Google Groups no longer supports new Usenet posts or subscriptions. Historical content remains viewable.
Dismiss

steinalte FETs mit modernen ersetzen

72 views
Skip to first unread message

T.Krüger

unread,
Mar 23, 2007, 11:40:51 AM3/23/07
to
Hallo Wissende,

Moderne Transistoren sind an mir irgenwie vorbeigegangen.
Evtl. hat ja einer einen besseren Überblick.

Für einen Multimetereingangsschalter werden BF245A bei -Ugs=20V mit unter
Igss=50pA verlangt.
Für mich derzeit unmöglich in diesem Bereich genau und zuverlässig zu
messen.
Gibt es evtl. modernere Transistoren die das schon laut Datenblatt bringen?

Wenn ja, wie heißen die denn und gibt es sowas auch als Doppeltransistor?

Danke
Gruß
T.K.


Tilmann Reh

unread,
Mar 23, 2007, 1:10:53 PM3/23/07
to
T.Krüger schrieb:

> Für einen Multimetereingangsschalter werden BF245A bei -Ugs=20V mit unter
> Igss=50pA verlangt.

Bei welcher Temperatur?

> Für mich derzeit unmöglich in diesem Bereich genau und zuverlässig zu
> messen.
> Gibt es evtl. modernere Transistoren die das schon laut Datenblatt bringen?
>
> Wenn ja, wie heißen die denn und gibt es sowas auch als Doppeltransistor?

BF545 hat laut Datenblatt schonmal ein Fünftel des Leckstroms vom BF245.
Aber immer noch mit sehr starken Toleranzen behaftet (typisch 0.5 pA,
maximal 1 nA (!) - bei 25°C). Und steigend mit der Temperatur.

Bessere gängige JFETs sind mir auf die Schnelle nicht bekannt. Jörg?

Tilmann

--
http://www.autometer.de - Elektronik nach Maß.

Robert Hoffmann

unread,
Mar 23, 2007, 1:13:14 PM3/23/07
to
T.Krüger schrieb:
Klingt auf den ersten Blick danach, als solltest du nach einem MOSFET
suchen. Schau einmal, ob du bei Vishay, On Semi oder Faichild was findest.

Robert

Joerg

unread,
Mar 23, 2007, 2:32:24 PM3/23/07
to
Hallo Tilmann,

>
>>Für einen Multimetereingangsschalter werden BF245A bei -Ugs=20V mit unter
>>Igss=50pA verlangt.
>
>
> Bei welcher Temperatur?
>
>
>>Für mich derzeit unmöglich in diesem Bereich genau und zuverlässig zu
>>messen.
>>Gibt es evtl. modernere Transistoren die das schon laut Datenblatt bringen?
>>
>>Wenn ja, wie heißen die denn und gibt es sowas auch als Doppeltransistor?
>
>
> BF545 hat laut Datenblatt schonmal ein Fünftel des Leckstroms vom BF245.
> Aber immer noch mit sehr starken Toleranzen behaftet (typisch 0.5 pA,
> maximal 1 nA (!) - bei 25°C). Und steigend mit der Temperatur.
>
> Bessere gängige JFETs sind mir auf die Schnelle nicht bekannt. Jörg?
>

Die gaengigen JFETs sind in die Jahre gekommen und neues wuesste ich
auch nicht. Doppeltransistor schon gar nicht. Der Markt ist nicht mehr
sehr gross. Hersteller von Spezialmessgeraeten selektieren sich oft die
Rosinen heraus. Bei so kleinen Stroemen fallen Ausseneinfluesse ins
Gewicht. Ich denke mal nicht, dass das z.B. ohne Einkapselung
funktioniert, wenn ein Braunkohlekraftwerk naeher als 50km ist. Bei uns
reicht vermutlich das Vorbeifahren eines Schulbusses mit der ueblichen
Russfahne.

Wie Robert schrieb, ist eine Suche unter den MOSFETs aussichtsreicher.
-20Vgs ist allerdings bei den meisten hart am roten Bereich.

--
Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com

Gerhard Hoffmann

unread,
Mar 23, 2007, 1:52:29 PM3/23/07
to
On Fri, 23 Mar 2007 18:10:53 +0100, Tilmann Reh <tilma...@despammed.com> wrote:

>> Wenn ja, wie heißen die denn und gibt es sowas auch als Doppeltransistor?
>
>BF545 hat laut Datenblatt schonmal ein Fünftel des Leckstroms vom BF245.
>Aber immer noch mit sehr starken Toleranzen behaftet (typisch 0.5 pA,
>maximal 1 nA (!) - bei 25°C). Und steigend mit der Temperatur.
>
>Bessere gängige JFETs sind mir auf die Schnelle nicht bekannt. Jörg?

Ob die gerade gängig sind oder besonders wenig Leckstrom haben kann ich nicht sagen,
existieren zumindest als Einzelstücke/Kleinmengen in meinem Regal:

doppelte:
Siliconix 2n5564
Siliconix E430
Toshiba 2sk389 abgekündigt, aber wohl noch zu bekommen (Segor?)

einzelne:
Toshiba 2SK369 (Segor)
2N4416A mehrere Hersteller, Metallgehäuse, eher Qualität
Philips BF512, BF862 SOT23
Siliconix U310 (TO52), SST310(sot23)

mpf102 soll angeblich Moto's Negativ-Auswahl gewesen sein.

Generell streut bei JFETs die 'eingebaute' Gatevorspannung recht stark.
Wenn man etwas symmetrisches will, kommt man selten ohne
Selektion aus, ober man nimmt gleich einen Doppeltransistor.

Gruß, Gerhard

Bernd Mayer

unread,
Mar 23, 2007, 2:29:33 PM3/23/07
to
T.Krüger schrieb:

Hallo,

bei http://www.vishay.com/ kann man sich nach FETs und Distributoren
umsehen.

Als "Messmethode" für 50pA kann man einen Opamp mit MOSFET und minimalem
Eingangsstrom verwenden der als Integrator beschaltet wird mit einem
hochwertigen Kondensator (z.B. Styroflex oder Glimmer). Den
Eingangsstrom kann man dann bestimmen aus dem Spannungsanstieg am
Integratorausgang. So habe ich jedenfalls schon den Sperrstrom von
Picoampere-Dioden oder auch FETS gemessen und die Ergebnisse haben gut
mit den Daten im Datenblatt überingestimmt. Man kann natürlich nicht auf
1% genau messen, aber zum Selektieren auf minimalen Sperrstrom sollte
die Methode ausreichen.


Bernd Mayer

Klaus Bahner

unread,
Mar 23, 2007, 3:24:46 PM3/23/07
to
>>
> Klingt auf den ersten Blick danach, als solltest du nach einem MOSFET
> suchen. Schau einmal, ob du bei Vishay, On Semi oder Faichild was findest.


MOSFETs mit Leckstroemen unter 50pA zu finden ist nicht einfach. Das
geht fast nur wenn man welche ohne ESD Dioden nimmt, also zum Beispiel
SD210. Die sind aber nicht unbedingt leicht beschaffbar und auch nicht
ganz billig.

Als JFET habe ich ganz gerne den J201 genommen, der ist (war?) relativ
billig und gut erhaeltlich, Igss typisch ist 2pA. Allerdings wird Igss
nur auf 100pA max in der Produktion getestet. Streng genommen kommt man
also um Messen nicht herum.

Gruss

Klaus


Gerhard Hoffmann

unread,
Mar 23, 2007, 3:54:53 PM3/23/07
to
On Fri, 23 Mar 2007 20:24:46 +0100, Klaus Bahner <Klaus....@ieee.org> wrote:

>Als JFET habe ich ganz gerne den J201 genommen, der ist (war?) relativ
>billig und gut erhaeltlich, Igss typisch ist 2pA. Allerdings wird Igss
>nur auf 100pA max in der Produktion getestet. Streng genommen kommt man
>also um Messen nicht herum.

Jawoll.

Die meisten jfets sind aber wesentlich besser. Die meisten Leute brauchen
das nicht, darum wird es nicht gemessen. Die kleinen Ströme führen zu
gigantischen Zeitkonstanten & wenn ein Transistor 10 sec auf dem Wafertester
liegt kann er nicht mehr billig sein.
Bob Peace (www.national.com) hat sich mal zu dem Thema ausgelassen, im Context
von Eingangs-Schutzdioden IIRC. Seine Betrachtungen zu Platinen und Teflon
dürften den OP auch interessieren.

Gerhard

Reinhard Zwirner

unread,
Mar 23, 2007, 6:50:48 PM3/23/07
to
Gerhard Hoffmann schrieb:
>
...
> Bob Peace (www.national.com) hat sich mal zu dem Thema ausgelassen, ...

Nur damit sich keiner totsucht: der Typ (ist wirklich einer!) heißt
Pease!

HTH

Reinhard

Joerg

unread,
Mar 23, 2007, 7:30:51 PM3/23/07
to
Hallo Reinhard,

>
> ...
>
>>Bob Peace (www.national.com) hat sich mal zu dem Thema ausgelassen, ...
>
>
> Nur damit sich keiner totsucht: der Typ (ist wirklich einer!) heißt
> Pease!
>

Und er antwortet normalerweise auf Emails.

Dieter Wiedmann

unread,
Mar 23, 2007, 10:09:59 PM3/23/07
to
Joerg schrieb:
[Robert Pease]

> Und er antwortet normalerweise auf Emails.

Hoffentlich lebt er noch lange.


Gruß Dieter

Helmut Schellong

unread,
Mar 24, 2007, 6:55:13 AM3/24/07
to
Robert Hoffmann wrote:
> T.Krüger schrieb:
>> Hallo Wissende,
>>
>> Moderne Transistoren sind an mir irgenwie vorbeigegangen.
>> Evtl. hat ja einer einen besseren Überblick.
>>
>> Für einen Multimetereingangsschalter werden BF245A bei -Ugs=20V mit unter
>> Igss=50pA verlangt.
>> Für mich derzeit unmöglich in diesem Bereich genau und zuverlässig zu
>> messen.
>> Gibt es evtl. modernere Transistoren die das schon laut Datenblatt
>> bringen?
>>
>> Wenn ja, wie heißen die denn und gibt es sowas auch als Doppeltransistor?

> Klingt auf den ersten Blick danach, als solltest du nach einem MOSFET
> suchen.


Ja. Und zwar MOSFET _ohne_ Gateschutzdioden.

Es gibt auch OPV mit gezüchteten extrem geringen Leckströmen.
Burr&Brown?

--
Mit freundlichen Grüßen
Helmut Schellong v...@schellong.biz
www.schellong.de www.schellong.com www.schellong.biz
http://www.schellong.de/c.htm

Robert Hoffmann

unread,
Mar 24, 2007, 7:44:40 AM3/24/07
to
Robert Hoffmann schrieb:
Peinlich, peinlich, da hab ich mich ja voll blamiert jetzt! Ich hätte
einmal stillschweigend angenommen, daß ein MOSFET einen geringen
Gate-Leckstrom hat als ein JFET.

Gehe schon in Deckung.

Robert

Helmut Sennewald

unread,
Mar 24, 2007, 9:16:27 AM3/24/07
to
"T.Krüger" <ti...@gmx.de> schrieb im Newsbeitrag
news:4603f523$0$15950$9b4e...@newsspool4.arcor-online.net...

Hallo,

Du kannst ja mal hier vorbeischauen. Da gibt es Fets mit 1pA, auch Duals.
http://www.linearsystems.com/download/jfets.zip

Allerdings mit moderner hat das nichts zu tun. Das sind eben Fets
für Spezialanwendungen. Sicher kein Massenmarkt und daher oft
"single source" und teuer.

> Für einen Multimetereingangsschalter werden BF245A bei -Ugs=20V mit unter

Werden die als Schalter benutzt oder als erste Verstärkerstufe?
Falls du nur Schalter suchst dann eventuell MAX326,327,328,329.

> Wenn ja, wie heißen die denn und gibt es sowas auch als Doppeltransistor?

Also Duals nimmt man nur wenn man eine Differenzeingangsstufe bauen will.
Die sind nicht dafür gedacht Platz zu sparen, sondern das sind "von Hand"
auf Vgs selektierte Pärchen in ein Gehäuse verpackt. Dadurch haben sie
auch immer ungefähr die gleiche Temperatur womit die Temperaturdrift
klein bleibt.

Ach ja und von dem Tipp MOSFETs ohne Schutzdioden zu verwenden,
kann ich nur abraten. Im Gegesatz zu JFets gehen die schon bei
einmaliger Überspannung kaputt (Stichwort ESD).

Gruß
Helmut

http://www.interfacebus.com/FETs.html#b


Helmut Schellong

unread,
Mar 24, 2007, 11:32:26 AM3/24/07
to
Helmut Schellong wrote:
> Robert Hoffmann wrote:
>> T.Krüger schrieb:
>>> Hallo Wissende,
>>>
>>> Moderne Transistoren sind an mir irgenwie vorbeigegangen.
>>> Evtl. hat ja einer einen besseren Überblick.
>>>
>>> Für einen Multimetereingangsschalter werden BF245A bei -Ugs=20V mit
>>> unter
>>> Igss=50pA verlangt.
>>> Für mich derzeit unmöglich in diesem Bereich genau und zuverlässig zu
>>> messen.
>>> Gibt es evtl. modernere Transistoren die das schon laut Datenblatt
>>> bringen?
>>>
>>> Wenn ja, wie heißen die denn und gibt es sowas auch als
>>> Doppeltransistor?
>
>> Klingt auf den ersten Blick danach, als solltest du nach einem MOSFET
>> suchen.
>
>
> Ja. Und zwar MOSFET _ohne_ Gateschutzdioden.
>
> Es gibt auch OPV mit gezüchteten extrem geringen Leckströmen.
> Burr&Brown?

.
Ja, OPA128: 75 fA max; DIFET-Eingänge (fA: femto-Ampere!)
Es gibt da über 10 weitere Low-Bias in meinem Datenbuch.


MOSFET ohne Gateschutzdioden kenne ich von Gasspürgeräten her,
wo der Widerstand einer Flamme gemessen wird.

Message has been deleted

Joerg

unread,
Mar 24, 2007, 3:04:52 PM3/24/07
to
Hallo Rolf,


>> Peinlich, peinlich, da hab ich mich ja voll blamiert jetzt! Ich hätte
>> einmal stillschweigend angenommen, daß ein MOSFET einen geringen
>> Gate-Leckstrom hat als ein JFET.
>
>

> Neumodisches Zeuch, solid state Krempel halt.
> DF703 kommt locker unter 3fA Gitterstrom. Hat jahrzehntelang
> in Vakuummetern funktioniert. Und ist auch nicht viel
> grösser als ein bedrahteter Transistor.
>

Die gibt es aber wahrscheinlich nicht mehr aus laufender Produktion. Es
sei denn, eine Firma wie Svetlana haette das uebernommen.

