> Hallo ich habe eine Heizung 2000W (kein kleier ofen) zu regeln, so um
> die 300 grad C herum soll er haben. Vielleicht einstellbar 1500-300
> grad C. Nimmt man dafür eine Phasenanschnittsteuerung oder einfach
Rein rechtlich darf man so grosse Leistungen nicht mehr mit
Phasenanschnitt steuern. Interessiert beim Staubsauger aber
auch kein Schwein - oder sollten dessen '2200W' gelogen sein,
oder hat ein Saugerhersteller den Minister bestochen?
> eine simple Regelung per Relais/SolidState Realis? Die Temperatur muß
> nur in einfachen Grenzen gehalten werden so 5-10 k Differenz. Als
> Messfühler wird ein PT100 oder PT1000 eingesetzt mit einem MeagaAVR.
> Der Lastteil ist noch offen. Entweder Triac und OptoTriac oder soldi
> Sate Relais dachte ich mir so.
Da es eine ohmschle Last ist, wuerde ich bei elektronischem Schalter
bleiben, aber eine Vollwellensteuerung (0..10 von 10 50Hz Vollwellen
durchlassen) bauen.
Ein Schalter, der die Heizwendel abklemmt, ist dann aber sinnvoll,
schliesslich ist auch ein ausgeschalteter TRIAC nicht netzgetrennt.
--
Manfred Winterhoff, reply-to invalid, use mawin at gmx dot net
homepage: http://www.geocities.com/mwinterhoff/
de.sci.electronics FAQ: http://dse-faq.elektronik-kompendium.de/
Read 'Art of Electronics' Horowitz/Hill before you ask.
Lese 'Hohe Schule der Elektronik 1+2' bevor du fragst.
Das hängt von der Größe deines Ofens bzw. der Temperaturkapazität und
damit von der Geschwindigkeit ab, mit die Temperatur bei eingeschalteter
Heizung steigt bzw. bei abgeschalteter Heizung fällt. Angenommen, die
Temperatur ändert sich um 1 Kelvin / sec., würde ein einfacher
Zweipunktregler ausreichen. Sind es 10 Kelvin/sec., muss man wohl einen
quasi-analogen Regler mit Phasenanschnittsteuerung realisieren.
Gruß
Stefan
Ralph....@gmx.de schrieb:
> Hallo ich habe eine Heizung 2000W (kein kleier ofen) zu regeln, so um
> die 300 grad C herum soll er haben. Vielleicht einstellbar 1500-300
> grad C. Nimmt man dafür eine Phasenanschnittsteuerung oder einfach
> eine simple Regelung per Relais/SolidState Realis? Die Temperatur muß
> nur in einfachen Grenzen gehalten werden so 5-10 k Differenz. Als
> Messfühler wird ein PT100 oder PT1000 eingesetzt mit einem MeagaAVR.
Hallo,
wenn die Zeitkonstante des Ofens genügend gross ist kann man im
Vollwellenbetrieb regeln, geschaltet wird immer nur im Nulldurchgang
mindestens für eine ganze Periode. Wenn es wegen kleinerer Zeitkonstante
mit Vollwellen nicht geht, dann mit Phasenanschnitt.
Bye
Ist ja interessant - bis wieviel Watt darf man das offiziell tun?
Und mich würde interessieren, warum das bei 2KW nicht mehr
sein soll -> Müll, denn ich auf dem Stromnetz erzeuge (Spitzen
etc.)?
Danke wie immer im Voraus,
Gruß Thomas
> Ist ja interessant - bis wieviel Watt darf man das offiziell tun?
TAB2000, 10.2.7(4).
> Und mich würde interessieren, warum das bei 2KW nicht mehr
> sein soll -> Müll, denn ich auf dem Stromnetz erzeuge (Spitzen
> etc.)?
Oberwellen, können lokal zur Neutralleiterüberlastung führen, und
der Generator im E-Werk kann übel ins Schwingen kommen.
Gruß Dieter
Ich habe mal gelesen, daß weniger Wicklungen mit weniger Querschnitt
dieses Problem elegant lösten. Die Watt bleiben die Gleichen, nur der
Anteil an Wirkleistung steigt ;-)
Falk
Da Heizen meist langsam geht , nimmt man da,
wie schon gesagt, Vollwellensteuerung. Am
zweckmässigsten nimmt man dann für die Leistungs-
seite Solid State Relais mit Nullspannungsschalter.
> Die Temperatur muß
> nur in einfachen Grenzen gehalten werden so 5-10 k Differenz.
5000...10000 Grad Differenz? :-)
Gruss
Harald
Hatte mich auch oft gewundert und ich kann mich des Eindrucks nicht
erwehren, dass da eine grosse Lobby zugange ist.
Ich habe beruflich auch mit Motorsteuerung zu tun und da sagen mir
Kunden, dass man selbst bei einigen hundert Watt mit Power Factor und
Standby Verbrauch knausern muss. Wegen der Gesetzgebung.
--
Gruesse, Joerg
http://www.analogconsultants.com/
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>> die 300 grad C herum soll er haben. Vielleicht einstellbar 1500-300
>> grad C.
