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Empfehlung Labornetzteil

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E.-R. Bruecklmeier

unread,
Jul 1, 2009, 2:08:24 AM7/1/09
to
Moin,

hat jemand eine Empfehlung fᅵr ein _preiswertes_ Labbornetzteil? Es soll
ca. 0-30V bei 2A kᅵnnen - eine weitere Festspannung (5V?) wᅵre schᅵn,
ist aber nicht Bedingung. Extreme Anforderungen an die Restwelligkeit
bestehen nicht.

Danke und viele Grᅵᅵe

Eric.

Thomas Meier

unread,
Jul 1, 2009, 2:18:50 AM7/1/09
to
> hat jemand eine Empfehlung fᅵr ein _preiswertes_ Labbornetzteil? Es soll
> ca. 0-30V bei 2A kᅵnnen - eine weitere Festspannung (5V?) wᅵre schᅵn,
> ist aber nicht Bedingung. Extreme Anforderungen an die Restwelligkeit
> bestehen nicht.

Viele sind Schaltwandler, wenn ein Lineares sein soll gibt es was von ELV:
http://www.elv.de/Prozessor-Power-Supply-PPS-5330/x.aspx/cid_74/detail_10/detail2_18134/flv_1
Auch als Bausatz.

Thomas

Message has been deleted

Marte Schwarz

unread,
Jul 1, 2009, 3:28:11 AM7/1/09
to
Hi Eric,

> hat jemand eine Empfehlung f�r ein _preiswertes_ Labbornetzteil? Es soll
> ca. 0-30V bei 2A k�nnen - eine weitere Festspannung (5V?) w�re sch�n, ist

> aber nicht Bedingung. Extreme Anforderungen an die Restwelligkeit bestehen
> nicht.

ich habe das da:
http://www.conelek.com/product_info.php?cPath=21_25_26&products_id=115

Das hat mehr, als man je braucht. Man muss nur wissen, dass man den Schalter
"Output" besser nicht verwenden sollte. Ich hab es noch nie in allen Kan�len
zur H�chstlast getrieben, das w�rde ich bei derlei Preisklasse ohnehin nie
tun, aber bisher hat es alles getan, was ich brauchte.

Bei dem Versender gibt es aber auch billigeres:
http://www.conelek.com/product_info.php?cPath=21_25_26&products_id=34

Ebenfalls meist recht preisg�nstig kauft man bei
http://dad24.eu/shop.php?KID=5110&NA=regelbare_Labornetzgeraete

So long

MArte


Wiebus

unread,
Jul 1, 2009, 4:16:38 AM7/1/09
to
Hallo Marte.

> Das hat mehr, als man je braucht. Man muss nur wissen, dass man den Schalter
> "Output" besser nicht verwenden sollte.

Was macht der denn bzw. was macht er nicht?

Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic

http://www.dl0dg.de

Eric B

unread,
Jul 1, 2009, 4:25:40 AM7/1/09
to
Danke für die Empfehlungen! Ich habe grad ein PEAKTECH 6035D bestellt
- gefällt mir ganz gut, wegen der 2 Festspannungen.

Viele Grüße

Eric.

Marte Schwarz

unread,
Jul 1, 2009, 4:42:18 AM7/1/09
to
Hi Bernd,

>> Das hat mehr, als man je braucht. Man muss nur wissen, dass man den
>> Schalter
>> "Output" besser nicht verwenden sollte.

> Was macht der denn bzw. was macht er nicht?

Vor dem Abschalten der Spannung noch einmal kurz die Spannung um einige
hundert mV anheben :-(
Wenn mans weiss, dann kann man damit ganz gut, aber traurig ist es schon.
Wenn ich mal viel Zeit habe, werde ich das richtig umbauen. Das Ger�t ist ja
nicht so kompliziert gestrickt. Diskrete lineare Elektronik eben, das ist
durchschaubar.

Marte


Dirk Ruth

unread,
Jul 1, 2009, 8:06:18 AM7/1/09
to
E.-R. Bruecklmeierschrieb:
"
>Moin,
>
>hat jemand eine Empfehlung f�r ein _preiswertes_ Labbornetzteil? Es soll
>ca. 0-30V bei 2A k�nnen - eine weitere Festspannung (5V?) w�re sch�n,
>ist aber nicht Bedingung. Extreme Anforderungen an die Restwelligkeit
>bestehen nicht.
>
>Danke und viele Gr��e


Gute Netzteile sind leider teuer (teuerer als ein gutes Multimeter).
Den Wert eines Netzteiles lernt man leider erst dann zu sch�tzen, wenn
der Leistungstransistor durchgeht und einem der ganze Laboraufbau um
die Ohren fliegt.

Dirk

Eric B

unread,
Jul 1, 2009, 8:12:34 AM7/1/09
to
> Gute Netzteile sind leider teuer (teuerer als ein gutes Multimeter).
> Den Wert eines Netzteiles lernt man leider erst dann zu sch tzen, wenn
> der Leistungstransistor durchgeht und einem der ganze Laboraufbau um
> die Ohren fliegt.
>
> Dirk

Und worin liegt jetzt nochmal Deine Empfehlung? Geh ruhig mal davon
aus, daß ich zwischen reiner Hobbyanwendung und professionellem
Einsatz zu unterscheiden weiß.

Grüße

Eric.

Joerg

unread,
Jul 1, 2009, 11:43:24 AM7/1/09
to

... und die gesparten $2 fuer eine mitlaufende Crowbar ein $2000 FPGA
Board geschossen haben.

--
Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com/

"gmail" domain blocked because of excessive spam.
Use another domain or send PM.

Joerg

unread,
Jul 1, 2009, 11:46:59 AM7/1/09
to
Eric B wrote:
>> Gute Netzteile sind leider teuer (teuerer als ein gutes Multimeter).
>> Den Wert eines Netzteiles lernt man leider erst dann zu sch tzen, wenn
>> der Leistungstransistor durchgeht und einem der ganze Laboraufbau um
>> die Ohren fliegt.
>>
>> Dirk
>
> Und worin liegt jetzt nochmal Deine Empfehlung? Geh ruhig mal davon
> aus, da� ich zwischen reiner Hobbyanwendung und professionellem
> Einsatz zu unterscheiden wei�.
>

Falls Hobby, kannst Du Dir eine einstellbare Crowbar mit TL431,
Huehnerfutter und fettem Thyristor bauen. Vor Anschluss von sauteuren
oder geliehenen Sachen kann man die dann z.B. auf 500mV bis 1V ueber
Soll einstellen. Legiert der Laengstransistor durch, schliesst der
Thyristor kurz und blaest eine (hoffentlich vorhandene) Schmelzsicherung
durch.

Dirk Ruth

unread,
Jul 1, 2009, 2:12:21 PM7/1/09
to
Eric Bschrieb:

"
>> Gute Netzteile sind leider teuer (teuerer als ein gutes Multimeter).
>> Den Wert eines Netzteiles lernt man leider erst dann zu sch tzen, wenn
>> der Leistungstransistor durchgeht und einem der ganze Laboraufbau um
>> die Ohren fliegt.
>>
>> Dirk
>
>Und worin liegt jetzt nochmal Deine Empfehlung?

Nicht zu billig einzukaufen.

>Geh ruhig mal davon
>aus, da� ich zwischen reiner Hobbyanwendung und professionellem
>Einsatz zu unterscheiden wei�.

Wenn das Netzteil abgeht und der Laboraufbau zu qualmen anf�ngt, dann
tut das auch dem Hobby weh.
J�rg hat schon den richtigen Hinweis mit der Crowbar gegeben. Leider
spart sich der Hersteller bei den Billigteilen diese 1-Euro Schaltung.

Mein Credo is da eher:
Lieber was gebrauchtes professionelles, als was neues in
Heimwerkerqualit�t.

Dirk

Dirk Ruth

unread,
Jul 1, 2009, 2:17:48 PM7/1/09
to
Joergschrieb:

"
>Dirk Ruth wrote:
>> E.-R. Bruecklmeierschrieb:
>> "
>>> Moin,
>>>
>>> hat jemand eine Empfehlung f�r ein _preiswertes_ Labbornetzteil? Es soll
>>> ca. 0-30V bei 2A k�nnen - eine weitere Festspannung (5V?) w�re sch�n,
>>> ist aber nicht Bedingung. Extreme Anforderungen an die Restwelligkeit
>>> bestehen nicht.
>>>
>>> Danke und viele Gr��e
>>
>>
>> Gute Netzteile sind leider teuer (teuerer als ein gutes Multimeter).
>> Den Wert eines Netzteiles lernt man leider erst dann zu sch�tzen, wenn
>> der Leistungstransistor durchgeht und einem der ganze Laboraufbau um
>> die Ohren fliegt.
>>
>
>... und die gesparten $2 fuer eine mitlaufende Crowbar ein $2000 FPGA
>Board geschossen haben.

Genau.
So manche Netzteile kann man nicht mal ohne Overshot ein- oder
ausschalten, oder den Netzstecker ziehen (Sicherung raus).

Dirk

Joerg

unread,
Jul 1, 2009, 2:18:17 PM7/1/09
to

Stimme zu, wobei das auch keine Garantie ist. Mir sind schon Netzteile
von Edelfirmen wie Zentro und Lambda spektakulaer abgeraucht und haben
teure Probeaufbauten mitgerissen. Also am besten den Entwicklern der
Dinger nicht blind trauen. Zumindest Schaltbild besorgen und ggf.
nachruesten was die Jungs verschwitzt haben.

Der Knueller war ein sauteures Labornetzgeraet, Hersteller vergessen:
Das Poti hatte einen Kracher, Voltmeter zuckte kurz nach oben ... tzzzt
... *PAETSCH*. Die hatten den Ableitwiderstand am Schleifer vergessen.
Au Mann.

Dirk Ruth

unread,
Jul 1, 2009, 2:44:49 PM7/1/09
to
Joergschrieb:

Ich pers�hnlich kaufe lieber die �lteren Netzteile von HP. Da bekommt
man auch die Schaltpl�ne kostenlos im Web und kann mal schauen, was da
so verbaut ist, oder sie auch selbst reparieren.
http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?ViewItem&item=170347187118
ist z.B. ein sehr sch�nes Netzteil, so eins habe ich auch, aber f�r
den OP sicher v�llig �berdimensioniert. Falls die Analoganzeigen nicht
mehr state of the art sind, kann man die ja durch digitale ersetzen.
Die einstellbare Crowbar sieht man rechts unten.
Absolut solide das Ding. Mit 2 gro�en Elkos a 7800uF/100V (L�nge=12cm
x Durchmesser=6,5cm) aufgebaut und einem soliden Rahmen aus
Alu-Druckguss.
Das Teil ist sicher jeden Euro von den 180 wert.

Dirk

Joerg

unread,
Jul 1, 2009, 2:54:03 PM7/1/09
to
> den OP sicher v�llig �berdimensioniert. ...


Die sind echt gusseisern. Ein Netzteil kann nicht ueberdimensioniert
sein :-)


> ... Falls die Analoganzeigen nicht


> mehr state of the art sind, kann man die ja durch digitale ersetzen.


Dafuer eignen sich manche der $3-$5 China-Multimeter ganz gut, die man
dann ueber isolierte 9V versorgen muss. Das sollte ein gewiefter Bastler
auf die Reihe kriegen. Nur mit der Hintergrundbeleuchtung wird das meist
nichts gescheites, kann man aber drauf verzichten.


> Die einstellbare Crowbar sieht man rechts unten.
> Absolut solide das Ding. Mit 2 gro�en Elkos a 7800uF/100V (L�nge=12cm
> x Durchmesser=6,5cm) aufgebaut und einem soliden Rahmen aus
> Alu-Druckguss.
> Das Teil ist sicher jeden Euro von den 180 wert.
>

Ja, damals hatte HP noch die Ingenieure vom alten Schlag. Da ging noch
nichts per Outsource raus.

Olaf Schultz

unread,
Jul 1, 2009, 3:03:00 PM7/1/09
to
On Wed, 01 Jul 2009 20:44:49 +0200, Dirk Ruth wrote:

...

> Ich persöhnlich kaufe lieber die älteren Netzteile von HP. Da bekommt
> man auch die Schaltpläne kostenlos im Web und kann mal schauen, was da


> so verbaut ist, oder sie auch selbst reparieren.
> http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?ViewItem&item=170347187118 ist z.B.

> ein sehr schönes Netzteil, so eins habe ich auch, aber für den OP sicher
> völlig überdimensioniert.

Ich bin mit meinem gebrauchten Hameg 7042 eindeutig zufrieden:-) Das wird
nur vererbt. So'n Hameg-8001-er Tower ist praktisch...

Und das HP, äh Agilent, 66332A hat mehr Wupp und kann auch Wupp ab
(Senke:-) wenn es nur nicht so unsäglich laut wäre... Alleine die Doku
von den (ältern) Agilent-Geräten ist den Preis wert.

Ich sach ja...nur mit aktiv leuchtenden Anzeigen...unbeleuchte LCDs max.
für mobile Geräte...

