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Radiosender

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Hans-Juergen Schneider

unread,
Jan 5, 2023, 6:01:32 AM1/5/23
to
Hallo Leute,

es gibt ja mittlerweile diese FM-Transmitter in großer Vielfalt.
Wieß hier zufällig jemand, ob es vergleichbares für Mittelwelle
gibt?

MfG
hjs

Leo Baumann

unread,
Jan 5, 2023, 6:31:29 AM1/5/23
to
Google 'mal nach AM-Transmitter.

Grüße

Arno Welzel

unread,
Jan 5, 2023, 11:33:53 AM1/5/23
to
Hans-Juergen Schneider, 2023-01-05 12:01:

> es gibt ja mittlerweile diese FM-Transmitter in großer Vielfalt.
> Wieß hier zufällig jemand, ob es vergleichbares für Mittelwelle
> gibt?

Was meinst Du mit "FM-Transmitter" genau? Wenn Du damit die Dinger
meinst, die man in Autos benutzen kann, um externe Audio-Quellen ohne
entsprechenden Eingang zu übertragen - nein, sehr unwahrscheinlich. FM
über UKW funktioniert für diesen Zweck ja gut, wozu sollte man da
Mittelwelle nehmen?

--
Arno Welzel
https://arnowelzel.de

Hans-Juergen Schneider

unread,
Jan 5, 2023, 12:15:58 PM1/5/23
to
Man landet da immer bei FM.
Nicht nur bei Google, sondern auch bei diversen Händlern.

MfG
hjs

Hans-Juergen Schneider

unread,
Jan 5, 2023, 12:20:25 PM1/5/23
to
Arno Welzel wrote:
>
> Hans-Juergen Schneider, 2023-01-05 12:01:
>
> > es gibt ja mittlerweile diese FM-Transmitter in großer Vielfalt.
> > Wieß hier zufällig jemand, ob es vergleichbares für Mittelwelle
> > gibt?
>
> wozu sollte man da Mittelwelle nehmen?

Für ein Mittelwellenradio.
Und in Ermangelung von Ortssendern.

MfG
hjs

Leo Baumann

unread,
Jan 5, 2023, 12:25:16 PM1/5/23
to

Dieter Heidorn

unread,
Jan 5, 2023, 12:33:06 PM1/5/23
to
Hans-Juergen Schneider schrieb:
Vielleicht ist dir dieses nützlich:

https://www.elektronik-labor.de/Lernpakete/Kalender12/AMmodulator.html

Dieter Heidorn

Hans-Juergen Schneider

unread,
Jan 5, 2023, 3:03:47 PM1/5/23
to
Erschreckendes Spektrum. Ich würde es gern etwas ruhiger angehen.

MfG
hjs

Hans-Juergen Schneider

unread,
Jan 5, 2023, 3:08:03 PM1/5/23
to
Leo Baumann wrote:
> Am 05.01.2023 um 18:15 schrieb Hans-Juergen Schneider:
> > Leo Baumann wrote:
> >> Am 05.01.2023 um 12:01 schrieb Hans-Juergen Schneider:
> >>> Hallo Leute,
> >>>
> >>> es gibt ja mittlerweile diese FM-Transmitter in großer Vielfalt.
> >>> Wieß hier zufällig jemand, ob es vergleichbares für Mittelwelle
> >>> gibt?
> >>
> >> Google 'mal nach AM-Transmitter.
> >
> > Man landet da immer bei FM.
> > Nicht nur bei Google, sondern auch bei diversen Händlern.
>
> https://www.ebay.at/itm/165848562276

Da werde ich wahrscheinlich mal selber was bauen.

MfG
hjs

Leo Baumann

unread,
Jan 5, 2023, 3:15:56 PM1/5/23
to
Am 05.01.2023 um 21:08 schrieb Hans-Juergen Schneider:
>> https://www.ebay.at/itm/165848562276
> Da werde ich wahrscheinlich mal selber was bauen.

Das wird wohl teurer werden ...

