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Bungard entwickeln mit NaOH

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ThomasT

unread,
Aug 29, 2003, 7:38:54 AM8/29/03
to
Hallo!

Nochmal kurz zu den Bungardplatten:

Ich möchte heute - nachdem Reichelt endlich geliefert hat -
Bungard-Platinen entwickeln und möglichst wenig Versuchsplatinen
versauen.

Da ich keinen Spezialentwickler habe wollte ich NaOH nehmen.
Jedoch schwanken die Angaben zur Konzentration zwischen 10g/l und
20g/l.
Bungard selbst empfiehlt 10-15g/l.

Unkritisch?
Irgendwas bei 15g?
Wie reproduzierbar ist dann die Belichtungszeit?

Eure Erfahrungen?

Thomas Graf

unread,
Aug 29, 2003, 7:56:55 AM8/29/03
to
> Unkritisch?
> Irgendwas bei 15g?

Ist nicht allzuschlimm, es darf nur nicht sehr viel mehr sein. Aber die
siehst das ja an der Platine wann du sie aus dem NaOH nehmen kannst. Ich hab
selbst noch nie abgewogen. Ich mach das immer Pi mal Daumen.

> Wie reproduzierbar ist dann die Belichtungszeit?

Das belichten braucht bei mir 1,5 Minuten. Allerdings benutze ich so einen
netten Isel-Belichter, damit wirds immer gut.
Dagegen ist das Ätzen viel kritischer ;)

cu


Manfred Brauchle

unread,
Aug 29, 2003, 9:04:13 AM8/29/03
to
hallo auch

[...]

> Da ich keinen Spezialentwickler habe wollte ich NaOH nehmen. Jedoch
> schwanken die Angaben zur Konzentration zwischen 10g/l und
> 20g/l.
> Bungard selbst empfiehlt 10-15g/l.
>
> Unkritisch? Irgendwas bei 15g? Wie reproduzierbar ist dann die
> Belichtungszeit?
>
> Eure Erfahrungen?

eigentlich kann man beim Belichten und Entwickeln der PCBs von Bungard
wirklich nicht viel falsch machen:

- Belichten so 2min mit UV und - Entwicklen geht fast von allein - die
Platinen sind echt! gut, Du siehst eigentlich sofort ein Ergebnis und nach
'ner Minute ist das Thema meist schon gegessen

der wirklich kritische Teil folgt dann, das Ätzen - wenn was schiefgeht
dann meistens da...


Gruß
Manfred

Carsten Kurz

unread,
Aug 29, 2003, 9:54:44 AM8/29/03
to

Thomas Graf schrieb:


>
> > Unkritisch?
> > Irgendwas bei 15g?
>
> Ist nicht allzuschlimm, es darf nur nicht sehr viel mehr sein. Aber die
> siehst das ja an der Platine wann du sie aus dem NaOH nehmen kannst. Ich hab
> selbst noch nie abgewogen. Ich mach das immer Pi mal Daumen.

Na das ist nun wirklich nicht zu empfehlen. Dimensionsmäßig kommt man
mit einem Teelöffel oder einem ausgedienten Kaffeelöffel hin. Auf der
Basis sollte man zumindest reproduzierbar arbeiten.

- Carsten
--
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Carsten Kurz fax: +49 (0)2238 967925
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Carsten Kurz

unread,
Aug 29, 2003, 9:52:41 AM8/29/03
to


> Da ich keinen Spezialentwickler habe wollte ich NaOH nehmen.
> Jedoch schwanken die Angaben zur Konzentration zwischen 10g/l und
> 20g/l.
> Bungard selbst empfiehlt 10-15g/l.

Es ist richtig, die 'normale' Konzentration ist 7-10g, aber bei Bungard
muss man mehr nehmen. Schwankungen in diesem Bereich sind aber nicht
wirklich schlimm, nur wenn Du deutlich mehr nimmst, löst sich auch der
unbelichtete Lack ab. Zuwenig macht eher Ärger, weil dann eine dünne
Schicht draufbleibt, die den Ätzvorgang versaut.

Fang mal mit 15g/l an.

Die Reproduzierbarkeit der Belichtungszeit ist davon unabhängig.

Ich habe kürzlich mit dem Bungard Material gearbeitet und beim ersten
Test etwas zu knapp belichtet. Nach dem Trocknen der Platine habe ich
den Film nochmal aufgelegt (die Verfärbung der Lackschicht reichte als
Anhaltspunkt) und einfach nachbelichtet.

Mit den üblichen UV Röhren in geringem Abstand kommst Du mit 3min etwa
hin. Ich würde Dir aber trotzdem empfehlen, einen vollständigen
Belichtungstest wie in der FAQ beschrieben durchzuführen. Dafür braucht
man nur einen schmalen Streifen einer Europlatine und man ist dann
sicher, daß man in der Mitte liegt. Wenn man in den Grenzbereichen
arbeitet, kann es durch Prozessschwankungen sonst schonmal kritisch
werden, wenn man eine delikate Platine machen will.

Daniel Schramm

unread,
Aug 29, 2003, 11:52:02 AM8/29/03
to
ThomasT wrote:


> Da ich keinen Spezialentwickler habe wollte ich NaOH nehmen.
> Jedoch schwanken die Angaben zur Konzentration zwischen 10g/l und
> 20g/l.
> Bungard selbst empfiehlt 10-15g/l.

