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Blitzröhre Datenblatt

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Wolfgang

unread,
Nov 19, 2015, 5:17:23 AM11/19/15
to
Hallo,
eigentlich soll es ein Stroboskop für die Drehmaschine werden.

Zuerst habe ich an eine 10W LED gedacht, die Drehzahlsynchron und mit
einstellbarer Zeitverzögerung das Werkstück beleuchtet. Aber dann las
ich hier, dass weisse LED stark nachleuchten und habe den Plan
verworfen. Dann habe ich ein altes Fotblitzgerät gekauft, aber der 235µF
330V wird zu langsam geladen. So kam ich auf die Idee, einen vorhandenen
1,6µF über 240kOhm zu laden und daran die Blitzlampe zu hängen. Aber
auch die Zeitkonstante war ein wenig zu hoch, was ich dann auch
rechnerisch schnell überprüfen konnte. Nächster Versuch waren 8kOhm,
zusammengesetzt aus 4*2kOhm, um eine dauerhafte Spannungsfestigkeit zu
erreichen. Leider brannte die Blitzlampem, 33mm*3,5mm ohne Anschlüsse
dann dauerhaft. Eine Art Haltestrom war überschritten, es leuchtete
bläulich bei schwankenden 40...80V. Erst nach einige Sekunden ging die
Spannung wieder hoch. Gibt es ein Datenblatt, wie hoch der Strom sein
darf, oder wäre es besser, die Lampe nach der Zündung kurzzuschliessen
und wie lange sollte die Spannung weg sein, um zu vermeiden, dass die
Gasentladung sofort wieder zündet?

MaWin

unread,
Nov 19, 2015, 5:39:35 AM11/19/15
to
"Wolfgang" <wolf...@horejsi.de> schrieb im Newsbeitrag
news:n2k7ji$eqc$1...@solani.org...

> eigentlich soll es ein Stroboskop für die Drehmaschine werden.

Eigentlich will man an drehenden Maschinen gerade KEINEN Strooboskopeffekt
und vermeidet daher Leuchtstofflampen bzw. verwendet sie nur paarweise
versetzt.

> Leider brannte die Blitzlampem, 33mm*3,5mm ohne Anschlüsse dann dauerhaft.

Kleine Blitzröhren kann man per IGBT (z.B. CT40TMH-8) wieder abschalten.
Mehr als eine kleine Blitzröhre wird wohl auch nicht nötig sein.
Ausserdem wird dadurch dein Blitz kürzer.
Eine ganz simple Schaltung steuert den IGBT direkt aus dem Ausgang eines
Hallschalters der von einen Magneten auf der Welle geschaltet wird.
--
MaWin, Manfred Winterhoff, mawin at gmx dot net
Homepage http://www.oocities.org/mwinterhoff/
dse-FAQ: http://dse-faq.elektronik-kompendium.de/

Heinz Schmitz

unread,
Nov 19, 2015, 7:47:49 AM11/19/15
to
Wolfgang wrote:

>Dann habe ich ein altes Fotblitzgerät gekauft, aber der 235µF
>330V wird zu langsam geladen. .....
>Gibt es ein Datenblatt, wie hoch der Strom sein
>darf, oder wäre es besser, die Lampe nach der Zündung kurzzuschliessen
>und wie lange sollte die Spannung weg sein, um zu vermeiden, dass die
>Gasentladung sofort wieder zündet?

Google <fotoblitz schaltung> gibt vielleicht Hinweise darauf,
was man da so macht?
Ich habe noch keine Blitzröhre getroffen, auf der ein Typname
stand. Also mal unter <fotoblitz röhre datasheet> oder
<fotoblitz stroboskop datasheet> nachsehen?

Grüße,
H.