:)

Frank Müller

unread,
Jan 5, 2023, 4:01:49 PM1/5/23
to
"Hans-Juergen Schneider" schrieb:
>>>> Am 05.01.2023 um 12:01 schrieb Hans-Juergen Schneider:

>>>>> es gibt ja mittlerweile diese FM-Transmitter in großer Vielfalt.
>>>>> Wieß hier zufällig jemand, ob es vergleichbares für Mittelwelle
>>>>> gibt?

> Da werde ich wahrscheinlich mal selber was bauen.

Da reicht ein Transistor:
http://www.jogis-roehrenbude.de/Bastelschule/MW-Sender.htm

Frank

Newdo

unread,
Jan 5, 2023, 6:00:43 PM1/5/23
to
Zur Info:

"Website blockiert aufgrund von trojan

Website blockiert: www.elektronik-labor.de
Malwarebytes Browser Guard hat diese Website blockiert, weil sie
möglicherweise malware-Aktivitäten enthält.
Wir raten Ihnen dringend davon ab fortzufahren."

Wer weiss, vielleicht ist er zu zimperlich, aber besser falscher Alarm
als keiner......

Gruss Udo

Leo Baumann

unread,
Jan 5, 2023, 6:40:18 PM1/5/23
to
Am 06.01.2023 um 00:00 schrieb Newdo:
> Wer weiss, vielleicht ist er zu zimperlich, aber besser falscher Alarm
> als keiner......

Er ist zu zimperlich...

:)

Arno Welzel

unread,
Jan 5, 2023, 8:03:24 PM1/5/23
to
Hans-Juergen Schneider, 2023-01-05 18:15:
<https://www.ebay.de/itm/174194447909>

Arno Welzel

unread,
Jan 5, 2023, 8:16:14 PM1/5/23
to
Newdo, 2023-01-06 00:00:

> Zur Info:
>
> "Website blockiert aufgrund von trojan
>
> Website blockiert: www.elektronik-labor.de
> Malwarebytes Browser Guard hat diese Website blockiert, weil sie
> möglicherweise malware-Aktivitäten enthält.
> Wir raten Ihnen dringend davon ab fortzufahren."
>
> Wer weiss, vielleicht ist er zu zimperlich, aber besser falscher Alarm
> als keiner......

Wer meldet das denn?

Hier wird jedenfalls nichts bemängelt:

<https://sitecheck.sucuri.net/results/www.elektronik-labor.de>

<https://scanner.pcrisk.com/detailed_report/www.elektronik-labor.de#details>

Und in Anbetracht, dass es da auch ein Impressum gibt
(<http://www.elektronik-labor.de/Impressum.htm>), würde ich das als
falschen Alarm einstufen.

Hans-Juergen Schneider

unread,
Jan 6, 2023, 2:53:39 AM1/6/23
to
Ja. Genau das will ich machen.
Doch selber bauen: Der Arbeitspunkt muss stabilisiert werden,
damit die Frequenz in einem gewissen Betriebsspannungsbereich
nahezu konstant bleibt. Die Ankopplung der Antenne direkt am
Oszillator gefällt mir auch nicht. Eine Trennstufe muss her.
Dort wird dann auch moduliert. Und das Ganze in SMD.

MfG
hjs

Frank Müller

unread,
Jan 6, 2023, 4:07:30 AM1/6/23
to
"Hans-Juergen Schneider" schrieb:
> Frank Müller wrote:
>> "Hans-Juergen Schneider" schrieb:

>>> Da werde ich wahrscheinlich mal selber was bauen.
>>
>> Da reicht ein Transistor:
>> http://www.jogis-roehrenbude.de/Bastelschule/MW-Sender.htm

> Ja. Genau das will ich machen.
> Doch selber bauen: Der Arbeitspunkt muss stabilisiert werden,
> damit die Frequenz in einem gewissen Betriebsspannungsbereich
> nahezu konstant bleibt. Die Ankopplung der Antenne direkt am
> Oszillator gefällt mir auch nicht. Eine Trennstufe muss her.
> Dort wird dann auch moduliert. Und das Ganze in SMD.

