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Wie funktioniert Touchtronic-Lampe!

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Max von Zülow

unread,
Jan 23, 1999, 3:00:00 AM1/23/99
to
Tilo Gockel, vzu...@t-online.de


Hi,

habe letztens in einem Designerladen eine Halogenlampe gesehen mit
*touchtronics*-Bedienung:
wenn man einen der Staebe beruehrt, die die Birne oben halten, wird die
Lampe heller oder dunkler (wohl beim 2. Mal anfassen).

Genauso kann man mit einmal sehr kurz beruehren die Lampe ein- und
ausschalten.

So wie ich das gesehen habe, dienen diese Halterstaebe der Birne (die jew.
ca. 1,5m lang sind) auch gleichzeitig zur Stromzufuhr.

Diese Lampe kostet ueber 1000 DM, obwohl kaum was dran ist, vielleicht kann
man sowas selber bauen?
Soll heissen: wie funktionierts?


Gruss


Tilo

MaWin

unread,
Jan 23, 1999, 3:00:00 AM1/23/99
to
Max von Zülow <vzu...@t-online.de> schrieb im Beitrag
<78c8sg$fti$1...@hades.rz.uni-sb.de>...
> Tilo Gockel, vzu...@t-online.de
Wer jetzt ?

Siemens S566 von 1979 oder Nachfolger. Billigste Sensortechnik,
spart das Poti, gibt's auch als 'Sensordimmer' fuer ca. 40.- im
Baumarkt. Oder was hast du in einem 'Designerladen' erwartet ?
--
Manfred Winterhoff
mawin at gmx.net
(remove NOSPAM if replying)


Guenther Dietrich

unread,
Jan 23, 1999, 3:00:00 AM1/23/99
to
In article <78c8sg$fti$1...@hades.rz.uni-sb.de>, "Max von Zülow"
<vzu...@t-online.de> wrote:

> habe letztens in einem Designerladen eine Halogenlampe gesehen mit
> *touchtronics*-Bedienung:
> wenn man einen der Staebe beruehrt, die die Birne oben halten, wird die
> Lampe heller oder dunkler (wohl beim 2. Mal anfassen).
>
> Genauso kann man mit einmal sehr kurz beruehren die Lampe ein- und
> ausschalten.

Da steckt wohl vor dem Trafo ein Sensor-Dimmer drin. Der ist so ausgelegt,
dass er die induktive Last des Trafo treiben kann (gibt es fertig zu
kaufen, Baumarkt, etc., ca. 55,- DM). Der Sensor-Anschluss (bei
Unterputz-Dimmer der gefederte Knopf der den kontakt zur aufgesteckten
Frontplatte herstellt) an ein Ende der Sekundaerwicklung des Trafo
angeschlossen.
Ein Problem sehe ich dabei, dass bei den handelsueblichen Sensor-Dimmern
der 'Phase-Anschluss' tatsaechlich an die Phase der Netzzuleitung muss,
ansonsten funktioniert die Sensor-Schaltung nicht. Wenn man etwas
Unbequemlichkeit akzeptiert, steckt man die Lampe erst mal ein und
probiert, ob es geht. Wenn nicht, steckt man den Stecker andersherum in
die Dose.


Gruesse,

Guenther

--
mailto:Guenther...@cryogen.com
Hiermit widerspreche ich der Nutzung oder Uebermittlung meiner Daten
fuer Werbezwecke oder fuer die Markt- oder Meinungsforschung gemaess
Par. 28 Abs. 3 Bundesdatenschutzgesetz.

wo...@cardware.de

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Jan 23, 1999, 3:00:00 AM1/23/99
to
Max von Zülow <vzu...@t-online.de> wrote:
MvZl> Soll heissen: wie funktionierts?

Wie ein handelsüblicher Sensordimmer, oder wie die Sensortasten alter
Fernseher.

Du schließt mit deinem Körper einen schwachen Stromkreis gegen Erde.