Marcel Mueller

unread,
Nov 19, 2015, 9:27:00 AM11/19/15
to
On 19.11.15 11.17, Wolfgang wrote:
> Dann habe ich ein altes Fotblitzgerät gekauft, aber der 235µF
> 330V wird zu langsam geladen. So kam ich auf die Idee, einen vorhandenen
> 1,6µF über 240kOhm zu laden und daran die Blitzlampe zu hängen. Aber
> auch die Zeitkonstante war ein wenig zu hoch, was ich dann auch
> rechnerisch schnell überprüfen konnte. Nächster Versuch waren 8kOhm,
> zusammengesetzt aus 4*2kOhm, um eine dauerhafte Spannungsfestigkeit zu
> erreichen. Leider brannte die Blitzlampem, 33mm*3,5mm ohne Anschlüsse
> dann dauerhaft. Eine Art Haltestrom war überschritten, es leuchtete
> bläulich bei schwankenden 40...80V. Erst nach einige Sekunden ging die
> Spannung wieder hoch. Gibt es ein Datenblatt, wie hoch der Strom sein
> darf, oder wäre es besser, die Lampe nach der Zündung kurzzuschliessen
> und wie lange sollte die Spannung weg sein, um zu vermeiden, dass die
> Gasentladung sofort wieder zündet?

Hänge doch einen Transistor in die Ladeleitung, der beim Blitz die
Ladung kurz unterbricht. Aber ob Du die glühheißen Widerstände wirklich
willst, ist eine andere Frage.

Normalerweise würde man aber eher mit einem Fly-Back laden, bis eine
Zielspannung erreicht ist. Bei bekannter Kapazität kann man auch einfach
eine feste Zeit laden. Dann wird gezündet und dann wieder nachgeladen.

Beachte auch, dass Blitzröhren bei hoher Wiederholrate wesentlich
weniger Blitzenergie abkönnen. Ferner darfst Du nicht bei zu kleiner
Spannung zünden, sonst passiert genau das, was Du hattest. Wenn Du
willst, dass die Röhre schneller wird, erhöhe die Spannung, bei
konstanter Energie, versteht sich. Die Biester laufen i.a. auch mit 1kV
noch.


Marcel

Bernd Mayer

unread,
Nov 19, 2015, 10:02:45 AM11/19/15
to
Am 19.11.2015 um 11:17 schrieb Wolfgang:
> Hallo,
> eigentlich soll es ein Stroboskop für die Drehmaschine werden.
>
> Gibt es ein Datenblatt, wie hoch der Strom sein
> darf, oder wäre es besser, die Lampe nach der Zündung kurzzuschliessen
> und wie lange sollte die Spannung weg sein, um zu vermeiden, dass die
> Gasentladung sofort wieder zündet?

Hallo,

hier habe ich ein paar links zu Infos über Blitzröhren:

http://www.phoxene.com/lumix-flashtubes/
http://www.shokaifareast.com/images/Lamps/Xenon/xenon_catalog1.pdf
http://frank.pocnet.net/other/Mullard/MullardFlashTubes.pdf
http://laser-caltech.web.cern.ch/laser-caltech/report/Flash%20lamp%20Eg&G.pdf


Bernd Mayer

Andeas Wenzel

unread,
Nov 19, 2015, 4:19:24 PM11/19/15
to
Am 19.11.2015 um 11:17 schrieb Wolfgang:
> [...] Aber dann las
> ich hier, dass weisse LED stark nachleuchten und habe den Plan
> verworfen. [...]

Wie scharf müssen die Flanken denn sein? Wenn ich die 10W LED-Lampe an
meinem Mountainbike(*) auf kleine PWM-gesteuerte Leistung stelle, dann
sehe ich bei der richtigen Geschwindigkeit gut erkennbare stehend die
Stollen auf den Reifen.

Gruß,
Andreas

(*) Die wird natürlich nur ausserhalb des Geltungsbereichs der StVO
verwendet.


Wolfgang

unread,
Nov 19, 2015, 5:18:10 PM11/19/15
to
Ich gehe einfach mal von 600U/min aus, ein Gegenstand von 100mm
Durchmesser soll also 10 mal pro Sekunde scharf abgebildet sein. Dein
Vorderrad wird sich nicht ganz so schnell drehen.

Andeas Wenzel

unread,
Nov 19, 2015, 5:47:44 PM11/19/15
to
Am 19.11.2015 um 23:18 schrieb Wolfgang:
> [...]
> Ich gehe einfach mal von 600U/min aus, ein Gegenstand von 100mm
> Durchmesser soll also 10 mal pro Sekunde scharf abgebildet sein. Dein
> Vorderrad wird sich nicht ganz so schnell drehen.