Hallo,

ich nehme 20g/l und lauwarmes Wasser, kalter Entwickler führt auch zu
schlechten Ergebnissen, also nicht zu lange im Keller auskühlen lassen.

Die Flüssigkeitsmenge ist bei grösseren Layouts auch nicht unwichtig, da ein
zu knapper Flüssigkeitsstand beim Entwickeln dazu führt, dass die Ecken
schneller fertig sind, als die Mitte und wenn man zu sehr mit Entwickler
geizt, passiert das sogar bei Bungard :-)

Bye Daniel

--
.~. Daniel Schramm Phone: +49 231 6108112 Mail:daniel....@gmx.de
/V\ Bruehlweg 36 Mobile:+49 178 8839848 ICQ: 35816985
// \\ 44379 Dortmund Fax: +49 231 96989961 WWW: www.fset.de/~daniel
/( )\ Germany
^`~'^

Thomas Thiele

unread,
Aug 30, 2003, 4:28:30 PM8/30/03
to
Also irgendwie habe ich kein Glück.

Erstens ist komischerweise bei Belichtungszeiten von 2-4min alles
gleich (schlecht).
Bei weniger passiert deutlich weniger...
Auch nach 5min Entwickeln ist teilweise noch nicht alles an Fotolack
weg.
Dazu kommt das nach dem Ätzen die Bahnen zwr schärfer aussehen es aber
im Durchlicht nicht sind.
Aber ok, bei den isel-platinen habe ich auch nicht die ersten gleich
hinbekommen.

Besonders schlimm aber dass an den 200mmx150mm Platinen am kurzen Rand
5mm waren die nicht wegzuentwickeln waren. Überhaupt nicht! An beiden
Platinen. Dumm dass meine Vorlage 200mm breit ist...
Un der Vorlage und Belchtung war auch nichts abgedeckt oder so.

(Die dritte die ich noch hatte habe ich nicht vollständig ausprobiert,
da für Belichtungsproben zerstückelt.)

Im Gegensatz dazu hat die eine Isel-Platine mit 3.5min Belichtung auf
Anhieb geklappt und man sieht den Fotolack besser, also auch die
Stellen an denen er noch wegmuss bzw. schon ist.
Also begeistert von Bungard bin ich nicht. Aber wie gesagt kann auch
an mir liegen.

Stefan Huebner

unread,
Aug 31, 2003, 7:04:54 AM8/31/03
to
>Ist nicht allzuschlimm, es darf nur nicht sehr viel mehr sein. Aber die
>siehst das ja an der Platine wann du sie aus dem NaOH nehmen kannst. Ich hab
>selbst noch nie abgewogen. Ich mach das immer Pi mal Daumen.

Bei Bungard (also gelb auf Kupfer) braucht's zum Sehen aber schon
einige Uebung...

>> Wie reproduzierbar ist dann die Belichtungszeit?
>
>Das belichten braucht bei mir 1,5 Minuten. Allerdings benutze ich so einen
>netten Isel-Belichter, damit wirds immer gut.

Wenn man die Selbstbau-Variante vorzieht und Bilderrahmen-Glas statt
dem eigentlich zu verwendenden Quarzglas nimmt koennen es mit 4x8W und
5cm Abstand auch schon mal 4 Minuten werden.


Peter Nyffeler

unread,
Sep 1, 2003, 6:10:38 AM9/1/03
to
In article <3F5108EE...@gmx.de>, Thomas Thiele <jana....@gmx.de>
wrote:

>Also irgendwie habe ich kein Glück.
>
>Erstens ist komischerweise bei Belichtungszeiten von 2-4min alles
>gleich (schlecht).
>Bei weniger passiert deutlich weniger...
>Auch nach 5min Entwickeln ist teilweise noch nicht alles an Fotolack
>weg.

Bist du sicher, dass Alles was sich zwischen Lampe und Print befindet auch UV
durchläßt?

Wir kauften mal ein Belichtungsgerät für doppelseitige Printes. Durch die
Glasplatte ging es recht gut, aber durch die Folie war kaum eine richtige
Belichtung zu erreichen. Eine Messung mit dem UV Spektrometer zeigte, dass die
Folie etwa 100 mal weniger UV durch lies als die Glasplatte. Zudem waren zu
kurzwellige UV Lampen eingesetzt.
Der Verkäufer hat uns als Dank für diese Erkenntnis zum Nachtessen eingeladen.


Peter Nyffeler mailto:nyff...@phys.chem.ethz.ch
Tel P 01 363 62 42, Tel G 01 632 43 60, Fax G 01 632 10 21

Thomas Thiele

unread,
Sep 1, 2003, 9:33:33 AM9/1/03
to
Peter Nyffeler wrote:

> Bist du sicher, dass Alles was sich zwischen Lampe und Print befindet auch UV
> durchläßt?

Schon. Denn mit den anderen Platinen geht es ja auch einwandfrei.
Isel-Belichtungsgerät, Tintenstahler auf Papier, 3-4min Belichtung.
Voila.

Was aber wirklich stutzig macht was ein ca. 5mm breiter Streifer, bei
dem gar nichts passierte.
Wäre da kein Fotolack draufgewesen, wäre es auch ärgerlich, aber noch
mir Rand erklärbar. Ist eben kein Lack hingekommen. Aber Lack der sich
nicht wegentwickeln liess...ansonsten wäre die Platine sogar brauchbar
gewesen.

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