Olaf

Gerhard Hoffmann

unread,
Jul 1, 2009, 3:20:56 PM7/1/09
to
On Wed, 01 Jul 2009 20:44:49 +0200, Dirk Ruth <d.r...@itecnet.de> wrote:

>Ich pers�hnlich kaufe lieber die �lteren Netzteile von HP. Da bekommt
>man auch die Schaltpl�ne kostenlos im Web und kann mal schauen, was da
>so verbaut ist, oder sie auch selbst reparieren.
>http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?ViewItem&item=170347187118
>ist z.B. ein sehr sch�nes Netzteil, so eins habe ich auch, aber f�r
>den OP sicher v�llig �berdimensioniert. Falls die Analoganzeigen nicht
>mehr state of the art sind, kann man die ja durch digitale ersetzen.
>Die einstellbare Crowbar sieht man rechts unten.
>Absolut solide das Ding. Mit 2 gro�en Elkos a 7800uF/100V (L�nge=12cm
>x Durchmesser=6,5cm) aufgebaut und einem soliden Rahmen aus
>Alu-Druckguss.
>Das Teil ist sicher jeden Euro von den 180 wert.

Stimmt.

An meinen diversen HPs nervt mich aber, dass sie auch im Leerlauf
immer den L�fter laufen lassen. Nur die Kaltlichtlampe des
Mikroskops hat einen noch unangenehmeren Ton.

Ich nehme jetzt lieber R&S NGK oder NGT. Am NGK ist sogar ein
Schraubenzieher-Poti f�r den Panik-Thyristor.
Die Schaltpl�ne sind auch zu haben. Nix exotisches drinnen.
Man bekommt die Ger�te auch von Zeit zu Zeit gebraucht.

Gru�, Gerhard

Joerg

unread,
Jul 1, 2009, 3:27:53 PM7/1/09
to

Wieso, habt Ihr kein elektrisches Licht in Euren Labors? Oder wenigstens
eine Petroleumlampe?

<duck>

--
SCNR, Joerg

Joerg

unread,
Jul 1, 2009, 3:30:39 PM7/1/09
to
Gerhard Hoffmann wrote:
> On Wed, 01 Jul 2009 20:44:49 +0200, Dirk Ruth <d.r...@itecnet.de> wrote:
>
>> Ich pers锟絟nlich kaufe lieber die 锟絣teren Netzteile von HP. Da bekommt
>> man auch die Schaltpl锟絥e kostenlos im Web und kann mal schauen, was da

>> so verbaut ist, oder sie auch selbst reparieren.
>> http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?ViewItem&item=170347187118
>> ist z.B. ein sehr sch锟絥es Netzteil, so eins habe ich auch, aber f锟絩
>> den OP sicher v锟絣lig 锟絙erdimensioniert. Falls die Analoganzeigen nicht

>> mehr state of the art sind, kann man die ja durch digitale ersetzen.
>> Die einstellbare Crowbar sieht man rechts unten.
>> Absolut solide das Ding. Mit 2 gro锟絜n Elkos a 7800uF/100V (L锟絥ge=12cm

>> x Durchmesser=6,5cm) aufgebaut und einem soliden Rahmen aus
>> Alu-Druckguss.
>> Das Teil ist sicher jeden Euro von den 180 wert.
>
> Stimmt.
>
> An meinen diversen HPs nervt mich aber, dass sie auch im Leerlauf
> immer den L锟絝ter laufen lassen. Nur die Kaltlichtlampe des

> Mikroskops hat einen noch unangenehmeren Ton.
>

Beim HP3577 hier kannst Du nur komplette Schreibblocks benutzen.
Einzelne A4 Blaetter pustet der laessig vom Tisch. Dieses Geraet ist
definitiv nichts fuer Allergiker, es sei denn man friemelt einen HEPA
Filter davor (musste ich wegen eines Mitarbeiters schonmal machen ...).

[...]

Olaf Schultz

unread,
Jul 1, 2009, 3:38:09 PM7/1/09
to
On Wed, 01 Jul 2009 12:27:53 -0700, Joerg wrote:

> Olaf Schultz wrote:
>> On Wed, 01 Jul 2009 20:44:49 +0200, Dirk Ruth wrote:
>>
>> ...
>>
>>> Ich persöhnlich kaufe lieber die älteren Netzteile von HP. Da bekommt
>>> man auch die Schaltpläne kostenlos im Web und kann mal schauen, was da
>>> so verbaut ist, oder sie auch selbst reparieren.
>>> http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?ViewItem&item=170347187118 ist
>>> z.B. ein sehr schönes Netzteil, so eins habe ich auch, aber für den OP
>>> sicher völlig überdimensioniert.
>>
>> Ich bin mit meinem gebrauchten Hameg 7042 eindeutig zufrieden:-) Das
>> wird nur vererbt. So'n Hameg-8001-er Tower ist praktisch...
>>
>> Und das HP, äh Agilent, 66332A hat mehr Wupp und kann auch Wupp ab
>> (Senke:-) wenn es nur nicht so unsäglich laut wäre... Alleine die Doku
>> von den (ältern) Agilent-Geräten ist den Preis wert.
>>
>> Ich sach ja...nur mit aktiv leuchtenden Anzeigen...unbeleuchte LCDs
>> max. für mobile Geräte...
>>
>>
> Wieso, habt Ihr kein elektrisches Licht in Euren Labors? Oder wenigstens
> eine Petroleumlampe?
>
> <duck>

Es soll Fälle geben, wo das Labor abgedunkelt ist, damit nicht zu viel
Streulicht mitgemessen wird:-) Außerdem ist es ergonomischer:-)

Olaf

Joerg

unread,
Jul 1, 2009, 3:43:56 PM7/1/09
to
> Streulicht mitgemessen wird:-) ...


Da will man dann aber auch keine leuchtenden LCD.


Außerdem ist es ergonomischer:-)
>

Vielleicht fuer Klammer-Blues Feten in dezent abgedunkeltem Ambiente :-)

--
Gruesse, Joerg

Olaf Schultz

unread,
Jul 1, 2009, 4:09:05 PM7/1/09
to

Das lumen gegen die >1000 lm der Arbeitseckenbeleuchtung...der
Störabstand ist dann groß genug:-)

Joerg

unread,
Jul 1, 2009, 4:15:09 PM7/1/09
to

Nun ja, dafuer habe ich eine dimmbare Lampe die ich dezent auf das
Messgeraeteregal richten kann. Denn neben den Anzeigen will man ja auch
sehen wo jeweils der PRT und der ACQ Knopf an diversen Geraeten ist.
Diese Lampe beleuchtet dann praktischerweise die LCDs gleich mit :-)

[...]

C.P. Kurz

unread,
Jul 1, 2009, 7:18:37 PM7/1/09
to
Wiebus schrieb:

> Hallo Marte.
>
>> Das hat mehr, als man je braucht. Man muss nur wissen, dass man den Schalter
>> "Output" besser nicht verwenden sollte.
>
> Was macht der denn bzw. was macht er nicht?

Noch nie 'Men In Black' gesehen?


- Carsten

Horst-D.Winzler

unread,
Jul 1, 2009, 11:36:27 PM7/1/09
to
Joerg schrieb:

> Olaf Schultz wrote:
>> On Wed, 01 Jul 2009 20:44:49 +0200, Dirk Ruth wrote:

>> Ich sach ja...nur mit aktiv leuchtenden Anzeigen...unbeleuchte LCDs
>> max. für mobile Geräte...
>>
>
> Wieso, habt Ihr kein elektrisches Licht in Euren Labors? Oder wenigstens
> eine Petroleumlampe?
>
> <duck>
>

Die Einfullstutzen fuers Petroleum sind so versteckt angebracht.

--
mfg hdw

Horst-D.Winzler

unread,
Jul 1, 2009, 11:39:00 PM7/1/09
to
Joerg schrieb:

> Gerhard Hoffmann wrote:
>> On Wed, 01 Jul 2009 20:44:49 +0200, Dirk Ruth <d.r...@itecnet.de> wrote:

>> Stimmt.
>> An meinen diversen HPs nervt mich aber, dass sie auch im Leerlauf

>> immer den Lüfter laufen lassen. Nur die Kaltlichtlampe des


>> Mikroskops hat einen noch unangenehmeren Ton.
>>
>
> Beim HP3577 hier kannst Du nur komplette Schreibblocks benutzen.
> Einzelne A4 Blaetter pustet der laessig vom Tisch.

Oder man reduziert den Lufdurchsatz des Geraetes auf das Notwendige.


--
mfg hdw

Joerg

unread,
Jul 1, 2009, 11:41:33 PM7/1/09
to
Horst-D.Winzler wrote:
> Joerg schrieb:
>> Olaf Schultz wrote:
>>> On Wed, 01 Jul 2009 20:44:49 +0200, Dirk Ruth wrote:
>
>>> Ich sach ja...nur mit aktiv leuchtenden Anzeigen...unbeleuchte LCDs
>>> max. f�r mobile Ger�te...

>>>
>> Wieso, habt Ihr kein elektrisches Licht in Euren Labors? Oder wenigstens
>> eine Petroleumlampe?
>>
>> <duck>
>>
>
> Die Einfullstutzen fuers Petroleum sind so versteckt angebracht.
>

Koennte man ja kurz mit dem Feuerzeug Licht machen und nachsehen ...

(nein, NICHT machen)

Schon so frueh am Morgen auf?

--
Gruesse, Joerg

Joerg

unread,
Jul 1, 2009, 11:44:02 PM7/1/09
to
Horst-D.Winzler wrote:
> Joerg schrieb:
>> Gerhard Hoffmann wrote:
>>> On Wed, 01 Jul 2009 20:44:49 +0200, Dirk Ruth <d.r...@itecnet.de> wrote:
>
>>> Stimmt.
>>> An meinen diversen HPs nervt mich aber, dass sie auch im Leerlauf
>>> immer den L�fter laufen lassen. Nur die Kaltlichtlampe des

>>> Mikroskops hat einen noch unangenehmeren Ton.
>>>
>> Beim HP3577 hier kannst Du nur komplette Schreibblocks benutzen.
>> Einzelne A4 Blaetter pustet der laessig vom Tisch.
>
> Oder man reduziert den Lufdurchsatz des Geraetes auf das Notwendige.
>

Manchmal habe ich auch den Verdacht, dass die einfach ueberdimensioniert
haben. Aber man kommt nicht ueberall zum Messen hin und da ist einiges
an Uralt-Logik und ECL drin, wird vieles tierisch warm. Jedenfalls will
ich das Ding nicht riskieren, etliche Ersatzteile gibt es nicht mehr und
ich brauche das Geraet noch eine laengere Zeit.

Horst-D.Winzler

unread,
Jul 1, 2009, 11:56:07 PM7/1/09
to
Joerg schrieb:

> Horst-D.Winzler wrote:
>> Joerg schrieb:
>>> Olaf Schultz wrote:
>>>> On Wed, 01 Jul 2009 20:44:49 +0200, Dirk Ruth wrote:
>>
>>>> Ich sach ja...nur mit aktiv leuchtenden Anzeigen...unbeleuchte LCDs
>>>> max. für mobile Geräte...

>>>>
>>> Wieso, habt Ihr kein elektrisches Licht in Euren Labors? Oder wenigstens
>>> eine Petroleumlampe?
>>>
>>> <duck>
>>>
>>
>> Die Einfullstutzen fuers Petroleum sind so versteckt angebracht.
>>
>
> Koennte man ja kurz mit dem Feuerzeug Licht machen und nachsehen ...
>
> (nein, NICHT machen)
>
> Schon so frueh am Morgen auf?
>

Senile Bettflucht. Je aelter um so schlimmer.

--
mfg hdw

Horst-D.Winzler

unread,
Jul 1, 2009, 11:58:26 PM7/1/09
to
Joerg schrieb:

> Horst-D.Winzler wrote:
>> Joerg schrieb:
>>> Gerhard Hoffmann wrote:
>>>> On Wed, 01 Jul 2009 20:44:49 +0200, Dirk Ruth <d.r...@itecnet.de>
>>>> wrote:
>>
>>>> Stimmt.
>>>> An meinen diversen HPs nervt mich aber, dass sie auch im Leerlauf
>>>> immer den Lüfter laufen lassen. Nur die Kaltlichtlampe des

>>>> Mikroskops hat einen noch unangenehmeren Ton.
>>>>
>>> Beim HP3577 hier kannst Du nur komplette Schreibblocks benutzen.
>>> Einzelne A4 Blaetter pustet der laessig vom Tisch.
>>
>> Oder man reduziert den Lufdurchsatz des Geraetes auf das Notwendige.
>>
>
> Manchmal habe ich auch den Verdacht, dass die einfach ueberdimensioniert
> haben. Aber man kommt nicht ueberall zum Messen hin und da ist einiges
> an Uralt-Logik und ECL drin, wird vieles tierisch warm. Jedenfalls will
> ich das Ding nicht riskieren, etliche Ersatzteile gibt es nicht mehr und
> ich brauche das Geraet noch eine laengere Zeit.
>

hp Geraete muessen ja auch in den Subtropen zuverlaessig arbeiten.

--
mfg hdw

Joerg

unread,
Jul 2, 2009, 12:03:24 AM7/2/09
to
Horst-D.Winzler wrote:
> Joerg schrieb:
>> Horst-D.Winzler wrote:
>>> Joerg schrieb:
>>>> Olaf Schultz wrote:
>>>>> On Wed, 01 Jul 2009 20:44:49 +0200, Dirk Ruth wrote:
>>>>> Ich sach ja...nur mit aktiv leuchtenden Anzeigen...unbeleuchte LCDs
>>>>> max. f�r mobile Ger�te...
>>>>>
>>>> Wieso, habt Ihr kein elektrisches Licht in Euren Labors? Oder wenigstens
>>>> eine Petroleumlampe?
>>>>
>>>> <duck>
>>>>
>>> Die Einfullstutzen fuers Petroleum sind so versteckt angebracht.
>>>
>> Koennte man ja kurz mit dem Feuerzeug Licht machen und nachsehen ...
>>
>> (nein, NICHT machen)
>>
>> Schon so frueh am Morgen auf?
>>
>
> Senile Bettflucht. Je aelter um so schlimmer.
>

Ja, kenne ich auch. Ist zwar nur manchmal, aber dann aergert's einen
wenn man noch eine Stunde Schlaf gehabt haette. Lege ich mich dann
wieder hin bekommt mich kaum noch jemand zeitig wach.

