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Natriumacetat selbst herstellen

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Henry Kiefer

unread,
Jul 14, 2006, 8:19:12 AM7/14/06
to
Hallo alle -

Habe mich mal an der Selbstherstellung von Natriumacetetat probiert. Also
Natron und Essigessenz 25% zusammengemischt mit Überschuß von Natron, und
solange dann Essig hinzugegeben, bis es nicht mehr schäumte. Ich denke dann
am Neutralpunkt angekommen zu sein. Das scheint auch zu klappen, wenn man
das Gemisch dann in der Mikrowelle vorsichtig eindampft.

Was ich aber nicht verstehe ist: Wenn ich den Essigessenz eindicken möchte
durch Kristallisation im Kühlschrank, dann klappt das nicht. Entweder die
Flüssigkeit bleibt flüssig (bis ca. 8 Grad ausprobiert) oder gefriert
homogen im Gefrierfach. Eine Auskristallisation der Essigsäure allein aus
dem Wasser heraus, klappt nicht.

Kann mir das ein Chemiker erklären? Den Essig in der Mikrowelle zu
konzentieren, scheint zumindest ansatzweise zu gehen. Der Geruch wird immer
stechender.

Wie kann man eigentlich die Konzentration simpel messen?

Bitte nur Vorschläge mit Haushaltsverfahren. Chemielabor habe ich nicht.

Ist es eigentlich besser zur Herstellung NaOH anstatt des Essigs zu nehmen?


Sonniger Gruß -
Henry


Stephan Feinen

unread,
Jul 14, 2006, 10:20:40 AM7/14/06
to
"Henry Kiefer" <otc_f...@gmx.net> writes:

> Habe mich mal an der Selbstherstellung von Natriumacetetat probiert. Also
> Natron und Essigessenz 25% zusammengemischt mit Überschuß von Natron, und
> solange dann Essig hinzugegeben, bis es nicht mehr schäumte. Ich denke dann
> am Neutralpunkt angekommen zu sein. Das scheint auch zu klappen, wenn man
> das Gemisch dann in der Mikrowelle vorsichtig eindampft.

Die Mikrowelle wird sich freuen, wenn du sie mit Essigsäure einnebelst...
Lange macht die das nicht mit. Heiße konzentrierte Essigsäure ist sehr
korrosiv.

In der Mikrowelle klappt das nicht, da du keine Temperaturkontrolle hast.
Essigsäure destilliert bei ca. 118 Grad ab. Das bedeutet, deine Lösung erwärmt
sich auf ca. 100 Grad und dampft alles Wasser ab. Danach destilliert die
Essigsäure bei 118 Grad ab. In einer Mikrowelle kannst du die Temperatur der
Lösung nicht regeln und auch nicht feststellen, wann das Wasser weg ist.
Also dampft dir irgendwann auch der Essig ab. Und das Natriumacetat geht dir
kurz danach auch kaputt, genauso wie die Mikrowelle...

Natriumacetat sollte es sehr billig in der Apotheke geben. Das ist für so
absolute Laien wie dich letztendlich billiger und ungefährlicher. Was hast du
damit vor?

> Was ich aber nicht verstehe ist: Wenn ich den Essigessenz eindicken möchte
> durch Kristallisation im Kühlschrank, dann klappt das nicht. Entweder die
> Flüssigkeit bleibt flüssig (bis ca. 8 Grad ausprobiert) oder gefriert
> homogen im Gefrierfach. Eine Auskristallisation der Essigsäure allein aus
> dem Wasser heraus, klappt nicht.

Wahrscheinlich ist die Konzentration nicht hoch genug. Reiner Eisessig friert
bei ca. 16 Grad aus.

> Kann mir das ein Chemiker erklären? Den Essig in der Mikrowelle zu
> konzentieren, scheint zumindest ansatzweise zu gehen. Der Geruch wird immer
> stechender.

Yep, wie schon oben beschrieben dampft dir beim Heizen nach dem Wasser auch
die Essigsäure ab. Laß das!

> Wie kann man eigentlich die Konzentration simpel messen?

Titrieren. Ist nicht simpel, aber bei mittelstarken Säuren der beste Weg.

> Bitte nur Vorschläge mit Haushaltsverfahren. Chemielabor habe ich nicht.

Haushaltsverfahren: Geh zur Apotheke und kauf dir das Zeug. Alles andere ist
Unsinn und bestenfalls gefährlich, vor allem bei deinem Wissensstand.
Was willst du eigentlich mit dem Zeug?

> Ist es eigentlich besser zur Herstellung NaOH anstatt des Essigs zu nehmen?

???
Bei deinen Kenntnissen nimmst du am besten destlilliertes Wasser.

--
And there was nothing finer than a wizard dressed up formally, until someone
could find a way of inflating a Bird of Paradise, possibly by using an elastic
band and some kind of gas. -- (Terry Pratchett, Jingo)

Andreas Haimberger

unread,
Jul 14, 2006, 10:53:23 AM7/14/06
to
Henry Kiefer schrieb:

[...]


> Was ich aber nicht verstehe ist: Wenn ich den Essigessenz eindicken möchte
> durch Kristallisation im Kühlschrank, dann klappt das nicht. Entweder die
> Flüssigkeit bleibt flüssig (bis ca. 8 Grad ausprobiert) oder gefriert
> homogen im Gefrierfach.

Natriumacetat ist dafür bekannt, dass es metastabile unterkühlte
Lösungen bildet. Siehe dazu:
http://de.wikipedia.org/wiki/W%C3%A4rmekissen

Versuche mal, in deiner unterkühlten Lösung mit einem Metalllöffel an
der Gefäßwand zu kratzen, vielleicht löst das eine Kristallisation aus.

> Ist es eigentlich besser zur Herstellung NaOH anstatt des Essigs zu nehmen?

Wie darf man das verstehen? Wenn ich den Essig durch NaOH ersetze, wird
ja kaum ein Acetat dabei herauskommen.

MFG, Andy
--
Dieser Artikel stellt meine unmaßgebliche und möglicherweise falsche
Privatmeinung dar. Das Lesen und die Nutzung des Textes erfolgt auf
eigene Gefahr. Bei ungewollten Auswirkungen auf Mitbewohner, Haustiere
oder Computer-Festplatten kann keine Haftung übernommen werden.

Henry Kiefer

unread,
Jul 14, 2006, 11:37:12 AM7/14/06
to

"Andreas Haimberger" <AndreasH...@gmx.at> schrieb im Newsbeitrag
news:4hppf1...@individual.net...

> Henry Kiefer schrieb:
>
> [...]
> > Was ich aber nicht verstehe ist: Wenn ich den Essigessenz eindicken
möchte
> > durch Kristallisation im Kühlschrank, dann klappt das nicht. Entweder
die
> > Flüssigkeit bleibt flüssig (bis ca. 8 Grad ausprobiert) oder gefriert
> > homogen im Gefrierfach.
>
> Natriumacetat ist dafür bekannt, dass es metastabile unterkühlte
> Lösungen bildet. Siehe dazu:
> http://de.wikipedia.org/wiki/W%C3%A4rmekissen
Wärmespeicher: Darum ging es mir ursprünglich.

>
> Versuche mal, in deiner unterkühlten Lösung mit einem Metalllöffel an
> der Gefäßwand zu kratzen, vielleicht löst das eine Kristallisation aus.

Habe diverses probiert, aber die Lösung hat nicht reagiert. Laut Googeln ist
dafür auch eher eine heftige Erschütterung notwendig (Offenlegung frischer
kristalliner Strukturen als Keime).

>
> > Ist es eigentlich besser zur Herstellung NaOH anstatt des Essigs zu
nehmen?
>
> Wie darf man das verstehen? Wenn ich den Essig durch NaOH ersetze, wird
> ja kaum ein Acetat dabei herauskommen.

http://www.chemieonline.de/forum/archive/index.php/t-26156.html
Dort wird es erwähnt.

Gruß -
Henry


Henry Kiefer

unread,
Jul 14, 2006, 11:45:44 AM7/14/06
to

"Stephan Feinen" <ste...@feinen.com> schrieb im Newsbeitrag
news:uhd1ki...@feinen.com...

> "Henry Kiefer" <otc_f...@gmx.net> writes:
>
> > Habe mich mal an der Selbstherstellung von Natriumacetetat probiert.
Also
> > Natron und Essigessenz 25% zusammengemischt mit Überschuß von Natron,
und
> > solange dann Essig hinzugegeben, bis es nicht mehr schäumte. Ich denke
dann
> > am Neutralpunkt angekommen zu sein. Das scheint auch zu klappen, wenn
man
> > das Gemisch dann in der Mikrowelle vorsichtig eindampft.
>
> Die Mikrowelle wird sich freuen, wenn du sie mit Essigsäure einnebelst...
> Lange macht die das nicht mit. Heiße konzentrierte Essigsäure ist sehr
> korrosiv.
Ich habs am Husten gemerkt :-)
Also im Ernst, die schnelle Welle war verdreckt und ich hab das Experiment
gleich zum Putzen derselben benutzt. Sieht wieder klasse aus.
Die Mikrowelle hat schon ne Menge mitgemacht. Hab da keine Angst, das sie
mal den Geist aufgibt.

>
> In der Mikrowelle klappt das nicht, da du keine Temperaturkontrolle hast.
> Essigsäure destilliert bei ca. 118 Grad ab. Das bedeutet, deine Lösung
erwärmt
> sich auf ca. 100 Grad und dampft alles Wasser ab. Danach destilliert die
> Essigsäure bei 118 Grad ab. In einer Mikrowelle kannst du die Temperatur
der
> Lösung nicht regeln und auch nicht feststellen, wann das Wasser weg ist.
> Also dampft dir irgendwann auch der Essig ab. Und das Natriumacetat geht
dir
> kurz danach auch kaputt, genauso wie die Mikrowelle...

Die Frage ist halt, wie die Destillation genau abläuft. Also bei welcher
Temperatur sich wieviel des einen Stoffs und des anderen verflüchtigt.
Destillationskram habe ich leider nicht.

>
> Natriumacetat sollte es sehr billig in der Apotheke geben. Das ist für so
> absolute Laien wie dich letztendlich billiger und ungefährlicher. Was hast
du
> damit vor?

Wollte mal das Wärmespeichervermögen ausprobieren. Klar kann man das fertig
kaufen.
Wenn ich hier aber ne Menge Chemikalien rumstehen habe, warum nicht mal
experimentieren und dazulernen.

>
> > Was ich aber nicht verstehe ist: Wenn ich den Essigessenz eindicken
möchte
> > durch Kristallisation im Kühlschrank, dann klappt das nicht. Entweder
die
> > Flüssigkeit bleibt flüssig (bis ca. 8 Grad ausprobiert) oder gefriert
> > homogen im Gefrierfach. Eine Auskristallisation der Essigsäure allein
aus
> > dem Wasser heraus, klappt nicht.
>
> Wahrscheinlich ist die Konzentration nicht hoch genug. Reiner Eisessig
friert
> bei ca. 16 Grad aus.

Gibts da ne Kurve/Diagramm? Ich fand nix im Net. Vermutlich benutze ich auch
nur die falschen Suchbegriffe als Chemielaie.

>
> > Kann mir das ein Chemiker erklären? Den Essig in der Mikrowelle zu
> > konzentieren, scheint zumindest ansatzweise zu gehen. Der Geruch wird
immer
> > stechender.
>
> Yep, wie schon oben beschrieben dampft dir beim Heizen nach dem Wasser
auch
> die Essigsäure ab. Laß das!

Kein Mensch stellt sich an die Mikrowelle und atmet tief durch.
Das auf dem Herd zu machen, halte ich für gefährlicher.

>
> > Wie kann man eigentlich die Konzentration simpel messen?
>
> Titrieren. Ist nicht simpel, aber bei mittelstarken Säuren der beste Weg.

Würde denn eine normale pH-Testflüssigkeit für Wassertests funktionieren in
so konzentrierten Lösungen?

>
> > Bitte nur Vorschläge mit Haushaltsverfahren. Chemielabor habe ich nicht.
>
> Haushaltsverfahren: Geh zur Apotheke und kauf dir das Zeug. Alles andere
ist
> Unsinn und bestenfalls gefährlich, vor allem bei deinem Wissensstand.
> Was willst du eigentlich mit dem Zeug?

Also Natriumacetetat hat ne E-Nummer... und die Mikrowelle ist ein halbwegs
geschlossenes Gerät. Essenkochen halte ich für gefährlicher.

>
> > Ist es eigentlich besser zur Herstellung NaOH anstatt des Essigs zu
nehmen?
>
> ???
> Bei deinen Kenntnissen nimmst du am besten destlilliertes Wasser.

http://www.chemieonline.de/forum/archive/index.php/t-26156.html
Was sagst du nun?
Mich würde interessieren, was verfahrensmäßig effektiver ist bzw. preislich
günstiger bezogen auf den Stoffumsatz.

Gruß -
Henry


Dirk Geiger

unread,
Jul 14, 2006, 1:58:37 PM7/14/06
to
"Henry Kiefer" <otc_f...@gmx.net> wrote:

>Habe mich mal an der Selbstherstellung von Natriumacetetat probiert. Also
>Natron und Essigessenz 25% zusammengemischt mit Überschuß von Natron, und
>solange dann Essig hinzugegeben, bis es nicht mehr schäumte. Ich denke dann
>am Neutralpunkt angekommen zu sein.

ACK.

> Das scheint auch zu klappen, wenn man
>das Gemisch dann in der Mikrowelle vorsichtig eindampft.

Das sollte man lassen - Natriumacetat ist widerlich schmierig, und
wenn es Dir in die Ritzen spritzt, bekommst Du es nie wieder raus.
Ausserdem ist das Risiko von Siedeverzügen auch später noch recht hoch
und verspritzte heisse Natriumacetatlsg. führt zu sehr schmerzhaften
Verbrennungen (leider selbst getestet...).

>Was ich aber nicht verstehe ist: Wenn ich den Essigessenz eindicken möchte
>durch Kristallisation im Kühlschrank, dann klappt das nicht.

Das geht auch nicht.

>Kann mir das ein Chemiker erklären? Den Essig in der Mikrowelle zu
>konzentieren, scheint zumindest ansatzweise zu gehen. Der Geruch wird immer
>stechender.

Das klappt zu Deinem Glück nicht besonders gut, sonst wäre Deine
Mikrowelle kaputt oder explodiert und Du wärst evtl. tot, blind,
hässlich oder lebenslang lungengeschädigt. (Heisser) Eisessig ist ein
für Laien recht übler Stoff.

Auch heisse Essigessenz ist schon gut ätzend und die Dämpfe haben
schon einige entkalkende Hausfrauen in die Notaufnahme gebracht...

>Wie kann man eigentlich die Konzentration simpel messen?

>Bitte nur Vorschläge mit Haushaltsverfahren. Chemielabor habe ich nicht.

gebe solange Soda zu, bis es nicht mehr sprudelt und rechne. Benutze
einen Teststreifen.

>Ist es eigentlich besser zur Herstellung NaOH anstatt des Essigs zu nehmen?

Das ist Quatsch. Du könntest das Natriumhydrogencarbonat durch
Natriunhydroxid ersetzen - das sprudelt dann aber nicht und Du musst
vorher rechnen und wägen, wieviel Du jeweils benötigst. Davon kann man
Dir aber nur abraten - wenn Du mit Natronlauge solche Späße machst,
wie mit Deiner Essigessenz, dann bist Du sicher recht bald hässlich,
lungenkrank und blind.

Was Du machen kannst, ist das Natron durch Soda (Natriumcarbonat)
ersetzen - das ist i.A. billiger, Du brauchst weniger und Dein
Blubberindikator bleibt erhalten. Zum eindampfen nimmst Du einen Herd
und einen alten Topf (keine Mikrowelle!) und hälst das ganze unter dem
Kochpunkt. Wenn ich richtig annehme, dann willst Du den
Wärmekisseneffekt experimentell erkunden: Dazu nicht bis ins trockene
Eindampfen, sondern nur soweit, dass, wenn Du mit einen Metalllöffel
etwas entnimmst, abkühlen lässt und darin herumreibst eine "feste"
schmierige Substanz entsteht.

Mit dem Natriumacetat kann man schöne Experimente machen, z.B.
Eisberge instantan giessen. Lass Dir die Experimentierfreude nicht
vermiessen aber achte immer darauf, dass Du nur dass machst, wovon Du
weisst (und nicht nur vermutest wie mit der Mikrowelle), dass es
sicher ist und Du _immer_ eine Schutzbrille trägst.

Such mal auf der Seite von Prof. Blume - dort finden sich, wenn ich
mir richtig erinnere, sogar die beschriebenen Experimente und etwas zu
pH-Indikatoren aus Lebensmitteln (Radieschen, Rotkraut usf.) mit denen
Du ein wenig genauer als mit dem Blubberindikator titrieren kannst.

Grusz,
Dirk

Felix Opatz

unread,
Jul 14, 2006, 3:19:50 PM7/14/06
to
Henry Kiefer wrote:

[...]


> Also Natriumacetetat hat ne E-Nummer... und die Mikrowelle ist ein halbwegs
> geschlossenes Gerät. Essenkochen halte ich für gefährlicher.

Parathion hat auch eine E-Nummer (605), das ist kein gutes Argument.

Gruß,
Felix

Message has been deleted

Henry Kiefer

unread,
Jul 14, 2006, 4:26:18 PM7/14/06
to

"Felix Opatz" <fe...@zotteljedi.de> schrieb im Newsbeitrag
news:e98qon$b6f$01$1...@news.t-online.com...
Stimmt, Zucker ist auch hochgiftig und dazu noch explosiv.

