Hallo Olaf,
Du schriebst am Thu, 7 Nov 2013 20:50:40 +0100:
> Da ich ja auch mal an den modernen Segnungen der Zivilisation teil
> haben wollte habe ich mir eine LED-Lampe gekauft. Und da von
> vornerrein klar war das 90% der Produkte Lug und Betrug sind, dachte
> ich mir, kauf mal was teures damit es gut ist....
Ja, Designer-Lampe - da macht das lichterzeugende Element ja fast nix beim
Preis aus.
> Gibt es hier jemanden der ein Zimmer wirklich mit einer LED-Lampe
> beleuchtet und damit zufrieden ist? Irgendwie sind die Lumen eine Led
> was anderes als die einer Gluehbirner.
Doch, kann ich eigentlich so sagen. Allerdings keine LED-Lampen von
den "großen" Markenherstellern, und keine Designer-Zumutungen.
Zum einen hab' ich ein paar Baumarkt-Billig-Lampen zm Einschrauben in
E-Sockel in Betrieb, die im Treppenhaus und in Nebenräumen sowie hier an
meinem Computer das Licht liefern (und zwar keine Lagerfeuerstimmung wie
die "beliebten" [von der Industrie aufgrund der billigeren Herstellung in
den Markt gedrückten] "warmweissen" 2222K-Dinger, sondern richtige sog.
"Kaltweisse" Tageslicht-LED, ca. 5KK oder höher Farbtemperatur). Die haben
jeweils nur relativ kleine Leistung, so 2...3W, und sind dementsprechend
nur "Verkehrs"- bzw. Punktbeleuchtung.
Zum anderen hab' ich vor einiger Zeit mal ein paar solcher Lampen (leider
nur in "Warmweiß" erhältlich) zum Ausprobieren von Conrad bestellt - 8W und
10W-Typen (wie bei Leuchtstofflampen Leistungsangaben _ohne_ Vorschaltgerät
bzw. Elektronik!). Die tun jetzt in der Küche und im Wohnzimmer Dienst und
reichen genauso gut aus wie die vorher dort installierten Glühlampen
deutlich höherer Leistung bzw., in der Küche "Energiespar"-Lampen mit
ebenfalls noch höherer Leistung (11W gegen jetzt 8W, recht kleiner Raum).
Kosteten dort etwa die Hälfte gegenüber den Baumarkt-Preisen für ähnliche
Teile. (Was einiges über die Geschäftsverhältnisse der Baumärkte und der
dort vertriebenen Marken sagt.)
> Oh..und das Teil soll 20Jahre halten, naja ich weiss ja wie man
> Schaltnetzteile repariert....
Vergiss reparieren - bei den einfacheren Teilen sind allenfalls ein paar
Kondensatoren und Dioden verbaut, und wenn da was kaputtgeht, ist die LED
mit als erstes dran. Und daß Du das Ding so auseinander- und nachher wieder
zusammenbekommst, daß es dann wieder benutzbar ist, ist auch eher nicht
anzunehmen.
Die besseren LED-Lampen haben dann zwar wohl ein IC für die Stromversorgung,
aber ob Du _das_ dann findest - sogar wenn es das offiziell geben sollte -
"steht in den Sternen". Außerdem gilt wohl auch bei denen, daß bei einem
Defekt die LED mit als erstes draufgeht - die Dinger haben eher keinen
Schutz, es sind Abwärtsregler, und wenn der Schalttransistor durchlegiert,
liegt die LED voll im (Kurzschluß-) Stromweg.
> BTW: Wieso gibt es eigentlich keine Lampen mit Xenonbrenner wie im
> Auto? Da muesste man mit 35W eigentlich eine ausreichende Helligkeit
> erzielen koennen.
Sicher, solche Lampen gibt es ja auch für kommerzielle Anwendungen.
Benutzung halt: abends ein - morgens (oder zu Geschäftsschluß) wieder aus.
Nächstes Einschalten erst wieder nächsten Abend.
Die private Nutzung: Raum betreten ein - Raum verlassen aus, und das
relativ häufig und kurz hintereinander würden Dir solche Lampen mit einer
Lebensdauerverkürzung um 90% und mehr "danken" - und vor einer Abkühlzeit
im Minutenbereich geht mit Wiedereinschalten sowieso nichts.
D.h. einfach gesagt: für Privatnutzung unpraktikabel.