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Messung von Fermeldekabel

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jochen may

unread,
Sep 9, 2013, 12:12:12 PM9/9/13
to
Hallo zusammen,

da es nebenan mit dem Bereich Mittelspannungstechnik recht gut funktioniert
hat, dachte ich mir, ich probiere es hier mal mit etwas feinfühligerem :-)

Ich würde mich gerne etwas in die Thematik Fehlersuche und Messung von
Fernmeldekabel reinlesen. Mich interessiert vor allem:
- was gibt es für verschiedene Messmethoden
- was ist die typische vorgehensweise bei der Messung eines Kabels
- was sind typische Messungen an Fernmeldekabel (Mantelfehler, Erdschluss,
.... was gibt es da sonst noch alles?)

Es handelt sich größtenteils um Kabel vom Typ A-2Y(L)2Y. Beschaltet werden
die Kabel mit allem möglichen Signalen. Kabellänge ist zwischen 50m bis zu
8km.

Eine Suche im Internet war nicht wirklich erfolgreich. Die meisten Sachen
was man findet, beziehen sich entweder auf LAN oder analoges Telefon.
Irgendwo habe ich noch ein Handbuch von der Post gefunden, in dem zumindest
ein paar Sachen erklärt sind. Allerdings ist dies aus den späten 1960er und
leider nicht vollständig...

Hat hier jemand ein paar Tips bzw. Empfehlungen für ein paar Bücher über
oben genanntes Themengebiet? Vielleicht auch eine Empfehlung mit was für
einem Messgerät man das alles erschlagen kann?

Danke + Gruß
Jochen

Rafael Deliano

unread,
Sep 9, 2013, 1:35:23 PM9/9/13
to

> in die Thematik Fehlersuche und Messung von Fernmeldekabel reinlesen.
> Kabellänge ... bis zu 8km.

Wäre für Ortsnetz üppig, da funktioniert wohl hierzulande kein Telefon
mehr. Wäre wohl bei 3-4km Schluß.

> - was gibt es für verschiedene Messmethoden
> Bücher über ... Themengebiet?

Lotz "Kabelanlagen der Nachrichtentechnik" Eisenbahn Fachverlag 1987
Die haben zur Fehlerortung Murray und Varley. Etwa 10 seiten
kann ich bei Bedarf scannen

Artbauer "Kabel und Leitungen" Berliner Union Stuttgart /
VEB Technik 1961
Fehlerortung Murray und Varley... Etwa 10 Seiten
kann ich bei Bedarf scannen

Schubert "Communication Kabels and Transmission Systems" Siemens 1985
3. Edition
"Nachrichtenkabel und Übertragungssysteme"
http://www.abebooks.de/Nachrichtenkabel-%C3%9Cbertragungssysteme-Schubert-Werner-Siemens-AG/1288985038/bd
Behandelt Fehlersuche nicht, ist aber gute Einführung in
solche Kabel.

Eigentlich müsste auch TDR gängiger geworden sein.

> Vielleicht auch eine Empfehlung mit was für
> einem Messgerät man das alles erschlagen kann?

Ich bin kein Anwender, kann also nichts empfehlen.
Würde mir bei exotischem Gerät immer die Frage stellen:
kaufen oder bauen ?

MfG JRD

Rafael Deliano

unread,
Sep 9, 2013, 2:02:04 PM9/9/13
to
> Eigentlich müsste auch TDR gängiger geworden sein.

Ist zwar für Verkabelung in Flugzeugen:
http://www.embeddedFORTH.de/temp/wire.pdf
aber ausser TDR gäbs da auch SWR
( standing wave reflectometry )
und FDR ( frequency domain reflectometry ).
Beide basierend aus Sinussignalen.

> kaufen oder bauen ?

