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Kontakt-Reiniger

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Heinz Schmitz

unread,
Sep 27, 2020, 10:34:02 AM9/27/20
to
Heute wird soviel über "Miteinanderredenmüssen" gesprochen,
dass ich mich wundere, so wenig über Kontakt-Reiniger zu wissen.
Anekdotisch wird oft vor einem Produkt der Kontakt-Chemie gewarnt
(Probleme kommen alsbald wieder), wogegen ein Teslanol meist
in den höchsten Himmel gelobt wird.

Als ich die Suche begann, habe ich erstmal gestöhnt angesichts
zunächst der Vielzahl angebotener Sprays, und dann angesichts
der schwammigen Beschreibungen. Ich habe also ein paar
Produkte herausgegriffen und versucht, herauszufinden, was
da eigentlich drin ist. Die Preise nenne ich nur orientierungshalber,
für die Größenordnung. Die Zusammensetzung habe ich aus den
Sicherheitsdatenblättern.

- Teslanol T6 (Kontakt-und Tunerspray, Oszillin), 400ml um die 5,20 €.
Bestandteile: aliphatische Kohlenwasserstoffe und 5-10mg/m3
Mineralölnebel (homöopathische Menge).
Bemerkenswert ist die Zündtemperatur von 240 °C - da ist man mit
dem Lötkolben schon gut dabei (das gilt wohl für alle die Produkte).

- Kontakt 60 (400 ml ca 13 €).
Enthält Isopropanol 25 - 50%, aliphatische Kohlenwasserstoffe < 25%,
Butan-2-ol < 20 %, und Petroleum 5 - 10 %.

- Kontakt WL (200 ml 6,82 €)
"It is also optimally suited for the removal of residues after
KONTAKT 60 has been used.
... Electrical contacts and surfaces cleaned from corrosion
dirt should be protected following the cleaning. For contacts
we do recommend anti-corrosion protective oil KONTAKT 61."
Enthält Isopropanol 25 - 50%, Butan-2-ol 10 - 25%, aliphatische
Kohlenwasserstoffe 10 - 25%, Propyl-2-methylether 5 - 10%,
Ethyl-methylketon 1 - 5 Prozent. Selbstentzündung oberhalb 200°C.

- Kontakt 61 (400 ml ca 19 €)
Enthält Isopropanol 25 - 50%, aliphatische Kohlenwasserstoffe <25%,
Butan-2-ol <20%, Petroleum 5 - 10%.
Selbstentzündung über 200°C.

Auf der Webseite wird eine höherwertige Alternative zu Kontakt WL
angegeben:
- RND Kontaktreiniger (400 ml 9,13 €)
Enthält Pentan 60 - 100%, Isopropanol 1 - 5%.

Was ich mir gewünscht hätte, wäre eine Auflistung der üblichen
Kontakt-Verunreiniger (Fett, oxidiertes Fett, Metall-Oxide, Metall-
Sulfide, ...?), und Angaben, wie welche Spray-Komponenten
diese beseitigen. Sicher gibt es dazu irgendwo kluge Bücher.
Vielleicht basiert das auch nur auf Empirie, wie die Tatsache,
dass Alu besser gebohrt und gesägt werden kann, wenn man
Alkohol dazu gibt?
Nach der Erfahrung "Gleiches wird von Gleichem gelöst" sollten
die Stoffe der linken Spalte ineineinader löslich sein, und die
der rechten Spalte ineinander - links aber nicht in rechts, und
umgekehrt.
Öl <---> Wasser
Benzin <---> Alkohol
unpolarer Schmutz <---> polarer Schmutz

Danach ist
- Teslanol wohl gut gegen Fette und gut zur Kontaktschmierung,
und
- Kontakt 61 wird als "Reiniger" wohl ausreichen, oder auch
der preiswertere RND Kontaktreiniger.
Warum man Kontak-60 nachspülen muss, erkenne ich aus der
Zusammensetzung nicht.

Als der mit Ethanol versetzte Bio-Sprit auf den Markt kam, gab
es viele Bedenken hinsichtlich der Alkohol-Beständigkeit
diverser Kfz-Bauteile. Wenn da was dran war, sollte man das
beim Einsatz von Isopropanol etc natürlich auch bedenken.

Grüße,
H.


Hartmut Kraus

unread,
Sep 27, 2020, 11:38:43 AM9/27/20
to
Am 27.09.20 um 16:34 schrieb Heinz Schmitz:
> Was ich mir gewünscht hätte, wäre eine Auflistung der üblichen
> Kontakt-Verunreiniger (Fett, oxidiertes Fett, Metall-Oxide, Metall-
> Sulfide, ...?), und Angaben, wie welche Spray-Komponenten
> diese beseitigen. Sicher gibt es dazu irgendwo kluge Bücher.
> Vielleicht basiert das auch nur auf Empirie, wie die Tatsache,
> dass Alu besser gebohrt und gesägt werden kann, wenn man
> Alkohol dazu gibt?

Bestimmt. Hier noch die Klassiker aus der DDR - vielleicht kriegst du
auch die Zusammensetzung 'raus:

https://www.rft-ersatzteile.de/artikel/Wellenschalter_l__rot.htm

https://www.rft-ersatzteile.de/artikel/Wellenschalter_l__blau.htm

"Rot" hat jedenfalls auch bei total vergammelten Kontakten
(Vorkriegsradios aus dem Sondermüll und so) Wunder gewirkt.

Holger

unread,
Sep 27, 2020, 12:14:37 PM9/27/20
to
Am 27.09.20 um 16:34 schrieb Heinz Schmitz:

> Heute wird soviel über "Miteinanderredenmüssen" gesprochen,
> dass ich mich wundere, so wenig über Kontakt-Reiniger zu wissen.
> Anekdotisch wird oft vor einem Produkt der Kontakt-Chemie gewarnt
> (Probleme kommen alsbald wieder), wogegen ein Teslanol meist
> in den höchsten Himmel gelobt wird.

Ich reinige Kontakte zwar auch mit Kontakt 60, aber sehe zu, dass ich
das Zeugs am Ende wieder entferne. Da, wo es mechanisch möglich ist,
verwende ich das Zeugs mit Wattestäbchen oder Kreppapier, und wenn der
Kontakt wieder blank ist, der ganze Zunder runter, ist es meist gut.

Ansonsten habe ich WD40 im Gebrauch.

Holger

olaf

unread,
Sep 27, 2020, 1:00:03 PM9/27/20
to
Heinz Schmitz <HeinzS...@kra.org> wrote:

>dass ich mich wundere, so wenig über Kontakt-Reiniger zu wissen.
>Anekdotisch wird oft vor einem Produkt der Kontakt-Chemie gewarnt
>(Probleme kommen alsbald wieder), wogegen ein Teslanol meist
>in den höchsten Himmel gelobt wird.

Das Problem mit der Erfahrung anderer Leute ist das die das Zeugs
gerne fuer unterschiedlichste Anwendungen nutzen, teilweise auf
unterschiedliche Weise und vor allem natuerlich ihre Erfahrung nach
drei Tagen und nicht nach 12Monaten posten.



>- Kontakt 60 (400 ml ca 13 ???).
>Enthält Isopropanol 25 - 50%, aliphatische Kohlenwasserstoffe < 25%,
>Butan-2-ol < 20 %, und Petroleum 5 - 10 %.

Das kann nicht alles sein! Ich hab in den letzten 30Jahren 3x erlebt
das sich Kontaktspray den Weg von innen nach aussen durch die Dose
gefressen hat um dann abzublasen. Da muss was aetzendes drin sein.

>Was ich mir gewünscht hätte, wäre eine Auflistung der üblichen
>Kontakt-Verunreiniger (Fett, oxidiertes Fett, Metall-Oxide, Metall-
>Sulfide, ...?), und Angaben, wie welche Spray-Komponenten
>diese beseitigen. Sicher gibt es dazu irgendwo kluge Bücher.

Noe. Es gibt aber Firmengeheimnisse. Die werden gewiss nicht
freiwillig der Konkurrenz mitteilen was alles in einem Spray ist wenn
sie nicht muessen.

>Warum man Kontak-60 nachspülen muss, erkenne ich aus der
>Zusammensetzung nicht.

Mach mal einen Tropfen davon auf PH-Papier. Ich moechte wetten das es
ziemlich sauer ist.


Wollt ihr meine Spezialprozedur wissen um Schalter und Potis wieder
wie neu zu machen? :)

Olaf

Wolf gang P u f f e

unread,
Sep 27, 2020, 1:05:37 PM9/27/20
to
Der einstige Hersteller, der Rundfunk- und Fernsehspezialist Granowski
hat wohl noch (s)ein Geschäft bei Rudolstadt-Schwarza.
So wie sich das hier liest, ist wohl seit 1995 sein Sohn im Geschäft.
https://www.granowski.com/

Gerrit Heitsch

unread,
Sep 27, 2020, 1:19:12 PM9/27/20
to
On 9/27/20 4:34 PM, Heinz Schmitz wrote:
> Danach ist
> - Teslanol wohl gut gegen Fette und gut zur Kontaktschmierung,
> und
> - Kontakt 61 wird als "Reiniger" wohl ausreichen, oder auch
> der preiswertere RND Kontaktreiniger.
> Warum man Kontak-60 nachspülen muss, erkenne ich aus der
> Zusammensetzung nicht.

Wenn man nicht gerade grobe Kontakte a la Zündverteiler reinigt finde
ich Tuner 600 die besser Wahl.

