ich habe mich kürzlich in de.etc.haushalt danach erkundigt, womit ich am
besten hartnäckige Klebereste von diesem dicken, durchsichtigen
Klebeband von einer Milchglastür abbekommen kann. Dort wurde neben
mechanischen Methoden, denen ich auf Grund der großen Fläche (ca. 2,3m x
5 cm) nicht so zugeneigt bin, als Lösungsmittel Reinigungsbenzin und
Aceton genannt, außerdem auch Alkohol, mit Brennspiritus hab ich es
schon versucht und nur eher einen schwachen Erfolg gehabt.
Bevor ich mir aber Reinigungsbenzin oder Aceton kaufe, möchte ich
genauer wissen, wie giftig die beiden Substanzen sind.
1.) Wie unterscheidet sich Reinigungs-/Waschbenzin (ist beides das
gleiche?) von gewöhnlichem Benzin was ich im Auto fahre?
Wenn ich die Gefahrstoffhinweise auf den Zapfzäulen lese, dann vergeht
mir jedenfalls die Lust mir sowas in die Wohnung zu stellen und die
Dämpfe beim Anwenden einzuatmen.
1.1) Enthält auch Reinigungsbenzin Methanol und Toluol, oder ähnlich
widerliches?
2.) Wie giftig ist Aceton, gemessen an Reinigungsbenzin und Spiritus?
3.) Welches der genannten Substanzen, oder welche andere noch, wären
Eurer Ansicht nach ideal um solche Klebereste rückstandslos zu entfernen?
Wichtig ist mir aber, daß die Substanz selbst recht schnell
rückstandslos verdunstet, ich nicht nachwischen muß und es recht schnell
rausgelüftet ist, weil ich in dem Raum schlafe.
Gruß, Tom
--
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> ich habe mich kürzlich in de.etc.haushalt danach erkundigt, womit ich am
> besten hartnäckige Klebereste von diesem dicken, durchsichtigen
> Klebeband von einer Milchglastür abbekommen kann. Dort wurde neben
> mechanischen Methoden, denen ich auf Grund der großen Fläche (ca. 2,3m x
> 5 cm) nicht so zugeneigt bin, als Lösungsmittel Reinigungsbenzin und
> Aceton genannt, außerdem auch Alkohol, mit Brennspiritus hab ich es
> schon versucht und nur eher einen schwachen Erfolg gehabt.
Ich kann die Empfehlung von Aceton nur bestätigen. Habe ich während
meiner ganzen Praktikumszeit zum Ablösen von Aufklebern benutzt.
> Bevor ich mir aber Reinigungsbenzin oder Aceton kaufe, möchte ich
> genauer wissen, wie giftig die beiden Substanzen sind.
[snip]
So ziemlich jede der folgenden Fragen kannst du problemlos via
Suchmaschine beantworten (hint: Sicherheitsdatenblätter).
> 3.) Welches der genannten Substanzen, oder welche andere noch, wären
> Eurer Ansicht nach ideal um solche Klebereste rückstandslos zu entfernen?
Aceton. Mittels Spritz(!)flasche, kurz Aceton über den Kleberest laufen
lassen, warten bis sich das Aceton verflüchtigt hat und dann den
Keleberest abziehen. Funktioniert AFAIK fast immer problemlos.
> Wichtig ist mir aber, daß die Substanz selbst recht schnell
> rückstandslos verdunstet,
Na dann schau dir mal die Siedetemperaturen an.
> ich nicht nachwischen muß und es recht schnell
> rausgelüftet ist, weil ich in dem Raum schlafe.
10 Minuten lüften und gut ist. Während der Anwendung ist Aceton aber
penetrant.
Eine völlig Chemie-freie Alternative: Fön nehmen und mit warmer Luft auf
die Klebereste "zielen". Dann vorsichtig die Klebereste entfernen.
MfG Daniel
--
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de.sci.chemie http://www.dsc-faq.de & http://www.chemie-webverzeichnis.de
de.comp.security.*-FAQs http://www.linkblock.de
> Hallo zusammen,
>
> ich habe mich kürzlich in de.etc.haushalt danach erkundigt, womit ich am
> besten hartnäckige Klebereste von diesem dicken, durchsichtigen
> Klebeband von einer Milchglastür abbekommen kann. Dort wurde neben
> mechanischen Methoden, denen ich auf Grund der großen Fläche (ca. 2,3m x
> 5 cm) nicht so zugeneigt bin, als Lösungsmittel Reinigungsbenzin und
> Aceton genannt, außerdem auch Alkohol, mit Brennspiritus hab ich es
> schon versucht und nur eher einen schwachen Erfolg gehabt.
