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Produktsuche Vergolden

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Jo Warner

unread,
Jun 9, 2009, 7:03:17 AM6/9/09
to
Moin,

ich suche nach dem Produkt, das es frᅵher bei Elektronikfirmen wie
Conrad oder Reichelt gab mit der primᅵren Anwendung, Leiterbahnen auf
Platinen (also Kupfer) zu vergolden, ohne dafᅵr ein Tauchbad und ein
entsprechendes geregelten Netzteil zu benᅵtigen. Das Produkt wurde
lediglich auf die fettfreie Leiterbahn mittels Pinsel aufgetragen.
Leider haben beide Firmen das nicht mehr.

Es geht darum, dass einige kleine Teile Silberschmuck (massiv Silber,
nicht versilbert) hartvergoldet werden sollen. Hat irgend einer der User
eine Idee, wo man so eine Lᅵsung beziehen kann?

Gruᅵ Jo

MaWin

unread,
Jun 9, 2009, 7:27:00 AM6/9/09
to
"Jo Warner" <kiw...@yahoo.de> schrieb im Newsbeitrag
news:h0lfhj$cah$1...@online.de...

>
> Es geht darum, dass einige kleine Teile Silberschmuck (massiv Silber, nicht
> versilbert) hartvergoldet werden sollen. Hat irgend einer der User eine Idee,
> wo man so eine L�sung beziehen kann?


Warum sollte man mit Gewalt das Schlechte suchen nach dem es endlich
gluecklicherweise aus den Ladenregalen verschwunden ist ?
Nur weil man so gnadenlos faul ist, das Netzteil nicht aus dem Schrank
holen zu wollen ?
Direkt Gold auf Kupfer hat noch nie was getaugt, es fehlt die
Nickelsperrschicht.

Bei Conrad gibt es Goldelektrolyt, welches nicht aus dem hoellisch giftigen
Kaliumdicyanoaurat besteht und auch recht harte Schichten bildet:

Wenn du es galvanisch auftraegst, also doch mit Netzteil 3V und 300mA
pro cm2 und z.B. + per Edelstahlgegenelektrode.
--
Manfred Winterhoff, reply-to invalid, use mawin at gmx dot net
homepage: http://www.geocities.com/mwinterhoff/
de.sci.electronics FAQ: http://dse-faq.elektronik-kompendium.de/
Read 'Art of Electronics' Horowitz/Hill before you ask.
Lese 'Hohe Schule der Elektronik 1+2' bevor du fragst.


Lars Wilhelm

unread,
Jun 9, 2009, 8:15:06 AM6/9/09
to
On 9 Jun., 13:27, "MaWin" <m...@private.net> wrote:
> "Jo Warner" <kiw...@yahoo.de> schrieb im Newsbeitragnews:h0lfhj$cah$1...@online.de...

>
>
>
> > Es geht darum, dass einige kleine Teile Silberschmuck (massiv Silber, nicht
> > versilbert) hartvergoldet werden sollen. Hat irgend einer der User eine Idee,
> > wo man so eine Lösung beziehen kann?

>
> Warum sollte man mit Gewalt das Schlechte suchen nach dem es endlich
> gluecklicherweise aus den Ladenregalen verschwunden ist ?
> Nur weil man so gnadenlos faul ist, das Netzteil nicht aus dem Schrank
> holen zu wollen ?
> Direkt Gold auf Kupfer hat noch nie was getaugt, es fehlt die
> Nickelsperrschicht.
>
> Bei Conrad gibt es Goldelektrolyt, welches nicht aus dem hoellisch giftigen
> Kaliumdicyanoaurat besteht und auch recht harte Schichten bildet:


Auah. Erstens ist das Zeug extrem teuer. ( etwa 5 x so teuer wie Gold
auf dem Weltmarkt). 2. Kommt man damit nicht wirklich weit. 3. Wenn
dieses komische System aus HAuCl4 und anderen Hilfsstoffen
funktionieren würde, frage ich mich, warum professionelle
galvanikbetriebe solche cyanidfreien elektrolyte nicht schon längst
auf dem Markt gebracht haben.

MaWin

unread,
Jun 9, 2009, 9:47:26 AM6/9/09
to
"Lars Wilhelm" <usenet...@nurfuerspam.de> schrieb im Newsbeitrag
news:4090e384-47fd-4658...@k8g2000yqn.googlegroups.com...

>
> > Bei Conrad gibt es Goldelektrolyt, welches nicht aus dem hoellisch giftigen
> > Kaliumdicyanoaurat besteht und auch recht harte Schichten bildet:

> Auah. Erstens ist das Zeug extrem teuer. ( etwa 5 x so teuer wie Gold
> auf dem Weltmarkt). 2. Kommt man damit nicht wirklich weit. 3. Wenn
> dieses komische System aus HAuCl4 und anderen Hilfsstoffen

> funktionieren w�rde, frage ich mich, warum professionelle
> galvanikbetriebe solche cyanidfreien elektrolyte nicht schon l�ngst


> auf dem Markt gebracht haben.


Es funktioniert. Zum galavnischen Vergolden von Leiterbahne
auf Nickelsperrschichtdurchaus geeognet, fuer den Silberring
sollte es also auch gehen.

