Möchte gerne einen alten Drehstrommotor als generator mißbrauchen .
Geht sowas ohne Probleme oder brauch ich da eine ansteuerelektronik ??
scharrer christian
www.schrotti.de
--
Hallo ich bin eine Signatur
vom Schrotti
P.S. habe neulich virus happy99 draufgehabt
wenn er sich mit verschickt bitte bescheid
geben DANKE
Hallo Christian
Ja das geht, denn jeder Drehstrommotor ist gleichzeitig ein Generator.
Wenn Du den Motor mechanisch antreibst, erzeugt er eine Spannung an den
Klemmen. Das kommt wegen der Spulen -> Induktion
Also keine zusätzliche Elektronik nötig. Allerdings erzeugt er auch nur
Drehstrom, klar ne?!
Timo
Mooooooooooment....
Also wenn Du Drehstrom (3 Phasen) hast, hast
Du automatisch auch Wechselstrom (1 Phase), wenn
Du die anderen beiden einfach ingnorierst.
Wenn Frequenz und Spannung konstant bleiben sollen,
ist aber doch noch eine Steuerung nötig, oder?
Jochen Müller
Oder liege ich mit meiner Einschätzung total daneben ??
scharrer christian
www.schrotti.de
> Ja das geht, denn jeder Drehstrommotor ist gleichzeitig ein
Generator.
Hmmm. Bei "Drehstrommotor" denke ich an Asynchronmotor mit
Kurzschlußläufer. Und den soll man als Generator benutzen können?
> Möchte gerne einen alten Drehstrommotor als generator mißbrauchen .
> Geht sowas ohne Probleme oder brauch ich da eine ansteuerelektronik ??
Ich wuerde mal sagen, das geht nicht.
eddy
Jau, geht; nach eigenen (nur primitiven) Versuchen
P.Pr.
Ja, das funzt schon. Nur kannst den Asynchronmotor nicht autonom
betreiben, da musst eine Erregerspannung dranhaengen, und dann mit
jener Drehzahl schneller drehen, als im Motorbetrieb der Rotor langsamer
als das Drehfeld laeuft.
Faellt mir grad was dazu ein:
Frueher hatten viele Bergbauern eine Materialseilbahn, um ihre Milch ins
Tal zu bringen. Als die elektrifiziert wurden, brauchten die dann aber
keinen Strom, da sie beim Abseilen der Milch, mehr Strom ins Netz
zurueckspeissten, als sie beim Aufseilen brauchten. Alternative
Energiequelle ;-))
Gruss Andreas
das wird so einfach nicht funktionieren. Ein Drehstrommotor normaler
Ausfuehrung hat einen Kaefiglaeufer (auch Kurzschlusslaeufer genannt)
als Rotor. Das ist ein Eisenkaefig (mit Alu ausgegossen) ohne aeussere
Anschluesse und das Ganze funktioniert auf Basis der Gegeninduktion.
Bei Anlegen des Drehstromes am Stator (Aussenwicklung) wird durch das
entstehende Magnetfeld im Rotor eine Spannung induziert, die
ihrerseits eine Strom im Kaefig erzeugt (ist ja ein
KURZSCHLUSSlaeufer), der wiederum ein Magnetfeld im Rotor entstehen
laesst. Da das erregende Magnetfeld ja im Keis weiterwandert
(DREHstrom), versucht das Rotorfeld dem zu folgen. Dadurch entsteht
die Drehbewegung. Das erst mal sehr vereinfacht die Funktionsweise
eines Drehstrommotors.
Nun zu Deiner Frage.
Um eine Spannung zu erzeugen muss man in einer Spule eine
Magnetfeldaenderung hervorrufen. Das waere im Prinzip durch das Drehen
des Rotor gegeben, ja wenn da ein Magnetfeld waere :-( . Dein Rotor
hat hoechstens einen sehr geringen Restmagnetismus und von aussen ist
er nicht zu erregen, da keine Anschluesse. Und damit wirst Du -wenn
ueberhaupt- nur eine sehr geringe Spannung erzeugen koennen. Anders
wuerde es aussehen, wenn Du einen Schleifringlaeufermotor haettest,
den kann man im Prinzip von aussen ueber die Schleifringe erregen (mit
Gleichstrom!). Aber das sind eigentlich Exoten, die meist im
groessenen Leistungsbereich vorkommen. Bei denen werden in der
Anlaufphase Widerstaende in die (bei diesen Motoren vorhandene)
Rotorwicklung geschaltet, um den Anlaufstrom zu verringern.
Ein Drehstromgenerator ist z.B. die Lichtmaschine in heutigen Autos,
liefert aber nur so 12..14 V und wird auch gleich in der meist
integrierten Elektronik gleichgerichtet.
Gruss Reinhard
Das ist die Theorie. Zweifelsohne!