E.-R. Bruecklmeier

unread,
Jul 2, 2009, 12:59:11 AM7/2/09
to
Dirk Ruth schrieb:

> Mein Credo is da eher:
> Lieber was gebrauchtes professionelles, als was neues in

> Heimwerkerqualitᅵt.
>
> Dirk

Und warum sprichst Du diese Empfehlung dann nicht einfach aus, sondern
haust erstmal einen, von elektrotechnischer Altersweisheit
gekennzeichneten, Gemeinplatz raus?

Eric.

E.-R. Bruecklmeier

unread,
Jul 2, 2009, 1:33:33 AM7/2/09
to
Joerg schrieb:

> Falls Hobby, kannst Du Dir eine einstellbare Crowbar mit TL431,
> Huehnerfutter und fettem Thyristor bauen. Vor Anschluss von sauteuren
> oder geliehenen Sachen kann man die dann z.B. auf 500mV bis 1V ueber
> Soll einstellen. Legiert der Laengstransistor durch, schliesst der
> Thyristor kurz und blaest eine (hoffentlich vorhandene) Schmelzsicherung
> durch.
>

Das kann sicher sinnvoll sein, derzeit hᅵngen da ein Tiny AVR und ein
paar I2C Bausteine dran - alles gesockelt... da lohnt es nicht wirklich
mit Gᅵrtel und Hosentrᅵgern rumzulaufen.

Grᅵᅵe

Eric.

HaJo Hachtkemper

unread,
Jul 2, 2009, 2:56:55 AM7/2/09
to
Horst-D.Winzler schrieb:

> Senile Bettflucht. Je aelter um so schlimmer.

Kenn ich. Pure Angst, nicht wieder aufzuwachen.

Ciao/HaJo

Wiebus

unread,
Jul 2, 2009, 3:32:41 AM7/2/09
to
Hallo C.P. Kurz.

> >> "Output" besser nicht verwenden sollte.
> > Was macht der denn bzw. was macht er nicht?
> Noch nie 'Men In Black' gesehen?

Ich habe seit Mitte der 80er keinen Fernseher, und ins Kino gehe ich
auch nur extremst selten.
Meine Vorstellungskraft ist zu den meisten Filmen etwas inkompatibel.
http://lesestoff.netpick.de/doku.php

Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic

http://www.dl0dg.de

Wiebus

unread,
Jul 2, 2009, 3:43:35 AM7/2/09
to
Hallo Marte.

> Vor dem Abschalten der Spannung noch einmal kurz die Spannung um
einige
> hundert mV anheben :-(

Iihh. Sowas kann eklig sein, besonders wenn es so viel wird, das was
abgeschossen wird. Wieviel ist es denn?

> Wenn mans weiss, dann kann man damit ganz gut, aber traurig ist es schon.

Ja. Kein gutes Bild. Es gab mal kleine Voltcrafts, die beim
Einschalten kurz volle Ausgangsspannung (Ca.25V) machten. Jetzt werden
die Teile bei uns nur noch zum Akku laden verwendet.


> Wenn ich mal viel Zeit habe, werde ich das richtig umbauen. Das Gerät ist ja
> nicht so kompliziert gestrickt. Diskrete lineare Elektronik eben, das ist
> durchschaubar.

Auch bei volldigitalisierten liesse sich wohl irgendwo eine
Hilfsspannung abzwacken, mit der man über ein Relais zuerst die
Ausgangsklemmen wegschaltet.

Bernd Laengerich

unread,
Jul 2, 2009, 4:25:55 AM7/2/09
to
Wiebus schrieb:

> Ja. Kein gutes Bild. Es gab mal kleine Voltcrafts, die beim
> Einschalten kurz volle Ausgangsspannung (Ca.25V) machten. Jetzt werden
> die Teile bei uns nur noch zum Akku laden verwendet.

Manchmal hilft es, die Hilfsspannung f�r die Regelschaltung mit deutlich
gr��eren Elkos zu best�cken.

> Auch bei volldigitalisierten liesse sich wohl irgendwo eine

> Hilfsspannung abzwacken, mit der man �ber ein Relais zuerst die
> Ausgangsklemmen wegschaltet.

Dazu gen�gt ja ein Relais parallel zur Trafowicklung.

Bernd

Dirk Ruth

unread,
Jul 2, 2009, 6:09:40 AM7/2/09
to
E.-R. Bruecklmeierschrieb:

"
>Dirk Ruth schrieb:
>
>> Mein Credo is da eher:
>> Lieber was gebrauchtes professionelles, als was neues in
>> Heimwerkerqualit�t.

>>
>> Dirk
>
>Und warum sprichst Du diese Empfehlung dann nicht einfach aus, sondern
>haust erstmal einen, von elektrotechnischer Altersweisheit
>gekennzeichneten, Gemeinplatz raus?
>


Weil das erste Wort deiner Beschreibung zum gesuchten Gegenstand das
Wort _preiswert_ ist.
Weil das eine subjektive Bewertung ist.
Weil genau diese Anfrage hier regelm��ig aufl�uft.
Du nichts �ber deinen Wissensstand zu Netzteilen preisgibst und somit
erstmal der kleinste gemeinsame Nenner gefunden werden muss, zumal du
bisher erst einmal was in dieser Newsgroup zu den Hirschmann Produkten
nachgefragt hast.

H�tte ich dir gleich das DC Power Supply Handbook von HP zur
Entscheidungsfindung empfehlen sollen?
http://www.ieeta.pt/~alex/docs/ApplicationNotes/DC%20Power%20Supply%20Handbook.pdf

Dirk

Marte Schwarz

unread,
Jul 2, 2009, 6:22:52 AM7/2/09
to
Hi Bernd,

> Vor dem Abschalten der Spannung noch einmal kurz die Spannung um einige
> hundert mV anheben :-(

> Iihh. Sowas kann eklig sein, besonders wenn es so viel wird, das was
> abgeschossen wird. Wieviel ist es denn?

Ist schon ne weile her, da hatten wir hier einen Thread �ber das RG-303Pro
Vielleicht findest Du es dort. So arg viel war es aber nicht. Aber wenn man
schon an der kante gewesen w�re... Ich schalte eben �ber die 4mm
Verbindungen ab und gut ists. Der Power-Knopf arbeitet AFAIR auch passabel.

Marte


Michael Rübig

unread,
Jul 2, 2009, 8:06:39 AM7/2/09
to
Joerg schrieb:

>> Das Teil ist sicher jeden Euro von den 180 wert.
>>
> Ja, damals hatte HP noch die Ingenieure vom alten Schlag. Da ging noch
> nichts per Outsource raus.

An so Leute wie Dich?
M�glichst billich muss es ja immer sein :-)

Michael

Dirk Ruth

unread,
Jul 2, 2009, 9:49:55 AM7/2/09
to
Michael R�bigschrieb:

Also J�rg setzt doch eher die Bauteile ein, die man auch in 30 Jahren
noch im Hobbyladen kaufen kann. Das kommt dem Zweit- und Drittbesitzer
nun gerade entgegen. H�tte mir gew�nscht, dass w�rden mehr Firmen so
machen.

Gerade bei einem Labornetzteil hat sich in den letzten 30 Jahren
praktisch nichts ge�ndert, au�er das da jetzt ein 2zeiles Dot-Matrix-
Display und ein Haufen kundenspezifischer Bauelemente drin ist.
Schaltpl�ne bekommt man auch nicht mehr. Wenn kaputt und Service
ausgelaufen ist, bleibt nur noch wegwerfen. F�r Bastler leider nicht
sehr sch�n. Die guten Zeiten sind eben doch vorbei.

Dirk

Eric B

unread,
Jul 2, 2009, 9:56:24 AM7/2/09
to
> ... Die guten Zeiten sind eben doch vorbei.
>
> Dirk

Ja ja, früher war alles besser - sogar die Zukunft....

CNR

Eric.

Horst-D.Winzler

unread,
Jul 2, 2009, 10:03:11 AM7/2/09
to
Eric B schrieb:

Blüm hatte doch recht mit; "Die Renten sind sicher"

--
mfg hdw

Joerg

unread,
Jul 2, 2009, 10:58:33 AM7/2/09
to

Dann lohnt es nicht :-)

Ich dachte jetzt so an das letzte Projekt, wo mehrere Dutzend
Laserdioden zu >$1000 das Stueck drin sassen. Da haben wir die paar
Dollars fuer den dicksten verfuegbaren Thyristor gern spendiert.

Aber im Ernst, das wird auch bei Buck Schaltreglern gern uebersehen.
Jedesmal wenn ich welche entwickle frage ich den Kunden, was so an
Dollars hinten dran kommt. "Wieso?" ... "Wenn der obere FET den Loeffel
abgibt und durchlegiert haben Sie die volle Eingangsspannung auf der
Schiene." ... "Oh. Oha. Ja dann setzen Sie besser doch eine Crowbar rein."

Joerg

unread,
Jul 2, 2009, 11:23:39 AM7/2/09
to
Wiebus wrote:
> Hallo C.P. Kurz.
>
>>>> "Output" besser nicht verwenden sollte.
>>> Was macht der denn bzw. was macht er nicht?
>> Noch nie 'Men In Black' gesehen?
>
> Ich habe seit Mitte der 80er keinen Fernseher, und ins Kino gehe ich
> auch nur extremst selten.
> Meine Vorstellungskraft ist zu den meisten Filmen etwas inkompatibel.
> http://lesestoff.netpick.de/doku.php
>

Das koennte bei uns bald auch kommen. Gestern auf der Terrasse
Nachrichten sehen wollen. Anzahl der empfangbaren DTV Kanaele: Null.
Analoge schon abgeschaltet. Na bravo. Die FCC toente immer "DTV is so
much better". ROFL!

Jens Frohberg

unread,
Jul 2, 2009, 11:40:31 AM7/2/09
to
Hallo!

"Joerg" <inv...@invalid.invalid> wrote


> Falls Hobby, kannst Du Dir eine einstellbare Crowbar mit TL431,
> Huehnerfutter und fettem Thyristor bauen. Vor Anschluss von sauteuren oder
> geliehenen Sachen kann man die dann z.B. auf 500mV bis 1V ueber Soll
> einstellen. Legiert der Laengstransistor durch, schliesst der Thyristor
> kurz und blaest eine (hoffentlich vorhandene) Schmelzsicherung durch.

Die Schaltung hatte ich auch schonmal in nem Versuchsaufbau drin gehabt.
Hat auch super funktioniert.* F�r demn�chst brauche ich das wieder, aber
was nimmt man f�r eine Sicherung wenn man so 16 bis 20 A braucht und das
NT 25 A liefert? Nimmt man eine 20A, selbst flink, dauert es eine Ewigkeit
bis die dann durchbrennen. Der Thyristor d�rfte in der Zeit anfangen rot
zu gl�hen. Hmm...

alsdenn, Jens

* Oft ist nicht die Maschine sondern der Mensch die Fehlerquelle und
schlie�t z.B. 12V an 5V an.


Wiebus

unread,
Jul 2, 2009, 11:46:22 AM7/2/09
to
Hallo Joerg.

> Das koennte bei uns bald auch kommen. Gestern auf der Terrasse
> Nachrichten sehen wollen. Anzahl der empfangbaren DTV Kanaele: Null.
> Analoge schon abgeschaltet. Na bravo. Die FCC toente immer "DTV is so
> much better". ROFL!

Na, theoretisch könnte ich ja Fernsehen kucken (analog terrestisch ist
bei uns
seit mehreren Jahren abgeschaltet, aber es gäbe ja Ersatz....), aber
es kommt mir immer alles so fremd vor.

Unter dem Link mit dem Lesestoff findet sich allerdings
selbstgeschriebenes, als Beispiel für die Inkompatibilitäten. :-)

Joerg

unread,
Jul 2, 2009, 11:56:05 AM7/2/09
to

Die fanden oft verflixt kostenguenstige Loesungen und haben nicht
einfach ueberall einen Super-Chip von AD reingepflanzt. Z.B. sauschnelle
Abtaster, die nur aus zwei flotten billigen JFETs und Huehnerfutter
bestanden. D.h. die BOM Kosten in einem der klassischen Analyzer waren
manchmal erstaunlich niedrig, aber das ganze wurde nur in kleinen
Stueckzahlen produziert und die Marge muss ja auch die ganzen Leute im
Vertrieb mittragen. Und das (gute) Firmenrestaurant, den hochdekorierten
Chefkoch, und so weiter.

Joerg

unread,
Jul 2, 2009, 12:14:04 PM7/2/09
to
Jens Frohberg wrote:
> Hallo!
>
> "Joerg" <inv...@invalid.invalid> wrote
>> Falls Hobby, kannst Du Dir eine einstellbare Crowbar mit TL431,
>> Huehnerfutter und fettem Thyristor bauen. Vor Anschluss von sauteuren oder
>> geliehenen Sachen kann man die dann z.B. auf 500mV bis 1V ueber Soll
>> einstellen. Legiert der Laengstransistor durch, schliesst der Thyristor
>> kurz und blaest eine (hoffentlich vorhandene) Schmelzsicherung durch.
>
> Die Schaltung hatte ich auch schonmal in nem Versuchsaufbau drin gehabt.
> Hat auch super funktioniert.* F�r demn�chst brauche ich das wieder, aber
> was nimmt man f�r eine Sicherung wenn man so 16 bis 20 A braucht und das

> NT 25 A liefert? Nimmt man eine 20A, selbst flink, dauert es eine Ewigkeit
> bis die dann durchbrennen. Der Thyristor d�rfte in der Zeit anfangen rot
> zu gl�hen. Hmm...
>

Dicken Elko ans Netzteil, danach die 20A Sicherung. Dann haut es die
normalerweise sofort raus, weil ein ordentlicher Thyristor versuchen
wird, ruckartig einige hundert Ampere aus dem Elko zu lutschen.