Horst-D.Winzler

unread,
Mar 25, 2007, 2:09:34 AM3/25/07
to
Joerg schrieb:

Mußte einfach mal schauen., ob diese Elektrometerröhre noch zu bekommen
ist. Hier das Ergebnis:

http://www.tubedepot.com/nos-5886.html

Viel Vergnügen beim Konstruieren ;-)

mfg hdw

Message has been deleted

Klaus Butzmann

unread,
Mar 25, 2007, 10:02:05 AM3/25/07
to
Dieter Wiedmann schrieb:

> [Robert Pease]


> Hoffentlich lebt er noch lange.

Gebt ihm doch einen Zellaktivator :-)

Butzo

Joerg

unread,
Mar 25, 2007, 12:13:04 PM3/25/07
to
Hallo Horst-Dieter,

^^^

Das deutet auf "New Old Stock" (NOS) hin. Nicht gebrauchte Roehren in
Originalverpackung, aber keine aus aktueller Fertigung. Da wuerde ich
keine Neukonstruktion mit anfangen.

Message has been deleted

Joerg

unread,
Mar 25, 2007, 5:12:04 PM3/25/07
to
Hallo Klaus,

>
>> [Robert Pease]
>> Hoffentlich lebt er noch lange.
>
> Gebt ihm doch einen Zellaktivator :-)
>

M.W. haelt er sich immer noch fit mit Wanderungen und dergleichen ;-)

Joerg

unread,
Mar 25, 2007, 4:15:00 PM3/25/07
to
Hallo Rolf,

>>>>
>>>>> DF703 kommt locker unter 3fA Gitterstrom.
>>>
>>>

>>> http://www.tubedepot.com/nos-5886.html
>>
>> ^^^
>> Das deutet auf "New Old Stock" (NOS) hin. Nicht gebrauchte Roehren in
>> Originalverpackung, aber keine aus aktueller Fertigung. Da wuerde ich
>> keine Neukonstruktion mit anfangen.
>
>

> Klar, rein schon wegen den Kosten her Irrwitz. Drift ist
> auch nicht so dolle. Ich wollte nur darauf hinweisen, dass
> wieder einmal nicht alles neue wirklich besser ist. Und dass
> gewisse Bauteile einfach zu früh abgekündigt werden, nicht
> gerade diese Röhre hier, aber z.B. die Fet-Kaskoden, LM11, usw.
>

Oder die guten alten LH0063 und 0033 Treiber. Hatte mir aber etwas
Reserve besorgt, bevor die Glocke gelaeutet wurde. Im Datenblatt werden
sie ganz offiziell als "fast" und and "damn fast" bezeichnet. Auch das
deutsche Wort "Achtung" findet sich darin, denn diese Dinger muessen wie
ein rohes Ei behandelt werden.

Message has been deleted

Bernd Mayer

unread,
May 18, 2007, 8:52:19 AM5/18/07
to
Rolf_Bombach schrieb:
> Du sagst es. Auch Kleinheizkörper wie BUF03 sind weg, der war
> dennoch recht interessant wegen FET-Eingang. Woher kriegt man
> heute einen damn fast FET buffer?

Hallo,

selberbauen aus Dual-FETs. Schaltungen gibt es beim Nührmann.
Frag mich jetzt aber bitte nicht woher man Dual-FETS bezieht - ich habe
noch ein paar davon in der Bastelkiste.


Bernd Mayer

Joerg

unread,
May 18, 2007, 11:08:05 AM5/18/07
to
Rolf_Bombach wrote:

> Joerg schrieb:


>
>>> Ich wollte nur darauf hinweisen, dass
>>> wieder einmal nicht alles neue wirklich besser ist. Und dass
>>> gewisse Bauteile einfach zu früh abgekündigt werden, nicht
>>> gerade diese Röhre hier, aber z.B. die Fet-Kaskoden, LM11, usw.
>>>
>> Oder die guten alten LH0063 und 0033 Treiber. Hatte mir aber etwas
>> Reserve besorgt, bevor die Glocke gelaeutet wurde. Im Datenblatt
>> werden sie ganz offiziell als "fast" und and "damn fast" bezeichnet.
>> Auch das deutsche Wort "Achtung" findet sich darin, denn diese Dinger
>> muessen wie ein rohes Ei behandelt werden.
>
>

> Du sagst es. Auch Kleinheizkörper wie BUF03 sind weg, der war
> dennoch recht interessant wegen FET-Eingang. Woher kriegt man
> heute einen damn fast FET buffer?
>

Nur noch von Obsolete Haendlern. Die rennen einem die Bude ein, wenn man
auch nur ein leises Wort fallen laesst, dass man noch einige davon hat.
Es werden heute hohe Preise dafuer bezahlt.

Ansonsten geht nur diskret aufbauen, doch man braucht Schuhkartons an
FETs dafuer und die niedrige Eingangzkapazitaet kann man i.d.R. auch
vergessen.

Horst-D.Winzler

unread,
May 19, 2007, 11:34:05 PM5/19/07
to
Joerg schrieb:
> Rolf_Bombach wrote:

> Ansonsten geht nur diskret aufbauen, doch man braucht Schuhkartons an
> FETs dafuer und die niedrige Eingangzkapazitaet kann man i.d.R. auch
> vergessen.
>

Seid nicht so ideenarm.
Vor der FET Zeit nahm man dafür Doppelglühtransistoren. Sind sogar EMP
fest ;-)
--
mfg hdw

Joerg

unread,
May 20, 2007, 12:32:33 PM5/20/07
to
Hallo Horst-Dieter,

>
>>Ansonsten geht nur diskret aufbauen, doch man braucht Schuhkartons an
>>FETs dafuer und die niedrige Eingangzkapazitaet kann man i.d.R. auch
>>vergessen.
>>
>
>
> Seid nicht so ideenarm.
> Vor der FET Zeit nahm man dafür Doppelglühtransistoren. Sind sogar EMP
> fest ;-)


Ja, nach dem x-ten Gewitterausfall eines Mastverstaerker hatte ich ihn
mit Roehre gebaut. "Jetzt spinnt er", sagten manche. Der Pfiff: Danach
ging er nie wieder kaputt.

Horst-D.Winzler

unread,
May 26, 2007, 12:16:37 PM5/26/07
to
Joerg schrieb:

> Hallo Horst-Dieter,
>
>>
>>> Ansonsten geht nur diskret aufbauen, doch man braucht Schuhkartons an
>>> FETs dafuer und die niedrige Eingangzkapazitaet kann man i.d.R. auch
>>> vergessen.
>>>
>>
>>
>> Seid nicht so ideenarm.
>> Vor der FET Zeit nahm man dafür Doppelglühtransistoren. Sind sogar EMP
>> fest ;-)
>
>
> Ja, nach dem x-ten Gewitterausfall eines Mastverstaerker hatte ich ihn
> mit Roehre gebaut. "Jetzt spinnt er", sagten manche. Der Pfiff: Danach
> ging er nie wieder kaputt.
>

Hallo Jörg,
da bist du nicht allein. mW wurden die Antennenverstärker in dem letzten
von den Engländern gebauten Flugzeugträger in der Eingangsstufe mit
Röhren bestückt ;-)

--
mfg hdw

Message has been deleted

Ralph A. Schmid, dk5ras

unread,
May 27, 2007, 3:40:21 AM5/27/07
to
Rolf_Bombach <rolfnosp...@bluewin.ch> wrote:

>Kaskode? Hier noch der Bastelvorschlag: :-)
>http://mypage.bluewin.ch/bombach/e288cca.png
>http://mypage.bluewin.ch/bombach/e288ccb.png

Niedlich. Das hat schon was...

Ralph.

horst-d.winzler

unread,
May 28, 2007, 5:59:37 AM5/28/07
to
Rolf_Bombach schrieb:
> Joerg schrieb:

>>
>> Ja, nach dem x-ten Gewitterausfall eines Mastverstaerker hatte ich ihn
>> mit Roehre gebaut. "Jetzt spinnt er", sagten manche. Der Pfiff: Danach
>> ging er nie wieder kaputt.
>

Geschichtliches am Rand.
Noch vor der Inbetriebnahme des Stockert-Teleskops wurde die
ZF-Eingangsstufe mit einer EF80 durch eine Cascodestufe (ECC81?) ersetzt.

--
mfg hdw

Message has been deleted

Joerg

unread,
May 30, 2007, 4:46:55 PM5/30/07
to
Hallo Rolf,

>>
>> Geschichtliches am Rand.
>> Noch vor der Inbetriebnahme des Stockert-Teleskops wurde die
>> ZF-Eingangsstufe mit einer EF80 durch eine Cascodestufe (ECC81?) ersetzt.
>
>

> Vielleicht ECC180? Respektive Langlebensdauervarianten davon.
> ECC84 soll es auch gegeben haben, habe aber keine in
> der Sammlung.
> Mit Röhren ist Kaskode etwas murksig, die Röhre muss die
> Spannung zwischen Heizer und zweiter Kathode aushalten.
> Und Kopplungen sind immer und überall, auch eben gerade
> über die Heizung. Trotzdem hat man die Kaskodenschaltungen
> verwendet. Heute ist das mit Transistoren viel einfacher,
> und die Schaltung gerät in Vergessenheit. Ziemlich
> verdreht...
>

Kaskode in Vergessenheit? Hier in Amiland aber nicht.

Gerhard Hoffmann

unread,
May 30, 2007, 7:45:08 PM5/30/07
to
On Wed, 30 May 2007 22:13:57 +0200, Rolf_Bombach <rolfnosp...@bluewin.ch> wrote:


>Vielleicht ECC180? Respektive Langlebensdauervarianten davon.
>ECC84 soll es auch gegeben haben, habe aber keine in
>der Sammlung.

Oder 6CW4 Nuvistoren?

>über die Heizung. Trotzdem hat man die Kaskodenschaltungen
>verwendet. Heute ist das mit Transistoren viel einfacher,
>und die Schaltung gerät in Vergessenheit. Ziemlich
>verdreht...

In NF-Leistungsverstärkern sind die absolut üblich, z.B. in der
Differenzeingangsstufe, weil bei +/- 50V Railspannung der typische
Doppeleingangstransistor einfach durchbricht, oder in der VAS-Stufe
(wo die Spannungsverstärkung stattfindet) als Miller-Killer.
Außerdem braucht man das bisschen Strom in der VAS-Stufe für die
Cdom-Kompensation und nicht zum Umladen irgendwelcher Transistor-Kapazitäten.
Ein paar mA extra kosten bei 100V Hub sehr schnell einen extra Kühlkörper.

Stromspiegel pflegen auch Cascodes zu enthalten wenn man einen
vernünftigen Innenwiderstand will.

Gruß, Gerhard

Horst-D.Winzler

unread,
Jun 3, 2007, 12:24:55 PM6/3/07
to
Rolf_Bombach schrieb:
> horst-d.winzler schrieb:

>>
>> Geschichtliches am Rand.
>> Noch vor der Inbetriebnahme des Stockert-Teleskops wurde die
>> ZF-Eingangsstufe mit einer EF80 durch eine Cascodestufe (ECC81?) ersetzt.
>
> Vielleicht ECC180? Respektive Langlebensdauervarianten davon.
> ECC84 soll es auch gegeben haben, habe aber keine in
> der Sammlung.
> Mit Röhren ist Kaskode etwas murksig, die Röhre muss die
> Spannung zwischen Heizer und zweiter Kathode aushalten.

Schwierig nachzuprüfen. Ich habs aus einer populärwissenschaftlichen
Abhandlung.
Was für die EC92 bzw ECC81 spricht, ist, das sie wohl in der selben Zeit
entwickelt wurde wie die EF80. Die EC92/ECC81 wurden damals als
HF-Röhren konzipiert.
Die für Cascode gedachten Röhren wurden erst nach der ECC81 entwickelt.
Eben weil es Kopplungsprobleme in der ECC81 gab.
Die max. Spannung zwischen Katode und Heizfaden darf bei der ECC81 +/-
90V nicht überschreiten. Bei mir hat sie höhere Spannungen ausgehalten.


--
mfg hdw

Horst-D.Winzler

unread,
Jun 3, 2007, 12:37:36 PM6/3/07
to
Joerg schrieb:

Mir scheint, das in Amiland noch viele sich am sanften Glühen der
Glühtransistoren begeistern.

Wems Freude bereitet. Warum auch nicht. Habe auch noch einige "Flaschen"
aufbewahrt. Sind ja außerordentlich EMP fest ;-)

--
mfg hdw

Joerg

unread,
Jun 3, 2007, 6:02:50 PM6/3/07
to
Hallo Horst-Dieter,


>>>>Geschichtliches am Rand.
>>>>Noch vor der Inbetriebnahme des Stockert-Teleskops wurde die
>>>>ZF-Eingangsstufe mit einer EF80 durch eine Cascodestufe (ECC81?)
>>>>ersetzt.
>>>
>>>
>>>Vielleicht ECC180? Respektive Langlebensdauervarianten davon.
>>>ECC84 soll es auch gegeben haben, habe aber keine in
>>>der Sammlung.
>>>Mit Röhren ist Kaskode etwas murksig, die Röhre muss die
>>>Spannung zwischen Heizer und zweiter Kathode aushalten.
>>>Und Kopplungen sind immer und überall, auch eben gerade
>>>über die Heizung. Trotzdem hat man die Kaskodenschaltungen
>>>verwendet. Heute ist das mit Transistoren viel einfacher,
>>>und die Schaltung gerät in Vergessenheit. Ziemlich
>>>verdreht...
>>>
>>
>>Kaskode in Vergessenheit? Hier in Amiland aber nicht.
>
>
> Mir scheint, das in Amiland noch viele sich am sanften Glühen der
> Glühtransistoren begeistern.
>

Ich meinte Kaskode fuer Transistoren. Aber Du hast recht, besonders im
Audiobereich sind Roehrenverstaerker hier wieder in. Alle Glaszylinder
schoen geputzt, macht das immer gut Eindruck.


> Wems Freude bereitet. Warum auch nicht. Habe auch noch einige "Flaschen"
> aufbewahrt. Sind ja außerordentlich EMP fest ;-)
>

Mir hat das in Deutschland etliche Trips auf ein rutschiges Dach
erspart, nachdem ich einen Antennenverstaerker mit einer Roehre
aufbaute. Ging nie mehr bei Gewitter kaputt. Hier ist es wieder ein
Transistor, aber es kracht auch nicht so viel in der Atmosphaere.
Anfangs hatten wir noch ein Holzschindeldach und da war mir das mit der
Roehre doch zu mulmig.