Gerrit

Hartmut Kraus

unread,
Sep 27, 2020, 1:26:43 PM9/27/20
to
Am 27.09.20 um 19:05 schrieb Wolf gang P u f f e:
Cool. Schön, dass die den verstaatlichungswütigen "Realsozialismus"
überlebt haben, das ist wenigen privaten Kleinbetrieben gelungen. Denen
also mit einem quasi konkurrenzlosen Produkt, eben ihrem
"Wellenschalteröl". Das hatte die ganze tolle Chemieindustrie der DDR
nicht drauf. ;)

Hans-Juergen Schneider

unread,
Sep 27, 2020, 1:59:58 PM9/27/20
to
Hartmut Kraus wrote:
>
> Am 27.09.20 um 19:05 schrieb Wolf gang P u f f e:
> > Am 27.09.2020 um 17:38 schrieb Hartmut Kraus:
> >> Am 27.09.20 um 16:34 schrieb Heinz Schmitz:
> >>> Was ich mir gewünscht hätte, wäre eine Auflistung der üblichen
> >>> Kontakt-Verunreiniger (Fett, oxidiertes Fett, Metall-Oxide, Metall-
> >>> Sulfide, ...?), und Angaben, wie welche Spray-Komponenten
> >>> diese beseitigen. Sicher gibt es dazu irgendwo kluge Bücher.
> >>> Vielleicht basiert das auch nur auf Empirie, wie die Tatsache,
> >>> dass Alu besser gebohrt und gesägt werden kann, wenn man
> >>> Alkohol dazu gibt?
> >>
> >> Bestimmt. Hier noch die Klassiker aus der DDR - vielleicht kriegst du
> >> auch die Zusammensetzung 'raus:
> >>
> >> https://www.rft-ersatzteile.de/artikel/Wellenschalter_l__rot.htm
> >>
> >> https://www.rft-ersatzteile.de/artikel/Wellenschalter_l__blau.htm
> >>
> >> "Rot" hat jedenfalls auch bei total vergammelten Kontakten
> >> (Vorkriegsradios aus dem Sondermüll und so) Wunder gewirkt.
> >
> > Der einstige Hersteller, der Rundfunk- und Fernsehspezialist Granowski
> > hat wohl noch (s)ein Geschäft bei Rudolstadt-Schwarza.
> > So wie sich das hier liest, ist wohl seit 1995 sein Sohn im Geschäft.
> > https://www.granowski.com/
>
> Cool. Schön, dass die den verstaatlichungswütigen "Realsozialismus"
> überlebt haben, das ist wenigen privaten Kleinbetrieben gelungen. Denen
> also mit einem quasi konkurrenzlosen Produkt, eben ihrem
> "Wellenschalteröl". Das hatte die ganze tolle Chemieindustrie der DDR
> nicht drauf. ;)

Weil das volkswirtschaftlicher Unsinn gewesen wäre.
Der Bedarf war einfach zu gering. Es gab ja auch noch Pulmotin.
Hätte der Granowski Leupirex oder Leunamot erfunden, dann wäre der
ganz bestimmt kassiert worden.

MfG
hjs

Peter Thoms

unread,
Sep 27, 2020, 2:22:00 PM9/27/20
to
Am 27.09.20 um 16:34 schrieb Heinz Schmitz:
...
> Als ich die Suche begann, habe ich erstmal gestöhnt angesichts
> zunächst der Vielzahl angebotener Sprays, und dann angesichts
> der schwammigen Beschreibungen. Ich habe also ein paar
> Produkte herausgegriffen und versucht, herauszufinden, was
> da eigentlich drin ist. Die Preise nenne ich nur orientierungshalber,
> für die Größenordnung. Die Zusammensetzung habe ich aus den
> Sicherheitsdatenblättern.
...
Hallo,

Ballistol Universalöl ist super bei Potis und Diehl Schaltuhren.


Peter

Michael Schwingen

unread,
Sep 27, 2020, 2:46:29 PM9/27/20
to
On 2020-09-27, Heinz Schmitz <HeinzS...@kra.org> wrote:
> Danach ist
> - Teslanol wohl gut gegen Fette und gut zur Kontaktschmierung,
> und
> - Kontakt 61 wird als "Reiniger" wohl ausreichen, oder auch
> der preiswertere RND Kontaktreiniger.
> Warum man Kontak-60 nachspülen muss, erkenne ich aus der
> Zusammensetzung nicht.

Ich werfe dann noch das hier vor Jahren mal empfohlene "Deoxit D5" in den
Ring - das hat bei mir bisher gut funktioniert, ich kann jetzt aber nicht
sagen, ob das besser oder schlechter ist als die Alternativen.

Danach Spülen und "Kontakt Gold 2000" - die beiden habe ich vor Jahren mal
gekauft und es scheint zu gehen, ohne einen guten Grund werde ich da keine
weiteren Sachen kaufen, solange die Dosen nicht durchrosten und daher Ersatz
nötig ist.

cu
Michael

Hartmut Kraus

unread,
Sep 27, 2020, 3:17:36 PM9/27/20
to
Am 27.09.20 um 19:59 schrieb Hans-Juergen Schneider:
Meinste? Bei der Situation in der DDR? Da gab's z.B. mal in den 80ern
eine Umfrage: "Wer hat den ältesten Fernseher?" Das war ein "Leningrad
T2", also das erste DDR-Modell überhaupt, so Anfang der 50er. Lief noch.

Und ich hatte einige Geräte in der Mache, die nach "nur" ein bisschen
Kontakte putzen wieder erklangen / erstrahlten wie am ersten Tag, bei
den Besitzern Begeisterungsstürme auslösten. ;) Die verfügbaren
Kontaktwerkstoffe waren nämlich nicht die besten.

Und was wurde andererseits in der DDR an volkswirtschaftlichem Unsinn
nicht angestellt / hergestellt, völlig am Bedarf vorbei ... ;)

> Es gab ja auch noch Pulmotin.

Eh, damit ging's auch? ;)

> Hätte der Granowski Leupirex oder Leunamot erfunden, dann wäre der
> ganz bestimmt kassiert worden.

Möglich, aber mit seinem Wellenschalteröl sicher auch, wenn die
"Verantwortlichen" das nur erkannt hätten. ;)

Marte Schwarz

unread,
Sep 27, 2020, 3:39:10 PM9/27/20
to
Hi Olaf,
> >- Kontakt 60 (400 ml ca 13 ???).
> >Enthält Isopropanol 25 - 50%, aliphatische Kohlenwasserstoffe < 25%,
> >Butan-2-ol < 20 %, und Petroleum 5 - 10 %.
>
> Das kann nicht alles sein! Ich hab in den letzten 30Jahren 3x erlebt
> das sich Kontaktspray den Weg von innen nach aussen durch die Dose
> gefressen hat um dann abzublasen. Da muss was aetzendes drin sein.

Nicht zwingend. Die Falzungen am Dosenboden sind klassische
Korrosionsstellen bei allen Dosen. Da die Korrosion hinter dem Fals
ablaufen, werden sie erst bemerkt, wenn das Material weit genug durch
ist, um dem Innendruck nachgeben zu können.

> Mach mal einen Tropfen davon auf PH-Papier. Ich moechte wetten das es
> ziemlich sauer ist.

Wenn ich eins da hätte, würde ich es sogar tun. Mir ist nur nciht klar,
wie an einem unpolaren Lösungsmittel ein pH zustande kommen sollte.
Meine bescheidenen Chemie-Überrestkenntnisse sagen mir, dass es für pH
polare Anteile im Lösemittel braucht, wenn nicht sogar Wasser.

Marte

Hartmut Kraus

unread,
Sep 27, 2020, 3:52:03 PM9/27/20
to
Am 27.09.20 um 21:39 schrieb Marte Schwarz:
Dann Warnung davor:

https://tuning.teilegarage.com/Velind-Kontaktspray-300ml-31446?curr=EUR

Das hab' ich mir mal gekauft, und jetzt hab' ich auch Teststreifen, da
musste ich doch gleich mal probieren. Das Zeug ist ziemlich sauer, <= pH
5,6. Weiter gehen meine Teststreifen leider nicht 'runter, sind eben zur
Anwendung mit menschlichem Urin gedacht. Liegen hier bei:

https://www.docmorris.de/zellamare-base/01211845?gclsrc=aw.ds&&gclid=EAIaIQobChMI48r_s42K7AIVUubtCh1A7QBkEAAYASAAEgKho_D_BwE&gclsrc=aw.ds&et_uk=656e7ca87f924f52a0c1ea7651652729

Das kann ich übrigens jedem empfehlen - dass der zivilisierte Mensch
i.A. viel zu sauer isst und trinkt, ist bekannt. Ich bin auch noch nach
ein paar Tagen noch nicht im gewünchten basischen Bereich - zwar nicht
so sauer, wie befürchtet, "nur" neutral. ;)




Hartmut Kraus

unread,
Sep 27, 2020, 3:55:40 PM9/27/20
to
Am 27.09.20 um 21:52 schrieb Hartmut Kraus:
> Weiter gehen meine Teststreifen leider nicht 'runter, sind eben zur
> Anwendung mit menschlichem Urin gedacht. Liegen hier bei:
>
> https://www.docmorris.de/zellamare-base/01211845?gclsrc=aw.ds&&gclid=EAIaIQobChMI48r_s42K7AIVUubtCh1A7QBkEAAYASAAEgKho_D_BwE&gclsrc=aw.ds&et_uk=656e7ca87f924f52a0c1ea7651652729

Sorry, hier der richtige Link:

https://www.docmorris.de/zellamare-base-kombi/09748289

> Das kann ich übrigens jedem empfehlen - dass der zivilisierte Mensch
> i.A. viel zu sauer isst und trinkt, ist bekannt. Ich bin auch noch nach
> ein paar Tagen noch nicht im gewünschten basischen Bereich - zwar nicht

Sebastian Wolf

unread,
Sep 27, 2020, 3:56:22 PM9/27/20
to
Man kann dennoch beurteilen ob das Zeug korrosiv ist.