> alsdenn, Jens
>
> * Oft ist nicht die Maschine sondern der Mensch die Fehlerquelle und

> schlie�t z.B. 12V an 5V an.
>

Oh ja. Die Kroenung war ein Bekannter, der 230V und 5V auf seinen
Eurocard auf benachbarten Leiterbahnen hatte. Auf allen im 19" Gehaeuse.
Warum auch immer. Es kam was kommen musste, ein Werkzeug rutschte ab,
ein heller Blitz, ein Knall, Dunkelheit, ein gepfefferter Fluch, schnell
Fenster aufmachen.

Wiebus

unread,
Jul 2, 2009, 12:17:09 PM7/2/09
to
Hallo Jens.

> Die Schaltung hatte ich auch schonmal in nem Versuchsaufbau drin gehabt.

> Hat auch super funktioniert.* Für demnächst brauche ich das wieder, aber
> was nimmt man für eine Sicherung wenn man so 16 bis 20 A braucht und das


> NT 25 A liefert? Nimmt man eine 20A, selbst flink, dauert es eine Ewigkeit

> bis die dann durchbrennen. Der Thyristor dürfte in der Zeit anfangen rot
> zu glühen. Hmm...
>

Das ist oft ein Problem, so enge Selektivität bei Sicherungen.

I. Du könntest den Thyristor so auslegen, das er das Netzteil
überlebt.....ein richtiges Brecheisen eben. :-)

II. Du könntest die Siebelkos so überdimensionieren, das deren Inhalt
die Sicherung hinwegfegt. Bietet aus dem Bauch heraus so in 90% aller
Fälle Schutz. Der Rest sind die Freakfälle, wo aus irgendeinem Grund
der Strom nur langsam ansteigt, oder wenn Du in den Kurzschluss hinein
das Netzteil hochfährst.

III. Das, was Deinen Crowbar triggert, schaltet auch einen
Längstransistor, der schneller als die Sicherung abschaltet. Die
Sicherung ist dann nur noch als letzter Aufhänger zum Brandschutz.
Ich habe auch einmal eine Trickschaltung gesehen, wo der DS Widerstand
eines dicken FETs als Shunt benutzt wurde. Ab einer bestimmten
Schwelle macht die Spannung über einen Hilfstransistor dann den
Transistor zu, dadurch steigt sein Widerstand, und die Spannung
darüber weiter, und der Transistor macht noch weiter zu.....
Nannte sich "Catch". Nachteile der beschriebenen Schaltung war die
z.B. Abhängigkeit vom individuellen DS Widerstand des Transistors.
Aber da liesse sich bestimmt was besseres machen.


>
> * Oft ist nicht die Maschine sondern der Mensch die Fehlerquelle und

> schließt z.B. 12V an 5V an.

Und wie.......:-/ *in den Spiegel schauend*

Jens Frohberg

unread,
Jul 2, 2009, 12:18:34 PM7/2/09
to
Hallo!

"Joerg" <inv...@invalid.invalid> wrote


> Dicken Elko ans Netzteil, danach die 20A Sicherung. Dann haut es die
> normalerweise sofort raus, weil ein ordentlicher Thyristor versuchen wird,
> ruckartig einige hundert Ampere aus dem Elko zu lutschen.

Oh, darauf h�tte ich auch mit nachdenken kommen k�nnen. Na gut, daf�r
habe ich mir jetzt mal 5 verschiedene Datenbl�tter zu Sicherungen
durchgelesen. Kann nicht schaden...

alsdenn, Jens


Dirk Ruth

unread,
Jul 2, 2009, 12:19:52 PM7/2/09
to
Jens Frohbergschrieb:

"
>Hallo!
>
>"Joerg" <inv...@invalid.invalid> wrote
>> Falls Hobby, kannst Du Dir eine einstellbare Crowbar mit TL431,
>> Huehnerfutter und fettem Thyristor bauen. Vor Anschluss von sauteuren oder
>> geliehenen Sachen kann man die dann z.B. auf 500mV bis 1V ueber Soll
>> einstellen. Legiert der Laengstransistor durch, schliesst der Thyristor
>> kurz und blaest eine (hoffentlich vorhandene) Schmelzsicherung durch.
>
>Die Schaltung hatte ich auch schonmal in nem Versuchsaufbau drin gehabt.
>Hat auch super funktioniert.* F�r demn�chst brauche ich das wieder, aber
>was nimmt man f�r eine Sicherung wenn man so 16 bis 20 A braucht und das
>NT 25 A liefert? Nimmt man eine 20A, selbst flink, dauert es eine Ewigkeit
>bis die dann durchbrennen. Der Thyristor d�rfte in der Zeit anfangen rot
>zu gl�hen. Hmm...
>

Thyristor auf K�hlk�rper und dann einen Sicherungsautomaten. Die gibt
es auch mit mag. Fernausl�sung (z.B. AIRPAX UPGH), so kann man die
gleichzeitig mit dem Thyristor ausl�sen.

Dirk

Joerg

unread,
Jul 2, 2009, 12:22:42 PM7/2/09
to
Dirk Ruth wrote:
> Michael R�bigschrieb:
> "
>> Joerg schrieb:
>>
>>>> Das Teil ist sicher jeden Euro von den 180 wert.
>>>>
>>> Ja, damals hatte HP noch die Ingenieure vom alten Schlag. Da ging noch
>>> nichts per Outsource raus.
>> An so Leute wie Dich?
>> M�glichst billich muss es ja immer sein :-)
>>
>
> Also J�rg setzt doch eher die Bauteile ein, die man auch in 30 Jahren
> noch im Hobbyladen kaufen kann. Das kommt dem Zweit- und Drittbesitzer
> nun gerade entgegen. H�tte mir gew�nscht, dass w�rden mehr Firmen so
> machen.
>

Ich auch. Besonders bei Tektronix, wo es viele dieser ganzen Full-Custom
Spezial ICs in aelteren Scopes nicht mehr gibt. Doch es geht wieder, in
meinem Taiwan Scope sind Analog Devices Wandler von der Stange drin und
auch sonst sieht das recht normal aus.


> Gerade bei einem Labornetzteil hat sich in den letzten 30 Jahren
> praktisch nichts ge�ndert, au�er das da jetzt ein 2zeiles Dot-Matrix-
> Display und ein Haufen kundenspezifischer Bauelemente drin ist.
> Schaltpl�ne bekommt man auch nicht mehr. Wenn kaputt und Service
> ausgelaufen ist, bleibt nur noch wegwerfen. F�r Bastler leider nicht
> sehr sch�n. Die guten Zeiten sind eben doch vorbei.
>

Die gute alte Zeit ist heute. Du kannst Labornetzteile fuer $50-$100
kaufen, mit Digitalanzeigen usw. Eine Crowbar selbst dranzimmern,
feddich. Das war frueher unmoeglich, fuer ein aehnliches Zentro durften
ueber 300 Maerker hingeblaettert werden, die damals inflationsbereinigt
eine Ecke mehr wert waeren.

Wenn Du irgendwas digital angezeigt haben moechtest, nimmst Du ein $3-$5
China-Multimeter auseinander und baust es ein. Oder ein MSP430 Header
Board von Texas fuer $3.33 plus ein kostenloses aus einem Drucker oder
Faxgeraet ausgeschlachtetes HD44780-kompatibles Zweizeilen-LCD. 1980
voellig undenkbar. Ist doch herrlich, was heute so geht. Und kaum jemand
bastelt noch :-(

Jens Frohberg

unread,
Jul 2, 2009, 12:29:40 PM7/2/09
to
Hallo!

"Wiebus" <bernd....@gmx.de> wrote
>I. Du k�nntest den Thyristor so auslegen, das er das Netzteil
>�berlebt.....ein richtiges Brecheisen eben. :-)

Die W�rme... Und ein K�hlk�rper f�r diesen sehr unwahrscheinlichen
Fall vorzusehen ist hier overkill.

>II. Du k�nntest die Siebelkos so �berdimensionieren, das deren Inhalt


>die Sicherung hinwegfegt. Bietet aus dem Bauch heraus so in 90% aller

>F�lle Schutz. Der Rest sind die Freakf�lle, wo aus irgendeinem Grund


>der Strom nur langsam ansteigt, oder wenn Du in den Kurzschluss hinein

>das Netzteil hochf�hrst.

Das sollte bei 1000�F gehen. Auch III. ist hier overkill.

>> * Oft ist nicht die Maschine sondern der Mensch die Fehlerquelle und

>> schlie�t z.B. 12V an 5V an.


>Und wie.......:-/ *in den Spiegel schauend*

Naja es geht den Menschen wie den Leuten. :-) Passiert halt mal bei
einem Laboraufbau.

alsdenn, Jens


Jens Frohberg

unread,
Jul 2, 2009, 12:33:23 PM7/2/09
to
Hallo!

"Dirk Ruth" <d.r...@itecnet.de> wrote


> Thyristor auf K�hlk�rper und dann einen Sicherungsautomaten. Die gibt
> es auch mit mag. Fernausl�sung (z.B. AIRPAX UPGH), so kann man die
> gleichzeitig mit dem Thyristor ausl�sen.

Uiiii, die Preise f�r sowas sind ja gepfeffert. Ein K�hlk�rper ist
zu viel des Guten und auch kein Platz daf�r da. Das 19" 2HE Rack ist
jetzt schon fast voll mit den Netzteilen und Proppelloren. Wenn sich
der Thyristor nicht vor dem ausl�sen der Sicherung ausl�tet ist alles
gut. Die Platine kann von mir aus auch kaputt gehen solange der Rest
dahinter ganz bleibt. Das NT und die Platine mit den Filtern und �ber-
und Unterspannungsschutz ist vergleichweise billig.

alsdenn, Jens


Joerg

unread,
Jul 2, 2009, 12:54:15 PM7/2/09
to
Wiebus wrote:
> Hallo Jens.
>
>> Die Schaltung hatte ich auch schonmal in nem Versuchsaufbau drin gehabt.
>> Hat auch super funktioniert.* F�r demn�chst brauche ich das wieder, aber
>> was nimmt man f�r eine Sicherung wenn man so 16 bis 20 A braucht und das

>> NT 25 A liefert? Nimmt man eine 20A, selbst flink, dauert es eine Ewigkeit
>> bis die dann durchbrennen. Der Thyristor d�rfte in der Zeit anfangen rot
>> zu gl�hen. Hmm...
>>

[...]


> III. Das, was Deinen Crowbar triggert, schaltet auch einen

> L�ngstransistor, der schneller als die Sicherung abschaltet. Die
> Sicherung ist dann nur noch als letzter Aufh�nger zum Brandschutz.


> Ich habe auch einmal eine Trickschaltung gesehen, wo der DS Widerstand
> eines dicken FETs als Shunt benutzt wurde. Ab einer bestimmten

> Schwelle macht die Spannung �ber einen Hilfstransistor dann den


> Transistor zu, dadurch steigt sein Widerstand, und die Spannung

> dar�ber weiter, und der Transistor macht noch weiter zu.....


> Nannte sich "Catch". Nachteile der beschriebenen Schaltung war die

> z.B. Abh�ngigkeit vom individuellen DS Widerstand des Transistors.


> Aber da liesse sich bestimmt was besseres machen.
>

Fuer Nummer III gibt es inzwischen fertige Chips, z.B. von Linear
Technology. Stichwort "Overvoltage Protection" + "Automotive". Kosten
nur ein paar Dollars, eine recht billige Versicherung.

[...]

Joerg

unread,
Jul 2, 2009, 12:56:08 PM7/2/09
to

Kann definitiv nicht schaden. Sicherungen sind alles andere als digitale
Bauelemente, besonders wenn man den Faktor Zeit mit beruecksichtigt.

Joerg

unread,
Jul 2, 2009, 1:02:01 PM7/2/09
to
Jens Frohberg wrote:
> Hallo!
>
> "Wiebus" <bernd....@gmx.de> wrote
>> I. Du k�ソスnntest den Thyristor so auslegen, das er das Netzteil
>> �ソスberlebt.....ein richtiges Brecheisen eben. :-)
>
> Die W�ソスrme... Und ein K�ソスhlk�ソスrper f�ソスr diesen sehr unwahrscheinlichen

> Fall vorzusehen ist hier overkill.
>
>> II. Du k�ソスnntest die Siebelkos so �ソスberdimensionieren, das deren Inhalt

>> die Sicherung hinwegfegt. Bietet aus dem Bauch heraus so in 90% aller
>> F�ソスlle Schutz. Der Rest sind die Freakf�ソスlle, wo aus irgendeinem Grund

>> der Strom nur langsam ansteigt, oder wenn Du in den Kurzschluss hinein
>> das Netzteil hochf�ソスhrst.
>
> Das sollte bei 1000�ソスF gehen. Auch III. ist hier overkill.