Horst-D.Winzler

unread,
Jun 4, 2007, 2:05:17 PM6/4/07
to
Joerg schrieb:
> Hallo Horst-Dieter,

>>> Kaskode in Vergessenheit? Hier in Amiland aber nicht.
>>
>>
>> Mir scheint, das in Amiland noch viele sich am sanften Glühen der
>> Glühtransistoren begeistern.
>>
>
> Ich meinte Kaskode fuer Transistoren. Aber Du hast recht, besonders im
> Audiobereich sind Roehrenverstaerker hier wieder in. Alle Glaszylinder
> schoen geputzt, macht das immer gut Eindruck.


Achsoooo.

Verwendung von Trioden in Cascode vermeidet ja das
Stromverteilungsrauschen der Pentoden. Das war ja der eigentliche Grund.
Transistoren in Cascode hat ja andere Gründe. Da muß dann schon
"genauer" hingesehen werden ;-)

>
>> Wems Freude bereitet. Warum auch nicht. Habe auch noch einige "Flaschen"
>> aufbewahrt. Sind ja außerordentlich EMP fest ;-)
>>
>
> Mir hat das in Deutschland etliche Trips auf ein rutschiges Dach
> erspart,

Jörg, Trip aufs rutschige Dach erhöht aber doch sprunghaft die
Endorphinproduktion.
Dafür treiben manche Mitmenschen doch einen ernormen Aufwand?

> nachdem ich einen Antennenverstaerker mit einer Roehre
> aufbaute. Ging nie mehr bei Gewitter kaputt. Hier ist es wieder ein
> Transistor, aber es kracht auch nicht so viel in der Atmosphaere.
> Anfangs hatten wir noch ein Holzschindeldach und da war mir das mit der
> Roehre doch zu mulmig.

Ja nun, dann steckste halt Röhre in ein Metallgehäuse.
Oder haste Angst wg. der noch vermutlich aus Edisonszeiten stammenden
Leitungen?
In USA wird doch erst etwas ausgewechselt, wenns "explodiert" oder eine
enorme Profitsteigerung versprichte ;-)
Hier bald auch so ;-(

--
mfg hdw

Joerg

unread,
Jun 4, 2007, 6:21:12 PM6/4/07
to
Horst-D.Winzler wrote:

> Joerg schrieb:
>
>>Hallo Horst-Dieter,
>
>
>>>>Kaskode in Vergessenheit? Hier in Amiland aber nicht.
>>>
>>>
>>>Mir scheint, das in Amiland noch viele sich am sanften Glühen der
>>>Glühtransistoren begeistern.
>>>
>>
>>Ich meinte Kaskode fuer Transistoren. Aber Du hast recht, besonders im
>>Audiobereich sind Roehrenverstaerker hier wieder in. Alle Glaszylinder
>>schoen geputzt, macht das immer gut Eindruck.
>
>
>
> Achsoooo.
>
> Verwendung von Trioden in Cascode vermeidet ja das
> Stromverteilungsrauschen der Pentoden. Das war ja der eigentliche Grund.
> Transistoren in Cascode hat ja andere Gründe. Da muß dann schon
> "genauer" hingesehen werden ;-)
>
>
>>>Wems Freude bereitet. Warum auch nicht. Habe auch noch einige "Flaschen"
>>>aufbewahrt. Sind ja außerordentlich EMP fest ;-)
>>>
>>
>>Mir hat das in Deutschland etliche Trips auf ein rutschiges Dach
>>erspart,
>
>
> Jörg, Trip aufs rutschige Dach erhöht aber doch sprunghaft die
> Endorphinproduktion.
> Dafür treiben manche Mitmenschen doch einen ernormen Aufwand?
>

Besonders, als ich auf dem Moos in Richtung Waermepumpe schlitterte.
Hatte aber zum Glueck einen Haltegurt mit eingeklinktem Seil. Trotzdem,
waehrend so einer "Talfahrt" geht einem der Magen auf Grundeis.

>
>>nachdem ich einen Antennenverstaerker mit einer Roehre
>>aufbaute. Ging nie mehr bei Gewitter kaputt. Hier ist es wieder ein
>>Transistor, aber es kracht auch nicht so viel in der Atmosphaere.
>>Anfangs hatten wir noch ein Holzschindeldach und da war mir das mit der
>>Roehre doch zu mulmig.
>
>
> Ja nun, dann steckste halt Röhre in ein Metallgehäuse.
> Oder haste Angst wg. der noch vermutlich aus Edisonszeiten stammenden
> Leitungen?


Das auch. Aber ich kannte eben bis dahin keine Holzschindeln und die
Dinger waren mir einfach suspekt. Jetzt haben wir ein Dach, was aehnlich
aussieht, aber aus Metall ist.


> In USA wird doch erst etwas ausgewechselt, wenns "explodiert" oder eine
> enorme Profitsteigerung versprichte ;-)


'tis the American way of life. If it ain't broken, don't fix it.


> Hier bald auch so ;-(
>

Wir leben da ganz gut mit :-))

Harald Wilhelms

unread,
Jun 5, 2007, 3:28:23 AM6/5/07
to
On 5 Jun., 00:21, Joerg <notthisjoerg...@removethispacbell.net> wrote:

> Besonders, als ich auf dem Moos in Richtung Waermepumpe schlitterte.

Ja, wäre doch wirklich schade um die schöne
Wärmepumpe gewesen. Aber eine neue hätte man
doch sicher aus Deiner Lebensversdicherung
bezahlen können...
:-)
Gruss
Harald

Horst-D.Winzler

unread,
Jun 5, 2007, 1:52:17 PM6/5/07
to
Joerg schrieb:

Ja, Holzschindeln, die noch eingeölt, da hätte ich allerdings auch bedenken.


>
>> In USA wird doch erst etwas ausgewechselt, wenns "explodiert" oder eine
>> enorme Profitsteigerung versprichte ;-)
>
>
> 'tis the American way of life. If it ain't broken, don't fix it.

Ja, habe ich schon bewundern können. Gestandener deutscher Elektriker
würde allerdings ersteinmal gepflegt in Ohnmacht fallen ;-)


>
>> Hier bald auch so ;-(
>>
>
> Wir leben da ganz gut mit :-))
>

Als Deutsche unter Amerikanern. Das glaub ich gern.

Hier lebst du allerdings als Deutscher unter Deutschen. Das würde ja
auch noch gehen.
Wenn dus aber mit Deutschen zu tun hast, die ihre kulturelle Tradition
(wie die auch immer aussieht) verleugnen indem sie sich gern als
Europäer oder gar als Weltbürger sehen, hat das schon "seine" Qualität.
Und obendrein auch noch so zu sprechen versuchen, dann dank ich doch.

--
mfg hdw

Joerg

unread,
Jun 5, 2007, 2:54:24 PM6/5/07
to
Hallo Horst-Dieter,

[...]

>
>
>>>In USA wird doch erst etwas ausgewechselt, wenns "explodiert" oder eine
>>>enorme Profitsteigerung versprichte ;-)
>>
>>
>>'tis the American way of life. If it ain't broken, don't fix it.
>
>
> Ja, habe ich schon bewundern können. Gestandener deutscher Elektriker
> würde allerdings ersteinmal gepflegt in Ohnmacht fallen ;-)
>

Andere wie z.B. TUEV Pruefer auch. Ein Bekannter baut sich gerade in
seiner Garage einen Cobra Flitzer, vom Blech ab komplett im Alleingang.
Ist eher ein Rennwagen (riesiger Motor mit Sitz dahinter), aber wird
dann normal auf den Strassen gefahren. Er sagt, das Dingen wird spaeter
so ziemlich jeden Porsche in der Beschleunigung abhaengen, sofern man
das Heck auf der Strasse behalten kann.

Ein anderer baute sich einen seetuechtigen Katamaran und verkaufte
danach sein Haus. Ein dritter hat gerade sein zweites Flugzeug gebaut
und nun schon >30 Stunden Flugzeit im Logbuch. Stelle es Dir mal vor, Du
meldest Dich bei einem Tower an. "Aircraft and heading?" ... "Winzler
number two, turning three one zero, requesting direct three one".

>
>
>>>Hier bald auch so ;-(
>>>
>>
>>Wir leben da ganz gut mit :-))
>>
>
>
> Als Deutsche unter Amerikanern. Das glaub ich gern.
>
> Hier lebst du allerdings als Deutscher unter Deutschen. Das würde ja
> auch noch gehen.
> Wenn dus aber mit Deutschen zu tun hast, die ihre kulturelle Tradition
> (wie die auch immer aussieht) verleugnen indem sie sich gern als
> Europäer oder gar als Weltbürger sehen, hat das schon "seine" Qualität.


Hmm, ich sehe mich immer noch als Westfale. Woll?


> Und obendrein auch noch so zu sprechen versuchen, dann dank ich doch.
>

Wie sprechen die denn? Wenn man lange im Ausland lebt, leidet die
Muttersprache teilweise doch schon. Man findet dieses oder jenes Wort
nicht oder macht mal einen grammatischen Patzer. Oh, well. Aber
vergessen tut man sie nie, zumindest nicht bei Auswanderung nach in etwa
dem achten Lebensjahr. Und dann kommen kurz nach dem Auswandern solche
&#%*!! auch noch auf die Idee, eine Sprache per Dekret umzubasteln. Das
macht's nicht gerade einfacher. Vor allem, weil wir etliche Lehrer in
der Verwandtschaft haben und die sich strikt dran halten (oder gehalten
haben), die anderen aber nicht.

Horst-D.Winzler

unread,
Jun 6, 2007, 2:37:40 PM6/6/07
to
Joerg schrieb:

> Hallo Horst-Dieter,
>
> [...]
>
>>
>>
>>>> In USA wird doch erst etwas ausgewechselt, wenns "explodiert" oder
>>>> eine
>>>> enorme Profitsteigerung versprichte ;-)
>>>
>>>
>>> 'tis the American way of life. If it ain't broken, don't fix it.
>>
>>
>> Ja, habe ich schon bewundern können. Gestandener deutscher Elektriker
>> würde allerdings ersteinmal gepflegt in Ohnmacht fallen ;-)
>>
>
> Andere wie z.B. TUEV Pruefer auch. Ein Bekannter baut sich gerade in
> seiner Garage einen Cobra Flitzer, vom Blech ab komplett im Alleingang.
> Ist eher ein Rennwagen (riesiger Motor mit Sitz dahinter), aber wird
> dann normal auf den Strassen gefahren. Er sagt, das Dingen wird spaeter
> so ziemlich jeden Porsche in der Beschleunigung abhaengen, sofern man
> das Heck auf der Strasse behalten kann.
>
> Ein anderer baute sich einen seetuechtigen Katamaran und verkaufte
> danach sein Haus. Ein dritter hat gerade sein zweites Flugzeug gebaut
> und nun schon >30 Stunden Flugzeit im Logbuch. Stelle es Dir mal vor, Du
> meldest Dich bei einem Tower an. "Aircraft and heading?" ... "Winzler
> number two, turning three one zero, requesting direct three one".


Das wäre ja der absolute Traum des Kindes im Mann ;-)
Ich werds gleich vergessen ;-(

>>>> Hier bald auch so ;-(
>>>>
>>>
>>> Wir leben da ganz gut mit :-))
>>>
>>
>>
>> Als Deutsche unter Amerikanern. Das glaub ich gern.
>>
>> Hier lebst du allerdings als Deutscher unter Deutschen. Das würde ja
>> auch noch gehen.
>> Wenn dus aber mit Deutschen zu tun hast, die ihre kulturelle Tradition
>> (wie die auch immer aussieht) verleugnen indem sie sich gern als
>> Europäer oder gar als Weltbürger sehen, hat das schon "seine" Qualität.
>
>
> Hmm, ich sehe mich immer noch als Westfale. Woll?

Woll woll!

Meine Tante lebte in der nähe von Siegen. Ich werde diesen alles
ausdrückenden Satzabschluß der Westfalen nie vergessen ;-)


>
>> Und obendrein auch noch so zu sprechen versuchen, dann dank ich doch.
>>
>
> Wie sprechen die denn? Wenn man lange im Ausland lebt, leidet die
> Muttersprache teilweise doch schon. Man findet dieses oder jenes Wort
> nicht oder macht mal einen grammatischen Patzer. Oh, well. Aber
> vergessen tut man sie nie, zumindest nicht bei Auswanderung nach in etwa
> dem achten Lebensjahr. Und dann kommen kurz nach dem Auswandern solche
> &#%*!! auch noch auf die Idee, eine Sprache per Dekret umzubasteln. Das
> macht's nicht gerade einfacher. Vor allem, weil wir etliche Lehrer in
> der Verwandtschaft haben und die sich strikt dran halten (oder gehalten
> haben), die anderen aber nicht.
>

Das was du beschreibst ist ja die "normale" Spracherosion. Bei manchen
Deutschen stellt die sich bereits nach zwei Jahren Ausland ein. Nix
ungewöhnliches.

Nur haben wir diese Erscheinung hier in Dl. Es bleibt also nicht aus,
dann eben mal nachzufragen, was eigentlich gemeint sei.
Das sollte eigentlich nicht sein.

