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SMD-LED auslöten?

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Frank Müller

unread,
Oct 4, 2023, 6:57:15 AM10/4/23
to
Hallo,

ich habe einige defekte 230V-LED-Lampen, und würde die SMD-LEDs gerne
weiter verwenden. Gibt es eine Möglichkeit diese so von der Platine
herunter zu bekommen ohne daß die LEDs dabei zerstört werden?

Gruß Frank

Gerrit Heitsch

unread,
Oct 4, 2023, 7:24:15 AM10/4/23
to
Nun, man hat sie schliesslich auch aufgelötet ohne daß sie dabei
kaputtgegangen sind. Entlöten sollte also gehen.

Ich würde die Platine (beschichtetes Alu, oder?) von der Rückseite her
mit einem Gasbrenner oder Heissluftgebläse vorsichtig erwärmen und hin
und wieder versuchen die LEDs abzuschütteln.

Das sind aber meist spezielle LEDs mit mehreren, in Reihe geschalteten
Kristallen. Bei Weiterverwendung wirst du also eine höhere Spannung
brauchen.

Gerrit


Thorsten Böttcher

unread,
Oct 4, 2023, 8:05:38 AM10/4/23
to
Am 04.10.2023 um 13:24 schrieb Gerrit Heitsch:
> On 10/4/23 12:56, Frank Müller wrote:
>> Hallo,
>>
>> ich habe einige defekte 230V-LED-Lampen, und würde die SMD-LEDs gerne
>> weiter verwenden. Gibt es eine Möglichkeit diese so von der Platine
>> herunter zu bekommen ohne daß die LEDs dabei zerstört werden?
>
> Nun, man hat sie schliesslich auch aufgelötet ohne daß sie dabei

Man hat dafür sicher auch einen Ofen für SMD-Bestückung zur Verfügung
gehabt.

> kaputtgegangen sind. Entlöten sollte also gehen.

Sicher, wenn man es schafft das Lötzinn an allen Pads zu schmelzen, ohne
die LED zu lange zu heiß zu machen, dann ist das kein Problem.

> Ich würde die Platine (beschichtetes Alu, oder?) von der Rückseite her
> mit einem Gasbrenner oder Heissluftgebläse vorsichtig erwärmen und hin
> und wieder versuchen die LEDs abzuschütteln.

Gasbrenner würde ich nicht nehmen, Heißluftföhn dürfte ok sein. Aber
wenn dann einen wo man die Temperatur einstellen kann.
So eine 2stufige Heißluftpistole wird zu heiß sein.

Wenn die Leds nur 2 Anschlüsse haben, kann man mit 2 Lötkolben arbeiten.
Oder ein Lötkolben mit einer passenden Pinzettenspitze.

Heinz Schmitz

unread,
Oct 4, 2023, 8:39:39 AM10/4/23
to
Die sind doch vermutlich auf die Platine gelötet worden und werden
auch im Betrieb heiß. Sie vertragen also wohl ein gewisses Mass an
Temperatur. Ich würde mir im Baumarkt einen schweren Klemmklotz
für die Platine besorgen, ein kleines Heißluft-Handgebläse (steht
vielleicht sogar drauf "für PCB-Rework"), und eine längere Pinzette.
Dann einfach üben - im Freien.

Grüße,
H.



Manuel Reimer

unread,
Oct 4, 2023, 10:26:51 AM10/4/23
to
Ich stand selber schon vor dem Problem und das ist tatsächlich
schwieriger wie erwartet.

Ich hab erstmal versucht mit zwei Lötstationen und zwei Kolben beide
Anschlüsse gleichzeitig zu erhitzen. Das kann man direkt vergessen. Der
Kunststoff der LEDs schmilzt schon bei sehr geringer Temperatur.

Bei mir waren die LED auf einer Folienplatine. Die war im Leuchtmittel
aufgerollt. Was da dann tatsächlich wunderbar funktioniert hat, war, die
LED mit einer Pinzette zu greifen und von unten mit einer verzinnten,
möglichst großen, Spitze zu erhitzen. Irgendwann hat das Lot dann
aufgegeben und ich hatte die LED auf der Pinzette.

Das geht bei Folienleiter. Bei einer (größeren) alukaschierten Platine
wird das so nicht klappen. Alle LED gleichzeitig auf Löttemperatur
bringen könnte auch wieder zu geschmolzenen LED führen. Wenn ich von so
einer Platine LED runter bekommen wollte, würde ich vermutlich die
Platine selbst nur so zwischen 100 °C und 200 °C heiß machen. Dann
könnte die Variante mit zwei Lötkolben funktionieren.