So habe ich früher auch gedacht, bis mich ein Versuch eines besseren
belehrt hat.
Es geht mit einem gewöhnlichen Drehstrom-Asynchronmotor. Ich weiß aber
nicht, warum.
MfG
P.Prucker
> Hmmm. Bei "Drehstrommotor" denke ich an Asynchronmotor mit
> Kurzschlußläufer. Und den soll man als Generator benutzen können?
Was spricht dagegen?
eddy <e...@mpifr-bonn.mpg.de> writes:
> scharrer christian wrote:
>
> > Möchte gerne einen alten Drehstrommotor als generator mißbrauchen .
> > Geht sowas ohne Probleme oder brauch ich da eine ansteuerelektronik ??
>
>
> Ich wuerde mal sagen, das geht nicht.
und ich sag jetzt mal, das es doch geht. Wenn er einen Asynchronmotor
einsetzt, braucht er Kondensatoren um den DMot zum Generator zu
machen. Das kann dann bei entsprechender Leistung schon mal teurer
werden. Wenn man irgendwo einen Schleifringlaeufer "abstauben" kann,
und zB. einen Bach zum Antrieb benutzen kann, hat man ein schickes
Spielzeug ;)
VG
hmw
Gruss Reinhard
Es geht tatsächlich! Wird mittlerweile in vielen Windkraftanlagen so
genutzt. Eine
übersynchron betriebene Asynchronmaschine wirkt als Generator.
Funktioniert
allerdings nur, wenn er direkt am Netz hängt (von einer bes.
Kunstschaltung
mal abgesehen).
Mfg
Martin
Sagte ich ja.
Es werden ja die meissten Kraft-Waereme-Koppelungen bei Biogasanlagen auch
so betrieben
Gruss Andreas
scharrer christian wrote:
>
> Hallo alle miteinander
>
> Möchte gerne einen alten Drehstrommotor als generator mißbrauchen .
> Geht sowas ohne Probleme oder brauch ich da eine ansteuerelektronik ??
>
Ja, das geht. Im Prinzip gibt es zwischen asynchronen Drehstrommotoren
und asynchronen Drehstromgeneratoren keine wesentlichen funktionellen
Unterschiede. Asynchrone Drehstromgeneratoren haben wohl einen etwas
höheren Wirkungsgrad (weniger Wirbelstromverluste ?).
Variante 1 (Netzbetrieb):
Wie schon in anderen Postings erwähnt, mußt Du den Generator an das
vorhandene Netz anschließen (Obacht!), um mit dem Netzstrom das
notwendige Magnetfeld zu erzeugen. Solange der Generator untertourig
läuft, hast Du dann einen Motor. Sobald er die volle Drehzahl erreicht
hat, gibt er Leistung an das Netz ab.
Je nach Betreiber des Netzes, will dieser aber einige
Sicherheitsvorkehrungen wie Überlastschutz, einen Notschalter,
Drehzahlsicherung etc. sehen.
Variante 2 (Inselbetrieb):
Falls Du kein Netz hast, kannst Du mit Kondensatoren arbeiten. Die
Restmagnetisierung reicht aus, um einen kleinen Strom zu erzeugen,
welcher die Kondensatoren aufläd ....
Das funktioniert tatsächlich so. Die Kondensatoren findest Du preiswert
in alten Waschmaschinen. Allerdings ist das ganze schwer zu steuern.
Soll heißen, dass die Spannung stark von der Belastung abhängt und dass
die Kondensatorkapazität auch der Last angepasst werden muß. Schaltest
Du dann induktive oder kapazitative Lasten an, sieht schon wieder alles
anders aus. Steigt die Spannung zu stark an, fliegen Dir die
Kondensatoren um die Ohren! Ohne vernünftige Steuerung geht das hier
nicht.
Synchronmotoren
Für Synchrongenerator brauchst Du eine Drehzahlsteuerung (also eine
Steuerung Deiner Turbine o.ä.) , falls Du auf die 50Hz angewiesen bist
und neben den o.g. Dingen eine Phasensynchronisation, falls Du Deinen
Strom einspeisen willst.
Olli
Ich könnte mir vorstellen, das sich durch den restmagnetismus ein
kleiner
Strom induziert wird, die dann wiederum ein Magnetfeld usw.
Kurzum, das Magnetfeld Schaukelt sich auf.
Ich kann das bei mir schlecht versuchen, (no Asyn. motor) aber wen man
den Motor mit einer Last starten würde, die er sonst betreieben kann
sollte das nicht funktionieren da der geringe Strom in der Anlaufphase
sofort abgeführt wird.
Zu Wind und Asynchron.
