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Elkos anti-seriell

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Axel Klaus

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Mar 21, 2002, 7:39:28 AM3/21/02
to
Liebe Elektroniker,

Für einen Multivibrator in HCMOS-Technik bauche ich eine Kapazität von
10 uF. Es kommt die Standardschaltung mit zwei Invertern zum Einsatz.
Der Kondensator wird dabei sowohl in positiver als auch in negativer
Richtung geladen. Der Einsatz eines Elkos verbietet sich somit.

Nun habe ich irgendwo mal eine Applikation gesehen, bei der zwei Elkos
für AC-Anwendung anti-seriell in Reihe geschaltet wurden. Diese
anti-serielle Schaltung aus 2x22uF funktioniert auch ordentlich in o. g.
Schaltung. Ich möchte Euch hiermit um Rat fragen, ob aus
professioneller Sicht etwas gegen diese anti-seriell-Schaltung spricht
oder ob es Alternativen gibt. Der Einsatz einen AC-/Tonfrequenzelkos
scheidet aus Kostengründen aus.


Axel

Andreas Schmidt

unread,
Mar 21, 2002, 7:51:52 AM3/21/02
to

"Axel Klaus" <axel....@imms.de> schrieb im Newsbeitrag
news:3C99D480...@imms.de...

Ein falsch gepolter Elko verhält sich wie ein Widerstand parallel zu einer
Kapazität. Du kannst Schaltdioden zu den beiden Elkos parallel schalten,
damit die Spannung in der falschen Richtung nicht über 0,7 V ansteigen kann.

Bei CMOS Technik kannst du auch die Kapazität verringern und gleichzeitig
die zeitbestimmenden Widerstände erhöhen.

Andreas

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Harald Wilhelms

unread,
Mar 21, 2002, 8:24:52 AM3/21/02
to
mat...@gmx.de (Thomas Ludwig) wrote:

>Axel Klaus <axel....@imms.de> wrote:
>
>> Ich möchte Euch hiermit um Rat fragen, ob aus
>> professioneller Sicht etwas gegen diese anti-seriell-Schaltung spricht
>
>[snip]
>
>Ja. Elkos haben Restströme, die von der Temperatur, der Spannung, dem
>Alter ... usw. abhängen. Wenn deine Schaltung also schon einen sehr
>großen Widerstand (also praktisch den im Datenblatt spezifizierten max.
>zeitbestimmenden Widerstand) benutzt, kannst du kaum garantieren, dass
>eine solche Schaltung über einen weiten Temperaturbereich in Serie
>zuverlässig funktioniert.
>
>Wenn du nicht den max. zulässigen Widerstand nutzt, dann mach den
>Widerstand größer und den Kondensator kleiner.

>
>> oder ob es Alternativen gibt.
>
>Höhere Frequenz des Multivibrators (mit einem Folienkondensator) und
>Frequenzteiler dahinter.


Bei Reichelt gibts auch 10uF Folienkondensatoren für 3.30EUR
(Bestnr.: MKS-2 10u)
Gruss
Harald
--
__________________________________________________________
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Peter Muthesius

unread,
Mar 21, 2002, 8:50:57 AM3/21/02
to
Hallo,

> Es kommt die Standardschaltung mit zwei Invertern zum Einsatz.

warum nicht die Standardschaltung mit einem inv. Schmitt-Trigger? Hab ich
letztens noch gesehen in der National Semiconductor Application Note AN140
"CMOS Schmitt Trigger - A Uniquely Versatile Design Component"
Der Kondensator wird dabei nur in positiver Richtung geladen.

HTH - Peter

--
Aufruf an unserer Asta-Pinwand: "Demo gegen Viva Plus [...] Wir
demonstrieren gegen Scheiße!!! Wir wollen Viva 2 zurück!!!"

Axel Klaus

unread,
Mar 21, 2002, 10:18:54 AM3/21/02
to

Harald Wilhelms schrieb:


>
>
> Bei Reichelt gibts auch 10uF Folienkondensatoren für 3.30EUR
> (Bestnr.: MKS-2 10u)

Dann lieber die Tonfrequenzelkos ( 0.33 EUR )

Axel

Axel Klaus

unread,
Mar 21, 2002, 10:16:33 AM3/21/02
to

Andreas Schmidt schrieb:

>
> Ein falsch gepolter Elko verhält sich wie ein Widerstand parallel zu einer
> Kapazität. Du kannst Schaltdioden zu den beiden Elkos parallel schalten,
> damit die Spannung in der falschen Richtung nicht über 0,7 V ansteigen kann.
>

Der Resrstrom eines Elkos ist m. E. in verkehrter Richtung wesentlich
größer, so dass sich bei entgegengesetzt in Reihe liegenden Elkos immer
der jeweils richtig gepolte aufladen sollte, oder ?

> Bei CMOS Technik kannst du auch die Kapazität verringern und gleichzeitig
> die zeitbestimmenden Widerstände erhöhen.

Das habe ich schon ausgereizt.

