On 20.11.15 10.54, Frank Peter wrote:
> Eine Info, die allerdings schon etliche Jahre alt ist, besagt, dass die
> Nachleuchtzeit von weißen LEDs stark unter einer Mikrosekunde liegt
> (Größenordnung 100 ns).
Das ist stark unterschiedlich. Ich habe auch schon welche gesehen, die
man mit bloßem Auge gelb nachleuchten sehen konnte, wenn man selbiges
erst nach dem Ausschalten geöffnet hat.
> Falls sich die Entwicklung zwischenzeitlich zu länger nachleuchtenden
> Schichten bewegt hat, könnest du auch eine rote, grüne und blaue Led
> (=weiß)gleichzeitig hernehmen. Damit ist das Nachleuchtproblem endgültig
> vom Tisch.
Das ist so. RGB-LEDs leuchten praktisch nicht nach.
Bei LEDs ist eher die Impulsleistung der begrenzende Faktor. Die liegt
bei Power-LEDs nämlich zuweilen nicht viel über der Dauerleistung. Und
wenn man dann nur 0,1% Duty-Cycle fährt kommt halt kaum noch Licht heraus.
> Mit Fotoblitzröhren macht die Geschichte nur wenig Spaß: Die heizen sich
> im längeren Strobobetrieb stark auf und fallen dann aus.
Wenn man sie mit geringerer Leistung betreibt geht das. Das Problem hat
lange nicht die Dimensionen wie bei den LEDs.
> Besser du nimmst für Sroboskop geeignete Blitzröhren - oder eben gleich
> LEDs.
Auch die müssen allerdings für den gepulsten Betrieb geeignet sein.
Jedenfalls, wenn die Pulse kurz werden sollen.
> Frank, der in Vergangenheit sich beruflich damit rumschlagen musste und
> nicht mehr zu Blitzröhren greifen würde.
Wieso nicht? Für rund 10€ bekommst Du Ringe, die so viel
Leistungsreserven haben, dass man sie problemlos so weit im unteren
Bereich fahren kann, dass die so schnell nicht verrecken. Ich denke da
so an die 250J-Klasse. Wenn man die mit 0,2J ansteuert, kann man da
durchaus bis 1000 Blitze pro Minute feuern. Bei niedrigeren Raten geht
natürlich auch mehr Blitzenergie.
Der Blaue Claus hat z.B. was passendes im Sortiment.
Für LEDs, die im Blitzbetrieb ähnlich viel Licht machen, also dabei grob
1W /mittllere/ Leistung vertragen, musst Du schon erheblich tiefer in
die Tasche greifen.
Marcel