Zurück zum Thema...

- Henry


Henry Kiefer

unread,
Jul 14, 2006, 4:53:33 PM7/14/06
to
Hallo Dirk -

> > Das scheint auch zu klappen, wenn man
> >das Gemisch dann in der Mikrowelle vorsichtig eindampft.
> Das sollte man lassen - Natriumacetat ist widerlich schmierig, und
> wenn es Dir in die Ritzen spritzt, bekommst Du es nie wieder raus.
> Ausserdem ist das Risiko von Siedeverzügen auch später noch recht hoch
> und verspritzte heisse Natriumacetatlsg. führt zu sehr schmerzhaften
> Verbrennungen (leider selbst getestet...).

Das ist ja das Schöne an der Mikrowelle. Weder kann man explosiv betroffen
werden durch die Tür, noch kann was anbrennen. Zumindest wenn man es nicht
übertreibt.

Beim Natriumacetat hatte ich den Siedeverzug noch nicht gesehen. Der Essig
dagegen macht das regelmäßig. Dachte, es wäre ein gutes Zeichen für seine
Reinheit und damit Neigung zum Auskristallisieren.

>
> >Was ich aber nicht verstehe ist: Wenn ich den Essigessenz eindicken
möchte
> >durch Kristallisation im Kühlschrank, dann klappt das nicht.
> Das geht auch nicht.

Aber warum? Was sind die Bedingungen für Trennung durch Kristallisation und
folgende Filterung? Hatte das extra verifiziert im Net und mehrfach wurde
behauptet, der Essig würde sich bei ca. 16 Grad trennen, was aber bei 8°C
immernoch nix wird.
Kann man das durch Zugabe einer weiteren Substanz erzwingen?

>
> >Kann mir das ein Chemiker erklären? Den Essig in der Mikrowelle zu
> >konzentieren, scheint zumindest ansatzweise zu gehen. Der Geruch wird
immer
> >stechender.
> Das klappt zu Deinem Glück nicht besonders gut, sonst wäre Deine
> Mikrowelle kaputt oder explodiert und Du wärst evtl. tot, blind,
> hässlich oder lebenslang lungengeschädigt. (Heisser) Eisessig ist ein
> für Laien recht übler Stoff.

Deine Angst vor Laien kann ich verstehen. Es sind aber noch alle Glieder
dran.

> >Bitte nur Vorschläge mit Haushaltsverfahren. Chemielabor habe ich nicht.
> gebe solange Soda zu, bis es nicht mehr sprudelt und rechne. Benutze
> einen Teststreifen.

Ist ein pH-Tropftest für wassrige Lösungen nicht anwendbar?
Hab hier ein komplettes Set zur Wasserwerte-Bestimmung.

>
> >Ist es eigentlich besser zur Herstellung NaOH anstatt des Essigs zu
nehmen?
> Das ist Quatsch. Du könntest das Natriumhydrogencarbonat durch
> Natriunhydroxid ersetzen - das sprudelt dann aber nicht und Du musst
> vorher rechnen und wägen, wieviel Du jeweils benötigst. Davon kann man
> Dir aber nur abraten - wenn Du mit Natronlauge solche Späße machst,
> wie mit Deiner Essigessenz, dann bist Du sicher recht bald hässlich,
> lungenkrank und blind.

Weil wir grad bei der Stöchiometrie sind. Ich habe bislang keine
Online-Tools für dieses gefunden. Ist das im Chemiebereich nicht so üblich?
Für meine Elektronik gibts einen Haufen im Net.
Ein Tool, bei dem ich einfach die Ausgangssubstanzen eingebe und die
gewünschte Menge des Ergebnisses, was dann für alle beteiligten Stoffe die
nötigen Massen berechnet, wäre sehr praktisch. Wollte eigentlich nicht
stundenlang Tabellenwerte suchen und Formeln durchhusten.
Gibt es eigentlich das Equivalent zu SPICE im Elektronikbereich
(Simulation/Vorhersage von Schaltungen) auch für Chemie? Also ein Tool, was
die wahrscheinlichsten Ergebnisstoffe ermittelt und mit dem man diverse
Versuche am PC durchsimulieren kann - ohne die Küche zu versauen :-)

>
> Was Du machen kannst, ist das Natron durch Soda (Natriumcarbonat)
> ersetzen - das ist i.A. billiger, Du brauchst weniger und Dein
> Blubberindikator bleibt erhalten. Zum eindampfen nimmst Du einen Herd
> und einen alten Topf (keine Mikrowelle!) und hälst das ganze unter dem
> Kochpunkt. Wenn ich richtig annehme, dann willst Du den
> Wärmekisseneffekt experimentell erkunden: Dazu nicht bis ins trockene
> Eindampfen, sondern nur soweit, dass, wenn Du mit einen Metalllöffel
> etwas entnimmst, abkühlen lässt und darin herumreibst eine "feste"
> schmierige Substanz entsteht.

Ich empfinde es als schwierig die richtige Wassermenge im Natriumacetat
einzustellen. Entweder ist es wässrig-schmierig oder wird gleich in seine
weiße Kristallform beim Eindampfen gebracht.

>
> Mit dem Natriumacetat kann man schöne Experimente machen, z.B.
> Eisberge instantan giessen. Lass Dir die Experimentierfreude nicht
> vermiessen aber achte immer darauf, dass Du nur dass machst, wovon Du
> weisst (und nicht nur vermutest wie mit der Mikrowelle), dass es
> sicher ist und Du _immer_ eine Schutzbrille trägst.

Ok ok, Elektroniker haben Schutzbrillen und sogar Handschuhe...

>
> Such mal auf der Seite von Prof. Blume - dort finden sich, wenn ich
> mir richtig erinnere, sogar die beschriebenen Experimente und etwas zu
> pH-Indikatoren aus Lebensmitteln (Radieschen, Rotkraut usf.) mit denen
> Du ein wenig genauer als mit dem Blubberindikator titrieren kannst.

Den Blume habe ich schon ziemlich lang durchgeforstet.

Ich seh schon, werde mal den Wassertestkoffer suchen und entstauben und
einfach probieren.

Vielen Dank für deine Infos!
- Henry


Henry Kiefer

unread,
Jul 14, 2006, 4:56:01 PM7/14/06
to

"Kristian Neitsch" <knne...@gmx.de> schrieb im Newsbeitrag
news:4hqeg0...@individual.net...
> Felix Opatz schrieb:
> Die hat mit den Lebensmittelzusatzstoff-E-Nummern *nichts* zu tun!
Das war ja mal wieder ne fatale Verwechslung bzw. Mißverständnis. Ich meinte
natürlich die Lebensmittel E-Nummern.

- Henry


Patrick Kibies

unread,
Jul 14, 2006, 8:47:45 PM7/14/06
to
Henry Kiefer wrote:

>
> "Stephan Feinen" <ste...@feinen.com> schrieb im Newsbeitrag
> news:uhd1ki...@feinen.com...
>> "Henry Kiefer" <otc_f...@gmx.net> writes:
>>
>> > Habe mich mal an der Selbstherstellung von Natriumacetetat probiert.
> Also
>> > Natron und Essigessenz 25% zusammengemischt mit Überschuß von Natron,
> und
>> > solange dann Essig hinzugegeben, bis es nicht mehr schäumte. Ich
>> > denke
> dann
>> > am Neutralpunkt angekommen zu sein. Das scheint auch zu klappen, wenn
> man
>> > das Gemisch dann in der Mikrowelle vorsichtig eindampft.
>>
>> Die Mikrowelle wird sich freuen, wenn du sie mit Essigsäure
>> einnebelst... Lange macht die das nicht mit. Heiße konzentrierte
>> Essigsäure ist sehr korrosiv.
> Ich habs am Husten gemerkt :-)
> Also im Ernst, die schnelle Welle war verdreckt und ich hab das
> Experiment gleich zum Putzen derselben benutzt. Sieht wieder klasse aus.
> Die Mikrowelle hat schon ne Menge mitgemacht. Hab da keine Angst, das
> sie mal den Geist aufgibt.

Du bereitest aber keine Lebensmittel in der Mikrowelle zu?

>> In der Mikrowelle klappt das nicht, da du keine Temperaturkontrolle
>> hast. Essigsäure destilliert bei ca. 118 Grad ab. Das bedeutet, deine
>> Lösung
> erwärmt
>> sich auf ca. 100 Grad und dampft alles Wasser ab. Danach destilliert
>> die Essigsäure bei 118 Grad ab. In einer Mikrowelle kannst du die
>> Temperatur
> der
>> Lösung nicht regeln und auch nicht feststellen, wann das Wasser weg
>> ist. Also dampft dir irgendwann auch der Essig ab. Und das
>> Natriumacetat geht
> dir
>> kurz danach auch kaputt, genauso wie die Mikrowelle...

[OT] Das Quoting ist kaum lesbar, bitte stelle das Kammquoting ab.



> Die Frage ist halt, wie die Destillation genau abläuft.

Das verrät dir ein Gleichgewichtsdiagramm...

> Also bei welcher
> Temperatur sich wieviel des einen Stoffs und des anderen verflüchtigt.

Das ist garnichtmal von der Temperatur abhängig, sondern vielmehr von den
KOnzentrationen, die vorliegen. Die Siedetemperatur in der Blase erhöht
sich bei diskontinuierlichen Verfahren annähernd linear.


> Destillationskram habe ich leider nicht.


Es muss auch erstmal nix Aufregendes sein.

Was meinst du eigentlich mit "Natron"? Ätznatron (Also NAtriumhydrid) oder
Backnatron (Natriumbikarbonat).


>> > Was ich aber nicht verstehe ist: Wenn ich den Essigessenz eindicken
> möchte
>> > durch Kristallisation im Kühlschrank, dann klappt das nicht. Entweder
> die
>> > Flüssigkeit bleibt flüssig (bis ca. 8 Grad ausprobiert) oder gefriert
>> > homogen im Gefrierfach. Eine Auskristallisation der Essigsäure allein
> aus
>> > dem Wasser heraus, klappt nicht.
>>
>> Wahrscheinlich ist die Konzentration nicht hoch genug. Reiner Eisessig
> friert
>> bei ca. 16 Grad aus.
> Gibts da ne Kurve/Diagramm?

Phasendiagramm.
Gleichgewichtsdiagramm.
Siede/Taudiagramm.

> Ich fand nix im Net. Vermutlich benutze ich
> auch nur die falschen Suchbegriffe als Chemielaie.
>
>>
>> > Kann mir das ein Chemiker erklären?

Bin keiner.

>> > Den Essig in der Mikrowelle zu
>> > konzentieren, scheint zumindest ansatzweise zu gehen. Der Geruch wird
> immer
>> > stechender.
>>
>> Yep, wie schon oben beschrieben dampft dir beim Heizen nach dem Wasser
> auch
>> die Essigsäure ab. Laß das!
> Kein Mensch stellt sich an die Mikrowelle und atmet tief durch.
> Das auf dem Herd zu machen, halte ich für gefährlicher.

Bedenke, dass Essigsäure brennbar ist und mit Sicherheit auch explosive
gemische mit der Luft bilden kann. Nein das gehört NICHT in die
Mikrowelle, auch nicht auf den Herd sondern nach draußen.


>>
>> > Wie kann man eigentlich die Konzentration simpel messen?
>>
>> Titrieren. Ist nicht simpel, aber bei mittelstarken Säuren der beste
>> Weg.
> Würde denn eine normale pH-Testflüssigkeit für Wassertests funktionieren
> in so konzentrierten Lösungen?


Ich würde das ganz banal mit Phenolphtalein bis (ganz grob, ich weiß das
schlägt wohl leicht im basischen um, aber zum vergleich reicht das
locker) und NaOH titrieren. Ich würde das aber nicht ohne Bürette machen
wollen.


>> > Bitte nur Vorschläge mit Haushaltsverfahren. Chemielabor habe ich
>> > nicht.
>>
>> Haushaltsverfahren: Geh zur Apotheke und kauf dir das Zeug. Alles
>> andere
> ist
>> Unsinn und bestenfalls gefährlich, vor allem bei deinem Wissensstand.
>> Was willst du eigentlich mit dem Zeug?
> Also Natriumacetetat hat ne E-Nummer... und die Mikrowelle ist ein
> halbwegs geschlossenes Gerät. Essenkochen halte ich für gefährlicher.

E605 hat auch ne E-Nummer (*flöt*)...


>>
>> > Ist es eigentlich besser zur Herstellung NaOH anstatt des Essigs zu
> nehmen?
>>
>> ???
>> Bei deinen Kenntnissen nimmst du am besten destlilliertes Wasser.
> http://www.chemieonline.de/forum/archive/index.php/t-26156.html
> Was sagst du nun?
> Mich würde interessieren, was verfahrensmäßig effektiver ist bzw.
> preislich günstiger bezogen auf den Stoffumsatz.

Du kannst HAc nicht durch NaOH ersetzen, weil das Ac für NaAc dann fehlt.
Du kannst aber wunderbar HAc mit NaOH neutrlisieren, als Salz entsteht
dabei NaAc.

Gruß Patrick

--
Registered Linuxuser #410948

Patrick Kibies

unread,
Jul 14, 2006, 8:48:28 PM7/14/06
to
Felix Opatz wrote:


mipft. Da war einer schneller...


> Gruß,
> Felix

Patrick Kibies

unread,
Jul 14, 2006, 8:51:04 PM7/14/06
to
Kristian Neitsch wrote:

> Felix Opatz schrieb:

> Die hat mit den Lebensmittelzusatzstoff-E-Nummern *nichts* zu tun!

Ach!

Patrick Kibies

unread,
Jul 14, 2006, 8:50:25 PM7/14/06
to
Henry Kiefer wrote:

Du weißt was Parathion ist?

>
> Zurück zum Thema...

Sicherheit gehört nicht zum Thema, weil sie unbequem ist?

Patrick Kibies

unread,
Jul 14, 2006, 9:00:34 PM7/14/06
to
Henry Kiefer wrote:

> Hallo Dirk -
>
>> > Das scheint auch zu klappen, wenn man
>> >das Gemisch dann in der Mikrowelle vorsichtig eindampft.
>> Das sollte man lassen - Natriumacetat ist widerlich schmierig, und
>> wenn es Dir in die Ritzen spritzt, bekommst Du es nie wieder raus.
>> Ausserdem ist das Risiko von Siedeverzügen auch später noch recht hoch
>> und verspritzte heisse Natriumacetatlsg. führt zu sehr schmerzhaften
>> Verbrennungen (leider selbst getestet...).
> Das ist ja das Schöne an der Mikrowelle. Weder kann man explosiv
> betroffen werden durch die Tür,


Nein, man GEtroffen werden durch die Tür. Was glaubst du denn, was los
ist, wenn dir ein ganzer Garraum mit einem optimal explosiven
Kohlenwasserstoff/Luft-Gemsisch um die Ohren fliegt?


noch kann was anbrennen. Zumindest wenn
> man es nicht übertreibt.
>
> Beim Natriumacetat hatte ich den Siedeverzug noch nicht gesehen. Der
> Essig dagegen macht das regelmäßig.

Schöne sauerei.

> Dachte, es wäre ein gutes Zeichen
> für seine Reinheit und damit Neigung zum Auskristallisieren.


Och so gerne wie destilliertes Wasser in Verzug gerät, würde ich mich
darauf nicht verlassen wollen. Übrigens: Du kannst dein
Wärmespeicherversuche auf mit Natriumthiosulfat machen.

>>
>> >Was ich aber nicht verstehe ist: Wenn ich den Essigessenz eindicken
> möchte
>> >durch Kristallisation im Kühlschrank, dann klappt das nicht.
>> Das geht auch nicht.
> Aber warum? Was sind die Bedingungen für Trennung durch Kristallisation
> und folgende Filterung? Hatte das extra verifiziert im Net und mehrfach
> wurde behauptet, der Essig würde sich bei ca. 16 Grad trennen, was aber
> bei 8°C immernoch nix wird.
> Kann man das durch Zugabe einer weiteren Substanz erzwingen?
>
>>
>> >Kann mir das ein Chemiker erklären? Den Essig in der Mikrowelle zu
>> >konzentieren, scheint zumindest ansatzweise zu gehen. Der Geruch wird
> immer
>> >stechender.
>> Das klappt zu Deinem Glück nicht besonders gut, sonst wäre Deine
>> Mikrowelle kaputt oder explodiert und Du wärst evtl. tot, blind,
>> hässlich oder lebenslang lungengeschädigt. (Heisser) Eisessig ist ein
>> für Laien recht übler Stoff.
> Deine Angst vor Laien kann ich verstehen. Es sind aber noch alle Glieder
> dran.

s/vor/um/


>> >Bitte nur Vorschläge mit Haushaltsverfahren. Chemielabor habe ich
>> >nicht.
>> gebe solange Soda zu, bis es nicht mehr sprudelt und rechne. Benutze
>> einen Teststreifen.
> Ist ein pH-Tropftest für wassrige Lösungen nicht anwendbar?
> Hab hier ein komplettes Set zur Wasserwerte-Bestimmung.


Wenn du einen pH-Test bei einer nichwässrigen Lösung zur Anwendung
bringst, wird das Ergebnis mit Sicherheit SEHR viel aussagen.