>
> Andreas

--
Axel Klaus Institut fuer Mikroelektronik- und
Mechatronik-Systeme (IMMS) gGmbH
Tel: +49 3677 / 6783-17 Langewiesener Str. 22
Fax: +49 3677 / 6783-38 98693 Ilmenau / Germany

Axel Klaus

unread,
Mar 21, 2002, 10:24:03 AM3/21/02
to

Peter Muthesius schrieb:


>
> Hallo,
>
> > Es kommt die Standardschaltung mit zwei Invertern zum Einsatz.
> warum nicht die Standardschaltung mit einem inv. Schmitt-Trigger? Hab ich
> letztens noch gesehen in der National Semiconductor Application Note AN140
> "CMOS Schmitt Trigger - A Uniquely Versatile Design Component"
> Der Kondensator wird dabei nur in positiver Richtung geladen.
>

Beim "normale" Schmitt-Trigger-Multivibrator wird der Kondensator nur um
jeweils ca. 1/3 UCC umgeladen, im Gegensatz zur 2-Inverter-Schaltung, wo
der Pegelhub ca. 1 1/3 UCC beträgt. Der Schmitt-Trigger-Multivibrator
ist deswegen erstens nicht so störsicher und zweitens braucht man einen
größeren C (--> größere Restströme).

Axel

Georg Seegerer

unread,
Mar 21, 2002, 2:07:50 PM3/21/02
to
> jeweils ca. 1/3 UCC umgeladen, im Gegensatz zur 2-Inverter-Schaltung, wo
> der Pegelhub ca. 1 1/3 UCC beträgt. Der Schmitt-Trigger-Multivibrator
> ist deswegen erstens nicht so störsicher und zweitens braucht man einen
> größeren C (--> größere Restströme).

Gut, das ist ein Pro-Argument.

Aber ein grosses Kontra-Argument ist ja, dass man einen ungepolten
Kondensator braucht. Und du hast ja schon festgestellt, dass das
tatsaechlich ein grosser Nachteil ist.
Dagegen ist so ein kleines Reststrom-Argument eher Nebensache.

Fuer was brauchst Du die Schaltung? Kannst du nicht den R-C-Oszillator
(ich nehme mal an, darum geht es) schneller schwingen lassen und
einen Frequenzteiler dahinterschalten?

Bis die Tage
Georg

Helmut Sennewald

unread,
Mar 21, 2002, 2:24:50 PM3/21/02
to

"Axel Klaus" <axel....@imms.de> schrieb im Newsbeitrag
news:3C99FB13...@imms.de...

Man muß schon ein bescheidenes Layout machen um bei 10uF und Meg-Ohms
noch Sorgen um Störsicherheit zu haben.

Gruß
Helmut

Torsten Berendt

unread,
Mar 20, 2002, 5:08:38 PM3/20/02
to

Axel Klaus <axel....@imms.de> schrieb in im Newsbeitrag:
3C99F9DE...@imms.de...

> Dann lieber die Tonfrequenzelkos ( 0.33 EUR )
Wenn selbst die noch aus kostengründen ausscheiden frage ich mich wieviele
du davon brauchst. Zumal 2 normale Elkos ja auch Geld kosten...

Torsten


Georg Richter

unread,
Mar 21, 2002, 11:53:50 PM3/21/02
to
Axel Klaus <axel....@imms.de> schrieb in im Newsbeitrag:
3C99F9DE...@imms.de...
>
>
AXEL !
Reicht es nicht, wenn Schrott aus Rotchina kommt?
Tu das Deinen Kunden bitte nicht an.
Nix für ungut,
Freundliche Grüsse aus Stuttgart
--
Georg O.F. Richter
alias Hourdi
hourdi_@_t-online.de

TekMan

unread,
Mar 22, 2002, 2:11:28 AM3/22/02
to
Axel Klaus <axel....@imms.de> wrote in message news:<3C99D480...@imms.de>...

Axel,

nimm z.B. ein 4060, das sind die beiden Inverter integriert (Du kannst
also Deine Standardschaltung verwenden. außerdem ist ein 14 stufiger
Binärteiler drin, sodass Deine Kapazität (bei gleichem R) ca. 10 uF /
16000 groß ist. Also billig und räumlich kleiner der neue C.

Klaro?


HTH
Andreas

Ps: wenn's denn sein muß: 4060 gibts auch wohl als HC oder HCT?

Udo Piechottka

unread,
Mar 23, 2002, 4:29:53 AM3/23/02
to
Axel Klaus schrieb:

> Andreas Schmidt schrieb:
>
> >
> > Ein falsch gepolter Elko verhält sich wie ein Widerstand parallel zu einer
> > Kapazität. Du kannst Schaltdioden zu den beiden Elkos parallel schalten,
> > damit die Spannung in der falschen Richtung nicht über 0,7 V ansteigen kann.
> >
> Der Resrstrom eines Elkos ist m. E. in verkehrter Richtung wesentlich
> größer, so dass sich bei entgegengesetzt in Reihe liegenden Elkos immer
> der jeweils richtig gepolte aufladen sollte, oder ?
>
> > Bei CMOS Technik kannst du auch die Kapazität verringern und gleichzeitig
> > die zeitbestimmenden Widerstände erhöhen.
>
> Das habe ich schon ausgereizt.

Das bedeutet ja wohl, dass die Rs im x00K..Meg-Bereich liegen. Wie kommst Du dann
mit den Leckstroemen der Elkos klar??

-Udo

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