Sebastian Wolf

unread,
Sep 27, 2020, 3:57:35 PM9/27/20
to
Am 27.09.2020 um 21:52 schrieb Hartmut Kraus:
> dass der zivilisierte Mensch i.A. viel zu sauer isst und trinkt, ist
> bekannt.

Rotkäppchen auch.

Hanno Foest

unread,
Sep 27, 2020, 4:17:21 PM9/27/20
to
On 27.09.20 21:39, Marte Schwarz wrote:

> Nicht zwingend. Die Falzungen am Dosenboden sind klassische
> Korrosionsstellen bei allen Dosen. Da die Korrosion hinter dem Fals
> ablaufen, werden sie erst bemerkt, wenn das Material weit genug durch
> ist, um dem Innendruck nachgeben zu können.

Mir sind schon verschiedene Dosen von Kontakt Chemie durchgerostet. Ich
hab so ein wenig den Eindruck, daß die mit ihrem Dosenmaterial nicht so
richtig viel Glück haben.

Hanno

--
The modern conservative is engaged in one of man's oldest exercises in
moral philosophy; that is, the search for a superior moral justification
for selfishness.
- John Kenneth Galbraith

Hartmut Kraus

unread,
Sep 27, 2020, 4:22:47 PM9/27/20
to
Am 27.09.20 um 22:17 schrieb Hanno Foest:
> On 27.09.20 21:39, Marte Schwarz wrote:
>
>> Nicht zwingend. Die Falzungen am Dosenboden sind klassische
>> Korrosionsstellen bei allen Dosen. Da die Korrosion hinter dem Fals
>> ablaufen, werden sie erst bemerkt, wenn das Material weit genug durch
>> ist, um dem Innendruck nachgeben zu können.
>
> Mir sind schon verschiedene Dosen von Kontakt Chemie durchgerostet. Ich
> hab so ein wenig den Eindruck, daß die mit ihrem Dosenmaterial nicht so
> richtig viel Glück haben.

Nun, das so ziemlich überall übliche Dosenmaterial ist, glaub' ich,
Weißblech, also verzinnt? Der Chemiekundige denke sich seinen Teil.

Rolf Bombach

unread,
Sep 27, 2020, 4:41:23 PM9/27/20
to
Heinz Schmitz schrieb:
>
> - Teslanol T6 (Kontakt-und Tunerspray, Oszillin), 400ml um die 5,20 €.
> Bestandteile: aliphatische Kohlenwasserstoffe und 5-10mg/m3
> Mineralölnebel (homöopathische Menge).
> Bemerkenswert ist die Zündtemperatur von 240 °C - da ist man mit
> dem Lötkolben schon gut dabei (das gilt wohl für alle die Produkte).

Unfreiwillige Grossversuche unsererseits zeigten, dass man
das nicht überbewerten muss. (Deziliterweise Heizöl über
400 °C heisse Apparatur...)

Beim Lötkolben ist da billiges Zeitungspapier wesentlich gefährlicher.
Und bei den Ölen sind es Pflanzenöle wie Leinöl, welche ein unberechenbares
Eigenleben entfachen, äh, entfalten.

Im antiken Chemielabor war vorallem Kohlendisulfid berüchtigt,
mit einer "interessanten" Zündtemperatur.

--
mfg Rolf Bombach

Rolf Bombach

unread,
Sep 27, 2020, 4:44:20 PM9/27/20
to
Hartmut Kraus schrieb:
>
> https://www.docmorris.de/zellamare-base-kombi/09748289

Esoterischer Quatsch, hat mit medizinischer Azidose nichts gemein.
https://de.wikipedia.org/wiki/Azidose
https://de.wikipedia.org/wiki/Basische_Ern%C3%A4hrung

--
mfg Rolf Bombach

Hartmut Kraus

unread,
Sep 27, 2020, 5:03:22 PM9/27/20
to
Am 27.09.20 um 22:44 schrieb Rolf Bombach:
Ich bin auch nicht akzidiert, und ich weiß auch, dass der pH - Wert
meiner Pisse wenig aussagekräftig über den des Blutes ist. Fakt ist,
dass ich über die Jahre ziemlich übersäuert war, was den ganzen
Stoffwechsel "lähmen" bis fast zum Erliegen bringen kann ... Auch eine
Nebenwirkung meiner (ansonsten sehr wirksamen) Rheuma-Medikamente - habe
meine Ernährungsgewohnheiten nicht geändert, aber zimlich plötzlich 10
kg zugenommen, bin jetzt auf 82kg. Und fühle mich, seit ich das
Basenzeugs zu mir nehme, schon einiges besser, und das ist keine Einbildung.

Klar ist das (wie auch das Vitamin - D - Präparat, dass ich schlucke,
weil intensive Sonneneinstrahlung jetzt auch "Gift" für mich ist)) kein
Ersatz für eine ausgewogene Ernährung und auch ansonsten gesunde
Lebensweise, aber es hilft schon. ;)

Hartmut Kraus

unread,
Sep 27, 2020, 5:06:45 PM9/27/20
to
Am 27.09.20 um 22:41 schrieb Rolf Bombach:
> Heinz Schmitz schrieb:
>>
>> - Teslanol T6 (Kontakt-und Tunerspray, Oszillin), 400ml um die 5,20 €.
>> Bestandteile: aliphatische Kohlenwasserstoffe und 5-10mg/m3
>> Mineralölnebel (homöopathische Menge).
>> Bemerkenswert ist die Zündtemperatur von 240 °C - da ist man mit
>> dem Lötkolben schon gut dabei (das gilt wohl für alle die Produkte).
>
> Unfreiwillige Grossversuche unsererseits zeigten, dass man
> das nicht überbewerten muss. (Deziliterweise Heizöl über
> 400 °C heisse Apparatur...)
>
> Beim Lötkolben ist da billiges Zeitungspapier wesentlich gefährlicher.

Wer nimmt denn auch Zeitungspapier zum Löten. ;) Doch, hab' ich auch
schon gemacht, aber als Unterlage gegen evtl. herabtropfendes Lot.
Reicht, um einen guten Teppich zu schützen, ist erprobt. ;)

Wolfgang Allinger

unread,
Sep 27, 2020, 7:42:24 PM9/27/20
to

On 27 Sep 20 at group /de/sci/electronics in article eos64h-...@criseis.ruhr.de
<ol...@criseis.ruhr.de> (olaf) wrote:

> Heinz Schmitz <HeinzS...@kra.org> wrote:

>> - Kontakt 60 (400 ml ca 13 ???).
>> Enthält Isopropanol 25 - 50%, aliphatische Kohlenwasserstoffe < 25%,
>> Butan-2-ol < 20 %, und Petroleum 5 - 10 %.

> Das kann nicht alles sein! Ich hab in den letzten 30Jahren 3x erlebt
> das sich Kontaktspray den Weg von innen nach aussen durch die Dose
> gefressen hat um dann abzublasen. Da muss was aetzendes drin sein.

Nur 3x?



Saludos (an alle Vernünftigen, Rest sh. sig)
Wolfgang

--
Ich bin in Paraguay lebender Trollallergiker :) reply Adresse gesetzt!
Ich diskutiere zukünftig weniger mit Idioten, denn sie ziehen mich auf
ihr Niveau herunter und schlagen mich dort mit ihrer Erfahrung! :p
(lt. alter usenet Weisheit) iPod, iPhone, iPad, iTunes, iRak, iDiot

Winfried Bue

unread,
Sep 28, 2020, 2:05:23 AM9/28/20
to
olaf schrieb am Sonntag, 27. September 2020 um 19:00:03 UTC+2:

> Noe. Es gibt aber Firmengeheimnisse. Die werden gewiss nicht
> freiwillig der Konkurrenz mitteilen was alles in einem Spray ist wenn
> sie nicht muessen.

Sie müssen aber. Zwar nicht in der Artikelbeschreibung, aber im Sicherheitsdatenblatt, das dem Kunden zur Verfügung gestellt werden muß. Meist per Download.

Sebastian Wolf

unread,
Sep 28, 2020, 2:07:02 AM9/28/20
to
Nein, dort muss bei weitem nicht alles stehen.

Thomas Prufer

unread,
Sep 28, 2020, 2:16:26 AM9/28/20
to
On Sun, 27 Sep 2020 22:17:17 +0200, Hanno Foest <hurga...@tigress.com> wrote:

>Mir sind schon verschiedene Dosen von Kontakt Chemie durchgerostet. Ich
>hab so ein wenig den Eindruck, daß die mit ihrem Dosenmaterial nicht so
>richtig viel Glück haben.

Ich wollte grad pH-Papier an mein Kontakt-Zeugs halten.

Das Kontakt 60 ist schon lange ausgelaufen und entsorgt, der Rest-Schmodder am
Regal wo die Dose stand reagiert nicht mit dem pH-Papier.

