On 21.11.20 10:26, Andreas Bockelmann wrote:
> Kaltkathodenlampen leben gefühlt ewig, nahezu unabhängig von der Anzahl
> der Starts.
Ich hab letztens einen Lenovo-Monitor auf LED umgerüstet, der sah das
irgendwie anders. Das Fehlerbild "Backlight geht nur ganz kurz an und
bleibt dann aus" findet man recht häufig beschrieben,
herstellerübergreifend. Und auch die Existenz von LED-Umrüstkits ist ein
Indikator, daß das kein so ganz seltener Fehler ist.
> Der letzte Fernseher mit CCFL ging in die Enmer noch.
?
> Was dennoch nach dem Start immer bleibt:
> Das in der Amalgampille gebundene Hg muss erst einmal wieder freigesetzt
> werden.
Das mit dem amalgamgebundenen Quecksilber kam meines Wissens erst zur
Zeit der Energiesparlampen genannten Kompaktleuchtstofflampen auf. Weiß
jemand genaueres?
> Je dünner das Glasrohr ist, desto weniger Hg und damit längere
> Hochlaufzeiten.
Unplausibel. Du brauchst immer den gleichen Partialdruck Quecksilber,
und damit Quecksilbermenge pro Volumen. Das bedeutet zwar bei dünneren
Rohren entsprechend auch weniger Quecksilber in absoluten Mengen, aber
sollte das nicht dann vielmehr schneller warm/verdampft sein? Wenn die
Beobachtung denn stimmt, und das langsame Hochlaufen nicht lediglich
daran liegt, daß nur die dünnen Rohre überhaupt mit Amalgam arbeiten,
könnte ich mir vorstellen, daß es am ungünstigeren Verhältnis Volumen zu
Oberfläche liegt, daß die Röhre langsamer hochheizt (mehr Oberfläche ->
stärkere Kühlung des Plasmas).
> In meiner Kühlkammer ist noch eine armdicke Röhre, die
> ist gefühlt sofort hell. Gibt es aber nicht mehr zu kaufen.
Wahrscheinlich kein Amalgam.
Hanno
--
The modern conservative is engaged in one of man's oldest exercises in
moral philosophy; that is, the search for a superior moral justification
for selfishness.
- John Kenneth Galbraith