Der Dimmer legt eine geringe Spannung gegen Erde auf den Draht. Berührst
Du ihn, schließt Du einen Stromkreis durch dich, den Fußboden, den Hauserder
und zurück über den Schutzleiter zum Dimmer. Die Dimmerschaltung erkennt
den winzigen Strom und reagiert.

Von Siemens und Co gibt es fertige IC für 230V Dimmer, fehlt nur noch Triac
und ein paar passive Bauteile. Selber bauen ist trotzdem heikel, denn
das Ding muß den Halogentrafo dimmen können ohne dabei Nachbars Fernseher zu
stören und Dich beim Anfassen zu grillen...

Du könntest dir aber einen fertigen Sensordimmer im Baumarkt holen. Voraus-
gesetzt das Ding kann Halogenlampen dimmen, brauchst Du dann nur den Sensor mit
einer der beiden Spanndrähte zu verbinden.

Also ich weiss nicht wie es anderen geht, mir ist immer ein bisserl mulmig
bei so Dingern. Was passiert, falls irgendwo ein Bauteil bricht und plötzlich
230V auf den Sensortaster losläßt?

Naja, wenn man paranoid ist, heist das nicht, daß SIE nicht hinter einem her
sind... (-:


--
Olav "Mac" Wölfelschneider wo...@cardware.de
PGP fingerprint = 06 5F 66 B3 2A AD 7D 2D B7 19 67 3C 95 A7 9D AF
Things which try to look like things often look more like things than things.

Maddog

unread,
Jan 23, 1999, 3:00:00 AM1/23/99
to Max von Zülow
Max von Zülow schrieb:
>
> Tilo Gockel, vzu...@t-online.de
>
> Hi,

>
> habe letztens in einem Designerladen eine Halogenlampe gesehen mit
> *touchtronics*-Bedienung:
> wenn man einen der Staebe beruehrt, die die Birne oben halten, wird die
> Lampe heller oder dunkler (wohl beim 2. Mal anfassen).
>
> Genauso kann man mit einmal sehr kurz beruehren die Lampe ein- und
> ausschalten.
>
> So wie ich das gesehen habe, dienen diese Halterstaebe der Birne (die jew.
> ca. 1,5m lang sind) auch gleichzeitig zur Stromzufuhr.
>
> Diese Lampe kostet ueber 1000 DM, obwohl kaum was dran ist, vielleicht kann
> man sowas selber bauen?
> Soll heissen: wie funktionierts?
>
> Gruss
>
> Tilo

Wahrscheinlich reagiert die Schaltung auf Elektromagnetische felder,
die auch jeder Mensch aussendet.
Wenn du mit deinem finger mal die Messpitze eines Ozilloskopes berührst,
wirst du einige schwingungen erkenn können.

Gruß Maddog

Max von Zülow

unread,
Jan 24, 1999, 3:00:00 AM1/24/99
to
Hi Manfred, danke fuer die Antwort, aber:

1. scheint eben bei Beruehrung der stromfuehrenden 12V-Leitung der
Dimmeffekt ausgeloest zu werden u nd

2. ist doch dieser Bauhausdimmer sicher fuer 230V ausgelegt?


Jede weitere Hilfe willkommen,

Tilo

Stefan Huebner

unread,
Jan 24, 1999, 3:00:00 AM1/24/99
to
> Siemens S566 von 1979 oder Nachfolger. Billigste Sensortechnik,
> spart das Poti, gibt's auch als 'Sensordimmer' fuer ca. 40.- im
> Baumarkt. Oder was hast du in einem 'Designerladen' erwartet ?

Dem ist aber - als Tischlampe u.ae. - aber die Polung von L und N nicht
egal. Bei N an P ist nichts mit touch. Ausserdem fuehren die Stabe auch
noch eine Spannung, die im Prinzip ja potentialfrei und damit egal ist.
Aber jeder Trafo hat eine Kapazitaet... ich hab's noch nicht probiert,
aber ich koennte mir vorstellen, dass das ein Problem sein koennte

Ciao
Stefan!