Vorschlag III von Bernd wurde ich nicht so abtun. Wenn es oefter mal
vorkommt, dass man versehentlich eine zu hohe Spannung draufgibt, spart
man sich haeufiges Auswechseln der Sicherung. Gibt fertige ICs dafuer.


>
>>> * Oft ist nicht die Maschine sondern der Mensch die Fehlerquelle und

>>> schlie�ソスt z.B. 12V an 5V an.


>> Und wie.......:-/ *in den Spiegel schauend*
>
> Naja es geht den Menschen wie den Leuten. :-) Passiert halt mal bei
> einem Laboraufbau.
>

Vor allem wenn man mal bis in die Puppen arbeiten muss und muede wird.

Jens Frohberg

unread,
Jul 2, 2009, 1:27:38 PM7/2/09
to
Hallo!

"Joerg" <inv...@invalid.invalid> wrote


> Vorschlag III von Bernd wurde ich nicht so abtun. Wenn es oefter mal
> vorkommt, dass man versehentlich eine zu hohe Spannung draufgibt, spart
> man sich haeufiges Auswechseln der Sicherung. Gibt fertige ICs dafuer.

In dem Fall ist das fest verkabelt. Es geht nur um den Fall das sich das
NT verabschiedet. Ich werde aber vielleicht sogar Variante IV nehmen. :-)
Da es mehrere NT sind werde ich einfach einen �ber- und Unterspannungs-
schutz anders realisieren. Mit einem �C die Spannungen messen und dann
Relais schalten wenn zuviel oder zu wenig anliegt. Das wird an den
PC geleitet und der f�hrt dann das System runter und gibt �bers Netz
eine Fehlermeldung aus. Dann kann jemand auf den Berg klettern und es
reparieren.

> Vor allem wenn man mal bis in die Puppen arbeiten muss und muede wird.

Oder andre Leute dussliges Zeug quatschen und man sich nicht
konzentrieren kann. :-)

alsdenn, Jens


Rüdiger Klenner

unread,
Jul 2, 2009, 1:36:40 PM7/2/09
to

"Wiebus" schrieb:

> Na, theoretisch k�nnte ich ja Fernsehen kucken (analog terrestisch
> ist bei uns seit mehreren Jahren abgeschaltet, aber es g�be ja


> Ersatz....), aber es kommt mir immer alles so fremd vor.

Geht mir genauso, deshalb gammelt mein TV seit 15 Jahren in der Garage.

Ein Unterschied ist, dass mich nicht die Spielfilme befremden, die sind
nur alle so schnarchlangweilig und unglaublich phantasielos sondern die
sog. "Dokumentationen" und besonders die sog. "Nachrichten".

Nicht, dass ich was gegen TV-"Nachrichten" h�tte, aber gut gemachte
gezielte Desinformation muss ich mir trotzdem nicht unbedingt antun,
solange in gutgef�hrten Bibliotheken Fachpublikationen (Ersatz der
Instant-Dokus) und int. Zeitungen (Tagesgeschehen aus verschiedenen
Blickwinkeln, daher ohne sog. und Anf�hrungszeichen) ausliegen.


Joerg

unread,
Jul 2, 2009, 1:57:42 PM7/2/09
to
Jens Frohberg wrote:
> Hallo!
>
> "Joerg" <inv...@invalid.invalid> wrote
>> Vorschlag III von Bernd wurde ich nicht so abtun. Wenn es oefter mal
>> vorkommt, dass man versehentlich eine zu hohe Spannung draufgibt, spart
>> man sich haeufiges Auswechseln der Sicherung. Gibt fertige ICs dafuer.
>
> In dem Fall ist das fest verkabelt. Es geht nur um den Fall das sich das
> NT verabschiedet. Ich werde aber vielleicht sogar Variante IV nehmen. :-)
> Da es mehrere NT sind werde ich einfach einen 锟絙er- und Unterspannungs-
> schutz anders realisieren. Mit einem 锟紺 die Spannungen messen und dann

> Relais schalten wenn zuviel oder zu wenig anliegt. Das wird an den
> PC geleitet und der f锟絟rt dann das System runter und gibt 锟絙ers Netz

> eine Fehlermeldung aus. Dann kann jemand auf den Berg klettern und es
> reparieren.
>

Das ist zu langsam. Bis die Relais schalten hat das laengst gepfeffert
geknallt. Dann muss der Bergsteiger auch noch die ganzen neuen
Elektronikbaugruppen den Berg rauf buckeln. Und die kaputten wieder mit
runter nehmen.


>> Vor allem wenn man mal bis in die Puppen arbeiten muss und muede wird.
>
> Oder andre Leute dussliges Zeug quatschen und man sich nicht
> konzentrieren kann. :-)
>

Och, Laerm hat mir noch nie gross was ausgemacht. Nur haben ein anderer
Ingenieur und ich in einer Produktionshalle mal gebeten, dass nicht mehr
als 10 mal am Tag "Mr.Bojangles" gespielt wird. Und als alle anderen
Feierabend hatten, haben wir erstmal richtige Country Music im Radio
gesucht.

Jens Frohberg

unread,
Jul 2, 2009, 2:32:24 PM7/2/09
to
Hallo!

"Joerg" <inv...@invalid.invalid> wrote


> Das ist zu langsam. Bis die Relais schalten hat das laengst gepfeffert
> geknallt. Dann muss der Bergsteiger auch noch die ganzen neuen
> Elektronikbaugruppen den Berg rauf buckeln. Und die kaputten wieder mit
> runter nehmen.

Hmm, auch wieder richtig. Na ich gr�bel mal noch ein wenig. Ok,
�berspannung mit einer Crowbar, sollte mit dem Elko funktionieren.
Und zur Unterspannung such ich mal...

alsdenn, Jens


Joerg

unread,
Jul 2, 2009, 2:50:38 PM7/2/09
to

Unterspannung kann man meist einfach und ungestraft wegschalten, muss
nicht in Mikrosekunden passieren. Ein paar Comparators, eine
Spannungsreferenz a la TL431 wenn's billig sein soll, einige
Widerstaende und die Sache hat sich.

Fuer Netzteile bis einige Ampere reicht uebrigens ein TO220 Thyristor,
ungekuehlt. Sofern das gescheit abgesichert ist und der die Sicherung in
Null komma nix raushaut. Ich lasse Kunden das immer probieren, bevor sie
was teures dranhaengen. Wenn Du das mit TL431 machst, kann man die
Triggerschwelle sehr praezise setzen.

Dirk Ruth

unread,
Jul 2, 2009, 3:30:43 PM7/2/09
to
Joergschrieb:
"
>Dirk Ruth wrote:
>> Michael R�bigschrieb:

>> "
>>> Joerg schrieb:
>>>
>>>>> Das Teil ist sicher jeden Euro von den 180 wert.
>>>>>
>>>> Ja, damals hatte HP noch die Ingenieure vom alten Schlag. Da ging noch
>>>> nichts per Outsource raus.
>>> An so Leute wie Dich?
>>> M�glichst billich muss es ja immer sein :-)
>>>
>>
>> Also J�rg setzt doch eher die Bauteile ein, die man auch in 30 Jahren

>> noch im Hobbyladen kaufen kann. Das kommt dem Zweit- und Drittbesitzer
>> nun gerade entgegen. H�tte mir gew�nscht, dass w�rden mehr Firmen so

>> machen.
>>
>
>Ich auch. Besonders bei Tektronix, wo es viele dieser ganzen Full-Custom
>Spezial ICs in aelteren Scopes nicht mehr gibt. Doch es geht wieder, in
>meinem Taiwan Scope sind Analog Devices Wandler von der Stange drin und
>auch sonst sieht das recht normal aus.
>
>
>> Gerade bei einem Labornetzteil hat sich in den letzten 30 Jahren
>> praktisch nichts ge�ndert, au�er das da jetzt ein 2zeiles Dot-Matrix-

>> Display und ein Haufen kundenspezifischer Bauelemente drin ist.
>> Schaltpl�ne bekommt man auch nicht mehr. Wenn kaputt und Service
>> ausgelaufen ist, bleibt nur noch wegwerfen. F�r Bastler leider nicht
>> sehr sch�n. Die guten Zeiten sind eben doch vorbei.

>>
>
>Die gute alte Zeit ist heute. Du kannst Labornetzteile fuer $50-$100
>kaufen, mit Digitalanzeigen usw. Eine Crowbar selbst dranzimmern,
>feddich. Das war frueher unmoeglich, fuer ein aehnliches Zentro durften
>ueber 300 Maerker hingeblaettert werden, die damals inflationsbereinigt
>eine Ecke mehr wert waeren.
>
>Wenn Du irgendwas digital angezeigt haben moechtest, nimmst Du ein $3-$5
>China-Multimeter auseinander und baust es ein. Oder ein MSP430 Header
>Board von Texas fuer $3.33 plus ein kostenloses aus einem Drucker oder
>Faxgeraet ausgeschlachtetes HD44780-kompatibles Zweizeilen-LCD. 1980
>voellig undenkbar. Ist doch herrlich, was heute so geht. Und kaum jemand
>bastelt noch :-(

Ich hatte das jetzt nicht nur auf ein Labornetzteil bezogen. Ein
Labornetzteil zu reparieren ist sicher Kinderfasching. Aber letztens
war bei Ebay ein defekter Vector Analyzer von HP um die 200 EUR mit
defekten Eingangskanal. Leider schon zu neu. Keine Schaltpl�ne mehr
bei HP und somit stand das Teil ein paar Wochen bei Ebay.

Dirk

Wolfgang Allinger

unread,
Jul 2, 2009, 7:10:00 PM7/2/09
to

On 02 Jul 09 at group /de/sci/electronics in article
<jens.froh...@gmx.net> (Jens Frohberg) wrote:

>"Joerg" <inv...@invalid.invalid> wrote
>> Vorschlag III von Bernd wurde ich nicht so abtun. Wenn es oefter mal
>> vorkommt, dass man versehentlich eine zu hohe Spannung draufgibt,
>> spart man sich haeufiges Auswechseln der Sicherung. Gibt fertige ICs
>> dafuer.

>In dem Fall ist das fest verkabelt. Es geht nur um den Fall das sich
>das NT verabschiedet. Ich werde aber vielleicht sogar Variante IV
>nehmen. :-) Da es mehrere NT sind werde ich einfach einen �ber- und
>Unterspannungs- schutz anders realisieren. Mit einem �C die Spannungen
>messen und dann Relais schalten wenn zuviel oder zu wenig anliegt. Das
>wird an den PC geleitet und der f�hrt dann das System runter und gibt
>�bers Netz eine Fehlermeldung aus. Dann kann jemand auf den Berg
>klettern und es reparieren.

Genau f�r sowas w�rde ich mich nie nicht auf einen uC verlassen!
Irgendwann rastet der aus und Fatz Peng. Feddich, der Mops iss gerollt.

Was habt ihr alle Angst vor Thyristoren? Es gibt fast nix robusteres.
Wie gesagt fetten Elko vor Sicherung und der Thyristor verputzt die
Sicherung mit Hochgenuss ohne sich zu sch�tteln. Musst mal die I^2t
(Stichwort Abschaltintegral) einer kalten Sicherung mit dem I^2t eines
hei�en Thyristor (ungek�hlt) vergleichen (Wurst&K�se-Fall). Wenn die
Sicherung unter dem Wert des Thyristor liegt, brauchste Dir nicht die
geringsten Sorgen zu machen. Je mehr Luft, umso besser kannste pennen.
Lernt man das heute nicht mehr?

Saludos Wolfgang

--
Meine 7 Sinne:
Unsinn, Schwachsinn, Bl�dsinn, Wahnsinn, Stumpfsinn, Irrsinn, L�tzinn.
Wolfgang Allinger Paraguay reply Adresse gesetzt !
ca. 15h00..21h00 MEZ SKYPE:wolfgang.allinger

Wiebus

unread,
Jul 3, 2009, 3:47:47 AM7/3/09
to
Hallo Wolfgang.

> Was habt ihr alle Angst vor Thyristoren? Es gibt fast nix robusteres.

Robust schon, aber ich kenne Thyristoren auch als verdammt zickig.
Neigen zum selbst Einschalten wenn die Spannung zu schnell steigt, und
zum durchbrennen, wenn der Strom zu schnell steigt.
Allerdings sollte man diese Fälle hier durch passende Beschaltung
leicht in den Griff bekommen.
Persönlich neige ich in vielen Situationen eher zum IGBT, als zum
Thyristor.
IGBTs sind auch schön robust.

> Wenn die  
> Sicherung unter dem Wert des Thyristor liegt, brauchste Dir nicht die  
> geringsten Sorgen zu machen. Je mehr Luft, umso besser kannste pennen.
> Lernt man das heute nicht mehr?
>

Das wusste ich schon, bevor ich studierte. :-) Allerdings ist bei mir
die ganze Microcontrollergeschichte und das Programmieren
vorbeigezogen, und das braucht man heute genauso. Wenn ich nicht ein
Idiot savant bin, dürfte mich als normalo
die Breite des Stoffes überfordern. Dann ist Mut zur Lücke
angesagt.......trozdem steht es bei mir an, das ich meinen alten
PICstart mal wieder rauskrame. Das Teil ist seit 2002 unbenutzt. :-(

Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic

http://www.dl0dg.de


> Saludos Wolfgang
>
> --
> Meine 7 Sinne:

> Unsinn, Schwachsinn, Blödsinn, Wahnsinn, Stumpfsinn, Irrsinn, Lötzinn.

Wolfgang Allinger

unread,
Jul 3, 2009, 10:27:00 AM7/3/09
to

On 03 Jul 09 at group /de/sci/electronics in article
<bernd....@gmx.de> (Wiebus) wrote:

>Hallo Wolfgang.