Impedanzmessung mit Sinus bis 100kHz für Löter
ist inzwischen simpler geworden.
AD5934 & AD5933 gibts inzwischen sogar bei ebay:
http://www.ebay.com/itm/AD5934-12-Bit-Impedance-Converter-Network-Analyzer-IC-16-SSOP-Qty-2-/370872069157?pt=LH_DefaultDomain_0&hash=item5659b2ac25

MfG JRD

Horst-D.Winzler

unread,
Sep 9, 2013, 3:26:13 PM9/9/13
to
Am 09.09.2013 19:35, schrieb Rafael Deliano:
>
>> in die Thematik Fehlersuche und Messung von Fernmeldekabel reinlesen.
> > Kabellänge ... bis zu 8km.
>
> Wäre für Ortsnetz üppig, da funktioniert wohl hierzulande kein Telefon
> mehr. Wäre wohl bei 3-4km Schluß.

> Eigentlich müsste auch TDR gängiger geworden sein.
>
>> Vielleicht auch eine Empfehlung mit was für
>> einem Messgerät man das alles erschlagen kann?
>
> Ich bin kein Anwender, kann also nichts empfehlen.
> Würde mir bei exotischem Gerät immer die Frage stellen:
> kaufen oder bauen ?
>

zB von HDW bei Singer. Größte Kabellänge 10km.

http://helmut-singer.de/stock/144003443.html
--
mfg hdw

Manfred Kuhn

unread,
Sep 9, 2013, 5:17:17 PM9/9/13
to
jochen may wrote:

> Hallo zusammen,
>
> da es nebenan mit dem Bereich Mittelspannungstechnik recht gut
> funktioniert hat, dachte ich mir, ich probiere es hier mal mit etwas
> feinfühligerem :-)
>
> Ich würde mich gerne etwas in die Thematik Fehlersuche und Messung von
> Fernmeldekabel reinlesen. Mich interessiert vor allem:
> - was gibt es für verschiedene Messmethoden
> - was ist die typische vorgehensweise bei der Messung eines Kabels
> - was sind typische Messungen an Fernmeldekabel (Mantelfehler, Erdschluss,
> .... was gibt es da sonst noch alles?)
>
> Es handelt sich größtenteils um Kabel vom Typ A-2Y(L)2Y. Beschaltet werden
> die Kabel mit allem möglichen Signalen. Kabellänge ist zwischen 50m bis zu
> 8km.
>
Hallo Jochen,

A-2Y(L)2Y-Kabel gibt es in zwei ausführungen: mit 0,6 und 0,8mm
Aderndurchmesser.

Dieser Kabeltyp hat bei 0,6mm 119 Ohm/Km Schleifenwiderstand, 0,91 dB/Km
Dämpfung bei 800 Hz und einen Wellenwiderstand von 800 Ohm/KM bei 800Hz.
Bei 0,8mm Kabel ist der Schleifenwiderstand 67 Ohm/Km, 0,68dB/Km und
600Ohm/Km. Das sind die Daten für Fernsprechhauptanschlußkabel, von der
Ortvermittlungsstelle zum Teilnehmer.

Es gab in der Fernmeldetechnik zwei grundsätzliche Meßgeräte. Das Eine war
der Prüfschrank und damit Ortsfest, das Andere war der Kabelmeßkoffer für
den Baudienst.

Im Prüfschrank waren die Messungen immer Strommessungen mit einem In Ohm
geeichten Strommesser. Das reichte für die Messungen aus, um eine
Adernberührung (Kurzschluß) oder den Schleifenwiderstand zu Messen.
Meßspannung war i.d.R 6V. Für den Isolationswiderstand und
Leiterunterbrechungen wurde mit 60 V gemessen. Die Werte reichten aus, um
dem Entstörer vor Ort ein Bild des Fehlers zu vermitteln.

Der Kabelmeßkoffer enthielt eine Meßbrücke, die man unterschiedlich Schalten
konnte. Stichwort: Doppelbrücke nach K.W. Wagner

Später haben wir mit einem Echotest gearbeitet. Da wird ein Rechteckimpuls
auf die Leitung gegeben. Jede Änderung des Wellenwiderstandes führt zu einer
Reflektion des Impulses. Kennt man die typische Laufzeit des Kabels, so kann
man die Entfernung zum Fehlerort direkt ablesen. Als Bastellösung geht das
auch mit einem hochohmigen Rechtecksignalgeber und einem Oszilloskop. Damit
kann man die Funktion nachvollziehen.