Allerdings ergibt sich die gleiche Problemstellung beim "wieder
verlöten". Ich hab die einzelne LED ohnehin an "Beinchen" gebraucht und
habe dann (nach zwei zerstörten LED) erfolgreich zwei Drähte dran
bekommen. Dafür habe ich die Drähte zunächst gut verzinnt. Dann
Flussmittel auf die LED und Lötzinn auf die Lötspitze. Die Drähte habe
ich dann auf die Pads der LED vorpositioniert und mit dem Lötkolben dann
nur noch kurz "angetippt".

Gruß

Manuel

Peter Heitzer

unread,
Oct 4, 2023, 10:41:32 AM10/4/23
to
Ich habe recht gute Ergebnisse mit einem umgedrehten Bügeleisen gemacht,
das auf maximale Temperatur eingestellt wird.
Man muss aber recht zügig arbeiten, wenn das Lot flüssig ist, da der
Thermostat gleich zurückregelt.
Das nächste Problem ist aber die Weiterverwendung, da die LEDs nicht
für die Verarbeitung mit Lötkolben vorgesehen sind.
Du könntest die LED auf der Aluplatine belassen und einfach Drähte an
die Leiterbahnen (nach vorsichtigem Abkratzen der Isolierung) löten.

--
Dipl.-Inform(FH) Peter Heitzer, peter....@rz.uni-regensburg.de

Marcel Mueller

unread,
Oct 4, 2023, 10:44:09 AM10/4/23
to
Am 04.10.23 um 12:56 schrieb Frank Müller:
> ich habe einige defekte 230V-LED-Lampen, und würde die SMD-LEDs gerne
> weiter verwenden. Gibt es eine Möglichkeit diese so von der Platine
> herunter zu bekommen ohne daß die LEDs dabei zerstört werden?

Ist kniffelig. Die Biester brechen gerne durch und die Platinen sind
üblicherweise gleichzeitig die Kühlung.
Wenn's auf die Platine nicht ankommt, habe ich einen 120W Lötkolben von
unten an die Platine gedrückt und die LED dann nach einigen Sekunden mit
einer Pinzette gepflückt. Aber mehr als 2/3 haben das auch nicht
überlebt. Genug allerdings, um mit einem defekten LED-Backlight einen
anderen TV zu flicken.

Zudem stehen die Chancen nicht schlecht, dass bei einer defekten
LED-Lampe ohnehin einige der LED-Chips verreckt sind.


Marcel

Peter Heitzer

unread,
Oct 4, 2023, 10:52:36 AM10/4/23
to
Ich habe schon öfters eine defekte LED durch einen Tropfen Lötzinn "ersetzt".
Meistens hält aber so eine Reparatur nicht lange und dann ist eine
der verbliebenen LED defekt.

Helmut Schellong

unread,
Oct 4, 2023, 10:54:01 AM10/4/23
to
Am 04.10.2023 um 16:26 schrieb Manuel Reimer:
> On 04.10.23 12:56, Frank Müller wrote:
>> ich habe einige defekte 230V-LED-Lampen, und würde die SMD-LEDs gerne
>> weiter verwenden. Gibt es eine Möglichkeit diese so von der Platine
>> herunter zu bekommen ohne daß die LEDs dabei zerstört werden?
>
> Ich stand selber schon vor dem Problem und das ist tatsächlich schwieriger wie erwartet.
>
> Ich hab erstmal versucht mit zwei Lötstationen und zwei Kolben beide Anschlüsse gleichzeitig zu
> erhitzen. Das kann man direkt vergessen. Der Kunststoff der LEDs schmilzt schon bei sehr geringer
> Temperatur.
>
> Bei mir waren die LED auf einer Folienplatine. Die war im Leuchtmittel aufgerollt. Was da dann
> tatsächlich wunderbar funktioniert hat, war, die LED mit einer Pinzette zu greifen und von unten
> mit einer verzinnten, möglichst großen, Spitze zu erhitzen. Irgendwann hat das Lot dann aufgegeben
> und ich hatte die LED auf der Pinzette.
>
> Das geht bei Folienleiter. Bei einer (größeren) alukaschierten Platine wird das so nicht klappen.
> Alle LED gleichzeitig auf Löttemperatur bringen könnte auch wieder zu geschmolzenen LED führen.
> Wenn ich von so einer Platine LED runter bekommen wollte, würde ich vermutlich die Platine selbst
> nur so zwischen 100 °C und 200 °C heiß machen. Dann könnte die Variante mit zwei Lötkolben
> funktionieren.