>
> Bevor ich mir aber Reinigungsbenzin oder Aceton kaufe, möchte ich
> genauer wissen, wie giftig die beiden Substanzen sind.
>
> 1.) Wie unterscheidet sich Reinigungs-/Waschbenzin (ist beides das
> gleiche?) von gewöhnlichem Benzin was ich im Auto fahre?
In Wachbenzin wird wohl kein Benzol zugesetzt. Deshalb ist das auch nur Xn
und nicht T.
> Wenn ich die Gefahrstoffhinweise auf den Zapfzäulen lese, dann vergeht
> mir jedenfalls die Lust mir sowas in die Wohnung zu stellen und die
> Dämpfe beim Anwenden einzuatmen.
Das ist der Unterschied. Obwohl ich Waschbenzin auch nicht als Zusatz in
den Luftbefeuchter geben würde.
> 1.1) Enthält auch Reinigungsbenzin Methanol und Toluol, oder ähnlich
> widerliches?
Nun es enthält aromatische und aliphatische Kohlenwasserstoffe.
> 2.) Wie giftig ist Aceton, gemessen an Reinigungsbenzin und Spiritus?
"gitig" ist es nicht. Handschuhe an (gilt auch bei Spiritus...), Dämpfe
nicht üemäßig einatmen und gut ist. Die Schadwirkung von Dimethylketon
beruht wohl darauf, dass es irgendetwas mit den Lipiden an den
Nervenenden anstellt. Aber nicht bei einmal damit putzen.
>
> 3.) Welches der genannten Substanzen,
Aceton. Ist erstmal für vieles ganz brauchbar. Kann auch mit 50% Wasser
verdünnt benutzt werden, (kleine Menge ausprobieren).
> oder welche andere noch, wären
> Eurer Ansicht nach ideal um solche Klebereste rückstandslos zu
> entfernen?
Es gibt Etikettenlöserspray...
> Wichtig ist mir aber, daß die Substanz selbst recht schnell
> rückstandslos verdunstet,
(natürlich ohne dass Dämpfe in die Raumluft gelangen ;)
> ich nicht nachwischen muß
faul isser auch noch...
> und es recht schnell
> rausgelüftet ist, weil ich in dem Raum schlafe.
Also eigentlich macht das Zeug benommen.
Gruß Patrick
--
Registered Linuxuser #410948
> ich habe mich kürzlich in de.etc.haushalt danach erkundigt, womit ich am
> besten hartnäckige Klebereste von diesem dicken, durchsichtigen
> Klebeband von einer Milchglastür abbekommen kann.
> 3.) Welches der genannten Substanzen, oder welche andere noch, wären
> Eurer Ansicht nach ideal um solche Klebereste rückstandslos zu entfernen?
Wundbenzin bzw. nach Kleberentferner für die Haut in Apotheken fragen.
Viele Diabetiker nutzen sowas - ist aber rel. teuer.
> Wichtig ist mir aber, daß die Substanz selbst recht schnell
> rückstandslos verdunstet,
Besser wäre ja wenn sie so gut wie nicht verdunstet und abwischbar ist.
> ich nicht nachwischen muß und es recht schnell
> rausgelüftet ist, weil ich in dem Raum schlafe.
Du suchst mal wieder die Eierlegendewollmilchsau?
Hast Du es schonmal mit unverdünntem Geschirrspülkonzentrat oder
Speiseöl probiert? Einschmieren, ziehen lassen abwischen.
--
Glück Auf - Bodo Mysliwietz
----------------------------------------
http://www.labortechniker.de/
Letzteres kann ich sehr empfehlen, damit habe ich die Klebereste von
Etiketten, deren Papieranteil sich schon aufgelöst hatte, von
Glasflaschen bekommen. Erst mit Olivenöl einreiben, einwirken lassen,
runterrubbeln, und am Ende mit Spüliwasser das Öl loswerden.
Aceton hatte ich zuerst auch probiert, das hat aber im Wesentlichen den
Klebstoff angelöst, und dann nach dem Verdunsten in einer dünneren aber
großflächigeren Schicht wieder ausgeschieden. Dumme Idee.