>>
>> >Ist es eigentlich besser zur Herstellung NaOH anstatt des Essigs zu
> nehmen?
>> Das ist Quatsch. Du könntest das Natriumhydrogencarbonat durch
>> Natriunhydroxid ersetzen - das sprudelt dann aber nicht und Du musst
>> vorher rechnen und wägen, wieviel Du jeweils benötigst. Davon kann man
>> Dir aber nur abraten - wenn Du mit Natronlauge solche Späße machst,
>> wie mit Deiner Essigessenz, dann bist Du sicher recht bald hässlich,
>> lungenkrank und blind.
> Weil wir grad bei der Stöchiometrie sind. Ich habe bislang keine
> Online-Tools für dieses gefunden.


?


> Ist das im Chemiebereich nicht so
> üblich? Für meine Elektronik gibts einen Haufen im Net.

Ich schenke dir mal ein paar "z": zzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzz


> Ein Tool, bei dem ich einfach die Ausgangssubstanzen eingebe und die
> gewünschte Menge des Ergebnisses, was dann für alle beteiligten Stoffe
> die nötigen Massen berechnet, wäre sehr praktisch.

Und langweilig.


> Wollte eigentlich
> nicht stundenlang Tabellenwerte suchen

?

Na also... Forschergeist ist ja da, aber das sicherheitsbewusste Arbeiten
fehlt wohl noch.

Henry Kiefer

unread,
Jul 15, 2006, 7:38:05 AM7/15/06
to
> >> Die Mikrowelle wird sich freuen, wenn du sie mit Essigsäure
> >> einnebelst... Lange macht die das nicht mit. Heiße konzentrierte
> >> Essigsäure ist sehr korrosiv.
> > Ich habs am Husten gemerkt :-)
> > Also im Ernst, die schnelle Welle war verdreckt und ich hab das
> > Experiment gleich zum Putzen derselben benutzt. Sieht wieder klasse aus.
> > Die Mikrowelle hat schon ne Menge mitgemacht. Hab da keine Angst, das
> > sie mal den Geist aufgibt.
>
> Du bereitest aber keine Lebensmittel in der Mikrowelle zu?
Natürlich. Solange die nicht mit harten Sachen in Brührung kam.
Deswegen benutze ich ja Lebensmittel-Stoffe.
Du machst sowas natürlich nicht!!!

> [OT] Das Quoting ist kaum lesbar, bitte stelle das Kammquoting ab.

Dein Linuxuser-Gesabbel ist auch nur Datenmüll.

>
> > Die Frage ist halt, wie die Destillation genau abläuft.
>
> Das verrät dir ein Gleichgewichtsdiagramm...

Gut. Wo finde ich das bzw. wie wird es konstruiert?

>
> > Also bei welcher
> > Temperatur sich wieviel des einen Stoffs und des anderen verflüchtigt.
>
> Das ist garnichtmal von der Temperatur abhängig, sondern vielmehr von den
> KOnzentrationen, die vorliegen. Die Siedetemperatur in der Blase erhöht
> sich bei diskontinuierlichen Verfahren annähernd linear.

Hm. Hilft mir nicht wirklich weiter.

> Was meinst du eigentlich mit "Natron"? Ätznatron (Also NAtriumhydrid) oder
> Backnatron (Natriumbikarbonat).

Im deutschsprachigen Raum ist damit Natriumbikarbonat gemeint.

> >> Wahrscheinlich ist die Konzentration nicht hoch genug. Reiner Eisessig
> > friert
> >> bei ca. 16 Grad aus.
> > Gibts da ne Kurve/Diagramm?
>
> Phasendiagramm.
> Gleichgewichtsdiagramm.
> Siede/Taudiagramm.

Danke!

> >> > Den Essig in der Mikrowelle zu
> >> > konzentieren, scheint zumindest ansatzweise zu gehen. Der Geruch wird
> > immer
> >> > stechender.
> >>
> >> Yep, wie schon oben beschrieben dampft dir beim Heizen nach dem Wasser
> > auch
> >> die Essigsäure ab. Laß das!

Also erstmal verdampft das Wasser und dann muß sich die Flüssigkeit bis zum
Siedepunkt von Essigsäure weiter aufheizen, was immerhin 18 Grad
Temperaturdifferenz sind. Wo ist da das Problem, vorher die Mikrowelle
abzuschalten?

> > Kein Mensch stellt sich an die Mikrowelle und atmet tief durch.
> > Das auf dem Herd zu machen, halte ich für gefährlicher.
>
> Bedenke, dass Essigsäure brennbar ist und mit Sicherheit auch explosive
> gemische mit der Luft bilden kann. Nein das gehört NICHT in die
> Mikrowelle, auch nicht auf den Herd sondern nach draußen.

Gottseidank steht die Mikrowelle draußen.

>
>
> >>
> >> > Wie kann man eigentlich die Konzentration simpel messen?
> >>
> >> Titrieren. Ist nicht simpel, aber bei mittelstarken Säuren der beste
> >> Weg.
> > Würde denn eine normale pH-Testflüssigkeit für Wassertests funktionieren
> > in so konzentrierten Lösungen?
>
>
> Ich würde das ganz banal mit Phenolphtalein bis (ganz grob, ich weiß das
> schlägt wohl leicht im basischen um, aber zum vergleich reicht das
> locker) und NaOH titrieren. Ich würde das aber nicht ohne Bürette machen
> wollen.

OK.

> >> Unsinn und bestenfalls gefährlich, vor allem bei deinem Wissensstand.
> >> Was willst du eigentlich mit dem Zeug?
> > Also Natriumacetetat hat ne E-Nummer... und die Mikrowelle ist ein
> > halbwegs geschlossenes Gerät. Essenkochen halte ich für gefährlicher.
>
> E605 hat auch ne E-Nummer (*flöt*)...

Das E steht hier für was anderes.

>
> >>
> >> > Ist es eigentlich besser zur Herstellung NaOH anstatt des Essigs zu
> > nehmen?
> >>
> >> ???
> >> Bei deinen Kenntnissen nimmst du am besten destlilliertes Wasser.
> > http://www.chemieonline.de/forum/archive/index.php/t-26156.html
> > Was sagst du nun?
> > Mich würde interessieren, was verfahrensmäßig effektiver ist bzw.
> > preislich günstiger bezogen auf den Stoffumsatz.
>
> Du kannst HAc nicht durch NaOH ersetzen, weil das Ac für NaAc dann fehlt.
> Du kannst aber wunderbar HAc mit NaOH neutrlisieren, als Salz entsteht
> dabei NaAc.

Was ist denn HAc? Kenne diese Formelsprache nicht.

Gruß -
Henry


Henry Kiefer

unread,
Jul 15, 2006, 7:27:09 AM7/15/06
to
> >> Parathion hat auch eine E-Nummer (605), das ist kein gutes Argument.
> > Stimmt, Zucker ist auch hochgiftig und dazu noch explosiv.
>
> Du weißt was Parathion ist?
Bin kein Chemiker. Frag lieber die oder bemühe dich zu Wikipedia.
Empfehlenswert ist auch das "grüne Giftbuch" - was früher Ärzte, oder auf
Wunsch auch Privatpersonen, kostenlos bekamen. Vermutlich gibts das aber
nicht mehr.

>
> >
> > Zurück zum Thema...
>
> Sicherheit gehört nicht zum Thema, weil sie unbequem ist?

Ich fragte nich nach Sicherheit! Ansonsten hätte ich danach explizit
gefragt.

Gruß -
Henry


Dieter Wiedmann

unread,
Jul 15, 2006, 8:00:20 AM7/15/06
to
Henry Kiefer schrieb:

> Also erstmal verdampft das Wasser und dann muß sich die Flüssigkeit bis zum
> Siedepunkt von Essigsäure weiter aufheizen, was immerhin 18 Grad
> Temperaturdifferenz sind.

Nein. Du solltest dir schon mal die Mühe machen ein Siedediagramm
anzuschauen, und zu verstehen.

> Wo ist da das Problem, vorher die Mikrowelle
> abzuschalten?

Und dann siehst du auch, dass das nicht geht.


Gruß Dieter

Henry Kiefer

unread,
Jul 15, 2006, 8:02:24 AM7/15/06
to
> > Das ist ja das Schöne an der Mikrowelle. Weder kann man explosiv
> > betroffen werden durch die Tür,
>
>
> Nein, man GEtroffen werden durch die Tür. Was glaubst du denn, was los
> ist, wenn dir ein ganzer Garraum mit einem optimal explosiven
> Kohlenwasserstoff/Luft-Gemsisch um die Ohren fliegt?
Dann schmeiß ich die Mikrowelle weg und kauf mir für 50 Euronen ne neue bzw.
nehme eine andere auf dem Sperrmüll mit.
Du scheinst gerne Angst zu haben.

>
>
> noch kann was anbrennen. Zumindest wenn
> > man es nicht übertreibt.
> >
> > Beim Natriumacetat hatte ich den Siedeverzug noch nicht gesehen. Der
> > Essig dagegen macht das regelmäßig.
>
> Schöne sauerei.

Du hast ein paar Tropfen reinen Essig in der Mikrowelle verteilt und kannst
die wunderbar nach kurzem Einwirken lassen zum Reinigen derselben wieder
abwischen. Essigsäure löst hervorragen fettige Verunreinigungen. Also die
Mikrowelle hier sieht wieder aus wie neu.

>
> > Dachte, es wäre ein gutes Zeichen
> > für seine Reinheit und damit Neigung zum Auskristallisieren.
>
>
> Och so gerne wie destilliertes Wasser in Verzug gerät, würde ich mich
> darauf nicht verlassen wollen. Übrigens: Du kannst dein
> Wärmespeicherversuche auf mit Natriumthiosulfat machen.

Hm. Danke für den Tipp. Muß mal nachsehen was fürn Zeug das ist...

> >> >Kann mir das ein Chemiker erklären? Den Essig in der Mikrowelle zu
> >> >konzentieren, scheint zumindest ansatzweise zu gehen. Der Geruch wird
> > immer
> >> >stechender.
> >> Das klappt zu Deinem Glück nicht besonders gut, sonst wäre Deine
> >> Mikrowelle kaputt oder explodiert und Du wärst evtl. tot, blind,
> >> hässlich oder lebenslang lungengeschädigt. (Heisser) Eisessig ist ein
> >> für Laien recht übler Stoff.
> > Deine Angst vor Laien kann ich verstehen. Es sind aber noch alle Glieder
> > dran.
>
> s/vor/um/

Was bedeutet dieses Ungetüm?

> > Ist ein pH-Tropftest für wassrige Lösungen nicht anwendbar?
> > Hab hier ein komplettes Set zur Wasserwerte-Bestimmung.
>
>
> Wenn du einen pH-Test bei einer nichwässrigen Lösung zur Anwendung
> bringst, wird das Ergebnis mit Sicherheit SEHR viel aussagen.

Vermutlich kann man den pH eh nur für hochverdünnte Substanzen definieren.
Also ist meine Idee mit dem Blubbern lassen bis nix mehr geht effektiver.

>
> >>
> >> >Ist es eigentlich besser zur Herstellung NaOH anstatt des Essigs zu
> > nehmen?
> >> Das ist Quatsch. Du könntest das Natriumhydrogencarbonat durch
> >> Natriunhydroxid ersetzen - das sprudelt dann aber nicht und Du musst
> >> vorher rechnen und wägen, wieviel Du jeweils benötigst. Davon kann man
> >> Dir aber nur abraten - wenn Du mit Natronlauge solche Späße machst,
> >> wie mit Deiner Essigessenz, dann bist Du sicher recht bald hässlich,
> >> lungenkrank und blind.
> > Weil wir grad bei der Stöchiometrie sind. Ich habe bislang keine
> > Online-Tools für dieses gefunden.
>
>
> ?
> > Ist das im Chemiebereich nicht so
> > üblich? Für meine Elektronik gibts einen Haufen im Net.
>
> Ich schenke dir mal ein paar "z": zzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzz

Danke! Was soll ich mit denen? Hoffentlich nicht Sondermüll, den ich wieder
teuer entsorgen muß.

>
>
> > Ein Tool, bei dem ich einfach die Ausgangssubstanzen eingebe und die
> > gewünschte Menge des Ergebnisses, was dann für alle beteiligten Stoffe
> > die nötigen Massen berechnet, wäre sehr praktisch.
>
> Und langweilig.

Achso. Sehr lustig.

Nun ja, im Studium haben wir auch Trafos berechnen müssen. Dabei hatte ich
schon vorher als bastelnder Knirps die Trafos fertig beim Hersteller nach
meinen Wünschen herstellen lassen oder gleich Standardtrafos gekauft. Der
Irrwitz wiederholt sich.

> > Ich seh schon, werde mal den Wassertestkoffer suchen und entstauben und
> > einfach probieren.
>
> Na also... Forschergeist ist ja da, aber das sicherheitsbewusste Arbeiten
> fehlt wohl noch.

*lol*

- Henry


Dieter Wiedmann

unread,
Jul 15, 2006, 8:04:30 AM7/15/06
to
Henry Kiefer schrieb:

> Wärmespeicher: Darum ging es mir ursprünglich.

Und dafür willst du das Natriumacetat selbst herstellen? Das Zeug ist
doch so billig, dass sich das definitiv nicht lohnt.


Gruß Dieter

Patrick Kibies

unread,
Jul 15, 2006, 8:26:40 AM7/15/06
to
Henry Kiefer wrote:

>> >> Parathion hat auch eine E-Nummer (605), das ist kein gutes Argument.
>> > Stimmt, Zucker ist auch hochgiftig und dazu noch explosiv.
>>
>> Du weißt was Parathion ist?
> Bin kein Chemiker. Frag lieber die oder bemühe dich zu Wikipedia.
> Empfehlenswert ist auch das "grüne Giftbuch" - was früher Ärzte, oder
> auf Wunsch auch Privatpersonen, kostenlos bekamen. Vermutlich gibts das
> aber nicht mehr.

Eine Leerzeile zwischen deinem Text und dem Quoting würde die Lesbarkeit
deiner Postings steigern. E605, ist ein nicht mehr erhältliches
Pflanzenschutzmittel, dessen Wirkstoff eben Parathion war. Das zeug soll
wohl sehr Hautgängig sein und todsicher wirken.

>
>>
>> >
>> > Zurück zum Thema...
>>
>> Sicherheit gehört nicht zum Thema, weil sie unbequem ist?
> Ich fragte nich nach Sicherheit! Ansonsten hätte ich danach explizit
> gefragt.


Hier ist Usenet, nicht Wunschkonzert. Du bekommst auch ungefragt nützliche
Tipps, wie du länger am Leben bleibst.

Patrick Kibies

unread,
Jul 15, 2006, 8:45:52 AM7/15/06
to
Henry Kiefer wrote:

[Wasser aus HAc in Mikrowellenherd abdampfen]


>> Du bereitest aber keine Lebensmittel in der Mikrowelle zu?
> Natürlich. Solange die nicht mit harten Sachen in Brührung kam.

Also Essigsäure ist schon ein witziges "Lebensmittel". Ich würde das schon
als "harte" Sache ansehen und nicht unbedingt Essigsäure in einer
Mikrowelle verdampfen, in der einiges gelöst werden kann, was ich nicht
im Essen haben möchte.

> Deswegen benutze ich ja Lebensmittel-Stoffe.
> Du machst sowas natürlich nicht!!!

^^

>> [OT] Das Quoting ist kaum lesbar, bitte stelle das Kammquoting ab.
> Dein Linuxuser-Gesabbel ist auch nur Datenmüll.

Nanu? Wo holst du DAS denn jetzt her? Naja ist auch egal, wenn ich
irgendwo Datenmüll ablade macht es dein Kammquoting nicht besser.



>>
>> > Die Frage ist halt, wie die Destillation genau abläuft.
>>
>> Das verrät dir ein Gleichgewichtsdiagramm...
> Gut. Wo finde ich das bzw. wie wird es konstruiert?

Google oder ein Gang in die nächste Unibibliothek kann dir helfen,
vielleicht reicht sogar eine Stadtbibliothek. Das Diagramm kannst du mit
deinen Haushaltsmitteln nicht erstellen, wie gedeutet wird, kann man am
Besten erörtern, wenn es vor deiner Nase liegt.

>>
>> > Also bei welcher
>> > Temperatur sich wieviel des einen Stoffs und des anderen
>> > verflüchtigt.
>>
>> Das ist garnichtmal von der Temperatur abhängig, sondern vielmehr von
>> den KOnzentrationen, die vorliegen. Die Siedetemperatur in der Blase
>> erhöht sich bei diskontinuierlichen Verfahren annähernd linear.
> Hm. Hilft mir nicht wirklich weiter.


>> Was meinst du eigentlich mit "Natron"? Ätznatron (Also NAtriumhydrid)

ähem, Natriumhydroxid, *hüstel*

>> oder Backnatron (Natriumbikarbonat).
> Im deutschsprachigen Raum ist damit Natriumbikarbonat gemeint.

Nicht alle sprechen so präzise wie du. NaOH habe ich auch schon
unter "Natron" bezeichnet gehört.


>> >> Wahrscheinlich ist die Konzentration nicht hoch genug. Reiner
>> >> Eisessig
>> > friert
>> >> bei ca. 16 Grad aus.
>> > Gibts da ne Kurve/Diagramm?
>>
>> Phasendiagramm.
>> Gleichgewichtsdiagramm.
>> Siede/Taudiagramm.
> Danke!
>
>> >> > Den Essig in der Mikrowelle zu
>> >> > konzentieren, scheint zumindest ansatzweise zu gehen. Der Geruch
>> >> > wird
>> > immer
>> >> > stechender.
>> >>
>> >> Yep, wie schon oben beschrieben dampft dir beim Heizen nach dem
>> >> Wasser
>> > auch
>> >> die Essigsäure ab. Laß das!