Ja, das ist eine Aufgabe für Profis.
Es gibt ja z.B. Substrate aus Keramik (Aluminiumoxid).
Die werden in der Massenfertigung vorerhitzt, wohl wenigstens auf 80°C.

Ich mache so etwas mit _genau passender_ Entlötlitze und elektronisch geregeltem
Lötkolben mit _genau passender_ Spitze und Vorlauf-Temperatur.

https://magentacloud.de/s/Eg8idByd7BA4EJy
Da ist eine Datei ``loetenM8.jpg´´.


--
Mit freundlichen Grüßen
Helmut Schellong

Manuel Reimer

unread,
Oct 4, 2023, 11:01:45 AM10/4/23
to
On 04.10.23 16:53, Helmut Schellong wrote:
> Ich mache so etwas mit _genau passender_ Entlötlitze und elektronisch
> geregeltem
> Lötkolben mit _genau passender_ Spitze und Vorlauf-Temperatur.
>
> https://magentacloud.de/s/Eg8idByd7BA4EJy
> Da ist eine Datei ``loetenM8.jpg´´.

Kannst du noch ein paar Hintegründe nachliefern wie das Löten der
Schraube auf die Blechscheibe mit LED zusammenhängt?

Ich kann dir sagen wie ich die Schraube da dran gelötet hätte. Ich hab
einen Mini-Gasbrenner den ich extra für "feinere" Lötarbeiten
angeschafft habe, die sehr viel Hitze benötigen. Ich bin mir sicher
damit hätte ich diese Aufgabe locker gelöst. Als Lot hätte ich
bleifreies mit hohem Silberanteil verwendet.

Gruß

Manuel

Helmut Schellong

unread,
Oct 4, 2023, 11:24:43 AM10/4/23
to
Am 04.10.2023 um 17:01 schrieb Manuel Reimer:
> On 04.10.23 16:53, Helmut Schellong wrote:
>> Ich mache so etwas mit _genau passender_ Entlötlitze und elektronisch geregeltem
>> Lötkolben mit _genau passender_ Spitze und Vorlauf-Temperatur.
>>
>> https://magentacloud.de/s/Eg8idByd7BA4EJy
>> Da ist eine Datei ``loetenM8.jpg´´.
>
> Kannst du noch ein paar Hintegründe nachliefern wie das Löten der Schraube auf die Blechscheibe mit
> LED zusammenhängt?

Ja, es kommt entscheidend auf die Arbeitsreihenfolge an.
Das Löten der dicken Schraube demonstriert das sehr gut.

> Ich kann dir sagen wie ich die Schraube da dran gelötet hätte. Ich hab einen Mini-Gasbrenner den
> ich extra für "feinere" Lötarbeiten angeschafft habe, die sehr viel Hitze benötigen. Ich bin mir
> sicher damit hätte ich diese Aufgabe locker gelöst. Als Lot hätte ich bleifreies mit hohem
> Silberanteil verwendet.

Ich hatte die Arbeitsreihenfolge gegenüber der gewöhnlichen geändert.
Das dünne Messingblech wurde partiell poliert.
Dann wurde Löthonig appliziert, danach 1,2s vorverzinnt.
Die dicke Schraube wurde unten sehr fein geschliffen, mit Löthonig
benetzt und bei 430°C 40W verzinnt.
Die dicke Schraube wurde mit einem 150W-Lötkolben erhitzt.
Als deren Oberfläche kochte, wurde das Messingblech gegen die Schraube gedrückt.

Frank Müller

unread,
Oct 4, 2023, 11:33:25 AM10/4/23
to
"Helmut Schellong" schrieb:

> Ich mache so etwas mit _genau passender_ Entlötlitze und elektronisch
> geregeltem
> Lötkolben mit _genau passender_ Spitze und Vorlauf-Temperatur.

Ich glaube mit der Methode kommst du bei den Platinen,
die ich hier habe, nicht weit. Das Alublech saugt sofort die
Wärme ab, und mit Entlötlitze kommt man an die Lötstellen
nicht ran, die befinden sich nur zwischen den Chips und der
Leiterplatte.

Frank

Frank Müller

unread,
Oct 4, 2023, 11:33:26 AM10/4/23
to
"Marcel Mueller" schrieb:

> Zudem stehen die Chancen nicht schlecht, dass bei einer defekten
> LED-Lampe ohnehin einige der LED-Chips verreckt sind.

Eine defekte reicht zu. Die Chips sind alle in einer Reihe
geschaltet...

