Ich stand selber schon vor dem Problem und das ist tatsächlich
schwieriger wie erwartet.
Ich hab erstmal versucht mit zwei Lötstationen und zwei Kolben beide
Anschlüsse gleichzeitig zu erhitzen. Das kann man direkt vergessen. Der
Kunststoff der LEDs schmilzt schon bei sehr geringer Temperatur.
Bei mir waren die LED auf einer Folienplatine. Die war im Leuchtmittel
aufgerollt. Was da dann tatsächlich wunderbar funktioniert hat, war, die
LED mit einer Pinzette zu greifen und von unten mit einer verzinnten,
möglichst großen, Spitze zu erhitzen. Irgendwann hat das Lot dann
aufgegeben und ich hatte die LED auf der Pinzette.
Das geht bei Folienleiter. Bei einer (größeren) alukaschierten Platine
wird das so nicht klappen. Alle LED gleichzeitig auf Löttemperatur
bringen könnte auch wieder zu geschmolzenen LED führen. Wenn ich von so
einer Platine LED runter bekommen wollte, würde ich vermutlich die
Platine selbst nur so zwischen 100 °C und 200 °C heiß machen. Dann
könnte die Variante mit zwei Lötkolben funktionieren.
Allerdings ergibt sich die gleiche Problemstellung beim "wieder
verlöten". Ich hab die einzelne LED ohnehin an "Beinchen" gebraucht und
habe dann (nach zwei zerstörten LED) erfolgreich zwei Drähte dran
bekommen. Dafür habe ich die Drähte zunächst gut verzinnt. Dann
Flussmittel auf die LED und Lötzinn auf die Lötspitze. Die Drähte habe
ich dann auf die Pads der LED vorpositioniert und mit dem Lötkolben dann
nur noch kurz "angetippt".
Gruß
Manuel