Nö, beschreibt die Realität. Deutschland hat offensichtlich mehr als
genug Ingenieure ausgebildet. Habe ich mehrfach von Berufskollegen schon
mitbekommen dass es trotz guter Ausbildung plus Berufserfahrung als
Mitglied der Altersgruppe der sog. "geburtenstarken Jahrgänge" also
jetzt etwa um die 50 grosse Probleme gibt unterzukommen. Wenn dann
häufig nur deutlich unter Tariflohn sofern das Unternehmen nicht
tarifgebunden ist. In den 90ern wurden ja viele Ingenieurarbeitsplätze
im Zuge der Globalisierung abgebaut oder verlagert. Die Ingenieure die
dann ausbildungsfremd untergekommen sind kommen ohne grösste
Anstrengungen der suchenden Unternehmen auch nicht wieder. Unternehmen
suchen auch zu speziell um den Einarbeitungsaufwand speziell in
Softwarepakete die sie ja mal gekauft haben zu minimieren. Der
Leidensdruck auf seiten der Unternehmen ist einfach noch nicht gross
genug um auch 50 jährige einzustellen, die ja jetzt noch 17 Berufsjahre
vor sich haben. Bei der Restlebensarbeitszeit sollte sich der
Einarbeitungsaufwand auch relativieren, da die "Gefahr" dass der Kollege
dann nochmal wechselt eher gering ist. Der berufsbedingte körperliche
Verschleiss ist meiner Erfahrung nach zum Glück oft nicht so gross dass
man als Ing. vorzeitig aussteigen muss. Unternehmen denken da einfach zu
kurzfristig und jetzt besteht wegen der erwarteten Wirtschaftskriese eh
überall Einstellungsstop.
> Unternehmen denken da einfach zu
> kurzfristig
Ich habe noch nie ein Unternehmen denken sehen. Die Entscheidungen werden
von Menschen getroffen und die waren der Meinung dass jüngere Semester das
besser, widerspruchsfreier und billiger können.
Jüngere Semester sind oft auch der Meinung.
Lutz
--
Mit unseren Sensoren ist der Administrator informiert, bevor es Probleme im
Serverraum gibt: preiswerte Monitoring Hard- und Software-kostenloses Plugin
auch für Nagios - Nachricht per e-mail,SMS und SNMP: http://www.messpc.de
Neu: Ethernetbox jetzt auch im 19 Zoll Gehäuse mit 12 Ports für Sensoren
Vor allem ist in der Firma bereits jemand Chef aka Projektleiter
und der ist erstens juenger, zweitens fachfremd, drittens sucht er
ja gerade jemanden mit bestimmten Fertigkeiten weil er selbst keine
blasse Ahnung hat wie's geht (sonst koennte er es ja einem bereits
vorhandenen Mitarbeiter schnell beibringen, das geht schneller als
einen neue Mitarbeiter mit Risiko zu suchen)
und der wird niemals einen erfahreneren, kluegeren einstellen als
sich selber, denn er waere seinen Job in kuerzester Zeit los,
so ein erfahrener Aelterer haette seine Schaumschlaegerei naemlich
in kuerzester Zeit entlarvt.
--
Manfred Winterhoff, reply-to invalid, use mawin at gmx dot net
homepage: http://www.geocities.com/mwinterhoff/
de.sci.electronics FAQ: http://dse-faq.elektronik-kompendium.de/
Read 'Art of Electronics' Horowitz/Hill before you ask.
Lese 'Hohe Schule der Elektronik 1+2' bevor du fragst.
Zweitklassige Leute stellen nur drittklassige Leute ein, weil sie sich
durch erstklassige beroht fühlen.
Erstklassige Leute stellen nur erstklassige ein, und machen damit
stressarm viel Kohle.
MfG
Falk
> Zweitklassige Leute stellen nur drittklassige Leute ein, weil sie sich
> durch erstklassige beroht fühlen.
> Erstklassige Leute stellen nur erstklassige ein, und machen damit
> stressarm viel Kohle.
Selbst wenn es so einfach funktionieren würde - schön ware es nicht.
Der fachliche Aspekt ist auch nur einer von vielen die die Zusammenarbeit
bestimmen.
> Vor allem ist in der Firma bereits jemand Chef aka Projektleiter
> und der ist erstens juenger, zweitens fachfremd, drittens sucht er
> ja gerade jemanden mit bestimmten Fertigkeiten weil er selbst keine
> blasse Ahnung hat wie's geht (sonst koennte er es ja einem bereits
> vorhandenen Mitarbeiter schnell beibringen, das geht schneller als
> einen neue Mitarbeiter mit Risiko zu suchen)
> und der wird niemals einen erfahreneren, kluegeren einstellen als
> sich selber, denn er waere seinen Job in kuerzester Zeit los,
> so ein erfahrener Aelterer haette seine Schaumschlaegerei naemlich
> in kuerzester Zeit entlarvt.
Da gibt es von den Wirtschafthochschulen sogannte Quereinsteiger, die von
der Firma in der sie angestellt werden, Null Fachwissen mitbringen, auch
verstehen sie meist eine Angestelltenstruktur auch nicht, die ueber lange
Zeit gewachsen ist und sich bewaehrt hat. Durch passend arrogantes und
ignorantes Auftreten, ausgestattet mit allen (un)moeglichen Befugnissen,
reiten sie die Firma kaputt und clever ist dann der, der das rechtzeitig
kommen sieht, fruehzeitig das sinkende Schiff verlaesst, damit er als
Quereinsteiger die naechste Firma, so es ihm gelingt, kaputtreiten kann.
Gruss
Thomas
--
Mein ELKO-Buch ueber Opamp, OTA und Instrumentation-Amplifier:
http://www.elektronik-kompendium.de/shop/buecher/operationsverstaerker-und-instrumentationsverstaerker
(Aendere "akz" durch "isi" in der Mailadresse fuer Reply!)
MfG
Falk
Moin moin,
da ist was dran.
Nur leider ist es schwer bis unmöglich, erstklassige Leute zu bekommen.
Wir (www.fgh-ma.com) müssen in 2009 auch Stellen besetzen. Gute Leute sitzen
in ihren Firmen aber im goldenen Käfig (sind also nicht arbeitslos), ein
Herauskaufen ist wirtschaftlich nicht machbar. Und zweitklassige Leute sind
ein Risiko, das kleine Firmen nicht tragen können. Da machen wir lieber
Überstunden ;-) Letztlich sind wir also auf Absolventen angewiesen und haben
damit auch sehr gute Erfahrungen. Die ach so erfahrenen älteren Semester
bewerben sich auf unsere Stellenausschreibungen gar nicht erst.
Gruß, Heiko
Zustimmung.
Im Grunde geht es auch nicht um jüngere oder ältere Semester,
sondern um die feine Unterscheidung, ob einer den Uni-Abschluß
auch als Endpunkt des Lernens betrachtet oder nicht.
Heute ist ein breiter Mix an Kenntnissen gefragt, wenn einer
beispielsweise auf der Ebene 8 Bit Microcontroller/Assembler
stehengeblieben ist und mit Hochsprachen wie C/C++ nichts
anfangen kann und will, dann wird der sich in der Entwicklung
heutzutage sehr schwer tun. Selbst Küchengeräte setzen
inzwischen darauf, Loblied auf den Klein-uC hin oder her.
Und jene, die zum Lernen bereit sind, die sind eben meist
vergeben. Die anderen suchen dann Jobs zur Erstellung
von Pflichtenheften und Betreuung von Arbeitskreisen, nur
hat sich in Zeiten der Finanzkrise selbst beim fast letzten
Manager die Erkenntnis durchgesetzt, dass es die nicht
wirklich braucht (bzw. dass $MANAGER das gerne selber
macht ;-/
Gruß Oliver
P.s.: Siehe auch Bewerbung via Ebay, da ist die Erkenntnis
wohl noch nicht durchgedrungen, dass das die falsche Plattform
für diesen Zweck ist.
--
Oliver Bartels + Erding, Germany + obar...@bartels.de
http://www.bartels.de + Phone: +49-8122-9729-0 Fax: -10
>Nur leider ist es schwer bis unmöglich, erstklassige Leute zu bekommen.
>Wir (www.fgh-ma.com) müssen in 2009 auch Stellen besetzen. Gute Leute sitzen
Das kann ich mir gut vorstellen. Als ich studiert habe waren die
ersten zwei Semester fuer Nachrichtentechnik und Energietechnik
identisch, danach konnte man sich entscheiden. Ich schaetze mal auf
zehn Nachrichtentechnikstudenten kam nur einer fuer Energietechnik.
>damit auch sehr gute Erfahrungen. Die ach so erfahrenen älteren Semester
>bewerben sich auf unsere Stellenausschreibungen gar nicht erst.
Die haben bestimmt alle Angst ins Ausland zu gehen. :-P
Ich war vor kurzem bei euerer grossen Klaeranlage in Mannheim um dort
ein Messgeraet zu testen und muss sagen, ich war kurz davor den
Schlosser vor Ort hoeflich zu fragen ob wir nicht English reden
koennen weil ich fast nichts verstanden habe. :-o
Aber im Ernst, eigentlich kaum nachzuvollziehen, es sei denn es gibt
wirklich niemanden.
Olaf
> Die haben bestimmt alle Angst ins Ausland zu gehen. :-P
> Ich war vor kurzem bei euerer grossen Klaeranlage in Mannheim um dort
> ein Messgeraet zu testen und muss sagen, ich war kurz davor den
> Schlosser vor Ort hoeflich zu fragen ob wir nicht English reden
> koennen weil ich fast nichts verstanden habe. :-o
Ich verstehe dich vollkommen:
http://de.youtube.com/watch?v=355uciNWQAY
*sfg*
Guido
> Nur leider ist es schwer bis unmöglich, erstklassige Leute zu bekommen.
Natuerlich. Wer Leute fuer umsonst sucht, hat es schwer.
"Generation Praktikum" und Diplomanden haben keinen Bock mehr,
sich jahrelang an der Nase herumfuehren zu lassen.
> Gute Leute sitzen in ihren Firmen aber im goldenen Käfig (sind also nicht
> arbeitslos), ein Herauskaufen ist wirtschaftlich nicht machbar.
Nicht unbedingt. Es gehen genug Firmen pleite, grosse Konzerne haben
eher die Sozialauswahl, da fliegen gerade die flexiblen Leute zuerst.
> Die ach so erfahrenen älteren Semester bewerben sich auf unsere
> Stellenausschreibungen gar nicht erst.
Verstaendlich, Praktikant und Diplomand gesucht, kein Gehalt.
> Risiko das kleine Firmen nicht tragen können
1100 Leute steht in eurer Werbung. Aber man zaehlt ja mal so und mal
andersrum, je nach dem wie es einem gerade in den Kram passt.
> Da machen wir lieber Überstunden
Kein Mitleid. Das werdet ihr bei so einer Personalauswahl wohl auch
tun muessen.
> Die ach
> so erfahrenen älteren Semester bewerben sich auf unsere
> Stellenausschreibungen gar nicht erst.
In Eurere Ausschreibung steht an zentraler Stelle:
" Ihr Ausbildungsweg ist geradlinig und beinhaltet mindestens
ein überdurchschnittlich gut abgeschlossenes Studium der
Elektrotechnik an einer Hoch- oder Fachhochschule."
Wunderst Du Dich wirklich, dass sich da nur frisch diplomierte und von
denen nur wenige, bewerben? Erstens ist da nur in einer allgemeinen
Floskel von Erfahrungen die Rede. Mögliche Bewerber lesen einen
Aussschreibungstext ähnlich gefiltert, wie Arbeitgeber eine Bewerbung.
Was da nicht erwähnt ist, ist fast noch wichtiger, als das, was erwähnt
wird. Zweitens schließt der Text mit der Anforderung nach
überdurchschnittlichem Abschluss zwei Drittel bis vier fünftel des
jeweiligen Jahrgangs aus. Drittens lässt "enge Zusammenarbeit mit dem
weltweiten Vertrieb" vermuten, dass der Kandidat sich auf häufige
Dienstreisen in obskure Gegenden einstellen darf.
Falls Ihr ernsthaft an Leuten mit Erfahrung interessiert seid, dann
sollte sich Eure Personalabteilung die Stellenausschreibungen deutlich
überarbeiten.
---<(kaimartin)>---
--
Kai-Martin Knaak
http://lilalaser.de/blog
In was erstklssig? Im Entwickeln, im Konfektionieren (Baugruppen,
Programme, Daten), in der Beschaffung usw.
>----- Und zweitklassige Leute sind
> ein Risiko, das kleine Firmen nicht tragen können. Da machen wir lieber
> Überstunden ;-) Letztlich sind wir also auf Absolventen angewiesen und haben
> damit auch sehr gute Erfahrungen.
Dir ist aber bewußt, das für Absolventen etwa 1-2 Jahre
"Einarbeitungszeit" einzuplanen ist?
Und wenn ihr schreibt "vor Ort" dann brauchts auch länger. Und dem
Betreffenden sollte klar sein, das "Bücken" auch zu seinen Aufgaben
gehört ;-)
> Die ach so erfahrenen älteren Semester
> bewerben sich auf unsere Stellenausschreibungen gar nicht erst.