Wenn dir die Frequenzstabilität so wichtig ist dann
ist diese Lösung mit Quarz vielleicht was:
https://www.b-kainka.de/bastel73.htm

Frank

Jürgen Hüser

unread,
Jan 6, 2023, 7:18:45 AM1/6/23
to
Hallo!

Am 05.01.2023 um 12:01 schrieb Hans-Juergen Schneider:
> es gibt ja mittlerweile diese FM-Transmitter in großer Vielfalt.
> Wieß hier zufällig jemand, ob es vergleichbares für Mittelwelle
> gibt?

FM-Transmitter zur Anwendung in Fahrzeugen, aber für Mittelwelle?
Natürlich gibt es sowas nicht.
Im Funkbereich ist alles streng reguliert, was der erste Punkt ist.
Für diese FM-Transmitter gibt es entsprechende Regulierungen, in
Deutschland beispielsweise diese hier:
https://www.bundesnetzagentur.de/SharedDocs/Downloads/DE/Sachgebiete/Telekommunikation/Unternehmen_Institutionen/Frequenzen/Allgemeinzuteilungen/SonstigeFunkanwendungen/21_2017_Audio_%20Anwendungen.pdf?__blob=publicationFile&v=6

Dort sieht man schon die Schwäche bei den FM-Transmittern:
Sie dürfen eine ERP vom maximal 50nW erzielen, was verflixt wenig ist.
Mutmaßlich bleiben die Hersteller solcher Geräte sogar noch da drunter.

Hatte schon einige dieser FM-Transmitter im Auto, aber die rauscharme
Koppelung mit dem Autoradio gelang nie ohne außergewöhnliche Bastelaktionen.

Für eine vergleichbare Lösung auf Mittelwelle gibt es bislang keine
Regulierung, was einem Verbot gleichkommt. Genau genommen wäre der
Betrieb eine Ordnungswidrigkeit.

Technologisch mach Mittelwelle auch kein Sinn:
Die rauscharme Einspeisung in ein Autoradio über Mittelwelle ist
aufgrund der niedrigen Frequenz noch deutlich komplexer als bei UKW.
Zumal Autoradios für MW ja keine Ferritantenne nutzen, sondern die
brutal und schlampigst angematchte UKW-Aussenantenne.

Und zum guten Schluss gäbe es dafür auch kein Markt.
Denn die Konsumenten welche ihre MP3's von der Streichelmatte ins
Autoradio stremen wollen, wollen das natürlich mit HiFi-Qualität,
Dynamik und freilich in Stereo.
Alles Ansprüche die Mittelwelle nicht bieten kann.

Will man hingegen ein AM-Sender weil man zuhause eine Sammlung
historischer Mittelwellenradios hat, denen man wieder Leben einhauchen
will, kann man nur was basteln.
Statt aber frei schwingende LC- oder RC-Oszillatoren wie hier von
einigen genannt, würde ich da eher was professionelleres anstreben.
Entweder in modern: DDS mit AM-Modulator,
oder in alter Machart der vergangenen Jahrzehnte:

PLL mit CMOS-Logik und 4046 oder 4059 mit quarzstabil rastbaren
Kanalfrequenzen, AM-Modulator mit NE602 oder NJM1496.

Aber auch bei solchen stationären Anwendungen hat man das Problem in
handlicher Größe eine Antenne zu basteln, welche eine nennenswerte
Feldstärke bei 1,5MHz produziert.

Jürgen

Frank Müller

unread,
Jan 6, 2023, 8:08:34 AM1/6/23
to
"Jürgen Hüser" schrieb:

> Und zum guten Schluss gäbe es dafür auch kein Markt.

Es gibt Leute die alte Radios sammeln, und die wollen
die natürlich auch mal laufen lassen.
Mit so einen alten VE301 kann man aber kein UKW
empfangen und Mittelwellensender sind heute nahezu
alle abgeschaltet...

Frank

Marco

unread,
Jan 6, 2023, 9:13:19 AM1/6/23
to
Es gibt Autoradios, ohne UKW-Teil, aber mit MW, z.B. älterer Kram aus
der Vor-UKW-Zeit oder Geräte aus dem Ostblock, wo es OIRT mit anderen
Frequenzen gab bzw. bei Geräten, wo aus welchen Gründen auch immer,
kein UKW verbaut wurde.