Ich habe Kabelmeßtechnik während meines Studiums der Nachrichtentechnik
gehabt und war auch sporadisch im Kabelmessdienst tätig. Ist nur schon ca.
30 Jahre her. Mein Vorlesungskolleg habe ich noch. Die allgemeine
Fehlerortung von Kabeln umfasst ca. 30 Seiten (Handschrift). Wenn da Bedarf
besteht, dann würde ich die als PDF scannen.

Gruß

Manfred

Rafael Deliano

unread,
Sep 9, 2013, 11:42:17 PM9/9/13
to
>> kaufen oder bauen ?
> zB von HDW bei Singer. Größte Kabellänge 10km.
> http://helmut-singer.de/stock/144003443.html

Bei dem Preis wäre das Risiko wohl gering.
Für täglichen Gebrauch sind mir die "portabelen" Geräte
von ehedem allerdings zuwider.

MfG JRD

Horst-D.Winzler

unread,
Sep 10, 2013, 12:01:12 AM9/10/13
to
Das Manko war eben das damals zwingend eingebaute "Vakuum". Höherer
Energiebedarf als LCD und eben der größere Platzbedarf.

--
mfg hdw

Matthias Weingart

unread,
Sep 10, 2013, 3:26:29 AM9/10/13
to
Hier sind alle wesentlichen Informationen zur Telefonverkabelung (und Nutzung
für Datenübertragung) schön zusammengefasst:
http://bedienungsanleitung.elektronotdienst-nuernberg.de/impedanz.html

Hab übrigens selbst ein paar Ethernetleitungen auf Telefonkabel gelegt. Naja
ab ca 30m ist da bei dem J-Y(St)Y wirklich Schluss, 10MBit/s gehen da dann
nur noch halbduplex. Da ist das Übersprechen zwischen RX und TX das Problem,
weniger die Kabeldämpfung.

M.
--

Horst-D.Winzler

unread,
Sep 10, 2013, 5:42:40 AM9/10/13
to
Am 10.09.2013 09:26, schrieb Matthias Weingart:
> Hier sind alle wesentlichen Informationen zur Telefonverkabelung (und Nutzung
> f�r Daten�bertragung) sch�n zusammengefasst:
> http://bedienungsanleitung.elektronotdienst-nuernberg.de/impedanz.html
>
> Hab �brigens selbst ein paar Ethernetleitungen auf Telefonkabel gelegt. Naja
> ab ca 30m ist da bei dem J-Y(St)Y wirklich Schluss, 10MBit/s gehen da dann
> nur noch halbduplex. Da ist das �bersprechen zwischen RX und TX das Problem,
> weniger die Kabeld�mpfung.

Wunder mich etwas. Deshalb meine Frage, du hast bei der üblichen
Sternviererverseilung beachtet, das jeweils die diagonalen Adern
zusammengehören?

--
mfg hdw

Ralph A. Schmid, dk5ras

unread,
Sep 10, 2013, 6:24:42 AM9/10/13
to
Rafael Deliano <rafael_...@arcor.de> wrote:

>Wäre für Ortsnetz üppig, da funktioniert wohl hierzulande kein Telefon
>mehr. Wäre wohl bei 3-4km Schluß.

In .de ist genau das die gängige Ortsnetzdefinition, so 7 - 8 km.


-ras

--

Ralph A. Schmid

http://www.schmid.xxx/ http://www.db0fue.de/
http://www.bclog.de/

Ralph A. Schmid, dk5ras

unread,
Sep 10, 2013, 6:24:42 AM9/10/13
to
Manfred Kuhn <Manfre...@kuhn-m.de> wrote:

> Wellenwiderstand von 800 Ohm/KM bei 800Hz.

Wos is des?

Willi Marquart

unread,
Sep 10, 2013, 6:39:42 AM9/10/13
to
Ralph A. Schmid, dk5ras schrieb:

>Manfred Kuhn <Manfre...@kuhn-m.de> wrote:
>
>> Wellenwiderstand von 800 Ohm/KM bei 800Hz.
>
>Wos is des?