Und das was ihr unter "Wir prüfen" angebt, macht ihr mit Absolventen? ;-)
--
mfg hdw
>jeweiligen Jahrgangs aus. Drittens lässt "enge Zusammenarbeit mit dem
>weltweiten Vertrieb" vermuten, dass der Kandidat sich auf häufige
>Dienstreisen in obskure Gegenden einstellen darf.
Ist das denn was negatives? Also mir wuerde soetwas gefallen, leider
ist die obskurste Gegend die ich fuer meine Firma bereisen durfte die
Schweiz. (schnueff)
>Falls Ihr ernsthaft an Leuten mit Erfahrung interessiert seid, dann
>sollte sich Eure Personalabteilung die Stellenausschreibungen deutlich
>überarbeiten.
Das stimmt zwar sicherlich, aber das gilt wohl fuer jede
Personalabteilung. Zeige mir dochmal auch nur eine einzige
Stellenausschreibung die hier von 30% der Leute fuer gut gehalten
wird. Ich frag mich manchmal welche Ausbildung man eigentlich braucht
um in einer Personalabteilung zu arbeiten. Vermutlich sind das die die
sonst nirgendwo gebraucht wurden.
Olaf
Da irrst Du Dich. Wir bezahlen unsere Praktikanten. Und zwar nicht schlecht.
Den Rest der Mitarbeiter natürlich auch.
>> Gute Leute sitzen in ihren Firmen aber im goldenen Käfig (sind also nicht
>> arbeitslos), ein Herauskaufen ist wirtschaftlich nicht machbar.
> Nicht unbedingt. Es gehen genug Firmen pleite, grosse Konzerne haben
> eher die Sozialauswahl, da fliegen gerade die flexiblen Leute zuerst.
Da irrst Du Dich ebenfalls. Ich bin z.B. schon vor einer Weile bei Siemens
weg, weil ich mich weiter entwickeln wollte. Wer die Pleite seiner Firma
abwartet und auf Sozialpläne hofft, gehört IMHO eher nicht zu den
Top-Leuten.
>> Die ach so erfahrenen älteren Semester bewerben sich auf unsere
>> Stellenausschreibungen gar nicht erst.
> Verstaendlich, Praktikant und Diplomand gesucht, kein Gehalt.
Siehe oben.
>> Risiko das kleine Firmen nicht tragen können
> 1100 Leute steht in eurer Werbung. Aber man zaehlt ja mal so und mal
> andersrum, je nach dem wie es einem gerade in den Kram passt.
1100 bezieht sich auf die gesamte Gruppe. Davon sitzen ca. 30 in Mannheim
(eigene GmbH), ca. 80 in Berlin (eigene GmbH) und der Rest in Italien. Wir
als GmbH SIND eine kleine Firma. Ob Opel beim Zählen seiner Köpfe
tatsächlich General Motors mit einbezieht, möchte ich bezweifeln.
>> Da machen wir lieber Überstunden
> Kein Mitleid. Das werdet ihr bei so einer Personalauswahl wohl auch
> tun muessen.
Oh - Mitleid will ich auch gar nicht. Ich arbeite gerne, meine Kollegen
ebenfalls. Worum es mir ging ist zu zeigen, dass es in der Tat nicht einfach
ist, eine Ingenieursstelle passend zu besetzen. Gerade in kleinen Firmen
heißt ein Fehlgriff an dieser Stelle, dass die Kollegen das Gehalt
desjenigen mitverdienen müssten. Das geht nicht allzu lange gut.
Gruß, Heiko
>> Natuerlich. Wer Leute fuer umsonst sucht, hat es schwer.
>> "Generation Praktikum" und Diplomanden haben keinen Bock mehr,
>> sich jahrelang an der Nase herumfuehren zu lassen.
>
> Da irrst Du Dich. Wir bezahlen unsere Praktikanten. Und zwar nicht
> schlecht.
Davon steht nichts in euren Stellegesuchen.
Da steht nur Praktikant und Diplomand, nichts zur Entlohnung.
Also auf gut deutsch: Wir wollen wenig bis nichts zahlen,
wer Geld verdienen will, soll woandershin.
Das ist eine klare Ansage.
Bewerber koennen lesen.
Wenn ihr nicht schreiben koennt, ist das ein Armutszeugnis
fuer eure Firma.
> Worum es mir ging ist zu zeigen, dass es in der Tat nicht einfach ist,
> eine Ingenieursstelle passend zu besetzen.
Richtig.
Das liegt aber an den Defiziten der Firma, nicht denen der
moeglichen Kandidaten.
Aber klar, schuld ist immer der andere. Damit ist ja schon mal
eine gute Grundlage fuer's Selbstverstaendnis geschaffen.
--
Manfred Winterhoff
Tjaaa, der Text ist dann wohl wirklich nicht optimal getroffen. Insofern
vielen Dank fürs Lesen. Allerdings steht da bei logischer Betrachtung:
a) geradliniger Ausbildungsweg
b) mindestens Studium
Das heißt Berufserfahrung ist schön, aber wir geben auch Absolventen eine
Chance. Das heißt auch, wir nehmen auch Facharbeiter, die später Abitur
gemacht und dann studiert haben (auch das ist geradlinig). Aber so ist es
halt immer im Leben: Auch Geschriebenes lässt sich interpretieren. Unser
konkretes Problem mit Erfahrung bei den Ingenieursstellen ist übrigens, dass
die Tätigkeit als Prüfingenieur an Hoschschulen nicht gelehrt wird. Das ist
schon nicht leicht im Hochspannungsprüffeld (da wird so was vielleicht mal
als Wahl-Lehrveranstaltung mal oberflächlich angekratzt). Völlig unmöglich
ist es im Leistungs-Prüffeld, weil es m.W. keine Uni gibt, die ein passendes
Prüffeld zur Ausbildung hätte. Unser Prüffeld ist mit ca. 600 MVA
Kurzschlussleistung schon ziemlich klein. Für das Budget einer Uni oder gar
FH aber bei weitem nicht finanzierbar. Da ist dann "Learning by Doing"
gefragt und da sind wir wieder bei den guten Leuten. Es braucht schon
Ingenieure, die sich mit Mittel- und Hochspannungsnetzen und -geräten,
Schaltvorgängen etc. auskennen, damit sie im Laufe der Einarbeitung in die
Tätigkeit hineinwachsen und wissen, was sie tun, wenn sie einen Knopf
drücken. Schließlich wollen wir ja nicht, dass sich das Prüffeld (und damit
unser Job) in Rauch auflöst. Wem das schon im Studium Unbehagen verursacht
hat, hätte dann wirklich ein Problem.
> Drittens lässt "enge Zusammenarbeit mit dem
> weltweiten Vertrieb" vermuten, dass der Kandidat sich auf häufige
> Dienstreisen in obskure Gegenden einstellen darf.
Für diesen Hinweis danke ich besonders. Da ich den Job ja kenne, war es mir
nicht missverständlich. Dass es für Aussenstehende anders sein könnte, war
mir nicht klar. Das werden wir wohl anders formulieren müssen. Tatsächlich
besteht die "Gefahr" häufiger Reisen in "obskure" Gegenden nicht, wenn man
mal von Berlin (unsere Mutter-GmbH) oder Mailand (unser Eigner) absieht. Der
Job besteht im Wesentlichen aus Prüfungen und die laufen dort, wo das
Prüffeld ist. Dass wir in seltenen Fällen auch mal Begutachtungen vor Ort
machen, ist dann eher eine willkommene Abwechslung.
Man lernt nie aus ;-)
Gruß, Heiko
>Chance. Das heißt auch, wir nehmen auch Facharbeiter, die später Abitur
>gemacht und dann studiert haben (auch das ist geradlinig).
Das haette ich eigentlich nicht gedacht. Genauer gesagt habe ich mich
gefragt was wohl geradlinig in diesem Zusammenhang bedeuten soll.
Olaf
Wuerde ich einschraenken. Wenn das Herauskaufen zuviel des guten ist,
dann braucht man diese Fachkraft wohl doch nicht so ganz dringend. Habe
ich aus Europa (und auch hier in USA manchmal) oft gehoert: Da wollen
sie einen Kandidaten haenderingend haben, umwerben ihn, und dann wollen
sie keine Umzugskosten zahlen. So geht das nicht. Hint: Mir hat die
Firma, die mich in Germanien aus der Selbststaendigkeit rauspuhlen
wollte den kompletten Ueberseeumzug mit zwei 40" Seecontainern bezahlt.
Alles. Das allein hatte den Gegenwert einer Stuttgarter Edelkarosse
gekostet. Ergo lasse ich so ein Argument nicht so einfach gelten.
> Im Grunde geht es auch nicht um jüngere oder ältere Semester,
> sondern um die feine Unterscheidung, ob einer den Uni-Abschluß
> auch als Endpunkt des Lernens betrachtet oder nicht.
>
> Heute ist ein breiter Mix an Kenntnissen gefragt, wenn einer
> beispielsweise auf der Ebene 8 Bit Microcontroller/Assembler
> stehengeblieben ist und mit Hochsprachen wie C/C++ nichts
> anfangen kann und will, dann wird der sich in der Entwicklung
> heutzutage sehr schwer tun. ...
Der Pfiff liegt darin, sich bei Luecken gelegentlich einen Spezialisten
zu mieten. Man braucht nicht immer Leute die alles koennen. Weil das
keiner zu 100% kann, der Tag hat nur 24 Stunden. Meine Erfahrung war,
dass das in Europa nicht gern gemacht wird, in USA aber schon. Ergo ...
Dieses Jahr waren bei mir bis auf zwei groessere Projekte alles solche
Spezi-Einsaetze von je 2-3 Monaten. Am Ende kam dann immer ein ECO
Release raus, das letzte fuer dieses Jahr geschieht Dienstag. Hier haben
Spezis ihren Platz. Man erwartet ja auch nicht von einem Kardiologen,
dass er einen Oberschenkelhalsbruch operiert oder umgekehrt. Man geht zu
einem zum akuten Problem passenden Spezialisten.
> ... Selbst Küchengeräte setzen
> inzwischen darauf, Loblied auf den Klein-uC hin oder her.
>
Und das ist der groesste Mumpitz aller Zeiten. Beispiel aus unserer
Kueche, eidgenoessische Kaffeemaschine der Edelklasse: Hatten wir als
Geschenk bekommen, kaufen wuerde ich so etwas nicht und nach den letzten
Erlebnissen schon gar nicht. uC sponn, das Ding fauchte und bruehte nur
den halben Kaffee. $30 spaeter Ersatzmaschine bekommen (alte haben sie
wohl weggeschmissen), nagelneu. Sie lief dreimal. Heute morgen hatten
wir einen Kaffeesee in der Kueche. Halbe Stunde putzen. Na bravo. Werden
wir wohl bald wieder auf China-Billisch-Modell gehen, die machen
zumindest keine solche Ueberschwemmung und sie halten auch laenger.
Man reiche mir ein Kuechengeraet ohne Bit und Bites und solchen
Schicki-Micki. Das wollen die Leute hier nicht.
> Und jene, die zum Lernen bereit sind, die sind eben meist
> vergeben. Die anderen suchen dann Jobs zur Erstellung
> von Pflichtenheften und Betreuung von Arbeitskreisen, nur
> hat sich in Zeiten der Finanzkrise selbst beim fast letzten
> Manager die Erkenntnis durchgesetzt, dass es die nicht
> wirklich braucht (bzw. dass $MANAGER das gerne selber
> macht ;-/
>
> Gruß Oliver
>
> P.s.: Siehe auch Bewerbung via Ebay, da ist die Erkenntnis
> wohl noch nicht durchgedrungen, dass das die falsche Plattform
> für diesen Zweck ist.
>
Autsch, das ist allerdings herbe.
--
Gruesse, Joerg
http://www.analogconsultants.com/
"gmail" domain blocked because of excessive spam.
Use another domain or send PM.
Hi,
also die FH Aachen hat da einiges zu bieten. Kleiner Bruder hat in seiner
dipl wimre soeinen Wurfball gebaut, um extreme Feldgradienten zu messen, per
Weitwurf aus sicherer Entfernung. War ne ziemliche Frickelei, die
Plastikkugel mit Kupfer zu galvanisieren...
> Ingenieure, die sich mit Mittel- und Hochspannungsnetzen und -geräten,
> Schaltvorgängen etc. auskennen, damit sie im Laufe der Einarbeitung in die
> Tätigkeit hineinwachsen und wissen, was sie tun, wenn sie einen Knopf
> drücken. Schließlich wollen wir ja nicht, dass sich das Prüffeld (und
damit
> unser Job) in Rauch auflöst. Wem das schon im Studium Unbehagen verursacht
> hat, hätte dann wirklich ein Problem.
Dafür gibts ja die Industriepraktikums. Leider scheinen das viele Betriebe
nicht zu wissen und lassen nur wenige "mal schnuppern". So sägt die
Industrie an ihrem Ast...
>
> > Drittens lässt "enge Zusammenarbeit mit dem
> > weltweiten Vertrieb" vermuten, dass der Kandidat sich auf häufige
> > Dienstreisen in obskure Gegenden einstellen darf.
