Wide bandwidth 20 MHz, stable for gain ≥ 3
Kann ich dann damit einen Integrator realisieren oder nicht?
DC-mäßig hat ein Integrator sehr hohe Verstärkung, AC-mäßig ist die
Verstärkung bei hohen Frequenzen < 1.
Schwingt das Teil dann?
Theoretisch habe ich gleiches Problem ja auch bei OPVs, die unity gain
stable sind. Bei hohen Frequenzen hat ein Integrator eine Verstärkung
kleiner 1. Bekomme ich das Ding dann mit einm LM324 stabil?
Praktisch ja, 1000mal erprobt, aber warum?
Michael
<1 ?
Im Rohbau wird das instabil. Es gibt Tricks das zu umschiffen, aber wenn
Du sowas nicht oft machst nimm lieber einen der unity gain stable ist.
Im GBW-Bereich um 20MHz duerften die Mehrkosten eh im Pfennigbereich
liegen, weniger als R und C zum Tricksen.
> Schwingt das Teil dann?
>
Jawollja.
> Theoretisch habe ich gleiches Problem ja auch bei OPVs, die unity gain
> stable sind. Bei hohen Frequenzen hat ein Integrator eine Verstärkung
> kleiner 1. Bekomme ich das Ding dann mit einm LM324 stabil?
>
> Praktisch ja, 1000mal erprobt, aber warum?
>
G ist gleich 1, nicht kleiner. Wenn der Opamp unity gain stable ist,
dann gibt das kein Problem. Ausser man belastet ihn kapazitiv zu sehr.
--
Gruesse, Joerg
http://www.analogconsultants.com/
"gmail" domain blocked because of excessive spam.
Use another domain or send PM.
> Theoretisch habe ich gleiches Problem ja auch bei OPVs, die unity gain
> stable sind. Bei hohen Frequenzen hat ein Integrator eine Verstärkung
> kleiner 1.
Bei jedem 1pol Tiefpaß wäre das ja wohl auch der Fall da der Kerko
auf Kurzschluß macht
+----C1-----+
| |
----R1-----+----R2-----+
| |
+--|- \ |
| >-+----
GND-|+ /
Hatte bisher nie Skrupel.
> stable for gain ≥ 3
> Kann ich dann damit einen Integrator realisieren oder nicht?
Anders gefragt:
a) warum den dubiosen OP verwenden ? Erfahrungsgemäß macht C1 da
Probleme.
b) wenn der Integrator als Servo in einer grösseren Schaltung
zur Nachführung des DC-Arbeitspunktes dient kann man auch mit
unity Gain OP wie TL082 Probleme haben. Lead bzw. Lag hilft da
aber oft. Also hier sowas:
----R1-----+----C2--R2--+
| |
+--|- \ |
| >--+----
GND-|+ /
Formel für Frequenzgang in besseren Handbüchern. Kann ich bei
Bedarf raussuchen.
MfG JRD
> wenn im Datenblatt eines OPV (TSV991) drinsteht:
> Wide bandwidth 20 MHz, stable for gain ? 3
> Kann ich dann damit einen Integrator realisieren oder nicht?
Nein.
Die manchmal angepriesenen "Trick"-Schaltungen tun nichts anderes als dem
Opamp
bei hohen Frequenzen weniger feedback zu geben. Das hat grunds�tzlich
weitere Nachteile.
> DC-m��ig hat ein Integrator sehr hohe Verst�rkung, AC-m��ig ist die
> Verst�rkung bei hohen Frequenzen < 1.
>
> Schwingt das Teil dann?
Ja.
Schau dir mal im Datenblatt die Bodeplots der Openloop-Verst�rkung an.
Bei allen Unity-gain stabilen Opamps hast du da wo die Verst�rkung auf 1
(0dB)
abgefallen ist noch mindestens 30� Phasenreserve zu den 180�.
>
> Theoretisch habe ich gleiches Problem ja auch bei OPVs, die unity gain
> stable sind. Bei hohen Frequenzen hat ein Integrator eine Verst�rkung
> kleiner 1. Bekomme ich das Ding dann mit einm LM324 stabil?
>
> Praktisch ja, 1000mal erprobt, aber warum?
>
> Michael
Der LM324 hat bei 0dB noch gen�gend Phasenreserve zu den 180�.
Leider ist im Datenblatt im Plot Avol die Phase nicht eingetragen.
Anderes Beispiel: TL072, Figure 12
http://focus.ti.com/lit/ds/symlink/tl074.pdf
Gru�
Helmut
Hallo Rolf,
muss dir leider widersprechen.
Sobald ein C vom Ausgang zum -Eingang geschaltet ist,
haben wir es mit dem Fall Verst�rkung wie "+1" zu tun.
Der normale Inverter nur mit zwei gleichen Widerst�nden entspricht
Verst�rkung -1. Sobald man aber den R�ckkopplungswiderstand
mit einem gro�en C �berbr�ckt, hat man den Fall Verst�rkung "+1" und
muss daher einen unity-gain stablien Opamp nehmen.
Helmut
Michael
Michael Rübig schrieb: