[schnipp]
>also: unsere hausverwaltung plant in sehr naher zukunft einen
>"wasserverbesserer" (so sagt sie jedenfalls) bei uns einzubauen.
Solange es keine ominoesen magnetischen Felder sind... :-))
[schnipp]
>"[...] 2. Zusammensetzung/Angaben zu Bestandteilen
>Chemische Characterisierung
^
Wow!
>Alkalipolyphosphate und Natriumsilikate konzentriert waessrig geloest
>Gefaehrliche Inhaltsstoffe: < 2% Natriumhydroxid [...]"
Toent stark nach einem Wasserenthaerter. Das Polyphosphat wird beim
Entfernen der bereits vorhandenen Ablagerungen in den Leitungen
mithelfen. Das Silikat findest Du in jedem Waschmittel.
[schnipp]
>laut unserer hausverwaltung soll das unser trinkwasser "verbessern"
>- dieses ist aber nach aussagen der wasserwerke koeln in ordnung.
Kommt darauf an, welche Eigenschaft es "verbessern" soll. Das Wasser
wird weicher, allfaellige Ablagerungen in den Leitungen werden sich
mit der Zeit wohl aufloesen. Eine andere "Verbesserung" kann ich nicht
sehen.
>laut hersteller soll die aufbereitung eigentlich
>"braunes Wasser verhindern", "vermindert Haerteausfaelle",
>also eher gut zur rohrreinigung als zu trinkwasseraufbereitung?
Sag ich ja.
>nun meine frage als chemie-laie:
>was fuer auswirkungen (auf den menschen...) hat dieses ominoese
>"T2"-gemisch?
Die Anwendung von Phosphaten ist IMHO etwas ungluecklich. Ok, es sind
seeeehr geringe Mengen, aber Phosphate tragen nun mal zur
Eutrophierung (Ueberduengung) von Gewaessern bei. In etlichen Laendern
ist die Verwendung in Waschmitteln inzwischen verboten. Das Silikat
tut wohl niemandem weh.
Ich kenne das Trinkwasser (insbesondere seine Haerte) von Koeln nicht.
Wird wohl aus dem Rhein stammen. Da schwimmt ja allerhand drin rum
(schoenen Gruss aus Basel :-)), aber die Wasserwerke sollten
eigentlich fuer eine gute Wasserqualitaet sorgen koennen.
Wenn die Hausverwaltung die Leitungen sanieren will, sollte sie das
vielleicht gleich richtig tun.
[schnipp]
Andreas
a...@bluewin.ch
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Hallo Userschaft !
> laut unserer hausverwaltung soll das unser trinkwasser "verbessern"
> - dieses ist aber nach aussagen der wasserwerke koeln in ordnung.
Sofern es laut Wasserwerk in Ordnung ist, würde nochmal stärker
nachfragen.
Oder werdet Ihr von einem Brunnen gespeist ?
Man tippt sich !
Kai Breker
--
Dichter: Leute, die sich ihre Träume honorieren lassen. Der Rest der
Menschheit phantasiert gratis. (Hans-Hermann Kersten)
Phosphat hat im Wasser nichts mehr zu suchen, aber das wurde ja schon
gesagt. Weiches Wasser ist sicher schön und gut, aber wie lange wollt
Ihr die Bestandteile aus dem Wasser aufnehmen, die sich dann nach und
nach von den Rohrinnenwänden lösen? ´nen guten und Prost! ;-)
Bis dann
Guido ;-)
------------------------------------------------------
Interesse an elektromagnetischen Strahlen und Felder
http://www.uni-hohenheim.de/~eink/chemiker.htm
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Das Leben ist viel zu ernst um ernst genommen zu werden. ;-)
- - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -
Die zugesetzte Phospatmenge aus den Dosiergeräten liegt bei 0,5 bis 1 g
prom Kubikmeter. Das gleiche ist in 1 - 2 Pfund Brot oder 3/4 Liter
Milch enthalten. Und wenn Du es nicht kriegst, rennst Du zum Doktor und
läßt es Dir verschreiben.
Warum als der prophetische Eifer?
Wer in einem Bereich mit bis zu 35 dH lebt, weiß warum! Denk nur mal an
die Unmengen
zuzusetzender Waschmittel, die anschließend dem Abwasser zugeführt
werden.
Fritz
Hallo Userschaft !
> also: unsere hausverwaltung plant in sehr naher zukunft einen
> "wasserverbesserer" (so sagt sie jedenfalls) bei uns einzubauen.
> das ding ist von der Fa. AQUAMETASIL und es wird mit einer
> loesung "T2" bestueckt. diese loesung wird dann unserem wasser in
> kleinen haeppchen mittels dosiereinrichtung dem trinkwasser
> automatisch zugesetzt.