>
> Für diesen Hinweis danke ich besonders. Da ich den Job ja kenne, war es
mir
> nicht missverständlich. Dass es für Aussenstehende anders sein könnte, war
> mir nicht klar. Das werden wir wohl anders formulieren müssen. Tatsächlich
> besteht die "Gefahr" häufiger Reisen in "obskure" Gegenden nicht, wenn man
> mal von Berlin (unsere Mutter-GmbH) oder Mailand (unser Eigner) absieht.
Der
> Job besteht im Wesentlichen aus Prüfungen und die laufen dort, wo das
> Prüffeld ist. Dass wir in seltenen Fällen auch mal Begutachtungen vor Ort
> machen, ist dann eher eine willkommene Abwechslung.
>
> Man lernt nie aus ;-)
Eine weitere Mistinterpretation ist das heftige und mehrdeutige Reinreden
durch fachfremde "Marketingler". Die allerlei Versprechungen machen und sich
um technische oder mathematische Impossibilien nicht kümmern. Immer frei
nach "ich verkaufe und geh schonmal mit dem Kunden feiern, Du machst das
andere (was auch immer das sein mag)...meld Dich am Hotel-Pool, wenn alles
fertig ist.."
--
mfg,
gUnther
Note 1 in (Abi, Uni, Prof mit 20). Und über Bezahlung reden wir dann
auch mal ;-)
--
mfg hdw
Hand aufs Herz:
a. Wieviel Euro Jahresgehalt seid Ihr bereit zu zahlen?
b. Zahlt Ihr vollen Umzug und Maklerkosten?
c. Habt Ihr schonmal ueber Consultants nachgedacht?
Hi,
na ganz einfach, von ganz unten hocharbeiten, also direkt aus dem Knast zum
Studium und in die Firma....;-)
Eine wirklich sinnvolle Personalsuche würde Abweichungen wie ein Babyjahr
oder ein Sabbatical, ein Zweitstudium oder gar eine Unipirouette nicht von
vornherein ausschließen, da findet man die eher kreativeren Köpfe.
--
mfg,
gUnther
Der Ausbildungsweg richtig guter Leute ist selten geradlinig und
ueberdurchschnittliche Noten haben die auch nicht.
> Falls Ihr ernsthaft an Leuten mit Erfahrung interessiert seid, dann
> sollte sich Eure Personalabteilung die Stellenausschreibungen deutlich
> überarbeiten.
>
Sehe ich auch so.
Siehs "amerikanisch" locker. Ich schätze das mehr als Geg ;-)
--
mfg hdw
Oder sich bewerben und absagen, wenn sich herausstellen sollte, dass nichts
gezahlt wird?
Als ich noch Student war (Abschluss 1995) war ich ja froh, überhaupt einen
Praktikumsplatz zu finden.
> Wenn ihr nicht schreiben koennt, ist das ein Armutszeugnis
> fuer eure Firma.
Das mag sein. Man kann aber - aus welchem Grund auch immer - solche
Interpretationen mit aller Macht hineinlesen.
Obwohl auf einer Flasche Mineralwasser nicht draufsteht "ungiftig" kann man
den Inhalt in der Regel trinken - und wird es wohl auch überleben.
Wir gehen im Übrigen den Weg, Hochschulklassen zu uns einzuladen. Die
Studenten, die sich dann bewerben, kennen den Laden dann zumindest schon mal
optisch.
Im Übrigen steht in keiner Stellenanzeige "Wir zahlen xxx EUR." Bestenfalls
findet man wohl "leistungsgerechte Bezahlung". Und wenn ich Dich recht
verstehe, hätte Dir auch das nicht gefallen?
>> Worum es mir ging ist zu zeigen, dass es in der Tat nicht einfach ist,
>> eine Ingenieursstelle passend zu besetzen.
>
> Richtig.
> Das liegt aber an den Defiziten der Firma, nicht denen der moeglichen
> Kandidaten.
> Aber klar, schuld ist immer der andere. Damit ist ja schon mal eine gute
> Grundlage fuer's Selbstverstaendnis geschaffen.
Das kann man so sehen - und zwar von beiden Seiten.
Von "Schuld" habe ich wohl auch nicht geredet und auch keinem welche
gegeben.
Vielleicht sind wir mit solchen Unterstellungen auch nicht mehr ganz On
Topic.
Gruß, Heiko
> Eine weitere Mistinterpretation ist das heftige und mehrdeutige Reinreden
> durch fachfremde "Marketingler". Die allerlei Versprechungen machen und sich
> um technische oder mathematische Impossibilien nicht kümmern. Immer frei
> nach "ich verkaufe und geh schonmal mit dem Kunden feiern, Du machst das
> andere (was auch immer das sein mag)...meld Dich am Hotel-Pool, wenn alles
> fertig ist.."
In der früheren Firma hiess das (allerdings nur intern) immer: 'mit dem
technisch machbaren sind wir fertig, um den Rest kümmert sich der Vertrieb'
;-)
>......
> >Falls Ihr ernsthaft an Leuten mit Erfahrung interessiert seid, dann
> >sollte sich Eure Personalabteilung die Stellenausschreibungen deutlich
> >überarbeiten.
>
>Das stimmt zwar sicherlich, aber das gilt wohl fuer jede
>Personalabteilung. Zeige mir dochmal auch nur eine einzige
>Stellenausschreibung die hier von 30% der Leute fuer gut gehalten
>wird. Ich frag mich manchmal welche Ausbildung man eigentlich braucht
>um in einer Personalabteilung zu arbeiten. Vermutlich sind das die die
>sonst nirgendwo gebraucht wurden.
>
Wie recht du hast.
Psycholochen sinds, neuerdings.
Und nicht selten sinds Studienabbrecher, die vorzeitich
das Psycholochiestudium geschmissen haben,
das leichteste Studium das es überhaupt gibt,
Leute, die wirklich für NIX zu gebrauchen sind.
w.
;-)
Jaja, wie hab ich den MaWin vermisst.
> > Worum es mir ging ist zu zeigen, dass es in der Tat nicht einfach ist,
> > eine Ingenieursstelle passend zu besetzen.
In der Tat. Aber wenns's einfach wäre, würde es jeder machen. Und vor
allem würde man dann noch VIEL gedankenloser mit den "Human Resources"
umgehen.
> Das liegt aber an den Defiziten der Firma, nicht denen der
> moeglichen Kandidaten.
Woher weisst du denn das, MaWin?
Sind plötzlich alle Bewerber die TOP-Angänger und Top-Ingenieure?
Eher nicht.
Ich sagt immer wieder. Gutes Personal ist IMMER knapp, in allen
Branchen, überall auf der Welt.
MFG
Falk
>> da ist was dran.
>> Nur leider ist es schwer bis unmöglich, erstklassige Leute zu bekommen.
> In was erstklssig? Im Entwickeln, im Konfektionieren (Baugruppen,
> Programme, Daten), in der Beschaffung usw.
Steht in unseren - oben heftig kritisierten - Stellenaussschreibungen :-)
Primär Prüfingenieure. Im Lauf von 2009 werden wir wohl noch einen
Elektroniker mit guten Netzwerkkenntnissen (im Sinn von LAN) suchen.
Der Kollege geht in Ruhestand und hat die Geräte und als Administrator unser
LAN am Leben gehalten.
>>----- Und zweitklassige Leute sind
>> ein Risiko, das kleine Firmen nicht tragen können. Da machen wir lieber
>> Überstunden ;-) Letztlich sind wir also auf Absolventen angewiesen und
>> haben
>> damit auch sehr gute Erfahrungen.
> Dir ist aber bewußt, das für Absolventen etwa 1-2 Jahre
> "Einarbeitungszeit" einzuplanen ist?
Weiß ich. Ist auch so gelaufen. Die letzten zwei Jahre enden am 01.02.09.
Der nächste Nachwuchs fehlt leider noch.
> Und wenn ihr schreibt "vor Ort" dann brauchts auch länger. Und dem
> Betreffenden sollte klar sein, das "Bücken" auch zu seinen Aufgaben
> gehört ;-)
Was zur Hölle ist "Bücken"? Wenn Du damit meinst, sich auch mal selber die
Finger schmutzig zu machen, liegst Du richtig. Mache ich auch selber. Auch
mit Berufserfahrung ;-)
>> Die ach so erfahrenen älteren Semester
>> bewerben sich auf unsere Stellenausschreibungen gar nicht erst.
>
> Und das was ihr unter "Wir prüfen" angebt, macht ihr mit Absolventen? ;-)
Nicht am ersten Tag. Irgendwann schon. Je nach Prüfung schon nach ein paar
Wochen.
Irgendeinen Tod muss man sterben...
Gruß, Heiko
> Im Übrigen steht in keiner Stellenanzeige "Wir zahlen xxx EUR." Bestenfalls
> findet man wohl "leistungsgerechte Bezahlung". Und wenn ich Dich recht
> verstehe, hätte Dir auch das nicht gefallen?
Es sei denn man ist Beamter, da ist es bis auf den Cent genau festgelegt:
http://tinyurl.com/9ab3fg
--
Frank Buss, f...@frank-buss.de
http://www.frank-buss.de, http://www.it4-systems.de
> Hand aufs Herz:
> a. Wieviel Euro Jahresgehalt seid Ihr bereit zu zahlen?
Wie sagt man so schön - leistungsgerecht?
Nicht schlechter als die Großen der Elektrobranche jedenfalls. Ist
Verhandlungssache.
> b. Zahlt Ihr vollen Umzug und Maklerkosten?
Wenn es der Bewerber wert ist - warum nicht?
Aber: wenn das das Hauptproblem des Bewerbers ist, ist er es eher nicht
wert.
Ich bin selber aus Berlin in diese Region gezogen - ohne dafür die Hand
aufzuhalten.
Mein Job vorher war nicht schlecht - der neue ist besser.
> c. Habt Ihr schonmal ueber Consultants nachgedacht?
Schöne Story am Rande: Wir hatten eine Personalberatung engagiert. Damals
war ich noch nicht da. Der Markt ist allerdings klein und so rief
folgerichtig ein Headhunter bei mir an. Angebot: Ein Job als Prüffeldleiter
in einem bekannten unabhängigen Prüffeld im Südwesten.
Ich: Aha - bei der FGH in Mannheim.
Sie: Das habe ich aber nicht gesagt.
Woraus man schön sehen kann, dass Personalberatungen nicht immer optimal
sind.
Auf diesem Gebiet kennt im Grunde jeder jeden und es gibt nur zwei
unabhängige Prüffelder für Mittel- und Hochspannung in Deutschland.
Das zweite ist in Berlin. Das sollte eine Personalberatung eigentlich
wissen, wenn sie Bewerber rekrutieren will.
Nee nee, so simpel lösen sich die Probleme nicht.
Gruß, Heiko
Me too!
Solche Sprüche ala
"Ihr Ausbildungsweg ist geradlinig und beinhaltet mindestens
ein überdurchschnittlich gut abgeschlossenes Studium
der Elektrotechnik an einer Hoch- oder Fachhochschule. "
Werden vor allem vom weltfremden, egomanischen Personalern
geschrieben. Genauso wie die kodierten Arbeitszeugnisse.
überdurchschnittlich = geht grade so
Superman = der schafft halbwegs was
Mit diesem Wettrüsten der Superlative und der dreimal um die Eck
gedachten Logik schiessen sich am Ende nur alle ins Knie.
Jaja, Kommunikation ist schwierig und voller Missverständlnisse.
Denn wie soll man " mindestens ein überdurchschnittlich gut
abgeschlossenes Studium" als "Normalo" verstehen?
Drei Doktortitel + Nobelpreiskandidat, drunter machen wirs nicht?
Alles albern, solche Anzeigen finde ich nur noch lächerlich.
Und was ganz oben steht sollten sich eure Oberindiander mal SEHR gut
durch den Kopf gehen lassen.
Denn Noten sind Messergebnisse wie bei anderen Messungen im
(Ingenieurs)leben. Un nicht selten misst man (methodisch) Mist,
manchmal sogar staatlich bescheinigt.
MFG
Falk
> Solche Spr�che ala
>
> "Ihr Ausbildungsweg ist geradlinig und beinhaltet mindestens
> ein �berdurchschnittlich gut abgeschlossenes Studium
> der Elektrotechnik an einer Hoch- oder Fachhochschule. "
>
> Werden vor allem vom weltfremden, egomanischen Personalern
> geschrieben. Genauso wie die kodierten Arbeitszeugnisse.
>
> �berdurchschnittlich = geht grade so
> Superman = der schafft halbwegs was
> Mit diesem Wettr�sten der Superlative und der dreimal um die Eck
> gedachten Logik schiessen sich am Ende nur alle ins Knie.
> Jaja, Kommunikation ist schwierig und voller Missverst�ndlnisse.
>
> Denn wie soll man " mindestens ein �berdurchschnittlich gut
> abgeschlossenes Studium" als "Normalo" verstehen?
> Drei Doktortitel + Nobelpreiskandidat, drunter machen wirs nicht?
>
> Alles albern, solche Anzeigen finde ich nur noch l�cherlich.
>
> Und was ganz oben steht sollten sich eure Oberindiander mal SEHR gut
> durch den Kopf gehen lassen.
> Denn Noten sind Messergebnisse wie bei anderen Messungen im
> (Ingenieurs)leben. Un nicht selten misst man (methodisch) Mist,
> manchmal sogar staatlich bescheinigt.
Wer das was in den Stellenanzeigen steht �berbewertet ist ohnehin auf dem
Holzweg.
Wenn man die T�tigkeit einigermassen interessant findet, bewirbt man sich.
Der Rest findet sich dann nach ein bis zwei Gespr�chen und in der Probezeit,
die ja nach wie vor �blich ist.
Lutz
--
Mit unseren Sensoren ist der Administrator informiert, bevor es Probleme im
Serverraum gibt: preiswerte Monitoring Hard- und Software-kostenloses Plugin
auch f�r Nagios - Nachricht per e-mail,SMS und SNMP: http://www.messpc.de
Neu: Ethernetbox jetzt auch im 19 Zoll Geh�use mit 12 Ports f�r Sensoren
Und trotzdem geschummelt, weil Rente/Pension und Krankenkasse
nicht vergleichbar sind weil sie vorsaetzlich verschleiert werden,
der Arbeitslosenversicherungsbeitrag entfaellt gar ganz :-).
Zulagen lass ich mal ganz aussen vor.
--
Manfred Winterhoff
> Woher weisst du denn das, MaWin?
Es wurde, nicht nur von mir, mehr als ein Defizit in den
Stellenausschreibungen der Firma aufgezeigt. Sie bekommt
mit den Angeboten zwangsweise nicht die Leute, die sie nach
Heikos Aussage sucht.
Wer am Schaufenster schfeibt "hier leckere Broetchen" aber
im Laden Kinderspielzeug verkauft, muss sich nicht wundern,
wenn die Umsaetze mau sind.
> Ich sagt immer wieder. Gutes Personal ist IMMER knapp
Das ist aber kein Grund, nicht trotzdem fuerstlich entlohnt
zu werden, siehe Bankenmanager, Investmentbanker und Vorstaende.
Nur die, die die Arbeit machen, bekommen dafuer nix, sondern
duerfen auch noch fuer die vergeigten Milliarden einstehen.
--
Manfred Winterhoff
Ist ja schon gennannt worden. Praktikanten. So lernt man ev. zukünftige
Mitarbeiter kennen. Aber Achtung, es gibt Spätentwickler ;-)
>> In was erstklssig? Im Entwickeln, im Konfektionieren (Baugruppen,
>> Programme, Daten), in der Beschaffung usw.
>
> Steht in unseren - oben heftig kritisierten - Stellenaussschreibungen :-)
> Primär Prüfingenieure. Im Lauf von 2009 werden wir wohl noch einen
> Elektroniker mit guten Netzwerkkenntnissen (im Sinn von LAN) suchen.
> Der Kollege geht in Ruhestand und hat die Geräte und als Administrator unser
> LAN am Leben gehalten.
Vergeßt nicht die Einarbeitungszeit. Jede IT-Einrichtungen hat so ihre
Spezialitäten. Aber bei IT gibt es auch sehr gute Selbstständige.
>>> ----- Und zweitklassige Leute sind
>>> ein Risiko, das kleine Firmen nicht tragen können. Da machen wir lieber
>>> Überstunden ;-) Letztlich sind wir also auf Absolventen angewiesen und
>>> haben
>>> damit auch sehr gute Erfahrungen.
>
>> Dir ist aber bewußt, das für Absolventen etwa 1-2 Jahre
>> "Einarbeitungszeit" einzuplanen ist?
>
> Weiß ich. Ist auch so gelaufen. Die letzten zwei Jahre enden am 01.02.09.
> Der nächste Nachwuchs fehlt leider noch.
Siehe oben. Praktikum. Dabei bleibt auch die Firma auf dem Laufenden,
was der Arbeitsmarkt zukünftig bietet.
>> Und wenn ihr schreibt "vor Ort" dann brauchts auch länger. Und dem
>> Betreffenden sollte klar sein, das "Bücken" auch zu seinen Aufgaben
>> gehört ;-)
>
> Was zur Hölle ist "Bücken"? Wenn Du damit meinst, sich auch mal selber die
> Finger schmutzig zu machen, liegst Du richtig. Mache ich auch selber. Auch
> mit Berufserfahrung ;-)
>
Gemeint ist, kein Scheu vor Kabelschächten/Kanälen, Masten oder anderen
dreckigen Einrichtungen.
Motto: Nur eigene Anschauung macht klug ;-)
>>> Die ach so erfahrenen älteren Semester
>>> bewerben sich auf unsere Stellenausschreibungen gar nicht erst.
>> Und das was ihr unter "Wir prüfen" angebt, macht ihr mit Absolventen? ;-)
>
> Nicht am ersten Tag. Irgendwann schon. Je nach Prüfung schon nach ein paar
> Wochen.
> Irgendeinen Tod muss man sterben...
>
So ist es. So oder so...
--
mfg hdw
> Denn wie soll man " mindestens ein überdurchschnittlich gut
> abgeschlossenes Studium" als "Normalo" verstehen?
Normale Leute werden darunter verstehen:
Dipl Ing E Tech mit mindestens 2.0
http://www.wissenschaftsrat.de/texte/5526-03.pdf
> Drei Doktortitel + Nobelpreiskandidat, drunter machen wirs nicht?
Das wird die Firma erwarten,
ich hab aber nix davon gelesen, dass sie auch ueberdurchschnittlich
zahlen.
Sie wollen ueberdurchschnittlich haben, aber bei der Bezahlung
passt es halt nicht zusammen.
Als kuenftiger Mitarbeiter weisst du gleich, dass diese Firma
so ihre Probleme mit simplesten Grundlagen der Logik hat.
Damit bist du, auch mit durchschnittlichem Diplom, schon mal
weit besser als der Rest der Firma. Also bleibt die Arbeit an
dir haengen und der Rest der Firma sackt sich die Gewinne ein :-)
--
Manfred Winterhoff
Da haben hier die Stadt sich einen Sockenschuß geleiste. Sie haben ihre
Feuerwehrleute verbeamtet. Publizierter Grund, sie würden pro Mann
1250,-€ sparen.
Dabei handelt es sich um die Sozialabgaben. Also auch eine Lohnerhöhung
für die Leute.
Ich gönne es ihnen ;-)
Was weiter offensichtlich nicht beachtet wurde, ist, das Pensionen voll
versteuert werden und sie dann aus dem laufenden Etat gezahlt werden
müssen. Motto; Rücklagen? Was ist denn das ? ;-)
--
mfg hdw
Ruecklagen machen ja auch wenig Sinn, du siehst es an der aktuellen
Krise, die durchschnittlichen Pensionsfonds nicht nur in den USA
haben so 30% verloren, die Geldentwertung wird weitere 50% davon
auffressen.
Ruecklagen sind nur fuer die interessant, die die vorher in die
eigene Tasche abzweigen wollen.
Daher macht weder unser staatliches 'Kaiser Wilhelm' Rentensystem
noch die Pensionskasse der Beamten solche Ruecklagen. Sehr sinnvoll.
Aber man muss eine moeglichst grosse Basis einbeziehen, damit spaeter
auch bei Aenderungen (mehr Beamte / weniger Beamte, groessere Firma /
kleinere Firma, mehr Kindern / weniger Kinder) der Schnitt nicht so
abweicht. Siehe 'demographischer Effekt' der amerikanischen
Firmenpension: Heute bauen 1/10 der Leute dieselbe Anzahl der
Produkte, nun muss jeder Arbeiter 10 Rentner durchfuettern. Daher ist
Betriebsrente (ohne breite Rueckversicherung) noch demographiegefaehreter
als staatliche Rente.
--
Manfred Winterhoff
> Heiko Jahn <Heiko...@t-online.de> wrote:
>
> >Nur leider ist es schwer bis unmöglich, erstklassige Leute zu
> >bekommen. Wir (www.fgh-ma.com) müssen in 2009 auch Stellen besetzen.
> >Gute Leute sitzen
>
> Das kann ich mir gut vorstellen. Als ich studiert habe waren die
> ersten zwei Semester fuer Nachrichtentechnik und Energietechnik
> identisch, danach konnte man sich entscheiden.
Hier ist es so, dass die ersten 5 Semester identisch sind, das gesamte
Grundstudium und das 5. Semester als "Orientierungsstufe" mit
Grundlagenkursen aus allen 3 Vertiefungsrichtungen.
> Ich schaetze mal auf
> zehn Nachrichtentechnikstudenten kam nur einer fuer Energietechnik.
Energietechnik wird in Bremen nicht angeboten, aber bei uns kommen ca.
10 Mikroelektroniker/Mikrosystemtechniker auf einen
Informationstechniker. Automatisierungstechniker liegen irgendwo
dazwischen. Nachrichtentechnik gilt als "zu schwierig".
Gruß
Henning
--
henning paul home: http://home.arcor.de/henning.paul
PM: henni...@gmx.de , ICQ: 111044613
Und wie. mW liegt das Weltsozialprodukt bei 54 Billionen Dollar.
Die aktuelle Geldmenge so bei 150 Billionen.
Also, Geldentwertung ist nach Schulweisheit zwangsläufig.
Wert der (Invest)Fonts so bei 500 Billionen.
Ich bin kein Wirtschaftsweiser, so muß ich auch nicht verstehen können,
wies unter diesen Bedingungen weiter aufwärts gehen soll?
> Ruecklagen sind nur fuer die interessant, die die vorher in die
> eigene Tasche abzweigen wollen.
Also Bankmanger, verbeamtete Wirtschaftsweise so wie staatstragende
Politiker ;-)
--
mfg hdw
Ok, das ist ja mal ein Wort. Sehr gut.
> Aber: wenn das das Hauptproblem des Bewerbers ist, ist er es eher nicht
> wert.
Das wuerde ich so nicht sagen. Es war fuer uns z.B. mal der Weg, einen
SW-Guru zu angeln. Ohne Relo waere der nicht umgezogen. Und er war dann
auch richtig gut (ich kannte ihn allerdings von vorher).
> Ich bin selber aus Berlin in diese Region gezogen - ohne dafür die Hand
> aufzuhalten.
> Mein Job vorher war nicht schlecht - der neue ist besser.
>
>> c. Habt Ihr schonmal ueber Consultants nachgedacht?
> Schöne Story am Rande: Wir hatten eine Personalberatung engagiert. Damals
> war ich noch nicht da. Der Markt ist allerdings klein und so rief
> folgerichtig ein Headhunter bei mir an. Angebot: Ein Job als Prüffeldleiter
> in einem bekannten unabhängigen Prüffeld im Südwesten.
> Ich: Aha - bei der FGH in Mannheim.
> Sie: Das habe ich aber nicht gesagt.
> Woraus man schön sehen kann, dass Personalberatungen nicht immer optimal
> sind.
> Auf diesem Gebiet kennt im Grunde jeder jeden und es gibt nur zwei
> unabhängige Prüffelder für Mittel- und Hochspannung in Deutschland.
> Das zweite ist in Berlin. Das sollte eine Personalberatung eigentlich
> wissen, wenn sie Bewerber rekrutieren will.
>
> Nee nee, so simpel lösen sich die Probleme nicht.
>
Ich meinte einen Consultant fuer den Job. Aber im Prueffeld ist das
eventuell nicht so vorteilhaft. Mit Personalagenturen habe ich, ahem,
eher gemischte Erfahrungen.
Was ich aber grundsaetzlich gemacht habe: Die komplette Stellenanzeige
selbst geschrieben, dem Personalchef gegeben, mit der Absprache dass
Aenderungen daran vor der Plazierung durch mich oder einen der R&D
Manager abgesegnet werden muessen. Falls ein Diplom (oder bei uns M.S.
oder B.S.) aus z.B. gesetzlichen Gruenden noetig war, kam das rein,
sonst nicht. Und definitiv nichts mit Noten, Geradlinigkeit oder so etwas.
Dann sagte ich dem Personalchef, er solle mir alle Bewerbungen
durchstellen ausser denen mit eklatanten Schreibfehlern. Ausbildung und
Noten waren mir egal, und danach fragte ich auch nie einen Kandidaten.
Ich habe besonders im SW Bereich mit vielen zusammengearbeitet, die
"nur" Abitur oder hier High School haben und darunter fanden sich echte
Profis.
Eben. Dieser Text verleite viele, gar nicht erst zu schreiben, weil sie
es als aussichtslos sehen. Und schwupps, hat man viele gute Leute verpasst.
> Falls Ihr ernsthaft an Leuten mit Erfahrung interessiert seid, dann
> sollte sich Eure Personalabteilung die Stellenausschreibungen deutlich
> überarbeiten.
Wer die rechten 20% der Gaußverteilung bei der Leistung will sollte auch
in den rechten 20% der Gaußverteilung zahlen...
http://www.ingenieurkarriere.de/bewerberservice/beratung/gehaltscheck/gehalt.asp
Butzo
Die kann man wahrscheinlich allenfalls von den Energieversorgern
abwerben - wenn man die passenden Argumente hat.