Nur mal so interessehalber was ist das fuer ein Ofen der 1500Grad
macht? Bis 1000kann ja jeder, bis 1200 einige, darueber nur wenige...
>> Die Temperatur muß
>> nur in einfachen Grenzen gehalten werden so 5-10 k Differenz.
>5000...10000 Grad Differenz? :-)
Ich koennte mir auch vorstellen das die Regelung fuer einen Ofen der
1500Grad kann, auf nur 300Grad auch etwas sportlicher ist als ueblich.
Olaf
Neudeutsch "...obliegt es dem Betreiber, ein Verhuetungsmittel zu
benutzen ..." ?
--
SCNR, Joerg
Danke für eurer tips.Ich dachte die Differenztemeratur wird in Kelvin
angegeben, also 5-10 k sollte heißen k -> K. +-10 Grad Differenz ist
O.K. Dann hat der Tippfehlerteufel zugeschlagen 150-300 Grad Celsius
solte der Temperaturbereich sein, nicht 1500. Ich werde die
vorgeschlagene Steuerung mit abschneiden von Halbwellen und
Nulldurchgangserkennung bauen. Wie berechnet man eigentlich die
Stromfestigkeit des Triacs? Einfach 2000W durch 240V? Da reicht mein
Triac den ich noch herumliegen habe mit 8A leider nicht mehr.
> Ich werde die
> vorgeschlagene Steuerung mit abschneiden von Halbwellen und
> Nulldurchgangserkennung bauen.
Mh...
> Wie berechnet man eigentlich die
> Stromfestigkeit des Triacs? Einfach 2000W durch 240V?
Du bist Dir über die elementaren Dinge unsicher und willst an Netzspannung?
Vielleicht täuscht mein Einduck, aber vielleicht möchtest Du vor dem
Löten noch etwas mehr lesen?
Falk
Gruß,
Michael Karcher
> Gips den Schrieb eigentlich auch auf Deutsch dieses
> Jahrtausends? "...obliegt es dem Betreiber, Massnahmen
> zur Verhütung zu treffen..." oder so ähnlich, klingt
> schon, äh, veraltet.
Ganz im Gegenteil, der Prozentsatz von Schreiben im
Nominativstil steigt bei mir seit Jahren.
Immer mehr Vorschriften und "Beamtenläden" mit Juristen und BWLern.
Statt "dat xxx dingens muß ausgeschaltet sein" dann
"Eine Ausschaltung des XXX ist auch Gründen der Sicherheit sowie
zur Einhaltung der berufsgenossenschaftlichen Vorgaben zwingend
erforderlich und betreiberseitig jederzeit von den entsprechenden
Anlagenverantwortlichen sicherzustellen.
Dieser Vorgang ist aus Transparenzgründen im Formular 0815 schriftlich
festzuhalten."
Butzo :-(
*Uwe Hercksen* wrote on Mon, 08-06-09 13:55:
>kann man im Vollwellenbetrieb regeln,
Damit handelt man sich aber vermutlich ein sehr deutlich wahrnehmbares
Flackern des Lichtes ein. Meinen Wasserkocher sehe ich sehr deutlich,
das Einschalten der Nachtspeicher bei den Nachbarn auch. Einmal an und
einmal aus ist kein Problem, aber das den ganzen Tag lang mit 1 bis 10
Hz kann sehr stören.
Wie z.B. auch der Lötfön hier. Das Licht der Schreibtischröhre flimmert
merklich (nervend), wenn der an ist und nicht auf 100% steht. Muss auch
so eine Paketsteuerung eingebaut haben.
Was verwendet denn man heute, wenn man weder Paketsteuerung noch
Phasenanschnitt verwenden darf?
M.
Gruß,
Michael Karcher
Was fehlt Dir? Falsch verwendete Anglizismen?
>TAB2000, 10.2.7(4).
Ab dem 1. Januar 2008 gelten die TAB 2007, hat sich aber wohl nicht
viel geändert.
Gruß Willi
>Rein rechtlich darf man so grosse Leistungen nicht mehr mit
>Phasenanschnitt steuern. Interessiert beim Staubsauger aber
>auch kein Schwein - oder sollten dessen '2200W' gelogen sein,
>oder hat ein Saugerhersteller den Minister bestochen?
Vielleicht machst Du die erst mal kundig, bevor Du hier
rumstammtischt.
TAB 2007 10.2.7:
(3) Bei Anwendung der symmetrischen Anschnittsteuerung ist die
Anschlussleistung von Glühlampen auf 1,7 kW je Außenleiter, die
von Entladungslampen mit induktivem Vorschaltgerät sowie die von
Motoren auf 3,4 kVA je Außenleiter begrenzt.
(4) Bei Wärmegeräten darf die unsymmetrische Gleichrichtung bis zu
einer maximalen Anschlussleistung von 100 W und die symmetrische
Anschnittsteuerung bis zu einer maximalen Anschlussleistung von 200 W
angewandt werden. Bei Wärmegeräten sind außerdem Anschnittsteuerungen
erlaubt, die nur beim Einschalten wirksam sind, um die Einschaltströme
in ihrer Höhe zu begrenzen.
Gruß Willi