nachdem meine Schaltung nun fertig ist und alle Bauteile eingelötet
sind, stelle ich fest, dass das Relais, womit ich eine 18 W
Leuchtstofflampe schalten will, nur 125V Schaltspannung hat.
Prima.
Bevor ich das relai jetzt wieder auslöte, dabei wahrscheinlich die
Leiterbahnen zerstöre usw. hier die Frage:
Kann ich die 230 V, 18 W LS-Lampe mit dem Relais schalten. Die
Hersteller haben doch sicher Sicherheiten?
Relais ist von finder 30.22 12 V =
Wenn ich die sich gegenüberliegenden Kontaktpaare verbinde, macht das
Sinn? Ich glaub eher nicht, da ich nicht weis, ob die Kontakte
wirklich zum exakt gleichen Zeitpunkt öffnen oder schließen.
Das ganze ist als Geschenk vorgesehen, nur will ich meinem Vater nicht
wirklich die Bude abfackeln. Dann bau ich lieber alles nochmal.
Viele Grüße.
Mario
mailto:mario....@t-online.de
http://home.t-online.de/home/WGHolzweissig/
http://home.t-online.de/home/Mario.Fessel/
Mario Fessel schrieb:
> nachdem meine Schaltung nun fertig ist und alle Bauteile eingelötet
> sind, stelle ich fest, dass das Relais, womit ich eine 18 W
> Leuchtstofflampe schalten will, nur 125V Schaltspannung hat.
> Prima.
> Bevor ich das relai jetzt wieder auslöte, dabei wahrscheinlich die
> Leiterbahnen zerstöre usw. hier die Frage:
> Kann ich die 230 V, 18 W LS-Lampe mit dem Relais schalten. Die
> Hersteller haben doch sicher Sicherheiten?
> Relais ist von finder 30.22 12 V =
> Wenn ich die sich gegenüberliegenden Kontaktpaare verbinde, macht das
> Sinn? Ich glaub eher nicht, da ich nicht weis, ob die Kontakte
> wirklich zum exakt gleichen Zeitpunkt öffnen oder schließen.
> Das ganze ist als Geschenk vorgesehen, nur will ich meinem Vater nicht
> wirklich die Bude abfackeln. Dann bau ich lieber alles nochmal.
Tja, Satz mit X: war wohl nix.
Die Relais halten nicht die nötigen Kriech- und
Kontaktabstände für 230VAC ein. Dir wird nichts anderes
übrig bleiben als geeignete Relais zu besorgen.
Gruß Dieter
Zwei Relaiskontakte in Reihe schalten, dann verdoppelt sich der Abstand
und die Spannungsfestigkeit.
MfG
Dieter
>Tja, Satz mit X: war wohl nix.
Danke der tröstenden Worte.
>Die Relais halten nicht die nötigen Kriech- und
>Kontaktabstände für 230VAC ein.
Hab ich mir fast gedacht. Naja, dann heiz ich mal den Lötkolben an.
Danke. Mario
mailto:mario....@t-online.de
http://home.t-online.de/home/WGHolzweissig/
http://home.t-online.de/home/Mario.Fessel/
Dieter Petz schrieb:
> Zwei Relaiskontakte in Reihe schalten, dann verdoppelt sich der Abstand
> und die Spannungsfestigkeit.
Beihilfe zur fahrlässigen Tötung?
Da hätte ich noch ein paar Tips.
Z.B. wie man eine durchgerostete Zweikreisbremsanlage mit
einer
Gripzange reparieren kann, Rahmenreparaturen mit Gips und
alten
Grillrosten wieder hinbekommt, wie man Sicherheitsgurte mit
Pattex
klebt, welche Wasserpumpenzange am Besten als Lenkradersatz
dienen kann,
wie man zu Hause mit alten Papiertaschentüchern und
Paketschnur eine
versehentlich angesägte Gasleitung halbwegs dicht bekommt,
...
(Nick Müller in d.s.i.m)
Gruß Dieter
Hallo Mario,
wenn sich auch nur einer der Herren (Du auch) die Mühe gemacht hätte,
ins Datenblatt zu sehen!
Dort steht: Nennspannung/max. Schaltspannung - 125V/250V
"Bei 250 V werden die Bedingungen des Verschmutzungsgrads 1 erfüllt"
Damit hätte ich also wirklich kein Problem.