Das nicht, aber es hat ja auch mehr als einen Stollen.

Matthias Weingart

unread,
Nov 20, 2015, 3:42:23 AM11/20/15
to
Andeas Wenzel <awspam...@gmx.de>:
Geht das mit der weissen LED wirklich nicht? Hast Du es probiert? Die
Nachleuchtdauer der Farbstoffe verschiedener LED's ist schon sehr
unterschiedlich. Manche Chips sieht man noch Sekunden leicht glimmen, manche
gar nicht. Oder warum nimmst Du nicht einfach ne farbige LED? Du willst doch
das bestimmt nicht für Beleuchtungszwecke, sondern um irgendwas einzustellen
oder so? Da kommst Du locker auf 10MHz hoch, sofern du es schaffst die
Kapazitäten so schnell umzuladen...
Also ich würde auf jeden Fall eine LED einsetzen (oder vielleicht sogar einen
steuerbaren (Linien-)Laser).

M.
--

Wolfgang

unread,
Nov 20, 2015, 4:03:03 AM11/20/15
to
Am 20.11.2015 um 09:42 schrieb Matthias Weingart:

> Geht das mit der weissen LED wirklich nicht? Hast Du es probiert? Die
> Nachleuchtdauer der Farbstoffe verschiedener LED's ist schon sehr
> unterschiedlich. Manche Chips sieht man noch Sekunden leicht glimmen, manche
> gar nicht. Oder warum nimmst Du nicht einfach ne farbige LED? Du willst doch
> das bestimmt nicht für Beleuchtungszwecke, sondern um irgendwas einzustellen
> oder so? Da kommst Du locker auf 10MHz hoch, sofern du es schaffst die
> Kapazitäten so schnell umzuladen...
> Also ich würde auf jeden Fall eine LED einsetzen (oder vielleicht sogar einen
> steuerbaren (Linien-)Laser).

Nein, probiert habe ich das mit der LED noch nicht, mache ich am
Wochenende, 10W LED sind vorhanden. Die haben 11V 0,9A. In irgendwelchen
Datenblättern zu ähnlichen LED habe ich gelesen, dass der abs. max.
current auch nicht viel höher als der Nennstrom liegt.

Frank Peter

unread,
Nov 20, 2015, 4:54:54 AM11/20/15
to
Am 19.11.2015 11:17, schrieb Wolfgang:
> Hallo,
> eigentlich soll es ein Stroboskop für die Drehmaschine werden.
>
> Zuerst habe ich an eine 10W LED gedacht, die Drehzahlsynchron und mit
> einstellbarer Zeitverzögerung das Werkstück beleuchtet. Aber dann las
> ich hier, dass weisse LED stark nachleuchten und habe den Plan
> verworfen.

Eine Info, die allerdings schon etliche Jahre alt ist, besagt, dass die
Nachleuchtzeit von weißen LEDs stark unter einer Mikrosekunde liegt
(Größenordnung 100 ns).
Bezogen auf 600 U/min und 30 cm Durchmesser des Werkstücks käme bei 1
microsekunde ein Unschärfe von 0,01 mm zustande.
Das würde also problemlos funktionieren.

Falls sich die Entwicklung zwischenzeitlich zu länger nachleuchtenden
Schichten bewegt hat, könnest du auch eine rote, grüne und blaue Led
(=weiß)gleichzeitig hernehmen. Damit ist das Nachleuchtproblem endgültig
vom Tisch.

Mit Fotoblitzröhren macht die Geschichte nur wenig Spaß: Die heizen sich
im längeren Strobobetrieb stark auf und fallen dann aus.
Besser du nimmst für Sroboskop geeignete Blitzröhren - oder eben gleich
LEDs.

Frank, der in Vergangenheit sich beruflich damit rumschlagen musste und
nicht mehr zu Blitzröhren greifen würde.

