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Computernetzteil reparieren

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Wolfgang von Hansen

unread,
Aug 31, 1997, 3:00:00 AM8/31/97
to

Moin, Moin!

Heute hat bei mir ein älteres Computernetzteil seinen Geist aufgegeben.
Der Rechner lief zuerst ca. fünf Jahre im normalen Heimbetrieb völlig
fehlerfrei. Nach der Anschaffung eines neueren Rechners stand er ca. vier
Jahre bis auf seltene Ausnahmen ungenutzt herum. Heute wollte ich, um
Platz zu schaffen, die alte Kiste samt ihren Erweiterungen überprüfen
und sie dann per Inserat verkaufen.

Heute vormittag lief der Rechner ca. eine halbe Stunde lang normal. Am
Nachmittag stürzte er dann nach ca. zehn Minuten Betrieb plötzlich ab. Der
Lüfter lief nur noch langsam weiter und die Festplatte klickerte ein wenig.
Zufällig lief ein zweiter Rechner an der selben Leitung. Der hatte keinerlei
Probleme. Ich kann also eine externe Spannungsspitze ausschließen. Durch
Aus- und Einschalten konnte ich das Netzteil wieder zu normalem Leben
erwecken -- allerdings für höchstens zwei Minuten.

Dann habe ich das Problem erst mal isoliert (sprich: das Netzteil
ausgebaut). Innen war es ziemlich stark verstaubt; ich halte das durchaus
für einen Grund des Ausfalls. Eine Säuberung alleine brachte aber keine
Linderung. Verschmorte Bauteile habe ich nicht finden können. Ich weiß zwar
ungefähr was ein Schaltnetzteil ist, bin mir aber nicht sicher ob ich es
auch identifizieren könnte. Bei meinem finde ich einen relativ kleinen
Transformator (ca. 4x5x6 cm^3). Darf ich also annehmen, daß es sich hierbei
_nicht_ um ein Schaltnetzteil handelt? Es ist ein internes Computernetzteil
der Firma Ismet. Seine Leistung beträgt 220 W. Das Herstellungsjahr dürfte
1987 gewesen sein.

Wenn ich es jetzt einschalte läuft der Ventilator langsam mit. Zusätzlich
ist ein regelmäßiges Ticken von einem der vielen Bauteile auf der Platine
mit einer Frequenz von 2-3 Hz zu hören. Einen überspringenden Funken habe
ich jedoch nicht sehen können (sooo dicht wollte ich mit der Nase doch
nicht an 220 V 'ran :-). Am Anschlußkabel für die Festplatte messe ich
anstelle der üblichen +5/+12 V nur +1/+3 V (über die Zuordnung dieser
beiden Spannungen zu den Sollwerten bin ich mir nicht sicher).

Leider besitze ich weder Schaltplan noch allzuviel Ahnung von
komplizierten Netzteilen. Kann mir jemand dabei helfen das
fehlerhafte Bauteil zu erkennen beziehungsweise die Stelle des
tickenden Geräusches zu lokalisieren?


Gruß

Wolfgang

PS: Leider ist mein Newsfeed zur Zeit unzuverlässig. :-( Bitte schickt
daher öffentliche Antworten auch als Kopie an mich. Danke!
--
(_(__)_) Privat: w...@geodesy.inka.de //
~oo~ Uni: vha...@ipf.bau-verm.uni-karlsruhe.de \X/
(..)

Stefan Roeder

unread,
Sep 2, 1997, 3:00:00 AM9/2/97
to

Hallo an alle!

> Wenn ich es jetzt einschalte l=E4uft der Ventilator langsam mit. Zus=E4tz=
lich
> ist ein regelm=E4=DFiges Ticken von einem der vielen Bauteile auf der Pla=
tine
> mit einer Frequenz von 2-3 Hz zu h=F6ren. Einen =FCberspringenden Funken =
habe
> ich jedoch nicht sehen k=F6nnen (sooo dicht wollte ich mit der Nase doch
> nicht an 220 V 'ran :-). Am Anschlu=DFkabel f=FCr die Festplatte messe ic=
h
> anstelle der =FCblichen +5/+12 V nur +1/+3 V (=FCber die Zuordnung dieser


> beiden Spannungen zu den Sollwerten bin ich mir nicht sicher).

Das klingt ganz danach, als ob nicht das Netzteil defekt waere, sondern=20
irgendetwas anderes in diesem Rechner. Das Netzteil versucht aller 1/3=20
(ca.) Sekunden neu zu starten, schaltet aber wegen zu hohem Strom=20
(Kurzschluss!) wieder ab usw...

Ich wuerde nacheinander einmal alle Komponenten im Rechner abklemmen=20
(Achtung: Netzteil nicht im Leerlauf betreiben; mindestens eine=20
Komponente sollte immer angeschlossen bleiben, sonst raucht es wirklich=20
ab!). Irgendwann wird es dann wahrscheinlich hochfahren (das Netzteil;=20
wahrscheinlich nicht der Rechner). Die Spannungen sollten dann auch=20
normal sein. Die zuletzt abgeklemmte Komponente sollte die=20
kurzschlussverursachende sein!

Viel Erfolg!

