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Frage zu Differenz-Stromsensor (Pollin 180071)

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Peter Heitzer

unread,
Mar 18, 2019, 5:24:04 AM3/18/19
to
Laut Datenblatt beträgt bei diesem Sensor der maximal zu messende Strom
0.85 A. Kann die Elektronik des Wandlers Schaden nehmen, wenn dieses
Maximum stark überschritten wird (z.B 10 A) oder geht einfach die
Ausgangsspannung auf Anschlag und ein grösserer Strom kann einfach nicht
von Imax unterschieden werden.
Als Anwendung des Sensors hätte ich eine Ladestromanzeige für LiIon Akkus
in's Auge gefasst. Mein Ladegerät zeigt den Strom leider nur nach
Tastendruck an und da wäre eine Stromanzeige eine Bereicherung. Gegen
Ladeende wäre auch der Strom im Bereich des Nennstroms, aber anfangs
können es auch schon mal 2-3 A sein.

--
Dipl.-Inform(FH) Peter Heitzer, peter....@rz.uni-regensburg.de

Volker Staben

unread,
Mar 18, 2019, 6:01:21 AM3/18/19
to
Moin Peter,

Am 18.03.19 um 10:24 schrieb Peter Heitzer:
> Laut Datenblatt [...]

Link wäre nett gewesen.

> [...] beträgt bei diesem Sensor der maximal zu messende Strom
> 0.85 A. Kann die Elektronik des Wandlers Schaden nehmen, wenn dieses
> Maximum stark überschritten wird (z.B 10 A) oder geht einfach die
> Ausgangsspannung auf Anschlag und ein grösserer Strom kann einfach nicht
> von Imax unterschieden werden.

Vielleicht hilft

https://www.vacuumschmelze.de/fileadmin/docroot/medialib/documents/pdf/fipublikationen/2009/Anwendungshinweise_fr_DI-Stromsensoren_mit_DRV401.pdf

weiter?

V.

Frank Scheffski

unread,
Mar 18, 2019, 6:55:36 AM3/18/19
to
Peter Heitzer schrieb:

>Laut Datenblatt beträgt bei diesem Sensor der maximal zu messende Strom
>0.85 A. Kann die Elektronik des Wandlers Schaden nehmen, wenn dieses
>Maximum stark überschritten wird (z.B 10 A) oder geht einfach die
>Ausgangsspannung auf Anschlag und ein grösserer Strom kann einfach nicht
>von Imax unterschieden werden.

Schau Dir mal den ACS712 an. Den gibt's beim freundlichen Chinesen für
kleines Geld.

MfG

Frank

Peter Heitzer

unread,
Mar 18, 2019, 7:33:14 AM3/18/19
to
Der ist aber nicht als Durchsteckwandler verfügbar, was bei dem Modell
T6040N4646X95081 von Vacuumschmelze der Fall ist.

Carla Schneider

unread,
Mar 19, 2019, 9:53:20 AM3/19/19
to
Peter Heitzer wrote:
>
> Laut Datenblatt beträgt bei diesem Sensor der maximal zu messende Strom
> 0.85 A. Kann die Elektronik des Wandlers Schaden nehmen, wenn dieses
> Maximum stark überschritten wird (z.B 10 A) oder geht einfach die
> Ausgangsspannung auf Anschlag und ein grösserer Strom kann einfach nicht
> von Imax unterschieden werden.

Das ist ein Ringfoermiger Eisenkern mit einem Magnetfeldsensor im Luftspalt.
Kann so ein Magnetfeldsensor durch hoehere Feldstaerke beschaedtigt werden ?
Ich vermute nicht.

> Als Anwendung des Sensors hätte ich eine Ladestromanzeige für LiIon Akkus
> in's Auge gefasst.

Dazu muss man eine Kompensationsmessung durchfuehren, d.h. es muss noch mindestens
eine zweite Leitung durchgesteckt werden durch diese wird dann ein Strom
geschickt der so geregelt wird dass der Magnetfeldsensor Null anzeigt.
Der Regelstrom ist dann genauso gross wie der zu messende Strom.
Will man hohe Stroeme messen nimmt man besser viele Windungen fuer den
Kompensationsstrom, dann braucht der nicht so gross sein.