Ralf Haboldt

unread,
Nov 20, 2015, 10:52:56 AM11/20/15
to
Am Freitag, 20. November 2015 10:54:54 UTC+1 schrieb Frank Peter:
snip
>
> Mit Fotoblitzröhren macht die Geschichte nur wenig Spaß: Die heizen sich
> im längeren Strobobetrieb stark auf und fallen dann aus.
> Besser du nimmst für Sroboskop geeignete Blitzröhren - oder eben gleich
> LEDs.
>
> Frank, der in Vergangenheit sich beruflich damit rumschlagen musste und
> nicht mehr zu Blitzröhren greifen würde.

Frank hat es schon richtig geschrieben: Es gibt Photo-Blitzröhren und Stroboskop-Blitzröhren. Erstere vertragen den Stroboskopbetrieb sehr schlecht und sterben schnell.
Ein Stroboskop für eine Zündung für Modellmotoren habe ich auch mit Leds realisiert. Blitzröhren würde ich auch nicht mehr verwenden.

Ralf

Marcel Mueller

unread,
Nov 21, 2015, 6:00:27 AM11/21/15
to
On 20.11.15 10.54, Frank Peter wrote:
> Eine Info, die allerdings schon etliche Jahre alt ist, besagt, dass die
> Nachleuchtzeit von weißen LEDs stark unter einer Mikrosekunde liegt
> (Größenordnung 100 ns).

Das ist stark unterschiedlich. Ich habe auch schon welche gesehen, die
man mit bloßem Auge gelb nachleuchten sehen konnte, wenn man selbiges
erst nach dem Ausschalten geöffnet hat.

> Falls sich die Entwicklung zwischenzeitlich zu länger nachleuchtenden
> Schichten bewegt hat, könnest du auch eine rote, grüne und blaue Led
> (=weiß)gleichzeitig hernehmen. Damit ist das Nachleuchtproblem endgültig
> vom Tisch.

Das ist so. RGB-LEDs leuchten praktisch nicht nach.

Bei LEDs ist eher die Impulsleistung der begrenzende Faktor. Die liegt
bei Power-LEDs nämlich zuweilen nicht viel über der Dauerleistung. Und
wenn man dann nur 0,1% Duty-Cycle fährt kommt halt kaum noch Licht heraus.

> Mit Fotoblitzröhren macht die Geschichte nur wenig Spaß: Die heizen sich
> im längeren Strobobetrieb stark auf und fallen dann aus.

Wenn man sie mit geringerer Leistung betreibt geht das. Das Problem hat
lange nicht die Dimensionen wie bei den LEDs.

> Besser du nimmst für Sroboskop geeignete Blitzröhren - oder eben gleich
> LEDs.

Auch die müssen allerdings für den gepulsten Betrieb geeignet sein.
Jedenfalls, wenn die Pulse kurz werden sollen.


> Frank, der in Vergangenheit sich beruflich damit rumschlagen musste und
> nicht mehr zu Blitzröhren greifen würde.

Wieso nicht? Für rund 10€ bekommst Du Ringe, die so viel
Leistungsreserven haben, dass man sie problemlos so weit im unteren
Bereich fahren kann, dass die so schnell nicht verrecken. Ich denke da
so an die 250J-Klasse. Wenn man die mit 0,2J ansteuert, kann man da
durchaus bis 1000 Blitze pro Minute feuern. Bei niedrigeren Raten geht
natürlich auch mehr Blitzenergie.
Der Blaue Claus hat z.B. was passendes im Sortiment.

Für LEDs, die im Blitzbetrieb ähnlich viel Licht machen, also dabei grob
1W /mittllere/ Leistung vertragen, musst Du schon erheblich tiefer in
die Tasche greifen.


Marcel

Wolfgang

unread,
Nov 21, 2015, 8:09:13 AM11/21/15
to
Am 21.11.2015 um 12:00 schrieb Marcel Mueller:

>
> Bei LEDs ist eher die Impulsleistung der begrenzende Faktor. Die liegt
> bei Power-LEDs nämlich zuweilen nicht viel über der Dauerleistung. Und
> wenn man dann nur 0,1% Duty-Cycle fährt kommt halt kaum noch Licht heraus.