Viele Gruesse

Stefan Roeder

- - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -
mail: sro...@wifa.uni-leipzig.de | Dipl.-Wirtsch.-Inf. Stefan Roeder=20
voice: ++49 +341 97 33 607 | Universitaet Leipzig
fax: ++49 +341 97 33 612 | Institut fuer Wirtschaftsinformatik=20
| Marschnerstrasse 31, D-04109 Leipzig
- - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -


Thomas Magin

unread,
Sep 2, 1997, 3:00:00 AM9/2/97
to Wolfgang von Hansen

Wolfgang von Hansen wrote:
> =

Moin, moin,

> Probleme. Ich kann also eine externe Spannungsspitze ausschlie=DFen. Du=


rch
> Aus- und Einschalten konnte ich das Netzteil wieder zu normalem Leben

> erwecken -- allerdings f=FCr h=F6chstens zwei Minuten.

aha, vielleicht ein thermisches Problem

> Dann habe ich das Problem erst mal isoliert (sprich: das Netzteil

> ausgebaut). Innen war es ziemlich stark verstaubt; ich halte das durcha=
us
> f=FCr einen Grund des Ausfalls. Eine S=E4uberung alleine brachte aber k=
eine

Die Muehe haette ich mir nicht gemacht, da als Fehlerursache eher
unwahrscheinlich.

> Linderung. Verschmorte Bauteile habe ich nicht finden k=F6nnen. Ich wei=
=DF zwar
> ungef=E4hr was ein Schaltnetzteil ist, bin mir aber nicht sicher ob ich=
es
> auch identifizieren k=F6nnte. Bei meinem finde ich einen relativ kleine=
n
> Transformator (ca. 4x5x6 cm^3). Darf ich also annehmen, da=DF es sich h=
ierbei
> _nicht_ um ein Schaltnetzteil handelt? Es ist ein internes Computernetz=
teil

Aehhh, da verwechselst Du was: Gerade kleine Trafos koennen _nur_ in
Schaltnetzteilen eingesetzt werden. Hat was mit der
Freuquenzabhaengigkeit der Magnetisierung zu tun.

> Wenn ich es jetzt einschalte l=E4uft der Ventilator langsam mit. Zus=E4=
tzlich
> ist ein regelm=E4=DFiges Ticken von einem der vielen Bauteile auf der P=
latine
> mit einer Frequenz von 2-3 Hz zu h=F6ren. Einen =FCberspringenden Funke=
n habe
> ich jedoch nicht sehen k=F6nnen (sooo dicht wollte ich mit der Nase doc=
h
> nicht an 220 V 'ran :-). Am Anschlu=DFkabel f=FCr die Festplatte messe =
ich
> anstelle der =FCblichen +5/+12 V nur +1/+3 V (=FCber die Zuordnung dies=


er
> beiden Spannungen zu den Sollwerten bin ich mir nicht sicher).

Wenn Du das NT in ausgebautem Zustand pruefst, hast Du dann auch die
Ausgaenge (so mit nem Zehntel der Nennleistung) belastet ? Wenn nein,
brauchst Du Dich ueber die Spannungen nicht zu wundern !

Der langsame Luefter passt zu den verminderten Spannungen, scheint also
von Sekundaer betrieben zu werden. Aufgrund der Lebensgeschichte des
Netzteils (Lange Zeit gelaufen, lange Zeit gelagert) hab ich ganz stark
die sekundaerseitigen Ausgangselkos in Verdacht ! Die Teile werden in
einem Schaltnetzteil ob der hohen Frequenz, ziemlich strapaziert.
Gleichzeitig versuchen die Hersteller gerade hier Geld zu sparen in dem
sie Feld, Wald und WiesenElkos nehmen und keine mit niedrigem ESR.

Ist der ESR (zu) hoch, erwaermt sich der Elko waehrend des Betriebs. Bei
Lagerung kann sich sein Verhalten ebenfalls verschlechtern (auch wenn er
dann natuerlich nicht warm wird ;-). Durch das staendige Heizen sinkt
seine Kapazitaet, der Ausgangsripple wird hoeher. Irgendwann bricht das
Teil mal voellig durch. Wenn ausgeschalten kann er sich auch mal wieder
fuer kurze Zeit erholen, daher funktioniert die Kiste vielleicht auch
mal wieder fuer ein paar Minuten.

Zweite Moeglichkeit: Die Ansteuerungstransistoren oder deren Treiber.
Wenn da einer morsch ist, stellt er nach kurzer Zeit (wenn er zu heiss
ist) den Betieb ein.

> =

> Leider besitze ich weder Schaltplan noch allzuviel Ahnung von
> komplizierten Netzteilen. Kann mir jemand dabei helfen das

Hmmm, diese Mitteilung laesst mich Dir dringend davon abraten an dem NT
irgendwas zu probieren. BTW: Hast Du nen Trenntrafo ? Nein ? FINGER WEG
!!! Waehrend die Sache mit den Kos noch halbwegs ungefaehrlich, da
sekundaerseitg ist, liegen die Transistoren primaer, haben also
Netzbezug ! Und daher geb ich Dir heir keine weiteren Tips wie man sich
denen naehert.

Mal abgesehen davon bekommt man ein 200W Computernetzteil fuer ein Appel
und ein Ei in jedem Kistenschieberladen. Der Weg ist allemal
zuverlaessiger als die Reperatur (na gut, wenns nicht gerade die
Sicherung ist).