Sucht man bei eBay nach "Sender Mittelwelle" findet man sowas auch für
MW und sogar KW.

--
Gruß
Marco
PS: aioe ist bei mir in de.* gesperrt, weil von da sehr viel Müll
kommt.

Jürgen Hüser

unread,
Jan 6, 2023, 11:10:58 AM1/6/23
to
Hallo!
Das ist aber kein Markt wo billige Massenware abgesetzt werden kann.
Da es solche Anwendungen aber eben gibt, habe ich den unteren Teil
meiner Anwort getippt, welchen zu gekürzt hast:

Wer sowas unbedingt haben will, kommt um Selbstbau kaum rum.
Wenn aber, halte ich die hier bereits vorgeschlagenen Sachen mit frei
schwingenden LC- oder RC-Oszillatoren aber für nicht angemessen.

Ich würde für sowas einen günstigen DDS nehmen und ein AM-Modulator dran
setzen.
Oder wer möchte kann mit dem CD4059BP oder auch mit CMOS-Teilern und
einem CD4046 quarzstabile PLL bauen welche die exakten Kanalraster
(9kHz) einhalten.

Es wäre einfach solche Schaltungen so an einem historischen Radio zu
koppeln, das seine Antenne das Signal einfängt.
Viele solcher Radios allerdings quer durch einen größeren Raum mit solch
einem MW-Sender zu versorgen, dürfte aber eine Herausforderung sein.

Und in legal dürfte da gar nix gehen - es sei denn man zieht das Thema
dann richtig auf.
Letztes Jahr mal über einen Link gestolpert, dummer weise nicht
gespeichert. Aber irgendwo hier in Deutschland soll es ein Freak geben
der relativ günstig eine Frequenzzuweisung von der Bundesnetzagentur
bekommen hat, und dort mit einem Selbstbausender und Langdraht mit
Fuchskreis bis zu 1W ERP auf seiner MW-Frequenz sendet.

Jürgen

Jürgen Hüser

unread,
Jan 6, 2023, 11:30:48 AM1/6/23
to
Ich setze nochmal nach:

Am 06.01.2023 um 17:10 schrieb Jürgen Hüser:

> Und in legal dürfte da gar nix gehen - es sei denn man zieht das Thema
> dann richtig auf.

Über Google wiedergefunden:
https://am-radio-stations.de/mittelwellen-sender-joe/

Jürgen


Hauke Fath

unread,
Jan 6, 2023, 11:53:22 AM1/6/23
to
Jürgen Hüser <dg...@gmx.de> wrote:

> Am 06.01.2023 um 17:10 schrieb Jürgen Hüser:
>
> > Und in legal dürfte da gar nix gehen - es sei denn man zieht das Thema
> > dann richtig auf.
>
> Über Google wiedergefunden:
> https://am-radio-stations.de/mittelwellen-sender-joe/

Wow, danke!

Zu den Mittelwellen-Kleinsendern: Es gibt im Web viele US-amerikanische
Seiten mit Baubeschreibungen.

Mittelwelle ("AM") ist dort immer noch sehr verbreitet, aber
talk-radio-verseucht, was dem einen oder anderen nicht gefällt.

Hauke

--
Now without signature.

Michael Schwingen

unread,
Jan 6, 2023, 12:08:43 PM1/6/23
to
On 2023-01-06, Jürgen Hüser <dg...@gmx.de> wrote:
>
> Ich würde für sowas einen günstigen DDS nehmen und ein AM-Modulator dran
> setzen.

Oder eine Digital-PLL (SI5351A o.ä.) mit Filter dahinter. Bei den Frequenzen
sollte das ja mit diskreten Bauteilen (oder OpAmps) problemlos gehen.

> Und in legal dürfte da gar nix gehen - es sei denn man zieht das Thema
> dann richtig auf.

