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Eis beim Carbonisieren

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Borrmann

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Jul 10, 1998, 3:00:00 AM7/10/98
to
Hallo zusammen!

Auch ich gehöre zu den Leuten, die sich durch die Hobbythek dazu haben
anstecken lassen, sich eine Maschine für die Zubereitung von
Mineralwasser zu kaufen (eine wirklich lohnenswerte Investion -
WERBUNG!!!).
Aufgefallen ist mir, daß sich manchmal beim Carbonisieren ganz kleine
Eisstückchen bilden, die dann schnell wieder wegschmelzen. Hat das
irgendetwas mit dem Le Chatelier-Prinzip zu tun, nach dem der Vorgang
der Carbonisierung abläuft?

Vielen Dank schon im Voraus.
Christian Borrmann

Mailto: c.bor...@gmx.de


Bernd Klosterkamp

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Jul 10, 1998, 3:00:00 AM7/10/98
to

Borrmann schrieb in Nachricht <6o4ofv$j77$1...@news00.btx.dtag.de>...

>Hallo zusammen!
>
>Auch ich gehöre zu den Leuten, die sich durch die Hobbythek dazu haben
>anstecken lassen, sich eine Maschine für die Zubereitung von
>Mineralwasser zu kaufen (eine wirklich lohnenswerte Investion -
>WERBUNG!!!).

Ob sich das wirklich lohnt bezweifle ich ein wenig. Sicher ist die Herstellung eigenen
Mineralwassers billiger als es zu kaufen, aber lohnt es sich eine teure Maschine zu kaufen um bei
jeder Flasche Wasser ein paar Pfennige zu sparen. Muß man da nicht einen hohen Konsum haben damit
sich so etwas lohnt? Ich kann mir vorstellen, daß sich so eine Investition erst bei einigen Jahren
Gebrauch lohnt. Ich will Dir damit aber nicht den Spaß verderben. Ich kenne selbst jemand, der im 4.
Stock ohne Aufzug wohnt. Da spart man sich mit so einer Maschine natürlich das ewige Kisten
hochschleppen...
Warum sich aber Eiskristalle bilden kann ich Dir auch nicht sagen, sorry. Vielleicht erzählst Du mal
wie der Vorgang des "Carbonisierens" funktioniert bzw. was Du da machen mußt. Einfach CO2 unter
Druck einfüllen

Gruß, Bernd

Markus Hollaender

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Jul 10, 1998, 3:00:00 AM7/10/98
to
Hallo,
ich nehme doch mal an, dass beim "Carbonisieren" einfach CO2 unter
Druck in Wasser geleitet wird? Das CO2 kommt natuerlich aus einem
Behaelter, in dem der Druck groesser ist, es entspannt sich also dabei,
und beim Entspannen kuehlt es sich ab. Wenn das schnell genug passiert,
kann es gut passieren, dass die Temperatur soweit sinkt, dass das Wasser
an der Stelle, wo das CO2 eingeleitet wird, gefriert.

Markus


Oliver Hahn

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Jul 10, 1998, 3:00:00 AM7/10/98
to
-> Ob sich das wirklich lohnt bezweifle ich ein wenig. Sicher ist die Herstellung eigenen
-> Mineralwassers billiger als es zu kaufen, aber lohnt es sich eine teure Maschine zu kaufen um bei
-> jeder Flasche Wasser ein paar Pfennige zu sparen. Muß man da nicht einen hohen Konsum haben damit
-> sich so etwas lohnt? Ich kann mir vorstellen, daß sich so eine Investition erst bei einigen Jahren
-> Gebrauch lohnt.
Da irrst du gewaltig.
Mit einer Gaspatrone (8DM) lassen sich 40 Liter Wasser mit CO2 versetzen.
Das Gerät selbst kostet ca 130 DM.
Legt man einen Mineralwasserkonsum von 1 Kiste (6DM / 8,4 Liter) pro Woche zugrunde, dann batragen
die Kosten pro Jahr 312 DM.
Mit dem beschriebenen Gerät kostet es nur inklusive Kaufpreis 218 DM +4,36DM für das
Leitungswasser.
Man könnte sich also jedes Jahr eine neue Maschine kaufen.

Ich benutze das Gerät mittlerweile 2 Jahre und bin sehr zufrieden.

Gruß
Oliver

Tim Wieneke

unread,
Jul 11, 1998, 3:00:00 AM7/11/98
to
Hi,

Borrmann wrote:
[snipp]


> Aufgefallen ist mir, daß sich manchmal beim Carbonisieren ganz kleine
> Eisstückchen bilden, die dann schnell wieder wegschmelzen. Hat das
> irgendetwas mit dem Le Chatelier-Prinzip zu tun, nach dem der Vorgang
> der Carbonisierung abläuft?

[gmx]

1. Das Wort "Carbonisieren" klingt irgendwie falsch. "Carbon" = engl.
Kohle. Verkohlen ? Du willst uns verkohlen ? ;-)
2. Le Chatelier ist das Prinzip, chemische Gleichgewichte zu
verschieben. Hat hier nix damit zu tun, da es sich um physikalische und
nicht um chemische Vorgaenge handelt.
3. Nein, also das mit dem Eis kann daher kommen, da du hier ein
komprimiertes Gas (CO2) in ein grosses Volumen expandierst. Dabei muss
aus der Umgebung Waerme aufgenommen werden. Den umgekehrten Fall kennt
ja jeder: In einer Luftpumpe wird beim Zusammendruecken der Luft Waerme
frei, da die Teilchen auf einem kleineren Volumen eine geringe frei
Weglaenge haben und so oefter zusammenstossen. Nun dreht man das Prinzip
um: Die mittlere freie Weglaenge wird groesser, die Teilchen stoßen
nicht mehr so oft mit ihresgleichen zusammen. Das Gas selber kuehlt ab,
da die Teilchenreibung geringer wird (wie eben beschrieben). Und die
Umgebung (nach dem 0.ten Hauptsatz der Thermodynamik) kühlt ebenfalls
ab.

