horst-d.winzler wrote:
> Am 30.03.2012 18:34, schrieb Joerg:
>> Peter Thoms wrote:
>>> Am 29.03.2012 23:24, schrieb Joerg:
>
>>>>
>>>> Sicher dass da nicht noch was anderes war? Selbst wenn die Anoden bis
>>>> Richtung Weissglut gehen, so wahnsinnig viel Strom packen die schon
>>>> wegen der begrenzten Kathodenoberflaechen nicht. Ok, bei meiner
>>>> KW-Endstufe konnte ich auch den 16A Automaten fliegen lassen aber die
>>>> hatte von Natur aus schon die Faehigkeit ueber 2kW vom Netz
>>>> aufzunehmen.
>>> Tja,
>
> Hast du mal den Eingang "impedanzrichtig" abgeschlossen und dann
> geschaut, was die Endstufe so macht?
So hatte ich meine dicke PA mal durchgemessen. Vorn aus dem Tracking
Generator eines (betagten ) Spektrumanalysators rein, hinten mit 100:1
HF-Teiler gemessen. Sie benahm sich so wie sonst auch, gesittet.
> BTW bei Null-Volt-Röhren ändert sich die Impedanz des nicht abgestimmten
> Katodenkreises je nach Abstimmung des Anodenkreises etwas.
>
Einige der erwachsenen und damit betuchteren Funkamateure hatte
Kathodenkreise. Aber mir waren die Flocken ausgegangen und fuer einen
weiteren dicken Luft-Drehko hat es akut nicht gereicht. Ausserdem sah
ich nicht ein da was reinzubauen wo der Steuersender doch schon ein
Pi-Filter hatte. Mit Pre-Selector waren das damit fuenf Knoeppscher zum
Einstellen, ich fand dass das reicht.
> Problem bei nicht abgestimmten Katodenkreis fließt der gesamte
> HF-Anodenstrom über die Seele des speisenden Koaxkabels in den
> Steuersender und von dort über den Mantel zurück in die Endstufen. Das
> kann zu Instabilitäten führen.
>
Wir hatten das oft durch einen Ferrit geschickt der die Mantelwelle
grossenteils sperrte. Die kosteten schon damals (70er Jahre) sehr wenig
Geld. Ich hatte das spaeter sogar am Ausgang gemacht nach einem Ergebnis
der schauerlichen Art. Irgendwann schmerzte mein rechter Arm und wollte
gar nicht mehr aufhoeren, war irgendwie von "innen" heiss geworden. Dann
merkte ich dass ich den Arm die ganze Zeit in Laengsrichtung auf dem
Koax abgelegt hatte. Da wurde mir erstmal ganz anders.
> Schade das sich der Gitterstrom nicht messen läßt.
>
Ja, der Gitterstrom. Der hatte damals bei uns schon den Status des
Gaspedals eines Opel Manta :-)
>> Als alleinige "Arbeitslast" in der Anode sind die natuerlich nicht
>> gedacht.
>
> Die Anodendrosseln müssen unbedingt gedämpft werden. Es könnte sonst
> passieren das die Röhre zu Instabilitäten neigt.
>
Du meinst die UKW-Fallen? Klar, die muessen Widerstaende drin oder
unmittelbar daneben haben. Anodendrossel nennt man eher die dicke
Drossel in der Versorgung.
>>
>>> Bestimmt ist da etwas Anderes faul, aber irgendwie muß ich die Röhren so
>>> hinbekommen, um sie erst einmal ins Gettern zu bekommen.
>>> Es kann sein, daß sie durch etwas Luft impulsartigen Anodenstrom
>>> erzeugt, der dann an den langen Drähten mistige Spannungspulse im
>>> 100MHz-bereich hoch treibt.
>>>
>>
>> Gettern? Hoffenlich ist von dem Bariummaterial noch nichts weiss
>> geworden, dann koennte man die Roehren vergessen.
>>
>
> So, die 3-500Z hat also ein Getter. Erstaunt mich.
>
M.W. ist das Getter Material bei denen auf der Anode. Ich hatte selbst
nie welche davon, zu teuer. Bei mir waren es urgermanische QB5/1750 vom
Flohmarkt in Dortmund, vermutlich muss man die ab und zum mal Richtung
dunkelrot bringen.