Gruß,
Felix
Das Problem ist, daß es sich um eine fast 2,40m hohe Schranktür handelt,
der Schrank steht auf Parkett, ich kann da nicht so mit Öl und Spüli
rumsauen. Die Türen wieder ausbauen will ich auch nicht, war schwer
genug, die überhaupt zu befestigen und im Spülbecken reinigen scheidet
bei der Größe auch eher aus. ;-)
> Ich kann die Empfehlung von Aceton nur bestätigen. Habe ich während
> meiner ganzen Praktikumszeit zum Ablösen von Aufklebern benutzt.
Was waren das für Aufkleber?
Solch ein Plastikzeug?
Gibt es eigentlich so viele unterschiedliche Kleber für Aufkleber oder
Klebebänder, daß man nicht zu _einem_ idealen Lösungsmittel für alle
diese Kleber raten kann?
> So ziemlich jede der folgenden Fragen kannst du problemlos via
> Suchmaschine beantworten (hint: Sicherheitsdatenblätter).
Erstmal hab ich das bisher nur für Aceton gefunden, nicht aber für
Reinigungsbenzin, außerdem klingen schon die Infos für Aceton
beängstigend (Nieren-/Leberschäden usw.). Ist das Zeug wirklich so schlimm?
Ist Reinigungsbenzin harmloser als Aceton?
> Na dann schau dir mal die Siedetemperaturen an.
So richtig versteh ich das mit den Siedetemperaturen noch nicht.
Verdunstet Aceton nun vollständig ohne irgendetwas zurückzulassen? Geht
es vergleichbar schnell wie Spiritus?
> Eine völlig Chemie-freie Alternative: Fön nehmen und mit warmer Luft auf
> die Klebereste "zielen". Dann vorsichtig die Klebereste entfernen.
Mit dem Fön erhitze ich aber den Kleber stark, wer weiß was der dann für
Stoffe freisetzt, wenn er thermisch so maltretiert wird!?
> 1.) Wie unterscheidet sich Reinigungs-/Waschbenzin (ist beides das
> gleiche?) von gewöhnlichem Benzin was ich im Auto fahre?
Kraftstoff: Mischung aus Aromaten und Aliphaten, letztere verzweigt.
Waschbenzin: Nur aliphatische Komponenten, meistens wenig verzweigt.
> 1.1) Enthält auch Reinigungsbenzin Methanol und Toluol, oder ähnlich
> widerliches?
Normalerweise nicht. Das Zeug von Hagebau enthält z.B. nur gesättigte
Kohlenwasserstoffe im Bereich C7 bis C9.
> 2.) Wie giftig ist Aceton, gemessen an Reinigungsbenzin und Spiritus?
Wenig. Die MAK scheint sich eher an drohender Nebelbildung in der
Luft zu richten. ;-)
> 3.) Welches der genannten Substanzen, oder welche andere noch, wären
> Eurer Ansicht nach ideal um solche Klebereste rückstandslos zu entfernen?
Abhängig vom Klebstoff. Aceton löst viele Klebstoffe, dafür ist das
Hagebaubenzin sehr rein.
> Wichtig ist mir aber, daß die Substanz selbst recht schnell
Aceton, dann Benzin.
> rückstandslos
Auf Glas nur mit sehr reinen Substanzen machbar.
> verdunstet
> ich nicht nachwischen muß
Das wirst Du bei Glas fast immer.
> und es recht schnell
> rausgelüftet ist, weil ich in dem Raum schlafe.
Dann vergiß den Spiritus, der riecht entweder mäßig lang (Pyridin als
Vergällungsmittel) oder penetrant und tagelang (vergällt mit MEK).
Ich persönlich habe aus gutem Grund einfach alle drei zuhause, wobei
Spiritus aber nur selten für diese Zwecke benutzt wird - meist landet
er im Sturmkocher.
HTH,
F^2
> Erstmal hab ich das bisher nur für Aceton gefunden, nicht aber für
> Reinigungsbenzin, außerdem klingen schon die Infos für Aceton
> beängstigend (Nieren-/Leberschäden usw.). Ist das Zeug wirklich so schlimm?
Lies mal das Sicherheitsdatenblatt von *Wasser*.
Gruß Dieter
>Das Problem ist, daß es sich um eine fast 2,40m hohe Schranktür handelt,
>der Schrank steht auf Parkett, ich kann da nicht so mit Öl und Spüli
>rumsauen.