Ich habe da jetzt kein Gefühl für die Pegel - angenommen, die Schaltung
bleibt unterhalb der erlaubten Grenzwerte für die EMV. Ist das dann
zulässig, oder nicht, weil es eben doch ein absichtlicher Sender ist?

Und: reicht der Pegel dann, wenn man das direkt neben das Radio stellt?

cu
Michael

stefan

unread,
Jan 6, 2023, 1:14:28 PM1/6/23
to
Am 05.01.2023 um 12:01 schrieb Hans-Juergen Schneider:
https://www.daenotes.com/electronics/communication-system/am-modulators

Etwas weiter unten auf der Seite: Collector Modulator.


Hier gibts auch was dazu:

http://www.qrparci.org/wa0itp/chap16.pdf

Hans-Juergen Schneider

unread,
Jan 6, 2023, 1:53:16 PM1/6/23
to
Michael Schwingen wrote:

> Ich habe da jetzt kein Gefühl für die Pegel - angenommen, die Schaltung
> bleibt unterhalb der erlaubten Grenzwerte für die EMV. Ist das dann
> zulässig, oder nicht, weil es eben doch ein absichtlicher Sender ist?

Es ist sehr wahrscheinlich, dass ein Rückkopplungsaudion stärker sendet.

MfG
hjs

Andreas Graebe

unread,
Jan 6, 2023, 2:28:54 PM1/6/23
to
Am Thu, 5 Jan 2023 21:59:08 +0100 schrieb Frank Müller:


> Da reicht ein Transistor:
> http://www.jogis-roehrenbude.de/Bastelschule/MW-Sender.htm
>
> Frank

Na ja, die Schaltung gefällt mir in mehreren Punkten nicht:

Der Spannungsteiler für die Basisspannung ist unnötig niederohmig,
außerdem sollte die Basis hf-mäßig geerdet werden.

Die Antenne ist am Emitter, also am Rückkopplungseingang des Oszillators
angeschlossen, ich würde eine Anzapfung an der Spule oder eine kapazitive
Teilung durch zwei Kondensatoren statt C4 vorziehen.

Obwohl der Transistor ein PNP-Typ ist, wird der Pluspol des Elkos C1 an
den Spannungsteiler angeschlossen.

Außerdem ist C1 etwas zu klein dimensioniert, das schwächt die tiefen
Töne, kann natürlich so gewollt sein.

Christian Keck

unread,
Jan 7, 2023, 12:17:32 PM1/7/23
to
Moin,

> es gibt ja mittlerweile diese FM-Transmitter in großer Vielfalt.> Wieß hier zufällig jemand, ob es vergleichbares für Mittelwelle> gibt?

DL5OAU hat einen LW-MW-Modulator entwickelt, um AM-LW/MW Radios vorzuführen.

https://www.aatis.de/content/bausatz/AATiS-Radio_als_LW-MW-Modulator

Christian

Hans-Juergen Schneider

unread,
Jan 8, 2023, 4:48:46 AM1/8/23
to
Gemessen am Aufwand ist das ein guter Preis.
Aber etwas drahtloser sollte es schon sein.
Ich werde Jogis Schaltung überarbeiten.

MfG
hjs

Rolf Bombach

unread,
Jan 8, 2023, 6:46:59 AM1/8/23
to
Andreas Graebe schrieb:
> Am Thu, 5 Jan 2023 21:59:08 +0100 schrieb Frank Müller:
>
>
>> Da reicht ein Transistor:
>> http://www.jogis-roehrenbude.de/Bastelschule/MW-Sender.htm
>>
>> Frank
>
> Na ja, die Schaltung gefällt mir in mehreren Punkten nicht:
>
> Der Spannungsteiler für die Basisspannung ist unnötig niederohmig,
> außerdem sollte die Basis hf-mäßig geerdet werden.

Naja, das trifft sich ja irgendwie.

> Die Antenne ist am Emitter, also am Rückkopplungseingang des Oszillators
> angeschlossen, ich würde eine Anzapfung an der Spule oder eine kapazitive
> Teilung durch zwei Kondensatoren statt C4 vorziehen.
>
> Obwohl der Transistor ein PNP-Typ ist, wird der Pluspol des Elkos C1 an
> den Spannungsteiler angeschlossen.