Ih habe mich schon immer mal gefragt, wie man denn wohl aus einer
Windkraftanlage 50 Hz herausbekommt. Da die Freqenz ja von der
Drehgeschwindigkeit abhängik ist. Das hat auch irgentetwas mit asynchron
zu tuhn glaub ich. (Nicht die dinger mit Umformer, es gibt auch welche
ohne.
> MfG
> P.Prucker
--
Gruß
Maddog
>> Es geht mit einem gewöhnlichen Drehstrom-Asynchronmotor.
>> Ich weiß aber nicht, warum.
>[...]
>Es geht tatsächlich! [...] Eine übersynchron betriebene
>Asynchronmaschine wirkt als Generator. Funktioniert
>allerdings nur, wenn er direkt am Netz hängt
Wie meinst Du "direkt am Netz"? Dann wird's doch wieder ein
Motor.
>(von einer bes. Kunstschaltung mal abgesehen).
Und die wäre?
Tschüs,
Sebastian
--
Sebastian Suchanek
eMail: sebastian...@gmx.de, seba...@suchanek.de
homepage: http://www.suchanek.de
> Wenn er einen Asynchronmotor
> einsetzt, braucht er Kondensatoren um den DMot zum Generator zu
> machen.
wozu die Kondensatoren ??
--
Stefan "Eisen" Eisenhut, L16
Ei...@L16.de
>scharrer christian wrote:
>
>> M=F6chte gerne einen alten Drehstrommotor als generator mi=DFbrauchen .=
>
>> Geht sowas ohne Probleme oder brauch ich da eine ansteuerelektronik ??
>
>
>Ich wuerde mal sagen, das geht nicht.
>
Nee, irgendwie fehlt da das Magnetfeld.
Ich habe aber irgendwo mal eine Umbauanleitung gesehen, zum Einsatz in
kleinen Windkraftanlagen.
Gruß
Uwe
--
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Stefan Eisenhut <Ei...@L16.de> writes:
> Michael Welle schrieb:
>
> > Wenn er einen Asynchronmotor
> > einsetzt, braucht er Kondensatoren um den DMot zum Generator zu
> > machen.
>
> wozu die Kondensatoren ??
um das Biest zu erregen.
VG
hmw
>
> Zu Wind und Asynchron.
>
> Ih habe mich schon immer mal gefragt, wie man denn wohl aus einer
> Windkraftanlage 50 Hz herausbekommt. Da die Freqenz ja von der
> Drehgeschwindigkeit abhängik ist. Das hat auch irgentetwas mit asynchron
> zu tuhn glaub ich. (Nicht die dinger mit Umformer, es gibt auch welche
> ohne.
> --
> Gruß
> Maddog
Ich bin der Meinung, daß sich das selbst einstellt. Wird die Frquenz
höher, würde der Generator wegen zu viel Leistungsabgabe abgebremst.
Und niedriger kann die Frequenz auch nicht werden, sonst läuft der
Generator als Motor.
P.Pr.
Hallo alle mit einander habe heute den Motor mal zerlegt is ein normaler
asynchronmotor mit 3 Phasen und 6 Kabeln im Anschlußkasten :-)
Jede Phase is angegeben mit 16,8 A 400V
Ich brauch aber nur 1 Phase 220 V so ungefähr 3000 Watt als Insellösung.
Wollt sowieso einen Elektrostarter einbauen mit 12 Voltgenerator und
Batterie vom Auto.
So kann mann dann den Generator und den restlichen Phasen auch mit 12 volt
anregen ??
scharrer christian
nein . . . nicht gezwungenermaßen.
wenn das Moment, an der welle entgegen der Drehrichtung wirkt, also als
Belastung (Bremsmoment), ist die Drehzahl kleiner als die
synchrondrehzahl, bei der der Motor(Generator) im Leerlauf währe, der
Motor nimmt elektrische Leistung auf => motorischer Betrieb
Wirkt das Drehmoment genau in der anderen richtung (als
Beschleunigungsmoment), dann dreht sich der Motor schneller als im
Leerlauf, und es wird elektrische Leistung ins Netz
zurückgespeist.(generatorischer Betrieb)
=> induziert wird immer! eine Spannung . . .
ein Strom kann erst dann fließen, wenn an den Klemmen des Generators
irgendeine Impedanz angeschloßen ist
> Ich kann das bei mir schlecht versuchen, (no Asyn. motor) aber wen man
> den Motor mit einer Last starten würde, die er sonst betreieben kann
> sollte das nicht funktionieren da der geringe Strom in der Anlaufphase
> sofort abgeführt wird.
=> um ein Magnetfeld aufzubauen muß! ein Strom fließen !!