Wenn ein paar Tropfen Öl oder Spülwasser auf's Parkett kommen, kann man
die problemlos weg wischen. Aceton dürfte wohl die Versiegelung sehr
schnell angreifen...
Norbert
>> Letzteres kann ich sehr empfehlen, damit habe ich die Klebereste von
>> Etiketten, deren Papieranteil sich schon aufgelöst hatte, von
>> Glasflaschen bekommen. Erst mit Olivenöl einreiben, einwirken lassen,
>> runterrubbeln, und am Ende mit Spüliwasser das Öl loswerden.
> Das Problem ist, daß es sich um eine fast 2,40m hohe Schranktür handelt,
> der Schrank steht auf Parkett, ich kann da nicht so mit Öl und Spüli
> rumsauen.
Grrr - ist es so schwer darauf zu kommen das man da mal ein Stückchen
Zeitung als Tropsschutz drunter legt?
Rumsauen?! Du bist motorisch in der Lage einen Teelöffel Flüssigkeit auf
einen Unterteller zu verbringen, anschl. einen Backpinsel darin zu
tunken um die Stellen einzupinseln?
Die Tür soll darin nicht schwimmen.
> Daniel Leidert schrieb:
>
>> Ich kann die Empfehlung von Aceton nur bestätigen. Habe ich während
>> meiner ganzen Praktikumszeit zum Ablösen von Aufklebern benutzt.
>
> Was waren das für Aufkleber?
> Solch ein Plastikzeug?
> Gibt es eigentlich so viele unterschiedliche Kleber für Aufkleber oder
> Klebebänder, daß man nicht zu _einem_ idealen Lösungsmittel für alle
> diese Kleber raten kann?
>
>> So ziemlich jede der folgenden Fragen kannst du problemlos via
>> Suchmaschine beantworten (hint: Sicherheitsdatenblätter).
>
> Erstmal hab ich das bisher nur für Aceton gefunden, nicht aber für
> Reinigungsbenzin, außerdem klingen schon die Infos für Aceton
> beängstigend (Nieren-/Leberschäden usw.). Ist das Zeug wirklich so
> schlimm? Ist Reinigungsbenzin harmloser als Aceton?
Hmmm. Gut. Machen wir munteres Stofferaten:
* Kontakt mit dem Gasförmigen Stoff führt zu Verbrennungen
* Längerfristiger Kontakt mit dem festen Stoff führen zu lokalen
Erfrierungen, intensiver Kontakt kann die Körpertemperatur senken.
* Die Aufnahme größerer Mengen des flüssigen Stoffes führen zu verstärkter
Nierenaktivität und kann den Mineralstoffhaushalt aus dem Gleichgewicht
bringen.
* Das Einatmen des Stoffes verursacht Erstickungsanfälle die auch zum Tode
führen können.
Lieber Tom, wie heißt dieses äußerst Gefährliche Zeug?
>
>> Na dann schau dir mal die Siedetemperaturen an.
>
> So richtig versteh ich das mit den Siedetemperaturen noch nicht.
> Verdunstet Aceton nun vollständig ohne irgendetwas zurückzulassen?
Ja.
> Geht
> es vergleichbar schnell wie Spiritus?
Nein. Spiritus lässt sich dagegen Zeit.
>
>> Eine völlig Chemie-freie Alternative: Fön nehmen und mit warmer Luft
>> auf die Klebereste "zielen". Dann vorsichtig die Klebereste entfernen.
>
> Mit dem Fön erhitze ich aber den Kleber stark, wer weiß was der dann für
> Stoffe freisetzt, wenn er thermisch so maltretiert wird!?
Eijeh. Dein Leben muss sehr spannend sein. Immer auf der Flucht vor der
bösen Chemie. Manche Kleber werden in der Hitze aber erst so richtig
hart.
> Tom M. schrieb:
>
>>> Letzteres kann ich sehr empfehlen, damit habe ich die Klebereste von
>>> Etiketten, deren Papieranteil sich schon aufgelöst hatte, von
>>> Glasflaschen bekommen. Erst mit Olivenöl einreiben, einwirken lassen,
>>> runterrubbeln, und am Ende mit Spüliwasser das Öl loswerden.
>
>> Das Problem ist, daß es sich um eine fast 2,40m hohe Schranktür
>> handelt, der Schrank steht auf Parkett, ich kann da nicht so mit Öl und
>> Spüli rumsauen.