Kennt doch jeder :-)

Ohm/(Kelvin * Maxwell)

Gruß Willi

Helmut Wabnig

unread,
Sep 10, 2013, 7:24:00 AM9/10/13
to
On Tue, 10 Sep 2013 12:24:42 +0200, "Ralph A. Schmid, dk5ras"
<ra...@schmid.xxx> wrote:

>Manfred Kuhn <Manfre...@kuhn-m.de> wrote:
>
>> Wellenwiderstand von 800 Ohm/KM bei 800Hz.
>
>Wos is des?
>
A gute Frage, weil einen Wellenwiderstand pro Kilometer
gibbet es nich.

W.

Willi Marquart

unread,
Sep 10, 2013, 8:32:24 AM9/10/13
to
Helmut Wabnig <hwabnig@.- --- -.dotat> schrieb:
Wieso Kilometer, wo steht denn da km?

Gruß Willi

Axel Berger

unread,
Sep 10, 2013, 8:19:00 AM9/10/13
to
Matthias Weingart wrote on Tue, 13-09-10 09:26:
>Hab übrigens selbst ein paar Ethernetleitungen auf Telefonkabel gelegt.

Hier im Haus habe ich zwei ehemalige ISDN-Stränge umgewidmet und das
WLAN durch LAN ersetzt. 4 MB/sec beim Datenkopieren ist grandios. Mag
sein, daß mit anderen Kabeln mehr ginge, ohne Kabel aber weniger als
ein Viertel und auch das störanfällig.

Helmut Wabnig

unread,
Sep 10, 2013, 10:52:13 AM9/10/13
to
On Tue, 10 Sep 2013 14:32:24 +0200, Willi Marquart <use...@neppi.net>
wrote:
KM steht da weil die Shift Taste klemmt. Das auch noch.

w.

Rafael Deliano

unread,
Sep 10, 2013, 1:43:49 PM9/10/13
to

>> Wäre für Ortsnetz üppig, da funktioniert wohl hierzulande kein Telefon
>> mehr. Wäre wohl bei 3-4km Schluß.

> In .de ist genau das die gängige Ortsnetzdefinition, so 7 - 8 km.

Definition mag sein, Realität sah nie / sieht schon lange
nichtmehr so aus:
http://www.embeddedFORTH.de/temp/dist.pdf
Ehedem waren Bedenken ob ISDN da noch funktieniert,
heute dito bei Internet. Vermutlich würde es selbst bei analogem
Telefon den Ansprüchen des Kunden nichtmehr genügen.

MfG JRD

Manfred Kuhn

unread,
Sep 10, 2013, 3:25:17 PM9/10/13
to
Ralph A. Schmid, dk5ras wrote:

> Manfred Kuhn <Manfre...@kuhn-m.de> wrote:
>
>> Wellenwiderstand von 800 Ohm/KM bei 800Hz.
>
> Wos is des?
>
Prüfung nicht bestanden. Bitte Funkamateurlizenz zurückgeben.

Manfred

Manfred Kuhn

unread,
Sep 10, 2013, 3:42:10 PM9/10/13
to
wrote:
Hallo ,

Ist im übrigen so im "Tabellenbuch Elektronik Nachrichtentechnik" von 1980
so angegeben.. Ist natürlich Quatsch.

Der Wellenwiderstand ist Z= (1/pi)*sqrt(µ/epsilon)*ln (2a/d)

wobei a der Abstand der Adern ist
d der Durchmrsser der Ader
µ ist die Permeabilität und
epsilon die Dielektrizitätskonstante

oder einfach Z=sqrt(L'/C')

wobei L' die kilometrische Induktivität
und C' die kilometrische Kapatität ist.

Die klemmende Shift-Taste ist auch behoben.

Bei uns ist z.Zt. Caps-Lock als Wetter.

Gruß

Manfred

Joerg

unread,
Sep 10, 2013, 3:48:55 PM9/10/13
to
Manfred Kuhn wrote:
> Ralph A. Schmid, dk5ras wrote:
>
>> Manfred Kuhn <Manfre...@kuhn-m.de> wrote:
>>
>>> Wellenwiderstand von 800 Ohm/KM bei 800Hz.
^^^^^^^^^^^^^^^^^ ^^^^^^^

Was'n dette?