Allerdings scheint unsere Politikerelite aber auch unsere
Wirtschaftselite im Gegensatz zu amerikanischen Politikern hier diesen
Neusprech zu mögen.
Bei Politikern kann ich das noch nachvollziehen. Die mögen
offensichtlich nicht, wenn man sie wirklich versteht. Aber Managern? Die
wollen doch, daß sie verstanden werden. Oder doch nicht? Ich glaub, die
wissen es selbst nicht so genau ;-)
--
mfg hdw

Joerg

unread,
Jun 6, 2007, 3:19:32 PM6/6/07
to
Hallo Horst-Dieter,

>>>
>>>>>In USA wird doch erst etwas ausgewechselt, wenns "explodiert" oder
>>>>>eine
>>>>>enorme Profitsteigerung versprichte ;-)
>>>>
>>>>
>>>>'tis the American way of life. If it ain't broken, don't fix it.
>>>
>>>
>>>Ja, habe ich schon bewundern können. Gestandener deutscher Elektriker
>>>würde allerdings ersteinmal gepflegt in Ohnmacht fallen ;-)
>>>
>>
>>Andere wie z.B. TUEV Pruefer auch. Ein Bekannter baut sich gerade in
>>seiner Garage einen Cobra Flitzer, vom Blech ab komplett im Alleingang.
>>Ist eher ein Rennwagen (riesiger Motor mit Sitz dahinter), aber wird
>>dann normal auf den Strassen gefahren. Er sagt, das Dingen wird spaeter
>>so ziemlich jeden Porsche in der Beschleunigung abhaengen, sofern man
>>das Heck auf der Strasse behalten kann.
>>
>>Ein anderer baute sich einen seetuechtigen Katamaran und verkaufte
>>danach sein Haus. Ein dritter hat gerade sein zweites Flugzeug gebaut
>>und nun schon >30 Stunden Flugzeit im Logbuch. Stelle es Dir mal vor, Du
>>meldest Dich bei einem Tower an. "Aircraft and heading?" ... "Winzler
>>number two, turning three one zero, requesting direct three one".
>
>
>
> Das wäre ja der absolute Traum des Kindes im Mann ;-)
> Ich werds gleich vergessen ;-(
>

Dann bauen sie noch Full-Custom Motorraeder und solche Sachen. Super
Chopper, die man noch aus zwei Meilen Entfernung hoert. Oder uralte
VW-Kaefer mit Porsche- und Camaro-Motoren drin. Ein Bekannter musste
vorn einen Sack Sand reinlegen, damit er nicht dauern abhob. Hin und
wieder drehte er allerdings eine Antriebswelle einfach zum Korkenzieher.
Ein anderer hat mal mit einem Brezelscheiben VW-Bulli einen M3 BMW
"stehen gelassen". War ein total aufgemotzter dicker Sechszylinder drin.
Hinten hatte er wahrscheinlich den "... und tschuess" Aufkleber drauf.
Aber ich hoer' schon auf...

>
>
>
>>>>>Hier bald auch so ;-(
>>>>>
>>>>
>>>>Wir leben da ganz gut mit :-))
>>>>
>>>
>>>
>>>Als Deutsche unter Amerikanern. Das glaub ich gern.
>>>
>>>Hier lebst du allerdings als Deutscher unter Deutschen. Das würde ja
>>>auch noch gehen.
>>>Wenn dus aber mit Deutschen zu tun hast, die ihre kulturelle Tradition
>>>(wie die auch immer aussieht) verleugnen indem sie sich gern als
>>>Europäer oder gar als Weltbürger sehen, hat das schon "seine" Qualität.
>>
>>
>>Hmm, ich sehe mich immer noch als Westfale. Woll?
>
>
> Woll woll!
>
> Meine Tante lebte in der nähe von Siegen. Ich werde diesen alles
> ausdrückenden Satzabschluß der Westfalen nie vergessen ;-)
>

Meine Oma hatte die Doppelversion aus Opherdicke drauf: Wonnich, woll?

>
>
>>>Und obendrein auch noch so zu sprechen versuchen, dann dank ich doch.
>>>
>>
>>Wie sprechen die denn? Wenn man lange im Ausland lebt, leidet die
>>Muttersprache teilweise doch schon. Man findet dieses oder jenes Wort
>>nicht oder macht mal einen grammatischen Patzer. Oh, well. Aber
>>vergessen tut man sie nie, zumindest nicht bei Auswanderung nach in etwa
>>dem achten Lebensjahr. Und dann kommen kurz nach dem Auswandern solche
>>&#%*!! auch noch auf die Idee, eine Sprache per Dekret umzubasteln. Das
>>macht's nicht gerade einfacher. Vor allem, weil wir etliche Lehrer in
>>der Verwandtschaft haben und die sich strikt dran halten (oder gehalten
>>haben), die anderen aber nicht.
>>
>
>
> Das was du beschreibst ist ja die "normale" Spracherosion. Bei manchen
> Deutschen stellt die sich bereits nach zwei Jahren Ausland ein. Nix
> ungewöhnliches.
>

Da geht es uns besser, weil wir zu Hause meist Deutsch sprechen.
Allerdings birgt das die Gefahr, langsame Abweichungen oder Erosion
nicht zu bemerken. So aehnlich, wie der Eigentuemer eines Autos oft erst
dann von einer nachlassenden Kupplung erfaehrt, nachdem jemand anders
damit gefahren ist.


> Nur haben wir diese Erscheinung hier in Dl. Es bleibt also nicht aus,
> dann eben mal nachzufragen, was eigentlich gemeint sei.
> Das sollte eigentlich nicht sein.
>

Bei Grenzpendlern koennte ich es verstehen, war ich auch mal. Aber sonst
nicht.


> Allerdings scheint unsere Politikerelite aber auch unsere
> Wirtschaftselite im Gegensatz zu amerikanischen Politikern hier diesen
> Neusprech zu mögen.
> Bei Politikern kann ich das noch nachvollziehen. Die mögen
> offensichtlich nicht, wenn man sie wirklich versteht. Aber Managern? Die
> wollen doch, daß sie verstanden werden. Oder doch nicht? Ich glaub, die
> wissen es selbst nicht so genau ;-)


Die scheinen sich manchmal mit Auslaendisch schmuecken zu wollen. Warum
auch immer.

Gerrit Heitsch

unread,
Jun 6, 2007, 3:27:29 PM6/6/07
to
Joerg wrote:
>
> Dann bauen sie noch Full-Custom Motorraeder und solche Sachen. Super
> Chopper, die man noch aus zwei Meilen Entfernung hoert.

Wenn sie da wenigstens brauchbare Motoren einbauen wuerden und nicht
immer diesen unsaeglichen V2 von anno dazumal.


> Oder uralte
> VW-Kaefer mit Porsche- und Camaro-Motoren drin. Ein Bekannter musste
> vorn einen Sack Sand reinlegen, damit er nicht dauern abhob. Hin und
> wieder drehte er allerdings eine Antriebswelle einfach zum Korkenzieher.
> Ein anderer hat mal mit einem Brezelscheiben VW-Bulli einen M3 BMW
> "stehen gelassen". War ein total aufgemotzter dicker Sechszylinder drin.
> Hinten hatte er wahrscheinlich den "... und tschuess" Aufkleber drauf.
> Aber ich hoer' schon auf...

Wieviele Verkehrstote gibts in den USA nochmal pro Jahr? IMHO hat
der TUeV schon seine Berechtigung, auch wenn wir ihn hin und
wieder verfluchen...

Gerrit

Dieter Wiedmann

unread,
Jun 6, 2007, 3:46:55 PM6/6/07
to
Gerrit Heitsch schrieb:

> Wieviele Verkehrstote gibts in den USA nochmal pro Jahr? IMHO hat
> der TUeV schon seine Berechtigung, auch wenn wir ihn hin und
> wieder verfluchen...

Die Zahl der Verkehrsunfälle durch technische Mängel, die bei der HU
erkannt würden, wird gewaltig überschätzt. Die heutigen Autos sind
doch erheblich zuverlässiger als vor Jahren, zumindest was o.g.
Punkt angeht. In der Schweiz wird aktuell darüber nachgedacht die
Prüfintervalle von drei auf vier Jahre zu verlängern, hierzulande
schwurbelt der TÜV von gnadenlos vielen verkehrsunsicheren
Fahrzeugen, die allermeisten hatten lediglich 'erhebliche' Mängel,
durften aber problemlos wieder vom Hof fahren. Wirklich
verkehrsunsichere Fahrzeuge dürften nur auf dem Hänger/Abschlepper
vom Hof, sonst machen die sofort eine Anzeige und die Herren in Grün
entfernen den Zulassungsaufkleber, natürlich kostenpflichtig. Und
zum erkennen unzulässiger Umbauten brauchts auch keinen TÜV, das
kann die Polizei durchaus, und tut dies bei Routinekontrollen auch.
Ein Bekannter wurde erst kürzlich mit *viel* zu breiten Reifen
erwischt, standen mindestens 5cm aus den Radhäusern raus, Bußgeld
und Abschleppkosten sind dem aber eh keine Lehre, der macht das
solange bis er den Lappen weg hat.


Gruß Dieter

Horst-D.Winzler

unread,
Jun 7, 2007, 12:49:38 PM6/7/07
to
Joerg schrieb:


Du kannst ruuuuuuuuuuuuuhig weiter berichten. Ich les einfach nicht
weiter...

>>>>>> Hier bald auch so ;-(
>>>>>>
>>>>> Wir leben da ganz gut mit :-))
>>>>>
>>>> Als Deutsche unter Amerikanern. Das glaub ich gern.
>>>>
>>>> Hier lebst du allerdings als Deutscher unter Deutschen. Das würde ja
>>>> auch noch gehen.
>>>> Wenn dus aber mit Deutschen zu tun hast, die ihre kulturelle Tradition
>>>> (wie die auch immer aussieht) verleugnen indem sie sich gern als
>>>> Europäer oder gar als Weltbürger sehen, hat das schon "seine" Qualität.
>>>
>>>
>>> Hmm, ich sehe mich immer noch als Westfale. Woll?
>>
>> Woll woll!
>>
>> Meine Tante lebte in der nähe von Siegen. Ich werde diesen alles
>> ausdrückenden Satzabschluß der Westfalen nie vergessen ;-)
>>
>
> Meine Oma hatte die Doppelversion aus Opherdicke drauf: Wonnich, woll?

Der Menschenschlag ist solide und erdverbunden.
Allerdings kornfest und gut katholisch kann vorteilhaft sein. Na ja, ist
heutzutage auch nicht mehr so.
Dorfpolizist ist eingespart und Glaube nähert sich mehr der rheinischen
Variante des Kaholizismus ;-)

>>
>>
>>>> Und obendrein auch noch so zu sprechen versuchen, dann dank ich doch.
>>>>
>>>
>>> Wie sprechen die denn? Wenn man lange im Ausland lebt, leidet die
>>> Muttersprache teilweise doch schon. Man findet dieses oder jenes Wort
>>> nicht oder macht mal einen grammatischen Patzer. Oh, well. Aber
>>> vergessen tut man sie nie, zumindest nicht bei Auswanderung nach in etwa
>>> dem achten Lebensjahr. Und dann kommen kurz nach dem Auswandern solche
>>> &#%*!! auch noch auf die Idee, eine Sprache per Dekret umzubasteln. Das
>>> macht's nicht gerade einfacher. Vor allem, weil wir etliche Lehrer in
>>> der Verwandtschaft haben und die sich strikt dran halten (oder gehalten
>>> haben), die anderen aber nicht.
>>>
>>
>>
>> Das was du beschreibst ist ja die "normale" Spracherosion. Bei manchen
>> Deutschen stellt die sich bereits nach zwei Jahren Ausland ein. Nix
>> ungewöhnliches.
>>
>
> Da geht es uns besser, weil wir zu Hause meist Deutsch sprechen.
> Allerdings birgt das die Gefahr, langsame Abweichungen oder Erosion
> nicht zu bemerken. So aehnlich, wie der Eigentuemer eines Autos oft erst
> dann von einer nachlassenden Kupplung erfaehrt, nachdem jemand anders
> damit gefahren ist.

Wie bei meiner selbstgebauten Transistorzündung. Alle Tests, auch
Langzeittest, anstandslos bestanden. Nachdem ich den Wagen verliehen
habe, ist der Endstufentransistor gestorben. War überdimensioniert und
gegen Überspannung geschützt. Aber so ist das ;-)


>
>> Nur haben wir diese Erscheinung hier in Dl. Es bleibt also nicht aus,
>> dann eben mal nachzufragen, was eigentlich gemeint sei.
>> Das sollte eigentlich nicht sein.
>>
>
> Bei Grenzpendlern koennte ich es verstehen, war ich auch mal. Aber sonst
> nicht.

"Grenzgänger" das eröffnet neue Aussichten. Anstatt in seiner Kultur zu
"stehen" begibt man sich freiwillig in eine dauernde mentale
Grenzsituation. Man lehnt das Eine ab, ist aber längst nich das
Gewünschte. Wenns denn sowas gibt?


>
>> Allerdings scheint unsere Politikerelite aber auch unsere
>> Wirtschaftselite im Gegensatz zu amerikanischen Politikern hier diesen
>> Neusprech zu mögen.
>> Bei Politikern kann ich das noch nachvollziehen. Die mögen
>> offensichtlich nicht, wenn man sie wirklich versteht. Aber Managern? Die
>> wollen doch, daß sie verstanden werden. Oder doch nicht? Ich glaub, die
>> wissen es selbst nicht so genau ;-)
>
>
> Die scheinen sich manchmal mit Auslaendisch schmuecken zu wollen. Warum
> auch immer.

Ja, vielleicht möchte man eine gewisse Weltläufigkeit demonstrieren?
Die dann doch nur als kulturelle Anbiederung von, in diesem speziellen
Fall Engländern, so empfunden wird?
Eine Erklärung wäre, man schämt sich seiner Kultur?


--
mfg hdw

Horst-D.Winzler

unread,
Jun 7, 2007, 1:08:17 PM6/7/07
to
Gerrit Heitsch schrieb:


Ältere Amischlitten wurden auf Rahmen gebaut. Für Bastler also geradezu
ideal.

Die indirekte Unterstellung das Bastler für "viele" Verkehrstote
verantwortlich seinen, halte ich für gewagt.
Bastler sind nicht spontan mit Pfuschern gleichzusetzen.
BTW Bastler können durchaus längjährige Ingenieure aus der Autoindustrie
sein. Solche Konstellationen schließen sich nicht aus ;-)

--
mfg hdw

Gerrit Heitsch

unread,
Jun 7, 2007, 1:17:02 PM6/7/07
to
Horst-D.Winzler wrote:
>>
>>> Oder uralte VW-Kaefer mit Porsche- und Camaro-Motoren drin. Ein
>>> Bekannter musste vorn einen Sack Sand reinlegen, damit er nicht dauern
>>> abhob. Hin und wieder drehte er allerdings eine Antriebswelle einfach
>>> zum Korkenzieher. Ein anderer hat mal mit einem Brezelscheiben
>>> VW-Bulli einen M3 BMW "stehen gelassen". War ein total aufgemotzter
>>> dicker Sechszylinder drin. Hinten hatte er wahrscheinlich den "... und
>>> tschuess" Aufkleber drauf. Aber ich hoer' schon auf...
>> Wieviele Verkehrstote gibts in den USA nochmal pro Jahr? IMHO hat
>> der TUeV schon seine Berechtigung, auch wenn wir ihn hin und
>> wieder verfluchen...
>
>
> Ältere Amischlitten wurden auf Rahmen gebaut. Für Bastler also geradezu
> ideal.
>
> Die indirekte Unterstellung das Bastler für "viele" Verkehrstote
> verantwortlich seinen, halte ich für gewagt.

Das habe ich auch nicht implizieren wollen... Allerdings erzeugt
die Abwesenheit eines TUeV auch jede Menge Autos die aus anderen
Gruenden nicht mehr fahren sollten und darum ging es.