Frank

Frank Müller

unread,
Oct 4, 2023, 11:34:01 AM10/4/23
to
"Peter Heitzer" schrieb:
> Frank Müller <dw...@hotmail.com> wrote:
>
>>ich habe einige defekte 230V-LED-Lampen, und würde die SMD-LEDs gerne
>>weiter verwenden. Gibt es eine Möglichkeit diese so von der Platine
>>herunter zu bekommen ohne daß die LEDs dabei zerstört werden?
>
> Ich habe recht gute Ergebnisse mit einem umgedrehten Bügeleisen gemacht,
> das auf maximale Temperatur eingestellt wird.

Ich wollte auch schon meine alte Heizplatte nehmen, aber dann
wird doch alles auf einmal warm, bei 28 Chips sind da vielleicht
die letzten schon zu warm geworden.

> Das nächste Problem ist aber die Weiterverwendung, da die LEDs nicht
> für die Verarbeitung mit Lötkolben vorgesehen sind.

Ich weiß nicht wie groß die Kontaktflächen sind, aber irgendwie
würde ich da bestimmt dünne Drähte angelötet bekommen.

> Du könntest die LED auf der Aluplatine belassen und einfach Drähte an
> die Leiterbahnen (nach vorsichtigem Abkratzen der Isolierung) löten.

Das habe ich jetzt gemacht, funktioniert gut, aber ich hätte die LEDs
auch gerne einzeln.

Frank

Frank Müller

unread,
Oct 4, 2023, 11:34:15 AM10/4/23
to
"Gerrit Heitsch" schrieb:
> On 10/4/23 12:56, Frank Müller wrote:

>> ich habe einige defekte 230V-LED-Lampen, und würde die SMD-LEDs gerne
>> weiter verwenden. Gibt es eine Möglichkeit diese so von der Platine
>> herunter zu bekommen ohne daß die LEDs dabei zerstört werden?
>
> Nun, man hat sie schliesslich auch aufgelötet ohne daß sie dabei
> kaputtgegangen sind. Entlöten sollte also gehen.

Im Industriellen ist vieles möglich, was man als Hobbybastler
kaum hinbekommt...

> Ich würde die Platine (beschichtetes Alu, oder?) von der Rückseite her mit
> einem Gasbrenner oder Heissluftgebläse vorsichtig erwärmen und hin und
> wieder versuchen die LEDs abzuschütteln.

Das werde ich mal versuchen. Ich denke eher die Platine
irgendwie festklemmen so daß ich die von unten mit einen
kleinen Brenner erwärmen kann und oben mit der Pinzette
an den Chips ziehen kann.

> Das sind aber meist spezielle LEDs mit mehreren, in Reihe geschalteten
> Kristallen. Bei Weiterverwendung wirst du also eine höhere Spannung
> brauchen.

Soweit ich das ausgetestet haben sind da bei meinen jeweils
drei LEDs in Reihe drin. Auf den Platinen sind davon, je nach
Typ, zwischen 16 und 28 Stück verbaut.

Frank

Volker Bartheld

unread,
Oct 4, 2023, 11:59:38 AM10/4/23
to
Mach doch mal ein Foto von dem Kram und poste den Link. "SMD-LEDs" gibts derer
viele, auch COB-Cluster kann man (natürlich) direkt auf die (welche?) Platine
löten. Vielleicht sind COB inzwischen auch als BGA erhältlich, d. h. mit den
Lötanschlüssen unter dem Chip oder einer fetten Masse, die zwecks Kühlung
vollflächig verlötet werden. Das wird dann anspruchsvoll. Und wenn die "230V-
LED-Lampe" tatsächlich irgendein vergossener Filamentkram oder ein paar hundert
Watt starker Baustrahler ist, macht das durchaus einen Unterschied bei DIY.

Volker

Helmut Schellong

unread,
Oct 4, 2023, 12:27:24 PM10/4/23
to
Ich habe so etwas bereits gemacht.

Bei BallGrid geht das so nicht.
Aber meistens sind Anschlüsse unter einem IC nur am Rand des ICs.
Und dann sauge ich das Zinn zur Seite weg.
Natürlich mit geeigneten Hilfsmitteln.
Auch das Ablösen des Bauteils erledige ich mit geeigneten Hilfsmitteln.

LEDs in einem IC sah ich bisher nur mit zugänglichen Anschluß-Pins.