So long

Thomas
=3D8-)

-- =

**********************************************************
* Thomas Magin FON: ++49-761-4543-489 *
* D-76111 Freiburg email: ma...@hellige.de *
**********************************************************
## All stated above is exclusively my personal opinion ##

Michael Schwingen

unread,
Sep 2, 1997, 3:00:00 AM9/2/97
to

Wolfgang von Hansen <w...@geodesy.inka.de> wrote:
>Probleme. Ich kann also eine externe Spannungsspitze ausschließen. Durch

>Aus- und Einschalten konnte ich das Netzteil wieder zu normalem Leben
>erwecken -- allerdings für höchstens zwei Minuten.

Das koennte an defekten (ausgetrockneten) Elkos liegen -> tauschen.

>Transformator (ca. 4x5x6 cm^3). Darf ich also annehmen, daß es sich hierbei
>_nicht_ um ein Schaltnetzteil handelt? Es ist ein internes Computernetzteil

Nein. 220W aus so einem kleinen Trafo ist konventionell kaum moeglich,
ausserdem habe ich noch kein PC-Netzteil der 200W-Klasse gesehen, das keinen
Schaltregler beinhaltete.

>Wenn ich es jetzt einschalte läuft der Ventilator langsam mit. Zusätzlich
>ist ein regelmäßiges Ticken von einem der vielen Bauteile auf der Platine
>mit einer Frequenz von 2-3 Hz zu hören. Einen überspringenden Funken habe

Schaltnetzteile duerfen (von Ausnahmen abgesehen) nicht ohne Last betrieben
werden - auf Dauer kann es diesen Zustand uebelnehmen. Du brauchst eine
ausreichende Last auf dem +5V-Ausgang - ein altes 286-Board z.B..

>ich jedoch nicht sehen können (sooo dicht wollte ich mit der Nase doch
>nicht an 220 V 'ran :-). Am Anschlußkabel für die Festplatte messe ich

>Leider besitze ich weder Schaltplan noch allzuviel Ahnung von


>komplizierten Netzteilen. Kann mir jemand dabei helfen das

Dann lass' die Finger davon. Mit den Teilen ist nicht zu spassen.

cu
Michael
--
Michael Schwingen, Ahornstrasse 36, 52074 Aachen

Wolfgang von Hansen

unread,
Sep 4, 1997, 3:00:00 AM9/4/97
to

Moin, Moin!

Thomas Magin <ma...@hellige.de> schreibt über `Re: Computernetzteil
reparieren':

> Aufgrund der Lebensgeschichte des
> Netzteils (Lange Zeit gelaufen, lange Zeit gelagert) hab ich ganz stark
> die sekundaerseitigen Ausgangselkos in Verdacht !

Dank dieses Tips kann ich nun die zweite Runde einläuten. Einer der Elkos
(2200 uF, 16V) war tatsächlich im Eimer und ist niederohmig geworden
(ca. 0.1 Ohm). Ich habe ihn also ersetzt. Da ich in seiner Umgebung keine
weiteren offensichtlichen Schäden feststellen konnte war ein Probelauf
angesagt.

Das ursprüngliche tickende Geräusch wurde nun durch ein eher britzelndes
ersetzt und Rauchschwaden stiegen auf. Die Quelle war ein BTB 16.600B,
den ich durch seine Hitzeentwicklung auch ohne Kolben auslöten konnte.

Was ist eigentlich ein BTB 16.600B? Im C*nrad-Katalog habe ich ihn auf
Anhieb nicht finden können. Egal, morgen werde ich einen Elektronikladen
heimsuchen und mal sehen wie teuer die Geschichte wird.

Nun stelle ich mir die Frage nach Ursache und Wirkung. Der BTB ist ein
direkter Nachbar des defekten Elkos. Ist nun der BTB kaputtgegangen und hat
den vielleicht schon angeschlagenen Elko mitgenommen? Der neue hat die
Aktion jedenfalls überlebt. Oder ist der Elko zuerst durchgebrannt und hat
den BTB beschädigt? Könnte der niederohmige Elko den BTB sogar geschützt
haben in dem er ein Potential auf Null gezogen hat? Oder ist ein anderes
Bauteil defekt und schießt seine Nachbarn der Reihe nach ab? Zumindest habe
ich bis jetzt keines finden können.

Mir ist auch der Transformator noch etwas suspekt weil zwei Pingruppen auf
der Sekundärseite untereinander innerhalb des Trafos verbunden scheinen. Wie
kann man da einen Kurzschluß von einer korrekten Verdrahtung unterscheiden?
Hier noch eine kurze Beschreibung des Trafos und speziell seiner
Sekundärseite. Auf dem Plastikrahmen ist die Kennzeichnung PTS49 zu sehen.
Die Zahl der Pins ist 20. Die Pins 11-13 sind auf der Platine untereinander
verbunden. Pin 14 ist nicht angeschlossen. Die Pins 15-18 sind ebenfalls
untereinander verbunden. Die Pins 19 und 20 sind einzeln angeschlossen.
Zwischen den beiden Gruppen messe ich einen Widerstand von 0.0 Ohm, obwohl
sie nach dem Auslöten einiger Bauteile keinen Kontakt untereinander haben
sollten.