>
> Grrr - ist es so schwer darauf zu kommen das man da mal ein Stückchen
> Zeitung als Tropsschutz drunter legt?
Hast du dir schonmal ausgemalt was passiert, wenn sich das ölgetränkte
Papier entzündet und dann womöglich noch die bude in Brand setzt? Was
dabei an Stoffen freiwerden kann?
> Die Tür soll darin nicht schwimmen.
Sie würde wohl auch sinken.
Disclaimer: In diesem Posting tritt nicht explizit markierte Ironie auf.
Na, Aufkleber halt. Ich kann dir die Hersteller nicht mehr nennen ;)
> Solch ein Plastikzeug?
Stellt sich die Frage, was du unter "Plastikzeug" verstehst. Hast du nicht
von normalem, (mehr oder minder) haushaltsüblichem Klebeband gesprochen?
> Gibt es eigentlich so viele unterschiedliche Kleber für Aufkleber oder
> Klebebänder, daß man nicht zu _einem_ idealen Lösungsmittel für alle
> diese Kleber raten kann?
Es gibt Aufkleber für die unterschiedlichsten Untergründe bzw.
Haftflächen, mit unterschiedlichen Ansprüchen an z.B. die Beständigkeit
gegenüber diversen chemischen und/oder physikalischen Einflüssen oder
auch die Entfernbarkeit. Kleber sind eine Wissenschaft für sich.
>> So ziemlich jede der folgenden Fragen kannst du problemlos via
>> Suchmaschine beantworten (hint: Sicherheitsdatenblätter).
>
> Erstmal hab ich das bisher nur für Aceton gefunden,
Schwache Leistung, lassen sich problemlos finden. Hier wäre noch eine
Anlaufstelle: http://www.hvbg.de/bgia/stoffdatenbank
> nicht aber für Reinigungsbenzin,
Dann such mal nach "Spezialbenzin".
> außerdem klingen schon die Infos für Aceton
> beängstigend (Nieren-/Leberschäden usw.).
Müsste man es für derartige Schäden nicht oral aufnehmen, sprich
_trinken_?
[..]
>> Na dann schau dir mal die Siedetemperaturen an.
>
> So richtig versteh ich das mit den Siedetemperaturen noch nicht.
> Verdunstet Aceton nun vollständig ohne irgendetwas zurückzulassen?
Ja. Da es aber _verdunstet_, geht es in einen anderen Aggregatszustand
über und ist dann noch in der umgebenden Luft enthalten.
> Geht es vergleichbar schnell wie Spiritus?
Schneller. Die Siedetemperatur von herkömmlichen Spiritus
(Hauptbestandteil Ethanol) ist höher als der von Aceton.
>> Eine völlig Chemie-freie Alternative: Fön nehmen und mit warmer Luft auf
>> die Klebereste "zielen". Dann vorsichtig die Klebereste entfernen.
>
> Mit dem Fön erhitze ich aber den Kleber stark,
Ich sagte Fön und nicht Heißluftpistole. Ich weiß ja nicht, was dein
Fön so bringt, aber ab 40°C würdest du es als sehr heiß empfinden.
> wer weiß was der dann für
> Stoffe freisetzt, wenn er thermisch so maltretiert wird!?
Dazu muss er aber Unmengen flüchtiger Stoffe enthalten. Natürlich gibt
es solche Kleber, aber kaum im Haushalt. Auch die Inhaltsstoffe des
Klebers lassen sich in Erfahrung bringen. Im Regelfall geben die
Hersteller IIRC sogar Auskunft über empfohlene Lösungsmittel für ihren
Kleber. Aber für den Kleber, den du beschrieben hast, funktioniert der
Fön nach meinen Erfahrungen ganz gut.
BTW: Vielleicht solltest du jemanden beauftragen, den Kleber zu entfernen?
Sowohl die chemischen, als auch die nicht-chemischen Verfahren scheinen
für dich ja ein Problem zu sein.
>Gibt es eigentlich so viele unterschiedliche Kleber für Aufkleber oder
>Klebebänder, daß man nicht zu _einem_ idealen Lösungsmittel für alle
>diese Kleber raten kann?
Ja. Es gibt nicht *den* Kleber. Und deshalb auch nicht *das*
Lösungsmittel.