> Ih habe mich schon immer mal gefragt, wie man denn wohl aus einer
> Windkraftanlage 50 Hz herausbekommt. Da die Freqenz ja von der
> Drehgeschwindigkeit abhängik ist.
bei asynchrongeneratoren am starren Netz hängt die abgegebene Leistung
von der Drehzahl ab =>
wird der Generator von einem Flügelrad angetrieben, stellt sich zu jedem
Moment eine bestimmte Drehzahl ein (n-M-Kennlinie von ASM), bei der
genau soviel (abgesehen von den Verlusten) elektrische Leistung ins Netz
gespeist wird, wie mechanische Leistung vom Motor aufgenommen wird
(generatorischer Betrieb vorausgesetzt)
>>
>> Das ist die Theorie. Zweifelsohne!
>>
>> So habe ich früher auch gedacht, bis mich ein Versuch eines besseren
>> belehrt hat.
>> Es geht mit einem gewöhnlichen Drehstrom-Asynchronmotor. Ich weiß aber
>> nicht, warum.
>
>Ich könnte mir vorstellen, das sich durch den restmagnetismus ein
>kleiner
>Strom induziert wird, die dann wiederum ein Magnetfeld usw.
>Kurzum, das Magnetfeld Schaukelt sich auf.
Ja, so müsste das sein. Wenn die Maschine einmal aufmagnetisiert ist,
läuft sie auf Remanenz wenn man sie antreibt. Beim
Käfigläufergenerator ist die Erregeung dann lastabhängig. Werden die
Wicklungen belastet fliesst ein Strom, der wiederum eine Druchflutung
erzeugt und so weiter. Ich weiss jetzt nur nicht wie das mit der
Spannung ist, da man ja nicht regeln kann. Ich denke, wenn an der
Welle genug Drehmoment anliegt bleibt die Spannung relativ konstant.
Gruss,
Gerhard
> Variante 2 (Inselbetrieb):
> Falls Du kein Netz hast, kannst Du mit Kondensatoren arbeiten. Die
> Restmagnetisierung reicht aus, um einen kleinen Strom zu erzeugen,
> welcher die Kondensatoren aufläd ....
wobei du aber beim Anlaufen jegliche ohmsche Last abhängen mußt, da sonst
der Rotor die Remanent verliert. Wenn du mit der Drehzahl oben bist, kannste
die Lasten dranhängen.
> Das funktioniert tatsächlich so. Die Kondensatoren findest Du preiswert
> in alten Waschmaschinen. Allerdings ist das ganze schwer zu steuern.
> Soll heißen, dass die Spannung stark von der Belastung abhängt und dass
> die Kondensatorkapazität auch der Last angepasst werden muß.
Genau. Ich habe mal mehrere Versuche gemacht, mit rein ohmschen
Verbrauchern ( Glühbirnen ). Besonders schwierig ist es die 400V zu halten.
Gruß Andy
>>
>> > Möchte gerne einen alten Drehstrommotor als generator mißbrauchen .
>> > Geht sowas ohne Probleme oder brauch ich da eine ansteuerelektronik ??
>>
>>
>> Ich wuerde mal sagen, das geht nicht.
>und ich sag jetzt mal, das es doch geht. Wenn er einen Asynchronmotor
>einsetzt, braucht er Kondensatoren um den DMot zum Generator zu
>machen.
Wenn der Generator am EVU-Netz hängt.holt sich der Ansynchrongenerator
(motor) die notwendige Blindleistung aus dem Netz
MfG
bernd.loeffler@.Lueneburg.netsurf.de (Bernd Löffler) writes:
Genau. Aber idR. wollen wir ja nicht einfach so ins Netz speisen,
sondern unsere Laube etc. elektrifizieren.
Schoene Ostern
hmw
Hallo Chrostian,
schau Dir mal die folgende Site an. Da ist das ganze recht gut beschrieben.
http://www.windpower.dk/de/tour/wtrb/async.htm
Gruss Andreas
Wirklich schön beschrieben. Der Absatz mit den Kondensatoren kam mir aber
etwas kurz vor. Gibt es nähere Angaben zu den Kondensatoren? Die
Möglichkeit, einen Asynchrnmotor als Mini-Windkraftanlage in der stromlosen
Klein-Gartenanlage zu betreiben klingt verführerisch. Aber ehrlich gesagt,
habe ich keine Ahnung, wo ich welchen Kondensator anschliessen muss.
--
Wolfgang Horejsi
Wir ziehen doch alle an einem Strick,
wenn auch nicht in die gleiche Richtung.
Hallo Wolfgang,
zur Beschaltung mit Kondensatoren, kann ich leider auch noch nicht viel sagen,
hab mich bisher nur mit dem Netzparallelbetrieb beschäftigt. Ich hab auch in
näherer Zukunft vor, mich damit zu beschäftigen. (falls es die
immernochnichtmehr als 24 h Tage zulassen :-))
Meine Gedanken gehen aber eher in Richtung parallelschalten eines
Wechselrichters.
Hat damit schon wer Erfahrung??
Gruss Andreas