Am 09.03.2013 16:03, schrieb Ralf . K u s m i e r z:
>> für den Fall,
>> dass ich es eilig habe, stets CO_2 Kartuschen bei. Das funktioniert gut.
>> Darin liegt das CO_2 allerdings flüssig vor.
>
> Wo lag doch gleich der kritische Punkt? Bei 31° C (schnell
> überschritten) und 75 bar?
>
> Will ich sowas mitführen?
Ja wo ist den Dein Problem? Die karzusche wird wohl in der Sonne liegend
später zerknallen als ein Reifen.
> Da ist mir das "Nutzlastverhältnis" zwischen Behältergewicht und
> Füllgasmange zu ungünstig - lieber schwerere Chemikalien in leichtem
> Behälter.
Um ganz schnell die 194g Pumpengewicht zu überschreiten und chemische
sauereien zu veranstalten. Komische Denke.
>>> Ideal wäre, wenn man mit einer kleinen Daumenpumpe ein flüssiges
>>> Reaktionsmittel zu einem anderen, festen, Reaktanden zudosieren
>>> könnte, wodurch dann Gas erzeugt wird. (Ob das auch CO2 sein darf,
>>> kann ich gerade nicht gut beurteilen, aber warum nicht...)
>> Klar. Allerdings muss eine gasbildende Reaktion schon recht weit auf
>> Profuktseite liegen, damit sie es bei 10 bar noch immer tut.
>
> Und was nehmen wir da?
Es gibt nichts was für den Zweck wirklich ...
- handhabbar
- nicht hochgiftig
- nicht hochexplosiv
- für Dich mal ebend irgendwo beziehbar
- erschwinglich
...ist.
Noch mit reichlich chemischem Schwachsinn fängst Du mit rund 130g
chemischer Substanzen an und hast damit nur einen einzigen Versuch.
Jetzt noch das Gewicht des Druckreaktors und Fülladaptors hinzu
gerechnet und Du kaufst Dir sofort eine vernünftige Handpumpe oder
CO2-Kartuschensystem.
>>> Das hätte
>>> dann den Vorteil, daß man die Gaserzeugung unterbrechen kann, wenn es
>>> genug ist, so daß man das ganze Gerät für insgesamt ca. 10 mol Gas
>>> auslegen könnte.
>> Uff!
>
> Sieh's doch mal praktisch: Du hast eine Tonne Last auf dem Rad, und
> genau dann ist das Scheißteil platt, gern auch bei strömendem Regen
> usw. Also Gasdingsda angeschlossen, zisch - wieder platt. Bis das dann
> einigermaßen hinhaut, braucht man doch ein halbes Dutzend Versuche,
> und dafür hat man keine CO2-Patronen-Batterie dabei,
stattdessen hockst Du gerne auf dem Gehsteig und fängst an, mit
entsprechender Sicherheitsausrüstung bekleidet, Deinen chemischen
Gasreaktor zu entleeren, den Mist in den Rindstein oder Rain zu
entsorgen und mit Trichtern aus dem Vorratskanistern nachzufüllen.
Wenn ich ein "Rad" habe mit dem ich 1 Tonne transportieren kann, dann
kümmere ich mich auch nicht um (gesamt) 3kg für eine Flasche mit 0,5kg
CO2 und Schlauchadaptor.
> und schon gar
> nicht will man pumpen wie ein Weltmeister. Ist schon genug Ärger, die
> Sch... irgendwie zu flicken.
>
> (Warum gibt es kein Pannenspray, das was taugt und nicht Schlauch,
> Mantel und Ventil ruiniert? Ich habe derzeit einen seit Tagen
> zunehmenden Schleichplatten und sehe mich jetzt unvermeidlich
> gezwungen, den Reifen zu demontieren und den Schlauch endlich mal zu
> flicken, ohne die Garantie, daß das dann auch nachhaltig wirkt.
Wenn die Tonne oben kein Witz ist, dann solltest Du überlegen ob Alter
und damit Porösität vorliegen könnten. Dann also neuen Schlauch
reinziehen, neues Ventil rein.
> Schreib mir nicht, was nicht funktioniert, sondern, was funktioniert.
Hat er. Nannte sich Luftpumpe....
....und ja, Du willst Dich nicht wirklich als Radfahrer bezeichnen und
Dich über die Anstrengungen beim pumpen von 35l Luft beschweren?
> Wie wär's mit irgendwas, was endotherm zersetzt wird und möglichst
> inertes Gas abgibt? Vielleicht ein Metallnitrid? Gut, müßte man dann
> mit der Kerzenflamme o. ä. heizen, geht wohl auch nicht ganz so
> schnell.
Wie war das noch mit dem schlechtem Wetter? Etwas wind vielleicht?
Zusätzliches mitführen einer Brennereinheit nebst Brennstoff?
> Herrjeh, wofür sind denn Chemiker gut?
Willst Du die letzte Mondmission retten oder geht es hier um eine
tragfähige Lösung für die zivilisierte Welt?