Marte Schwarz

unread,
Mar 19, 2019, 4:44:44 PM3/19/19
to
Hi Carla und Peter,
>> Laut Datenblatt beträgt bei diesem Sensor der maximal zu messende Strom
>> 0.85 A. Kann die Elektronik des Wandlers Schaden nehmen, wenn dieses
>> Maximum stark überschritten wird (z.B 10 A) oder geht einfach die
>> Ausgangsspannung auf Anschlag und ein grösserer Strom kann einfach nicht
>> von Imax unterschieden werden.
>
> Das ist ein Ringfoermiger Eisenkern mit einem Magnetfeldsensor im Luftspalt.
> Kann so ein Magnetfeldsensor durch hoehere Feldstaerke beschaedtigt werden ?
> Ich vermute nicht.

Ich hatte mit ähnlichen Wandlern der Fa LEM zu tun. Da hatte man mich
auch vorgewarnt, ich möge den max. (Über-)Strom bitte nicht
überschreiten, da er sonst kaputt ginge. Warum genau wollte man mir
nicht sagen, ich hatte dann mal einen Kurzschluß (Kondensatorentladung),
der den Sensor dann tatsächlich getötet hatte. Damit war für meine
Anwendung das Teil gestorben.

>> Als Anwendung des Sensors hätte ich eine Ladestromanzeige für LiIon Akkus
>> in's Auge gefasst.

Kann gehen

> Dazu muss man eine Kompensationsmessung durchfuehren

Das sollte bei dem Sensor aus dem Betreff schon intern gemacht sein.

Marte

Carla Schneider

unread,
Mar 20, 2019, 4:37:03 AM3/20/19
to
Ich dachte das ist ein Differenzstromsensor also ein Ding das einem sagen soll
ob zwischen zwei Leitungen die da durch gehen eine Stromdifferenz ist.

Peter Heitzer

unread,
Mar 20, 2019, 5:23:42 AM3/20/19
to
Das denke ich auch. Es ist bei dem Sensor bereits ein IC verbaut, welches die
Kompensation und auch die Entmagnetisierung beim Anlegen der Betriebsspannung
erledigt.
Ich werde mir einfach mal ein paar der Teile bestellen (kosten nur 75 ct/Stück)
und damit experimentieren. Wenn ich bei der Versorgungsspannung des Sensors
den Strom begrenze, dürfte eigentlich nichts passieren können.

Marte Schwarz

unread,
Mar 21, 2019, 2:37:42 AM3/21/19
to
Hi Carla,

>>>> Laut Datenblatt beträgt bei diesem Sensor der maximal zu messende Strom
>>>> 0.85 A. Kann die Elektronik des Wandlers Schaden nehmen, wenn dieses
>>>> Maximum stark überschritten wird (z.B 10 A) oder geht einfach die
>>>> Ausgangsspannung auf Anschlag und ein grösserer Strom kann einfach nicht
>>>> von Imax unterschieden werden.

> Ich dachte das ist ein Differenzstromsensor also ein Ding das einem sagen soll
> ob zwischen zwei Leitungen die da durch gehen eine Stromdifferenz ist.

Das dürfte dem Eisenkern und dem Hallsensor im Spalt herzlich egal sein,
ob das Magnetfeld nun aus einem Differenzstrom oder aus einem einzelnen
Strom generiert wird.

Marte

Marte Schwarz

unread,
Mar 21, 2019, 2:43:03 AM3/21/19
to
Hi Peter,
>>> Dazu muss man eine Kompensationsmessung durchfuehren
>
>> Das sollte bei dem Sensor aus dem Betreff schon intern gemacht sein.
> Das denke ich auch. Es ist bei dem Sensor bereits ein IC verbaut, welches die
> Kompensation und auch die Entmagnetisierung beim Anlegen der Betriebsspannung
> erledigt.
> Ich werde mir einfach mal ein paar der Teile bestellen (kosten nur 75 ct/Stück)
> und damit experimentieren. Wenn ich bei der Versorgungsspannung des Sensors
> den Strom begrenze, dürfte eigentlich nichts passieren können.

Das dürfte kaum ein Effekt der internen Stromversorgung sein. So weit
ich mich entsinne, war das ein Effekt des Kernmaterials, das ab einem
gewissen Überstrom in eine Art irreversible Sättigung geht und dann
nicht mehr ohne nennenswerte Hysterese arbeitet.