Gruß

Wolfgang

Michael Schwingen

unread,
Sep 5, 1997, 3:00:00 AM9/5/97
to

Stefan Wimmer <s...@cellware.de> wrote:
>Hmmm, also ich kenne das tickende Geraeusch als Magnetostriktionseffekt im
>Trafo bei kurzgeschlossenen SNT (Sanftanlauf -> Hochlaufen des Primaerstromes
>bis zur Abschaltschwelle -> Ansprechen der Schutzschaltung -> ZACK!). Ich
>wuerde also erst mal auf der Sekundaerseite nach Kurzschluessen suchen. Das
>koennen z.B. ansprechende Crowbar-Schaltungen oder defekte Kondensatoren sein.

Wobei das mit Crowbar auch daran liegen kann, dass die Ausgangsspannung ohne
Last hochlaeuft. Ich kenne den Effekt mit dem Ticken sowohl von
kurzgeschlossenen als auch von leerlaufenden SNT.

Michael Schwingen

unread,
Sep 5, 1997, 3:00:00 AM9/5/97
to

Wolfgang von Hansen <w...@geodesy.inka.de> wrote:
>

>Trotzdem vermisse ich einen offensichtlichen Schaltregler. Vor einiger

Reicht Dir ein 3524 PWM-Controller nicht?

>(oder sind das Übertrager?) und etliche Kondensatoren 2200uF/16V auf. Was
>mich etwas erstaunt ist das Fehlen der Positivspannungsregler 7805 und 7812.

Dafuer ist es ja ein Schaltregler. Die 7905/7912 sind nur fuer die negativen
Hilfsspannungen, da lohnt kein getrennter Schaltregler. +5V und +12V wegen
wegen dem Wirkungsgrad nicht linear geregelt.

>Was den Schaltplan angeht, so glaube ich nicht, daß einer öffentlich
>verfügbar ist. Das Netzteil macht so einen Ex-und-Hopp-Eindruck. Es ist

Bei irgendwelchen Taiwan-PC-SNT: kaum. Das Datenblatt des Regler-ICs sollte
aber aehnliche Beispielschaltungen enthalten.

>Das ist zwar eine gute Idee, ich glaube aber nicht, daß es in meinem Fall
>sinnvoll ist. Der Rechner zum Netzteil ist ein alter Amiga 2000 und das
>Netzteil scheint eine Spezialanfertigung dafür zu sein. So wird nach dem
>Schaltplan des Rechners zwischen +5V und +5V_USER, welche das Netzteil
>separat zur Verfügung stellt, unterschieden (der Widerstand zwischen beiden
>Leitungen beträgt 4k5). Weiter gibt es eine TICK-Leitung, die an einen
>Portbaustein 8520 weitergeleitet wird. Das ist vermutlich der 50Hz-Takt der
>Netzfrequenz zur Steuerung einer Uhr.

Ich erinnere mich, dass bei uns im Club schon PC-Netzteilplatinen in so ein
Amiga-2000-Netzteilgehaeuse eingebaut wurden. Die +5V_User sollten ja kein
Problem sein, und das 50Hz-Signal kann man auch anderweitig erzeugen.

>Die Netzteile in den Läden werden alle für PCs angeboten und ich bin mir
>nicht sicher ob die überhaupt geeignet sind. Im Zweifelsfall müßte ich ein

Sicher - +5V und +12V bei reichlich Power, und die anderen Hilfsspannungen
sind auch da.

>Du hast Dich gar nicht über das tickende Geräusch ausgelassen. Ich finde
>das ist ein wichtiger Hinweis auf den Fehler.

Solange Du Dich nicht aeusserst, ob das auch passiert, wenn eine
ausreichende Last am Ausgang haengt (>10% Nennlast auf +5V und +12V), kann
man wenig dazu sagen.

Thomas Lankers

unread,
Sep 6, 1997, 3:00:00 AM9/6/97
to

ste...@maciej.muc.de, Re: Computernetzteil reparieren, 04.09.97

> > Was ist ESR und woran erkennt man den Wert? Der häufigste
[...]
> Gute Frage: Was heisst ESR eigentlich ausgeschrieben ? Was es ist weiss
> ich, aber nicht, was es heisst ;-)

Effective Series Resistance.

Budweiser *Von wem werden sie wohl diese glänzende Idee haben ?*

Martin Freiberg

unread,
Sep 6, 1997, 3:00:00 AM9/6/97
to

"Wolfgang von Hansen" <w...@geodesy.inka.de> writes:
> Thomas Magin <ma...@hellige.de> schreibt über `Re: Computernetzteil
> > Wolfgang von Hansen wrote:

> es auch wieder stärker in Erwägung. Zuerst ist es mir nicht aufgefallen,
> aber wenn der einzige (erkennbare) Brückengleichrichter auf der Primärseite
> des Trafos liegt ist das ja schon etwas unorthodox. :-)

Aber noetig da die Schaltnetzteile Gleichspannung benoetigen.

> Trotzdem vermisse ich einen offensichtlichen Schaltregler. Vor einiger

> Zeit habe ich selbigen im Netzteil meines Monitors (NEC MultySnc II)
> nebst einigen durchgebrannten Kleinteilen austauschen müssen. Das war
> ein ca. 28-poliger Klotz der im Laden, wenn man ihn überhaupt bekommt,
> 30-75 DM kostet. Ich kann mich an keinen Trafo in dem Netzteil erinnern.