"Industriedesign". Man startet mit einer Schaltung aus einem Leerbuch,
welche natürlich nicht funzt, ändert so lange erratisch dies und das,
bis es tut. Die Schaltung hat dann keinerlei Ähnlichkeit mehr mit
dem ursprünglichen Konzept.
Je nach Frequenzbereich dürfte die Schaltung auch gleichzeitig
AM und FM machen.

--
mfg Rolf Bombach

Marte Schwarz

unread,
Jan 8, 2023, 8:17:55 AM1/8/23
to
Hi Rolf,
>> ich würde eine Anzapfung an der Spule oder eine kapazitive
>> Teilung durch zwei Kondensatoren statt C4 vorziehen.

ist doch mit C3 passiert. Ob das aber der beste Antennenabgriff ist,
darf bezweifelt werden. Aber das soll ja gar nicht wirklich optimiert
abstrahlen, das kann eine 30 cm drahtantenne ohnehin nicht ;-)

>> Obwohl der Transistor ein PNP-Typ ist, wird der Pluspol des Elkos C1 an
>> den Spannungsteiler angeschlossen.

Auch wenn es bei den Spannungen und Innenwiderständen eher weniger zu
Detonationen kommen wird. Der + Anschluß des (Tantal-) Elkos gehört
definitiv nicht zum Spannungsteiler, sondern an das positivere Ende,
hier also an den +-Pol der Versorgung. Die Schaltung stammt definitiv
aus Germanium-Transistor-Zeiten. Heutzutage ist es sicher sinnvoller,
das auf npn umzubauen. Das will aber gekonnt sein. Bei Mittelwelle tuts
da wahrscheinlich ein TUN dicke. Spannend ist die Angabe von L ;-)

>
> "Industriedesign". Man startet mit einer Schaltung aus einem Leerbuch,
> welche natürlich nicht funzt,

Also bitte! Schaltungen aus den Lehrbüchern funktionieren IMMER!
Mindestens so gut, wie die Doppe-T-Notch-Filter (von denen ich noch nie
einen real aufgebauten gesehen habe, der tatsächlich funktioniert).

> Je nach Frequenzbereich dürfte die Schaltung auch gleichzeitig
> AM und FM machen.

Das dürfte bei AM niemanden stören. So eng sind die Resonatoren da
üblicherweise nicht.

Marte

Bernd Mayer

unread,
Jan 8, 2023, 9:29:51 AM1/8/23
to
Am 08.01.23 um 14:17 schrieb Marte Schwarz:
>
> Also bitte! Schaltungen aus den Lehrbüchern funktionieren IMMER!
> Mindestens so gut, wie die Doppe-T-Notch-Filter (von denen ich noch nie
> einen real aufgebauten gesehen habe, der tatsächlich funktioniert).
>
Hallo,

man darf da natürlich keine irrealen Erwartungen haben.

Ich hatte mich eine zeitlang intensiv mit Notchfiltern im NF-Bereich
beschäftigt, auch mit Doppel-T-Filtern.

Ziel war Klirrfaktorbestimmung von Audiooszillatoren und Verstärkern.

Ich hatte diverse Schaltungen aus Lehrbüchern und Applikationen
aufgebaut und durchgemessen.

Die aktiven Schaltungen mit hohem Q sind natürlich hochsensibel.
Da kommt man schnell an Grenzen.

Irgendwann hatte ich auch eine Analyse der Auswirkungen von
Bauteiltoleranzen der Widerstände und Kondensatoren gefunden.

Als Faustregel hatte ich mir davon gemerkt, daß man mit 1%-igen
Bauteilen ca. 40dB Signalunterdrückung erreichen kann und mit 0,1%-igen
Bauteilen ca. 60dB.

Kondensatoren mit 0,1 % Toleranz muss man selbst selektieren.

Daher und auch wegen parasitären Eigenschaften des Aufbaus und
Temperturdriften war für mich bei 0,1 % die Grenze erreicht.