Die Knappheit an Energietechnik Ings/Meistern/Technikern steht erst
am Anfang, glaub's mir.
Klassischer Satz beim Plaudern : "Ich hab' eh nur noch 2(,3,5) Jahre"
Butzo
(nur Niederspannung, nur 750V, nur DC - aber interessant :-)
> durchstellen ausser denen mit eklatanten Schreibfehlern. Ausbildung und
> Noten waren mir egal, und danach fragte ich auch nie einen Kandidaten.
> Ich habe besonders im SW Bereich mit vielen zusammengearbeitet, die
> "nur" Abitur oder hier High School haben und darunter fanden sich echte
> Profis.
die erfahrung hab ich im IT-bereich auch gemacht -- aber das liegt
möglicherweise auch daran, daß das ein recht junges fach ist, in dem
sich alles sehr schnell entwickelt und wo daher die generelle bereitschaft,
permant zu lernen, weit mehr zählt als die art und weise, wie man lernt.
entsprechend hab ich auch schon mehrfach gute erfahrungen damit gemacht,
leute mehr oder weniger direkt aus der schule zu nehmen, die zwar dann
noch wenig erfahrung hatten, aber beim interview den eindruck vermittelt
haben, daß sie intelligent und lernfähig und -willig sind.
die frage ist halt, wie weit das im fachgebiet des OP funktioniert --
da braucht's vermutlich schon soliden theoretischen background, und
das in einem gebiet, das selten ist und sich ob des notwendigen
equipments etwas weniger für hobbymäßige aneignung eignet als EDV
oder elektronik.
außerdem entnehme ich wikipedia, daß es in deutschland kein analogon
zu den österreichischen HTLs gibt, also technische fachschulen, die
mit matura/abitur abgeschlossen werden. traurig, und schlecht für den OP,
weil ich sonst vorgeschlagen hätte, einen entsprechend gescheiten und
interessierten abgänger zu suchen...
cm.
--
> Ich habe neulich ein paar Salate kennengelernt, die hatten eine
> ausgesprochen schlechte Meinung über Vegetarier.
Iß keinen Salat, weil du Tiere liebst, sondern weil du _Pflanzen haßt_!
-- Roger Schwentker und Felix von Leitner in dasr
Ich war immer auf Leute aus, die nebenbei ordentlich Hobbyelektronik
betrieben haben. Die hatten oft richtig Ahnung.
> die frage ist halt, wie weit das im fachgebiet des OP funktioniert --
> da braucht's vermutlich schon soliden theoretischen background, und
> das in einem gebiet, das selten ist und sich ob des notwendigen
> equipments etwas weniger für hobbymäßige aneignung eignet als EDV
> oder elektronik.
>
Prueffeld ist eh nicht einfach, ist nicht unbedingt der beliebteste
Arbeitsbereich, obwohl ich das in den Labors bei Pruefungen immer
interessant finde. Die meisten wollen richtige Design-Jobs, wo man neue
Produkte entwickelt. Da muss man wohl mit Dollars bzw. Euros winken.
> außerdem entnehme ich wikipedia, daß es in deutschland kein analogon
> zu den österreichischen HTLs gibt, also technische fachschulen, die
> mit matura/abitur abgeschlossen werden. traurig, und schlecht für den OP,
> weil ich sonst vorgeschlagen hätte, einen entsprechend gescheiten und
> interessierten abgänger zu suchen...
>
HTL gibt es m.W. in den Niederlanden, heisst glaube ich HTS. Oder eben
einen Oesterreicher anwerben, der halbwegs gut Hochdeutsch kann :-)
<duck>
Für Softwareentwickler halte ich das auch für völlig unnötig, solange
man keine Betriebssysteme entwickelt oder Compiler baut. Da heist es
eher üben, üben, üben und zwar in möglichst vielen verschiedenen
Projekten, in möglichst vielen Konstellationen, am besten in möglichst
vielen verschiedenen Firmen. Sonst ist da wenig Möglichkeit um sich zu
verbessern.
Interessant wird's dann im Embedded-Bereich, wenn fachübergreifendes
Wissen hinzukommt. Da wird die Welt dann rech klein.
Dirk
>> entsprechend hab ich auch schon mehrfach gute erfahrungen damit gemacht,
>> leute mehr oder weniger direkt aus der schule zu nehmen, die zwar dann
>> noch wenig erfahrung hatten, aber beim interview den eindruck vermittelt
>> haben, daß sie intelligent und lernfähig und -willig sind.
>
> Ich war immer auf Leute aus, die nebenbei ordentlich Hobbyelektronik
> betrieben haben. Die hatten oft richtig Ahnung.
ja. weil sie sich freiwillig und mit liebe (eben als amateure) damit
beschäftigt haben. und weil das hobby (wenn es mehr ist als bausatz-
löten oder die IT-äquivalente dazu) es eher als ein schul- oder
arbeitsplatz-umfeld mit sich bringt, daß man eine menge zeit damit
verbringt, probleme zu lösen, die es eben außerhalb des hobby-umfeldes
"nicht wert sind", soviel zeit damit zu verbringen. das bringt nämlich,
abgesehen vom unmittelbaren "verdammt, ich wollt eigentlich schon vor
X stunden schlafengehen", einen ordentlichen lerneffekt.
>> die frage ist halt, wie weit das im fachgebiet des OP funktioniert --
>> da braucht's vermutlich schon soliden theoretischen background, und
>> das in einem gebiet, das selten ist und sich ob des notwendigen
>> equipments etwas weniger für hobbymäßige aneignung eignet als EDV
>> oder elektronik.
>
> Prueffeld ist eh nicht einfach, ist nicht unbedingt der beliebteste
> Arbeitsbereich, obwohl ich das in den Labors bei Pruefungen immer
> interessant finde. Die meisten wollen richtige Design-Jobs, wo man neue
> Produkte entwickelt. Da muss man wohl mit Dollars bzw. Euros winken.
ich seh da schon einen reiz drin; wenn mir vor vielen jahren nach der
schule stellenangebote von sowas in den briefkasten geflattert wären,
hätt mich das wahrscheinlich mehr interessiert als irgendwelche jobs
in der produktion oder einem e-werk. so ganz ohne "wenns kracht, sitzen
X leute im dunkeln" an dickem equipment spielen zu können...
> HTL gibt es m.W. in den Niederlanden, heisst glaube ich HTS. Oder eben
> einen Oesterreicher anwerben, der halbwegs gut Hochdeutsch kann :-)
das ist ja, dank des bundesdeutschen TV-kulturimperialismus und
der touristischen invasionen, kein so großes problem. im notfall
spricht man halt englisch, das lernt man inzwischen sogar an meiner
ehemaligen schule: http://www.gobbz.it/
ciao,
cm.
--
** christian mock in vienna, austria -- http://www.tahina.priv.at/
> www.flamingtext.com
I'd never even heard of that site. I wonder what it'd take to convince
the owner's goverment that they're terrorists? -- Lionel
> Ich bin kein Wirtschaftsweiser, so muß ich auch nicht verstehen können,
> wies unter diesen Bedingungen weiter aufwärts gehen soll?
Ich verstehe sowieso nicht, warum es immer aufwärts gehen muss. Ein stabiles
System würde auch einen Rückgang um ein paar Prozent verkraften.
Lutz
--
Mit unseren Sensoren ist der Administrator informiert, bevor es Probleme im
Serverraum gibt: preiswerte Monitoring Hard- und Software-kostenloses Plugin
Wobei das ja die Zahlen für die Angestellten sind!
--
Klaus Rotter * klaus at rotters dot de * www.rotters.de
...
>> Ich war immer auf Leute aus, die nebenbei ordentlich Hobbyelektronik
>> betrieben haben. Die hatten oft richtig Ahnung.
>
> ja. weil sie sich freiwillig und mit liebe (eben als amateure) damit
> beschäftigt haben.
...
Das sehen die AG nach meiner Erfahrung unterschiedlich. Die einen haben
eine hohe Meinung von Leuten, die in Eigeninitiative schwierige Dinge
lernen, die anderen halten nichts von diesen "Bastlern".
Da gibt es ja auch die Autisten, die zwar ihr Spezialgebiet richtig gut
beherrschen, von den realen Anforderungen eines Berufes aber heillos
überfordert sind.
Bei den Dipl.-Ings/Infs etc. gibt es aber auch solche und solche.
Beispiele wird jeder kennen.
In allen Jobs, die ich bisher hatte, waren die reinen Technik-Kenntnisse
deutlich weniger wichtig als die Bereitschaft, sich in eine Gruppe
einzufügen oder sich neue Fähigkeiten anzueignen. Bei Letzterem sind
Autodidakten auch mal im Vorteil. Ein frischgebackener Dipl.-Ing.
beklagte sich mal, daß er Schulungen besuchen sollte. "Ich dachte, die
Lernerei wäre nach der Uni vorbei"...
...
>> HTL gibt es m.W. in den Niederlanden, heisst glaube ich HTS. Oder eben
>> einen Oesterreicher anwerben, der halbwegs gut Hochdeutsch kann :-)
...
Ich bin immer wieder überrascht, daß manche Kombinationen von nicht
übermäßig seltenen Fähigkeiten in ganz Europa angeblich nur bei einer
einzigen Person zu finden sind. Das dürfte ein Kommunikationsproblem sein.
Ich denke, richtig gute Vermittlungssysteme könnten einiges an
Flugreisen unnötig machen. Schön, daß es das noch nicht gibt ;-)
Falk,
Autodidakt
> ...
> außerdem entnehme ich wikipedia, daß es in deutschland kein analogon
> zu den österreichischen HTLs gibt, also technische fachschulen, die
> mit matura/abitur abgeschlossen werden. traurig, und schlecht für den OP,
> weil ich sonst vorgeschlagen hätte, einen entsprechend gescheiten und
> interessierten abgänger zu suchen...
>
> cm.
>
Doch technische FOS gibt es vereinzelt. Da hat man z.T. sogar die Wahl
zwischen allg. FH-Reife und vollw. Abitur.
Roland
Weil du immer reicher werden willst.
Wir sind im Vergleich mit den 70ern schon deutlich reicher,
nicht nur wegen CD-Payer und Handy, sondern bessere Wohnqualitaet
und Infrastruktur.
> Ein stabiles
> System würde auch einen Rückgang um ein paar Prozent verkraften.
Auch ein wachsendes. Zum Problem wird es nur wegen Krediten.
Waere der aktuelle Zustand bereits bezahlt (=die dafuer
notwendige Arbeitsleistung erbracht) kann man sich beruhigt
zuruecklehnen.
Daher warnte dich deine Oma vor Schulden.
Hedge-Fonds-Manager, Politiker, Merckle meinten, sie waeren
klueger als Oma. Leider tragen die, die es verbockt haben,
nicht die Konsequenzen, sondern waelzen Verantwortung ab.
--
Manfred Winterhoff
>> Ich verstehe sowieso nicht, warum es immer aufwärts gehen muss.
>
> Weil du immer reicher werden willst.
> Wir sind im Vergleich mit den 70ern schon deutlich reicher,
> nicht nur wegen CD-Payer und Handy, sondern bessere Wohnqualitaet
> und Infrastruktur.
Sehe ich auch so, mir glaubt das aber keiner. Und bei vielem wird auch
vergessen, dass man es immer wieder neu erarbeiten (auch im Sinne von
pflegen und instandhalten) muss und nicht einfach selbstverständlich darauf
aufsetzen kann.
>> Ein stabiles
>> System würde auch einen Rückgang um ein paar Prozent verkraften.
>
> Auch ein wachsendes. Zum Problem wird es nur wegen Krediten.
> Waere der aktuelle Zustand bereits bezahlt (=die dafuer
> notwendige Arbeitsleistung erbracht) kann man sich beruhigt
> zuruecklehnen.
>
> Daher warnte dich deine Oma vor Schulden.
Recht hat sie. Hier ist übrigens alles bezahlt, die Entwicklung war ja doch
absehbar, zumindest nicht völlig unwahrscheinlich.
> Hedge-Fonds-Manager, Politiker, Merckle meinten, sie waeren
> klueger als Oma. Leider tragen die, die es verbockt haben,
> nicht die Konsequenzen, sondern waelzen Verantwortung ab.
Leider ist das so.
Frueher hat man die genutzt, ihnen eine Sekretaerin an die Seite
gestellt, einen Assistenten. Nicht umsonst gilt der Professor als
vertrottelt, denn herausragendes kann nicht von Leuten kommen, die
gewoehnlich sind, die wuerden ja nur gewoehnliches schaffen.
Genies haben alle ihre Macke auf anderen Gebieten.
> In allen Jobs, die ich bisher hatte, waren die reinen Technik-Kenntnisse
> deutlich weniger wichtig als die Bereitschaft, sich in eine Gruppe
> einzufügen
Kaffeeklatschrunden sind das einzige, was Manager verstehen.
> oder sich neue Fähigkeiten anzueignen.
When you earnestly believe you can compensate for a lack of skill
by doubling your efforts, there's no end to what you can do!