Das Kontakt 61 "für neue Kontakte" scheint neutral.

Die Dose mit dem Kontakt WL (Nachspülmittel für die anderen) rostet unten auch,
und den Inhalt da hab ich nicht probiert weil die Dose drucklos ist. In den
seltene Fällen wo ich den Kram brauch kämpfe ich ein paar ml raus, mit Schütteln
oder Druckluft oder Feuerzeuggas... den Akt mach ich für diesen Versuch nicht.

Ballistol reagiert nicht neutral, erzählte mir ein Schütze, sondern sauer weil
Pulverrückstände alkalisch sind (oder wars andersrum), jedenfalls sei das Zeugs
u.U. auch korrosiv.


Thomas Prufer

Thomas Prufer

unread,
Sep 28, 2020, 2:24:23 AM9/28/20
to
On Sun, 27 Sep 2020 22:41:19 +0200, Rolf Bombach
<rolfnosp...@invalid.invalid> wrote:

>Unfreiwillige Grossversuche unsererseits zeigten, dass man
>das nicht überbewerten muss. (Deziliterweise Heizöl über
>400 °C heisse Apparatur...)

Gibt sicher einen dichten Nebel:-)

Der Kammerjäger erhitzt gelegentlich Mineralöle mit Insektizidzusatz und
vernebelt damit, aber wohl ohne die feien Dieselölaromen... uuups, seh grad das
sei auch üblich da Diesel zu nehmen....


Thomas Prufer

Marte Schwarz

unread,
Sep 28, 2020, 3:33:59 AM9/28/20
to
Hi Thomas und andere,

> Das Kontakt 60 ist schon lange ausgelaufen und entsorgt, der Rest-Schmodder am
> Regal wo die Dose stand reagiert nicht mit dem pH-Papier.

hätte mich auch gewundert.

> Das Kontakt 61 "für neue Kontakte" scheint neutral.

> Ballistol reagiert nicht neutral, erzählte mir ein Schütze,

Selbst getestet oder vom Höhrensagen?

> jedenfalls sei das Zeugs u.U. auch korrosiv.

Deswegen pflegen Schützen damit ihre Waffen ;-)

Spannender Kommentar im Sicherheitsdatenblatt des Universalöls flüssig:
Erfahrungen aus der Praxis
Ballistol Öl wird seit über 100 Jahren von vielen Verbrauchern u.a.
zur Hautpflege und andere Humananwendungen, unter anderem auch
innerlich, benutzt. Berichte über Unverträglichkeit, Intoxikationen bzw.
chronisch-toxische Wirkungen liegen nicht vor.

Von Inhaltsauflistungen keine Spur. Unter Abschnitt 3 gibt es lediglich
den Hinweis "keine Gefährlichen Inhaltsstoffe" (sic)
Oxidierende Eigenschaften, Reaktivität : Es liegen keine Informationen vor.
pH Wert sei bei 8.
Da habe ich immer noch die Not damit, wie ein Öl überhaupt einen pH
haben kann. Da bräuchte ich Nachhilfe in Chemie.

Marte

Sebastian Wolf

unread,
Sep 28, 2020, 3:39:23 AM9/28/20
to
Am 28.09.2020 um 09:33 schrieb Marte Schwarz:
> Da habe ich immer noch die Not damit, wie ein Öl überhaupt einen pH
> haben kann. Da bräuchte ich Nachhilfe in Chemie.

Da gibts eine Vorschrift wie das zu messen ist: Öl mit Wasser
verschütteln, Emulsion sich trennen lassen, pH der wässrigen Phase
messen. (so Pi*Daumen)

Winfried Bue

unread,
Sep 28, 2020, 4:17:58 AM9/28/20
to
Sebastian Wolf schrieb am Montag, 28. September 2020 um 08:07:02 UTC+2:

> > Sie müssen aber. Zwar nicht in der Artikelbeschreibung, aber im Sicherheitsdatenblatt, das dem Kunden zur Verfügung gestellt werden muß. Meist per Download.
> Nein, dort muss bei weitem nicht alles stehen.

Habs noch mal nachgelesen. Tatsächlich müssen (sinngemäß) nur Inhaltsstoffe angegeben werden, von denen Gefahren ausgehen können. Zum Schutz des geistigen Eigentums dürfen in begründeten Fällen auch andere Bezeichnungen als die handelsüblichen angegeben werden.

horst-d.winzler

unread,
Sep 28, 2020, 4:18:22 AM9/28/20
to
Am 28.09.20 um 09:33 schrieb Marte Schwarz:
> Hi Thomas und andere,

>> Ballistol reagiert nicht neutral, erzählte mir ein Schütze,
>
> Selbst getestet oder vom Höhrensagen?

"Der wesentliche Bestandteil von Ballistol ist Weißöl in medizinischer
Qualität. Diese Komponente dient als Schmiermittel und Korrosionsschutz.
Die Alkoholbestandteile sind von desinfizierender und konservierender
Wirkung. Damit sich beides mischen lässt, sind Alkalisalze der Ölsäure
als Detergens vorhanden. Sie ermöglichen zusammen mit den Alkoholen auch
eine wasserverdrängende und schmutzlösende Wirkung, führen jedoch auch
zu einer Abwaschbarkeit des Ölfilmes. Ballistol bildet mit Wasser eine
milchige Emulsion und hat nach Herstellerangaben einen pH-Wert von 8 bis
8,5 (alkalisch). "

https://de.wikipedia.org/wiki/Ballistol



> Da habe ich immer noch die Not damit, wie ein Öl überhaupt einen pH
> haben kann. Da bräuchte ich Nachhilfe in Chemie.

Nicht nur du. ;-)

Der „klassische“ pH-Wert kann in Ölen nicht bestimmt werden. Deshalb
erfolgt die Bestimmung mit einem Titrator über eine elektrochemische
Reaktion. Die Ölprobe wird in einem Lösungsmittelgemisch, das kleine
Mengen Wasser enthält, gelöst. Die Veränderung der Spannung in der
Titrationselektrode wird nach 5 Minuten als Anfangs-pH-Wert i-pH
(initial pH) umgerechnet.
Aussage: Da die BN nicht über das Neutralisiervermögen eines Öles für
alle Arten von Säuren informiert, die beim Betrieb von Gasmotoren mit
Deponie- oder Klärgasen ins Öl gelangen können, liefert der i-pHWert
entscheidende zusätzliche Informationen über die Belastung eines
Gebrauchtöls mit korrosiv wirkenden Säuren

https://de.oelcheck.com/analysen/pruefverfahren/i-ph-wert/

:-)
--
---hdw---

Thomas Prufer

unread,
Sep 28, 2020, 4:32:08 AM9/28/20
to
On Mon, 28 Sep 2020 09:33:57 +0200, Marte Schwarz <marte....@gmx.de> wrote:

>Hi Thomas und andere,
>
>> Das Kontakt 60 ist schon lange ausgelaufen und entsorgt, der Rest-Schmodder am
>> Regal wo die Dose stand reagiert nicht mit dem pH-Papier.
>
>hätte mich auch gewundert.

Ich hab halt erst das pH-Papier abgerissen und dann stand ich vor dem
Kontakt-60-freien Schrank. Hab dann das Papier über den Dreck gerubbelt, und
dann nassgemacht -- besser als gleich wegwerfen, dachte ich mir.

>
>> Das Kontakt 61 "für neue Kontakte" scheint neutral.
>
>> Ballistol reagiert nicht neutral, erzählte mir ein Schütze,
>
>Selbst getestet oder vom Höhrensagen?

Hörensagen. Der hat Ballistol auf Weißblech (Konservendeckel?), Monate
stehenlassen, und irgendwann Korrosionsspuren gefunden.

Ich les grad "es war seinerzeit das erste alkalische Feinmechanikeröl".

Irgendwie geht sauer/alkalisch bei Öl, scheint's.

>Spannender Kommentar im Sicherheitsdatenblatt des Universalöls flüssig:
>Erfahrungen aus der Praxis
>Ballistol Öl wird seit über 100 Jahren von vielen Verbrauchern u.a.
>zur Hautpflege und andere Humananwendungen, unter anderem auch
>innerlich, benutzt. Berichte über Unverträglichkeit, Intoxikationen bzw.
>chronisch-toxische Wirkungen liegen nicht vor.

Schrieb wer hierzugroup: "Der Forstarbeiter hatte sich die Hand abgehackt, dann
Ballistol drauf, und am nächsten Tag war die wieder angewachsen!"

Ist halt europäisches WD-40: Ballistol hilft im Volksmund gegen Zecken, Fußpilz,
Migräne, Mücken, Mückenstiche, ...


Thomas Prufer

Sebastian Wolf

unread,
Sep 28, 2020, 4:46:14 AM9/28/20
to
Am 28.09.2020 um 10:32 schrieb Thomas Prufer:

> europäisches WD-40

Es gibt tatsächlich wesentliche Unterschiede zwischen WD-40/USA und
WD-40/RestderWelt. Letzteres ist nur Petroleum.

olaf

unread,
Sep 28, 2020, 6:01:03 AM9/28/20
to
Hanno Foest <hurga...@tigress.com> wrote:

>Mir sind schon verschiedene Dosen von Kontakt Chemie durchgerostet.

Mir bisher nur Kontakt 60, und eine Plastik70 hat mal einen Knubbel
bekommen und sich selbst abgedichtet. Das andere Zeug was ich von
denen habe hat nie Probleme bereitet.