Ich habe es heute probiert, eine 10W LED mit 10W Ansteuerung hinter
Arduino und dann jeweils für 1ms eingeschaltet. Minibohrmaschine auf
niedriger Drehzahl und Minitrennscheibe mit aufgeklebtem weissen
Isolierband. Das Ergebnis: Total unscharf, scheinbar ist die 1ms zu lang.

> Wieso nicht? Für rund 10€ bekommst Du Ringe, die so viel
> Leistungsreserven haben, dass man sie problemlos so weit im unteren
> Bereich fahren kann, dass die so schnell nicht verrecken. Ich denke da
> so an die 250J-Klasse. Wenn man die mit 0,2J ansteuert, kann man da
> durchaus bis 1000 Blitze pro Minute feuern. Bei niedrigeren Raten geht
> natürlich auch mehr Blitzenergie.

Problem mit dem Fotoblitz: Mit dem Schalter kann ich den Blitz
problemlos auslösen. Da wird ein 100nF in die Zündspule entladen. Mit
Transistor ging es nicht, mit Darlington BU522 und Basiswiderstand
470Ohm auch nicht. Was braucht man da für einen T? Die Ladespannung ist
ca. 80V.

Bernd Mayer

unread,
Nov 21, 2015, 9:07:53 AM11/21/15
to
Am 21.11.2015 um 14:09 schrieb Wolfgang:
> Am 21.11.2015 um 12:00 schrieb Marcel Mueller:
>
>>
>> Bei LEDs ist eher die Impulsleistung der begrenzende Faktor. Die liegt
>> bei Power-LEDs nämlich zuweilen nicht viel über der Dauerleistung. Und
>> wenn man dann nur 0,1% Duty-Cycle fährt kommt halt kaum noch Licht
>> heraus.
>
> Ich habe es heute probiert, eine 10W LED mit 10W Ansteuerung hinter
> Arduino und dann jeweils für 1ms eingeschaltet. Minibohrmaschine auf
> niedriger Drehzahl und Minitrennscheibe mit aufgeklebtem weissen
> Isolierband. Das Ergebnis: Total unscharf, scheinbar ist die 1ms zu lang.

Hallo,

da muss mehr gehen!

IR-Fernsteuerungen funktionieren mit 38 kHz und bei optimaler
Ansteuerung gehen Optokopler bis 100 kHz oder gar 1 MHz IIRC.

Wie wird die LED denn angesteuert? Interferenzen mit Störlicht
(Leuchtstoff oder Energiesparlampen) können das Ergebnis auch beeinflussen.


Bernd Mayer

Wolfgang

unread,
Nov 21, 2015, 11:07:04 AM11/21/15
to
Am 21.11.2015 um 15:07 schrieb Bernd Mayer:
> Am 21.11.2015 um 14:09 schrieb Wolfgang:
>> Am 21.11.2015 um 12:00 schrieb Marcel Mueller:
>>
>>>
>>> Bei LEDs ist eher die Impulsleistung der begrenzende Faktor. Die liegt
>>> bei Power-LEDs nämlich zuweilen nicht viel über der Dauerleistung. Und
>>> wenn man dann nur 0,1% Duty-Cycle fährt kommt halt kaum noch Licht
>>> heraus.
>>
>> Ich habe es heute probiert, eine 10W LED mit 10W Ansteuerung hinter
>> Arduino und dann jeweils für 1ms eingeschaltet. Minibohrmaschine auf
>> niedriger Drehzahl und Minitrennscheibe mit aufgeklebtem weissen
>> Isolierband. Das Ergebnis: Total unscharf, scheinbar ist die 1ms zu lang.
>
> Hallo,
>
> da muss mehr gehen!
>
> IR-Fernsteuerungen funktionieren mit 38 kHz und bei optimaler
> Ansteuerung gehen Optokopler bis 100 kHz oder gar 1 MHz IIRC.
>
> Wie wird die LED denn angesteuert?

An und aus!

Die Minibohrmaschine wird auf langsamer Stufe wohl immer noch unter 10ms
pro Umdrehung brauchen, da ist 1ms Beleuchtung schon zuviel. Aber wenn
ich nur 0,1ms beleuchte, wird es wohl viel zu dunkel.