Klaus Gebauer

unread,
Jan 26, 1999, 3:00:00 AM1/26/99
to
Hi,

Der Dimmer ist vermutlich von Siemens (oder Nachbau).
Heißt bei Siemens SLB 0587.
Näheres unter http://www.siemens.de/semiconductor/index/listprod.htm
Mit dem Vorgänger (S576) hab ich auch schon Lampen gebaut, die man durch
Berühren des Lampenschirms gedimmt hat.
Problem gab's nur, wenn die Stehlampe zu nahe am Heizkörper stand. Dann war
der kapazitive Ableitstrom so groß, daß sie ohne Berührung gedimmt hat. Bei
geringerer Empfindlichkeit war das dann weg, dafür mußte man zum Dimmen dann
eine Hand auf den Heizkörper legen. Habe die Sensorfläche dann drastisch
verkleinert.

Gruß
Klaus


Stefan Huebner schrieb in Nachricht ...

Ulrich Prinz

unread,
Mar 1, 1999, 3:00:00 AM3/1/99
to
wo...@cardware.de wrote:
>
> Max von Zülow <vzu...@t-online.de> wrote:
> MvZl> Soll heissen: wie funktionierts?
>
> Wie ein handelsüblicher Sensordimmer, oder wie die Sensortasten alter
> Fernseher.
>
> Du schließt mit deinem Körper einen schwachen Stromkreis gegen Erde.
>
> Der Dimmer legt eine geringe Spannung gegen Erde auf den Draht. Berührst
> Du ihn, schließt Du einen Stromkreis durch dich, den Fußboden, den Hauserder
> und zurück über den Schutzleiter zum Dimmer. Die Dimmerschaltung erkennt
> den winzigen Strom und reagiert.
>
> Von Siemens und Co gibt es fertige IC für 230V Dimmer, fehlt nur noch Triac
> und ein paar passive Bauteile. Selber bauen ist trotzdem heikel, denn
> das Ding muß den Halogentrafo dimmen können ohne dabei Nachbars Fernseher zu
> stören und Dich beim Anfassen zu grillen...
>
> Du könntest dir aber einen fertigen Sensordimmer im Baumarkt holen. Voraus-
> gesetzt das Ding kann Halogenlampen dimmen, brauchst Du dann nur den Sensor mit
> einer der beiden Spanndrähte zu verbinden.
>
> Also ich weiss nicht wie es anderen geht, mir ist immer ein bisserl mulmig
> bei so Dingern. Was passiert, falls irgendwo ein Bauteil bricht und plötzlich
> 230V auf den Sensortaster losläßt?
>
> Naja, wenn man paranoid ist, heist das nicht, daß SIE nicht hinter einem her
> sind... (-:
>
Also das ist eher unkritisch, da der Dimmer normalerweise auch an 230V
hängt und trotzdem berührt man ihn. Die Vorschriften verlangen
ledigleich zwei xMegOhm Widerstände in Reihe zu Bauteilen die Potential
führen. Wenn man den Dimmer nicht öffnet, sondern lediglich den
12V-Draht aus dem Rinkern an die Kontaktfeder des Dimmer lötet, dann hat
sich an der Potentialführung und deren Sicherheit nichts geändert. Böse
wird es natürlich, wenn man den Dimmer zerlegt um die Schaltung rigendwo
unter zu bringen. Dann sollte man auf eine genaue Verlegung der 12V und
230V Leitungen achten. Da sollte sich jedenfalls nichts zufällig
berühren können.

Die genauen Werte der Widerstände weiß ich nicht mehr, aber in den
Appliaktionsschaltungen von z.B. Siemens sollten die Widerstände
eingezeichnet sein. Es waren entweder 1M oder 10M...

Bis denne dann,

Ulrich.
--
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Ulrich Prinz UPr...@ginko.de
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