Aber okay, mit einer kleinen Dose Kontakt60 wuerde ich vermutlich
30Jahre auskommen wenn sie nicht vorher durchrostet. Die anderen sind
sicherlich deutlich eher leer.

Olaf

Wolfgang Allinger

unread,
Sep 28, 2020, 6:15:35 AM9/28/20
to

On 28 Sep 20 at group /de/sci/electronics in article dqo84h-...@criseis.ruhr.de
<ol...@criseis.ruhr.de> (olaf) wrote:

> Hanno Foest <hurga...@tigress.com> wrote:

>> Mir sind schon verschiedene Dosen von Kontakt Chemie durchgerostet.

> Mir bisher nur Kontakt 60, und eine Plastik70 hat mal einen Knubbel
> bekommen und sich selbst abgedichtet. Das andere Zeug was ich von
> denen habe hat nie Probleme bereitet.

Uff, und ich dachte, ich wäre der einzige Glückliche mit Plastik70
Selbstdichtung :)

Helmut Wabnig

unread,
Sep 28, 2020, 6:16:27 AM9/28/20
to
On Sun, 27 Sep 2020 16:34:00 +0200, Heinz Schmitz
<HeinzS...@kra.org> wrote:

>Heute wird soviel über "Miteinanderredenmüssen" gesprochen,
>dass ich mich wundere, so wenig über Kontakt-Reiniger zu wissen.
>Anekdotisch wird oft vor einem Produkt der Kontakt-Chemie gewarnt
>(Probleme kommen alsbald wieder), wogegen ein Teslanol meist
>in den höchsten Himmel gelobt wird.
>
>Als ich die Suche begann, habe ich erstmal gestöhnt angesichts
>zunächst der Vielzahl angebotener Sprays, und dann angesichts
>der schwammigen Beschreibungen. Ich habe also ein paar
>Produkte herausgegriffen und versucht, herauszufinden, was
>da eigentlich drin ist. Die Preise nenne ich nur orientierungshalber,
>für die Größenordnung. Die Zusammensetzung habe ich aus den
>Sicherheitsdatenblättern.
>
>- Teslanol T6 (Kontakt-und Tunerspray, Oszillin), 400ml um die 5,20 €.
>Bestandteile: aliphatische Kohlenwasserstoffe und 5-10mg/m3
>Mineralölnebel (homöopathische Menge).
>Bemerkenswert ist die Zündtemperatur von 240 °C - da ist man mit
>dem Lötkolben schon gut dabei (das gilt wohl für alle die Produkte).
>
>- Kontakt 60 (400 ml ca 13 €).
>Enthält Isopropanol 25 - 50%, aliphatische Kohlenwasserstoffe < 25%,
>Butan-2-ol < 20 %, und Petroleum 5 - 10 %.
>
>- Kontakt WL (200 ml 6,82 €)
> "It is also optimally suited for the removal of residues after
> KONTAKT 60 has been used.
> ... Electrical contacts and surfaces cleaned from corrosion
> dirt should be protected following the cleaning. For contacts
> we do recommend anti-corrosion protective oil KONTAKT 61."
>Enthält Isopropanol 25 - 50%, Butan-2-ol 10 - 25%, aliphatische
>Kohlenwasserstoffe 10 - 25%, Propyl-2-methylether 5 - 10%,
>Ethyl-methylketon 1 - 5 Prozent. Selbstentzündung oberhalb 200°C.
>
>- Kontakt 61 (400 ml ca 19 €)
>Enthält Isopropanol 25 - 50%, aliphatische Kohlenwasserstoffe <25%,
>Butan-2-ol <20%, Petroleum 5 - 10%.
>Selbstentzündung über 200°C.
>
>Auf der Webseite wird eine höherwertige Alternative zu Kontakt WL
>angegeben:
>- RND Kontaktreiniger (400 ml 9,13 €)
>Enthält Pentan 60 - 100%, Isopropanol 1 - 5%.
>
>Was ich mir gewünscht hätte, wäre eine Auflistung der üblichen
>Kontakt-Verunreiniger (Fett, oxidiertes Fett, Metall-Oxide, Metall-
>Sulfide, ...?), und Angaben, wie welche Spray-Komponenten
>diese beseitigen. Sicher gibt es dazu irgendwo kluge Bücher.
>Vielleicht basiert das auch nur auf Empirie, wie die Tatsache,
>dass Alu besser gebohrt und gesägt werden kann, wenn man
>Alkohol dazu gibt?
>Nach der Erfahrung "Gleiches wird von Gleichem gelöst" sollten
>die Stoffe der linken Spalte ineineinader löslich sein, und die
>der rechten Spalte ineinander - links aber nicht in rechts, und
>umgekehrt.
> Öl <---> Wasser
> Benzin <---> Alkohol
>unpolarer Schmutz <---> polarer Schmutz
>
>Danach ist
>- Teslanol wohl gut gegen Fette und gut zur Kontaktschmierung,
>und
>- Kontakt 61 wird als "Reiniger" wohl ausreichen, oder auch
> der preiswertere RND Kontaktreiniger.
>Warum man Kontak-60 nachspülen muss, erkenne ich aus der
>Zusammensetzung nicht.
>
>Als der mit Ethanol versetzte Bio-Sprit auf den Markt kam, gab
>es viele Bedenken hinsichtlich der Alkohol-Beständigkeit
>diverser Kfz-Bauteile. Wenn da was dran war, sollte man das
>beim Einsatz von Isopropanol etc natürlich auch bedenken.
>
>Grüße,
>H.
>

Der Meinige nimmt STABILANT für die feinen Sachen.
http://www.stabilant.com/

I7 CPU im Sockel ständich Ausfälle, klopfempfindlich,
seit der Bepinselung mit dem da oben 4 Jahre Ruhe.
Memories und Motherboard Sluts ebenso.

Was drin ist?
Keene Ahnung nicht.
Der Meinige verdünnt es zudem 1:10 mit ISO.
'sis sonst zu teuer.

w.

Hans-Juergen Schneider

unread,
Sep 28, 2020, 6:20:28 AM9/28/20
to
Hartmut Kraus wrote:
>
> Am 27.09.20 um 19:59 schrieb Hans-Juergen Schneider:
> > Hartmut Kraus wrote:

> >> "Wellenschalteröl". Das hatte die ganze tolle Chemieindustrie der DDR
> >> nicht drauf. ;)
> >
> > Weil das volkswirtschaftlicher Unsinn gewesen wäre.
> > Der Bedarf war einfach zu gering.
>
> Meinste?
> Und ich hatte einige Geräte in der Mache, die nach "nur" ein bisschen
> Kontakte putzen wieder erklangen

Du musst mal einen Oszi machen. Z.B. EO203. Dort verzweifelst Du
schon an den Y-Teilern. Und dieses Ag2S kam nicht nur aus dem Hause
Febana.

> Und was wurde andererseits in der DDR an volkswirtschaftlichem Unsinn
> nicht angestellt / hergestellt, völlig am Bedarf vorbei ... ;)

Kann man so nicht sagen. Denn es gab ja keine Werbung.

> > Es gab ja auch noch Pulmotin.
>
> Eh, damit ging's auch? ;)

Die Sache hat einen kleinen Haken: Nennt sich Viskosität.

> > Hätte der Granowski Leupirex oder Leunamot erfunden, dann wäre der
> > ganz bestimmt kassiert worden.

> Möglich, aber mit seinem Wellenschalteröl sicher auch, wenn die
> "Verantwortlichen" das nur erkannt hätten. ;)

Niemand hatte die Absicht, komplette Geräte mit diesem Zeug zu
fluten. Man konnte es z.B. mit einer Spritze punktgenau auftragen.
Bei K60-Spray sieht das schon mal anders aus.

MfG
hjs

Heinz Schmitz

unread,
Sep 28, 2020, 6:25:20 AM9/28/20
to
Rolf Bombach wrote:

>> - Teslanol T6 (Kontakt-und Tunerspray, Oszillin), 400ml um die 5,20 €.
>> Bestandteile: aliphatische Kohlenwasserstoffe und 5-10mg/m3
>> Mineralölnebel (homöopathische Menge).
>> Bemerkenswert ist die Zündtemperatur von 240 °C - da ist man mit
>> dem Lötkolben schon gut dabei (das gilt wohl für alle die Produkte).

>Unfreiwillige Grossversuche unsererseits zeigten, dass man
>das nicht überbewerten muss. (Deziliterweise Heizöl über
>400 °C heisse Apparatur...)

Da habt Ihr die Apparatur mit den vielen Dezilitern so schnell
gekühlt, dass das Zeug garkeine Zeit hatte, sich zu entzünden.

>Beim Lötkolben ist da billiges Zeitungspapier wesentlich gefährlicher.

Da ist dann das Masseverhältnis durchaus brandgünstiger :-).

Grüße,
H.