> Bastler sind nicht spontan mit Pfuschern gleichzusetzen.

Oft genug leider schon... Obige Beispiele gehoeren leider dazu.
Wenn der Motor stark genug ist die Antriebswelle mehr als
einmal abzudrehen (Materialfehler kommen vor) ist das Pfusch,
ebenso der Patch mit dem Sandsack. Bleibt die Frage, ob bei
erwaehntem Bully neben dem Motor auch die Aufhaengung verbessert
wurde. Das Original-Fahrgestellt ist fuer diese Leistung
jedenfalls nicht gebaut.


Gerrit

Joerg

unread,
Jun 7, 2007, 1:49:52 PM6/7/07
to
Hallo Gerrit,

>>
>> Dann bauen sie noch Full-Custom Motorraeder und solche Sachen. Super
>> Chopper, die man noch aus zwei Meilen Entfernung hoert.
>
>
> Wenn sie da wenigstens brauchbare Motoren einbauen wuerden und nicht
> immer diesen unsaeglichen V2 von anno dazumal.
>

Ja, aber sie halten recht lange. Und der Sound...

>
>> Oder uralte VW-Kaefer mit Porsche- und Camaro-Motoren drin. Ein
>> Bekannter musste vorn einen Sack Sand reinlegen, damit er nicht dauern
>> abhob. Hin und wieder drehte er allerdings eine Antriebswelle einfach
>> zum Korkenzieher. Ein anderer hat mal mit einem Brezelscheiben
>> VW-Bulli einen M3 BMW "stehen gelassen". War ein total aufgemotzter
>> dicker Sechszylinder drin. Hinten hatte er wahrscheinlich den "... und
>> tschuess" Aufkleber drauf. Aber ich hoer' schon auf...
>
>
> Wieviele Verkehrstote gibts in den USA nochmal pro Jahr? IMHO hat
> der TUeV schon seine Berechtigung, auch wenn wir ihn hin und
> wieder verfluchen...
>

Weiss ich nicht. Aber kaum durch technische Maengel. Die Ursachen sind
immer die gleichen. Trunkenheit, Raserei und inzwischen Handys.
Letzteres wird bald wohl auch in Kalifornien untersagt. Es gibt hier
einen Aufkleber "Hang up and drive".

Joerg

unread,
Jun 7, 2007, 2:38:17 PM6/7/07
to
Hallo Horst-Dieter,

Gestern auf der Autobahn (im Stau) rollte ein Kaefer mit 275er Reifen
und Trompetenauspuff neben mir her. Vroooom, bruppa, bruppa.... ein Genuss.

>
>
>
>>>>>>>Hier bald auch so ;-(
>>>>>>>
>>>>>>
>>>>>>Wir leben da ganz gut mit :-))
>>>>>>
>>>>>
>>>>>Als Deutsche unter Amerikanern. Das glaub ich gern.
>>>>>
>>>>>Hier lebst du allerdings als Deutscher unter Deutschen. Das würde ja
>>>>>auch noch gehen.
>>>>>Wenn dus aber mit Deutschen zu tun hast, die ihre kulturelle Tradition
>>>>>(wie die auch immer aussieht) verleugnen indem sie sich gern als
>>>>>Europäer oder gar als Weltbürger sehen, hat das schon "seine" Qualität.
>>>>
>>>>
>>>>Hmm, ich sehe mich immer noch als Westfale. Woll?
>>>
>>>Woll woll!
>>>
>>>Meine Tante lebte in der nähe von Siegen. Ich werde diesen alles
>>>ausdrückenden Satzabschluß der Westfalen nie vergessen ;-)
>>>
>>
>>Meine Oma hatte die Doppelversion aus Opherdicke drauf: Wonnich, woll?
>
>
> Der Menschenschlag ist solide und erdverbunden.
> Allerdings kornfest und gut katholisch kann vorteilhaft sein. Na ja, ist
> heutzutage auch nicht mehr so.
> Dorfpolizist ist eingespart und Glaube nähert sich mehr der rheinischen
> Variante des Kaholizismus ;-)
>

Bei uns waren aber fast alle evangelisch, woll.

Man kann sich beinahe ueberall zu Hause fuehlen. Allerdings muss man es
wollen und die passende Sprache lernen.

>
>
>>>Allerdings scheint unsere Politikerelite aber auch unsere
>>>Wirtschaftselite im Gegensatz zu amerikanischen Politikern hier diesen
>>>Neusprech zu mögen.
>>>Bei Politikern kann ich das noch nachvollziehen. Die mögen
>>>offensichtlich nicht, wenn man sie wirklich versteht. Aber Managern? Die
>>>wollen doch, daß sie verstanden werden. Oder doch nicht? Ich glaub, die
>>>wissen es selbst nicht so genau ;-)
>>
>>
>>Die scheinen sich manchmal mit Auslaendisch schmuecken zu wollen. Warum
>>auch immer.
>
>
> Ja, vielleicht möchte man eine gewisse Weltläufigkeit demonstrieren?
> Die dann doch nur als kulturelle Anbiederung von, in diesem speziellen
> Fall Engländern, so empfunden wird?
> Eine Erklärung wäre, man schämt sich seiner Kultur?
>

Waere ja traurig. Naja, wenn hier eine "Umpapa Band" loslegt, wird
jedenfalls das Tanzbein geschwungen. Da gibt's nix. Die Kulturen
fliessen eh ineinander. Mexikanische Mariachi Musik hat eine Menge
bayrischer Elemente drin, inklusive der dicken Tuba.

Gerrit Heitsch

unread,
Jun 7, 2007, 2:39:21 PM6/7/07
to
Joerg wrote:
> Hallo Gerrit,
>
>>>
>>> Dann bauen sie noch Full-Custom Motorraeder und solche Sachen. Super
>>> Chopper, die man noch aus zwei Meilen Entfernung hoert.
>>
>>
>> Wenn sie da wenigstens brauchbare Motoren einbauen wuerden und nicht
>> immer diesen unsaeglichen V2 von anno dazumal.
>>
>
> Ja, aber sie halten recht lange. Und der Sound...

... ist eine Katastrophe... Wenn da wenigstens ein brauchbarer
Schalldaempfer hinten dran waere... Ich warte immer noch auf
ein Motorrad welches im Geraeusch einem PKW nahekommt.


>> Wieviele Verkehrstote gibts in den USA nochmal pro Jahr? IMHO hat
>> der TUeV schon seine Berechtigung, auch wenn wir ihn hin und
>> wieder verfluchen...
>>
>
> Weiss ich nicht. Aber kaum durch technische Maengel. Die Ursachen sind
> immer die gleichen. Trunkenheit, Raserei und inzwischen Handys.

Raserei? Ich denke ihr habt ein Tempolimit? Zumindest hier wird
die Idee eines Tempolimit auf dem Rest der Autobahnen ohne immer
mit 'weniger Tote' verkauft... Kann es sein, dass das keinen
wirklich interessiert?

Ansonsten... gibts da Statistiken die das ganze passend aufschluesseln?


> Letzteres wird bald wohl auch in Kalifornien untersagt. Es gibt hier
> einen Aufkleber "Hang up and drive".

Ist es hier schon laenger, incl. Punkt in Flensburg. Nur scheint es
wenige zu kuemmern, ich sehe immer noch genug Leute die waehrend der
Fahrt telefonieren... Mach dir also nicht zuviel Hoffnung...

Gerrit

Joerg

unread,
Jun 7, 2007, 3:01:30 PM6/7/07
to
Hallo Leute,

>>>
>>>> Oder uralte VW-Kaefer mit Porsche- und Camaro-Motoren drin. Ein
>>>> Bekannter musste vorn einen Sack Sand reinlegen, damit er nicht dauern
>>>> abhob. Hin und wieder drehte er allerdings eine Antriebswelle einfach
>>>> zum Korkenzieher. Ein anderer hat mal mit einem Brezelscheiben
>>>> VW-Bulli einen M3 BMW "stehen gelassen". War ein total aufgemotzter
>>>> dicker Sechszylinder drin. Hinten hatte er wahrscheinlich den "... und
>>>> tschuess" Aufkleber drauf. Aber ich hoer' schon auf...
>>>
>>> Wieviele Verkehrstote gibts in den USA nochmal pro Jahr? IMHO hat
>>> der TUeV schon seine Berechtigung, auch wenn wir ihn hin und
>>> wieder verfluchen...
>>
>>
>>
>> Ältere Amischlitten wurden auf Rahmen gebaut. Für Bastler also geradezu
>> ideal.
>>

Gescheite Autos haben auch heute noch einen Rahmen. So, musste mal
gesagt werden ;-)


>> Die indirekte Unterstellung das Bastler für "viele" Verkehrstote
>> verantwortlich seinen, halte ich für gewagt.
>
>
> Das habe ich auch nicht implizieren wollen... Allerdings erzeugt
> die Abwesenheit eines TUeV auch jede Menge Autos die aus anderen
> Gruenden nicht mehr fahren sollten und darum ging es.
>

Bei den meisten Autos hier geht als erstes der Motor in die Binsen. Wenn
der Sheriff eine blaue Fahne am Auspuff sieht, gehen die blauen Lampen an.

>
>> Bastler sind nicht spontan mit Pfuschern gleichzusetzen.
>
>
> Oft genug leider schon... Obige Beispiele gehoeren leider dazu.
> Wenn der Motor stark genug ist die Antriebswelle mehr als
> einmal abzudrehen (Materialfehler kommen vor) ist das Pfusch,
> ebenso der Patch mit dem Sandsack. Bleibt die Frage, ob bei
> erwaehntem Bully neben dem Motor auch die Aufhaengung verbessert
> wurde. Das Original-Fahrgestellt ist fuer diese Leistung
> jedenfalls nicht gebaut.
>

Er bekam keine anderen Wellen rein. Wenn man in den ersten zwei Gaengen
nicht voll drauftrat, ging das mit den Originalwellen. Desgleichen mit
Sandsack. Man konnte auch ohne fahren. Aber wenn man an der Ampel man
einen Porsche stehenlassen wollte...

Der Bulli war schon ziemlich ausgefeilt. Da gibt es Clubs, die das alles
bierernst nehmen, damit Umbauten glatt gehen. Oft sehen die Bullis nur
noch nach aussen hin normal aus.

MaWin

unread,
Jun 7, 2007, 3:01:32 PM6/7/07
to
"Gerrit Heitsch" <ger...@laosinh.s.bawue.de> schrieb im Newsbeitrag
news:f49jcp$f1j$1...@news.bawue.net...

>>
>> Und der Sound...
> ... ist eine Katastrophe... Wenn da wenigstens ein brauchbarer
> Schalldaempfer hinten dran waere... Ich warte immer noch auf
> ein Motorrad welches im Geraeusch einem PKW nahekommt.
>

Das wuerde keiner kaufen.

Die bauen doch die Schalldaempfer extra ab, damit es extra laut ist.
Ich hoere hier keine Autos von der Autobahn, aber immer mal wieder
Motorraeder die lauter als alle anderen Geraeusche sind.

Es ist mir schleierhaft, wie die Polizei dabei weghoeren kann, da
muss Absicht dahinterstecken (alles kleine Paris Hiltons ?)

> mit 'weniger Tote' verkauft... Kann es sein, dass das keinen
> wirklich interessiert?

Na ja, der Autoverkehr kostet weltweit mehr Menschenleben, als
alle anderen Techniken zusammen. Selbst die vielgescholtenen
Schusswaffenproduzenten fuehren nicht zu so viele Toten pro Jahr.

Gut, Schusswaffen moegen im gegensatz zu Autos keinerlei Nutzeffekt
haben, aber gerade Deutschland als ein grosser Autoexporteur sollte
sich schon bewusst sein, das wir den Tod exportieren, und vom Tod
anderer leben.

Eine Geschwindigkeitsbegrenzung ist zwar die Loesung des Problems,
spaetestens wenn alle Parken gibt es keine Verkehrstoten mehr,
aber leider ist dann auch der Nutzeffekt dahin.

Ziel muss eher sein, mit Sicherheit ans Ziel zu kommen, und dabei
ist es mit noch unklar, warum sich nicht schon laengst Fahrbahnen
mit integriertem Verkehrsleitsystem etablieren.
Ein Kabel in die Fahrbahn, und alle Autos fahren wie auf
Schienen hintereinander her, Gas und Bremse und Lenkung
elektrisch gesteuert, nur wer ausscheren will greift selber ein.

Achso ja, die Automobilkonzerne baruchen ja noch hundert Jahre,
bis sie endlich drive by wire koennen, bisher redet man nicht
von Lenkung, nicht von Gas und Bremse, sondern hat es seit 100
Jahren noch nicht mal geschafft, die elendig sinnlosee Arbeit des
Gangwechsel standardmaessig zu automatisieren, sondern man moechte
dafuer extra Kohle sehen.

Tja, mit den Ewiggestrigen der Automobilbranche wird das wohl
nichts.
--
Manfred Winterhoff, reply-to invalid, use mawin at gmx dot net
homepage: http://www.geocities.com/mwinterhoff/
de.sci.electronics FAQ: http://dse-faq.elektronik-kompendium.de/
Read 'Art of Electronics' Horowitz/Hill before you ask.
Lese 'Hohe Schule der Elektronik 1+2' bevor du fragst.


Gerrit Heitsch

unread,
Jun 7, 2007, 3:12:45 PM6/7/07
to
Joerg wrote:
> Hallo Leute,

>>>
>>> Ältere Amischlitten wurden auf Rahmen gebaut. Für Bastler also geradezu
>>> ideal.
>>>
>
> Gescheite Autos haben auch heute noch einen Rahmen. So, musste mal
> gesagt werden ;-)

Willst du gutes Crashverhalten, dann vergiss den Rahmen mal ganz
schnell.


>> Oft genug leider schon... Obige Beispiele gehoeren leider dazu.
>> Wenn der Motor stark genug ist die Antriebswelle mehr als
>> einmal abzudrehen (Materialfehler kommen vor) ist das Pfusch,
>> ebenso der Patch mit dem Sandsack. Bleibt die Frage, ob bei
>> erwaehntem Bully neben dem Motor auch die Aufhaengung verbessert
>> wurde. Das Original-Fahrgestellt ist fuer diese Leistung
>> jedenfalls nicht gebaut.
>>
>
> Er bekam keine anderen Wellen rein. Wenn man in den ersten zwei Gaengen
> nicht voll drauftrat, ging das mit den Originalwellen.