Und das mit dem Preis-Leistungverhaeltnis (siehe andere Posting):
Allein das Kistenschleppen ist es mir wert ;-)
Eine Kiste kostet (ohne Schleppen) 3.50 DM.
Mit einer Sodastream Kartusche (Preis 8 DM) kann man ungefaehr 50 l zum
Sprudeln bringen.
Eine Kiste hat 12*0.7l Inhalt.
Der Rest ist leicht fuer jeden berechnebar (hinzufuegen:
Anschaffungspreis des Streamers) -> daraus Literpreis des Streamers und
daraus wieder die Menge an Mineralwasser, die man mindestens mit dem
Streamer produziert haben muss, damit sich die Anschaffung gelohnt hat.

Oder so aehnlich ;-)

Tim

--
Tim Wieneke
je...@jever.oc2.uni-duesseldorf.de

Netzwerk Campus Sued [http://campus.home.pages.de/]

Borrmann

unread,
Jul 11, 1998, 3:00:00 AM7/11/98
to
Hallo (2. Teil)!

Tja, wie mir scheint, dreht sich die Diskussion nicht mehr um die
Eiskristalle, sondern um die ökonomisch-ökologischen Aspekte (an dieser
Stelle besonderen Dank an Markus, der mir eine ganz gute Erklärung für
das Eis gab!). Wir haben natürlich auch herumgerechnet, ob sich diese
Anschaffung lohnt (übrigens: Papa und Mama haben gezahlt, hoho!): sie
tut's! Allein da ich als überzeugter Antialkoholiker einen enormen
Wasserkonsum habe, lohnt sich die Geschichte. Man muß aber dabei
bedenken, daß es mittlerweile sehr viele Systeme auf dem Markt gibt, die
alle unterschiedliche Bautypen haben. Das Nachfolgende ist bitte nicht
als mittlerweile legale vergleichende Werbung aufzufassen: die Firma
SODACLUB hat meiner Erfahrung nach die größten CO2-Kartuschen und bringt
dadurch einen großen Vorteil mit. Bei anderen Firmen (SODASTREAM u.a.)
ist die Kartusche kleiner. Ich weiß aber nicht, wieviel diese
Kartuschen kosten. Aber der Vorteil liegt klar auf der Hand: weniger
Herumrennen für neue Kartuschen!
Aber: die Spezialflaschen haben ein Haltbarkeitsdatum. Ich meine, daß es
daran liegt, daß der häufige enorme Druckanstieg der Flasche nicht
"bekommt" oder einfach die Dichtung im Deckel undicht wird und das
alles ein geschickter Marketing-Trick ist!
Ich finde, daß sich die Investition lohnt! Wenn man es erst einmal hat,
will man nicht mehr ohne. Man sollte sich aber immer einen Kasten
Mineralwasser im Keller halten, da man am Wochenende ein böses Erwachen
haben könnte!

Gruß aus dem Norden!

Christian Borrmann

Mailto: c.bor...@gmx.de

Tim Wieneke

unread,
Jul 12, 1998, 3:00:00 AM7/12/98
to
Hi,

Borrmann wrote:
[snipp]


> Bei anderen Firmen (SODASTREAM u.a.) ist die Kartusche kleiner.

Inhalt einer Sodastream Druckflasche: 250 g CO2 fuer 8 DM -> 50 l
Sprudelwasser.

> Aber: die Spezialflaschen haben ein Haltbarkeitsdatum. Ich meine, daß es
> daran liegt, daß der häufige enorme Druckanstieg der Flasche nicht
> "bekommt" oder einfach die Dichtung im Deckel undicht wird und das
> alles ein geschickter Marketing-Trick ist!

Wenn du auf eine normale PET Flasche (oder ist es nur PE ?) Druck gibst
und das Material so strapaziert wird, dann ist ein Haltbarkeitsdatum
(obwohl das auf meiner Flache nicht drauf ist) sinnvoll.
Die Deckeldichtung scheint aus PET und Gummi zu bestehen. Auch ein
Gummiring wird durch haeufiges (festes) Zudrehen und durch
Druckschwankungen (Oeffnen der Flasche) beansprucht. Also auch hier eine
Undichtigkeit auf lange Sicht.

Und wenn du dir mal 'ne neue kaufst - die kosten doch nicht die Welt.

Auf jeden Fall lohnt sich die Anschaffung fuer alle, die keinen Bock
mehr auf Kistentragen haben.

;-)

cya

tim

Oliver Hahn

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Jul 16, 1998, 3:00:00 AM7/16/98
to
-> Aber: die Spezialflaschen haben ein Haltbarkeitsdatum. Ich meine, daß es
-> daran liegt, daß der häufige enorme Druckanstieg der Flasche nicht
-> "bekommt" oder einfach die Dichtung im Deckel undicht wird und das
-> alles ein geschickter Marketing-Trick ist!
Der Kunststoff enthält Weichmacher, die mit der Zeit kaputt gehen.
Die Flasche wird spröde und kann platzen.

-> Ich finde, daß sich die Investition lohnt! Wenn man es erst einmal hat,
-> will man nicht mehr ohne. Man sollte sich aber immer einen Kasten
-> Mineralwasser im Keller halten, da man am Wochenende ein böses Erwachen
-> haben könnte!
Wir haben eine zweite Gaskartusche. (ca. 40 DM)

Gruß
Oliver

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