochte den Einschaltstrom des PC-Netzteiles nicht.
>> Du zündest gleich 4 PC mit einer einfachen schaltbaren Steckdose, das
>> ist schon sportlich.

> Mal andersrum formuliert: Wo bitte kann ich dieses Steckdose kaufen?

Meine Steckdosenleisten stammten aus normalen Kaufhäuser.
Wenn die die 3,5 kW schalten können sollen, müsste es gehen.

Hermann
der noch eine große Falt-Kiste
mit alten meist schaltbaren Steckdosenleisten hat.

--
http://www.hermann-riemann.de

Volker Bartheld

unread,
Mar 19, 2017, 5:41:25 AM3/19/17
to
Also: Stichworte sind "alten" und die Zusatzfrage lautet: "wie oft?". Fakt
ist, daß meine olle Huschiwuschi-Steckdose an induktiven/kapazitiven
Lasten, Schaltnetzteilen, PCs, usw. verblüffend lange gehalten hat.
Irgendwann ist dann der Wippschalter verschmort (erst einseitig
Dauerdurchgang, dann beidseitig), weswegen ich einen von den Abmaßen her
gleichen Marquardt-Wippschalter montiert habe. Sogar mit 20A statt derer
10, wie auf dem Original. Damit begann das Ärgernis, das vermutlich
zumindest großteils auf den (nun inzwischen) verwendeten
Kontaktmaterialien beruhte.

Mehr im Thread 'Perpetuum Mobile: "Schaltsteckdosenleiste"...?' mit
Message-ID: <om67017uil7m$.d...@news.bartheld.net> und schließlich
Message-ID: <1kiluhx76so3o$.d...@news.bartheld.net>

Wolf gang P u f f e

unread,
Mar 19, 2017, 1:06:02 PM3/19/17
to
Am 19.03.2017 um 10:41 schrieb Volker Bartheld:
> On Sun, 19 Mar 2017 05:24:05 +0100, Hermann Riemann wrote:
>> Am 18.03.2017 um 19:18 schrieb Volker Bartheld:
>>> On Sat, 18 Mar 2017 18:06:06 +0100, Wolf gang P u f f e wrote:
>>>> Der Sicherungautomat in der Wand (damals
>>>> noch mit E27 Gewinde) mochte den Einschaltstrom des PC-Netzteiles nicht.
>>>> Du zündest gleich 4 PC mit einer einfachen schaltbaren Steckdose, das
>>>> ist schon sportlich.
>>> Mal andersrum formuliert: Wo bitte kann ich dieses Steckdose kaufen?
>> Meine Steckdosenleisten stammten aus normalen Kaufhäuser.
>> Wenn die die 3,5 kW schalten können sollen, müsste es gehen.
>> Hermann
>> der noch eine große Falt-Kiste
>> mit alten meist schaltbaren Steckdosenleisten hat.
>
> Also: Stichworte sind "alten" und die Zusatzfrage lautet: "wie oft?". Fakt
> ist, daß meine olle Huschiwuschi-Steckdose an induktiven/kapazitiven
> Lasten, Schaltnetzteilen, PCs, usw. verblüffend lange gehalten hat.

Das kommt vielleicht auf die Art der PC-Netzteile an.
Manche sind unauffällig, andere, besonders die alten aus der Zeit XTs
und ATs sind sehr einschaltstromgierig.
Es gab auch Laptop- bzw. Netbook-Netzteile, wo die Steckdose beim
Einstecken des Netzsteckers kurz aufleuchtete und ein fatschendes
Geräusch erzeugte.
In so einem Falle möchte ich kein Schalter an der Steckdosenleiste sein.

W.

Gerrit Heitsch

unread,
Mar 19, 2017, 1:30:54 PM3/19/17
to
So eines habe ich hier. Bringt 'nur' 12V/3A, aber man hat sich
anscheinend die Einschaltstrombegrenzung gespart.

Gerrit


Hermann Riemann

unread,
Mar 21, 2017, 4:41:05 AM3/21/17
to
Am 19.03.2017 um 18:30 schrieb Gerrit Heitsch:

>> Es gab auch Laptop- bzw. Netbook-Netzteile, wo die Steckdose beim
>> Einstecken des Netzsteckers kurz aufleuchtete und ein fatschendes
>> Geräusch erzeugte.

> So eines habe ich hier. Bringt 'nur' 12V/3A, aber man hat sich
> anscheinend die Einschaltstrombegrenzung gespart.

Und da bin ich bei den Steckernetzteilen unsicher.

Hermann
den noch nicht seine zig Steckernetzteile
alle gleichzeitig eingeschaltet hat.

--
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