In anderen Worten, Pfusch... Wenn er keine anderen Wellen bekommt,
darf er eben keinen so starken Motor einbauen. Oder baust du
deine Schaltungen so, dass man hier und da im Betrieb aufpassen
muss weil sonst der magische Rauch austritt? Wie wuerdest du eine
solche Schaltung nennen?


> Desgleichen mit
> Sandsack. Man konnte auch ohne fahren. Aber wenn man an der Ampel man
> einen Porsche stehenlassen wollte...

Auch das bleibt Pfusch aus offensichtlichen Gruenden.

Gerrit

Joerg

unread,
Jun 7, 2007, 3:14:10 PM6/7/07
to
Hallo Gerrit,

>>>>
>>>> Dann bauen sie noch Full-Custom Motorraeder und solche Sachen. Super
>>>> Chopper, die man noch aus zwei Meilen Entfernung hoert.
>>>
>>>
>>>
>>> Wenn sie da wenigstens brauchbare Motoren einbauen wuerden und nicht
>>> immer diesen unsaeglichen V2 von anno dazumal.
>>>
>>
>> Ja, aber sie halten recht lange. Und der Sound...
>
>
> ... ist eine Katastrophe... Wenn da wenigstens ein brauchbarer
> Schalldaempfer hinten dran waere... Ich warte immer noch auf
> ein Motorrad welches im Geraeusch einem PKW nahekommt.
>

M.W. tut das die Honda Goldwing recht gut.

>
>>> Wieviele Verkehrstote gibts in den USA nochmal pro Jahr? IMHO hat
>>> der TUeV schon seine Berechtigung, auch wenn wir ihn hin und
>>> wieder verfluchen...
>>>
>>
>> Weiss ich nicht. Aber kaum durch technische Maengel. Die Ursachen sind
>> immer die gleichen. Trunkenheit, Raserei und inzwischen Handys.
>
>
> Raserei? Ich denke ihr habt ein Tempolimit? Zumindest hier wird
> die Idee eines Tempolimit auf dem Rest der Autobahnen ohne immer
> mit 'weniger Tote' verkauft... Kann es sein, dass das keinen
> wirklich interessiert?
>

Trotzdem wird gerast. Oder auf Landstrassen mit weit mehr als
angepasster Geschwindigkeit gefahren und dann steht ploetzlich eine Kuh
oder Wild auf der Strasse. Dabei vergass ich ein anderes Problem hier:
Teenage Drivers. Leider kann man mit 16 den Fuehrerschein machen und
diese Kids sind oft sehr leichtsinnig. Was sich auch in den
Versicherungspraemien wiederspiegelt.


> Ansonsten... gibts da Statistiken die das ganze passend aufschluesseln?
>

Gibt es, muesste man sich aber beim Department of Transportation
durchwuehlen. Dies reicht nicht aus, gibt Dir aber deren Web Site:
http://www.dot.gov/perfacc2006/safety.htm

IIRC sind es fast 40% der Unfaelle, die auf Alkohol oder Drogen
zurueckzufuehren sind. Insgesamt stehen die USA aber relativ gut da.
Vielleicht auch, weil Autofahrer hier ruecksichtsvoller sind als in
vielen anderen Laendern. Hatte gestern wieder die "visuelle Diskussion"
mit einem Trucker. Nach Ihnen, bitte... aber nicht doch, fahren Sie
bitte zuerst ... aber nein...

>
>> Letzteres wird bald wohl auch in Kalifornien untersagt. Es gibt hier
>> einen Aufkleber "Hang up and drive".
>
>
> Ist es hier schon laenger, incl. Punkt in Flensburg. Nur scheint es
> wenige zu kuemmern, ich sehe immer noch genug Leute die waehrend der
> Fahrt telefonieren... Mach dir also nicht zuviel Hoffnung...
>

Gestern wieder einen gesehen, der sich rasierte. Auch schon mal
jemanden, der sich die Zaehne putzte. Bloss vorbei, ehe der das aus dem
Seitenfenster spuckt...

Gerrit Heitsch

unread,
Jun 7, 2007, 3:18:52 PM6/7/07
to
MaWin wrote:
>
> Ziel muss eher sein, mit Sicherheit ans Ziel zu kommen, und dabei
> ist es mit noch unklar, warum sich nicht schon laengst Fahrbahnen
> mit integriertem Verkehrsleitsystem etablieren.
> Ein Kabel in die Fahrbahn, und alle Autos fahren wie auf
> Schienen hintereinander her, Gas und Bremse und Lenkung
> elektrisch gesteuert, nur wer ausscheren will greift selber ein.

Gute Idee... Aber wehe, wenn da die Steuerung mal versagt.
Ein Auto bekommt nunmal nicht die Wartungsintervalle eines
Flugzeugs...

Gerrit

Message has been deleted

Gerrit Heitsch

unread,
Jun 7, 2007, 3:26:35 PM6/7/07
to
Bernd Stolle wrote:
> Gerrit Heitsch wrote:

>
>> Joerg wrote:
>>> Er bekam keine anderen Wellen rein. Wenn man in den ersten zwei Gaengen
>>> nicht voll drauftrat, ging das mit den Originalwellen.
>> In anderen Worten, Pfusch... Wenn er keine anderen Wellen bekommt,
>> darf er eben keinen so starken Motor einbauen. Oder baust du
>> deine Schaltungen so, dass man hier und da im Betrieb aufpassen
>> muss weil sonst der magische Rauch austritt? Wie wuerdest du eine
>> solche Schaltung nennen?
>
> Du hast unbegrenzt Mittel zur Verfügung um Deine Schaltungen gegen alle
> denkbare Unbill abzusichern? Beneidenswert.

Zumindest gegen die Unbill im Pflichtenheft muss sie gesichert
sein, oder? Bei einem Auto gehoert dazu, dass ich im ersten
und 2. Gang Vollgas geben darf...

Gerrit

Dieter Wiedmann

unread,
Jun 7, 2007, 3:42:47 PM6/7/07
to
Gerrit Heitsch schrieb:

> Zumindest gegen die Unbill im Pflichtenheft muss sie gesichert
> sein, oder? Bei einem Auto gehoert dazu, dass ich im ersten
> und 2. Gang Vollgas geben darf...

Das sind doch keine Autos...


Gruß Dieter

Ralph A. Schmid, dk5ras

unread,
Jun 7, 2007, 4:08:03 PM6/7/07
to
"Horst-D.Winzler" <horst.d.no...@web.de> wrote:

>Ältere Amischlitten wurden auf Rahmen gebaut. Für Bastler also geradezu
>ideal.

Ja, sobald Du dafür einen Fahrzeugbrief hast, ist das Auto
unsterblich. Verzinkte Doppel-T-Träger sind billig, Blechteile sind
nicht tragend und damit jederzeit ersetzbar...optimal!

Ralph.

Ralph A. Schmid, dk5ras

unread,
Jun 7, 2007, 4:10:22 PM6/7/07
to
Gerrit Heitsch <ger...@laosinh.s.bawue.de> wrote:

>... ist eine Katastrophe... Wenn da wenigstens ein brauchbarer
>Schalldaempfer hinten dran waere... Ich warte immer noch auf
>ein Motorrad welches im Geraeusch einem PKW nahekommt.

Bitte nicht, dann kriegt man es gar nicht mehr mit, daß so ein Teil
gleich im Tiefflug überholt. Es ist schon gut so, daß man die Dinger
wenigstens hört.

Message has been deleted

Joerg

unread,
Jun 7, 2007, 4:42:59 PM6/7/07
to
Gerrit Heitsch wrote:

> Joerg wrote:
>
>> Hallo Leute,
>>
>>>>
>>>> Ältere Amischlitten wurden auf Rahmen gebaut. Für Bastler also geradezu
>>>> ideal.
>>>>
>>
>> Gescheite Autos haben auch heute noch einen Rahmen. So, musste mal
>> gesagt werden ;-)
>
>
> Willst du gutes Crashverhalten, dann vergiss den Rahmen mal ganz
> schnell.
>
>
>>> Oft genug leider schon... Obige Beispiele gehoeren leider dazu.
>>> Wenn der Motor stark genug ist die Antriebswelle mehr als
>>> einmal abzudrehen (Materialfehler kommen vor) ist das Pfusch,
>>> ebenso der Patch mit dem Sandsack. Bleibt die Frage, ob bei
>>> erwaehntem Bully neben dem Motor auch die Aufhaengung verbessert
>>> wurde. Das Original-Fahrgestellt ist fuer diese Leistung
>>> jedenfalls nicht gebaut.
>>>
>>
>> Er bekam keine anderen Wellen rein. Wenn man in den ersten zwei
>> Gaengen nicht voll drauftrat, ging das mit den Originalwellen.
>
>
> In anderen Worten, Pfusch... Wenn er keine anderen Wellen bekommt,
> darf er eben keinen so starken Motor einbauen. Oder baust du
> deine Schaltungen so, dass man hier und da im Betrieb aufpassen
> muss weil sonst der magische Rauch austritt? Wie wuerdest du eine
> solche Schaltung nennen?
>

Dann sind also alle Formel 1 Rennwagen Pfusch? Auch bei denen kann man
im Handumdrehen durch Fahrverhalten, was im Strassenverkehr akzeptabel
waere, einen sechtstelligen Euro-Betrag in Sekunden in Wohlgefallen
aufgehen lassen.

Selbst beim ersten Kompressor-Mercedes war das so. Den durfte man nicht
laenger als ein paar Minuten bei voller Pulle in Bergrennen fahren,
sonst ging der Kruemmer von Rot- in Weissglut ueber.


>
>> Desgleichen mit Sandsack. Man konnte auch ohne fahren. Aber wenn man
>> an der Ampel man einen Porsche stehenlassen wollte...
>
>
> Auch das bleibt Pfusch aus offensichtlichen Gruenden.
>
> Gerrit
>

--
Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com

Joerg

unread,
Jun 7, 2007, 4:44:35 PM6/7/07
to
Hallo Gerrit,

Dann rede mal mit Michael Schuhmacher ueber dieses Thema...

Michael Eggert

unread,
Jun 7, 2007, 6:18:28 PM6/7/07
to
"MaWin" <m...@private.net> wrote:

Moin..

>Ziel muss eher sein, mit Sicherheit ans Ziel zu kommen, und dabei
>ist es mit noch unklar, warum sich nicht schon laengst Fahrbahnen
>mit integriertem Verkehrsleitsystem etablieren.

Gute Idee!

>Ein Kabel in die Fahrbahn, und alle Autos fahren wie auf
>Schienen hintereinander her

Nee, das muss doch auch irgendwie komplizierter gehen, so mit GPS und
Brücken vielleicht... Wer bildet mit mir eine Beratungskommission?

Gruß,
Michael.

Joerg

unread,
Jun 7, 2007, 6:35:05 PM6/7/07
to
Hallo Michael,

>
>>Ziel muss eher sein, mit Sicherheit ans Ziel zu kommen, und dabei
>>ist es mit noch unklar, warum sich nicht schon laengst Fahrbahnen
>>mit integriertem Verkehrsleitsystem etablieren.
>
>
> Gute Idee!
>
>
>>Ein Kabel in die Fahrbahn, und alle Autos fahren wie auf
>>Schienen hintereinander her
>

Und wenn eine runtergefallene Leiter auf der Strasse liegt, kracht der
erste da voll rein und alle anderen hinten drauf.

>
> Nee, das muss doch auch irgendwie komplizierter gehen, so mit GPS und
> Brücken vielleicht... Wer bildet mit mir eine Beratungskommission?
>

Geht nicht. Du hast zuviel technische Ahnung und vermutlich zuwenig
Vitamin B auf den oberen Verbands- und Parteiebenen. Auch die Staerke
des Sitzfleisches muesste vorher vermessen werden. Sonst koennte das
Aussitzen von Problemen in die Hose gehen.

Ralph A. Schmid, dk5ras

unread,
Jun 8, 2007, 12:35:56 AM6/8/07
to
Joerg <notthis...@removethispacbell.net> wrote:

>Und wenn eine runtergefallene Leiter auf der Strasse liegt, kracht der
>erste da voll rein und alle anderen hinten drauf.

Nö, da steht dann auf 100km der gesamte Verkehr, weil die
Störungserkennung zuschlägt. Bei der fahrerlosen U-Bahn, die in
Nürnberg bal in Betrieb gehen soll, sehe ich genau das kommen. Ein
Fahrer kann erkennen, "das ist nur die Bild am Sonntag, da kann ich
'drüberrumpeln" - die Lichtschranken und das Radar erkennen einfach
nur ein Hindernis, alles wird angehalten, und ein Mensch wird zum
Nachsehen geshcickt.

Henning Paul

unread,
Jun 8, 2007, 1:58:56 AM6/8/07
to
Bernd Stolle wrote:

> Ich betreibe derzeit Maschinen, bei denen explizit nicht schlagartig
> Vollgas gegeben werden darf, laut Bedienungsanleitung. Eine ähnliche
> Einschränkung halte ich speziell im Eigenbaubereich bei KFZ für
> durchaus legitim und sinnvoll.

"Brotbackautomat nur unter Aufsicht betreiben!" oder was? ;-)

Gruß
Henning

Dieter Wiedmann

unread,
Jun 8, 2007, 2:23:56 AM6/8/07
to
Henning Paul schrieb:

> "Brotbackautomat nur unter Aufsicht betreiben!" oder was? ;-)

Frühmorgens in die Backstube sitzen?


CNR, Dieter

Enrik Berkhan

unread,
Jun 8, 2007, 3:12:56 AM6/8/07
to
Henning Paul <henni...@gmx.de> wrote:
> "Brotbackautomat nur unter Aufsicht betreiben!" oder was? ;-)

Ja, genau. Steht direkt unter der Anleitung für die Zeitvorwahl "soll in
12h fertig sein". :)

Gruß,
Enrik

Klaus Butzmann

unread,
Jun 8, 2007, 9:05:24 AM6/8/07
to
Gerrit Heitsch schrieb:

> Gute Idee... Aber wehe, wenn da die Steuerung mal versagt.
> Ein Auto bekommt nunmal nicht die Wartungsintervalle eines
> Flugzeugs...

Au ja, D-Check für Autos alle 10.000 km, alles bis auf's Blech
zerlegen, inspizieren, reparieren und wieder zusammenbauen.
Und nach spätestens 500 Anlaßvorgängen muß ein neuer Motor rein
und alle Fahrwerksteile erneuert werden.
Den TÜV und die Autohersteller freut's bestimmt!

Dann werden alle Menschen glücklich und zufrieden - ommmmmmmmmmmm.