BTW: Der Eigentümer (bzw. in diesem Fall die Hausverwaltung) hat
nach | 9 der Trinkwasserverordnung, diese betriebstechnischen
Veränderungen dem Gesundheitsamt zwei Wochen vor Installation zu
melden.
Weiterhin kann man sich evtl. gegen den Einbau mit | 2 TrinkwV
schützen. Darin heißt es "Konzentrationen von chemischen Stoffen,
die das Trinkwasser verunreinigungen oder die Beschaffenheit des
Trinkwassers nachteilig beeinflussen können, sollten so niedrig
gehalten werden, ..."
Das kannst Du ja sowohl auf das Phosphat als auch auf die
eluierten Stoffe der Wasserrohre beziehen.
Weiterhin sollte | 5, Abs. 3 beachtet werden. Dort werden eine
Mindestkonzentration von 60 mg/l Calcium vorgeschrieben.
Kurzum: Ich würde mich an Deiner Stelle mit Deinem Gesundheitsamt
in Verbindung setzen, falls Du evtl. nicht an der Anlage
interessiert bist.
Ach ja, die TrinkwV findest Du unter http://www.umwelt-online.de
Man tippt sich !
Kai Breker
--
Computer: eine großartige Erfindung. Es passieren genauso viele Fehler
wie früher. Aber niemand ist daran schuld.
CS> also: unsere hausverwaltung plant in sehr naher zukunft einen
CS> "wasserverbesserer" (so sagt sie jedenfalls) bei uns einzubauen.
...
CS> "[...] 2. Zusammensetzung/Angaben zu Bestandteilen
CS> Chemische Characterisierung
CS> Alkalipolyphosphate und Natriumsilikate konzentriert waessrig geloest
CS> Gefaehrliche Inhaltsstoffe: < 2% Natriumhydroxid [...]"
CS>
CS> "Aussehen: farblos
CS> Dichte (25 Grad C): 1,3 bis 1,4g/ml
CS> pH Wert (25 Grad C, 1% Loesung): ca. 11,2
CS> Phosphatgehalt: 12,3 +- 0.3% als PO4
CS> Silikatgehalt: 13 +-0,5% als SiO2"
Hallo,
sowohl das Phosphat wie das Wasserglas (Silikat) wird ausschließlich
als Weichmacher dem Wasser zugesetzt. Die härtebildendenden Erdalkali-
salze werden hauptsächlich in wasserlösliche Phosphate und Natriumsalze
überführt.
Die Verrohrung wird so vor zu starker Verkalkung geschützt.
Bei Menschen mit Phosphat-Allergie ist das schlecht. Es gibt,
glaube ich, auch eine spezielle Form der Hyperaktivität bei
Kindern, die von Phosphat begünstigt wird.
Für alle anderen Menschen ist das Phosphat, wie auch das Wasserglas
wohl nicht nachweislich schädlich. Generell erhöht diese Methode
aber die Salzfracht des Wassers. Außerdem ist der Zusatz von Komplexbildnern
in Wasser immer etwas verantwortungslos, was das chemische
Langzeitverhalten angeht. Es gibt ökologisch günstigere
(aber deutlich teurere) Alternativen.
mfg
Martin Franzen
>Antwort auf die Nachricht von christoph vom 18.02.98 :
>> loesung "T2" bestueckt. diese loesung wird dann unserem wasser in
>> kleinen haeppchen mittels dosiereinrichtung dem trinkwasser
>> automatisch zugesetzt.
>Weiterhin sollte | 5, Abs. 3 beachtet werden. Dort werden eine
>Mindestkonzentration von 60 mg/l Calcium vorgeschrieben.
Hier irrelevant.
WIE soll durch "Zusatz kleiner Häppchen" die Ca-Konzentration (wesent-
lich) herabgesetzt werden?
Wenn schon, dann sollte man die 6,7 mg/l Phosphat-Grenzwert aus Anlage 4
nachprüfen...
Gruss, Holger
Hallo Userschaft !
> >Weiterhin sollte | 5, Abs. 3 beachtet werden. Dort werden eine
> >Mindestkonzentration von 60 mg/l Calcium vorgeschrieben.
>
> Hier irrelevant.
> WIE soll durch "Zusatz kleiner Häppchen" die Ca-Konzentration
> (wesent- lich) herabgesetzt werden?
Es gibt ja auch die Möglichkeit, daß die Anlage nicht einwandfrei
läuft.
> Wenn schon, dann sollte man die 6,7 mg/l Phosphat-Grenzwert aus
> Anlage 4 nachprüfen...
Das habe ich ihn etwas anderer Form aber auch genannt ...
>
> Gruss, Holger
Man tippt sich !
Kai Breker
--
Fernsehen: eine Erfindung, die es uns ermöglicht, Störungen, die wir
früher im Radio hörten, nun auch zu sehen.