>> Was habt ihr alle Angst vor Thyristoren? Es gibt fast nix
>> robusteres.

>Robust schon, aber ich kenne Thyristoren auch als verdammt zickig.
>Neigen zum selbst Einschalten wenn die Spannung zu schnell steigt, und
>zum durchbrennen, wenn der Strom zu schnell steigt.

Du musst nat�rlich die Datenbl�tter studieren und die Grenzwerte
beachten.

>Allerdings sollte man diese F�lle hier durch passende Beschaltung


>leicht in den Griff bekommen.

ACK


Saludos Wolfgang

--
Meine 7 Sinne:


Unsinn, Schwachsinn, Bl�dsinn, Wahnsinn, Stumpfsinn, Irrsinn, L�tzinn.

Ulli Horlacher

unread,
Jul 3, 2009, 5:32:15 PM7/3/09
to
E.-R. Bruecklmeier <use...@nerdcraft.de> wrote:

> hat jemand eine Empfehlung f�r ein _preiswertes_ Labbornetzteil? Es soll
> ca. 0-30V bei 2A k�nnen

Dasselbe hatte ich hier mal vor 2 Jahren gefragt. Da hatte man mir
http://www.pollin.de/shop/shop.php?cf=detail.php&pg=OA==&a=OTA5OTQ2OTk=&w=Nzk1OTc5&ts=0
empfohlen, das ich dann auch gekauft habe.

Ich bin soweit damit zufrieden.

--
+ Ulli Horlacher + fram...@tandem-fahren.de + http://tandem-fahren.de/ +

Message has been deleted

MaWin

unread,
Jul 4, 2009, 4:34:03 AM7/4/09
to
"Ralf . K u s m i e r z" <m...@privacy.invalid> schrieb im Newsbeitrag
news:7b84fiF...@mid.uni-berlin.de...

>> http://www.pollin.de/shop/shop.php?cf=detail.php&pg=OA==&a=OTA5OTQ2OTk=&w=Nzk1OTc5&ts=0
>
> Die beiden Teile sind aber nicht galvanisch getrennt, d. h. man kann
> nicht einfach beide Ausg�nge parallelschalten und dann bei Bedarf 0-30
> V, 6 A entnehmen, richtig?
> (Und, was macht es beim Abschalten oder Netzausfall, zickt es, oder
> nicht?)

Inwiefern beide? Die beiden gekauften? Sicher kannst du,
nachdem du sie uebereinandergestellt hast.
Inwiefern ticken? Der Kasten ist linear geregelt, 90W mit
so vielen Leuftungsschlitzen geht locker. Da tickt nichts.

--
Manfred Winterhoff, reply-to invalid, use mawin at gmx dot net
homepage: http://www.geocities.com/mwinterhoff/
de.sci.electronics FAQ: http://dse-faq.elektronik-kompendium.de/
Read 'Art of Electronics' Horowitz/Hill before you ask.
Lese 'Hohe Schule der Elektronik 1+2' bevor du fragst.


Marte Schwarz

unread,
Jul 4, 2009, 5:46:16 AM7/4/09
to
Hi zusammen,

>>> Was habt ihr alle Angst vor Thyristoren? Es gibt fast nix
>>> robusteres.
>
>>Robust schon, aber ich kenne Thyristoren auch als verdammt zickig.
>>Neigen zum selbst Einschalten wenn die Spannung zu schnell steigt, und
>>zum durchbrennen, wenn der Strom zu schnell steigt.
>
> Du musst nat�rlich die Datenbl�tter studieren und die Grenzwerte
> beachten.
>
>>Allerdings sollte man diese F�lle hier durch passende Beschaltung
>>leicht in den Griff bekommen.

Ehrlich gesagt: Ich habe noch keine Crowbar gesehen, in der der Thyristor
gegen ein zu hohes dI/dt gesichert gewesen w�re. Das w�re allerdings im
Zweifelsfall mehr l�stig als Sch�dlich, weil ien dI/dt Fehler in einen
niederohmigen Zustand �berf�hrt. Das bemerkt man dann sp�testens, wenn nach
dem Sicherungstausch gleich die n�chste Sicherung fliegt :-)

Marte


Message has been deleted

Rolf Bombach

unread,
Jul 4, 2009, 3:53:48 PM7/4/09
to
Ralf . K u s m i e r z schrieb:
>
> Es hat zwei unabh�ngig regelbare Ausgangsspannungen.

Nein.

--
mfg Rolf Bombach

Message has been deleted

Bernd Wiebus

unread,
Jul 5, 2009, 4:41:29 AM7/5/09
to
Hallo Rüdiger.

> Nicht, dass ich was gegen TV-"Nachrichten" hätte, aber gut gemachte


> gezielte Desinformation muss ich mir trotzdem nicht unbedingt antun,

Über das "gezielt" bin ich mir nicht so sicher. Es ist eine Rückkopplung
zwischen den Journalisten und ihrem Publikum. Journalisten "machen" zwar
Meinung, orientieren sich aber in dem, was machbar ist, an ihrem Publikum.
Anders bekämen sie sich auch nicht mehr verkauft.

Wenn Du eine Verschwörungstheorie dahinter vermutest, dann ist es wohl eine
Verschwörung von psychologischen Regelmechanismen und nicht von Menschen.
Wir Menschen sind in unseren Entscheidungen viel weniger frei, als wir uns
einbilden, was auch für Entscheidungsträger gilt.

Das Problem des Fernsehens ist die hohe Suggestivkraft von
bewegten Bildern. Die ist zwar beim Hörfunk und in der Schrift auch
Vorhanden (siehe die erfolgreiche Propaganda Hitlers), aber nach meiner
Ansicht trozdem schwächer. Je Abstrakter, desto höher die Chance, darüber
reflektieren zu können.

Die Informationshappen Mundgerecht zuschneiden zu müssen, damit sie
überhaupt auf dem Markt bestehen zu können, ist das große Problem des
Journalismus. Das Publikum gehörte eigentlich täglich dreimal gegen den
Strich gebürstet....
Ein weiteres Problem ist natürlich auch die schiere Menge an Informationen.
Das gilt auch so für Lehrbücher.


> solange in gutgeführten Bibliotheken Fachpublikationen (Ersatz der


> Instant-Dokus) und int. Zeitungen (Tagesgeschehen aus verschiedenen

> Blickwinkeln, daher ohne sog. und Anführungszeichen) ausliegen.

Das ist hier aufm Dorf ein Problem. Es gibt lediglich eine
Gemeindebibliothek der Kirchengemeinden. Internationale Tageszeitungen
haben die nicht......mal abgesehen davon, das ich lediglich Deutsch und
Englisch kann, und mir die französischen, italiänischen und russischen
Medien verschlossen bleiben.
Mittlerweile wirst Du in einer katholischen Gemeindebibliothek auch den
Koran oder das Kapital zumindest per Fernausleihe bekommen (wenn sie so
hoch organisiert sind), aber z.B. nichts von Aleister Crowley. ;-)

In meiner Heimatstadt Duisburg sind die öffentlichen Bibliotheken zu arm,
um sich einen aktuellen Stand von Fachbüchern zuzulegen. Der Stand der
Technik ist dort irgendwo 1985-1995. Die Unibibliothek ist etwas
besser.....aber eben auch spezialisierter.

Persönlich höre ich viel Radio. DLF und BBC. Das ist eigentlich z.Z. das
beste, was man an Informationsradio hier bekommen kann.
Ich habe letztens durch Zufall eine deutschsprachige Sendung von Radio
Moskau empfangen. Die klingen noch genauso sinnister wie anno 1980 zu
"Radio für Frieden und Fortschritt" Zeiten. Nur den Hinweis auf den
Sozialiamus schenken sie sich mittlerweile. ;-)
Ein informativer Totalausfall sind die ganzen privaten Lokalradios. Du
hast einen nervigen Dampfplauderer, der nervige Musik anmoderiert.
Dazwischen Kurznachrichten, das Verpetzten von Radarfallen und viel
Werbung.

Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic

http://www.dl0dg.de


--
Selbsterkenntnis ist der erste Schritt zur Depression.
Jeder echte Wettbewerb ist ruinös. Darum beruht jede funktionierende
Wirtschaft auf Schiebung.

Joerg

unread,
Jul 5, 2009, 12:33:01 PM7/5/09
to
Bernd Wiebus wrote:
> Hallo Rüdiger.
>
>> Nicht, dass ich was gegen TV-"Nachrichten" hätte, aber gut gemachte
>> gezielte Desinformation muss ich mir trotzdem nicht unbedingt antun,
>
> Über das "gezielt" bin ich mir nicht so sicher. Es ist eine Rückkopplung
> zwischen den Journalisten und ihrem Publikum. Journalisten "machen" zwar
> Meinung, orientieren sich aber in dem, was machbar ist, an ihrem Publikum.
> Anders bekämen sie sich auch nicht mehr verkauft.
>
> Wenn Du eine Verschwörungstheorie dahinter vermutest, dann ist es wohl eine
> Verschwörung von psychologischen Regelmechanismen und nicht von Menschen.
> Wir Menschen sind in unseren Entscheidungen viel weniger frei, als wir uns
> einbilden, was auch für Entscheidungsträger gilt.
>

Nur mal so als Gedankenanstoss: Der Chefredakteur unserer
Auswandererzeitung ist Jes Rau, IIRC mit Johannes Rau verwandt. Der
wollte seine These zum Wirtschaftsknall in den 90ern in einer
"renommierten" grossen deutschen Zeitschrift veroeffentlichen. Wurde
abgelehnt. Darin sagte er ziemlich genau voraus, was dann 2008 passiert
war, konnte es aber nur hier veroeffentlichen. Der Entscheider bei
dieser "renommierten Zeitung war m.W. Altkanzler Schmidt ...

Bernd Wiebus

unread,
Jul 5, 2009, 1:36:51 PM7/5/09
to
Hallo Joerg.

> Darin sagte er ziemlich genau voraus, was dann 2008 passiert
> war, konnte es aber nur hier veroeffentlichen. Der Entscheider bei
> dieser "renommierten Zeitung war m.W. Altkanzler Schmidt ...
>

Es gibt (noch) mehr als eine Zeitung in Deutschland. Und ich habe mal
vergleichbare Artikel irgendwo gelesen. Auch solch "apocalyptische
Szenarien" wurden geschildert. Nur "wollte" sie keiner ernsthaft lesen.....
Sie werden gelesen wie Pulp Horrorstories, beiseitegelegt und vergessen.
Ich kann Redakteuere verstehen, die sowas nicht auf die Titelseite
packen wollen......hat immer den Geschmack der XX. Verschwörungstheorie.
Besonders wenn die Leute all Ihr Geld bei soeas angelegt haben und dann
beim Lesen einen Klos im Hals haben. :-) Das fällt auf den Umsatz zurück.
Die Zeitungen sind heute eh finanziell zimlich in der Klemme......Zeit und
Geld für solide Recherchen sind knapp. Mann nimmt, was man für lau kriegt,
mit Handkuss, solange man der Quelle halbwegs traut. Du ahnst nicht, wie
leicht es hier ist, einen Artikel in die Zeitung zu bekommen, solange es
nicht den Geschmack von Werbung hat und den Zeitgeist gut trifft.......

Du gehst von einer bewussten, organisierten Zensur aus. Die Zensurschere
im Unterbewusstsein und in der Brieftasche ist viel wirksamer. Sowas
ist dezentral organisiert, ohne das die Leute selber davon wissen. Es
geschiet dadurch, das sie sich alle ähnlich verhalten, und sich
gegenseitig Mut zusprechen......die Presse kann darauf lediglich reiten,
aber sie kann es nicht wirklich verhindern. Wenn sie es (hartnäckig)
versuchen würde, würde sie als "Dreckschleuder", "Nestbeschmutzer" oder
"Defätist" beschimpft. :-) "If the legend becomes fact, print the legend"
Ich weiss nicht, wo der Spruch herkommt, aber er beschreibt das sehr gut.

Wenn Schmidt das nicht veröffentlichen wollte, ist er vermutlich nur
seinen gut funktionierenden Instinkten gefolgt. "Wer Visionen hat, soll
zum Arzt gehen....." Recht hat er. Er selber wird vermutlich den Kopf
rechtzeitig aus der Schlinge gezogen haben, schliesslich ist er ein alter
Hase.

Kai-Martin Knaak

unread,
Jul 5, 2009, 11:53:48 PM7/5/09
to
On Sun, 05 Jul 2009 09:33:01 -0700, Joerg wrote:

> Nur mal so als Gedankenanstoss: Der Chefredakteur unserer
> Auswandererzeitung ist Jes Rau, IIRC mit Johannes Rau verwandt. Der
> wollte seine These zum Wirtschaftsknall in den 90ern in einer
> "renommierten" grossen deutschen Zeitschrift veroeffentlichen. Wurde
> abgelehnt. Darin sagte er ziemlich genau voraus, was dann 2008 passiert
> war,

Das wage ich zu bezweifeln. In den Neunzigern war die weitgehende
Deregulierung des Bankensektors noch nicht mal geplant, die eine
wesentliche Voraussetzung für die Immobilienblase war. Das kam erst als
Reaktion auf das Platzen der Dotcom-Blase Anfang der 2000er.


> konnte es aber nur hier veroeffentlichen. Der Entscheider bei
> dieser "renommierten Zeitung war m.W. Altkanzler Schmidt ...