Wolfgang Martens

unread,
Oct 4, 2023, 4:35:52 PM10/4/23
to
Am Mi.,04.10.23 um 12:56 schrieb Frank Müller:
Für Nennlast müssen die abgelöteten später wieder zur Kühlung irgendwo
aufgelötet werden.
Aber warum umständlich ablöten?
1) Die LEDs aussägen, ein Stück der Aluplatine bleibt als Kühler dran.
2) Man kann auch eine defekte mit einer Zenerdiode brücken.

Marcel Mueller

unread,
Oct 4, 2023, 4:38:06 PM10/4/23
to
Am 04.10.23 um 17:28 schrieb Frank Müller:
Manchmal eine Kombination von parallel und seriell. In diesem Fall
funktioniert der Trick nicht, da dann der komplette Strom durch den
verkürzten Pfad fließt und die LEDs grillt.


Marcel

Peter Heitzer

unread,
Oct 5, 2023, 3:34:38 AM10/5/23
to
Frank Müller <dw...@hotmail.com> wrote:
>"Peter Heitzer" schrieb:
>> Frank Müller <dw...@hotmail.com> wrote:
>>
>>>ich habe einige defekte 230V-LED-Lampen, und würde die SMD-LEDs gerne
>>>weiter verwenden. Gibt es eine Möglichkeit diese so von der Platine
>>>herunter zu bekommen ohne daß die LEDs dabei zerstört werden?
>>
>> Ich habe recht gute Ergebnisse mit einem umgedrehten Bügeleisen gemacht,
>> das auf maximale Temperatur eingestellt wird.

>Ich wollte auch schon meine alte Heizplatte nehmen, aber dann
>wird doch alles auf einmal warm, bei 28 Chips sind da vielleicht
>die letzten schon zu warm geworden.
Wenn man schnell ist geht das schon. Vielleicht einfach die Platine mit
einer Zange nehmen und dann die Zange hart an die Tischkante schlagen, damit
alle Chips auf einmal herunterfallen.

Sieghard Schicktanz

unread,
Oct 5, 2023, 4:13:07 PM10/5/23
to
Hallo Marcel,

Du schriebst am Wed, 4 Oct 2023 22:38:04 +0200:

> > Eine defekte reicht zu. Die Chips sind alle in einer Reihe
> > geschaltet...
>
> Manchmal eine Kombination von parallel und seriell. In diesem Fall
> funktioniert der Trick nicht, da dann der komplette Strom durch den
> verkürzten Pfad fließt und die LEDs grillt.
^^^^^^^^^^
Muß das bei Serien-Parallel-Schaltung nicht "verschmälerten" heißen? Damit
wird die Engstelle zum neuralgischen Punkt und führt zum nächsten Ausfall.

--
(Weitergabe von Adressdaten, Telefonnummern u.ä. ohne Zustimmung
nicht gestattet, ebenso Zusendung von Werbung oder ähnlichem)
-----------------------------------------------------------
Mit freundlichen Grüßen, S. Schicktanz
-----------------------------------------------------------

Peter Heitzer

unread,
Oct 9, 2023, 2:53:50 AM10/9/23
to
Andreas Oehler <andreas...@gmx.de> wrote:
>4 Oct 2023 14:41:29 GMT, Peter Heitzer:

>>Frank Müller <dw...@hotmail.com> wrote:
>>>Hallo,
>>
>>>ich habe einige defekte 230V-LED-Lampen, und würde die SMD-LEDs gerne
>>>weiter verwenden. Gibt es eine Möglichkeit diese so von der Platine
>>>herunter zu bekommen ohne daß die LEDs dabei zerstört werden?
>>
>>>Gruß Frank
>>Ich habe recht gute Ergebnisse mit einem umgedrehten Bügeleisen gemacht,
>>das auf maximale Temperatur eingestellt wird.

>Ich würde dabei aber empfehlen, die Temperatut der Bügelfläche mit einem
>Thermoelement zu überwachen, damit das nicht in schädliche Höhen steigt.
IMO nicht nötig, da die höchste Stufe eben ausreicht, um das Lot zu
schmelzen.

>Problem bei Bügeleisen ist die i.A. seeehr große Hysterese des
>Thermostats.

>Schwierig ist es auch das Bügeleisen stabil "überkopf" einzuspannen, damit
>es nicht umfällt. Ich habe ein kleines Reise-Bügeleisen, das mit
>eingeklapptem Griff realiv satt auf dem Rücken liegt.
Ein Bohrschraubstock tut bei mir gute Dienste.

>>Man muss aber recht zügig arbeiten, wenn das Lot flüssig ist, da der
>>Thermostat gleich zurückregelt.

>Halt mit der Pinzette daneben stehen und die LEDs schnell abpflücken.
Genau so.
>Andreas
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