Das ist meistens so ein grosser Plastikklotz in dem dieser eingegossen
ist. Ist auch das einzige Bauteil das mehrere dicke Beine auf der
Netz- wie auch auf der netzgetrennten Seite hat.

> Auf der Primärseite fällt ein BUV 48 A wegen des großen Kühlkörpers sofort

Der Schalttransistor. Der ist in Ordnung, denn sonst wuerdest Du
kein ticken mehr hoehren.

> ins Auge. Dann gibt es noch einen BD 233 sowie drei weitere Transistoren im
> TO92-Gehäuse. Schließlich findet sich noch ein SG 3524 BN im DIL-Gehäuse.

Sind IMHO auch in Ordnung.

> Der Übergang auf die Sekundärseite geht über den Trafo sowie zwei CNY 17-1Z
> welche einmal die Pins 1-3 und einmal 4-6 auf der Primärseite haben.

Einmal fuer den Regelkreis. ueber den erfolgt die Rueckmeldung ob
die Ausgangsspannung (gemessen wird normalerweise die +5V) passt,
zu niedrig oder zu hoch ist.
Ueber den zweiten duerfte Netz-Unterspannung gemeldet werden um die
Power_good Leitung mit zu steuern.

> Auf der Sekundärseite sind an einem Kühlkörper zwei Spannungsregler 7905
> und 7912, ein BDX 54 A, ein ?SC 4 M (der erste Buchstabe ist verdeckt)

-12V und -5 Volt, da reicht der niedere Strom locker aus. Die anderen
beiden duerften die Gleichrichterdioden fuer +5V und +12V sein.

> Weiter fällt die Sekundärseite durch Leistungswiderstände, Entstördrosseln


> (oder sind das Übertrager?) und etliche Kondensatoren 2200uF/16V auf. Was
> mich etwas erstaunt ist das Fehlen der Positivspannungsregler 7805 und 7812.

Wozu auch? Das Schaltnetzteil wird so gesteuert das nach der Gleichrichtung
(durch die beiden Dioden am Kuehlblech) exakt +5V und ca.+12V anliegen.

> Du hast Dich gar nicht über das tickende Geräusch ausgelassen. Ich finde
> das ist ein wichtiger Hinweis auf den Fehler.

Stimmt. Das heisst das das Netzteil immer wieder versucht zu starten
aber aus irgend einem Grund immer wieder abschaltet. Messe doch mal
nach ob Du am Ausgang von +5V und +12V einen Kurzschluss gegen Masse
hast. Wenn nicht, so muessten auf der Sekundaerseite noch ein oder
zwei kleine Dioden zu finden sein die fuer die negativen Spannungen
zustaendig sind (Eine Seite ist mit dem Trafo verbunden).
Lass dich beim Messen mit dem Messgeraet nicht verwirren, bis die
Kondensatoren aufgeladen sind wird anfangs beim Messen ein Kurz-
schluss angezeigt der mehr und mehr verschwindet ausser es ist
tatsaechlich ein Kurzschluss vorhanden.
Wenn OK, dann sind auf der Netzseite ein paar kleine (Baugroesse)
Kondensatoren im Bereich von 10-100 uF von denen dann dann einer
oder mehrere Kapazitaetsverlust infolge Austrocknung haben.
Am besten gleich alle auswechseln da sie eh nur Pfennigartikel
sind. Die Grossen sind nur fuer die Siebung der Netzspannung
zustaendig. Die sind IMHO auch OK, aber trotzdem ueberpruefen
wenn die oben genannten Sachen in Ordnung sind.

Ach ja, das Klicken entsteht durch den Trafo beim Abschalten durch
die Elektronik und ist, solange der Fehler noch nicht gefunden ist
ein positives Zeichen das das NT nicht voellig Schrott ist. :-)

Martin

PS: Ich tippe auf die kleinen Kondensatoren auf der Netzseite.


--
()_() Martin Freiberg | Eine Priese WAHRSCHEINLICHKEIT
( O O ) 87659 Hopferau | wiegt genausoviel wie ein Pfund
|\_/| | VIELLEICHT.
\w/ Wer...@wwho.augusta.de | James Thurber

Wolfgang von Hansen

unread,
Sep 8, 1997, 3:00:00 AM9/8/97
to

Moin, Moin!

Es ist vollbracht -- das Netzteil läuft wieder. :-) Daher mein Dank an
alle, die durch ihre Antworten dazu beigetragen haben, daß ich den Fehler
finden konnte. Hier, gewissermaßen als Auflösung des Problems, eine kurze
Zusammenfassung.

Die Fehlerursache war ein defekter Kondensator auf der Sekundärseite des
Schaltnetzteils der niederohmig geworden war. Das hat mir einmal mehr
bestätigt, daß es oftmals die kleinen Dinge sind, deren Ausfall ein Gerät
unbrauchbar macht. Der Versuch einer Reparatur lohnt sich also doch -- man
muß den Defekt nur finden.

Bei einem Probelauf ist mir dann ein Triac abgeraucht. Aus Unwissenheit
hatte ich das Netzteil im Leerlauf eingeschaltet. Ich habe das in die
sprichwörtliche Sparte `Lehrgeld' (3,50 DM) eingestuft. Trotzdem ist mir
nicht klar warum ein unbelastetes Schaltnetzteil durchbrennt und ein
belastetes nicht.