> Also erstmal verdampft das Wasser und dann muß sich die Flüssigkeit bis
> zum Siedepunkt von Essigsäure weiter aufheizen, was immerhin 18 Grad
> Temperaturdifferenz sind. Wo ist da das Problem, vorher die Mikrowelle
> abzuschalten?
>
>>
>>
>> >>

>> >> > Wie kann man eigentlich die Konzentration simpel messen?
>> >>
>> >> Titrieren. Ist nicht simpel, aber bei mittelstarken Säuren der beste
>> >> Weg.
>> > Würde denn eine normale pH-Testflüssigkeit für Wassertests
>> > funktionieren in so konzentrierten Lösungen?
>>
>>
>> Ich würde das ganz banal mit Phenolphtalein bis (ganz grob, ich weiß
>> das schlägt wohl leicht im basischen um, aber zum vergleich reicht das
>> locker) und NaOH titrieren. Ich würde das aber nicht ohne Bürette
>> machen wollen.
> OK.

Wenn du pH-Test-Flüssigkeit hast, kannst du vielleicht auch damit den
Neutralpunkt ermitteln.


>> >> Unsinn und bestenfalls gefährlich, vor allem bei deinem
>> >> Wissensstand. Was willst du eigentlich mit dem Zeug?
>> > Also Natriumacetetat hat ne E-Nummer... und die Mikrowelle ist ein
>> > halbwegs geschlossenes Gerät. Essenkochen halte ich für gefährlicher.
>>
>> E605 hat auch ne E-Nummer (*flöt*)...
> Das E steht hier für was anderes.

ach? Wirklich? Aber nicht alles, was eine Lebensmittelzusatzstoffzulassung
(inklusive E-Nummer) hat, würde ich als unbedenkllich einstufen.

>>
>> >>
>> >> > Ist es eigentlich besser zur Herstellung NaOH anstatt des Essigs
>> >> > zu
>> > nehmen?
>> >>
>> >> ???
>> >> Bei deinen Kenntnissen nimmst du am besten destlilliertes Wasser.
>> > http://www.chemieonline.de/forum/archive/index.php/t-26156.html
>> > Was sagst du nun?
>> > Mich würde interessieren, was verfahrensmäßig effektiver ist bzw.
>> > preislich günstiger bezogen auf den Stoffumsatz.
>>
>> Du kannst HAc nicht durch NaOH ersetzen, weil das Ac für NaAc dann
>> fehlt. Du kannst aber wunderbar HAc mit NaOH neutrlisieren, als Salz
>> entsteht dabei NaAc.
> Was ist denn HAc? Kenne diese Formelsprache nicht.

HAc ist Essigsäure (Wasserstoffacetat), Ac steht (hier) für Acetat. HAc
ist nur deutlich schneller getippt als Essigsäure oder Ethansäure.


> Gruß -
> Henry

Patrick Kibies

unread,
Jul 15, 2006, 9:00:03 AM7/15/06
to
Henry Kiefer wrote:

>> > Das ist ja das Schöne an der Mikrowelle. Weder kann man explosiv
>> > betroffen werden durch die Tür,
>>
>>
>> Nein, man GEtroffen werden durch die Tür. Was glaubst du denn, was los
>> ist, wenn dir ein ganzer Garraum mit einem optimal explosiven
>> Kohlenwasserstoff/Luft-Gemsisch um die Ohren fliegt?
> Dann schmeiß ich die Mikrowelle weg und kauf mir für 50 Euronen ne neue
> bzw. nehme eine andere auf dem Sperrmüll mit.
> Du scheinst gerne Angst zu haben.

Nein, an sich garnicht. Nur würde ich auch nicht auf die Idee kommen
Glühwein in der Mikrowelle warmzumachen (doch bin ich schonmal) der
Siedeverzug hat sich dann durch die Bewegung beim Herausnehmen entladen.
Auauauau. Dazu kommt noch das Ding mit dem Ethanol in dem kleinen Raum, 5
tropfen Ethanol in eine 1l fassende Blechdose (Deckel lose auflegen),
verdunsten lassen, durch ein kleines Loch anzünden und staunen, wie das
rummst. Das ganze möchte ich nicht in einer, sagen wir 15l fassenden
Mikrowelle ausprobieren, wo ich den eventuellen Zündzeitpunkt nicht
bestimmen kann, und wo ich vielleicht direkt mit der Nase vorhänge um zu
prüfen was sich dadrin abspielt.

>
>> noch kann was anbrennen. Zumindest wenn
>> > man es nicht übertreibt.
>> >
>> > Beim Natriumacetat hatte ich den Siedeverzug noch nicht gesehen. Der
>> > Essig dagegen macht das regelmäßig.
>>
>> Schöne sauerei.


> Du hast ein paar Tropfen reinen Essig

Na hoffentlich nicht. Und dann noch Handschuhe darin rumwischen? Reine HAc
ist schon nichtmehr so witzig wie HCl.

> in der Mikrowelle verteilt und
> kannst die wunderbar nach kurzem Einwirken lassen zum Reinigen derselben
> wieder abwischen.


> Essigsäure löst hervorragen fettige Verunreinigungen.

Naja. Eher kalkige. Für fettige Verunreinigungen gibt es besser geeignete
Mittel. (entweder was unpolareres oder NaOH oder sowas in der Art,
Ethanol ist ja auch nicht der Superentfetter...).


>>
>> > Dachte, es wäre ein gutes Zeichen
>> > für seine Reinheit und damit Neigung zum Auskristallisieren.
>>
>>
>> Och so gerne wie destilliertes Wasser in Verzug gerät, würde ich mich
>> darauf nicht verlassen wollen. Übrigens: Du kannst dein
>> Wärmespeicherversuche auf mit Natriumthiosulfat machen.

Auha, da war aber einer Müde...

> Hm. Danke für den Tipp. Muß mal nachsehen was fürn Zeug das ist...

Nicht dafür. Der Trivialname von dem Zeug ist "Fixiersalz".

>> >> >Kann mir das ein Chemiker erklären? Den Essig in der Mikrowelle zu
>> >> >konzentieren, scheint zumindest ansatzweise zu gehen. Der Geruch
>> >> >wird
>> > immer
>> >> >stechender.
>> >> Das klappt zu Deinem Glück nicht besonders gut, sonst wäre Deine
>> >> Mikrowelle kaputt oder explodiert und Du wärst evtl. tot, blind,
>> >> hässlich oder lebenslang lungengeschädigt. (Heisser) Eisessig ist
>> >> ein für Laien recht übler Stoff.
>> > Deine Angst vor Laien kann ich verstehen. Es sind aber noch alle
>> > Glieder dran.
>>
>> s/vor/um/
> Was bedeutet dieses Ungetüm?

Das ist ein (im Usenet üblicherweise verstandener) regulärer Ausdruck, der
(s wie substitute) den String "vor" durch den String "um" ersetzt.

>> > Ist ein pH-Tropftest für wassrige Lösungen nicht anwendbar?
>> > Hab hier ein komplettes Set zur Wasserwerte-Bestimmung.
>>
>>
>> Wenn du einen pH-Test bei einer nichwässrigen Lösung zur Anwendung
>> bringst, wird das Ergebnis mit Sicherheit SEHR viel aussagen.
> Vermutlich kann man den pH eh nur für hochverdünnte Substanzen
> definieren. Also ist meine Idee mit dem Blubbern lassen bis nix mehr
> geht effektiver.

Da komme ich nicht mit. Der pH-Wert gibt die Hydroniumionenaktivität (hey,
für uns Laien ist das doch eh die Protonenkonzentration) in einer
wässrigen Lösung an. Damit die Zahlen etwas handlicher werden, wird diese
dekadisch logarhytmiert und mit einem negativen Vorzeichen versehen.

>>
>> >>
>> >> >Ist es eigentlich besser zur Herstellung NaOH anstatt des Essigs zu
>> > nehmen?
>> >> Das ist Quatsch. Du könntest das Natriumhydrogencarbonat durch
>> >> Natriunhydroxid ersetzen - das sprudelt dann aber nicht und Du musst
>> >> vorher rechnen und wägen, wieviel Du jeweils benötigst. Davon kann
>> >> man Dir aber nur abraten - wenn Du mit Natronlauge solche Späße
>> >> machst, wie mit Deiner Essigessenz, dann bist Du sicher recht bald
>> >> hässlich, lungenkrank und blind.
>> > Weil wir grad bei der Stöchiometrie sind. Ich habe bislang keine
>> > Online-Tools für dieses gefunden.
>>
>>
>> ?
>> > Ist das im Chemiebereich nicht so
>> > üblich? Für meine Elektronik gibts einen Haufen im Net.
>>
>> Ich schenke dir mal ein paar "z": zzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzz
> Danke! Was soll ich mit denen? Hoffentlich nicht Sondermüll, den ich
> wieder teuer entsorgen muß.

Nein, die kannst du dem Netz spendieren, das du immer zum "Net"
degradierst.


>> > Ein Tool, bei dem ich einfach die Ausgangssubstanzen eingebe und die
>> > gewünschte Menge des Ergebnisses, was dann für alle beteiligten
>> > Stoffe die nötigen Massen berechnet, wäre sehr praktisch.
>>
>> Und langweilig.
> Achso. Sehr lustig.
>
> Nun ja, im Studium haben wir auch Trafos berechnen müssen. Dabei hatte
> ich schon vorher als bastelnder Knirps die Trafos fertig beim Hersteller
> nach meinen Wünschen herstellen lassen oder gleich Standardtrafos
> gekauft. Der Irrwitz wiederholt sich.

Aber die paar Konzentrationen, die du berechnen möchtest, kannst du nun
wirklich auf dem Schmierzettel hinkriegen.

>
>> > Ich seh schon, werde mal den Wassertestkoffer suchen und entstauben
>> > und einfach probieren.
>>
>> Na also... Forschergeist ist ja da, aber das sicherheitsbewusste
>> Arbeiten fehlt wohl noch.
> *lol*

Lach nur.

Gruß Patrick, der sich schon länger die Finger nichtmehr verbrannt hat,
irgendetwas macht er falsch.

--
Registered Linuxuser #410948

DrStupid

unread,
Jul 15, 2006, 9:11:23 AM7/15/06
to
Patrick Kibies schrieb:

>
>>> oder Backnatron (Natriumbikarbonat).
>> Im deutschsprachigen Raum ist damit Natriumbikarbonat gemeint.
>
> Nicht alle sprechen so präzise wie du. NaOH habe ich auch schon
> unter "Natron" bezeichnet gehört.

Natron ist der Trivialname von Natriumhydrogencarbonat und Ätznatron für
Natriumhydroxid. Wenn man aus Faulheit das "Ätz-" weglässt und NaOH
einfach nur "Natron" nennt, dann kann das ganz böse enden.

Message has been deleted

Kai Ebersbach

unread,
Jul 15, 2006, 9:36:57 AM7/15/06
to
Henry Kiefer schrieb:

> Dann schmeiß ich die Mikrowelle weg und kauf mir für 50 Euronen ne neue bzw.
> nehme eine andere auf dem Sperrmüll mit.
> Du scheinst gerne Angst zu haben.

> Nun ja, im Studium haben wir auch Trafos berechnen müssen. Dabei hatte ich


> schon vorher als bastelnder Knirps die Trafos fertig beim Hersteller nach
> meinen Wünschen herstellen lassen oder gleich Standardtrafos gekauft. Der
> Irrwitz wiederholt sich.

> *lol*

Weshalb nur erinnert mich diese sorglose Art an jemanden aus
de.sci.electronics? Arcor als Provider passt... Outlook auch...

> - Henry

Makus, bist Du es?

--
Die Mailadresse wechselt jedes Quartal nach
dem Muster usenet...@kai-ebersbach.de

Henry Kiefer

unread,
Jul 16, 2006, 9:05:50 AM7/16/06
to
> >>> Parathion hat auch eine E-Nummer (605), das ist kein gutes Argument.
> >>
> >> Die hat mit den Lebensmittelzusatzstoff-E-Nummern *nichts* zu tun!
> >
> > Ach!
>
> Ja wirklich.
> Oder gabs das mal als Lebensmittelzusatz? Dann sicherlich als Schutz gegen
> Mehlkäfer. <g>
Es würde sogar gegen Warmblüter wie Mäuse wirken.

- Henry


Henry Kiefer

unread,
Jul 16, 2006, 9:07:31 AM7/16/06
to
> Nein. Du solltest dir schon mal die Mühe machen ein Siedediagramm
> anzuschauen, und zu verstehen.
>
> Und dann siehst du auch, dass das nicht geht.
Hallo Dieter -

Das TV läuft, daher brauch ich neue Betätigungsfelder ;-)

Im Ernst, habe bislang kein Siedediagramm für das Material gefunden. Und
verstehen, wieso das nicht geht, tue ich das auch nicht. Wie kommst du zu
der Info?

Gruß -
Henry


Henry Kiefer

unread,
Jul 16, 2006, 9:13:58 AM7/16/06
to
> Also Essigsäure ist schon ein witziges "Lebensmittel". Ich würde das schon
> als "harte" Sache ansehen und nicht unbedingt Essigsäure in einer
> Mikrowelle verdampfen, in der einiges gelöst werden kann, was ich nicht
> im Essen haben möchte.
Eß bloß keine Brezel!

>
> > Deswegen benutze ich ja Lebensmittel-Stoffe.
> > Du machst sowas natürlich nicht!!!
> ^^
>
> >> [OT] Das Quoting ist kaum lesbar, bitte stelle das Kammquoting ab.
> > Dein Linuxuser-Gesabbel ist auch nur Datenmüll.
>
> Nanu? Wo holst du DAS denn jetzt her? Naja ist auch egal, wenn ich
> irgendwo Datenmüll ablade macht es dein Kammquoting nicht besser.

Ich träum auch von einer anderen Datenstruktur hier. Aber nichtmal HTML
wollen die Leute. Würde vieles einfacher machen. Bitte keinen Kommentar
hier!!

>
> >>
> >> > Die Frage ist halt, wie die Destillation genau abläuft.
> >>
> >> Das verrät dir ein Gleichgewichtsdiagramm...
> > Gut. Wo finde ich das bzw. wie wird es konstruiert?
>
> Google oder ein Gang in die nächste Unibibliothek kann dir helfen,
> vielleicht reicht sogar eine Stadtbibliothek. Das Diagramm kannst du mit
> deinen Haushaltsmitteln nicht erstellen, wie gedeutet wird, kann man am
> Besten erörtern, wenn es vor deiner Nase liegt.

OK, wo wohnst du?

>
> >>
> >> > Also bei welcher
> >> > Temperatur sich wieviel des einen Stoffs und des anderen
> >> > verflüchtigt.
> >>
> >> Das ist garnichtmal von der Temperatur abhängig, sondern vielmehr von
> >> den KOnzentrationen, die vorliegen. Die Siedetemperatur in der Blase
> >> erhöht sich bei diskontinuierlichen Verfahren annähernd linear.
> > Hm. Hilft mir nicht wirklich weiter.
>
>
> >> Was meinst du eigentlich mit "Natron"? Ätznatron (Also NAtriumhydrid)
>
> ähem, Natriumhydroxid, *hüstel*
>
> >> oder Backnatron (Natriumbikarbonat).
> > Im deutschsprachigen Raum ist damit Natriumbikarbonat gemeint.
>
> Nicht alle sprechen so präzise wie du. NaOH habe ich auch schon
> unter "Natron" bezeichnet gehört.

Tut mir leid, wenn ich es einfach als Natron abkürzte. Der Name Natron ist
leider weltweit unpräzise.

> >> >> > Den Essig in der Mikrowelle zu
> >> >> > konzentieren, scheint zumindest ansatzweise zu gehen. Der Geruch
> >> >> > wird
> >> > immer
> >> >> > stechender.
> >> >>
> >> >> Yep, wie schon oben beschrieben dampft dir beim Heizen nach dem
> >> >> Wasser
> >> > auch
> >> >> die Essigsäure ab. Laß das!

Dieter schreibt hier aber, es würde nicht funktionieren. Du schreibst, es
geht.
???

> >> >> Unsinn und bestenfalls gefährlich, vor allem bei deinem
> >> >> Wissensstand. Was willst du eigentlich mit dem Zeug?
> >> > Also Natriumacetetat hat ne E-Nummer... und die Mikrowelle ist ein
> >> > halbwegs geschlossenes Gerät. Essenkochen halte ich für gefährlicher.
> >>
> >> E605 hat auch ne E-Nummer (*flöt*)...
> > Das E steht hier für was anderes.
>
> ach? Wirklich? Aber nicht alles, was eine Lebensmittelzusatzstoffzulassung
> (inklusive E-Nummer) hat, würde ich als unbedenkllich einstufen.

Also wieder keine Brezel essen.

> > Was ist denn HAc? Kenne diese Formelsprache nicht.
>
> HAc ist Essigsäure (Wasserstoffacetat), Ac steht (hier) für Acetat. HAc
> ist nur deutlich schneller getippt als Essigsäure oder Ethansäure.

Aha, sowas wie "Natron".

Gruß -
Henry


Henry Kiefer

unread,
Jul 16, 2006, 9:14:47 AM7/16/06
to

"DrStupid" <DrSt...@gmx.de> schrieb im Newsbeitrag
news:e9aphr$kru$01$1...@news.t-online.com...
Ich wars ja nicht.

- Henry


Henry Kiefer

unread,
Jul 16, 2006, 9:15:46 AM7/16/06
to

"Dieter Wiedmann" <Dieter....@t-online.de> schrieb im Newsbeitrag
news:44B8D9CE...@t-online.de...
Ich habs aber leider nicht da und der andere Kram ist vorhanden. Allein die
Warterei und Versandkosten sind mir zu hoch.
Außerdem experimentier ich gern.