>> Wos is des?
>>
> Prüfung nicht bestanden. Bitte Funkamateurlizenz zurückgeben.
>
> Manfred
>


--
SCNR, Joerg

http://www.analogconsultants.com/

Gerhard Hoffmann

unread,
Sep 10, 2013, 3:57:46 PM9/10/13
to
Dunning-Kruger???


Gruß, Gerhard

Joerg

unread,
Sep 10, 2013, 4:12:31 PM9/10/13
to
Dat war abba jetz fies, war dat abba. Also nee ...

--
Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com/

Gerhard Hoffmann

unread,
Sep 10, 2013, 4:32:22 PM9/10/13
to
Am 10.09.2013 22:12, schrieb Joerg:
> Gerhard Hoffmann wrote:
>> Am 10.09.2013 21:25, schrieb Manfred Kuhn:
>>> Ralph A. Schmid, dk5ras wrote:
>>>
>>>> Manfred Kuhn <Manfre...@kuhn-m.de> wrote:
>>>>
>>>>> Wellenwiderstand von 800 Ohm/KM bei 800Hz.
>>>>
>>>> Wos is des?
>>>>
>>> Prüfung nicht bestanden. Bitte Funkamateurlizenz zurückgeben.
>>
>> Dunning-Kruger???
>>
>>
>> Gruß, Gerhard
>>
>
> Dat war abba jetz fies, war dat abba. Also nee ...
>
Ja, doch. Nach dem 3. oder 4. Falschfahrer hintereinander
wären wohl zarte Selbstzweifel berechtigt und nicht
die Pose als Prüfer.


Horst-D.Winzler

unread,
Sep 10, 2013, 11:53:19 PM9/10/13
to
Am 10.09.2013 21:42, schrieb Manfred Kuhn:
> wrote:
>
>> On Tue, 10 Sep 2013 12:24:42 +0200, "Ralph A. Schmid, dk5ras"
>> <ra...@schmid.xxx> wrote:
>>
>>> Manfred Kuhn <Manfre...@kuhn-m.de> wrote:
>>>
>>>> Wellenwiderstand von 800 Ohm/KM bei 800Hz.
>>>
>>> Wos is des?
>>>
>> A gute Frage, weil einen Wellenwiderstand pro Kilometer
>> gibbet es nich.
>>
> Hallo ,
>
> Ist im übrigen so im "Tabellenbuch Elektronik Nachrichtentechnik" von 1980
> so angegeben.. Ist natürlich Quatsch.

Kein Errata?

--
mfg hdw

Henning Paul

unread,
Sep 11, 2013, 2:59:59 AM9/11/13
to
Manfred Kuhn schrieb:

> Ist im übrigen so im "Tabellenbuch Elektronik Nachrichtentechnik" von
> 1980 so angegeben.. Ist natürlich Quatsch.
>
> Der Wellenwiderstand ist Z= (1/pi)*sqrt(µ/epsilon)*ln (2a/d)
>
> wobei a der Abstand der Adern ist
> d der Durchmrsser der Ader
> µ ist die Permeabilität und
> epsilon die Dielektrizitätskonstante
>
> oder einfach Z=sqrt(L'/C')
>
> wobei L' die kilometrische Induktivität
> und C' die kilometrische Kapatität ist.

Wobei sich dann die "pro km" herauskürzen. q.e.d.

Gruß
Henning

Rolf Bombach

unread,
Sep 11, 2013, 4:04:23 PM9/11/13
to
Horst-D.Winzler schrieb:
>
> Kein Errata?

Errata:
"Errata": lies Erratum

--
mfg Rolf Bombach

Klaus Butzmann

unread,
Sep 11, 2013, 4:57:48 PM9/11/13
to
Am 10.09.2013 12:24, schrieb Ralph A. Schmid, dk5ras:
> Manfred Kuhn <Manfre...@kuhn-m.de> wrote:
>
>> Wellenwiderstand von 800 Ohm/KM bei 800Hz.
>
> Wos is des?
Sowas wie kW pro Stunde :-)


Butzo


Klaus Butzmann

unread,
Sep 11, 2013, 5:01:20 PM9/11/13
to
Und die berühmten 600 Ohm haben auch mit dem Wellenwiderstand von
Ortsnetzkabeln nix zu tun.