Butzo

Gerrit Heitsch

unread,
Jun 8, 2007, 11:57:20 AM6/8/07
to

Leider funktioniert das nicht wirklich. Man hoert sie erst wenn
sie genau neben einem sind, ein lauter Auspuff strahlt
den Schall primaer nach hinten ab und nicht nach vorne,
wo er fuer 'loud pipes save lives' gebraucht wuerde. Alles
andere ist reflektierter Schall und damit das funktioniert
muss man schon den Schalldaempfer ganz weglassen.

Abgesehen davon ist deine Ansicht, dass ein Motorrad laut zu
sein hat etwas ruecksichtslos... Den Anwohnern von
vielbefahrenen Strassen gegenueber.

Gerrit

Gerrit Heitsch

unread,
Jun 8, 2007, 12:02:10 PM6/8/07
to
Joerg wrote:
> Gerrit Heitsch wrote:

>> In anderen Worten, Pfusch... Wenn er keine anderen Wellen bekommt,
>> darf er eben keinen so starken Motor einbauen. Oder baust du
>> deine Schaltungen so, dass man hier und da im Betrieb aufpassen
>> muss weil sonst der magische Rauch austritt? Wie wuerdest du eine
>> solche Schaltung nennen?
>>
>
> Dann sind also alle Formel 1 Rennwagen Pfusch? Auch bei denen kann man
> im Handumdrehen durch Fahrverhalten, was im Strassenverkehr akzeptabel
> waere, einen sechtstelligen Euro-Betrag in Sekunden in Wohlgefallen
> aufgehen lassen.

Wieviele F1-Rennwagen siehst du so taeglich auf der Strasse neben
dir? Hanebuechen getuntes habe ich in CA hingegen oefter gesehen.

Mal ein anderes Beispiel... Was wuerdest du zu einem Netzteil
sagen das zwar 0-30V und 0-5A liefern kann, aber wo dann
klein draufsteht, dass man bei unter 10V doch bitte nur
2.5A ziehen darf (Strombegrenzung bitte von Hand einstellen)...
weil sonst die Leistungsstufe durchbrennen koennte da man ein
kleines Gehaeuse verwendet hat und damit der Kuehlkoerper nicht
gross genug ist.

> Selbst beim ersten Kompressor-Mercedes war das so. Den durfte man nicht
> laenger als ein paar Minuten bei voller Pulle in Bergrennen fahren,
> sonst ging der Kruemmer von Rot- in Weissglut ueber.

Aendert nichts an meiner Aussage...

Gerrit

Gerrit Heitsch

unread,
Jun 8, 2007, 12:03:01 PM6/8/07
to
Joerg wrote:

>> Zumindest gegen die Unbill im Pflichtenheft muss sie gesichert
>> sein, oder? Bei einem Auto gehoert dazu, dass ich im ersten
>> und 2. Gang Vollgas geben darf...
>>
>
> Dann rede mal mit Michael Schuhmacher ueber dieses Thema...

Der hat einen F1-Rennwagen mit TUeV und Nummernschild den
er auf oeffentlichen Strassen bewegen darf?

Gerrit

Gerrit Heitsch

unread,
Jun 8, 2007, 12:08:00 PM6/8/07
to
Klaus Butzmann wrote:
> Gerrit Heitsch schrieb:
>
>> Gute Idee... Aber wehe, wenn da die Steuerung mal versagt.
>> Ein Auto bekommt nunmal nicht die Wartungsintervalle eines
>> Flugzeugs...
> Au ja, D-Check für Autos alle 10.000 km, alles bis auf's Blech
> zerlegen, inspizieren, reparieren und wieder zusammenbauen.
> Und nach spätestens 500 Anlaßvorgängen muß ein neuer Motor rein
> und alle Fahrwerksteile erneuert werden.

Und jetzt wissen wir, warum drive-by-wire nur dort verwendet
werden kann, wo ein Ausfall bei 200 Km/h auf der Autobahn
nicht zwangslaeufig zum Crash fuehrt... und warum Steuerung
und Bremsen wahrscheinlich immer die mechanische Verbindung
behalten werden... Alternativ koennte man bei den Bremsen
auf Pressluft und Federspeicher umsteigen. :)

Gerrit


Joerg

unread,
Jun 8, 2007, 1:52:52 PM6/8/07
to
Hallo Gerrit,

Nein, aber er hat sicher schon die heissesten Oefen gefahren, die es bei
Euch mit Zulassung gibt. Dabei sind eine Reihe, bei denen man ganz
scharf aufpassen muss. Ein wenig zuviel Gas in der Kurve und es geht die
Schlucht runter. Ist nicht vor einigen Jahren sogar ein erfahrener
Rallye-Fahrer bei Euch in einem Audi TT toedlich verunglueckt?

Im Prinzip kannst Du jedes Auto durch Fehlbedienung gruendlich
kaputtmachen. Z.B. herunterschalten in den zweiten bei 100 Sachen. Das
gibt eine blau-weisse Wolke und >2000 Euro an Sachschaden.

Da der Bekannte in Washington State Ingenieur ist, haette z.B. auch eine
drehzahlabhaengige Gasbegrenzung fuer die ersten zwei Gaenge einbauen
koennen. Da aber nur er selbst oder sein Bruder mit dem Wagen fuhren,
war das nicht noetig. Hin und wieder kommt allerdings doch die
Versuchung, ob man es nicht noch in einer Zehntelsekunde weniger von
Null auf 100km/h schafft...

Joerg

unread,
Jun 8, 2007, 1:58:48 PM6/8/07
to
Hallo Gerrit,

>
>>> In anderen Worten, Pfusch... Wenn er keine anderen Wellen bekommt,
>>> darf er eben keinen so starken Motor einbauen. Oder baust du
>>> deine Schaltungen so, dass man hier und da im Betrieb aufpassen
>>> muss weil sonst der magische Rauch austritt? Wie wuerdest du eine
>>> solche Schaltung nennen?
>>>
>>
>> Dann sind also alle Formel 1 Rennwagen Pfusch? Auch bei denen kann man
>> im Handumdrehen durch Fahrverhalten, was im Strassenverkehr akzeptabel
>> waere, einen sechtstelligen Euro-Betrag in Sekunden in Wohlgefallen
>> aufgehen lassen.
>
>
> Wieviele F1-Rennwagen siehst du so taeglich auf der Strasse neben
> dir? Hanebuechen getuntes habe ich in CA hingegen oefter gesehen.
>

Letztens einen Lotus gesehen. Das Ding ging echt ab. Ich weiss nur
nicht, wie der Fahrer da reingepasst hat.


> Mal ein anderes Beispiel... Was wuerdest du zu einem Netzteil
> sagen das zwar 0-30V und 0-5A liefern kann, aber wo dann
> klein draufsteht, dass man bei unter 10V doch bitte nur
> 2.5A ziehen darf (Strombegrenzung bitte von Hand einstellen)...
> weil sonst die Leistungsstufe durchbrennen koennte da man ein
> kleines Gehaeuse verwendet hat und damit der Kuehlkoerper nicht
> gross genug ist.
>

Fuer den Eigenbedarf sehe ich damit kein Problem. Bei einem
kommerziellen gehoert ein thermischer Abregler hinein, wenn man schon so
knausern muss. Die SOA muss aber dann in jedem Fall eingehalten werden.

>
>
>> Selbst beim ersten Kompressor-Mercedes war das so. Den durfte man
>> nicht laenger als ein paar Minuten bei voller Pulle in Bergrennen
>> fahren, sonst ging der Kruemmer von Rot- in Weissglut ueber.
>
>
> Aendert nichts an meiner Aussage...
>

Verstehe ich zwar nicht, aber ok. Dieser Mercedes hatte m.W. nicht mal
eine Warnlampe, dass der Kruemmer nun langsam Weissglut erreicht, obwohl
das damals technisch moeglich gewesen waere. Er hatte aber eine
Strassenzulassung. Ich sehe da nicht viel Unterschied zu manchen
Tuning-Produkten hier.

Ralph A. Schmid, dk5ras

unread,
Jun 8, 2007, 2:29:20 PM6/8/07
to
Gerrit Heitsch <ger...@laosinh.s.bawue.de> wrote:

>Abgesehen davon ist deine Ansicht, dass ein Motorrad laut zu
>sein hat etwas ruecksichtslos... Den Anwohnern von
>vielbefahrenen Strassen gegenueber.

Man kann auch ein unter Last lautes Motorrad halbwegs leise fahren. Es
liegt an der Vernunft des Fahrers...

Joerg

unread,
Jun 8, 2007, 2:29:43 PM6/8/07
to
Hallo Bernd,

>>>>
>>>>>Er bekam keine anderen Wellen rein. Wenn man in den ersten zwei Gaengen
>>>>>nicht voll drauftrat, ging das mit den Originalwellen.
>>>>
>>>>In anderen Worten, Pfusch... Wenn er keine anderen Wellen bekommt,
>>>>darf er eben keinen so starken Motor einbauen.
>>>>
>>>>>>
>>>

>>>Du hast unbegrenzt Mittel zur Verfügung um Deine Schaltungen gegen alle
>>>denkbare Unbill abzusichern? Beneidenswert.
>>
>>Zumindest gegen die Unbill im Pflichtenheft muss sie gesichert
>>sein, oder? Bei einem Auto gehoert dazu, dass ich im ersten
>>und 2. Gang Vollgas geben darf...
>
>

> Ich betreibe derzeit Maschinen, bei denen explizit nicht schlagartig Vollgas
> gegeben werden darf, laut Bedienungsanleitung. Eine ähnliche Einschränkung
> halte ich speziell im Eigenbaubereich bei KFZ für durchaus legitim und
> sinnvoll.

> Sowas ist natürlich kein KFZ für jedermann, soll und kann es aber hier wohl
> auch nicht sein.
>

Ist sogar bei Holzspaltemaschinen so, die hier auch ganz normale Leute
wie wir benutzen. Es wird erwartet, dass man ein wenig "mit der Anlage
mitdenkt". Ansonsten steht man ruck zuck an der Theke des
Landmaschinenhaendlers und darf einige fette Scheinchen fuer eine neue
Hydraulikpumpe auf den Tisch blaettern.

MaWin

unread,
Jun 8, 2007, 2:45:06 PM6/8/07
to
"Gerrit Heitsch" <ger...@laosinh.s.bawue.de> schrieb im Newsbeitrag
news:f4but0$9v3$1...@news.bawue.net...

>
> Und jetzt wissen wir, warum drive-by-wire nur dort verwendet
> werden kann, wo ein Ausfall bei 200 Km/h auf der Autobahn
> nicht zwangslaeufig zum Crash fuehrt... und warum Steuerung
> und Bremsen wahrscheinlich immer die mechanische Verbindung
> behalten werden...

Vergiss Mechanik. Was ich schon an Ausfaellen durch Mechanik
erlebt habe, sagt nur: Es GIBT keine Sicherheitseinrichtungen
im Strassenverkaehr.

Da dreht der Motor schon mal Vollgas, wenn ein Teil bricht,
da kuppelt die Kupplung ein statt aus, Lenkung dreht frei
aber nicht die Raeder...

Es kann durch drive-by-wire nur besser
werden, wenigstens einfacher zu reparieren.

> Alternativ koennte man bei den Bremsen
> auf Pressluft und Federspeicher umsteigen. :)

Es wird bei drive-by-wire Autos eine mechanische Notbremse
geben.
Wenn man sie braucht, wird sie nicht funktionieren: Eingerostet.
--
Manfred Winterhoff, reply-to invalid, use mawin at gmx dot net
homepage: http://www.geocities.com/mwinterhoff/
de.sci.electronics FAQ: http://dse-faq.elektronik-kompendium.de/
Read 'Art of Electronics' Horowitz/Hill before you ask.
Lese 'Hohe Schule der Elektronik 1+2' bevor du fragst.


Georg Acher

unread,
Jun 8, 2007, 3:04:11 PM6/8/07
to
In article <f4c859$29n$3...@online.de>,
"MaWin" <m...@private.net> writes:

|> Es wird bei drive-by-wire Autos eine mechanische Notbremse
|> geben.
|> Wenn man sie braucht, wird sie nicht funktionieren: Eingerostet.

Dann muss es halt eine automatische Bremsprobe geben, wie bei neueren
Bahn-Triebwagen (zB. ET423) auch. Von der Eisenbahn könnte man sich sowieso
einiges bezüglich Sicherheit und Redundanz abschauen...

--
Georg Acher, ac...@in.tum.de
http://www.lrr.in.tum.de/~acher
"Oh no, not again !" The bowl of petunias

Joerg

unread,
Jun 8, 2007, 3:27:53 PM6/8/07
to
Hallo Georg,

>
> |> Es wird bei drive-by-wire Autos eine mechanische Notbremse
> |> geben.
> |> Wenn man sie braucht, wird sie nicht funktionieren: Eingerostet.
>
> Dann muss es halt eine automatische Bremsprobe geben, wie bei neueren
> Bahn-Triebwagen (zB. ET423) auch. Von der Eisenbahn könnte man sich sowieso
> einiges bezüglich Sicherheit und Redundanz abschauen...
>

Tun Autofahrer aber notorisch nicht. Viele testen nicht mal die
Ruecklampen, obwohl man sich dazu nur eine dekorative Spiegelkugel (bei
uns Gazing Ball) ins Beet setzen muss. Unsere wird von einem Steinfrosch
mit Krone gehalten. Nein, nicht von einem Gartenzwerg ;-)

Olaf Kaluza

unread,
Jun 8, 2007, 3:33:29 PM6/8/07
to
MaWin <m...@private.net> wrote:

>Da dreht der Motor schon mal Vollgas, wenn ein Teil bricht,
>da kuppelt die Kupplung ein statt aus, Lenkung dreht frei
>aber nicht die Raeder...

>Es kann durch drive-by-wire nur besser
>werden, wenigstens einfacher zu reparieren.


Das sehe ich aber anders. Es ist zwar richtig das Fehler in der
Mechanik gleich schlimm sind, aber sie sind halt auch sehr selten.
Fehler in der Elektrik eines Autos werden daher nicht so stark
wahrgenommen weil sie bisher fuer die Funktion unerheblich waren.

Einen Wackelkontakt am Schalter deiner elektrischen Scheibenheber
kannst du tolerieren bis du mal Zeit hast dich drum zu kuemmern. Ein
vergleichbarer Wackelkontakt an deiner Servolenkung ist nicht
tolerabel.
Also wird man dort wohl eine gewisse Redundanz einbauen muessen. Das
Problem ist nur wenn in deinem Auto eine rote Lampe angeht die dich
darauf hinweisst das etwas ernstes ausgefallen ist und du nun nur noch
fahren kannst weil ein System auf Redundanz ausgelegt ist, so werden
das viele Leute ignorieren. Schliesslich geht das Auto ja erstmal
genauso wie zuvor. Man wird sich dann also noch was einfallen lassen
muessen um die Leute dazu zu zwingen sich unmittelbar um Probleme zu
kuemmern. Das wird die Benutzung eines Autos nervig machen. Ich glaub
nicht das die Leute soetwas haben wollen.