So long -
Henry


Henry Kiefer

unread,
Jul 16, 2006, 9:39:27 AM7/16/06
to

"Kai Ebersbach" <usenet...@kai-ebersbach.de> schrieb im Newsbeitrag
news:e9ar46$7j4$1...@online.de...
Muß dich enttäuschen. Meine Mailadresse wechselt nicht regelmäßig wie deine!
Aber schau doch mal ins Telefonbuch wenn du jemanden suchst??

- Henry

Henry Kiefer

unread,
Jul 16, 2006, 9:34:29 AM7/16/06
to
> Nein, an sich garnicht. Nur würde ich auch nicht auf die Idee kommen
> Glühwein in der Mikrowelle warmzumachen (doch bin ich schonmal) der
> Siedeverzug hat sich dann durch die Bewegung beim Herausnehmen entladen.
> Auauauau. Dazu kommt noch das Ding mit dem Ethanol in dem kleinen Raum, 5
> tropfen Ethanol in eine 1l fassende Blechdose (Deckel lose auflegen),
> verdunsten lassen, durch ein kleines Loch anzünden und staunen, wie das
> rummst. Das ganze möchte ich nicht in einer, sagen wir 15l fassenden
> Mikrowelle ausprobieren, wo ich den eventuellen Zündzeitpunkt nicht
> bestimmen kann, und wo ich vielleicht direkt mit der Nase vorhänge um zu
> prüfen was sich dadrin abspielt.
Die Nase sollte man nie vor der Mikrowelle haben, da die Augäpfel sehr
schlecht Wärme ableiten können...

Siedeverzug nicht in der Schule gelernt? Du bist doch nicht etwa Chemiker?
Es reicht meist, einen Löffel mit reinzustellen.

>
> >
> >> noch kann was anbrennen. Zumindest wenn
> >> > man es nicht übertreibt.
> >> >
> >> > Beim Natriumacetat hatte ich den Siedeverzug noch nicht gesehen. Der
> >> > Essig dagegen macht das regelmäßig.
> >>
> >> Schöne sauerei.
>
>
> > Du hast ein paar Tropfen reinen Essig
>
> Na hoffentlich nicht. Und dann noch Handschuhe darin rumwischen? Reine HAc
> ist schon nichtmehr so witzig wie HCl.

OK, ich wiederhole mich: Früher haben die Chemiker nach getaner Arbeit ihre
Hände in reinem Benzol gewaschen. Das gibt wunderbar saubere Branken.
Also mach dir nicht in die Hose. Alles easy.

>
> > in der Mikrowelle verteilt und
> > kannst die wunderbar nach kurzem Einwirken lassen zum Reinigen derselben
> > wieder abwischen.
>
>
> > Essigsäure löst hervorragen fettige Verunreinigungen.
>
> Naja. Eher kalkige. Für fettige Verunreinigungen gibt es besser geeignete
> Mittel. (entweder was unpolareres oder NaOH oder sowas in der Art,
> Ethanol ist ja auch nicht der Superentfetter...).

Probiers aus! Ich war überrascht über die Wirkung.

> >> s/vor/um/
> > Was bedeutet dieses Ungetüm?
>
>
> Das ist ein (im Usenet üblicherweise verstandener) regulärer Ausdruck, der
> (s wie substitute) den String "vor" durch den String "um" ersetzt.

Naja. Wir sprachen, und programmierten nicht.

>
> >> > Ist ein pH-Tropftest für wassrige Lösungen nicht anwendbar?
> >> > Hab hier ein komplettes Set zur Wasserwerte-Bestimmung.
> >>
> >>
> >> Wenn du einen pH-Test bei einer nichwässrigen Lösung zur Anwendung
> >> bringst, wird das Ergebnis mit Sicherheit SEHR viel aussagen.
> > Vermutlich kann man den pH eh nur für hochverdünnte Substanzen
> > definieren. Also ist meine Idee mit dem Blubbern lassen bis nix mehr
> > geht effektiver.
>
> Da komme ich nicht mit. Der pH-Wert gibt die Hydroniumionenaktivität (hey,
> für uns Laien ist das doch eh die Protonenkonzentration) in einer
> wässrigen Lösung an. Damit die Zahlen etwas handlicher werden, wird diese
> dekadisch logarhytmiert und mit einem negativen Vorzeichen versehen.

Fein, aber was wolltest du sagen?
Die Frage ist, ob man solch ein Gemisch noch als wässrige Lösung betrachten
darf, bzw. ob H+ überhaupt frei vorhanden ist und auch der hauptsächliche
Donator.
Die ganz andere Frage ist dann noch, inwieweit der Indikator NUR auf H+
reagiert.

> Gruß Patrick, der sich schon länger die Finger nichtmehr verbrannt hat,
> irgendetwas macht er falsch.

Zuviel vor der Glotze vielleicht ;-) ?

- Henry


Ralf Muschall

unread,
Jul 16, 2006, 8:53:56 AM7/16/06
to
"Henry Kiefer" <otc_f...@gmx.net> writes:

> Dann schmeiß ich die Mikrowelle weg und kauf mir für 50 Euronen ne neue bzw.

Dann bist Du erstmal mitgegrillt. Wenn die Tür nicht auf dem
vorgesehenen Weg aufgeht, schaltet sie sich nämlich auch nicht ab, und
der neue Garraum ist Dein Zimmer.

> Nun ja, im Studium haben wir auch Trafos berechnen müssen. Dabei hatte ich
> schon vorher als bastelnder Knirps die Trafos fertig beim Hersteller nach
> meinen Wünschen herstellen lassen oder gleich Standardtrafos gekauft. Der
> Irrwitz wiederholt sich.

Ein Glück, dass Dein Hersteller jemanden in Indien kennt, der die
Trafos dann berechnet, die Du bestellt hast.

Ralf
--
GS d->? s:++>+++ a+ C++++ UL+++ UH++ P++ L++ E+++ W- N++ o-- K-
w--- !O M- V- PS+>++ PE Y+>++ PGP+ !t !5 !X !R !tv b+++ DI+++
D? G+ e++++ h+ r? y?

Henry Kiefer

unread,
Jul 17, 2006, 3:25:52 AM7/17/06
to

"Ralf Muschall" <ra...@lipsia.de> schrieb im Newsbeitrag
news:m3psg5k...@mammut.lipsia.de...

> "Henry Kiefer" <otc_f...@gmx.net> writes:
>
> > Dann schmeiß ich die Mikrowelle weg und kauf mir für 50 Euronen ne neue
bzw.
>
> Dann bist Du erstmal mitgegrillt. Wenn die Tür nicht auf dem
> vorgesehenen Weg aufgeht, schaltet sie sich nämlich auch nicht ab, und
> der neue Garraum ist Dein Zimmer.
Jo. Du bringst mich zum Lachen. Weißt du überhaupt, was ne Mikrowelle ist???

>
> > Nun ja, im Studium haben wir auch Trafos berechnen müssen. Dabei hatte
ich
> > schon vorher als bastelnder Knirps die Trafos fertig beim Hersteller
nach
> > meinen Wünschen herstellen lassen oder gleich Standardtrafos gekauft.
Der
> > Irrwitz wiederholt sich.
>
> Ein Glück, dass Dein Hersteller jemanden in Indien kennt, der die
> Trafos dann berechnet, die Du bestellt hast.

Was willst du damit sagen? Sind dir die Trafos zu billig?

- Henry


Dieter Wiedmann

unread,
Jul 17, 2006, 5:08:41 AM7/17/06
to
Henry Kiefer schrieb:

> Im Ernst, habe bislang kein Siedediagramm für das Material gefunden.

*Ein* Siedediagramm, nicht *das* Siedediagramm.


> Und verstehen, wieso das nicht geht, tue ich das auch nicht.
> Wie kommst du zu der Info?

Hab sowas studiert.


Gruß Dieter

Ansgar Kursawe

unread,
Jul 17, 2006, 5:17:18 AM7/17/06
to
Henry Kiefer schrieb:

> Das ist ja das Schöne an der Mikrowelle. Weder kann man explosiv betroffen
> werden durch die Tür,

Glaubst du. Mit der Tür hast du eine "Verdämmung", was eine Verpuffung
zu einer richtigen Explosion erweitern kann.

> noch kann was anbrennen. Zumindest wenn man es nicht
> übertreibt.

Pack ein simples Croisson zum Aufbacken in die Mikrowelle. Bei etwa 800
Watt hast du nach 3 Minuten einen brennenden Kohleklumpen.

/Ansgar

Dieter Wiedmann

unread,
Jul 17, 2006, 5:44:15 AM7/17/06
to
Henry Kiefer schrieb:

> > Und dafür willst du das Natriumacetat selbst herstellen? Das Zeug ist
> > doch so billig, dass sich das definitiv nicht lohnt.

> Ich habs aber leider nicht da und der andere Kram ist vorhanden. Allein die
> Warterei und Versandkosten sind mir zu hoch.

Unter EUR 100,- für 25kg frei Haus sind zu teuer?


> Außerdem experimentier ich gern.

Na gut, aber hier ist nicht de.rec.alchemie.


Gruß Dieter

Henry Kiefer

unread,
Jul 17, 2006, 6:52:47 AM7/17/06
to
> > Im Ernst, habe bislang kein Siedediagramm für das Material gefunden.
>
> *Ein* Siedediagramm, nicht *das* Siedediagramm.
Siedediagramm habe ich mal vor Jahren mir genau angesehen. Aus dem Stehgreif
kann ich da nix schlimmes reininterpretieren. Aber naja, schau mer mal bei
Wikipedia.

Ein Diagramm für Essigsäure wäre interessant.

- Henry


Henry Kiefer

unread,
Jul 17, 2006, 6:54:38 AM7/17/06
to
> Unter EUR 100,- für 25kg frei Haus sind zu teuer?
Ein Kilo kostet ca. 1 EUR ohne Versand.
Zum Probieren reichen ja 100g locker. Also warum nicht selbst machen?

>
>
> > Außerdem experimentier ich gern.
>
> Na gut, aber hier ist nicht de.rec.alchemie.

Die Gruppe kenn ich noch gar nicht. Danke!

- Henry


Henry Kiefer

unread,
Jul 17, 2006, 7:13:40 AM7/17/06
to

"Ansgar Kursawe" <A.Ku...@nurfuerspam.de> schrieb im Newsbeitrag
news:44bb559e$0$26262$9b4e...@newsread2.arcor-online.net...

> Henry Kiefer schrieb:
>
> > Das ist ja das Schöne an der Mikrowelle. Weder kann man explosiv
betroffen
> > werden durch die Tür,
>
> Glaubst du. Mit der Tür hast du eine "Verdämmung", was eine Verpuffung
> zu einer richtigen Explosion erweitern kann.
Außer einem Knall, der die Mikrowelle zerbeult, kann nix groß passieren.
Ich kanns nicht mehr hören. Typisch ist natürlich "nurfuerspam" - auch
wieder vor lauter Angst?
Keine Mikrowelle, kein Schnellkochtopf, bloß keine offene Flamme. Hm - wird
schwer so zu leben.

>
> > noch kann was anbrennen. Zumindest wenn man es nicht
> > übertreibt.
>
> Pack ein simples Croisson zum Aufbacken in die Mikrowelle. Bei etwa 800
> Watt hast du nach 3 Minuten einen brennenden Kohleklumpen.

Irgendwie sind es immer die selben Leute, die einem einreden wollen das
ALLES gefährlich ist, NUR von "Fachleuten" deshalb gemacht werden darf und
prinzipiell ist sowieso JEDER verdächtig.
Das einzige im Leben was ich als wirklich gefährlich empfinde, ist der
Straßenverkehr. Schließlich gehen Auto an der menschlichen Wahrnehmung
vorbei und sind dadurch per se eine Gefahrenquelle ersten Ranges. Und wer
fährt nun aus diesem Grund kein Auto, weil er einen verursachten Unfall
nicht mit seinem Gewissen vereinbaren könnte? Oder wer geht nicht aus dem
Haus, weil ein anderer ihn überfahren könnte oder man in eigener
Dämmlichkeit sich selbst umbringt?

Croisson: Welcher normale Mensch packt Fressalien in die Mikrowelle, stellt
den Wärmeschub in der Welle auf nen völlig überhöhten Wert, und geht dann
auf die Arbeit????? Wieso kommt ihr auf die Schiene, dass ich so blöde bin?
Die wirklichen Gefahren lauern da, wo man es nicht erwartet. Wenn ich was in
die Mikrowelle stelle, gehe ich davon aus, es könnte was passieren und
verhalte mich entsprechend. Jedwede "Routine" ist dagegen gefährlich.

Wo soll das hinführen?

Leute, bringt erbauliche Kommentare, oder unterhaltet euch lieber
untereinander in einer eigenen identifikationsstiftenden Gruppe. Mit mir SO
nicht.

Das war der letzte Kommentar zu diesem Thema. Zukünftig reagier ich nicht
mehr.

-Henry


Dieter Wiedmann

unread,
Jul 17, 2006, 7:21:24 AM7/17/06
to
Henry Kiefer schrieb:

> Ein Diagramm für Essigsäure wäre interessant.

Kaum, Essigsäure hat nur einen Siede*punkt*, du willst das Siedediagramm
für Wasser/Essigsäure.


Gruß Dieter

Dieter Wiedmann

unread,
Jul 17, 2006, 7:23:34 AM7/17/06
to
Henry Kiefer schrieb:

> Ein Kilo kostet ca. 1 EUR ohne Versand.

Wird dann halt technische Qualität sein.


> Zum Probieren reichen ja 100g locker. Also warum nicht selbst machen?

Weils bei Tschibo&Co bald wieder Taschenwärmer für EUR -,99 gibt?


Gruß Dieter

Ansgar Kursawe

unread,
Jul 17, 2006, 7:51:15 AM7/17/06
to
Henry Kiefer schrieb:

> Außer einem Knall, der die Mikrowelle zerbeult, kann nix groß passieren.
> Ich kanns nicht mehr hören.

Du solltest lernen Angst und Vorsicht auseinanderzuhalten. Ich hab in
den letzten 10 Jahren ein paar mal Anlagen bei Versuchen in Ex-Bereichen
gesprengt und weiß etwa, was ein paar hundert Milliliter bis Liter eines
zündfähigen Gas/Luft bzw. Gas/Sauerstoffgemisches anrichten können.

> Typisch ist natürlich "nurfuerspam" - auch wieder vor lauter Angst?

Wenn du auf 100-200 Spammails am Tag scharf bist, ich kann dir gerne
mein Spamfolder automatisiert zumailen lassen.

>> Pack ein simples Croisson zum Aufbacken in die Mikrowelle. Bei etwa 800
>> Watt hast du nach 3 Minuten einen brennenden Kohleklumpen.

> Croisson: Welcher normale Mensch packt Fressalien in die Mikrowelle, stellt
> den Wärmeschub in der Welle auf nen völlig überhöhten Wert, und geht dann
> auf die Arbeit?????

Weil es "Dual Use" Mikrowellen gibt, die sowohl über Heizstäbe aufbacken
als auch mikrowellisieren können. Steht der Schalter auf der falschen
Position wird aus einem 3 min Aufbackgerät ein Schnellverascher.

> Wieso kommt ihr auf die Schiene, dass ich so blöde bin?

Weil dein Posting-Stil dieses irgendwie nahelegt.

/Ansgar

Henry Kiefer

unread,
Jul 17, 2006, 9:12:42 AM7/17/06
to
> Du solltest lernen Angst und Vorsicht auseinanderzuhalten. Ich hab in
> den letzten 10 Jahren ein paar mal Anlagen bei Versuchen in Ex-Bereichen
> gesprengt und weiß etwa, was ein paar hundert Milliliter bis Liter eines
> zündfähigen Gas/Luft bzw. Gas/Sauerstoffgemisches anrichten können.
Danke. Ich will aber nix sprengen. Das ist ja verboten.

>
> > Typisch ist natürlich "nurfuerspam" - auch wieder vor lauter Angst?
> Wenn du auf 100-200 Spammails am Tag scharf bist, ich kann dir gerne
> mein Spamfolder automatisiert zumailen lassen.

Hm. Dann machst du irgendwas falsch. Ich habe mehrere öffentliche
email-Adressen, bekomme aber nicht sonderlich viele Spam-Mails - und das wo
ich eine Website mit ganz normaler email-Adresse offen habe.
Tune die Sache ein bißchen und du hast die meisten Spammer los.

> Weil es "Dual Use" Mikrowellen gibt, die sowohl über Heizstäbe aufbacken
> als auch mikrowellisieren können. Steht der Schalter auf der falschen
> Position wird aus einem 3 min Aufbackgerät ein Schnellverascher.

Wie die meisten Elektrogeräte, darf auch ne Mikrowelle nicht unbeaufsichtigt
laufen. Zahlt dir dann keine Versicherung.
Steht auch meist in der Bedienungsanleitung.
Ein Nebengebäude nur zum Basteln auf dem Grundstück wirkt in jeder Hinsicht
Wunder!!

>
> > Wieso kommt ihr auf die Schiene, dass ich so blöde bin?
>
> Weil dein Posting-Stil dieses irgendwie nahelegt.

Kann sein das ich ausnehmend blöde bin, ist mir aber selbst noch nicht groß
aufgefallen. Andererseits hatte ich in 40 Jahren kaum Unfälle. Wie
interpretierst du das? Sonntagskind? Nur vor dem TV gelegen?

Trotzdem lach ich gerne und kann nix für die altertümliche Form des Usenet.
Vielleicht sollte man einen RSSFeed draus machen?