--
Manfred Winterhoff
> Frank Buss schrieb:
>> Es sei denn man ist Beamter, da ist es bis auf den Cent genau festgelegt:
>> http://tinyurl.com/9ab3fg
>
> Wobei das ja die Zahlen für die Angestellten sind!
Stimmt, bei Beamten gibt es noch Tabellen mit höheren Zahlen :-)
http://www.beamtenbesoldung.org
--
Frank Buss, f...@frank-buss.de
http://www.frank-buss.de, http://www.it4-systems.de
> HTL gibt es m.W. in den Niederlanden, heisst glaube ich HTS. Oder eben
> einen Oesterreicher anwerben, der halbwegs gut Hochdeutsch kann :-)
Hier in Mannheim ist Hochdeutsch sowieso Fremdspache, <duck^2>
Butzo
...der als 1. Fremdsprache Hochdeutsch hatte und heute prima mit
Vietnamesen, Türken, Russen, Kamerunern und anderen ganz normalen
Leuten kommunizieren kann...
...und weiiiiiische Darmstädter, gewitzte Frankfurter, kernige Bayern,
Kaaaaaaaaalsruher und Saaaaaaaaaaaahländer, Pälzer, Frangn aus
Würzburrch, trockene Rostocker, Kasselaner und Hunsrücker und den
ganzen Zoo drumherum gerne im Ohr hat...
Eben, und dann kommt da hin und wieder auch mal was wirklich geniales
bei raus. Scheint aber nicht mehr gewuenscht zu sein.
>> In allen Jobs, die ich bisher hatte, waren die reinen Technik-Kenntnisse
>> deutlich weniger wichtig als die Bereitschaft, sich in eine Gruppe
>> einzufügen
>
> Kaffeeklatschrunden sind das einzige, was Manager verstehen.
Ziemlich oft bedeutet 'Team' in so einem Setting 'Toll, ein anderer
machts'. Das heisst du hast in deiner Gruppe ein paar die es koennen und
tun und den Rest der sich mitziehen laesst und dann noch teilweise den
Ruhm abgreift.
>> oder sich neue Fähigkeiten anzueignen.
>
> When you earnestly believe you can compensate for a lack of skill
> by doubling your efforts, there's no end to what you can do!
Das stimmt so nicht... Korrekt muss es heissen:
When you earnestly believe you can compensate for a lack of skill
by doubling your efforts, there's no end to what you can't do!
Den Spruch hab ich mal bei despair.com gefunden. Die haben wirklich
gute, demotivierende Poster (Obiger Spruch unter 'Incompetence'):
http://despair.com/viewall.html
Gerrit
Ich verstehe sowieso nicht, warum es überhaupt immer aufwärts gehen
können soll.
Exponentialfunktion und so.
Rainer
|> Wir sind im Vergleich mit den 70ern schon deutlich reicher,
|> nicht nur wegen CD-Payer und Handy, sondern bessere Wohnqualitaet
|> und Infrastruktur.
Das würde ich so nicht stehen lassen.
Die Wohnqualität war m.E. in den 70ern noch besser; sieht man speziell dann,
wenn man ein 196x-Wohnsilo, als man sowas noch als die Wohnform der Zukunft
ansah, betrachtet. Die Schnitte der Wohnungen sind in aller Regel prima und
auch die Wohnflächen noch angenehm großzügig -- nicht mehr ganz so großzügig
wie schöne Altbauwohnungen, aber immerhin noch angenehm.
Daß man die Heizungsrohre unisoliert in den Beton schmiß, die Balkonfront
einfach-vollverglast ist (mit der Heizung direkt davor) und die Trittschall-
dämmung vergessen wurde, ist eine andere Geschichte.
Diese Fehler macht man zwar heute nimmer, dafür bekommt man für einen infla-
tionsbereinigt dennoch höheren Betrag entweder drangvolle Enge, einen
Wohnungsschnitt, der für den Bauträger hinsichtlich maximaler Preiserzielung
optimiert wurde, oder beides.
CD-Player, Handy, Laptop sind alles Güter, die im Vergleich zu ihren
damaligen Entsprechungen eklatant billiger geworden sind. Ein Sinclair ZX81
kostete 1983 DM199 -- und war damals sicher nicht State-of-the-Art.
Bei über die letzten Jahre ca. 2.1% jährlicher Inflation sind das DM335 oder
EUR171 -- da bekomme ich auf dem Gebrauchtmarkt heute schon richtig nette
Rechner für bzw. kann mir locker ein neues Celeron- oder Atom-System
zusammenstoppeln, das in seinen Leistungsdaten nicht so weit hinter
aktueller Hochpreis-Hardware zurückliegt wie damals der ZX81 hinter
C64, Spectrum oder den entsprechenden Ataris.
Ein 08/15-Handy ist heute billiger als damals überhaupt Walkie-Talkies,
geschweige denn "richtige" Handfunken, die selbst heute noch weit teurer
sind als diese Mini-Großrechner mit Multimedia-Spezialfunktionen, die
man heute so als Mobiltelefon bezeichnet.
|> Daher warnte dich deine Oma vor Schulden.
Oma wußte eben aus dem Bauch raus, daß man nur so große Brocken kaut,
wie man auch schlucken kann. Auf "interest-only"-Finanzierung hätte sie
sich nicht eingelassen.
Und Schulden machte sie (a) nur für sinnvolle Dinge, wenn es (b) nicht
und (c) absehbar war, daß man sie auch wieder loswurde.
Ein Blödmarkt-Fernseher auf Pump wäre ihr ebenso fehlgeleitet vorgekommen
wie per Kredit finanzierte Urlaubsflüge.
Rainer
Wirf mal ein Blick auf das Durchschnittsalter des Stadtrates und der
Behoerdenleiter und auf einmal wird alles gleich viel verstaendlicher.
Doch, die gibt es aber. Nur heißt das dann nicht zwingend Abitur. Es
gibt ein technisches Gymnasium, bei dem dann auch praktischer Unter-
richt stattfindet, Abschluß ist die Hochschulreife. Ich kenne das für
die Fachbereiche Wirtschaft und Technik. War bei uns damals in den
berufsbildenden Schulen untergebracht, also keine Schule mehr, die der
Schulpflicht unterliegt.
Und es gibt die Fachhochschulreife, mit der dann an einer Fachhochschule
studiert werden kann.
73 de Tom
--
Thomas 'Tom' Malkus, DL7BJ
Locator JO43GC * DL-QRP-AG #1186 * AGCW-DL #2737 * DARC OV I19
Ich war ja in öffentlichen Ratssitzungen. Kann ich nur jedem mal
empfehlen. Dann erhellt sich so einiges. zB warum so vieles schief läuft
und die Kommunen nicht aus den Schulden herauskommen.
--
mfg hdw
Stimmt. Und daher habe ich nur bei der ersten Gruppe von AG gearbeitet.
Machte sich oft auch auf Messen und Kongressen bemerkbar, die echten
Innovationen kamen von den kleinen Firmen.
<brag-mode>
Bei der letzten hatten wir es sogar geschafft, dass ein Konzern gegen
uns das Handtuch schmiss.
</brag_mode>
> Da gibt es ja auch die Autisten, die zwar ihr Spezialgebiet richtig gut
> beherrschen, von den realen Anforderungen eines Berufes aber heillos
> überfordert sind.
>
> Bei den Dipl.-Ings/Infs etc. gibt es aber auch solche und solche.
> Beispiele wird jeder kennen.
>
> In allen Jobs, die ich bisher hatte, waren die reinen Technik-Kenntnisse
> deutlich weniger wichtig als die Bereitschaft, sich in eine Gruppe
> einzufügen oder sich neue Fähigkeiten anzueignen. Bei Letzterem sind
> Autodidakten auch mal im Vorteil. Ein frischgebackener Dipl.-Ing.
> beklagte sich mal, daß er Schulungen besuchen sollte. "Ich dachte, die
> Lernerei wäre nach der Uni vorbei"...
>
> ...
>
>>> HTL gibt es m.W. in den Niederlanden, heisst glaube ich HTS. Oder eben
>>> einen Oesterreicher anwerben, der halbwegs gut Hochdeutsch kann :-)
>
> ...
>
> Ich bin immer wieder überrascht, daß manche Kombinationen von nicht
> übermäßig seltenen Fähigkeiten in ganz Europa angeblich nur bei einer
> einzigen Person zu finden sind. Das dürfte ein Kommunikationsproblem sein.
>
Ja, und das Kommunikationsproblem faengt fast immer bei der
Stellenausschreibung an. Auch bei einem Fall hier im Thread.
> Ich denke, richtig gute Vermittlungssysteme könnten einiges an
> Flugreisen unnötig machen. Schön, daß es das noch nicht gibt ;-)
>
> Falk,
> Autodidakt
--
Gruss von Autodidakt zu Autodidakt, Joerg
Aus "geradliniger Ausbildungsweg" lese ich heraus, Abitur, Hochschule,
Abschluß.
> Das heißt Berufserfahrung ist schön, aber wir geben auch Absolventen eine
> Chance. Das heißt auch, wir nehmen auch Facharbeiter, die später Abitur
> gemacht und dann studiert haben (auch das ist geradlinig). Aber so ist es
Nein, ist es nicht, das ist der zweite Bildungsweg. In den meisten
Fällen hat man sich nicht dazu entschlossen von Anfang an den Weg über
eine Hochschule zu wählen, sondern ist erst im zweiten Anlauf darauf
gekommen.
> Für diesen Hinweis danke ich besonders. Da ich den Job ja kenne, war es mir
> nicht missverständlich. Dass es für Aussenstehende anders sein könnte, war
> mir nicht klar. Das werden wir wohl anders formulieren müssen. Tatsächlich
> besteht die "Gefahr" häufiger Reisen in "obskure" Gegenden nicht, wenn man
> mal von Berlin (unsere Mutter-GmbH) oder Mailand (unser Eigner) absieht. Der
> Job besteht im Wesentlichen aus Prüfungen und die laufen dort, wo das
> Prüffeld ist. Dass wir in seltenen Fällen auch mal Begutachtungen vor Ort
> machen, ist dann eher eine willkommene Abwechslung.
> Man lernt nie aus ;-)
Viele ältere (sprich mit Erfahrung) Arbeitnehmer möchten nicht mehr
permanent durch die Gegend fliegen. Das haben die in jungen Jahren
ausgiebig getan. Ich würde da auch "beinhaltet Reisetätigkeit"
herauslesen.
Staatl. geprüfte Elektrotechniker mit Schwerpunkt Energietechnik sind Euch
aber bekannt? Abgeschlossene Berufsausbildung im Fachbereich, Berufserfahrung
und zweijährige Fachschule mit Abschlußprüfung sind auch nicht zu verachten.
Es scheint sowieso in den Personalabteilungen kaum jemand den Staatlich
geprüften Elektrotechniker aus den diversen Fachrichtungen zu kennen.
Es werden nur Ingenieure gesucht und oftmals auf Stellen gesetzt, die für
einen Techniker wie geschaffen sind. http://de.wikipedia.org/wiki/Techniker
>> Elektroniker mit guten Netzwerkkenntnissen (im Sinn von LAN) suchen.
>> Der Kollege geht in Ruhestand und hat die Geräte und als Administrator unser
>> LAN am Leben gehalten.
>
> Vergeßt nicht die Einarbeitungszeit. Jede IT-Einrichtungen hat so ihre
> Spezialitäten. Aber bei IT gibt es auch sehr gute Selbstständige.
Ein LAN ist aber doch harmlos. In sich abgeschlossen, auf einem
Grundstück, meist auch nur ein Netz, keine Router ;-). Interessant
wird es bei heterogenen Netzwerken mit Aussenanbindung und mobilen
Mitarbeitern.
Für 30 Mitarbeiter lohnt sich in der Regel kein hauptberuflicher Administrator.
Außer das System ist so schrottig, dass permanent etwas nicht geht.
Nur mal so als Hinweis, wie das im Ausland (USA) ist: Ich werde oft
gebeten, EMV Pruefungen durchzuziehen oder dabei zu sein. Das muss wie
bei Euch sicher auch i.d.R. in einem kalibrierten und akkreditierten
Labor geschehen. Bei Ankunft wird man vom Ingenieur begruesst, der sich
das alles kurz ansieht, nickt und dann geht. Die Messungen werden von
Technikern durchgezogen, und die haben ganz gut Ahnung. Wenn irgendwo
bei einer Pre-Compliance Session was rauspfeift und ich mit meinem
Koefferchen in der Hand den dicken Eisenhebel der Zelle drehe, sagen sie
meist das gleiche was ich denke. "Das kommt irgendwo aus einem USB Port
raus" oder "Das ist die dritte oder fuenfte einer RAM Bank, sieh mal ob
das ueber das Display rausgeht".
--
Gruesse, Joerg
> alles kurz ansieht, nickt und dann geht. Die Messungen werden von
> Technikern durchgezogen, und die haben ganz gut Ahnung. Wenn irgendwo
Eben. Ein Techniker kann dem Hochschul-Ingenieur mit wenig
Berufserfahrung sehr viel Praxis voraus haben. Gemeinsam
können die gut was bewegen, wahrscheinlich mehr, als zwei
Hochschul-Ingenieure mit wenig Erfahrung.