Marte

Horst-Dieter Winzler

unread,
Mar 21, 2019, 3:21:04 AM3/21/19
to
Am 21.03.19 um 07:37 schrieb Marte Schwarz:
Bei Kompensationssensoren fallen Nichtlinearitäten, wie zB des
Eisenkerns, heraus. Folglich nix egal. ;-)

--
---hdw---

Volker Staben

unread,
Mar 21, 2019, 3:44:17 AM3/21/19
to
Am 21.03.19 um 08:21 schrieb Horst-Dieter Winzler:
>> Das dürfte dem Eisenkern und dem Hallsensor im Spalt herzlich egal
>> sein, ob das Magnetfeld nun aus einem Differenzstrom oder aus einem
>> einzelnen Strom generiert wird.
>
> Bei Kompensationssensoren fallen Nichtlinearitäten, wie zB des
> Eisenkerns, heraus. Folglich nix egal. ;-)

das stimmt so generell nicht. Manche Nichtlinearitäten spielen keine
Rolle, andere schon, z.B. die Hysterese. Deswegen ja auch die
"Entmagnetisierung" bei Start oder (manuell) nach Überlast.

Ob das Magnetrfeld aber durch einen Strom oder die Differenz zweier
Ströme erzeugt wird, dürfte dem Kern tatsächlich ziemlich schnuppe sein.

V.

Volker Staben

unread,
Mar 21, 2019, 3:47:56 AM3/21/19
to
Am 21.03.19 um 07:43 schrieb Marte Schwarz:
> Das dürfte kaum ein Effekt der internen Stromversorgung sein. So weit
> ich mich entsinne, war das ein Effekt des Kernmaterials, das ab einem
> gewissen Überstrom in eine Art irreversible Sättigung geht und dann
> nicht mehr ohne nennenswerte Hysterese arbeitet.

Yepp. Die Hysteresekurve weitet sich auf, wenn man den Kern durch
Überlast weiter aussteuert. Und dadurch verschiebt sich die wirksame
Kennlinie, auf der dann die Felskompensation stattfindet. Das führt zu
einem statischen Offsetfehler.

V.

Marte Schwarz

unread,
Mar 21, 2019, 3:48:44 AM3/21/19
to
Hi Horst-Dieter,
>>> Ich dachte das ist ein Differenzstromsensor also ein Ding das einem
>>> sagen soll
>>> ob zwischen zwei Leitungen die da durch gehen eine Stromdifferenz ist.
>>
>> Das dürfte dem Eisenkern und dem Hallsensor im Spalt herzlich egal
>> sein, ob das Magnetfeld nun aus einem Differenzstrom oder aus einem
>> einzelnen Strom generiert wird.
>
> Bei Kompensationssensoren fallen Nichtlinearitäten, wie zB des
> Eisenkerns, heraus. Folglich nix egal. ;-)

Was ist "nix
egal"?
Selbstverständlich ist es egal. Dem Magnetfeld ist es so was von egal,
ob es mit 2 oder vielen stromführenden Leitungen produziert wird,
interessant ist der Differenzstrom.
Der Differenzstrom genau einer einzigen Leitung ist eben dann letztlich
der Strom, der durch das Loch fließt.

Marte

Hans-Peter Diettrich

unread,
Mar 21, 2019, 7:06:40 AM3/21/19
to
Am 21.03.2019 um 08:48 schrieb Marte Schwarz:

> Was ist "nix
> egal"?
> Selbstverständlich ist es egal. Dem Magnetfeld ist es so was von egal,
> ob es mit 2 oder vielen stromführenden Leitungen produziert wird,

Ja, das ist egal, aber

> interessant ist der Differenzstrom.
> Der Differenzstrom genau einer einzigen Leitung ist eben dann letztlich
> der Strom, der durch das Loch fließt.

das erst letzendlich, wenn die Vorrichtung nicht auf dem Weg dahin
explodiert ist. Wenn der Gegenstrom erst generiert werden muß, bis die
Differenz Null wird, dann kann am Anfang des Vorgangs eine Überlastung
nicht ausgeschlossen werden. Das könnte eine der Gefahren sein, auf die
vom Hersteller des Sensors hingewiesen wird.

DoDi

Marte Schwarz

unread,
Mar 22, 2019, 1:33:03 PM3/22/19
to
Hallo Hans-Peter,

> wenn die Vorrichtung nicht auf dem Weg dahin
> explodiert ist. Wenn der Gegenstrom erst generiert werden muß, bis die
> Differenz Null wird, dann kann am Anfang des Vorgangs eine Überlastung
> nicht ausgeschlossen werden. Das könnte eine der Gefahren sein, auf die
> vom Hersteller des Sensors hingewiesen wird.

Die Steilheit ist letztlich in der max Bandbreite abgebildet. Dafür
sollte man in der Tat sorgen. Bis 300 mA wird da aber noch nichts
explodieren.

Marte
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