- Henry


Henry Kiefer

unread,
Jul 17, 2006, 9:14:27 AM7/17/06
to
> > Ein Kilo kostet ca. 1 EUR ohne Versand.
>
> Wird dann halt technische Qualität sein.
Vermutlich. Hab das nicht im Kopf.

>
>
> > Zum Probieren reichen ja 100g locker. Also warum nicht selbst machen?
>
> Weils bei Tschibo&Co bald wieder Taschenwärmer für EUR -,99 gibt?

Bin so schrecklich ungeduldig :-)
Wann kommen die genau? Sollte mir einen holen. Letztens war ich bei meinen
Eltern und hätte einen mitnehmen können. Naja, verpaßt und nun 700km weit
weg.

Gruß Dieter!
-Henry


Bodo Mysliwietz

unread,
Jul 17, 2006, 1:07:51 PM7/17/06
to
Henry Kiefer schrieb:

>> Glaubst du. Mit der Tür hast du eine "Verdämmung", was eine Verpuffung
>> zu einer richtigen Explosion erweitern kann.
> Außer einem Knall, der die Mikrowelle zerbeult, kann nix groß passieren.
> Ich kanns nicht mehr hören.

Schade das bei einem meiner ehemaligen Arbeitsgeber keiner Bilder von
den Resten einer Mikrowelle gemacht hat in die mal ein Mensch ein großes
Tetrapack (Al-Inside) gestellt hat. Wer die Mikrowelle und die Küche
danach gesehen hat, hat etwas mehr Respekt vor Mikrowellengeräten.

> Typisch ist natürlich "nurfuerspam" - auch
> wieder vor lauter Angst?

Es ist eher die Spamflut die einem teilweise erreichen kann. Es ist
nicht so easy zu 100% Serverseitig spam zu filtern und korrekte emails
passieren zu lassen.

> Keine Mikrowelle, kein Schnellkochtopf, bloß keine offene Flamme. Hm - wird
> schwer so zu leben.

Du bist schwarzmalerisch und blind zu gleich. Gerade im Heimbereich wird
aus Unwissenheit oft viel murks gemacht der hier und da auch
Menschenleben kostet.

Natürlich steht in unserem Haus auch eine MW, aber eins habe ich Tochter
schon eingebleut: Es kommen nie verschlossene Gefäße oder
metallische/metallhaltige Gegenstände hineinen. Umverpackungen nur wenn
es draufsteht.

> Croisson: Welcher normale Mensch packt Fressalien in die Mikrowelle,

Ich.

> stellt
> den Wärmeschub in der Welle auf nen völlig überhöhten Wert, und geht dann
> auf die Arbeit?????

normales menschliches Versagen.

> Wieso kommt ihr auf die Schiene, dass ich so blöde bin?

Öhm, das sind Fehler die tausende Menschen schon gemacht haben.
Weil weniger als eine handvoll Menschen in den Staaten so raffiniert
waren ihre lieben Haustierchen in der MW oder dem Backofen zu trocknen
muß dort z.B. drauf hingewiesen werden das lebende Tieren nicht in diese
Geräte gehören - andernfalls drohem dem hersteller hohe
Schadensersatzklagen.

> Die wirklichen Gefahren lauern da, wo man es nicht erwartet.

In der Küche, im Bad, auf dem Balkon, in der Heimwerkstatt.

> Wenn ich was in
> die Mikrowelle stelle, gehe ich davon aus, es könnte was passieren und
> verhalte mich entsprechend.

Läufst Du etwas mit Schutzhelm&Spritzschutzvisier durch die Küche?

> Leute, bringt erbauliche Kommentare, oder unterhaltet euch lieber
> untereinander in einer eigenen identifikationsstiftenden Gruppe. Mit mir SO
> nicht.

Du möchtest aber nicht wirklich das in der sci-Gruppe die Leute zu 100%
den Wissenschaftler raushängen lassen um Deine Fragen zu beantowrten?!

> Das war der letzte Kommentar zu diesem Thema. Zukünftig reagier ich nicht
> mehr.
>
> -Henry

bzgl. funktionierendem Sig-Trenner empfehle ich http://www.oe-faq.de/

--
Glück Auf - Bodo Mysliwietz
----------------------------------------
http://www.labortechniker.de/

Bodo Mysliwietz

unread,
Jul 17, 2006, 1:18:57 PM7/17/06
to
Henry Kiefer schrieb:
>>... was ein paar hundert Milliliter bis Liter eines

>> zündfähigen Gas/Luft bzw. Gas/Sauerstoffgemisches anrichten können.
> Danke. Ich will aber nix sprengen. Das ist ja verboten.

Unfälle richten sich leider nicht nach Verboten.

> Hm. Dann machst du irgendwas falsch. Ich habe mehrere öffentliche
> email-Adressen, bekomme aber nicht sonderlich viele Spam-Mails - und das wo
> ich eine Website mit ganz normaler email-Adresse offen habe.
> Tune die Sache ein bißchen und du hast die meisten Spammer los.

was ist daran zu tunen? Wenn Du einmal in Spam-adressbuch drin bist hast
Du Pech. Wer keinen separate Addy fürs Usenet verwendet hat noch mehr Pech.


>> Position wird aus einem 3 min Aufbackgerät ein Schnellverascher.
> Wie die meisten Elektrogeräte, darf auch ne Mikrowelle nicht unbeaufsichtigt
> laufen. Zahlt dir dann keine Versicherung.

Das heißt aber nicht das Du daneben stehen mußt. Gehst Du kurz auf die
Toilette wird das im Falle einer MW sicher nicht als unbeaufsichtigt
eingestuft werden können. Zudem steht das Thema Versicherung auf einem
anderen Blatt. Eine Versicherung veringert nicht das Eintrittsrisiko des
Schadensereignisses, es veringert nur die folgende finanzielle Last.
---> die beste Lebensversicherung ist keine zu haben.

>>> Wieso kommt ihr auf die Schiene, dass ich so blöde bin?
>> Weil dein Posting-Stil dieses irgendwie nahelegt.
> Kann sein das ich ausnehmend blöde bin, ist mir aber selbst noch nicht groß
> aufgefallen. Andererseits hatte ich in 40 Jahren kaum Unfälle. Wie
> interpretierst du das? Sonntagskind? Nur vor dem TV gelegen?

Dir unterstellt doch keiner das Du Dich täglich mit der MW oder dem
Dosenöffner umbringst. Es geht um potentielle Gefahren wie sie immer
wieder vom Umfeld herausgefordert werden.

> Trotzdem lach ich gerne und kann nix für die altertümliche Form des Usenet.

Versuch es mal mit einem dieser übersichtlich zu lesenden Webforen.

> Vielleicht sollte man einen RSSFeed draus machen?

Wozu?

Dr Engelbert Buxbaum

unread,
Jul 18, 2006, 3:17:50 AM7/18/06
to
Henry Kiefer wrote:

> > >> Parathion hat auch eine E-Nummer (605), das ist kein gutes Argument.

> > > Stimmt, Zucker ist auch hochgiftig und dazu noch explosiv.
> >
> > Du weißt was Parathion ist?
> Bin kein Chemiker.

Parathion (auch bekannt unter dem Handelsnamen E605) ist ein
Phosphorsäure-Ester der als Insektengift verwendet wird, aber auch für
den Menschen hochgiftig ist. Eigentlich nicht ganz korrekt: giftig ist
nicht das E605 selbst, sondern das E610, welches im Körper daraus
entsteht. Dieses reagiert mit einem Serin-Rest in bestimmten Enzymen
(Hydrolasen), unter anderem der Acetylcholinesterase in den Synapsen.
Dadurch wird der Botenstoff Acetylcholin nicht mehr abgebaut und
reichert sich im Synapsenspalt an, es kommt zur Daueraktivierung
sämtlicher Muskeln. Da dabei die Beuger und Strecker gegeneinander
arbeiten, ist dies extrem schmerzhaft. Trotzdem war E605 in den 50ern
ein Modegift für den Selbstmord. Häßliche Sache: unter anderem kommt es
zur unkontrollierten Entleerung von Blase und Darm. Tod tritt letztlich
durch Atemlähmung und Herzversagen ein.

Chemisch eng verwand ist E605 mit diversen chemischen Kampfstoffen
(Sarin, Samun, Tabun, VX). Der Name E605 war übrigens ursprünglich eine
Labornummer, der 605-te Phosphorsäure-Ester der auf seine Verwendbarkeit
getestet wurde.

Mittlerweile dürfte E605 weitgehend durch spezifischer wirkende
Substanzen ersetzt sein, die nicht nur für den Menschen, sondern auch
für Nutzinsekten wie Bienen weniger giftig sind (weil es "ungiftig" ja
nicht gibt).

Uwe Bieling

unread,
Jul 18, 2006, 3:43:46 AM7/18/06
to
Dr Engelbert Buxbaum schrieb:
> Henry Kiefer wrote:

Hi,

[Parathion]

> Chemisch eng verwand ist E605 mit diversen chemischen Kampfstoffen
> (Sarin, Samun, Tabun, VX). Der Name E605 war übrigens ursprünglich eine
> Labornummer, der 605-te Phosphorsäure-Ester der auf seine Verwendbarkeit
> getestet wurde.

Nur um es explizit zu erwähnen. Die Verwendung des E in Kombination mit
einer Ziffer hat nichts, aber auch gar nichts mit einem
Lebensmittelzusatzstoff zu tun! Es gibt keinen zugelassenen
Lebensmittelzusatzstoff mit der Nummer E605 (s. Verordnung über
Anforderungen an Zusatzstoffe und das Inverkehrbringen von Zusatzstoffen
für technologische Zwecke)

Ciao,
Uwe
--
www.Uwe-Bieling.de dsc-FAQ: www.dsc-faq.de

Alkohol konserviert alles, ausgenommen Würde und Geheimnisse. (R.Lembke)

Alexander Meier

unread,
Jul 18, 2006, 5:11:58 AM7/18/06
to
Henry Kiefer <otc_f...@gmx.net> wrote:

> Das ist ja das Schöne an der Mikrowelle. Weder kann man explosiv betroffen

> werden durch die Tür, noch kann was anbrennen. Zumindest wenn man es nicht
> übertreibt.

Weiss man denn immer vorher, wann man es übertreibt? Vor allem, wenn man
von Chemie wenig bis keine Ahnung hat?
Eine Mikrowelle so explodieren zu lassen, daß im Umkreis von ein paar
Metern akute Lebensgefahr herrscht ist ziemlich simpel.

> Weil wir grad bei der Stöchiometrie sind. Ich habe bislang keine
> Online-Tools für dieses gefunden. Ist das im Chemiebereich nicht so üblich?
> Für meine Elektronik gibts einen Haufen im Net.
> Ein Tool, bei dem ich einfach die Ausgangssubstanzen eingebe und die
> gewünschte Menge des Ergebnisses, was dann für alle beteiligten Stoffe die
> nötigen Massen berechnet, wäre sehr praktisch. Wollte eigentlich nicht
> stundenlang Tabellenwerte suchen und Formeln durchhusten.

Wozu? Ein simples Periodensystem reicht. Essigsäure: CH3COOH.
Natriumhydrogencarbonat: NaHCO3.
Reaktion prinzipiell:
CH3COOH + NaHCO3 ---> CH3COONa + H2O + CO2

Also brauchst Du so viele Moleküle NaHCO3 wie CH3COOH (auch wenn das
nicht ganz richtig ist, die Genauigkeit dürfte für diese Zwecke
reichen). Im Periodensystem (google) findest Du die Massen der Atome.
Daraus folgt dann für NaHCO3: 72 g/mol (= 23 g/mol + 1g/mol + 3*16 = 48
g/mol), für die Essigsäure: 60 g/mol. Ansonsten kann man sich die Massen
auch schnell ergooglen.
Jetzt Dreisatz und gut ist. Natürlich ist zu bedenken, daß Du keine
reine Essigsäure hast. Du brauchst also die Konzentration, die steht
entweder schon in mol/l drauf, oder als Prozentangabe (im Allgemeinen
Massenprozent; 25% heißt also daß 25% der Gesamtmasse aus Essigsäure
besteht -> Masse der Essigsäure -> teilen durch Molmasse -> Stoffmenge
--> Konzentration. Wenn Du die Gesamtmasse nicht hast, kannst Du auch
über die Dichte und das Volumen gehen).
Aus der Konzentration lässt sich sehr sehr leicht die Stoffmenge
bestimmen. Ein Liter einer 2molaren Lösung enthält zwei Mol, 250 ml 0,5
mol usw... (c1*V1 = c2*V2, c2*V2 gibst Du vor, c1 kennst Du, also ist
V1, ja genau).
Wozu braucht man da ein Tool? Das geht flott von der Hand, da dauert ja
das Eingeben in eine Oberfläche länger. Zumindest für Leute, die
derartiges ab und an mal rechnen müssen und für andere macht es wenig
Sinn.

mfg
Alex

Alexander Meier

unread,
Jul 18, 2006, 5:18:15 AM7/18/06
to
Henry Kiefer <otc_f...@gmx.net> wrote:

> "Dieter Wiedmann" <Dieter....@t-online.de> schrieb im Newsbeitrag
> news:44B8D9CE...@t-online.de...
> > Henry Kiefer schrieb:
> >

> > Und dafür willst du das Natriumacetat selbst herstellen? Das Zeug ist
> > doch so billig, dass sich das definitiv nicht lohnt.
> Ich habs aber leider nicht da und der andere Kram ist vorhanden. Allein die
> Warterei und Versandkosten sind mir zu hoch.

Apotheke? So teuer wird's da auch nicht sein und zudem tut man was für
die lokale Wirtschaft (so daß man dann nicht für die Aspirin morgen 10
km fahren muß).

mfg
Andre

Henry Kiefer

unread,
Jul 18, 2006, 6:17:12 AM7/18/06
to
> > Ich habs aber leider nicht da und der andere Kram ist vorhanden. Allein
die
> > Warterei und Versandkosten sind mir zu hoch.
>
> Apotheke? So teuer wird's da auch nicht sein und zudem tut man was für
> die lokale Wirtschaft (so daß man dann nicht für die Aspirin morgen 10
> km fahren muß).
Ja. Die Apo ist so reizlos.
Seit wann ist Aspirin mit Natriumacetat verwandt? Hab ich da was verpaßt?

Gruß -
Henry


Henry Kiefer

unread,
Jul 18, 2006, 6:35:44 AM7/18/06
to
> > Danke. Ich will aber nix sprengen. Das ist ja verboten.
>
> Unfälle richten sich leider nicht nach Verboten.
Vermutlich suchen Unfälle nach nicht angelegten Hirnarealen.

>
> > Hm. Dann machst du irgendwas falsch. Ich habe mehrere öffentliche
> > email-Adressen, bekomme aber nicht sonderlich viele Spam-Mails - und das
wo
> > ich eine Website mit ganz normaler email-Adresse offen habe.
> > Tune die Sache ein bißchen und du hast die meisten Spammer los.
>
> was ist daran zu tunen? Wenn Du einmal in Spam-adressbuch drin bist hast
> Du Pech. Wer keinen separate Addy fürs Usenet verwendet hat noch mehr
Pech.

Beispielsweise kann man zwei verschiedene email-Adressen anlegen und beim
Empfang von Post alle doppelten emails (also gleicher Inhalt aber
unterschiedlicher (eigener) Empfänger) automatisch löschen. Das hilft
vermutlich gegen 90% aller momentanen Spammer, da dir nur stupide Adressen
einsammeln und immer den gleichen Scheiß senden. Es gibt allerdings auch
richtig gut gemachte Sachen, die also trotzdem problemlos durchkommen. Warte
immernoch auf die Spam-Mail, die mich in die Knie zwingt und mein Konto
leerräumt...
War jetzt nur ein Beispiel und würde hier zu weit führen.

>
>
> >> Position wird aus einem 3 min Aufbackgerät ein Schnellverascher.
> > Wie die meisten Elektrogeräte, darf auch ne Mikrowelle nicht
unbeaufsichtigt
> > laufen. Zahlt dir dann keine Versicherung.
>
> Das heißt aber nicht das Du daneben stehen mußt. Gehst Du kurz auf die
> Toilette wird das im Falle einer MW sicher nicht als unbeaufsichtigt
> eingestuft werden können. Zudem steht das Thema Versicherung auf einem
> anderen Blatt. Eine Versicherung veringert nicht das Eintrittsrisiko des
> Schadensereignisses, es veringert nur die folgende finanzielle Last.
> ---> die beste Lebensversicherung ist keine zu haben.

Zumindest lebt ein Großteil der Menschheit ohne Lebensversicherung und
vermutlich nicht schlecht.

>
> >>> Wieso kommt ihr auf die Schiene, dass ich so blöde bin?
> >> Weil dein Posting-Stil dieses irgendwie nahelegt.
> > Kann sein das ich ausnehmend blöde bin, ist mir aber selbst noch nicht
groß
> > aufgefallen. Andererseits hatte ich in 40 Jahren kaum Unfälle. Wie
> > interpretierst du das? Sonntagskind? Nur vor dem TV gelegen?
>
> Dir unterstellt doch keiner das Du Dich täglich mit der MW oder dem
> Dosenöffner umbringst. Es geht um potentielle Gefahren wie sie immer
> wieder vom Umfeld herausgefordert werden.