Ich glaube nicht, dass du dort viel erfaehrst.
Du erfaehrst meistens noch nicht mal als Verwandte etwas.
Eine Bekannte hatte mal ein laengeres Gespraech mit
ihrem Vater, vor dessen Tod, nach dessen Rentenantritt,
der jahrelang Buergermeister war,
und ihr dabei erzaehlte, wie die Geschaefte damals liefen:
Jeder besticht jeden,
schon der Schulbesuch des Sohnes wird manipuliert,
mit Gefaelligkeiten sowieso, das ist ja keine Bestechung,
aber auch schnell mit Geld,
kein Job ohne Gegenleistung, enge Verflechungen zwischen
Stadt und Baufirmen.
So ein plaudern aus Internem erklaert viel mehr,
wie die Honoratioren der Stadt die Pfruende unter sich
aufteilen.
--
Manfred Winterhoff, reply-to invalid, use mawin at gmx dot net
homepage: http://www.geocities.com/mwinterhoff/
de.sci.electronics FAQ: http://dse-faq.elektronik-kompendium.de/
Read 'Art of Electronics' Horowitz/Hill before you ask.
Lese 'Hohe Schule der Elektronik 1+2' bevor du fragst.
Dann nenn doch mal hier eine Hausnummer.
Oft laeuft der Hase so, dass die AG-Seite mal das Anfangsgehalt
runterhandelt, aber eine wunderschoene Zahl in Aussicht stellt
"wenn alles gut laeuft". Die Zeit geht dahin, die Projekte
laufen nicht so wie erwartet, vom 1000 Stk p.m. Projekt wurde
ein 100 p.a. Projekt, und dann faellt die Gehaltserhoehung aus
Gruenden der allgemein schwierigen Zeit deutlich geringer aus...
> Nicht schlechter als die Großen der Elektrobranche jedenfalls. Ist
> Verhandlungssache.
Ahja. Nenn ich mal eine Groesse von einem Autozulieferer hier in
Ulm, wo ich mal gearbeitet hab: 50.000 Euro durchschnittliches
Einstiegsgehalt fuer Software-Entwicklungs-Ing. Steigst du da
aus oder erst ein?
Gruss,
Steffen
Tja, damit filtert man dummerweise schon mal all die wirklich guten Leute
aus, die sich nicht nur auf das Studium konzentrieren, sondern nebenbei auch
interessante Sachen machen und dabei lernen. Oftmals mehr direkt anwendbares
Wissen als man im Studium jemals haette erwerben koennen ;-)
Die Tage hat xkcd.com das mal schoen auf den Punkt gebracht:
http://imgs.xkcd.com/comics/11th_grade.png
Klar habe ich im Studium viel Brauchbares, vor allem Grundlagen, gelernt.
Aber vor allem war das Studium fuer mich _die_ Gelegenheit, verdammt viel
weiteres Wissen (und Koennen) ausserhalb des Lehrsaals zu erwerben. Zumal
unsere Uni damals fuer Informatiker prima Bedingungen geboten hat: gute
und reichliche Hardwareausstattung, genug Bandbreite und viele sehr gute
Leute, mit denen man was machen konnte.
> ein überdurchschnittlich gut abgeschlossenes Studium der
> Elektrotechnik an einer Hoch- oder Fachhochschule."
>
> Falls Ihr ernsthaft an Leuten mit Erfahrung interessiert seid, dann
> sollte sich Eure Personalabteilung die Stellenausschreibungen deutlich
> überarbeiten.
Allerdings.
Man liest sich,
Alex.
--
"Opportunity is missed by most people because it is dressed in overalls and
looks like work." -- Thomas A. Edison
> Ahja. Nenn ich mal eine Groesse von einem Autozulieferer hier in
> Ulm, wo ich mal gearbeitet hab: 50.000 Euro durchschnittliches
> Einstiegsgehalt fuer Software-Entwicklungs-Ing.
Das ist ja nun mehr als ausreichend. Und da wird immer noch geklagt dass
Starter schlechte Chancen haben?
Bitte? Spassvoegel. Entweder man will den Kandidaten, dann ist der Umzug
locker drin, oder es ist halt doch nicht so wichtig. Vor allem ist das eine
ganz klare Warnung vor dem Laden: Wenn die Firma schon bei sowas geizt, was
ja nun eher selbstverstaendlich sein sollte, dann wird es spaeter auch kaum
besser aussehen. Also besser Finger weg.
> So geht das nicht. Hint: Mir hat die
> Firma, die mich in Germanien aus der Selbststaendigkeit rauspuhlen
> wollte den kompletten Ueberseeumzug mit zwei 40" Seecontainern bezahlt.
> Alles. Das allein hatte den Gegenwert einer Stuttgarter Edelkarosse
> gekostet. Ergo lasse ich so ein Argument nicht so einfach gelten.
Eben.
Ok, wenn es das Hauptproblem des Bewerbers ist, dann waere das komisch.
Allerdings ist das Umzugspaket durchaus Standard, wenn man gute Leute
wirklich haben will.
>> Wuerde ich einschraenken. Wenn das Herauskaufen zuviel des guten ist,
>> dann braucht man diese Fachkraft wohl doch nicht so ganz dringend. Habe
>> ich aus Europa (und auch hier in USA manchmal) oft gehoert: Da wollen
>> sie einen Kandidaten haenderingend haben, umwerben ihn, und dann wollen
>> sie keine Umzugskosten zahlen.
>
> Bitte? Spassvoegel. Entweder man will den Kandidaten, dann ist der Umzug
> locker drin, oder es ist halt doch nicht so wichtig. Vor allem ist das eine
> ganz klare Warnung vor dem Laden: Wenn die Firma schon bei sowas geizt, was
> ja nun eher selbstverstaendlich sein sollte, dann wird es spaeter auch kaum
> besser aussehen. Also besser Finger weg.
In grösseren Unternehmen gibt es aber durchaus für alle gültige Richtlinien
die von den Wünschen einer Fachabteilung nicht so ohne weiteres unterlaufen
werden können. Und nur weil da z.B. Erstattung von Umzugskosten nicht
vorkommt muss der Rest nicht gleich schlecht sein.
Allerdings kitzelt es gewaltig das Ego, so umworben zu werden.
> Vor allem ist in der Firma bereits jemand Chef aka Projektleiter
> und der ist erstens juenger, zweitens fachfremd, drittens sucht er
> ja gerade jemanden mit bestimmten Fertigkeiten weil er selbst keine
> blasse Ahnung hat wie's geht (sonst koennte er es ja einem bereits
> vorhandenen Mitarbeiter schnell beibringen, das geht schneller als
> einen neue Mitarbeiter mit Risiko zu suchen)
So einfach ist die Welt dann doch nicht. Ein guter Techniker ist leider
noch lange kein guter Chef. Ein guter Projekt-/Team-/Firmenchef muss
nicht alles bis ins Detail selbst wissen. Sonst könnte er es auch gleich
selbst machen, hätte aber keine Zeit mehr für seine Führungsaufgaben.
Wichtig ist ein gutes Verständis des Ganzen, und zwar möglichst auch
über den Tellerrand der eigenen Fachdisziplin hinaus.
Gruß
Thorsten
--
PGP welcome!
Thorsten online: http://www.ostermann-net.de/electronic
Rund um Schrittmotor, Fräs-Bohr-Plotter & Mikrocontroller
Gute Bewerber sollten rechnen koennen, sonst sind sie nicht gut,
sondern Deppen.
Rechnen koennen heisst, sich ueberlegen, wie der Vertrag aussieht:
Steht da was von 2 Jahren Mindestbeschaeftigungsdauer vor der
ersten Kuendigungsmoeglichkeit seitens der Firma ? Dann ist gut.
Steht da aber was von Probezeit, selbst wenn es 6 Monate statt 2
Jahre sein sollten: Dann kann sich der Bewerber ausrechnen, was
passiert: Er kuendigt seine bisherige Wohnung, beauftragt einen
Makler eine neue zu finden, bezahlt ein Umzugsunternehmen, nimmt
einen neuen 2 Jahre laufenden DSL Vertrag an. Dann tritt er den
Job an, und nach 1 Monat meint der neue Chef, dass ihm doch was
nicht passt, z.B. hat er den ersehnten Auftrag nicht bekommen,
fuer den er die neuen Leute eingestellt hat. Schon darf der neue
Berwerber seine Sachen packen, nochmal ein Umzungunternehmen
beauftragen, ist Maklercourtage los hat aber am alten Wohnort
keine Wohnung mehr. Egal wie, so viel Geld konnte er an der
neuen Firma nicht verdienen, er hat maechtig draufgezahlt fuer
die Deppen des neuen Unternehmens, aber er ist nun der Depp.
Man darf NIEMALS einen Wohnortwechsel machen, wenn den Umzug
nicht die Firma zahlt. Eigentlich muesste sie auch den
Rueckumzug bezahlen, aber viele sind ja nicht mal bereit, die
halben Kosten zu tragen, die dem neuen Mitarbeiter als erstes
auferlegt werden. Kostenumwaelzung auf den Mitarbeiter, da sind
viele Firmen gerne dabei, aber selbst was draufzulegen, da
verstecken sie sich ganz schnell.
Nicht der Bewerber ist dreist, wenn er Umzugskosten haben will,
sondern die Firma, wenn sie keine zahlt.
--
Manfred Winterhoff
Wenn Fachabteilungen solchen Gestaltungsfreiraum nicht bekommen ist das,
wie jemand anders hier anmerkte, ein Warnzeichen. Als ich eine Division
uebernahm sagte ich den Managern der einzelnen Bereiche, dass sie fuer
die Erstellung und Einhaltung ihres Budgets nun selbst verantwortlich
seien. Erschrockene Blicke. Auch wie sie das ausgeben. Freudige Blicke.
Hauptsache die Gesamtsumme wird eingehalten. Wenn mir jemand einen
fetten Relo Expense Request zum Abzeichnen hinlegte (ist bei den SW
Leuten vorgekommen), dann habe ich das auch abgezeichnet.
> Allerdings kitzelt es gewaltig das Ego, so umworben zu werden.
>
Dann sollte man oefter in die Kirche gehen, damit die Sache mit dem Ego
wieder auf den Teppich kommt :-)
Exakt das stand bei mir im Vertrag. Zum Schutz der Firma allerdings nur,
wenn ich nicht innerhalb der ersten zwei Jahre selbst kuendige.
... aber viele sind ja nicht mal bereit, die
> halben Kosten zu tragen, die dem neuen Mitarbeiter als erstes
> auferlegt werden. Kostenumwaelzung auf den Mitarbeiter, da sind
> viele Firmen gerne dabei, aber selbst was draufzulegen, da
> verstecken sie sich ganz schnell.
>
> Nicht der Bewerber ist dreist, wenn er Umzugskosten haben will,
> sondern die Firma, wenn sie keine zahlt.
Wenn dem so ist, soll sich eine Firma nicht ueber Ingenieurmangel
beklagen. Von dem ich eh den Eindruck habe, dass es ihn in den meisten
Bereichen bei Euch gar nicht gibt.
Schlechtes Zeichen. Wenn schon bei solchem Kleinkram (und ja, gemessen an
den Gesamtjahreslohnkosten einen Ingenieurs _ist_ der Umzug meist Kleinkram,
wenn man die Leute nicht gerade ueber den grossen Teich holt) streng nach
Vorschrift von oben gearbeitet wird, wie sieht das dann anderweitig mit der
Flexibilitaet aus? Und damit meine ich weniger personalrelevante Sachen,
sondern u.a. auch wie Projekte angegangen werden usw.
> Und nur weil da z.B. Erstattung von Umzugskosten nicht
> vorkommt muss der Rest nicht gleich schlecht sein.
Muss nicht, das ist war. Aber es ist ein Warnzeichen. Und hinreichend gute
Leute koennen es sich meist leisten, auf solche Warnzeichen mit einer
hoeflichen Absage zu reagieren.
> Allerdings kitzelt es gewaltig das Ego, so umworben zu werden.
Darum geht es nicht. Wer sein Ego mit sowas aufbaut, will besteht auch auf
Alufelgen und Sportfahrwerk beim Firmenwagen, und solche Leute will man
meist nicht[0] ;-)
Es geht einfach darum, wie weit das Unternehmen bereit ist, dem Bewerber
entgegenzukommen, wieviel er dem Unternehmen erkennbar wert ist. Am Ende
ist beruht sowas immer auf Gegenseitigkeit.
Man liest sich,
Alex.
[0] Es sei denn, sie sind so extrem gut, dass man ueber die Egospiele
(in Grenzen) hinwegsehen kann. Und das duerfte selten der Fall sein.
>>> Bitte? Spassvoegel. Entweder man will den Kandidaten, dann ist der Umzug
>>> locker drin, oder es ist halt doch nicht so wichtig. Vor allem ist das eine
>>> ganz klare Warnung vor dem Laden: Wenn die Firma schon bei sowas geizt, was
>>> ja nun eher selbstverstaendlich sein sollte, dann wird es spaeter auch kaum
>>> besser aussehen. Also besser Finger weg.
>>
>> In grösseren Unternehmen gibt es aber durchaus für alle gültige Richtlinien
>> die von den Wünschen einer Fachabteilung nicht so ohne weiteres unterlaufen
>> werden können.