Gregor Szaktilla

unread,
Nov 21, 2015, 11:16:12 AM11/21/15
to
> An und aus!

Ich vermute, dass die Schaltung von Transistor/Arduino/wasweißich
gemeint ist.

> Die Minibohrmaschine wird auf langsamer Stufe wohl immer noch unter 10ms
> pro Umdrehung brauchen, da ist 1ms Beleuchtung schon zuviel. Aber wenn
> ich nur 0,1ms beleuchte, wird es wohl viel zu dunkel.

Probiers :-) Dafür hast Du ja den Arduino.

Gruß

Gregor


--
X-ggl-piss-off: yes

Gregor Szaktilla

unread,
Nov 21, 2015, 11:45:37 AM11/21/15
to
Am 21.11.2015 um 17:17 schrieb Gregor Szaktilla:
> Probiers :-) Dafür hast Du ja den Arduino.

Ingrid meinte, dass ich ja noch ein paar Minuten hätte, bevor ich zur
Party muss (am WE ist das Bürgerpflicht, also fast ISO), habe ich das
schnell probiert: LED ist eine "5-25000", Transistor ein BC548C,
Widerstände: 220 Ohm in Serie mit der LED, 27 kOhm zwischen Pin 2 eines
Nano und Basis des T.

Das Testprogramm ist zu simpel, um es hier zu zitieren.

Die LED ist zwar deutlich dunkler, als bei 100% „duty“, aber mit [100 µs
ein/1 ms aus] dreht mein Pröxxon-Drömel langsam genug, um ein gutes
Standbild zu bekommen. Was man da noch alles „tunen“ könnte, um das zu
verbessern ...

... ich muss los

Rolf Bombach

unread,
Jan 2, 2016, 5:50:52 PM1/2/16
to
Matthias Weingart schrieb:
> Andeas Wenzel <awspam...@gmx.de>:
>
>> Am 19.11.2015 um 23:18 schrieb Wolfgang:
>>> [...]
>>> Ich gehe einfach mal von 600U/min aus, ein Gegenstand von 100mm
>>> Durchmesser soll also 10 mal pro Sekunde scharf abgebildet sein. Dein
>>> Vorderrad wird sich nicht ganz so schnell drehen.
>>
>> Das nicht, aber es hat ja auch mehr als einen Stollen.
>
> Geht das mit der weissen LED wirklich nicht? Hast Du es probiert? Die
> Nachleuchtdauer der Farbstoffe verschiedener LED's ist schon sehr
> unterschiedlich. Manche Chips sieht man noch Sekunden leicht glimmen, manche
> gar nicht.

Schätzungsweise aber nur, wenn du nachsiehst, nachdem du die LED ausgeschaltet
hast. Das ist Phosphoreszenz im ppm-Bereich und für das Stroboskop (hoffentlich)
unbedeutend.

> Oder warum nimmst Du nicht einfach ne farbige LED? Du willst doch
> das bestimmt nicht für Beleuchtungszwecke, sondern um irgendwas einzustellen
> oder so? Da kommst Du locker auf 10MHz hoch, sofern du es schaffst die
> Kapazitäten so schnell umzuladen...
> Also ich würde auf jeden Fall eine LED einsetzen (oder vielleicht sogar einen
> steuerbaren (Linien-)Laser).

Die Leute, die LED für Kurzzeitbeleuchtung nehmen, nehmen in der Tat farbige LED.

Pulsed, high-power LED illumination for tomographic particle image velocimetry
Nicolas A. Buchmann Christian E. Willert Julio Soria
Exp Fluids (2012) 53:1545–1560

Pulsed operation of high-power light emitting diodes for imaging flow velocimetry
C Willert1, B Stasicki2, J Klinner1 and S Moessner
Meas. Sci. Technol. 21 (2010) 075402

Ob man grössere LED resp LED-arrays schneller als 1 us abschalten kann, ist
eine andere Frage. Nicht wegen des Nachleuchtens, sondern wegen der Kapazität
der LED, den Zuleitungsinduktivitäten von grösseren Sachen usw. Wegen der
nötigen Pulsleistungen geht es schnell mal um 30 A und mehr.

--
mfg Rolf Bombach
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