"täglich umbringst"???? Sogar mehrmals?
Ich kotze einfach nur wenn ich das Verhältnis der Texte hier aus Information
zur Sache und Infos zu Randthemen beobachte. Auf ne einfache Frage hab ich
wieder Unmengen an Nebenkram in der Form von Bevormundung stehen. Das tritt
bevorzugt (milde ausgedrückt) vor allem in den deutschen Bereichen auf. Man
traut sich schon gar nicht mehr, eine Frage zu stellen ohne beglaubigte
Vergangenheit in einer Gruppe. Kommen dann so Kommentare raus, wie: Bist du
es Makus?
ICH BIN NICHT MAKUS und heiße auch nicht nordisch Troll!

Und dann die Form:
Du bist blöde wenn du sowas machst. Du hast keine Ahnung, HIER sind die
Fachleute, usw.
Einfach schreiben: "Paß auf wegen Siedeverzug und ätzender Gase. Brille und
Abstand helfen."
Sowas ist positiv, andere Ausdrücke hier hatten meine mimosischen Blätter
sofort zusammenklappen lassen.

>
> > Trotzdem lach ich gerne und kann nix für die altertümliche Form des
Usenet.
>
> Versuch es mal mit einem dieser übersichtlich zu lesenden Webforen.

Zu aufgebläht. Muß man sich wieder ein neues Paßwort und Benutzer ausdenken.
Gott, wieviele Use/Paßwörter habe ich schon???

>
> > Vielleicht sollte man einen RSSFeed draus machen?
>
> Wozu?

Damit es Übersichtlichkeit kriegt, wäre Farbigkeit durch Verwendung von HTML
gut. Und zwei Streams, einer in HTML mit Bildern und einer nur Plaintext
(und der Reader bastelt das automatisch zusammen). So Sachen eben. Dann wäre
die Alternative Webforen überflüssig.
Viele Leute kennen das Usenet überhaupt nicht und denken, Foren wären die
einzige Möglichkeit.

Naja, genug gelabert -
Henry


Henry Kiefer

unread,
Jul 18, 2006, 7:09:24 AM7/18/06
to
> Wozu braucht man da ein Tool? Das geht flott von der Hand, da dauert ja
> das Eingeben in eine Oberfläche länger. Zumindest für Leute, die
> derartiges ab und an mal rechnen müssen und für andere macht es wenig
> Sinn.
Das war sehr nett, Alex! Ein Tool würde mir Sicherheit geben und die
Sucherei erleichtern. Für den Teilschritt "Mol zu Masse" einer Reaktion
gibts übrigens mehrere, wie ich fand. Der Rest ist allerdings momentan
immernoch Handarbeit.
Aber vielleicht wird von Chemikern auch nicht so viel Effektivität wie von
Elektronikern verlangt. So wie die Elektronikindustrie ja auch Vorreiter als
Benutzer des Internets ist.

Gruß -
Henry


Henry Kiefer

unread,
Jul 18, 2006, 7:04:29 AM7/18/06
to
> Schade das bei einem meiner ehemaligen Arbeitsgeber keiner Bilder von
> den Resten einer Mikrowelle gemacht hat in die mal ein Mensch ein großes
> Tetrapack (Al-Inside) gestellt hat. Wer die Mikrowelle und die Küche
> danach gesehen hat, hat etwas mehr Respekt vor Mikrowellengeräten.
Ich bin Elektroniker und habe Mikrowellen auch schon repariert. Ich weiß
also was so ein Ding kann und aushält. Übrigens steht die Mikrowelle im
Bastelgebäude, was eventuell eh abgerissen werden soll. Vielleicht hätte ich
das alles VORHER schreiben sollen. Aber wer schreibt schon ne ganze
Versuchsanordnung ins Usenet?
Aber ich sehs ein, ich hätte die Mikrowelle nicht erwähnen dürfen. Ich hätte
meinem Gefühl folgen sollen - dachte mir schon sowas.

>
> > Typisch ist natürlich "nurfuerspam" - auch
> > wieder vor lauter Angst?
>
> Es ist eher die Spamflut die einem teilweise erreichen kann. Es ist
> nicht so easy zu 100% Serverseitig spam zu filtern und korrekte emails
> passieren zu lassen.

Das ist sogar praktisch unmöglich. Im Briefkasten an der Haustür landet aber
auch Spam und mal kommt ein Brief auch nie an. Maxibriefe z.B. gehen sogar
sehr gerne auf Nimmerwiedersehen...
Ich denke mit 90% echten emails kann man als Privatmensch leben. Firmen
haben da andere Probleme.

>
> > Keine Mikrowelle, kein Schnellkochtopf, bloß keine offene Flamme. Hm -
wird
> > schwer so zu leben.
>
> Du bist schwarzmalerisch und blind zu gleich. Gerade im Heimbereich wird
> aus Unwissenheit oft viel murks gemacht der hier und da auch
> Menschenleben kostet.

Ich zänke gerne. Im Haushalt passieren die meisten Unfälle, deswegen hat man
dort ja auch keine automatische Unfallversicherung. Hey, wieder eine
Erkenntnis gewonnen. Andererseits ist der Schulweg mit dem Fahrrad
versichert. Da muß jetzt irgendwo ein Fehler sein.

>
> Natürlich steht in unserem Haus auch eine MW, aber eins habe ich Tochter
> schon eingebleut: Es kommen nie verschlossene Gefäße oder
> metallische/metallhaltige Gegenstände hineinen. Umverpackungen nur wenn
> es draufsteht.

;-) Ob das hilft?

>
> > Croisson: Welcher normale Mensch packt Fressalien in die Mikrowelle,
>
> Ich.
>
> > stellt
> > den Wärmeschub in der Welle auf nen völlig überhöhten Wert, und geht
dann
> > auf die Arbeit?????
>
> normales menschliches Versagen.

Ich sachs ja: Nicht angelegtes Hirnareal bzw. zuviele Nervernfasern
weggestorben nach der Geburt. Die Mikrowelle müßte sich im Laufe der
Evolution des Menschen dann in Zukunft in der Hirnstruktur widerspiegeln...

>
> > Wieso kommt ihr auf die Schiene, dass ich so blöde bin?
>
> Öhm, das sind Fehler die tausende Menschen schon gemacht haben.
> Weil weniger als eine handvoll Menschen in den Staaten so raffiniert
> waren ihre lieben Haustierchen in der MW oder dem Backofen zu trocknen
> muß dort z.B. drauf hingewiesen werden das lebende Tieren nicht in diese
> Geräte gehören - andernfalls drohem dem hersteller hohe
> Schadensersatzklagen.

Das mit der Katze soll übrigens eine Legende sein. Andererseits haben meine
Experimente mit Fliegen deren enorme Widerstandsfähigkeit gezeigt. Ja, los,
jetzt kommen die Tierfanaten gleich und wollen meine Adresse.
Fliegen lassen sich auch gut mit Kältespray ruhigstellen. Wenn man es nicht
übertreibt, dann wachen sie wieder unbekümmert auf.
Naja, ich bin vom Thema abgekommen.
Würden die Hersteller die Infolücke schließen und ihre Geräte (in Deutsch
und nicht in Deutsch-Taiwanesisch) genau erklären, wären vermutlich die
allermeisten Menschen auch nicht bereit, hier ihr Haustier trocknen zu
wollen.
Andererseits haben sie vermutlich auch im Physikunterricht gepennt. Verlangt
ja keiner, das Nichttechniker die Funktion der Mikrowelle ins Detail genau
kennen, aber wer legt die Hand auf eine Herdplatte, die ja auch nix anderes
als eine Hochleistungsstrahlenquelle ist?
Vermutlich würde es helfen, eine "gefährlich" blinkende große rote Lampe in
der Mikrowelle vorzuschreiben.

>
> > Die wirklichen Gefahren lauern da, wo man es nicht erwartet.
>
> In der Küche, im Bad, auf dem Balkon, in der Heimwerkstatt.

Hm. Straßenverkehr nochmal. Und die Schule als Einrichtung des Nichtwissens
mit falschen Schwerpunkten.

>
> > Wenn ich was in
> > die Mikrowelle stelle, gehe ich davon aus, es könnte was passieren und
> > verhalte mich entsprechend.
>
> Läufst Du etwas mit Schutzhelm&Spritzschutzvisier durch die Küche?

Wenn meine 4-jährige Tochter kocht, dann ja.

>
> > Leute, bringt erbauliche Kommentare, oder unterhaltet euch lieber
> > untereinander in einer eigenen identifikationsstiftenden Gruppe. Mit mir
SO
> > nicht.
>
> Du möchtest aber nicht wirklich das in der sci-Gruppe die Leute zu 100%
> den Wissenschaftler raushängen lassen um Deine Fragen zu beantowrten?!

Eine Funktion, die mir per Knopfdruck ein Profil der Person auswirft, wäre
eine gute Sache. Mit HTML kein Problem übrigens!
Dieses Medium krankt an eingeschränkten Kommunikationswegen, die immerwieder
zu Mißverständnissen führen.

> bzgl. funktionierendem Sig-Trenner empfehle ich http://www.oe-faq.de/

Danke Bodo. Vielleicht fällt dir auf, das ich gar keine Sig habe? Die habe
ich schon vor langer Zeit gelöscht, damit ich keine Kommentare mehr höre. Es
gibt also keinen Hinweis auf meine Website mehr und so.

Trotzdem bis du ein lieber Kerl und auch sehr informativ durch dein
umfangreiches Fachwissen. Kann man noch was lernen bei dir.

"Gruß -
Henry" - Handgetippt, keine Sig, und nur damit ich höflich wirke.


Ansgar Kursawe

unread,
Jul 18, 2006, 12:45:12 PM7/18/06
to
Henry Kiefer schrieb:

> Aber vielleicht wird von Chemikern auch nicht so viel Effektivität wie von
> Elektronikern verlangt. So wie die Elektronikindustrie ja auch Vorreiter als
> Benutzer des Internets ist.

Wobei es leichter ist, einem Chemiker Elektrotechnik als einem
E-Techniker Chemie beizubringen.

Und ehe es in Standesdünkel ausartet:

Drei Ingenieure sind sich einig, dass Gott ein Ingenieur war, nur über
das Fach können sie sich nicht einigen. Der Maschinenbauer behauptet
Gott müsse ein solcher gewesen sein. Man denke nur an die Konstruktion
der Gelenke usw..Der Elektroingenieur besteht darauf, dass Gott ein
Elektrotechniker war. Man brauche schließlich nur an die feinen
Gehirnströme zu denken, die den menschlichen Körper erst funktionieren
lassen. Der dritte vertritt die Meinung, dass Gott ein Bauingenieur war:
"Nur ein Bauingenieur kann auf den Gedanken kommen, die Abwasserleitung
mitten durch ein Vergnügungszentrum zu legen."

/Ansgar

Bodo Mysliwietz

unread,
Jul 18, 2006, 3:42:52 PM7/18/06
to
Henry Kiefer schrieb:

>> Natürlich steht in unserem Haus auch eine MW, aber eins habe ich Tochter
>> schon eingebleut: Es kommen nie verschlossene Gefäße oder
>> metallische/metallhaltige Gegenstände hineinen. Umverpackungen nur wenn
>> es draufsteht.
> ;-) Ob das hilft?

Bis jetzt ja. Sie konnte auch schonmal einige Entladungen in der MW
beobachten - das brachte etwas Respekt.

>> normales menschliches Versagen.
> Ich sachs ja: Nicht angelegtes Hirnareal bzw. zuviele Nervernfasern
> weggestorben nach der Geburt.

Wieso? Wenn Dir nie einer sagt was apssieren kann wenn Du bestimmte
Dinge in die MW stellst und es nirgendwo steht, woher sollst Du dann
wissen was falsch ist?

> Andererseits haben sie vermutlich auch im Physikunterricht gepennt.

Zu meiner Zeit (25 große Monde zurück) haben wir nicht über MWs im
Physikunterricht gesprochen. Das passiert auch heute nicht in allen Schulen.

> Verlangt
> ja keiner, das Nichttechniker die Funktion der Mikrowelle ins Detail genau
> kennen, aber wer legt die Hand auf eine Herdplatte, die ja auch nix anderes
> als eine Hochleistungsstrahlenquelle ist?

Viele Menschen machen die Erfahrung das eine Mikrowelle nach dem
erwärmen von Speisen meist recht kalt ist - nur das essen ist warm.
Warum sollte man sich böses bei der MW denken?

> Vermutlich würde es helfen, eine "gefährlich" blinkende große rote Lampe in
> der Mikrowelle vorzuschreiben.

Die sagt dir aber auch nicht das Tetrpacks oder Teller mit
Metallverzierung dort nicht hineien gehören.

>> bzgl. funktionierendem Sig-Trenner empfehle ich http://www.oe-faq.de/
> Danke Bodo. Vielleicht fällt dir auf, das ich gar keine Sig habe?

für andere ist sowas wie "- Henry" eine kaputte Sig.

> Die habe
> ich schon vor langer Zeit gelöscht, damit ich keine Kommentare mehr höre. Es
> gibt also keinen Hinweis auf meine Website mehr und so.

Dennoch könntest Du Deinen Namen hinter einem Sig-trenner setzen. Dann
braucht in keiner mehr beim quoten manuell löschen.

> Trotzdem bis du ein lieber Kerl und auch sehr informativ durch dein
> umfangreiches Fachwissen. Kann man noch was lernen bei dir.

wenn ich am Tisch ausrutsche gibts eine Schadenersatzklage ;-)

Bodo Mysliwietz

unread,
Jul 18, 2006, 3:46:17 PM7/18/06
to
Ansgar Kursawe schrieb:

>> Aber vielleicht wird von Chemikern auch nicht so viel Effektivität wie
>> von
>> Elektronikern verlangt. So wie die Elektronikindustrie ja auch
>> Vorreiter als
>> Benutzer des Internets ist.
>
> Wobei es leichter ist, einem Chemiker Elektrotechnik als einem
> E-Techniker Chemie beizubringen.

Da ich beruflich genau inmitten dieser Thematik stecke, kann ich Dir für
viele Dinge nur zustimmen - zumindest auf unterem Niveau.

Dieter Wiedmann

unread,
Jul 18, 2006, 5:23:18 PM7/18/06
to
Bodo Mysliwietz schrieb:

> > Wobei es leichter ist, einem Chemiker Elektrotechnik als einem
> > E-Techniker Chemie beizubringen.

An *richtiger* E-Technik hat ein Chemiker genauso zu knabbern wie ein
E-Techniker an *richtiger* Chemie, bei den einfachen Grundlagen ists
wohl eine Frage der Scheuklappeneinstellung.


> Da ich beruflich genau inmitten dieser Thematik stecke, kann ich Dir für
> viele Dinge nur zustimmen - zumindest auf unterem Niveau.

Ach? Was eignest du dir da gerade so an?


Gruß Dieter

gUnther

unread,
Jul 18, 2006, 9:50:17 AM7/18/06
to

"Henry Kiefer" <otc_f...@gmx.net> schrieb im Newsbeitrag
news:44bcb807$0$26263$9b4e...@newsread2.arcor-online.net...
..

> Ja. Die Apo ist so reizlos.
> Seit wann ist Aspirin mit Natriumacetat verwandt? Hab ich da was verpaßt?

hi,
wenn du deine fusslaeufig erreichbare apo auch mit sowas beschaeftigst, wird
es die laenger geben. und meiner erfahrung nach sind die meisten apomaenner
insgeheim chemisch hochinteress(ier/an)t :-) die zeigen das bloss nicht
gern. "meiner" hat sogar noch alle seine keramiktoepfe und schauglaeser mit
den "echten" inhalten bestueckt. und verkauft das auch. seine
baldriantinktur ist echt lecker :-)) das theriak dagegen...urks.
der apomann hat ansonsten dasselbe problem wie der sammelbesteller, die
menge macht die ek-preise. je mehr der von son kram bestellen kann, desto
bessere preise kriegt der, desto besser wird er beliefert. und es kann nie
schaden, wenn sojemand mitkriegt, welche art sueppchen man da
zusammenruehrt. gerade laien finden wohl kaum schneller jemanden mit
genuegend ueberblick. also nur mut, einfach mal in einem stillen stuendchen
da vorbeischneien und den aeltesten anwesenden inhaber in eine fachsimpelei
verwickeln. dann merkt man schnell, ob der spass daran hat.

--
unter allervorzüglichster Höchstachtung,
gUnther

Bodo Mysliwietz

unread,
Jul 19, 2006, 12:09:41 PM7/19/06
to
Dieter Wiedmann schrieb:

>> Da ich beruflich genau inmitten dieser Thematik stecke, kann ich Dir für
>> viele Dinge nur zustimmen - zumindest auf unterem Niveau.
>
> Ach? Was eignest du dir da gerade so an?

Nicht an, es ist da. Es geht mehr um das
elektronisch-physikalische(-chemische) Verständnis von Analysegeräten
und div. Störeinflüssen. Hier und da mal Umbau- und
Reparaturarbeiten,.... - techn. Support und Ausbildung von Technikern
mit unterschiedlichen beruflichen Qualifikationen.
Es ist schon spürbar das grundlegende "elektrotechnische" Kenntnisse
leichter einem Chemiker zu vermitteln sind, als umgekehrt einem
"Elektroniker" grundlegende chemische und physikalische Zusammenhänge.

Daraus will ich aber keine Intelligenz ableiten. Die
Naturwissenschaftler werden wohl eher den Vorteil haben im Rahmen der
allg. Physik bessere Grundkenntnisse vermittelt zu bekommen.