Immer schön sauber bleiben
hjs
Hallo,
nun ja, aber die Scheitelspannung bei 230 V Effektivwert ist
nun mal 325 V, liegt also erheblich über dem Maximum.
Bye
Was aber ist unter "Verschmutzungsgrad 1" zu verstehen?
Das steht dort naemlich nicht. Wer weiss es?
mfg
Wolfgang
Das ist nicht das Thema, da im Datenblatt ja ausdrücklich auf
Wechselspannung bezug genommen wird.
mfg
Wolfgang
Hallo Wolfgang,
deshalb das "immer schön sauber bleiben".
Durch Dreck kann der Strom besser kriechen und beim
Verschutzungsgrad 1 gehen die davon aus, daß es nicht
verdrecken wird.
MfG
hjs
Hallo Uwe,
> > wenn sich auch nur einer der Herren (Du auch) die Mühe gemacht hätte,
> > ins Datenblatt zu sehen!
MfG
hjs
Auch in dieser Gruppe gibt es offensichtlich Leute die trotz wenig
Ahnung munter Beiträge schreiben.
MfG
Dieter
Dieter Petz schrieb:
> Auch in dieser Gruppe gibt es offensichtlich Leute die trotz wenig
> Ahnung munter Beiträge schreiben.
??
<Zitat>
Klein- und Netzspannung müssen durch Doppelte oder Verstärkte Isolation
getrennt sein, d. h. dass zwischen den Stromkreisen eine
Stehstoßspannungsfestigkeit von 6kV, eine Luftstrecke von 5,5 mm und –
in Abhängigkeit vom Verschmutzungsgrad 2 oder 3 – die Kriechstrecke 5
oder 8 mm betragen muss. Bei höherwertigen Isolierstoffen dürften die
Kriechstrecken theoretisch auf 2,5 oder 6,4 mm reduziert werden. Die
minimale Kriechstrecke kann aber nicht kleiner sein als die minimal
geforderte Luftstrecke von 5,5 mm (Verschmutzungsgrad 2 zugeordnet sind
offene, ungeschützte Isolierungen in Wohn-, Verkaufs- und sonstigen
Geschäftsräumen, zum Grad 3 zählen offene, ungeschützte Isolierungen in
Räumen von Industrie, Gewerbe und Landwirtschaft). Bei
Verschmutzungsgrad 3 tritt eine leitfähige Verschmutzung auf oder eine
trockene, nichtleitfähige Verschmutzung, die leitfähig wird, da Betauung
zu erwarten ist.
</Zitat-Newsletter Fa. Finder>
und dazu: http://www.findernet.com/de/pdf/S30DE.pdf
Gruß Dieter
Hans-Jürgen, ich weiß, genauere Definition siehe z.B. hier:
http://www.knick.de/1_sites/1_de/3_exkurs/1_bausteine/exkurs_1_05.htm
Zitat daraus:
Verschmutzungsgrad und Überspannungskategorie sind in der DIN VDE 0110
Teil 1 sowie DIN EN 61010 Teil 1 festgelegt. Es gelten folgende
Einteilungen:
Verschmutzungsgrad 1:
Es tritt keine oder nur trockene, nicht leitfähige Verschmutzung auf, z.
B. in klimatisierten oder sauberen, trockenen Räumen. Die Verschmutzung
hat keinen Einfluß.
Zitat Ende
Siehe z.B. auch hier:
http://www.harkis.harting.com/WebHelp/DHan/WebHelp/DHANTabelle41.html
Zusammenfassend ist zu sagen:
Mario kann wohl das Relais für seine Anwendung verwenden, sofern sonst
alle einschlägigen Randbedingungen eingehalten sind.
Wie z.B. (in diesem Falle wohl angebracht) geschlossenes Isoliergehäuse,
alle Kriechstrecken auf der Platine u. dgl. eingehalten, thermische
Bedingungen etc. eingehalten sind.
Verbindlich kann man hier nur die Auskunft geben, sich beim Aufbau des
gesamten Gerätes an die einschlägigen Normen zu halten.
Und da er uns nicht mitgeteilt hat, um welches Gerät es sich handelt,
kann man hierzu nur spekulieren, welche Norm denn nun anzuwenden ist.
Ich vermute mal, diese: DIN EN 60335 Sicherheit elektrischer Geräte für
den Hausgebrauch und ähnliche Zwecke.
mfg
Wolfgang