>Erstmal hab ich das bisher nur für Aceton gefunden, nicht aber für
>Reinigungsbenzin, außerdem klingen schon die Infos für Aceton
>beängstigend (Nieren-/Leberschäden usw.). Ist das Zeug wirklich so schlimm?
Wenn du das Zeug in grösseren Mengen trinkst, ja. Diesselben
Giftwirkungen gelten übrigens auch für Ethanol. Das wird aber auch
freiwillig getrunken. Übrigens kann Aceton unter bestimmten Umständen
auch ein Stoffwechselzwischenprodukt sein, das in nicht ganz kleinen
Mengen anfällt.
>Mit dem Fön erhitze ich aber den Kleber stark, wer weiß was der dann für
>Stoffe freisetzt, wenn er thermisch so maltretiert wird!?
Himmel noch mal. Benutz deinen gesunden Menschenverstand und mach dir
nicht permanent über die böse Chemie Sorgen. Das ist mit Sicherheit
ungesünder.
Christian
--
X-no-Sig: yes
> Gibt es eigentlich so viele unterschiedliche Kleber für Aufkleber oder
> Klebebänder, daß man nicht zu _einem_ idealen Lösungsmittel für alle
> diese Kleber raten kann?
Ja.
> Erstmal hab ich das bisher nur für Aceton gefunden, nicht aber für
> Reinigungsbenzin, außerdem klingen schon die Infos für Aceton
> beängstigend (Nieren-/Leberschäden usw.).
Generationen von Chemikern haben dieses beliebte Mittel zur schnellen
Trocknung von Glasgeräten ohne Probleme überstanden.
> Ist das Zeug wirklich so schlimm?
Im normalen Leben nicht.
> Ist Reinigungsbenzin harmloser als Aceton?
Jein. Chemisch ist es weniger reaktiv, aber die MAK von Aceton liegt
nicht grundlos in solchen Höhen - ist halt auch nur mäßig reaktiv.
> Mit dem Fön erhitze ich aber den Kleber stark, wer weiß was der dann für
> Stoffe freisetzt, wenn er thermisch so maltretiert wird!?
Man kann die Stoffe riechen, die noch ausgasen, aber die Mengen sind
minimal. Du sollst den Kleber ja nicht braten, sondern nur sachte auf
unter 100 °C erwärmen.
Grüße,
F^2
>>Verdunstet Aceton nun vollständig ohne irgendetwas zurückzulassen?
>
> Ja.
Nicht bei Baumarktqualität, da muß man nachwischen. Ist aber nicht
schlimm.
> Eijeh. Dein Leben muss sehr spannend sein. Immer auf der Flucht vor der
> bösen Chemie. Manche Kleber werden in der Hitze aber erst so richtig
> hart.
ACK
> Grrr - ist es so schwer darauf zu kommen das man da mal ein Stückchen
> Zeitung als Tropsschutz drunter legt?
Besser noch eine doppelte Lage Alufolie unter die Zeitung legen, da
erstere ölundurchlässig ist, während es durch Zeitungen durchsuppen
kann, wenn man mit dem Öl rumsaut.
> Patrick Kibies schrieb:
>
>>>Verdunstet Aceton nun vollständig ohne irgendetwas zurückzulassen?
>>
>> Ja.
>
> Nicht bei Baumarktqualität, da muß man nachwischen. Ist aber nicht
> schlimm.
Was? Im Baumarkt ist das Zeug so teuer, dass man es fast mit Pt aufwiegen
könnte, und dann verdunstet das nichteinmal ordentlich. Grrrrr.
Wundert mich auch!
Ist es nicht ein Reinstoff? Müßte es dann nicht immer gleichermaßen
verdunsten?
Wo soll ich mir das Zeug nun kaufen, wenn ich will, daß es
rückstandsfrei verdunstet?
> Wo soll ich mir das Zeug nun kaufen, wenn ich will, daß es
> rückstandsfrei verdunstet?
Bei der Kleinstmenge: Apotheke. Ansonsten Autolackiererei, geeigneten
Behälter mitnehmen.
Gruß Dieter
>> Grrr - ist es so schwer darauf zu kommen das man da mal ein Stückchen
>> Zeitung als Tropsschutz drunter legt?
>
> Hast du dir schonmal ausgemalt was passiert, wenn sich das ölgetränkte
> Papier entzündet und dann womöglich noch die bude in Brand setzt? Was
> dabei an Stoffen freiwerden kann?
