Am 28.06.2021 um 08:53 schrieb Thomas Heger:
> Am 28.06.2021 um 00:52 schrieb Rolf Bombach:
>> Thomas Heger schrieb:
> Ich habe früher im Studium mal als Elektriker gearbeitet.
>
> Da ist mir immer wieder ein Effekt aufgefallen, für den es keine
> Erklärung gibt:
>
> die alten Leitungen unter Putz waren meist viel härter als 'frische' Kabel.
>
> Das betrifft zwar auch die Plastikummantelung. Aber hauptsächlich
> betrifft das den Draht.
>
> Der Draht muß sich also im Laufe der Jahrzehnte durch Benutzung
> verändern, obwohl man chemische Einflüsse durch die Art der Ummantelung
> und die Lage in der Wand weitgehend ausschließen kann.
Sehr viele Metalle (auch Kunststoffe) lassen sich durch mechanische
Bearbeitung härten. Der Grund dafür sind üblicherweise mechanische
Spannungen im Gefüge. Am Bekanntestesn dürfte die Härtung mit
Schockkühlung sein. Stahl wird aufgeheizt bis zu Temperaturen, in denen
sich das Kristallgefüge ändert. Wird nur schockgekühlt, gefriert diese
Kristallstruktur sozusagen ein. Normalerweise würde bei der
Umgebungstemperatur eine andere Kristallstruktur vorherrschen. Dieser
"Widerspruch" ergibt die mechanischen Spannungen im Material und damit
die Härte.
Auch mechanische Behandlung führt bei plastischer Verformung meistens
zur Härtung des Materials. Bei Dehnung werden die Kristalle gedehnt. Bei
Stauchung gestaucht. Bei Biegung kommt beides vor. Test mit Büroklammer:
Einmal um 180° biegen und wieder zurückbiegen - funktioniert NICHT. Es
bleibt immer eine Welle zurück, die kaum wieder grade zu bekommen ist.
Dort ist es zur Härtung des Materials gekommen.
Anderes Beispiel: Edelstahl. Will man Löcher in Edelstahl bohren, hat
man meistens ein Problem. Im Vergleich zu normalem Stahl quietscht und
knirscht es. Bohrerbruch ist nicht selten. Die Plastische Verformung des
abzuhebenden Spans führt zu recht intensiver Härtung des Materials. Das
macht die beschriebenen Probleme.
> Also bleibt nur der Strom als Ursache für die Verhärtung.
Würde mich wundern. Wenn, dann eher die Wärmeentwicklung, die durch den
Strom verursacht wurde. Genau genommen auch nicht die Wärmeentwicklung
selbst, sondern eher die ständig wechselnde Wärmeausdehnung bei
ungleichmäßiger Last, was der Normalfall sein dürfte. Wird die Leitung
gedehnt, kommt es zu Gefügeveränderungen im Kupfer und damit zur
Härtung. In Leerrohren verlegt dürfte der Effekt weit weniger ausgeprägt
sein als in direkt eingemauerten Leitungen. Wobei - beim Einziehen der
Leitungen wirken mitunter auch schon ziemliche Kräfte, die in den
plastichen Verformungsbereich gehen können. Damit wird die Leistung
schon beim Einbauen gehärtet.
Was die Härtung der Ummantelung betrifft - sehr wahrscheinlich
verschwinden im Lauf der Zeit ganz einfach die Weichmacher.
> Das meine ich analog zu den Experimenten von Lochack anwenden zu können
> und interpretiere die Verhärtung als Ausdruck einer Veränderung der
> elementaren Zusammensetzung des Drahtes.
An den Elementen selbst wird sich mit den beschriebenen Effekten kaum
etwas verändern. Dazu müsste man schon ganz andere Kaliber auffahren.
Sehr stark ionisierende Strahlung, Neutronenbeschuss, extremste Drücke,
die zu Plasma selbst von Feststoffen bei Raumtemperatur führen u.ä. Wo
soll sowas in normalem Mauerwerk her kommen? Nur durch den Stromfluss in
den Leitungen? Dann wären längst dicke Bleiummantelungen Vorschrift.
> Demnach wirkt viel Strom in kurzer Zeit so ähnlich wie wenig Strom in
> viel Zeit.
Gut möglich. Aber nicht wegen Effekten in den Atomkernen, sondern in den
Kristallstrukturen infolge mechanischer Beanspruchung.
> Der hat Experimente gemacht mit starken Entladungen unter Wasser und
> dabei 'Transmutationen' der Elemente des Elektrodenmaterials dokumentiert.
Vermutlich forschte er an der "kalten Fusion" von Wasserstoff zwecks
Energiegewinnung. Die heftigsten Beschleunigungskräfte in der bekannten
Physik entstehen durch Kavitation. Also als Implodieren von Dampfblasen.
Die Kräfte werden dabei so große, dass einzelne Kristalle selbst aus
den härtesten Stählen gesprengt werden. Industriell wird das Verfahren
zum Schneiden von gehärteten Metallen verwendet. Stichwort "Draht- oder
Funkenerosion" (oder eine Variante (z.B. Formkörper) davon).
Sowas kann man natürlich auch noch bis zum Exzess weiter treiben. Mehr
Strom. Mehr Spannung. Größere Blasen -> noch größere
Beschleunigungskräfte beim Implodieren. Die Hoffnung war, dass die
Kräfte so groß werden, dass die Atomkerne ihre Elektronenhülle
durchstoßen und direkt aufeinander prallen und z.B. zu Helium
verschmelzen. Reicht anscheinend nicht. Anscheinend nur hie und da
gelegentlich mal mit einem Elektrodenatom. Das könnte die neuen Elemente
erklären. Bei den geringen zu erwartenden Mengen könnte es sich aber
auch um Verunreinigungen handeln. Für sinnvolle Aussagen muss man die
Messapparatur und die Vorgehensweise sehr genau kennen.
> Der OP könnte die Experimente theoretisch belegen (oder widerlegen)
> indem er den dunklen Belag abkratzt und einem Labor übergibt, welches
> ihm die chemische Zusammenstellung mittels Massenspektroskopie o.ä
> ermittelt.
>
> Wenn er Metalle findet, die vorher nicht da waren, dann hätte er einen
> Beleg für 'Transmutation'.
>
> Allerdings würde ich von einer Publikation abraten, da 'Transmutation'
> zu den 'forbidden subjects' gehört und Wissenschaftler, die sich mit
> sowas beschäftigen mit erheblichen Sanktionen rechnen müssen (sofern sie
> nicht in Frankreich wohnen).
Wie kommst du drauf?