Um eine höhere Auflösung zu erreichen hatte ich ein Doppel-T-Notchfilter
und dazu in Reihe ein über den Kern abstimmbares RL-Notchfilter geschalten.

Damit bin ich in die Gegend der Auflösung von CDs gekommen.

Zur Analyse von Netzstörungen in einem Tonstudio hatte ich auch mal ein
Doppel-T-Notchfilter für 50 Hz aufgebaut damit ich im Oszi sehen kann
was da im Stromnetz so herumzirpt.
Das war recht interessant.


Bernd Mayer

Marte Schwarz

unread,
Jan 8, 2023, 4:49:35 PM1/8/23
to
Hi Bernd,

>> Also bitte! Schaltungen aus den Lehrbüchern funktionieren IMMER!
>> Mindestens so gut, wie die Doppe-T-Notch-Filter (von denen ich noch
>> nie einen real aufgebauten gesehen habe, der tatsächlich funktioniert).

> man darf da natürlich keine irrealen Erwartungen haben.
>
> Ich hatte mich eine zeitlang intensiv mit Notchfiltern im NF-Bereich
> beschäftigt, auch mit Doppel-T-Filtern.
>
> Ziel war Klirrfaktorbestimmung von Audiooszillatoren und Verstärkern.

Da bist Du mit dem Nutzsignal ja auch immer mindestens eine Oktave weg.
Aber selbst dann kann es bei ungünstigen Toleranzen schnell ganz blöd
laufen.

> Irgendwann hatte ich auch eine Analyse der Auswirkungen von
> Bauteiltoleranzen der Widerstände und Kondensatoren gefunden.
>
> Als Faustregel hatte ich mir davon gemerkt, daß man mit 1%-igen
> Bauteilen ca. 40dB Signalunterdrückung erreichen kann und mit 0,1%-igen
> Bauteilen ca. 60dB.

Das halte ich für ein Gerücht. Ich hab das mit LTspice mal
durchexerziert. Da bist Du so schnell viel schlechter. Heute such ich
die Datei nicht mehr heraus.

> Kondensatoren mit 0,1 % Toleranz muss man selbst selektieren.

Und dann davon träumen, dass die 0,1 % auch da bleiben und nicht
Temperatur uns sonstige Einflüsse die Genauigkeit ad absurdum führen.

> Zur Analyse von Netzstörungen in einem Tonstudio hatte ich auch mal ein
> Doppel-T-Notchfilter für 50 Hz aufgebaut damit ich im Oszi sehen kann
> was da im Stromnetz so herumzirpt.
> Das war recht interessant.

Das hätte ich gerne mal auf meinem Labortisch gesehen. Es wäre gerade
das erste 50 Hz Notch mit Doppel-T, das tut, was es soll.

Marte

Bernd Mayer

unread,
Jan 8, 2023, 5:50:36 PM1/8/23
to
Am 08.01.23 um 22:49 schrieb Marte Schwarz:
Hallo Marte,

mit welcher Doppel-T-Notchfilter Schaltung aus welchem Lehrbuch hattest
Du denn Probleme. Und welche Probleme waren das denn?

Als Ziel hatte ich zunächst 1 kHz geplant. Baumannsche Genauigkeit im
ppm-Bereich der Frequenz hatte ich recht schnell aufgegeben.

Es gibt allerdings auch abstimmbare Schaltungen.

Mit den Einflüssen auf die Genauigkeit war ich realistisch.
Widerstände mit 0,1 % habe ich reichlich hier und Kondensatoren habe ich
auf 0,1 % Paarung selektiert - nicht auf Absolutwert.

Das Doppel-T-Notchfilter für 50 Hz hatte ich nur kurzfristig auf dem
Werkstatttisch aufgebaut für die Analyse, da habe ich kein Foto davon
gemacht.

Ich kann Deine Probleme mit Doppel-T-Notch-Filtern daher kaum verstehen.

Welche Anforderungen hattest Du?