Thomas Magin

unread,
Sep 8, 1997, 3:00:00 AM9/8/97
to Michael Schwingen

Michael Schwingen wrote:
> =


Moin,

> >Transformator (ca. 4x5x6 cm^3). Darf ich also annehmen, da=DF es sich =
hierbei
> >_nicht_ um ein Schaltnetzteil handelt? Es ist ein internes Computernet=
zteil
> =

> Nein. 220W aus so einem kleinen Trafo ist konventionell kaum moeglich,

> ausserdem habe ich noch kein PC-Netzteil der 200W-Klasse gesehen, das k=
einen
> Schaltregler beinhaltete.

natuerlich ist das moeglich ! Die Frequenz muss nur hoch genug sein. Ich
hab hier nen Trafo vor mir liegen, 2,3 x 3,8 x 3,8 cm^3. Macht 200W und
ist nur deswegen so gross, da er eine Spannung von 5kV erzeugt und dazu
eine Isolationsspannung von 12kV hat. Sonst waere er viel putziger. Das
Teil laeuft uebrigens bei 100kHz.

So long

Thomas
=3D8-)


-- =

## remove "nospam." in addressheader !!! ##

Stefan Wimmer

unread,
Sep 10, 1997, 3:00:00 AM9/10/97
to

In article <341235a...@wwho.augusta.de>, wer...@wwho.augusta.de (Martin Freiberg) wrote:
>"Wolfgang von Hansen" <w...@geodesy.inka.de> writes:
>> es auch wieder stärker in Erwägung. Zuerst ist es mir nicht aufgefallen,
>> aber wenn der einzige (erkennbare) Brückengleichrichter auf der Primärseite
>> des Trafos liegt ist das ja schon etwas unorthodox. :-)
>
>Aber noetig da die Schaltnetzteile Gleichspannung benoetigen.

Ja! - im Gegensatz zu den primaerseitigen Sieb-Elkos. Die "elektronischen
Halogentrafos" funktionieren z.B. ohne die. Man erhaelt dann halt sekundaer
eine ~20kHz Wechselspannung, die mit 50Hz Amplitudenmoduliert ist.

--
Stefan Wimmer Cellware Broadband
Email s...@cellware.de Rudower Chaussee 5
WWW http://www.cellware.de/ 12489 Berlin, Germany

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http://www.geocities.com/CapeCanaveral/6368/
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Dirk Farin

unread,
Sep 10, 1997, 3:00:00 AM9/10/97
to

On Wed, 03 Sep 1997 12:27:33 +0200, "Wolfgang von Hansen" <w...@geodesy.inka.de> wrote:

>sinnvoll ist. Der Rechner zum Netzteil ist ein alter Amiga 2000 und das
>Netzteil scheint eine Spezialanfertigung dafür zu sein. So wird nach dem
>Schaltplan des Rechners zwischen +5V und +5V_USER, welche das Netzteil
>separat zur Verfügung stellt, unterschieden (der Widerstand zwischen beiden
>Leitungen beträgt 4k5). Weiter gibt es eine TICK-Leitung, die an einen
>Portbaustein 8520 weitergeleitet wird. Das ist vermutlich der 50Hz-Takt der
>Netzfrequenz zur Steuerung einer Uhr.

Auch mein Netzteil meines alten Amiga2000 will nicht mehr. Ich habe es
damals zur Reparatur gegeben, habe es aber nie wieder zurueckbekommen.

Testweise habe ich den Computer damals an ein einfaches Labornetzteil
gehaengt. 5V und 5V-User einfach zusammengelegt und das TICK-Signal
weggelassen. Der Computer hat prima funktioniert. Das TICK-Signal scheint
fuer den Computer nicht lebenswichtig zu sein und ausserdem laesst sich
das TICK-Signal auch ganz einfach von Hand erzeugen. Schau mal ins
Amiga-Repair-FAQ, da steht genau wie. Adresse habe ich gerade nicht.

Bei neueren A2000 scheint es auch einen Jumper zu geben, dass der
Computer das TICK Signal selbst erzeugt. Zu finden im Schaltplan
hinten in der Anleitung.

Gruss,
Dirk Farin

Thomas Lankers

unread,
Sep 10, 1997, 3:00:00 AM9/10/97
to

rinc...@a-tuin.dascon.de, Re: Computernetzteil reparieren, 02.09.97

[...]

> >Leider besitze ich weder Schaltplan noch allzuviel Ahnung von
> >komplizierten Netzteilen. Kann mir jemand dabei helfen das
>
> Dann lass' die Finger davon. Mit den Teilen ist nicht zu spassen.