Sicher ist es teuer, teurer als Gold, aber fuer eine Ring wird die
Flasche locker ausreichen, er haette nichts von groesserer
Verpackungseinheit.
--
Manfred Winterhoff


Leo Meyer

unread,
Jun 9, 2009, 11:41:25 AM6/9/09
to
MaWin wrote:
> "Jo Warner" schrieb:

>> Es geht darum, dass einige kleine Teile Silberschmuck (massiv
>> Silber, nicht versilbert) hartvergoldet werden sollen. Hat irgend
>> einer der User eine Idee, wo man so eine L�sung beziehen kann?
>
> Bei Conrad gibt es Goldelektrolyt, welches nicht aus dem hoellisch
> giftigen Kaliumdicyanoaurat besteht und auch recht harte Schichten
> bildet:

Moment mal, das ist doch die Chemie-NG, das k�nnte man doch auch selber machen ;-)

Zitat von: http://www.zeno.org/Pierer-1857/A/Vergoldung:
"Man tr�nkt Leinwandl�ppchen mit einer Aufl�sung von Gold in K�nigswasser,
z�ndet dieselben nach dem Trocknen an u. l��t sie zu Asche verbrennen.
Nun taucht man das verkohlte, mit Wasser, Salzwasser od. Essig befeuchtete
Ende eines Korkes in den so erhaltenen Goldzunder u. reibt damit die blanke
Metallfl�che ein. Man vergoldet so bes. Silber, auch Neusilber, Messing u. Kupfer."

Gleiche Quelle:
"Oder man l�st 1 Loth feines Gold in K�nigswasser auf, setzt dann 3 Loth doppelt
kohlensaures Kali in 4 Pfund Wasser aufgel�st hinzu u. h�ngt die gelbgebrannten
Gegenst�nde 1/2 bis 1 Minute lang in die kochende Fl�ssigkeit (Goldsud).
Die entstandene V. kann nach Erforderni� noch polirt werden."

Blattgold in K�nigswasser aufzul�sen ist kein Problem. Das Vergolden damit habe ich
allerdings noch nicht probiert. Falls Du es versuchst, viel Spa� beim "Poliren" ;-)

Gru�, Leo

--
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Jo Warner

unread,
Jun 9, 2009, 1:21:53 PM6/9/09
to
Jo Warner schrieb:

> Es geht darum, dass einige kleine Teile Silberschmuck (massiv Silber,
> nicht versilbert) hartvergoldet werden sollen. Hat irgend einer der User
> eine Idee, wo man so eine Lᅵsung beziehen kann?

Danke erstmal fᅵr die bisherigen Beitrᅵge! Vermutlich ist es doch die
bessere Idee, das ganze elektrolytisch zu machen. Mehrfach (Spannung und
Strombegrenzung) regelbares Labornetzteil ist vorhanden, ein V4A-Stab
als Anode auch.

Aber ich wᅵrde dann doch lieber das giftige Zeugs aus dem
professionellen Bereich verwenden, da ist dann natᅵrlich die Frage, wo
ich das in Mengen weit unterhalb der Bestellmenge einer groᅵen
Galvanisieranstalt bekomme.

Gruᅵ Jo

Frank Lassowski

unread,
Jun 9, 2009, 1:31:12 PM6/9/09
to
Jo Warner schrub:

> Aber ich würde dann doch lieber das giftige Zeugs aus dem
> professionellen Bereich verwenden, da ist dann natürlich die Frage, wo
> ich das in Mengen weit unterhalb der Bestellmenge einer großen
> Galvanisieranstalt bekomme.

Moin Jo!

Versuchs mal in Schwanewede bei KRS, die bieten zumindest vergoldete
Schrauben an. Vielleicht kannste Dir da ja was wegholen bzw. mitbestellen.

Gruß
Frank

Frank Lassowski

unread,
Jun 9, 2009, 1:33:39 PM6/9/09
to
Frank Lassowski schrub:

Oder in Lübeck bei Höger...

Frank

Uwe Hercksen

unread,
Jun 10, 2009, 5:03:12 AM6/10/09
to

Jo Warner schrieb:

> Danke erstmal fᅵr die bisherigen Beitrᅵge! Vermutlich ist es doch die
> bessere Idee, das ganze elektrolytisch zu machen. Mehrfach (Spannung und
> Strombegrenzung) regelbares Labornetzteil ist vorhanden, ein V4A-Stab
> als Anode auch.

Hallo,

mit den stromlosen chemischen Methoden erreicht man wohl nur eine
"Hauchvergoldung" die nicht sehr dauerhaft sein kann.

Galvanik ist ᅵbrigens nicht so einfach, wenn die Zusᅵtze zur Einebnung
und Glanzbildung nicht passen oder die Stromdichte zu hoch ist erhalten
wir hier bei unser Leiterplattengalvanik recht unbefriedigende
Ergebnisse. Nur mit einer Lᅵsung aus Kupfersulfat, Schwefelsᅵure und
Salzsᅵure erhᅵlt man rauhe, porige und kᅵrnige Schichten ohne Glanz.

Bye

Jo Warner

unread,
Jun 10, 2009, 6:23:40 AM6/10/09
to
Frank Lassowski schrieb:

Danke Frank - passt!

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