>Es wird bei drive-by-wire Autos eine mechanische Notbremse
>geben.
>Wenn man sie braucht, wird sie nicht funktionieren: Eingerostet.

Diese Gefahr besteht durchaus. Ich kenn das z.B von den
Tuerschloessern eines Citroen XMs. Niemand hat die Tueren jemals mit
dem Schluessel aufgeschlossen weil er ja einen IR-Sender hat. Wenn er
aber dann nach ein paar Jahren mal eine leere Batterie hatte dann hat
er gestaunt weil sich die Schloesser nicht mehr oeffnen liessen. (1)

Aber natuerlich kann man das Problem bei sicherheitsrelevanten Teilen
dahingehend mildern das man sie beim TueV besonders streng
untersucht. Es fuehrt nur dazu das solche Autos nervig (aka teuer)
werden...

Olaf

(1) Das lag unter anderem daran das er eine Sollbruchstelle gegen
Diebstahl in seinem Schloss hatte die das sehr anfaellig gegen
Dreck macht.
Irgendwie Ironie das gerade ein Auto das nun ganz gewiss keiner
klauen will mit am besten gegen Diebstahl gesichert ist. Er hat
auch noch die mit Abstand beste und sichererste Wegfahrsperre die
ich bis jetzt bei Autos gesehen habe.

Joerg

unread,
Jun 8, 2007, 3:56:27 PM6/8/07
to
Hallo Olaf,


> >Da dreht der Motor schon mal Vollgas, wenn ein Teil bricht,
> >da kuppelt die Kupplung ein statt aus, Lenkung dreht frei
> >aber nicht die Raeder...
>
> >Es kann durch drive-by-wire nur besser
> >werden, wenigstens einfacher zu reparieren.
>
>
> Das sehe ich aber anders. Es ist zwar richtig das Fehler in der
> Mechanik gleich schlimm sind, aber sie sind halt auch sehr selten.
> Fehler in der Elektrik eines Autos werden daher nicht so stark
> wahrgenommen weil sie bisher fuer die Funktion unerheblich waren.
>
> Einen Wackelkontakt am Schalter deiner elektrischen Scheibenheber
> kannst du tolerieren bis du mal Zeit hast dich drum zu kuemmern. Ein
> vergleichbarer Wackelkontakt an deiner Servolenkung ist nicht
> tolerabel.
> Also wird man dort wohl eine gewisse Redundanz einbauen muessen. Das
> Problem ist nur wenn in deinem Auto eine rote Lampe angeht die dich
> darauf hinweisst das etwas ernstes ausgefallen ist und du nun nur noch
> fahren kannst weil ein System auf Redundanz ausgelegt ist, so werden
> das viele Leute ignorieren. Schliesslich geht das Auto ja erstmal
> genauso wie zuvor. Man wird sich dann also noch was einfallen lassen
> muessen um die Leute dazu zu zwingen sich unmittelbar um Probleme zu
> kuemmern. Das wird die Benutzung eines Autos nervig machen. Ich glaub
> nicht das die Leute soetwas haben wollen.
>

Elektronik geht meist auch sofort von voller Funktion in den
Totalausfall. Bei Mechanik eher selten. Obwohl auch das bei einem
Bekannten vorkam, volle Kamelle auf der Ueberholspur und das
Lenkradschloss machte "klick". Der wurde schneeweiss im Gesicht. Ich
auch, als ich mal auf der (sehr kurzen) A3 Abfahrt Wermelskirchen einen
Golf mit vier anderen drin abbremsen wollte und beinahe in Sirup trat.
Der Hauptbremszylinder war gebrochen. Da haette ich mir beinahe die
Hosen vollgemacht. Gut, dass das Handbremsseil stark genug war und der
Wagen keine Automatik hatte. Sonst haetten wir uns alle von einem
Brueckenpfeiler abkratzen lassen koennen.


> >Es wird bei drive-by-wire Autos eine mechanische Notbremse
> >geben.
> >Wenn man sie braucht, wird sie nicht funktionieren: Eingerostet.
>
> Diese Gefahr besteht durchaus. Ich kenn das z.B von den
> Tuerschloessern eines Citroen XMs. Niemand hat die Tueren jemals mit
> dem Schluessel aufgeschlossen weil er ja einen IR-Sender hat. Wenn er
> aber dann nach ein paar Jahren mal eine leere Batterie hatte dann hat
> er gestaunt weil sich die Schloesser nicht mehr oeffnen liessen. (1)
>
> Aber natuerlich kann man das Problem bei sicherheitsrelevanten Teilen
> dahingehend mildern das man sie beim TueV besonders streng
> untersucht. Es fuehrt nur dazu das solche Autos nervig (aka teuer)
> werden...
>
> Olaf
>
> (1) Das lag unter anderem daran das er eine Sollbruchstelle gegen
> Diebstahl in seinem Schloss hatte die das sehr anfaellig gegen
> Dreck macht.
> Irgendwie Ironie das gerade ein Auto das nun ganz gewiss keiner
> klauen will mit am besten gegen Diebstahl gesichert ist. Er hat
> auch noch die mit Abstand beste und sichererste Wegfahrsperre die
> ich bis jetzt bei Autos gesehen habe.


Vor knapp 20 Jahren hatte ein amerikanischer Kollege bei Europa-Trips
immer versucht, einen XM bei Vermietern zu finden. Er sagte, der sei wie
eine Rakete auf Luftkissen.

Ralph A. Schmid, dk5ras

unread,
Jun 9, 2007, 3:55:42 AM6/9/07
to
Joerg <notthis...@removethispacbell.net> wrote:

> Ich
>auch, als ich mal auf der (sehr kurzen) A3 Abfahrt Wermelskirchen einen
>Golf mit vier anderen drin abbremsen wollte und beinahe in Sirup trat.
>Der Hauptbremszylinder war gebrochen.

Mir hat es nach einer Vollbremsung (weil der Depp vor mir meinte, ohne
zu Blinken mal eben rechts ranfahren zu müssen) einen Radbremszylinder
(hinten) zerlegt. Dank dem Zweikreisbremssystem konnte ich noch (sehr
defensiv und vorausschauend, es ist irgendwie komisch, wenn es erst
kurz vor dem Bodenblech bremst :-) bis zur Werkstatt fahren.
Redundanz kann schon was für sich haben!

Ralph.

Dieter Wiedmann

unread,
Jun 9, 2007, 6:33:43 AM6/9/07
to
Joerg schrieb:

> Selbst beim ersten Kompressor-Mercedes war das so. Den durfte man nicht
> laenger als ein paar Minuten bei voller Pulle in Bergrennen fahren,
> sonst ging der Kruemmer von Rot- in Weissglut ueber.

So knapp 6000K? Ist wohl doch eine typische Übertreibung.


Gruß Dieter

Fritz Schoerghuber

unread,
Jun 9, 2007, 11:32:03 AM6/9/07
to

IBTD. 1982 hab' ich das am Motorpruefstand der TU-Wien
(Prof. Lenz) selbst gesehen. IIRC war das ein Aggregat
von BMW.

Die Abgasfuehrung vom Turboladergehaeuse bis zum
Zylinderkopf gluehte roetlich-weiss, das Gehaeuse des
Laders war kirsch- bis dunkelrot und die 'Auspuffrohre'
noch ca.1m danach als 'gluehend' erkennbar.

Laut Assistent, der den Versuch leitete war das ein
15min-Vollast-Test und "alles ganz normal".

War damals sehr beeindruckend...
--
have a nice day | Dummheit ist ansteckend,
| Verstand wächst sich kaum
fritz | zur Epidemie aus.
schoerghuber | (Kazimierz Bartoszewicz)

Joerg

unread,
Jun 9, 2007, 12:37:10 PM6/9/07
to
Hallo Ralph,

Zweikreis hatte der Golf auch. Aber das hat nach dem Zerlegen der
Hauptzylinders nichts genutzt. IIRC war er laengs durch beide Kammern
gerissen und hatte wahrscheinlich die letzten 100km "Pipi" gemacht.
O-Ton des Werkstattmeisters soll gewesen sein "joot, dat die Jongs noch
am laeve sing."

Gerrit Heitsch

unread,
Jun 9, 2007, 12:59:31 PM6/9/07
to
Joerg wrote:

> Da der Bekannte in Washington State Ingenieur ist, haette z.B. auch eine
> drehzahlabhaengige Gasbegrenzung fuer die ersten zwei Gaenge einbauen
> koennen. Da aber nur er selbst oder sein Bruder mit dem Wagen fuhren,
> war das nicht noetig. Hin und wieder kommt allerdings doch die
> Versuchung, ob man es nicht noch in einer Zehntelsekunde weniger von
> Null auf 100km/h schafft...

Und was kann da so passieren wenn es ihm die Antriebswelle abreisst?
Also ich moechte dann lieber nicht dahinter herfahren oder ihm
entgegenkommen...

Gerrit

Joerg

unread,
Jun 9, 2007, 1:12:50 PM6/9/07
to
Hallo Gerrit,

Eigentlich nichts grosses. Es sind wohl zwei kleine Wellen und die gehen
erstmal aus dem Lot, werden zum Korkenzieher aber bleiben dran. Der
groesste Schaden sind wohl ein paar Kraftausdruecke des Fahrers.

Ralph A. Schmid, dk5ras

unread,
Jun 10, 2007, 4:07:10 AM6/10/07
to
Joerg <notthis...@removethispacbell.net> wrote:

>Zweikreis hatte der Golf auch. Aber das hat nach dem Zerlegen der
>Hauptzylinders nichts genutzt.

Vollkommen klar, da ist Schluß mit Bremsen :(

Message has been deleted

Michael Schwingen

unread,
Jun 10, 2007, 7:23:31 AM6/10/07
to
In article <f46upl$809$01$4...@news.t-online.com>,
Horst-D.Winzler <horst.d.no...@web.de> wrote:
>
>Nur haben wir diese Erscheinung hier in Dl. Es bleibt also nicht aus,
>dann eben mal nachzufragen, was eigentlich gemeint sei.
>Das sollte eigentlich nicht sein.
>
>Allerdings scheint unsere Politikerelite aber auch unsere
>Wirtschaftselite im Gegensatz zu amerikanischen Politikern hier diesen
>Neusprech zu mögen.

Passend dazu: "Denglisch"
http://www.youtube.com/watch?v=UHZLbZpzms4

cu
Michael
--
Some people have no respect of age unless it is bottled.

Henning Paul

unread,
Jun 10, 2007, 8:02:56 AM6/10/07
to
Michael Schwingen schrieb:

> Passend dazu: "Denglisch"
> http://www.youtube.com/watch?v=UHZLbZpzms4

Die hatte ich letztes Jahr sogar live gesehen.

Gruß
Henning
--
henning paul home: http://home.arcor.de/henning.paul
PM: henni...@gmx.de , ICQ: 111044613

Michael Schwingen

unread,
Jun 10, 2007, 8:10:00 AM6/10/07
to
In article <5v0h63pvbnajf8roj...@4ax.com>,
Michael Eggert <m.eg...@web.de> wrote:
>
>Nee, das muss doch auch irgendwie komplizierter gehen, so mit GPS und
>Brücken vielleicht... Wer bildet mit mir eine Beratungskommission?

Irgendwie muß da aber noch zwingend eine Mobilfunkanbindung mit rein, sonst
kann das ja nichts geben!

Maximilian Gauger

unread,
Jun 14, 2007, 5:07:31 PM6/14/07
to
MaWin schrieb:

> Achso ja, die Automobilkonzerne baruchen ja noch hundert Jahre,
> bis sie endlich drive by wire koennen, bisher redet man nicht
> von Lenkung, nicht von Gas und Bremse, sondern hat es seit 100
> Jahren noch nicht mal geschafft, die elendig sinnlosee Arbeit des
> Gangwechsel standardmaessig zu automatisieren, sondern man moechte
> dafuer extra Kohle sehen.

Wie meinen?

Gas geht schon lange by wire (von einigen Exoten abgesehen ist der
Seilzug zur Drosselklappe bei Neuwagen längst ausgestorben). Und warum
stört es Dich, dass man Dir anbietet, Dein Auto ein bisschen billiger zu
bekommen, wenn Du selbst schaltest?

Brake by wire und steer by wire sind _technisch_ kein Problem mehr. Nur
will es halt keiner kaufen. Wozu auch?

Leicht verwundert grüßt

Max

heinzliebhart

unread,
Jun 15, 2007, 5:54:40 AM6/15/07
to
On Thu, 14 Jun 2007 23:07:31 +0200, Maximilian Gauger
<mga...@gmx.net> wrote:

>> Achso ja, die Automobilkonzerne baruchen ja noch hundert Jahre,
>> bis sie endlich drive by wire koennen, bisher redet man nicht
>> von Lenkung, nicht von Gas und Bremse, sondern hat es seit 100
>> Jahren noch nicht mal geschafft, die elendig sinnlosee Arbeit des
>> Gangwechsel standardmaessig zu automatisieren, sondern man moechte
>> dafuer extra Kohle sehen.

Weil es immer noch Sprit kostet (ausser vielleicht beim DSG)? Weil
Leute lieber schalten?

Bei einem USA-Besuch war der Autovermieter ganz kleinlaut, weil er das
reservierte Auto nicht da hatte. Stattdessen gab's einen
besseren/schöneren/grösseren mit stick shift. Mich hat's gefreut.

>Gas geht schon lange by wire (von einigen Exoten abgesehen ist der
>Seilzug zur Drosselklappe bei Neuwagen längst ausgestorben). Und warum

Sonst wärs auch nix mit ESP&Co.

>Brake by wire und steer by wire sind _technisch_ kein Problem mehr. Nur
>will es halt keiner kaufen. Wozu auch?

Ganz im Gegenteil. Ich bin schon froh dass da bei der Bremse und
Lenkung gute alte Mechanik dahinter steht. Ich stell mir gerade vor
bergab, Spitzkehre kommt auf mich zu, 0.8sec bis anbremsen und
einlenken - und der Steuerrechner meint, ihm gehts g'rad nicht so gut
:-o
Von den Problemen einer taktilen Rückmeldung mal ganz abgesehen.
Kosten-Nutzen-Rechnung: Schwer defizitär.

Heinz (der Automatik fährt)

It is loading more messages.
0 new messages