Volker Bartheld

unread,
Sep 28, 2020, 6:40:47 AM9/28/20
to
On Mon, 28 Sep 2020 09:33:57 +0200, Marte Schwarz wrote:
>> Ballistol reagiert nicht neutral, erzählte mir ein Schütze

https://www.ballistol-shop.de/Ballistol-Universal-Oel-500-ml-fluessig_B-S_157.html
"[...] Ballistol Universalöl von Klever ist eines der wenigen alkalischen
Öle. Als alkalisches Öl und Spray ist Ballistol Universalöl hochwirksam,
universell und umweltfreundlich. [...]"

https://www.ballistol-shop.de/Ballistol-Story:_:40.html
"[...] Das alkalische Spezialöl Ballistol gewährleistet auch die
problemlose Reinigung und Konservierung von Schwarzpulverwaffen wie z. B.
Vorderlader oder Signal- und Schreckschusspistolen und -revolver.
Ballistol neutralisiert und löst diese besonders aggressiven Rückstände
schadlos auf. [...]"

> Spannender Kommentar im Sicherheitsdatenblatt des Universalöls flüssig:
> Ballistol Öl wird seit über 100 Jahren von vielen Verbrauchern u.a.
> zur Hautpflege und andere Humananwendungen, unter anderem auch
> innerlich, benutzt. Berichte über Unverträglichkeit, Intoxikationen bzw.
> chronisch-toxische Wirkungen liegen nicht vor.
> Von Inhaltsauflistungen keine Spur.

https://www.ballistol-shop.de/Neo-Ballistol-Inhaltsstoffe:_:136.html
Paraffinum Liquidum (medizinisch reines Weißöl), Oryza Sativa (Reis-Öl),
Oleic Acid (Ölsäure), Potassium Hydroxide, Isoamylalcohol, Alcohol, Aqua,
Mentha Piperita (Pfefferminz-Öl), Anisum (Anis-Öl), Ammonia, Sodium
Saccharin.

https://de.wikipedia.org/wiki/Ballistol#Zusammensetzung
Pharmazeutisch reines Weißöl, Ammoniumoleat, Kaliumoleat, Ölsäure, Alkohole
(Isobutanol, 2-Methyl-1-butanol, Benzylalkohol) Anethol und Benzylacetat
zur Parfümierung.

Das einzige Problem, das ich - neben all den Superlativen - mit Ballistol
habe, ist, daß es sich mit dem Inhaltsstoff "Weißöl" (aka. Paraffinöl)
vermutlich um ein petrochemisches Produkt handelt. Aus nachwachsenden
Rohstoffen synthetisiert werden es die Jungs bei Klever wohl eher nicht
haben.

HTH,
Volker

Heinz Schmitz

unread,
Sep 28, 2020, 6:58:08 AM9/28/20
to
Marte Schwarz wrote:

>Da habe ich immer noch die Not damit, wie ein Öl überhaupt einen pH
>haben kann. Da bräuchte ich Nachhilfe in Chemie.

https://de.wikipedia.org/wiki/PH-Wert
"Der pH-Wert ist definiert als die Gegenzahl des dekadischen
Logarithmus der Wasserstoffionen-Aktivität.
pH = - log 10 a ( H + )"

(So Worte wie "Gegenzahl" machen imho das Mint-Studium zu einem
Guru-Hobby :-).

In wasserfreiem, reinem Öl muss man also wirklich keinen pH-Wert
erwarten. Es ist aber ausserordentlich schwierig, irgendwas WIRKLICH
wasserfrei zu machen.
https://de.wikipedia.org/wiki/Luftfeuchtigkeit
"Bei atmosphärischem Normaldruck von 1013,25 hPa kann ein
Kubikmeter Luft bei 10 °C maximal 9,41 g Wasser aufnehmen.
Die gleiche Luftmenge nimmt bei 30 °C schon 30,38 g Wasser
auf und bei 60 °C sind es schon über 100 g Wasser."

Auch Benzin-Tanks von Kfz können durchkorrodieren - Kondensation
von Luftfeuchtigkeit reicht schon, um über die Zeit Wasser am Boden
des Tanks abzuscheiden.

Die ganze pH-Werterei bei Werten, die sich nur wenig vom Neutralen
unterscheiden, hat aber immer ein bisschen von Schlangenöl, weil
man nur sehr wenig Säure oder Alkali braucht, um da gleich ein oder
zwei Prozentpunkte nach unten oder oben zu schiessen.
Auch das "pH-Papier" sieht mehr schön aus, als dass es nahe dem
Neutralbereich nutzt: Mach es feucht und atme drauf, schon zeigt es:
sauer!

Was DIE Kontakt-Reiniger angeht, die Alkohole enthalten, nehme ich
an, dass in denen auch mehr Wasser drin ist als in den nur auf Kohlen-
wasserstoff basierten Produkten.

Grüße,
H.



Heinz Schmitz

unread,
Sep 28, 2020, 7:08:00 AM9/28/20
to
Volker Bartheld wrote:

>...
>https://www.ballistol-shop.de/Neo-Ballistol-Inhaltsstoffe:_:136.html
>Paraffinum Liquidum (medizinisch reines Weißöl), Oryza Sativa (Reis-Öl),
>Oleic Acid (Ölsäure), Potassium Hydroxide, Isoamylalcohol, Alcohol, Aqua,
>Mentha Piperita (Pfefferminz-Öl), Anisum (Anis-Öl), Ammonia, Sodium
>Saccharin.
>
>https://de.wikipedia.org/wiki/Ballistol#Zusammensetzung
>Pharmazeutisch reines Weißöl, Ammoniumoleat, Kaliumoleat, Ölsäure, Alkohole
>(Isobutanol, 2-Methyl-1-butanol, Benzylalkohol) Anethol und Benzylacetat
>zur Parfümierung.
>
>Das einzige Problem, das ich - neben all den Superlativen - mit Ballistol
>habe, ist, daß es sich mit dem Inhaltsstoff "Weißöl" (aka. Paraffinöl)
>vermutlich um ein petrochemisches Produkt handelt. Aus nachwachsenden
>Rohstoffen synthetisiert werden es die Jungs bei Klever wohl eher nicht
>haben.

Ich sehe eher ein Problem darin, dass nach der Anwendung Salze als
Rückstand verbleiben können (Kalium ..., Natrium..., Ammonium,...),
die dann mit Luftfeuchte auch noch Hydroxide und damit ein für diverse
Reaktionen günstiges Mikroklima auf den Kontakten bilden. Im Gewehr-
Lauf macht das nix, weil da eh Puver-Chemie herrscht, aber auf meinen
Kontakten will ich das nicht.

Grüße,
H.


Heinz Schmitz

unread,
Sep 28, 2020, 7:49:08 AM9/28/20
to
Helmut Wabnig wrote:

>Der Meinige nimmt STABILANT für die feinen Sachen.
>http://www.stabilant.com/
>
>I7 CPU im Sockel ständich Ausfälle, klopfempfindlich,
>seit der Bepinselung mit dem da oben 4 Jahre Ruhe.
>Memories und Motherboard Sluts ebenso.
>
>Was drin ist?
>Keene Ahnung nicht.
>Der Meinige verdünnt es zudem 1:10 mit ISO.
>'sis sonst zu teuer.

Die Seite
http://www.stabilant.com/sizes.html
führt zu dem US Patent 4696832, das Google findet:
https://patents.google.com/patent/US4696832A/en
"The block polymers are useful when the polyoxypropylene
and polyoxyethylene are present in the range of 2% to 98%, by
weight, or either of them, with the other component being
present in the range of 98% to 2%, by weight. More usually,
each is present in the range of 20% to 80%, and vice-versa.
having a molecular weight of between 1400 and 2800
... the material may be mixed together with a suitable
chemically inert liquid carrier or dilutant. Such dilutants
as isopropyl alcohol, trichlorethylene, or fluorocarbon
(usually a FREON®) may be used ..."

Interessant zu lesen, aber die Idee, ein höhermolekulares Öl auf die
Kontakte zu bringen, damit es dauernd drauf bleibt, finde ich nicht so
attraktiv.
Zu dem in der Distributoren-Liste angegebenen Deutschen Verein
kommt nur eine leere Seite, bei dem Englischen Verein muss man
Stabilant suchen, und es wird nicht als Contact-Cleaner, sondern
als Contact-Enhancer beschrieben:
https://www.sibert.co.uk/products/stabilant-22-contact-enhancer?_pos=1&_sid=86acdb14e&_ss=r
"Unlike cleaners, this is a resident material because, once
applied to the contacts, it's left in place to work for the
life of the equipment. In place, this liquid polymeric
non-polad semiconductor selectively switches-on between
the mating surfaces of each of the individual contacts,
staying non-conductive between adjacent contacts.
... To keep it simple, the use of Stabilant 22 on an
electro-mechanical contact can give the reliability of
a soldered joint without forming a physical bond."

Hmmm. 30 Pounds for 5 ml.

Grüße,
H.


Helmut Wabnig

unread,
Sep 28, 2020, 10:07:17 AM9/28/20
to
Verdünnen! Wenich ist hier Viel.
Ja sie schreiben irgendwo daß in dünnen Schichten zwischen Metall
das Zeuchs leitend wird.
Also vergrößern sich die Kontaktpunkte. Sagen sie.

Die Wirkung ist dementsprechend.
Ich kann nur das Beste berichten.

Nicht anwendbar ist es auf einem Kollektormotor.
Der feuert dann wie wild.

Ich hab mit dem Zeuchs schon unzählige
Computerprobleme gelöst.
Potis gehen auch.
Mehr weiß ich leider ooch nich.

Messungen mit Milliohmmeter wären denkbar,
oder noch besser,
die Anstiegszeiten von Pulsen auf Leitungen und Steckerleisten.
Jedoch sowas zu messen is nich einfach.

w.