Wenn Du fertige Notchfilter sehen möchtest, dann kannst Du bei Frequency
Devices nachschauen:
http://www.freqdev.com/products/filters/d68bp.html


Bernd Mayer





Stefan Heimers

unread,
Jan 9, 2023, 4:18:54 AM1/9/23
to
Ich habe so was mal mit einer Röhre gemacht, mit Trennstufe:

https://www.radiomuseum.org/forum/am_modulator_mit_ecc_82_nur_12v.html




Stefan

Peter Heitzer

unread,
Jan 9, 2023, 4:53:40 AM1/9/23
to
Hans-Juergen Schneider <ec...@hrz.tu-chemnitz.de> wrote:
>Hallo Leute,

>es gibt ja mittlerweile diese FM-Transmitter in großer Vielfalt.
>Wieß hier zufällig jemand, ob es vergleichbares für Mittelwelle
>gibt?
Ich vermute, der Betrieb eines solchen Senders ist für Mittelwelle
nicht erlaubt. Für UKW wurde der Betrieb der Transmitter einst
explizit erlaubt.

--
Dipl.-Inform(FH) Peter Heitzer, peter....@rz.uni-regensburg.de

Wolf gang P u f f e

unread,
Jan 9, 2023, 1:27:14 PM1/9/23
to
Ganz dunkel erinnere ich mich, vor ca. 30 Jahren ähnliche Experimente
mit einem Röhrendipmeter gemacht zu haben.
Das war aber nicht um es zu Übertragungszwecken zu nutzen, es war nur
eine kurze Spielerei mit einem selbstgebauten Dipmeter.

Bernd Mayer

unread,
Jan 11, 2023, 2:33:10 PM1/11/23
to
Am 08.01.23 um 23:50 schrieb Bernd Mayer:
> Am 08.01.23 um 22:49 schrieb Marte Schwarz:
>> Hi Bernd,
>>
>>>> Also bitte! Schaltungen aus den Lehrbüchern funktionieren IMMER!
>>>> Mindestens so gut, wie die Doppe-T-Notch-Filter (von denen ich noch
>>>> nie einen real aufgebauten gesehen habe, der tatsächlich funktioniert).
>>
>>> man darf da natürlich keine irrealen Erwartungen haben.
>>>
>>> Als Faustregel hatte ich mir davon gemerkt, daß man mit 1%-igen
>>> Bauteilen ca. 40dB Signalunterdrückung erreichen kann und mit
>>> 0,1%-igen Bauteilen ca. 60dB.
>>
>> Das halte ich für ein Gerücht. Ich hab das mit LTspice mal
>> durchexerziert. Da bist Du so schnell viel schlechter. Heute such ich
>> die Datei nicht mehr heraus.
>>
>>> Kondensatoren mit 0,1 % Toleranz muss man selbst selektieren.
>>
>> Und dann davon träumen, dass die 0,1 % auch da bleiben und nicht
>> Temperatur uns sonstige Einflüsse die Genauigkeit ad absurdum führen.

Hallo Marte,

hier noch ein Nachtrag dazu:

Präzisionswiderstände haben Temperaturkoeffizienten von 50 ppm/°C oder
sogar besser.

Bei den Kondensatoren von WIMA habe ich auf die Schnelle nix zum
Temperaturgang gefunden.

Der militärische Temperaturbereich war nicht mein Einsatzzweck.

Bei AD und TI habe ich noch Appnotes zu Doppel-T-Notchfiltern gefunden:

https://www.analog.com/media/en/training-seminars/tutorials/MT-225.pdf

"Using a standard 1% component, a 60 dB notch is as good as can be
expected, with 40 dB to 50 dB being more typic."

https://www.ti.com/jp/lit/an/slyt235/slyt235.pdf

"The depth of the notch obtainable in simulations like that shown in
Figure 1 is not the depth that can be achieved with
real-worldcomponents. The best that the designer can hope for is 40 to
50 dB."

Figure 6 ist eine Grafik über die Auswirkungen der Änderung eines
Widerstandes in 1 %-Schritten.

s. Over a smallrange (±1%), it is possible to get a 100:1 rejection of
theundesirable frequency; but over a larger range (±10%),only a 10:1
rejection is possible."


Bernd Mayer
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