Außerdem sind die Herzstuecke in der Regel selektiert, d.h. sie
funktionieren nur in der Kombination, wie sie eingesetzt und vermessen
wurden. Ein simples Austauschen eines funktionstuechtigen Transistors
gegen einen anderen funktionstuechtigen Transistor in einem Schaltnetzteil
kann zu ungeahnten Problemen fuehren... :-/

Stefan Huebner

unread,
Sep 10, 1997, 3:00:00 AM9/10/97
to

> > Nein. 220W aus so einem kleinen Trafo ist konventionell kaum moeglich,
> > ausserdem habe ich noch kein PC-Netzteil der 200W-Klasse gesehen, das k=
> einen
> > Schaltregler beinhaltete.
>
> natuerlich ist das moeglich ! Die Frequenz muss nur hoch genug sein. Ich
> hab hier nen Trafo vor mir liegen, 2,3 x 3,8 x 3,8 cm^3. Macht 200W und
> ist nur deswegen so gross, da er eine Spannung von 5kV erzeugt und dazu
> eine Isolationsspannung von 12kV hat. Sonst waere er viel putziger. Das
> Teil laeuft uebrigens bei 100kHz.

Inzwischen sollte es sich eigentlich auch zu Dir rumgesprochen haben,
dass die Netzfrequenz hierzulande 50 Hz betraegt. Dass mit einem
konventiellen Netzteil demnach ein 50Hz-Trafo, Gleichrichter, Siebung
und evtl. Stabilisierung gemeint sind, ebenfalls.

Ciaoi
Stefan!

Eduard Bruchholz

unread,
Sep 11, 1997, 3:00:00 AM9/11/97
to

Hallo Thomas,

TM> > Nein. 220W aus so einem kleinen Trafo ist konventionell kaum moeglich,
TM> > ausserdem habe ich noch kein PC-Netzteil der 200W-Klasse gesehen, das
TM> > keinen Schaltregler beinhaltete.
TM>
TM> natuerlich ist das moeglich ! Die Frequenz muss nur hoch genug sein. Ich
TM> hab hier nen Trafo vor mir liegen, 2,3 x 3,8 x 3,8 cm^3. Macht 200W und
TM> ist nur deswegen so gross, da er eine Spannung von 5kV erzeugt und dazu
TM> eine Isolationsspannung von 12kV hat. Sonst waere er viel putziger. Das
TM> Teil laeuft uebrigens bei 100kHz.

und die bekommst Du ganz konventionell aus der Steckdose und erzeugst sie
nicht mit Transistorschaltern (oae.)... :-)


Gruss von Eddi


--
|Fidonet: Eduard Bruchholz 2:2411/801.87

Andreas Bockelmann

unread,
Sep 11, 1997, 3:00:00 AM9/11/97
to

Dortmund, der 11.09.97. Zu folgendem muß ich meinen Senf dazu tun:

Datum: 08.09.97
Betreff: Re: Computernetzteil reparieren
Absender: ma...@nospam.hellige.de


m> > Nein. 220W aus so einem kleinen Trafo ist konventionell kaum moeglich,
m> > ausserdem habe ich noch kein PC-Netzteil der 200W-Klasse gesehen, das k
m> einen
m> > Schaltregler beinhaltete.
m>
m> natuerlich ist das moeglich ! Die Frequenz muss nur hoch genug sein.

Blödsinn, in erster Linie muß der magnetische Flußwechsel besonders
schnell sein. Was meinst Du denn, wie ein primärgetaktes Schaltnetzteil
arbeitet?

Mit freundlichen Gruessen, Andreas Bockelmann
_
(_) |\| |/ \/
/ /\ @ TSH.channel.de V+49-172-2359394

Wolfgang von Hansen

unread,
Sep 11, 1997, 3:00:00 AM9/11/97
to

Moin, Moin!

Dirk Farin <far...@trick.informatik.uni-stuttgart.de> schreibt über `Re:
Computernetzteil reparieren':

> Auch mein Netzteil meines alten Amiga2000 will nicht mehr. Ich habe es


> damals zur Reparatur gegeben, habe es aber nie wieder zurueckbekommen.

Was ist denn das für eine Reparatur?

> Bei neueren A2000 scheint es auch einen Jumper zu geben, dass der
> Computer das TICK Signal selbst erzeugt. Zu finden im Schaltplan
> hinten in der Anleitung.

Meiner ist eher alt. Das ist wohl die erste B-Platine (Rev 4) gewesen. In
der Anleitung ist noch die A-Platine abgedruckt. :-) Zum Glück konnte ich
das Netzteil wieder beleben.

Thomas Magin

unread,
Sep 12, 1997, 3:00:00 AM9/12/97
to Eduard Bruchholz

???????

Thomas
=8-)


--

Stephan A. Maciej

unread,
Sep 12, 1997, 3:00:00 AM9/12/97
to

On 12 Sep 97 (21:32), on...@tsh.channel.de wrote:
m>> natuerlich ist das moeglich ! Die Frequenz muss nur hoch genug sein.

> Bl=F6dsinn, in erster Linie mu=DF der magnetische Flu=DFwechsel besonders
> schnell sein.

Hmmm, eine hohe Frequenz an Spule genuegend kleiner Induktivitaet
erzeugt wegen des Stromflusses Deine gewuenschten Flusswechsel. Oder wie
- ausser ueber die bereits oben erwaehnte 'hohe Frequenz' - willst Du
magnetische Flusswechsel erzeugen ? Spule drehbar gelagert im
Magnetfeld, angetrieben von einem Motor ?!? Jetzt weiss ich, was das
sich drehende Teil in meinem Computernetzteil ist... !

--
Stephan A. Maciej, step...@muc.de, http://www.muc.de/~stephanm/
Stardreck - der Muell, der von den Sternen kam...