Butzo


Horst-D.Winzler

unread,
Sep 11, 2013, 11:33:18 PM9/11/13
to
Am 11.09.2013 23:01, schrieb Klaus Butzmann:

> Und die berühmten 600 Ohm haben auch mit dem Wellenwiderstand von
> Ortsnetzkabeln nix zu tun.

Die bekannten 600_Ohm Impedanz stammen von Freileitungen. Also den
"singenden" Drähten. ;-)

--
mfg hdw

jochen may

unread,
Sep 12, 2013, 12:40:12 PM9/12/13
to
Matthias Weingart wrote:

> Hier sind alle wesentlichen Informationen zur Telefonverkabelung (und
> Nutzung f�r Daten�bertragung) sch�n zusammengefasst:
> http://bedienungsanleitung.elektronotdienst-nuernberg.de/impedanz.html
>
Danke, die Seite hatte ich schon gefunden :-)

Gruß
Jochen

jochen may

unread,
Sep 12, 2013, 2:20:00 PM9/12/13
to
Rafael Deliano wrote:

>
>> in die Thematik Fehlersuche und Messung von Fernmeldekabel reinlesen.
> > Kabellänge ... bis zu 8km.
>
> Wäre für Ortsnetz üppig, da funktioniert wohl hierzulande kein Telefon
> mehr. Wäre wohl bei 3-4km Schluß.
Es handelt sich um einen EVU, der bei fast jedem verbudelten Kabel ein 20x2
oder mehr mit verlegt hat. Diese Kabel werden unter anderem auch für xDSL
Strecken verwendet. Und die sind teilweise >6 km. Allerdings wurde das noch
von meinem Vorgänger gemacht.

>
>> - was gibt es für verschiedene Messmethoden
>> Bücher über ... Themengebiet?
>
> Lotz "Kabelanlagen der Nachrichtentechnik" Eisenbahn Fachverlag 1987
> Die haben zur Fehlerortung Murray und Varley. Etwa 10 seiten
> kann ich bei Bedarf scannen
Interesse wäre da...

> Artbauer "Kabel und Leitungen" Berliner Union Stuttgart /
> VEB Technik 1961
> Fehlerortung Murray und Varley... Etwa 10 Seiten
> kann ich bei Bedarf scannen
Interesse wäre da...

> Schubert "Communication Kabels and Transmission Systems" Siemens 1985
> 3. Edition
> "Nachrichtenkabel und Übertragungssysteme"
> http://www.abebooks.de/Nachrichtenkabel-%C3%9Cbertragungssysteme-Schubert-Werner-Siemens-AG/1288985038/bd
> Behandelt Fehlersuche nicht, ist aber gute Einführung in
> solche Kabel.
Danke für den Tip, gerade bestellt :-)

> Eigentlich müsste auch TDR gängiger geworden sein.
Die meisten modernen Geräte funktionieren damit. Allerdings würde mich auch
interssieren, wie es konzeptionell funktioniert. Schlieslich will ich die
bunten Kurven auch verstehen wo mir das Gerät anzeigt. Und nicht einfach nur
das ablesen, was mir das Handbuch dann sagt....

>> Vielleicht auch eine Empfehlung mit was für
>> einem Messgerät man das alles erschlagen kann?
>
> Ich bin kein Anwender, kann also nichts empfehlen.
> Würde mir bei exotischem Gerät immer die Frage stellen:
> kaufen oder bauen ?
Nach möglichkeit kaufen ;-)

Gruß
Jochen

jochen may

unread,
Sep 12, 2013, 2:29:51 PM9/12/13
to
Hallo,

Manfred Kuhn wrote:

>> 50m bis zu 8km.
>>
> Hallo Jochen,
>
> A-2Y(L)2Y-Kabel gibt es in zwei ausführungen: mit 0,6 und 0,8mm
> Aderndurchmesser.
>
> Dieser Kabeltyp hat bei 0,6mm 119 Ohm/Km Schleifenwiderstand, 0,91 dB/Km
> Dämpfung bei 800 Hz und einen Wellenwiderstand von 800 Ohm/KM bei 800Hz.
> Bei 0,8mm Kabel ist der Schleifenwiderstand 67 Ohm/Km, 0,68dB/Km und
> 600Ohm/Km. Das sind die Daten für Fernsprechhauptanschlußkabel, von der
> Ortvermittlungsstelle zum Teilnehmer.
>
> Es gab in der Fernmeldetechnik zwei grundsätzliche Meßgeräte. Das Eine war
> der Prüfschrank und damit Ortsfest, das Andere war der Kabelmeßkoffer für
> den Baudienst.
Kann es sein, dass es sowas wie das hier ist:
http://www.fernmeldelehrling.de/index.php/lernmittel#handbücher-dpg
Siehe Band 15: Praktisches Messen.