Hartmut Kraus

unread,
Sep 28, 2020, 10:39:47 AM9/28/20
to
Am 28.09.20 um 12:20 schrieb Hans-Juergen Schneider:
> Hartmut Kraus wrote:
>>
>> Am 27.09.20 um 19:59 schrieb Hans-Juergen Schneider:
>>> Hartmut Kraus wrote:
>
>>>> "Wellenschalteröl". Das hatte die ganze tolle Chemieindustrie der DDR
>>>> nicht drauf. ;)
>>>
>>> Weil das volkswirtschaftlicher Unsinn gewesen wäre.
>>> Der Bedarf war einfach zu gering.
>>
>> Meinste?
>> Und ich hatte einige Geräte in der Mache, die nach "nur" ein bisschen
>> Kontakte putzen wieder erklangen
>
> Du musst mal einen Oszi machen. Z.B. EO203. Dort verzweifelst Du
> schon an den Y-Teilern. Und dieses Ag2S kam nicht nur aus dem Hause
> Febana.

Nee, nee, daran war kein Bedarf. ;) Das war alles
Unterhaltungselektonik, im Bekanntenkreis eben. Und da hatte ich gut zu
tun. Man bedenke, dass z.B. schon ein Schwarzweißfernseher den braven
DDR-Durchschnittsbürger etwa zwei Monatsgehälter kostete. Also wurden
auch Museumsstücke am Laufen gehalten, so lange es ging. Eine
verbreitete Methode war z.B. das Betreiben "müder" Bildröhren mit
erhöhter Heizspannung ... Das Gros meiner "Aufträge" war natürlich schon
Fehlersuche und Reparaturen.

>> Und was wurde andererseits in der DDR an volkswirtschaftlichem Unsinn
>> nicht angestellt / hergestellt, völlig am Bedarf vorbei ... ;)
>
> Kann man so nicht sagen. Denn es gab ja keine Werbung.

Werbung gab's auch. ;)

https://www.youtube.com/watch?v=pfnODbvpwDY

Ich erinnere mich noch an "nimm ein Ei mehr", "Sauerkraut ist soooo
gesund", ... ;)

Und bei aller Mangelwirtschaft gab's auch jede Menge Ladenhüter. Der
Plan war nun mal Gesetz. Leider kann man Bedürfnisse, Geschmack etc. der
Kunden nicht planen. ;)

Hartmut Kraus

unread,
Sep 28, 2020, 10:47:07 AM9/28/20
to
Am 28.09.20 um 12:58 schrieb Heinz Schmitz:
> Auch das "pH-Papier" sieht mehr schön aus, als dass es nahe dem
> Neutralbereich nutzt: Mach es feucht und atme drauf, schon zeigt es:
> sauer!

Das ist doch richtig, CO2 reagiert mit Wasser zu Kohlensäure?

Sebastian Wolf

unread,
Sep 28, 2020, 10:48:37 AM9/28/20
to
Ja, aber beim Schmitz kommt ja noch der Rattengestank dazu.

horst-d.winzler

unread,
Sep 28, 2020, 10:55:18 AM9/28/20
to
Am 28.09.20 um 16:47 schrieb Hartmut Kraus:
> Am 28.09.20 um 12:58 schrieb Heinz Schmitz:

> Das ist doch richtig, CO2 reagiert mit Wasser zu Kohlensäure?

Deshalb sagt wohl manchmal, die Luft sei so erfrischend und prickelnd
wie Kohlensäure. :-)

--
---hdw---

Guido Grohmann

unread,
Sep 28, 2020, 12:24:42 PM9/28/20
to
olaf schrieb:
>
> Mir bisher nur Kontakt 60, und eine Plastik70 hat mal einen Knubbel
> bekommen und sich selbst abgedichtet.

Hast du ein Glück, bei mir ist das Zeug erst ausgelaufen und hat dann
die Dose am Regalboden festgeklebt. Ich hab ganz schön blöde ausgesehen,
als ich die Dose aus dem Regal nehmen wollte und das ging einfach nicht.

Guido

Heinz Schmitz

unread,
Sep 28, 2020, 4:06:19 PM9/28/20
to
Ah, haste Dir mal was Neues einfallen lassen?
Muss für Dich als Roten echt anstrengend gewesen sein :-).

Grüße,
H.


Rolf Bombach

unread,
Sep 28, 2020, 5:55:35 PM9/28/20
to
Hartmut Kraus schrieb:
> Am 28.09.20 um 12:58 schrieb Heinz Schmitz:
>> Auch das "pH-Papier" sieht mehr schön aus, als dass es nahe dem
>> Neutralbereich nutzt: Mach es feucht und atme drauf, schon zeigt es:
>> sauer!

Es zeigt allenfalls was unter 7 an, ob man das als realistisch
sauer bezeichnen soll, ist fraglich. 7 heisst ja, dass schon
1E-7 mol H+ pro Liter Wasser da ist, nicht viel, aber auch nicht
null. Neutral heisst eher, gleich viel Säure wie Lauge, was
aber eben nicht heisst, dass OH- und/oder H+ Konzentration
gleich null ist/sind. Bei hohen Temperaturen nehmen dann
beide Konzentrationen zu, Neutral ist dann halt bei pH 6 oder so.

> Das ist doch richtig, CO2 reagiert mit Wasser zu Kohlensäure?

Allenfalls nach dem Komma. Mineralwasser mit Blubber schmeckt
ja auch nicht sauer.

--
mfg Rolf Bombach

Hans-Juergen Schneider

unread,
Sep 29, 2020, 3:21:24 AM9/29/20
to
Rolf Bombach wrote:
>
> > Das ist doch richtig, CO2 reagiert mit Wasser zu Kohlensäure?
>
> Allenfalls nach dem Komma. Mineralwasser mit Blubber schmeckt
> ja auch nicht sauer.

Nicht jede Säure schmeckt sauer. Es gibt sie auch z.B. mit
Harz- oder Mandelgeschmack.

MfG
hjs

Thomas Prufer

unread,
Sep 29, 2020, 3:35:57 AM9/29/20
to
On Mon, 28 Sep 2020 23:55:32 +0200, Rolf Bombach
<rolfnosp...@invalid.invalid> wrote:

>Allenfalls nach dem Komma. Mineralwasser mit Blubber schmeckt
>ja auch nicht sauer.

Da gabs einen Schulversuch: Mineralwasser kohlensäurehaltig in der PET-Flasche,
Indikator. Durch Ausgasen und Eingasen (heißt das so?) das aus, steigt und sinkt
der pH-Wert. Also kräftig schütteln, Flasche drücken, erwärmen, abkühlen, ...

(Der Versuch funktionierte erst nicht, wohl weil es ein Universalindikator 1-11
war. Mit einem schmalbandigerem ging es dann.)


Thomas Prufer

Wolf gang P u f f e

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Sep 29, 2020, 4:30:45 AM9/29/20
to
Am 28.09.2020 um 16:39 schrieb Hartmut Kraus:
> Am 28.09.20 um 12:20 schrieb Hans-Juergen Schneider:
>> Hartmut Kraus wrote:
>>>
>>> Am 27.09.20 um 19:59 schrieb Hans-Juergen Schneider:
>>>> Hartmut Kraus wrote:
>>
>>>>> "Wellenschalteröl". Das hatte die ganze tolle Chemieindustrie der DDR
>>>>> nicht drauf. ;)
>>>>
>>>> Weil das volkswirtschaftlicher Unsinn gewesen wäre.
>>>> Der Bedarf war einfach zu gering.
>>>
>>> Meinste?
>>> Und ich hatte einige Geräte in der Mache, die nach "nur" ein bisschen
>>> Kontakte putzen wieder erklangen
>>
>> Du musst mal einen Oszi machen. Z.B. EO203. Dort verzweifelst Du
>> schon an den Y-Teilern. Und dieses Ag2S kam nicht nur aus dem Hause
>> Febana.
>
> Nee, nee, daran war kein Bedarf. ;) Das war alles
> Unterhaltungselektonik, im Bekanntenkreis eben. Und da hatte ich gut zu
> tun. Man bedenke, dass z.B. schon ein Schwarzweißfernseher den braven
> DDR-Durchschnittsbürger etwa zwei Monatsgehälter kostete. Also wurden
> auch Museumsstücke am Laufen gehalten, so lange es ging. Eine
> verbreitete Methode war z.B. das Betreiben "müder" Bildröhren mit
> erhöhter Heizspannung ... Das Gros meiner "Aufträge" war natürlich schon
> Fehlersuche und Reparaturen.

Das Wellenschalteröl war bei den Trommelkanalwählern nützlich.
Da wurden xx Kontakte mit Spulen und Cs geschalten.
Ich kenne z.B. noch die Methode mit dem am Kanalwählerknopf verkeilten
Streichholz beim Dürer 86, damit die Kontake drinnen sicher geschlossen
waren.
Irgendwann musste man dann doch die Rückwand abschrauben und die
Kontakte pflegen und justieren.
Und wenn man keine Erfahrungen hatte, flog auch mal der Schraubenzieher
quer durch Wohnzimmer, wenn man vom Rest Hochspannung gebissen wurde.

Manuel Reimer

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Sep 29, 2020, 7:40:26 AM9/29/20
to
On 27.09.20 16:34, Heinz Schmitz wrote:
> Heute wird soviel über "Miteinanderredenmüssen" gesprochen,
> dass ich mich wundere, so wenig über Kontakt-Reiniger zu wissen.

Was war eigentlich der Punkt deines Postings?