Martin Freiberg

unread,
Sep 13, 1997, 3:00:00 AM9/13/97
to

"Wolfgang von Hansen" <w...@geodesy.inka.de> writes:

> sprichwörtliche Sparte `Lehrgeld' (3,50 DM) eingestuft. Trotzdem ist mir
> nicht klar warum ein unbelastetes Schaltnetzteil durchbrennt und ein
> belastetes nicht.

Um es mal ganz einfach zu erklaeren.
Bei einem Schaltnetzteil wird waehrend eines "Arbeitszykluses"
andauernd Energie in den Kern des Wandlertrafos geladen. Diese
wird dann waehrend der "Ruhephase" auf der Sekundaerseite abge-
geben und ueber die Dioden in die Kondensatoren geladen. Fehlt
nun eine Last, so ist es als wenn Du immerzu etwas in ein Gefaess
schuettest. Irgendwann laeuft es ueber. Bei deinem SNT ist wohl
durch die sekundaerseitigen Schaltungen eine minimale Last vor-
handen, aber diese ist zu gering. Beim SNT steigt durch die
immerwaehrende Uebertragung die Ausgangsspannung ueber den normalen
Wert (quasi den Fuellzustand) an wenn diese nicht verbraucht wird
und dann macht es mal Bumm.
Waehre sekundaerseitig nicht mal diese minimale Belastung durch die
Regelelektronik vorhanden, dann wuerde der Kern des Trafos auch
irgendwann in die Saettigung getrieben wodurch dann die Primaere
Spule des Trafos auch nur noch einen Kurzschluss darstellt. Dann
macht es auf der Netzseite Bumm.
Da in deinem SNT Ausgangsseitig eine Schutzschaltung eingebaut ist,
die ein unkontrolliertes ansteigen der Ausgangsspannung im Normal-
betrieb verhindern soll, hat diese kurzerhand einen Ausgang ueber
den Triac kurzgeschlossen. Dass der zum dampfen angefangen hat,
laesst mich vermuten das dieser auch schon eine Macke hatte.

Martin


--
Ein Tourist ist ein Mensch, der auf | ()_() Martin Freiberg
Reisen geht, um mal was anderes zu | ( O O )
sehen und sich dann beklagt, | |\_/|
dass alles so anders ist. | \w/ Wer...@wwho.augusta.de

Axel Schwenke

unread,
Sep 16, 1997, 3:00:00 AM9/16/97
to

In Artikel <341b5eb...@wwho.augusta.de>,
schrieb wer...@wwho.augusta.de (Martin Freiberg):
MF>"Wolfgang von Hansen" <w...@geodesy.inka.de> writes:
MF>
MF>> sprichwörtliche Sparte `Lehrgeld' (3,50 DM) eingestuft. Trotzdem ist mir
MF>> nicht klar warum ein unbelastetes Schaltnetzteil durchbrennt und ein
MF>> belastetes nicht.
MF>
MF>Um es mal ganz einfach zu erklaeren.
[ längere Erklärung gelöscht ]
MF>Martin

Stimmt _so_ nur für Sperrwandler. Computernetzteile sind aber
wegen der höheren Leistung praktisch immer Durchflußwandler
(Arbeitsphase stimmt primär- und sekundärseitig überein).
Auch hier sorgt die im Wandler gespeicherte und nicht abgerufene
Energie aber für Zerstörung - üblicherweise der Primärseite des
Schaltnetzteils. Allgemein sind Sperrwandler aber empfindlicher.

AxEL
--
|-----------------------------------------------------------------------|
| Dipl-Math. Axel Schwenke, HTW Mittweida ............ schw...@htwm.de |
| visit my LinuX site ................ http://datamill.mpi.htwm.de:4711 |
|____________ In A World Without Fences Who Needs Gates? _____________|


Wolfgang von Hansen

unread,
Sep 16, 1997, 3:00:00 AM9/16/97
to

Moin, Moin!

Martin Freiberg <wer...@wwho.augusta.de> schreibt über `Re: Danke (was:
Computernetzteil reparieren)':

> Da in deinem SNT Ausgangsseitig eine Schutzschaltung eingebaut ist,
> die ein unkontrolliertes ansteigen der Ausgangsspannung im Normal-
> betrieb verhindern soll, hat diese kurzerhand einen Ausgang ueber
> den Triac kurzgeschlossen. Dass der zum dampfen angefangen hat,
> laesst mich vermuten das dieser auch schon eine Macke hatte.

Ich habe noch mal darüber nachgedacht. Der Triac war für 600V/16A ausgelegt.
Er hat zwar keinen Kühlkörper, sollte aber doch einiges aushalten, oder?
Möglicherweise war es ja nur das Flußmittel, welches geraucht hatte.
Immerhin reichte die Wärmeentwicklung ja für ein Schmelzen des Lötzinns
aus. Wenn ich ihn mir jetzt anschaue, dann sieht man dem Plastikgehäuse
nichts an. Lediglich die Metallplatte ist grüngrau verfärbt. Das war wohl
der Dreck der Jahre, der da jetzt festgebrannt ist.

Egal -- der neue Triac ist schon gekauft und eingebaut. Der alte fliegt
demnächst in den Müll, auch wenn er nicht defekt ist.

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