Das erste Mal, dass ich in der ZEIT etwas von den diversen "innovativen"
Papieren gelesen habe, war gleichzeitig das erste Mal, das von einem
einem Zusammenbruch des daraus aufgebauten Kartenhauses gewarnt wurde.

---<(kaimartin)>---
--
Kai-Martin Knaak
Öffentlicher PGP-Schlüssel:
http://pgp.mit.edu:11371/pks/lookup?op=get&search=0x6C0B9F53

Axel Berger

unread,
Jul 6, 2009, 4:50:00 AM7/6/09
to
*Bernd Wiebus* wrote on Sun, 09-07-05 19:36:

>Du gehst von einer bewussten, organisierten Zensur aus. Die Zensurschere
>im Unterbewusstsein und in der Brieftasche ist viel wirksamer.

Da hast du vollkommen Recht. Die Frage stellt sich aber, wo liegt der
Punkt, ab dem ein durchschnittlich intelligenter Redakteur das anfangen
mu� zu erkennen.
Ganz krass fand ich das Nicht-Ver�ffentlichen der Europawahlergebnisse.
�berall wurde hinter der Linken abgeschnitten und in Bayern gab es mehr
als 17 % unaufgeschl�sselte Sonstige. Das ist der inh�rente
Totalitarismus der 68-er. Solange die Gr�nen die 5 % nicht erreicht
hatten, gab es das nicht, die wurden nicht gezielt totgeschwiegen. F�r
den anerzogenen Reflex, die REPs und andere auf gar keinen Fall zu
nennen kann keiner etwas, wir sind alle Pawlow'sch konditioniert, aber
bei 17 % oder 11 % bundesweit sollte bei ernstzunehmenden Journalisten
schon die Kritik und das Denken wieder einsetzen.

Joerg

unread,
Jul 6, 2009, 12:51:29 PM7/6/09
to
Kai-Martin Knaak wrote:
> On Sun, 05 Jul 2009 09:33:01 -0700, Joerg wrote:
>
>> Nur mal so als Gedankenanstoss: Der Chefredakteur unserer
>> Auswandererzeitung ist Jes Rau, IIRC mit Johannes Rau verwandt. Der
>> wollte seine These zum Wirtschaftsknall in den 90ern in einer
>> "renommierten" grossen deutschen Zeitschrift veroeffentlichen. Wurde
>> abgelehnt. Darin sagte er ziemlich genau voraus, was dann 2008 passiert
>> war,
>
> Das wage ich zu bezweifeln. In den Neunzigern war die weitgehende
> Deregulierung des Bankensektors noch nicht mal geplant, die eine
> wesentliche Voraussetzung für die Immobilienblase war. Das kam erst als
> Reaktion auf das Platzen der Dotcom-Blase Anfang der 2000er.
>

Noe. Schon damals wurde staendig gegen den Glass-Steagall Act gefeuert
und gewiefte Wirtschaftsexperten wussten was ein Aussetzen dieses
Gesetztes bedeuten wuerde. 1999 unterzeichnete Clinton dann die
Ausserkraftsetzung des Glass-Steagall Act. Das war der Anfang vom Ende,
so ziemlich wie es Rau beschrieb.

>
>> konnte es aber nur hier veroeffentlichen. Der Entscheider bei
>> dieser "renommierten Zeitung war m.W. Altkanzler Schmidt ...
>
> Das erste Mal, dass ich in der ZEIT etwas von den diversen "innovativen"
> Papieren gelesen habe, war gleichzeitig das erste Mal, das von einem
> einem Zusammenbruch des daraus aufgebauten Kartenhauses gewarnt wurde.
>

Haettest mal hiesige Zeitungen lesen sollen :-))

Allerdings hatten wir es auch einfacher. Fuer die Manager gab es einen
Web-Abo Service, wo ein Team von Experten nachts die ganzen Zeitungen
"kondensierte" und morgens hatten wir eine Art Excerpt auf dem PC. So
verpasste man nicht viel. Privat haette ich das nicht gemacht, war sauteuer.

Gerrit Heitsch

unread,
Jul 6, 2009, 1:07:31 PM7/6/09
to
Joerg wrote:

> Noe. Schon damals wurde staendig gegen den Glass-Steagall Act gefeuert
> und gewiefte Wirtschaftsexperten wussten was ein Aussetzen dieses
> Gesetztes bedeuten wuerde. 1999 unterzeichnete Clinton dann die
> Ausserkraftsetzung des Glass-Steagall Act.

Jo... Wobei du vergisst zu erwaehnen, dass damals die Republikaner eine
veto-feste Mehrheit im Parlament hatten. Die Ausserkraftsetzung des
Glass-Steagall Act duerfen die sich auf die Fahnen schreiben, Clinton
haette das nicht verhindern koennen, vor allem weil auch sonst noch ein
paar Demokraten dafuer gestimmt haben. Also bitte nicht Clinton vorwerfen...

Die Idee dieses Gesetz ausser Kraft zu setzen kam auch von den
Republikanern: Phil Gramm (R-Texas), Jim Leach (R-Iowa) und T.J. Bliley
Jr. (R-Virginia).

Gerrit

Joerg

unread,
Jul 6, 2009, 2:02:59 PM7/6/09
to

Nix, es war sein eigener Finanzsekretaer (Rubin), der das 1995 in die
Wege leitete:

http://www.thefreelibrary.com/Rubin+calls+for+modernization+through+reform+of+Glass-Steagall+Act-a016955462

Und solche Sprueche waren es wohl, die Jes Rau auf den Plan riefen dazu
zu schreiben.

Gerrit Heitsch

unread,
Jul 6, 2009, 2:13:32 PM7/6/09
to
Joerg wrote:
> Gerrit Heitsch wrote:
>> Joerg wrote:
>>
>>> Noe. Schon damals wurde staendig gegen den Glass-Steagall Act
>>> gefeuert und gewiefte Wirtschaftsexperten wussten was ein Aussetzen
>>> dieses Gesetztes bedeuten wuerde. 1999 unterzeichnete Clinton dann
>>> die Ausserkraftsetzung des Glass-Steagall Act.
>>
>> Jo... Wobei du vergisst zu erwaehnen, dass damals die Republikaner
>> eine veto-feste Mehrheit im Parlament hatten. Die Ausserkraftsetzung
>> des Glass-Steagall Act duerfen die sich auf die Fahnen schreiben,
>> Clinton haette das nicht verhindern koennen, vor allem weil auch
>> sonst noch ein paar Demokraten dafuer gestimmt haben. Also bitte nicht
>> Clinton vorwerfen...
>>
>> Die Idee dieses Gesetz ausser Kraft zu setzen kam auch von den
>> Republikanern: Phil Gramm (R-Texas), Jim Leach (R-Iowa) und T.J.
>> Bliley Jr. (R-Virginia).
>>
>
> Nix, es war sein eigener Finanzsekretaer (Rubin), der das 1995 in die
> Wege leitete:

Es dauerte aber bis 1999 und die Version die dann Gesetz wurde stammte
von den Republikanern.

Gerrit

Joerg

unread,
Jul 6, 2009, 2:40:01 PM7/6/09
to

Du schriebst jedoch "Die Idee kam von denen". War wohl nicht so, siehe
meinen Link. Obwohl man sagen muss dass es in beiden Lagern staendig
Leute gab, die dieses Gesetz torpedieren wollten.

Kai-Martin Knaak

unread,
Jul 6, 2009, 6:40:51 PM7/6/09
to
On Mon, 06 Jul 2009 09:51:29 -0700, Joerg wrote:

> Noe. Schon damals wurde staendig gegen den Glass-Steagall Act gefeuert
> und gewiefte Wirtschaftsexperten wussten was ein Aussetzen dieses
> Gesetztes bedeuten wuerde. 1999 unterzeichnete Clinton dann die
> Ausserkraftsetzung des Glass-Steagall Act.

Merkwürdig nur, dass hier, wo Banken seit eh und je Universalbanken sind,
daraus über Jahrzehnte hinweg weder Blasen noch Implosionen resultierten.
Das gilt nicht nur für Deutschland, sondern auch für diverse andere
europäische Länder.
Tatsächlich war die Beseitung dieser Bestimmung eher sowas wie eine
Legalisierug längst üblicher Praktiken.

Joerg

unread,
Jul 6, 2009, 7:08:35 PM7/6/09
to
Kai-Martin Knaak wrote:
> On Mon, 06 Jul 2009 09:51:29 -0700, Joerg wrote:
>
>> Noe. Schon damals wurde staendig gegen den Glass-Steagall Act gefeuert
>> und gewiefte Wirtschaftsexperten wussten was ein Aussetzen dieses
>> Gesetztes bedeuten wuerde. 1999 unterzeichnete Clinton dann die
>> Ausserkraftsetzung des Glass-Steagall Act.
>
> Merkwürdig nur, dass hier, wo Banken seit eh und je Universalbanken sind,
> daraus über Jahrzehnte hinweg weder Blasen noch Implosionen resultierten.


Aehm, eine kleine Auffrischung Deiner Erinnerung, Stichwort Herstatt:

http://www.faz.net/s/RubFDD3C7AC2DA84A62B07572E50A34044D/Doc~EF27FB6445E6D402A963BF254E3C696C1~ATpl~Ecommon~Sspezial.html


> Das gilt nicht nur für Deutschland, sondern auch für diverse andere
> europäische Länder.


Ja, auch da sind Banken baden gegangen. Fortis z.B., oder Northern Rock.
Die Wiener Kreditanstalt sogar schon in den 30ern IIRC.


> Tatsächlich war die Beseitung dieser Bestimmung eher sowas wie eine
> Legalisierug längst üblicher Praktiken.
>

Teilweise ja. Aber es ist wie im Strassenverkehr. Einige wenige halten
sich eh nie an Tempolimits. Hebst Du sie aber auf weil "laengst ueblich"
das zu ignorieren, dann rasen fast alle und es scheppert ueberall. Und
so ist es im Bankenbereich denn auch gekommen.

Kai-Martin Knaak

unread,
Jul 7, 2009, 3:28:50 AM7/7/09
to
On Mon, 06 Jul 2009 16:08:35 -0700, Joerg wrote:

>> Merkwürdig nur, dass hier, wo Banken seit eh und je Universalbanken
>> sind, daraus über Jahrzehnte hinweg weder Blasen noch Implosionen
>> resultierten.
>
>
> Aehm, eine kleine Auffrischung Deiner Erinnerung, Stichwort Herstatt:

Anderes Thema. Der Zusammenbruch einer Bank ist etwas anderes als eine,
den gesamten Sektor erfassende Krise. Eine Insolvenz, und sei sie noch so
groß, ist keine Wirtschaftskrise. Die Enron-Pleite war zum Beispiel
groß. Eine wirtschaftskrise symbolisiert sie nicht.

Das Verhältnis ist ähnlich wie dramatische Preissteigerungen bei einer
Produktgruppe zu einer Hyperinflation. Die Ursachen und damit auch die
möglichen Präventionsmaßnahmen sind komplett unterschiedlich.


> Teilweise ja. Aber es ist wie im Strassenverkehr. Einige wenige halten
> sich eh nie an Tempolimits. Hebst Du sie aber auf weil "laengst ueblich"
> das zu ignorieren, dann rasen fast alle und es scheppert ueberall. Und
> so ist es im Bankenbereich denn auch gekommen.

Es ist richtig, dass Deregulation im Bankenbereich eine Voraussetzung für
die Fehlentwicklungen war, die zur Immobilien/Finanzkrise geführt haben.
Die Aufhebung des Verbots von Universalbanken war dasran allerdings eher
am Rande beteiligt.

Horst-D.Winzler

unread,
Jul 7, 2009, 4:21:30 AM7/7/09
to
Kai-Martin Knaak schrieb:

> On Mon, 06 Jul 2009 16:08:35 -0700, Joerg wrote:
>
>>> Merkwürdig nur, dass hier, wo Banken seit eh und je Universalbanken
>>> sind, daraus über Jahrzehnte hinweg weder Blasen noch Implosionen
>>> resultierten.
>>
>> Aehm, eine kleine Auffrischung Deiner Erinnerung, Stichwort Herstatt:
>
> Anderes Thema. Der Zusammenbruch einer Bank ist etwas anderes als eine,
> den gesamten Sektor erfassende Krise. Eine Insolvenz, und sei sie noch so
> groß, ist keine Wirtschaftskrise. Die Enron-Pleite war zum Beispiel
> groß. Eine wirtschaftskrise symbolisiert sie nicht.

Die Insolvenz, auch einer Bank, ist ein notwendiges Mittel in einer
Marktwirtschaft. Sie ist kein Untergang der Wirtschaft eher die Basis
für einen hoffnungsfrohen Neuanfang.
Besonders aber die Bestätigung des Marktes für tüchtige Unternehmen.
Wird heutzutage offensichtlich gern verdrängt.

--
mfg hdw

Thomas Stegemann

unread,
Jul 7, 2009, 7:40:50 AM7/7/09
to
> Die Insolvenz, auch einer Bank, ist ein notwendiges Mittel in einer
> Marktwirtschaft. Sie ist kein Untergang der Wirtschaft eher die Basis
> f�r einen hoffnungsfrohen Neuanfang.
> Besonders aber die Best�tigung des Marktes f�r t�chtige Unternehmen.
> Wird heutzutage offensichtlich gern verdr�ngt.

Ganz genau! Und durch Staatshilfen wird dieser Umstand leider stark
verzerrt. Alle subventionieren ein unf�higes Unternehmen...