>
> Schlechtes Zeichen. Wenn schon bei solchem Kleinkram (und ja, gemessen an
> den Gesamtjahreslohnkosten einen Ingenieurs _ist_ der Umzug meist Kleinkram,
> wenn man die Leute nicht gerade ueber den grossen Teich holt) streng nach
> Vorschrift von oben gearbeitet wird, wie sieht das dann anderweitig mit der
> Flexibilitaet aus? Und damit meine ich weniger personalrelevante Sachen,
> sondern u.a. auch wie Projekte angegangen werden usw.
>
>> Und nur weil da z.B. Erstattung von Umzugskosten nicht
>> vorkommt muss der Rest nicht gleich schlecht sein.
>
> Muss nicht, das ist war. Aber es ist ein Warnzeichen. Und hinreichend gute
> Leute koennen es sich meist leisten, auf solche Warnzeichen mit einer
> hoeflichen Absage zu reagieren.
Am Ende muss der gesamte Vertrag passen. Sich da auf einen Punkt als so
wichtig festzulegen zeugt auch von mangelnder Flexibilität des Mitarbeiters
in spe. Wie auch immer, dann ist man sich eben nicht einig geworden.
Doch, weil jedes Pöstchen mit einem Ingenieur besetzt werden muss. Ich
höre da manchmal Dinge aus der Automobilbranche: überspitzt ausgedrückt
ist dort ein Ingenieur nur für die Konstruktion einer M3x20 Schraube
zuständig, aber nur mit Linsenkopf, Senkkopf macht jemand anders.
Das duerfte sich angesichts der derzeitigen Wirtschaftslage ziemlich
schnell aendern.
Das kann man noch kontemplativer,
hier an der Küste heiß das: bin mal ´ne Runde segeln =|:o).
Peter
> Gute Bewerber sollten rechnen koennen, sonst sind sie nicht gut,
> sondern Deppen.
Lieber Manfred,
gute Bewerber sollten vor aller Rechnerei allerdings Folgendes tun:
1. Sich über die Branche informieren, sofern sie sich nicht bereits
auskennen
2. Sich über das Unternehmen informieren, sofern sie es nicht kennen
3. Sich beim Vorstellungsgespräch genau umsehen und Fragen stellen, die über
das Gehalt und den Urlaub hinaus gehen
> ... Dann tritt er den
> Job an, und nach 1 Monat meint der neue Chef, dass ihm doch was
> nicht passt, z.B. hat er den ersehnten Auftrag nicht bekommen,
> fuer den er die neuen Leute eingestellt hat.
Dann passiert dem Bewerber genau so was nicht.
Die meisten Antworten hier kommen offenbar aus der Software- oder
Mikroelektronik-Branche (das meine ich keinesfalls abwertend). Hättet Ihr
Euch jetzt nicht punktuell auf die Stellenanzeigen gestürzt, sondern auch
mal den Rest der Webseite gelesen, hättet Ihr vermutlich verstanden, dass
unser Unternehmen nicht so tickt. Und auch gar nicht so ticken kann.
Prüffelder wie unseres sind Invests, die in aller Regel nicht mal eben so
verschwinden und die schon gar nicht von nur einem oder ein paar Projekten
abhängig sind. Die Geräte, die wir prüfen, sind Investitionsgüter, die auf
Lebensdauern größer 30 Jahre ausgelegt werden. Entsprechend konstant ist der
Durchsatz an neu entwickelten Prüfobjekten, zumal die sich regelmäßig
ändernden Normen dafür sorgen, dass uns das Brot nicht ausgeht. Dann gibt
es, zu unserer großen Freude, beispielsweise Kunden, die keine Prüfdokumente
akzeptieren, die älter als 5 Jahre sind. Wenn also nicht einer ganz schnell
ein Taschen-Fusionskraftwerk erfindet, werden wir auch weiterhin unsere
Dienstleistungen anbieten können.
> Man darf NIEMALS einen Wohnortwechsel machen, wenn den Umzug
> nicht die Firma zahlt.
Klar darf man das. Habe ich gemacht und habe es nicht bereut. Die paar Euro
Umzugskosten (6k5) für den Umzug habe ich längst wieder rein, auch dank der
freundlichen Mitarbeit des Finanzamtes.
> Kostenumwaelzung auf den Mitarbeiter, da sind
> viele Firmen gerne dabei, aber selbst was draufzulegen, da
> verstecken sie sich ganz schnell.
Tut mir leid für alle, die in so einem Laden arbeiten. Aber: jeder hat die
Wahl.
> Nicht der Bewerber ist dreist, wenn er Umzugskosten haben will,
> sondern die Firma, wenn sie keine zahlt.
Von dreist habe ich nie gesprochen. Danach fragen kann man immer. Und wenn
wir ums Verrecken jemand haben wollen, werden wir das ganz gewiss auch
zahlen. Allerdings muss ein solcher Bewerber eine entsprechende
Gegenleistung bieten. Mal Hand aufs Herz: Wieviel Prozent potentieller
Bewerber wären das wohl? Okay, der Erfinder des o.a. Taschenkraftwerkes wäre
so einer...
Wie auch immer. Zusammenfassend danke ich allen, die sich konstruktiv zu
unseren Stellenausschreibungen geäußert haben. Das hilft uns sicher, besser
zu werden. Allen anderen Spekulationen/Unterstellungen haben hoffentlich bei
dem einen oder anderen ein wenig Frust aus dem Ventil gelassen, so dass wir
jetzt alle ganz entspannt ins neue Jahr rutschen können.
Ich für meinen Teil werde mich jetzt wieden den technischen Threads
zuwenden.
Gruß, Heiko
Meist gibt es bei sowas genug andere "interessante Details". Nur die
Umzugskosten allein sind kein ausschlaggebendes Kriterium.
Man liest sich,
Alex.
>>> Zweitklassige Leute stellen nur drittklassige Leute ein, weil sie sich
>>> durch erstklassige beroht fühlen.
>>> Erstklassige Leute stellen nur erstklassige ein, und machen damit
>>> stressarm viel Kohle.
>>
>> Selbst wenn es so einfach funktionieren würde - schön ware es nicht.
>>
>> Der fachliche Aspekt ist auch nur einer von vielen die die Zusammenarbeit
>> bestimmen.
>
> Zusammenarbeit von wem mit wem? Die häufigste Organisationsform
> ist doch heute das 0.5 Personen-Team in ständig wechselnder
> Zusammensetzung. "Gehn'se dort mal hin, kriegen 'se mal raus,
> was die eigentlich wollen und lösen dann das Problem so
> schnell und so billig wie möglich." Die Kurse "Teamfähigkeit"
> sind da sinnlos, und "Überleben im Stalinismus" ist noch nicht
> auf dem Plan.
Neben dem was fachlich zu tun ist gibt es ja meist noch einiges anderes.
Auch die damit betrauten Mitarbeiter müssen mit dem fachlichen Überflieger
zurechtkommen, im Härtefall ersetzt man mittelfristig eher den als den
eingespielten Rest.
>Joerg meinte:
>
>
>>Von dem ich eh den Eindruck habe, dass es ihn in den meisten
>>Bereichen bei Euch gar nicht gibt.
>>
>>
>Doch, weil jedes Pöstchen mit einem Ingenieur besetzt werden muss. Ich
>höre da manchmal Dinge aus der Automobilbranche: überspitzt ausgedrückt
>ist dort ein Ingenieur nur für die Konstruktion einer M3x20 Schraube
>zuständig, aber nur mit Linsenkopf, Senkkopf macht jemand anders.
>
>
Auch ein Indiz dafür, dass die Ings nicht nur qualifikationsgerecht
eingesetzt sind und bei entsprechender Arbeitsorganisation
Ingenieurkapazität gewinnbar ist. Solange der Ing selber seine Teile aus
dem Lager holen muss oder seine Ausdrucke vom Drucker und er dafür
erstmal 1/4 Stunde weg ist statt dass er einen "Läufer" damit
beauftragen kann ist da noch jede Menge Kapazität gewinnbar. Wenn man es
mal konsequent kritisch betrachtet ist man täglich maximal 50% mit
Dingen beschäftigt, die nur der Ing machen kann. Also da ist noch jede
Menge Kapazitätsreserve in der Arbeitsorganisation und der Leidensdruck
noch nicht so gross, dass diese Reserve auch aktiviert wird. Bräuchte
man vielleicht erstmal wieder einen Ing der's umsetzt :-) .
Nicht nur die Autobranche schafft solche "innovativen" Besetzungen.
Wie gefällt zB das: Gesucht und gefunden ein Ing. für
Nachrichtentechnik. Tätigkeit: Alles was mit Werbung zu tun hat.
Frage, warum nicht gleich ein Werbemensch? Antwort, man habe und bekomme
nur eine Stelle mit Arbeitsplatzbeschreibung für einen Ing. der
Nachrichtentechnik genehmigt ;-)
Das zum Thema Ing.-Mangel ;-))
--
mfg hdw
Planwirtschaft ;-)
> Ich für meinen Teil werde mich jetzt wieden den technischen Threads
> zuwenden.
Ach, *dem* Thread.;-)
Gruß Dieter
>Nicht nur die Autobranche schafft solche "innovativen" Besetzungen.
>Wie gefällt zB das: Gesucht und gefunden ein Ing. für
>Nachrichtentechnik. Tätigkeit: Alles was mit Werbung zu tun hat.
>Frage, warum nicht gleich ein Werbemensch? Antwort, man habe und bekomme
>nur eine Stelle mit Arbeitsplatzbeschreibung für einen Ing. der
>Nachrichtentechnik genehmigt ;-)
>
>Das zum Thema Ing.-Mangel ;-))
Ich habe mal gesehen, dass ein Software-Spezialist gesucht wurde.
Der Knackpunkt der Qualifikation war "mehrjähriges Design der
Software für Heckklappen von Limousinen". SUV- Kombiheckklappen-
oder gar Beifahrertürensoftware war wohl mega-out.
Manchmal fragt man sich, ob da tatsächlich jemand gesucht wird
oder ob das eine verschlüsselte Antwort auf einen Erpresserbrief
sein soll.
"Es war mir ein Vergnügen, Ihnen eine
angenehme Türe gewesen zu sein."
Gerhard
Tim Cronenberg <tim.cro...@gmx.de> wrote:
> Thomas 'Tom' Malkus wrote:
> Auch ein Indiz daf�r, dass die Ings nicht nur qualifikationsgerecht
> eingesetzt sind und bei entsprechender Arbeitsorganisation
> Ingenieurkapazit�t gewinnbar ist. Solange der Ing selber seine Teile aus
> dem Lager holen muss oder seine Ausdrucke vom Drucker und er daf�r
> erstmal 1/4 Stunde weg ist statt dass er einen "L�ufer" damit
> beauftragen kann ist da noch jede Menge Kapazit�t gewinnbar. We
[...]
Du hast mal versucht acht Stunden lang kognitiv h�chst anspruchsvolle
Ingenieursarbeit zu machen? Der Mensch ist f�r sowas nicht gemacht
und braucht zwischendurch immer mal Abwechslung um leistungsf�hig zu
bleiben. Und da ist der Gang zum Lager, den Ausdruck holen, Essen ge-
hen usw. allemal besser als nix. Ich denke noch besser w�re wirklich
mal 20min gar nichts tun. Aber das scheitert an der allgemein anzutref-
fenden Arbeitskultur. (Jedenfalls wenn man es alle zwei Stunden macht.)
Und mich h�lt davon meistens noch "das von der Aufgabe gefesselt sein"
ab obwohl ich sonst sicherlich ein Drittel schneller w�re ...
Viele Gr��e,
Martin L.
> Manchmal fragt man sich, ob da tatsächlich jemand gesucht wird oder ob
> das eine verschlüsselte Antwort auf einen Erpresserbrief sein soll.
Im Zweifelsfall gibt es genau eine Person, auf die die Beschreibung
zutrifft und mit der das Ganze im Vorfeld abgeklärt ist. Auf diese Weise
steuert die untere Chef-Ebene, wen sie auf bestimmte Stellen bekommt. Und
die Chefebene kann sich in dem Gefühl sonnen, dass alle Macht von ihr
ausgehe. Das funktioniert auch mit Professuren. Hier besteht die untere
Chef-Ebene aus den Professoren und die obere aus dem Ministerium.
---<(kaimartin)>---
>Im Zweifelsfall gibt es genau eine Person, auf die die Beschreibung
>zutrifft und mit der das Ganze im Vorfeld abgeklärt ist. Auf diese Weise
>steuert die untere Chef-Ebene, wen sie auf bestimmte Stellen bekommt. Und
>die Chefebene kann sich in dem Gefühl sonnen, dass alle Macht von ihr
>ausgehe. Das funktioniert auch mit Professuren. Hier besteht die untere
>Chef-Ebene aus den Professoren und die obere aus dem Ministerium.
JaJa, ich war auch schon mal dabei, als eine Ausschreibung
für eine Assi-Stelle konstruiert wurde.
Bewerben durfte sich im Prinzip allerdings jeder.
Gruß, G.