Am 13.08.2017 um 08:48 schrieb Louis Noser:
>> ...wenn so ein Peptid in den Körper kommt, wird es meist schnell
>> (in Minuten) abgebaut. Die natürliche Substanz soll ja nur bei
>> physiologischen Bedarf wirken. Man baut also andere Aminosäuren in das
>> Peptid, welche die Wirkung nicht verändern, aber den Abbau verzögern.
>
> Es würde also nicht reichen, ein Peptid nach dem Muster in
>
https://de.123rf.com/photo_64180787_stock-photo.html
> bzw. die Sequenz "Gln-Arg-Phe-Ser-Arg" herzustellen?
>
> Wenn es nicht reichen würde, warum nicht? Wäre die Wirkung zu kurz?
Vielleicht bist Du mit solch einer Fragetsellung in de.sci.medizin.misc
besser aufgehoben. Falls da überhaupt noch traffic ist. sci.med.pharmacy
gibt's wohl auch noch.
> Man müsste also noch verzögernde Aminosäuren einbauen?
> Wenn ja, kann das beauftragte Labor selber bestimmen, welche diese sein
> sollen?
Das wird Dir nur das Labor beantworten können.
Warum fragst Du nicht einfach an? Eine anfragemöglichkeit wurde Dir ja
vorher auch schon genannt.
Du kannst das bei der Anfrage mit einreichen. Grundlegend gilt aber das
bekannte chemische Substanzen über ihre Chemical Abstracts Service
Number - kurz CAS - bezeichnet sind.
https://www.scbt.com/scbt/de/product/opiorphin-864084-88-8
> Welche Reinheitsangabe soll ich angeben?
Auch das ist, wie schon geschrieben, nur sekundär. Ob es 99.9% oder nur
80% sind ist egal. Die Kunst liegt darin zu spezifizieren was die 20%
Rest nicht sein dürfen.
> Welche Menge ist für medizinische Zwecke ausreichend fürs Erste?
> (vielleicht 100mg oder 500mg?)
Aus meiner Sicht zu viel. Aber das - vor dem Diskussionshintergrund - zu
beantworten (auch wenn es nur eine Einschätzung wäre) kann für den
beantwortenden schwere rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen.
Medizinische Therapieansätze dürfen nur von medizinern gegeben werden.
Und keiner kann sich hier auf den Austausch von Erfahrungen der
Selbsttherapie zurückziehen.
Spätestens wenn Du mal 1g in der Hand hälst suchst Du den kontakt zu
zugelassenen Schmerztherapeuten. Die werden am ehesten wissen wie man
das angeht - sofern sie so ein Experiement im Rahmen der "freien
ätzlichen Medikation" bereit sind zu unternehmen.
> Warum werden Mengen von medizinischen Substanzen manchmal in mg und dann
> wieder in ml angegeben? (Für mich ist das etwas verwirrend.)
Was auch ein grund mehr ist das "Du" das gar nicht erst ohne einen Profi
angehen solltest.
> Es ist mir klar, dass für solche Experimente äusserste Vorsicht geboten
> ist. Es wäre wahrscheinlich angebracht, mit homöopathischen Mengen zu
> beginnen und die orale Einnahmeart wäre vielleicht die harmloseste.
Keiner weiß zuverlässig was bei dem "Zeug" wirklich homöopathisch ist.
> Ich denke, da Opiorphin 3-6 mal höhere schmerzlindernde Wirkung als jene
> von Morphium gezeigt hat
Der gedankenansatz ist schon deshlab gefährlich weil die
schmerzlinderende Wirkung von Morphin extrem von der Schmerzursache
abhängt. Es gibt Schmerzursachen auf die Morphin keine Wirkung zeigt.
> und als körpereigener Stoff wohl wenig bis
> keine Nebenwirkungen hat,
Auch eine solche Schlußfolgerung ist pauschal völlig unzulässig. Wenn
man nichtmal weiß warum z.B. Opiorhin im Speichel zu finden ist, welches
halbwertszeit es hat und wie evtl. das körpereigene
Antagonistenwechselspiel aus sieht.
Du wirst also nicht abschätzen können was passiert wennd er Körper
plötzlich mit einem extremen
x-fachen seines körpereiegenen Substanz konfrontiert wird.
Ich geb Dir mal ein paar Beispiele: Es gibt Menschen mit einer
Glutamatunverträglichkeit. Glutamat das in den magen (säure) kommt setzt
Glutaminsäure frei. Diese ist aber ein körpereigenes Stoffwechselprodukt.
Für einen Typ-1-Diabetiker ist die subkuntane (oder in extremfällen
intranvenöse) gabe von Insulin ein lebensrettender und lebenserhaltender
Segen. Ohne Sinsulin wäre er nach Tagen tot. Eine 2-tagesdosis auf
einmal intravenös gegeben würde ihn auch töten oder zumindest
schwerbehindert machen. Dennoch leben sie ja. Dazu muß man halt wiessen
wie und wann man wieviel geben kann und was eine sogenannte
Antagonisten-Rolle ist. Wir Menschen leben deshalb mit dem
insulinkreislauf weil der körper auch eine zerstörerische
Gegenspielerrolle (Antagonist) eingebaut hat. Das ist ein
Steuerungsmechanismus.
> und meiner Mutter niemand von den Experten
> wirklich helfen kann und sie oft derart von Schmerzen gequält wird, dass
> sie Suizidgedanken hat, wäre dieses Experiment allemal einen Versuch wert.
Hast Du diese Experten auf den theoretisch-experimentellen
Therapieansatz einer Opiorphinbehandlung angesprochen bzw. sie auf ein
paar fundierte "Papers" gestoßen?
Mie Möglichkeiten ind er Schweiz wirklich abgeklopft?:
http://www.pain.ch/index.php?id=22
http://www.leading-medicine-guide.de/Schmerz/Schmerztherapie
http://www.schmerzzentrum.ch/
https://www.ksbl.ch/kliniken/schmerztherapie/schmerztherapie
http://www.energo-informative-medizin.ch/eim-schmerztherapie-lnb-schmerztherapie/
http://www.schmerz-nottwil.ch/de/pub/zsm.htm
Keine Ahnung wie es um Eure pers. monetäre Situation gestellt ist oder
wie das mit dem Schweizer Gesundheitssystem zu machen ist, aber meines
Wissens nach (mag micht täuschen) sind die Britten bei Schmerztherapie
recht weit. Evtl. mal nach folgendem suchen: comprehensive pain therapy
center united kingdom