Rolf Bombach

unread,
Jul 7, 2009, 4:12:33 PM7/7/09
to
Ralf . K u s m i e r z schrieb:
> X-No-Archive: Yes
>
> begin quoting, Rolf Bombach schrieb:

>
>>> Es hat zwei unabh�ngig regelbare Ausgangsspannungen.
>> Nein.
>
> Tats�chlich, du hast recht.

Hab insofern gemogelt, als dass ich so ein Ding auf dem Tisch habe.
Diese Grob/Fein-Doppelkn�pfe halte ich allerdings f�r nachteilig*,
h�tte lieber _ein_ Mehrgangpoti, jedenfalls f�r die Spannung.
Aber so was kostet nat�rlich...

*Der Feinbereich ist immer gerade ein paar Prozent zu "kurz",
nat�rlich nur gerade auf die Seite, wo man es br�uchte. Und
wenn man am Grob-Knopf auf Null dreht, ist dank Fein-Einstellung
die Spannung nicht auf Null. Undsoweiter...

Zwei Kn�pfe finde ich dann sinnvoll, wenn man beim einen die
maximale Spannung einstellen kann und beim andern dann von
0-100% "ausprobieren" kann.

--
mfg Rolf Bombach

Bernd Wiebus

unread,
Jul 11, 2009, 3:33:21 PM7/11/09
to
Hallo Axel.

>> Die Zensurschere
>>im Unterbewusstsein und in der Brieftasche ist viel wirksamer.
> Da hast du vollkommen Recht. Die Frage stellt sich aber, wo liegt der
> Punkt, ab dem ein durchschnittlich intelligenter Redakteur das anfangen

> muß zu erkennen.

Redakteure und Journalisten sind meist Vollblutpopulisten. Ihre
Hauptbegabung ist zu erkennen, was das Volk hören will, und genau das zu
schreiben. Täten sie es nicht, wären sie bald pleite, und würden gar
nichts mehr veröffentlichen.

Wenn ich etwas besser informiert sein möchte, nehme ich zum Lesen
auch mal eine Zeitschrift mit anderer politischer Klientel als ich selber
angehöre......
Es ist immer gut zu wissen, was andere denken, und gelegentlich gegen den
Strich gebürstet werden kann auch gut tun. :-)

Das Hauptproblem ist aber die Zeit. Ich habe eine Tageszeitung abonniert,
und drei unterschiedliche Werbezeitungen kriege ich für lau in den
Briefkasten gestopft. Wenn ich es schaffe, zweimal in der Woche in die
Tageszeitung zu sehen, dann ist das viel. In manchen Monaten geht sie
komplett ungelesen ins Altpapier. Darum denke ich immer über eine Kündigung
des Abonements nach. Die Werbezeitschriften finden so gut wie immer einen
direkten Weg vom Briefkasten in die Tonne.

Desweiteren findest Du zu allem entsprechende Diskussionen im Internet.
Eine "Zensur" findet tatsächlich nicht statt, aber wirklich zuhören tut
eben auch kaum jemand.

Und dann gibt es eben auch so Fälle, wo
an und für sich gute Ideen wie die mit der Streichung der Pendlerpauschale
eben auf gesetzlichem Wege über ein Verfassungsurteil wieder kassiert
wurden.....ein Staat kann sie eben damit auch festnageln, wenn er
versucht, ständig rückwärtskompatibel zu bleiben. Der umgekehrte Fall, ist
es, die Leute damit kirre zu machen, indem man die Vorschriften quasi
turnusmäßig ändert.

Ein weiteres politisches Problem ist auch die Aufsplitterung der
Klientelgruppen der Parteien. Es gibt eben nicht mehr "die Arbeiter", "den
Mittelstand", "die Unternehmer". Viele sind von allem ein bisschen,
hoffen, möglichst wenig in den Topf einzubezahlen und möglichst viel
daraus zurückzubekommen....mal abgesehen von den vielen, die eh resigniert
haben, oder beim täglichen Kampf um ihr Dasein einfach keine Kraft mehr
haben, sich um Politik zu kümmern.


> Ganz krass fand ich das Nicht-Veröffentlichen der Europawahlergebnisse.
> Überall wurde hinter der Linken abgeschnitten und in Bayern gab es mehr
> als 17 % unaufgeschlüsselte Sonstige. Das ist der inhärente
> Totalitarismus der 68-er. Solange die Grünen die 5 % nicht erreicht

> hatten, gab es das nicht, die wurden nicht gezielt totgeschwiegen.

Da fürchte ich, dast Du auch recht. Wobei ich es für extrem gefährlich
halte, die Reps und vergleichbares totzuschweigen, da wächst "unbemerkt"
ein gefährliches Potential. :-(

Auf der anderen Seite ist es mit den Nationalisten genauso wie mit den
Religiösen: Durch Argumente nicht wirklich zu treffen. Irgendwie haben die
schon ein komplett anderes Seelenleben......

> Für


> den anerzogenen Reflex, die REPs und andere auf gar keinen Fall zu
> nennen kann keiner etwas, wir sind alle Pawlow'sch konditioniert,

Nun, mein Vater war Kriegsverbrecher, und ich halte es mit Hanna Ahrend
und dem genau hinsehen.....totschweigen ist ne dumme, weil gefährliche
Idee.

> aber
> bei 17 % oder 11 % bundesweit sollte bei ernstzunehmenden Journalisten
> schon die Kritik und das Denken wieder einsetzen.

Ein Journalist mit pleite gegangener Zeitung ist fast genauso mundtot wie
ein zensierter. Das Problem ist eben das Volk. Und irgend jemand hat mal
gesagt, das jedes Volk die Regierung hat, die es verdient. Für meinen
Horizont trifft diese Aussage leider zu.

Zum Thema Protestwähler: Es schafft nichts mehr böses Blut, als zu
versuchen, den Leuten die Probleme wegzudiskutieren. Manchmal mag das
kurzfristig gelingen, langfristig aber auf keinen Fall. Spätestens dann
nicht, wenn die Leute wieder mit ihren Problemen konfrontiert werden.
Und dann werden die Leute den, der Ihnen die Probleme ausgeredet hat,
nicht nur als politischen Gegner sehen, sondern als persönlichen Feind,
der sich auch noch über sie lustig macht. Das gilt auch dann, wenn die
Leute an Ihren Problemen selber schuld sein sollten....insofern stellt
sich der Politik auch noch die Erschwernis, Fehlertolerant sein zu müssen.

Kai-Martin Knaak

unread,
Jul 11, 2009, 6:02:05 PM7/11/09
to
On Sat, 11 Jul 2009 19:33:21 +0000, Bernd Wiebus wrote:

> Ich habe eine Tageszeitung
> abonniert, und drei unterschiedliche Werbezeitungen kriege ich für lau
> in den Briefkasten gestopft. Wenn ich es schaffe, zweimal in der Woche
> in die Tageszeitung zu sehen, dann ist das viel.

Ack. Deswegen finde ich es effektiver, die ZEIT zu lesen. Die kommt von
vorneherein nur einmal in der Woche und hat bereits die Tagesaktuellen
Aufgeregtheiten heraus gefiltert.

Rupert Haselbeck

unread,
Jul 12, 2009, 12:59:46 AM7/12/09
to
Axel Berger schrieb:

> Ganz krass fand ich das Nicht-Veröffentlichen der
> Europawahlergebnisse. Überall wurde hinter der Linken abgeschnitten


> und in Bayern gab es mehr als 17 % unaufgeschlüsselte Sonstige. Das
> ist der inhärente Totalitarismus der 68-er.

Was hast du denn unter http://www.statistik.bayern.de/wahlen/EUW2009/
nicht gefunden?

MfG
Rupert

Rolf Bombach

unread,
Jul 23, 2009, 3:32:05 PM7/23/09
to
Joerg schrieb:
>
> Die fanden oft verflixt kostenguenstige Loesungen und haben nicht
> einfach ueberall einen Super-Chip von AD reingepflanzt. Z.B. sauschnelle
> Abtaster, die nur aus zwei flotten billigen JFETs und Huehnerfutter
> bestanden. D.h. die BOM Kosten in einem der klassischen Analyzer waren
> manchmal erstaunlich niedrig, aber das ganze wurde nur in kleinen
> Stueckzahlen produziert und die Marge muss ja auch die ganzen Leute im
> Vertrieb mittragen. Und das (gute) Firmenrestaurant, den hochdekorierten
> Chefkoch, und so weiter.

Dann machen die was falsch. Unser Firmenrestaurant r�umt eine internationale
Goldmedallie nach der andern ab. Wird nicht subventioniert, ist Profitcenter
und liefert ein Menue zum hiesigen Bundesminimalpreis (7E oder so was).
Das d�rfte ungef�hr so viel sein, wie eine deutsche Schlangenfrassmensa
(Karlsruhe, Heidelberg, KL war mal ne Rangfolge) dem Staat verrechnet.

--
mfg Rolf Bombach

Joerg

unread,
Jul 23, 2009, 3:53:54 PM7/23/09
to
Rolf Bombach wrote:
> Joerg schrieb:
>>
>> Die fanden oft verflixt kostenguenstige Loesungen und haben nicht
>> einfach ueberall einen Super-Chip von AD reingepflanzt. Z.B.
>> sauschnelle Abtaster, die nur aus zwei flotten billigen JFETs und
>> Huehnerfutter bestanden. D.h. die BOM Kosten in einem der klassischen
>> Analyzer waren manchmal erstaunlich niedrig, aber das ganze wurde nur
>> in kleinen Stueckzahlen produziert und die Marge muss ja auch die
>> ganzen Leute im Vertrieb mittragen. Und das (gute) Firmenrestaurant,
>> den hochdekorierten Chefkoch, und so weiter.
>
> Dann machen die was falsch. Unser Firmenrestaurant r�umt eine
> internationale
> Goldmedallie nach der andern ab. Wird nicht subventioniert, ist
> Profitcenter
> und liefert ein Menue zum hiesigen Bundesminimalpreis (7E oder so was).


Ist lange her und ich wurde eingeladen. Aber so teuer war das wirklich
nicht.


> Das d�rfte ungef�hr so viel sein, wie eine deutsche Schlangenfrassmensa
> (Karlsruhe, Heidelberg, KL war mal ne Rangfolge) dem Staat verrechnet.
>

Eine Mensa, sieben Euro? Das darf doch nicht wahr sein. Fuer den Preis
kannst Du hier und heute bei uns im Dorf beim Japaner koestlich speisen.
Inklusive Vorsuppe und Salat.

Ralph A. Schmid, dk5ras

unread,
Jul 24, 2009, 2:52:44 AM7/24/09
to
Joerg <inv...@invalid.invalid> wrote:

>Eine Mensa, sieben Euro? Das darf doch nicht wahr sein. Fuer den Preis
>kannst Du hier und heute bei uns im Dorf beim Japaner koestlich speisen.
>Inklusive Vorsuppe und Salat.

Bei "unserem" Afghanen gehen meine Frau und ich zu zweit mit Getr�nken
und Essen teilweise f�r 19.60 EUR wieder heim, und kaum mal mehr als
23 bis 25 EUR. Und in dem einfach Lokal bei uns um die Ecke haben wir
mal 14.30 EUR geschafft :-)


-ras

--

Ralph A. Schmid

http://www.dk5ras.de/ http://www.db0fue.de/
http://www.bclog.de/

Klaus Butzmann

unread,
Jul 24, 2009, 5:30:51 PM7/24/09
to
Ralph A. Schmid, dk5ras schrieb:

> Bei "unserem" Afghanen gehen meine Frau und ich zu zweit mit Getr�nken
> und Essen teilweise f�r 19.60 EUR wieder heim, und kaum mal mehr als
> 23 bis 25 EUR. Und in dem einfach Lokal bei uns um die Ecke haben wir
> mal 14.30 EUR geschafft :-)

Auf welchem Planeten der �stlichen Spiralgalaxie war dass denn?

http://www.maxims-mannheim.de/

2x Pizza "Vier Jahreszeiten" 19,- Euro
2x Apfelsaftschorle 6,20 Euro
2x Milchkaffe 5,20 Euro
0x Salat
==============
30,40 Euro


Butzo

Joerg

unread,
Jul 24, 2009, 5:51:36 PM7/24/09
to

Auf der westlichen Spiralgalaxie sieht das so aus:

http://www.eldoradoguide.com/dir/menues/200804041636090.kobeMenu.pdf

2x Spicy Pork Teriyaki $14
2x Vorsuppe inklusive
2x Salat inklusive
2x Hefeweizen vom Fass, gross $13
Trinkgeld $6

==============
$33

Das Bier ist es, was bei uns teuer ist.

Ralph A. Schmid, dk5ras

unread,
Jul 27, 2009, 2:27:27 AM7/27/09
to
Klaus Butzmann <k.usenetsp...@m-group.de> wrote:

>Auf welchem Planeten der �stlichen Spiralgalaxie war dass denn?

F�rth Innenstadt.

>http://www.maxims-mannheim.de/
>
>2x Pizza "Vier Jahreszeiten" 19,- Euro
>2x Apfelsaftschorle 6,20 Euro
>2x Milchkaffe 5,20 Euro
>0x Salat
> ==============
> 30,40 Euro

Zwei mal Pizza Spezial 2*6.50 EUR
Vier Pils 0.4 4*2.10 EUR

21.40 EUR

Den Schnaps zum Nachsp�len gibt es gratis, wenn der Chef selber da
ist...

Dann oft auch mal ein neues Gericht als Dreingabe zum Testen, oder
paar aus Afghanistan importierte Gew�rze zum Mitnehmen, oder eine neue
Leckerei einer fr�nkischen Brennerei.

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