Das habe ich mir mal zu durchgelesen und fand es für den Anfang mal ganz
hilfreich.

> Ich habe Kabelmeßtechnik während meines Studiums der Nachrichtentechnik
> gehabt und war auch sporadisch im Kabelmessdienst tätig. Ist nur schon ca.
> 30 Jahre her. Mein Vorlesungskolleg habe ich noch. Die allgemeine
> Fehlerortung von Kabeln umfasst ca. 30 Seiten (Handschrift). Wenn da
> Bedarf besteht, dann würde ich die als PDF scannen.
Bedarf ist da.... Ich bin für jede Info dankbar, wo ich in dieser Richtung
bekommen kann.
Wie woanders schon mal geschrieben, möchte ich gerne verstehen was da
passiert. Mir bringt es nicht wenn ich auf das Knöpfchen drücke, der Kasten
piepst, mir irgendwas anzeigt und ich damit aber nicht anfangen kann bzw.
das nicht vernünftig interpretieren kann.

Gruß
Jochen

Klaus Butzmann

unread,
Sep 12, 2013, 2:44:25 PM9/12/13
to
Am 12.09.2013 05:33, schrieb Horst-D.Winzler:

> Die bekannten 600_Ohm Impedanz stammen von Freileitungen. Also den
> "singenden" Drähten. ;-)
Ah, passt. Danke!


Butzo

Manfred Kuhn

unread,
Sep 12, 2013, 3:36:00 PM9/12/13
to
jochen may wrote:


> Kann es sein, dass es sowas wie das hier ist:
> http://www.fernmeldelehrling.de/index.php/lernmittel#handbücher-dpg
> Siehe Band 15: Praktisches Messen.
>
> Das habe ich mir mal zu durchgelesen und fand es für den Anfang mal ganz
> hilfreich.
>
> Wie woanders schon mal geschrieben, möchte ich gerne verstehen was da
> passiert. Mir bringt es nicht wenn ich auf das Knöpfchen drücke, der
> Kasten piepst, mir irgendwas anzeigt und ich damit aber nicht anfangen
> kann bzw. das nicht vernünftig interpretieren kann.
>

Hallo Jochen,

ja, das ist schon der richtige Weg. Meine Mitschriften sind im Prinzip
nichts anderes. Ein bißchen mehr Mathematik.

Grudsätzlich OK.

Gruß
Manfred

Rafael Deliano

unread,
Sep 13, 2013, 11:42:28 AM9/13/13
to
>> Lotz "Kabelanlagen der Nachrichtentechnik" Eisenbahn Fachverlag 1987
>> Artbauer "Kabel und Leitungen" Berliner Union Stuttgart /
> Interesse wäre da...

http://www.embeddedFORTH.de/temp/Kabel.pdf

>> TDR
> Allerdings würde mich auch interssieren, wie es konzeptionell funktioniert.

Hewlett Packard Application Notes AN62 AN62-3 AN75 usw.
http://www.hpmemory.org/ressources/resrc_an_01.htm

MfG JRD



Rolf Bombach

unread,
Sep 27, 2013, 5:27:42 PM9/27/13
to
Horst-D.Winzler schrieb:
Auch nur von pupinisierten, denk ich mal.

--
mfg Rolf Bombach

Horst-D.Winzler

unread,
Sep 28, 2013, 1:01:03 AM9/28/13
to
Na ja, bei Kabeln wird die Adernkapazität kompensiert. Bei Freileitungen
brauch man eigentlich keine besonderen Maßnahmen um die Gruppenlaufzeit
konstant zu bekommen.
--
mfg hdw

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