Mir fehlt irgendwie die Fragestellung über die diskutiert werden könnte :P

> Anekdotisch wird oft vor einem Produkt der Kontakt-Chemie gewarnt
> (Probleme kommen alsbald wieder), wogegen ein Teslanol meist
> in den höchsten Himmel gelobt wird.

Das Tunerspray von Kontakt (600) ist vom Geruch her auffällig ähnlich
wie Teslanol. Allerdings trocknet das Tunerspray rückstandslos weg
während Teslanol einen feinen Schmierfilm zurücklässt.

Mein PC-Soundsystem, mit welchem ich sehr zufrieden bin, hat eine
"Fernbedien-Einheit" die auf den Schreibtisch gelegt wird. Es ist wohl
ein bekannter Fehler das das Alps-Klon-Poti darin nach einer gewissen
Zeit furchtbar zu kratzen beginnt. Der Hersteller hat mir, obwohl weit
über die Garantie, auf jeden Fall anstandslos nach Nennung der
Seriennummer eine neue Fernbedien-Einheit zugeschickt.

Da nun Ersatz da war dachte ich mir ich nehme die Alte mal als Testfall
(mehr kaputt geht nicht mehr) und hab mir eine Dose Teslanol Tunerspray
bestellt. Das Poti ist vernietet und relativ dicht gebaut. Man kommt
also nicht zerstörungsfrei an die Kohlebahnen. Ich hab das Röhrchen der
Dose dann fest auf den Übergang zwischen Achse und Gehäuse gepresst und
so mit Druck etwas vom Spray ins Poti befördert.

Direkt nach Anwendung kratzte gar nichts mehr. Lautstärke einstellen
geht wieder ohne jegliche Störgeräusche. Und seit der Anwendung sind
schon wieder ein paar Jahre vergangen. Ich musste bisher nicht nachsprühen!

Zumindest was Reparatur von alten (teilweise schwer zu ersetzenden)
Potis angeht hat mich das Teslanol auf jeden Fall überzeugt.

Gruß

Manuel

Sieghard Schicktanz

unread,
Sep 29, 2020, 4:13:06 PM9/29/20
to
Hallo Rolf,

Du schriebst am Mon, 28 Sep 2020 23:55:32 +0200:

[pH-Wert]
> Es zeigt allenfalls was unter 7 an, ob man das als realistisch
> sauer bezeichnen soll, ist fraglich. 7 heisst ja, dass schon
> 1E-7 mol H+ pro Liter Wasser da ist, nicht viel, aber auch nicht
> null. Neutral heisst eher, gleich viel Säure wie Lauge, was

Und genau das ist doch bei ph 7 ("unter Normalbedingungen") der Fall?

> aber eben nicht heisst, dass OH- und/oder H+ Konzentration
> gleich null ist/sind. Bei hohen Temperaturen nehmen dann

Können sie ja auch gar nicht, dann wäre ja auch kein Wasser mehr da.

> beide Konzentrationen zu, Neutral ist dann halt bei pH 6 oder so.

Dürfte so nicht zutreffen, weil der "pH-Wert" wohl in seiner Definition
die Meßbedingungen enthalten sollte, so daß eine heiße Lake erstmal soweit
abzukühlen wäre, bevor eine pH-Messung durchgeführt werden kann. Allenfalls
könnte der Meßaufbau die Werte anhand der Temperatur auf die richtigen
Bedingungen zurückrechnen.

> > Das ist doch richtig, CO2 reagiert mit Wasser zu Kohlensäure?
>
> Allenfalls nach dem Komma. Mineralwasser mit Blubber schmeckt
> ja auch nicht sauer.

Sauer "schmecken" bedeutet ja auch nicht, daß der pH-Wert definiert sein
muß, sondern daß die Geschmacksknospen (-zellen) der Zunge passend
stimuliert werden.
BTW, soll nicht der Strom einer alten 4,5V-Taschenlampen-Batterie auch
"irgendwie säuerlich schmecken"?

--
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Mit freundlichen Grüßen, S. Schicktanz
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Hartmut Kraus

unread,
Sep 29, 2020, 6:28:16 PM9/29/20
to
Am 29.09.20 um 21:22 schrieb Sieghard Schicktanz:
> BTW, soll nicht der Strom einer alten 4,5V-Taschenlampen-Batterie auch
> "irgendwie säuerlich schmecken"?

Vermutlich, weil er den Speichel elektrolytisch zersetzt?


Heinz Schmitz

unread,
Sep 30, 2020, 4:58:32 AM9/30/20
to
Manuel Reimer wrote:

>Was war eigentlich der Punkt deines Postings?
>
>Mir fehlt irgendwie die Fragestellung über die diskutiert werden könnte :P

Du hast aber dann im Folgenden zu der nichtgestellten Frage schon eine
schöne Antwort beigetragen :-).

>Das Tunerspray von Kontakt (600) ist vom Geruch her auffällig ähnlich
>wie Teslanol. Allerdings trocknet das Tunerspray rückstandslos weg
>während Teslanol einen feinen Schmierfilm zurücklässt.

Das ist beim Teslanol der Mineralöl-Nebel, und das bei Kontakt-
Tunerspray zurückbleibende Wasser (als Mitbringsel des Isopropanols)
bemerkt man nicht.

>Mein PC-Soundsystem, mit welchem ich sehr zufrieden bin, hat eine
>"Fernbedien-Einheit" die auf den Schreibtisch gelegt wird. Es ist wohl
>ein bekannter Fehler das das Alps-Klon-Poti darin nach einer gewissen
>Zeit furchtbar zu kratzen beginnt. Der Hersteller hat mir, obwohl weit
>über die Garantie, auf jeden Fall anstandslos nach Nennung der
>Seriennummer eine neue Fernbedien-Einheit zugeschickt.
>
>Da nun Ersatz da war dachte ich mir ich nehme die Alte mal als Testfall
>(mehr kaputt geht nicht mehr) und hab mir eine Dose Teslanol Tunerspray
>bestellt. Das Poti ist vernietet und relativ dicht gebaut. Man kommt
>also nicht zerstörungsfrei an die Kohlebahnen. Ich hab das Röhrchen der
>Dose dann fest auf den Übergang zwischen Achse und Gehäuse gepresst und
>so mit Druck etwas vom Spray ins Poti befördert.
>
>Direkt nach Anwendung kratzte gar nichts mehr. Lautstärke einstellen
>geht wieder ohne jegliche Störgeräusche. Und seit der Anwendung sind
>schon wieder ein paar Jahre vergangen. Ich musste bisher nicht nachsprühen!
>
>Zumindest was Reparatur von alten (teilweise schwer zu ersetzenden)
>Potis angeht hat mich das Teslanol auf jeden Fall überzeugt.

So habe ich das bisher auch öfter gelesen.

Grüße,
H.


Sebastian Wolf

unread,
Sep 30, 2020, 5:08:07 AM9/30/20
to
Am 30.09.2020 um 10:58 schrieb Heinz Schmitz:
> Manuel Reimer wrote:
>> Das Tunerspray von Kontakt (600) ist vom Geruch her auffällig ähnlich
>> wie Teslanol. Allerdings trocknet das Tunerspray rückstandslos weg
>> während Teslanol einen feinen Schmierfilm zurücklässt.
>
> Das ist beim Teslanol der Mineralöl-Nebel, und das bei Kontakt-
> Tunerspray zurückbleibende Wasser (als Mitbringsel des Isopropanols)
> bemerkt man nicht.

Nur dumm, dass Tuner 600 keinen IPA enthält...

Sieghard Schicktanz

unread,
Sep 30, 2020, 4:13:05 PM9/30/20
to
Hallo Hartmut,

Du schriebst am Wed, 30 Sep 2020 00:28:15 +0200:

> > BTW, soll nicht der Strom einer alten 4,5V-Taschenlampen-Batterie auch
> > "irgendwie säuerlich schmecken"?
>
> Vermutlich, weil er den Speichel elektrolytisch zersetzt?

Könnte auch sein, aber wahrscheinlicher dürfte sein, daß die Nervenzellen
direkt durch den Stromfluß stimuliert werden.

Heinz Schmitz

unread,
Oct 1, 2020, 8:18:02 AM10/1/20
to
Der originale Sebastian Wolf schrieb:

>>> Das Tunerspray von Kontakt (600) ist vom Geruch her auffällig ähnlich
>>> wie Teslanol. Allerdings trocknet das Tunerspray rückstandslos weg
>>> während Teslanol einen feinen Schmierfilm zurücklässt.

>> Das ist beim Teslanol der Mineralöl-Nebel, und das bei Kontakt-
>> Tunerspray zurückbleibende Wasser (als Mitbringsel des Isopropanols)
>> bemerkt man nicht.

>Nur dumm, dass Tuner 600 keinen IPA enthält...

Da haste Recht. Es passt also überraschend nicht in die Reihe
der Kontakt-Chemie Sprays. Ich schrieb aber im OP:
"Ich habe also ein paar Produkte herausgegriffen und
versucht, herauszufinden, was da eigentlich drin ist."
Eine erschöpfende Übersicht aller Kontakt-Reiniger war nicht
beabsichtigt, aber schön, dass Du das ergänzt hast.

Bleibt noch der Preis von 8,87€ für 200 ml, und der von Teslanol:
http://www.kessler-electronic.de/Werkzeug/Sprays/teslanol/TES-T6-400_i2357_40609_0.htm

Grüße,
H.


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