Du Tom Du.
> Disclaimer: In diesem Posting tritt nicht explizit markierte Ironie auf.
Kann man das essen?
> Was? Im Baumarkt ist das Zeug so teuer, dass man es fast mit Pt aufwiegen
> könnte
Na, ganz so schlimm sind die ca. 4 bis 5 Euro nicht, Apotheken nehmen
für ihre zugegebenermaßen bessere Qualität deutlich mehr.
> und dann verdunstet das nichteinmal ordentlich.
Nun ja, zum Pinselreinigen und Entfetten reicht das Zeug völlig aus.
> Ist es nicht ein Reinstoff?
Baumarktqualität heißt, daß es etwas besser als "technisch" ist, wenn
es um die Reinheit geht. Zusammensetzung also: Aceton + Wasser + ver-
dunstende Verunreinigungen + feste Verunreinigungen. Letztere sind
nur in kleiner Menge enthalten, aber auf glänzenden Oberflächen wie
Glas fällt auch die schon auf.
> Müßte es dann nicht immer gleichermaßen
> verdunsten?
s.o.
> Wo soll ich mir das Zeug nun kaufen, wenn ich will, daß es
> rückstandsfrei verdunstet?
Apotheke oder Chemikalienhandel, und dann mindestens als "p.a.", weil
ich da dem "purissimum" noch nicht traue. Aber sieh es mal so: Einmal
kurz mit einem leicht feuchten Fensterleder nachgewischt, und schon
ist der Rückstand auch des Baumarktacetons weg.
Ok, verstehe.
>> Müßte es dann nicht immer gleichermaßen verdunsten?
>
> s.o.
>
>> Wo soll ich mir das Zeug nun kaufen, wenn ich will, daß es
>> rückstandsfrei verdunstet?
>
> Apotheke oder Chemikalienhandel, und dann mindestens als "p.a.", weil
> ich da dem "purissimum" noch nicht traue.
Was bedeutet an dieser Stelle p.a.?
> Aber sieh es mal so: Einmal
> kurz mit einem leicht feuchten Fensterleder nachgewischt, und schon
> ist der Rückstand auch des Baumarktacetons weg.
Ok, danke für die Tips!
> Was bedeutet an dieser Stelle p.a.?
Pro analysi, für dich völlig überzogene Qualität. Wenn du das nicht
mglauben magst kauf Ultrapur (r) oder Suprapur (r).
Gruß Dieter
> Wenn du das nicht
> mglauben magst kauf Ultrapur (r) oder Suprapur (r).
Sind das Handelsnamen oder Bezeichnungen für die Reinheit?
> > > Was bedeutet an dieser Stelle p.a.?
> >
> > Pro analysi, für dich völlig überzogene Qualität.
> ^^^^^^^^^^^
> Steht genau das dann drauf, oder p.a.?
Letzteres natürlich.
> > Wenn du das nicht
> > mglauben magst kauf Ultrapur (r) oder Suprapur (r).
>
> Sind das Handelsnamen oder Bezeichnungen für die Reinheit?
Geschützte Warenzeichen der Fa. Merck, soll die besonders hohe Reinheit
ausdrücken. Es gibt Anwendungen wo das wichtig ist, im Alltag allerdings
besimmt nicht.
Gruß Dieter
>>Was bedeutet an dieser Stelle p.a.?
>
> Pro analysi, für dich völlig überzogene Qualität.
Findest Du? Das Zeug im Labor hinterläßt jedenfalls gerne Spuren,
wenn nicht als p.a. angegeben. Auf dem Milchglas sieht man die zwar
nur im Streiflicht, aber das kann ja auch mal auftreten.
Wenn man mit einem Fensterleder nachwischt, reichen natürlich auch
purissimum und schlechtere Qualitäten.
Wenn du schon Fremdwörter benutzt, dann aber richtig.
Malträtiert.
Klebereste gehen auch gut mit Isopropanol weg.
>
>Gruß, Tom
Viel Spass weiterhin
Rolf
> Patrick Kibies schrieb:
>
>> Disclaimer: In diesem Posting tritt nicht explizit markierte Ironie
>> auf.
>
> Kann man das essen?
Ja, aber nur in Essen.
Gruß Patrick, der seinen Zu^hivie^hldienst in dieser Stadt ableisten tut.
--
Registered Linuxuser #410948