Dirk Geiger

unread,
Jul 19, 2006, 1:46:34 PM7/19/06
to
"Henry Kiefer" wrote:
>> Wozu braucht man da ein Tool? Das geht flott von der Hand, da dauert ja
>> das Eingeben in eine Oberfläche länger. Zumindest für Leute, die
>> derartiges ab und an mal rechnen müssen und für andere macht es wenig
>> Sinn.
>Das war sehr nett, Alex! Ein Tool würde mir Sicherheit geben und die
>Sucherei erleichtern. Für den Teilschritt "Mol zu Masse" einer Reaktion
>gibts übrigens mehrere, wie ich fand. Der Rest ist allerdings momentan
>immernoch Handarbeit.
Was für ein Tool? Eines, dass die Reaktionsgleichung aufstellt? Das
gibt es - es bringt Dir aber nichts, weil Du dann immer noch nicht
weisst, ob die rechnerisch richtige Reaktionsgleichung auch praktisch
die richtige ist...

Wenn man die Reaktionsgleichung mal hat, geht es wesentlich schneller
und einfacher einen Taschenrechner zu nehmen und die paar Zahlen
einzutippen, als den Rechner hochzufahren und ein Tool zu starten.
Abgesehen davon hat man - zumindest im Heimlabor - meistens keinen
Rechner stehen, aber fast immer ein Periodensystem an der Wand hängen.

Zu der Explosionsgefahr: Rechne mal, dass Du bei der Reaktion im
worst-case ca. 5 bar Druck in der Mikrowelle hast - damit kommst Du,
wenn ich jetzt richtig überschlagen habe - auf eine Kraft von etwa
50000N auf die Mikrowellentür. Das führt nicht zu einer Verbeulung,
sondern die Türe, als schlechtest verankerter Teil, fliegt Dir sehr
schnell entgegen - oder (so schätze ich meine Mikrowelle ein) Dir
fliegt nur der vergitterte Teil mit der Scheibe entgegen und die
Mikrowellen breiten sich schön im Raum aus.

Durch Kühlschrankexplosionen werden jedes Jahr einige Labormitarbeiter
schwer verletzt oder getötet.

Zum Siedeverzug: Der ist ebenfalls viel gefährlicher als der
Normalbürger denkt - durch Siedeverzug werden nicht selten Glasgeräte
zerrissen und das nachdem die Beheizung abgestellt wurde - überhitzt
bleibt die Flüssigkeit nämlich noch solange, bis sie wieder unter den
Siedepunkt abgekühlt ist. Auf einem Herd bekommt man mit normalen
Geräten und haushaltsüblichen Lösungen kaum einen heftigen Siedeverzug
hin - in der Mikrowelle dafür recht einfach und im Backofen mit etwas
Pech ebenso.

>Aber vielleicht wird von Chemikern auch nicht so viel Effektivität wie von
>Elektronikern verlangt.

Es ist für die für Dich notwendigen Berechnungen einfach wesentlich
effektiver einen Taschenrechner und ein Periodensystem zu verwenden -
alles was man dann noch braucht ist ein wenig Mittelstufenchemie und
ein Blatt Papier.

Zum Eisessig:
http://biade.itrust.de/biade/lpext.dll/Infobase/uberschrift18475/glied118476.htm?f=templates&fn=document-frame.htm&q=%5BF%20KName%3Aeisessig%5D&x=Advanced&2.0#LPHit1
insbesondere das Kapitel über Arbeitsmedizin und Erste Hilfe.

zu Deinen anderen Fragen: google nach Eutektikum (für das Ausfrieren
von Eisessig) und nach Siedediagramm binärer Gemische zur Behebung
Deiner falschen Vorstellung der Vorgänge bei einer Destillation.

Grusz,
Dirk

Dirk Geiger

unread,
Jul 19, 2006, 1:49:59 PM7/19/06
to
Dirk Geiger <sp...@dirkgeiger.de> wrote:
Ach so - für die Rechnerei musst Du noch beachten, dass Dein Ziel das
Natriumacetat-Trihydrat ist, also je Natriumacetat noch 3 H2O
dazukommen.

Grusz,
Dirk

Dieter Wiedmann

unread,
Jul 19, 2006, 2:36:52 PM7/19/06
to
Bodo Mysliwietz schrieb:

> > Ach? Was eignest du dir da gerade so an?
>
> Nicht an, es ist da. Es geht mehr um das
> elektronisch-physikalische(-chemische) Verständnis von Analysegeräten
> und div. Störeinflüssen. Hier und da mal Umbau- und
> Reparaturarbeiten,.... - techn. Support und Ausbildung von Technikern
> mit unterschiedlichen beruflichen Qualifikationen.

Na prima, leider ist fächerübergreifendes Wissen viel zu dünn gesät.


> Es ist schon spürbar das grundlegende "elektrotechnische" Kenntnisse
> leichter einem Chemiker zu vermitteln sind, als umgekehrt einem
> "Elektroniker" grundlegende chemische und physikalische Zusammenhänge.

Halt ich immer noch für ein Vorurteil, ich hab schon genügend
E-Technikern (Akademiker und Nichtakademiker) die für sie gerade
relevante Chemie beigebracht, ohne große Schwierigkeiten, sie mussten
nur wollen.


> Daraus will ich aber keine Intelligenz ableiten.

Hat aber gerade damit zu tun, und mit dem berühmten Schweinehund.


> Die
> Naturwissenschaftler werden wohl eher den Vorteil haben im Rahmen der
> allg. Physik bessere Grundkenntnisse vermittelt zu bekommen.

Naja, wenn ich mir da die E-Technikkenntnisse so mancher Physiker
ansehe, leider glänzen die da auch häufig durch Halbwissen.


Gruß Dieter

RS

unread,
Jul 19, 2006, 2:38:07 PM7/19/06
to
Hallo,

> Es ist schon spürbar das grundlegende "elektrotechnische" Kenntnisse
> leichter einem Chemiker zu vermitteln sind, als umgekehrt einem
> "Elektroniker" grundlegende chemische und physikalische Zusammenhänge.
>

... ist das wirklich so? Dann ist das aber wahrhaftig kein Ruhmesblatt
für die entsprechenden Herrschaften! Ich würde sogar sagen, dass die
Physik die Mutter der Elektronik ist... also müsste man doch als
"Elektroniker" zumindest auch ein akzeptables Physikwissen haben. Hab
ich mich so getäuscht?
Gruß

Henry Kiefer

unread,
Jul 19, 2006, 3:32:22 PM7/19/06
to
Für Nichtwissen gibt es keine natürliche Begrenzung. Manche sind echt blöde.
Anderen sieht man ihr Wissen nicht an.

- Henry


Henry Kiefer

unread,
Jul 19, 2006, 3:23:09 PM7/19/06
to
> Zu der Explosionsgefahr: Rechne mal, dass Du bei der Reaktion im
> worst-case ca. 5 bar Druck in der Mikrowelle hast - damit kommst Du,
> wenn ich jetzt richtig überschlagen habe - auf eine Kraft von etwa
> 50000N auf die Mikrowellentür. Das führt nicht zu einer Verbeulung,
> sondern die Türe, als schlechtest verankerter Teil, fliegt Dir sehr
> schnell entgegen - oder (so schätze ich meine Mikrowelle ein) Dir
> fliegt nur der vergitterte Teil mit der Scheibe entgegen und die
> Mikrowellen breiten sich schön im Raum aus.
Deine Bemühungen in Ehren, aber das ist doch nicht dein Ernst? Vermutlich
doch.

- Henry


Henry Kiefer

unread,
Jul 19, 2006, 3:34:24 PM7/19/06
to
> wenn du deine fusslaeufig erreichbare apo auch mit sowas beschaeftigst,
wird
> es die laenger geben. und meiner erfahrung nach sind die meisten
apomaenner
> insgeheim chemisch hochinteress(ier/an)t :-) die zeigen das bloss nicht
> gern. "meiner" hat sogar noch alle seine keramiktoepfe und schauglaeser
mit
> den "echten" inhalten bestueckt. und verkauft das auch. seine
> baldriantinktur ist echt lecker :-)) das theriak dagegen...urks.
> der apomann hat ansonsten dasselbe problem wie der sammelbesteller, die
> menge macht die ek-preise. je mehr der von son kram bestellen kann, desto
> bessere preise kriegt der, desto besser wird er beliefert. und es kann nie
> schaden, wenn sojemand mitkriegt, welche art sueppchen man da
> zusammenruehrt. gerade laien finden wohl kaum schneller jemanden mit
> genuegend ueberblick. also nur mut, einfach mal in einem stillen
stuendchen
> da vorbeischneien und den aeltesten anwesenden inhaber in eine
fachsimpelei
> verwickeln. dann merkt man schnell, ob der spass daran hat.
Das ist nett und vielleicht wahr. Aber erstens sind Apotheker für ihr hohes
Einkommen bekannt, zweitens für ihren Geschäftssinn und drittens traue ich
aus Erfahrung kaum jemanden über den Weg.

- Henry


Henry Kiefer

unread,
Jul 19, 2006, 3:29:49 PM7/19/06
to
> >> normales menschliches Versagen.
> > Ich sachs ja: Nicht angelegtes Hirnareal bzw. zuviele Nervernfasern
> > weggestorben nach der Geburt.
>
> Wieso? Wenn Dir nie einer sagt was apssieren kann wenn Du bestimmte
> Dinge in die MW stellst und es nirgendwo steht, woher sollst Du dann
> wissen was falsch ist?
Ich sehe in der Katze in erster Linie ein Stück Fleisch aus der Sicht der
MW. Die Funktion mit einer Katze erklärt sich dann aus der
Bedienungsanleitung der MW.
Trocknet man sein Essen in der MW?
Naja - Schwamm drüber.

>
> > Andererseits haben sie vermutlich auch im Physikunterricht gepennt.
>
> Zu meiner Zeit (25 große Monde zurück) haben wir nicht über MWs im
> Physikunterricht gesprochen. Das passiert auch heute nicht in allen
Schulen.

Das Strahlung Wärme erzeugt, hat dir niemand gesagt?

>
> > Verlangt
> > ja keiner, das Nichttechniker die Funktion der Mikrowelle ins Detail
genau
> > kennen, aber wer legt die Hand auf eine Herdplatte, die ja auch nix
anderes
> > als eine Hochleistungsstrahlenquelle ist?
>
> Viele Menschen machen die Erfahrung das eine Mikrowelle nach dem
> erwärmen von Speisen meist recht kalt ist - nur das essen ist warm.
> Warum sollte man sich böses bei der MW denken?

Um noch einmal auf die Katze zurückzukommen: Hitze = Fieber = tote Katze.

>
> > Vermutlich würde es helfen, eine "gefährlich" blinkende große rote Lampe
in
> > der Mikrowelle vorzuschreiben.
>
> Die sagt dir aber auch nicht das Tetrpacks oder Teller mit
> Metallverzierung dort nicht hineien gehören.

Das sagt mir aber die Bedienungsanleitung, selbst wenn ich mal hier mein
ganzes Fachwissen verdränge.

>
> >> bzgl. funktionierendem Sig-Trenner empfehle ich http://www.oe-faq.de/
> > Danke Bodo. Vielleicht fällt dir auf, das ich gar keine Sig habe?
>
> für andere ist sowas wie "- Henry" eine kaputte Sig.

Mir geht ein Licht auf. Die Leute sehen nicht den Unterschied zwischen "-"
und "--". Danke!

>
> > Die habe
> > ich schon vor langer Zeit gelöscht, damit ich keine Kommentare mehr
höre. Es
> > gibt also keinen Hinweis auf meine Website mehr und so.
>
> Dennoch könntest Du Deinen Namen hinter einem Sig-trenner setzen. Dann
> braucht in keiner mehr beim quoten manuell löschen.

Hm.

>
> > Trotzdem bis du ein lieber Kerl und auch sehr informativ durch dein
> > umfangreiches Fachwissen. Kann man noch was lernen bei dir.
>
> wenn ich am Tisch ausrutsche gibts eine Schadenersatzklage ;-)

Warum? Hast du Natriumacetat ausgeschüttet?

- Henry


Frank Feger

unread,
Jul 19, 2006, 9:16:28 PM7/19/06
to
Henry Kiefer schrieb:

>>[OT] Das Quoting ist kaum lesbar, bitte stelle das Kammquoting ab.
>
> Dein Linuxuser-Gesabbel ist auch nur Datenmüll.

Da die Angabe der Nummer unter einem korrekten Signaturtrenner steht
und unterhalb der akzeptierten Zeilenläng bzw. -zahl bleibt, bleibt
sie unbeanstandet; die Lesbarkeit kann sie dort ohnehin nur wenig
veringern.


Grüße,

F^2


--
http://www.frank-feger.de.vu

Frank Feger

unread,
Jul 19, 2006, 9:21:03 PM7/19/06
to
Patrick Kibies schrieb:

> HAc ist Essigsäure (Wasserstoffacetat), Ac steht (hier) für Acetat. HAc
> ist nur deutlich schneller getippt als Essigsäure oder Ethansäure.

Wobei das eingeklammerte "hier" wichtig ist, da auch die Acetylgruppe
mit "Ac" abgekürzt wird. In dem Fall wäre Essigsäure dann HOAc.

Frank Feger

unread,
Jul 19, 2006, 9:28:41 PM7/19/06
to
Henry Kiefer schrieb:

>>Na hoffentlich nicht. Und dann noch Handschuhe darin rumwischen? Reine HAc
>>ist schon nichtmehr so witzig wie HCl.
>
> OK, ich wiederhole mich: Früher haben die Chemiker nach getaner Arbeit ihre
> Hände in reinem Benzol gewaschen. Das gibt wunderbar saubere Branken.
> Also mach dir nicht in die Hose.

Der Hinweis auf HAc ist durchaus gerechtfertigt, das Zeug wirkt
nämlich erstaunlich aggressiv und läßt sich nicht ganz so leicht wie
HCl abwaschen.

>>>>s/vor/um/
>>>
>>>Was bedeutet dieses Ungetüm?
>>
>>Das ist ein (im Usenet üblicherweise verstandener) regulärer Ausdruck, der
>>(s wie substitute) den String "vor" durch den String "um" ersetzt.
>
> Naja. Wir sprachen, und programmierten nicht.

Diese Schreibweise ist usenetüblich, wie auch "-v, bitte!" und "man"
mit danach angegebenem Thema.

Bodo Mysliwietz

unread,
Jul 20, 2006, 11:59:29 AM7/20/06
to
Henry Kiefer schrieb:

>> da vorbeischneien und den aeltesten anwesenden inhaber in eine
> fachsimpelei
>> verwickeln. dann merkt man schnell, ob der spass daran hat.
> Das ist nett und vielleicht wahr. Aber erstens sind Apotheker für ihr hohes
> Einkommen bekannt,

und?

> zweitens für ihren Geschäftssinn

und?

> und drittens traue ich
> aus Erfahrung kaum jemanden über den Weg.

aber Infos aus dem Usenet holen!

Wenn Du hier schon an den geflogenheiten von dsc herummäckelts solltest
Du derartige Bemerckungen auch sein lassen.

Es ist afaik nicht richtig das der Kauf von kleinmengen Chemikalien in
der Apo teurer ist als im Onlineversand und warum man gegenüber dem
Apotheker Mißtrauen hegen muß wenn man dort Chemikalien kauft kann ich
absolut nicht nachvollziehen.

Bodo Mysliwietz

unread,
Jul 20, 2006, 12:35:56 PM7/20/06
to
Henry Kiefer schrieb:

>>> Andererseits haben sie vermutlich auch im Physikunterricht gepennt.
>> Zu meiner Zeit (25 große Monde zurück) haben wir nicht über MWs im
>> Physikunterricht gesprochen. Das passiert auch heute nicht in allen
> Schulen.
> Das Strahlung Wärme erzeugt, hat dir niemand gesagt?

In der Regel wird vermittelt das es Wärme- also Infrarotstrahlung gibt.
Daraus kann noch lange nicht jeder ableiten das sich eine MW zerlegen
kann, wenn man Sie technisch falsch bedient (füttert).

>> Warum sollte man sich böses bei der MW denken?
> Um noch einmal auf die Katze zurückzukommen: Hitze = Fieber = tote Katze.

Du willst nicht wirklich das ich Dein Eingangsposting auch mal genauso
blöde analysiere, zerlege und aufzeige wie stark Du an Deinen chemischen
und physikalischen Grenzen gekratzt bzw. sie überschritten habe oder?

>>> Vermutlich würde es helfen, eine "gefährlich" blinkende große rote Lampe
> in
>>> der Mikrowelle vorzuschreiben.
>> Die sagt dir aber auch nicht das Tetrpacks oder Teller mit
>> Metallverzierung dort nicht hineien gehören.
> Das sagt mir aber die Bedienungsanleitung, selbst wenn ich mal hier mein
> ganzes Fachwissen verdränge.

Dann studiere sie mal sorgfälltig. In unserer Anleitung steht lediglich
ein ausdrückliches Verbot für Metallgeschirr. Desweiteren werden div.
Anwendungen und Präparationen auch mit Alufolie als zulässig und möglich
aufgelistet. Dadurch kann es schnell zu falschen Schlüssen kommen. Es
hat nicht gleich jeder Physik oder Radiotechnik gelernt.

>>>> bzgl. funktionierendem Sig-Trenner empfehle ich http://www.oe-faq.de/
>>> Danke Bodo. Vielleicht fällt dir auf, das ich gar keine Sig habe?
>> für andere ist sowas wie "- Henry" eine kaputte Sig.
> Mir geht ein Licht auf. Die Leute sehen nicht den Unterschied zwischen "-"
> und "--". Danke!

Deine Lampe scheint eher aus zu sein. Es geht nicht um den Unterschied
zwischen "-" und "--" sondern darum das Du Deinen Namen nichtmal hinter
den Sigtrenner platzieren kannst, somit muß dieser beim Quoten also
immer manuelle vom Poster gelöscht werden.

Dir ist klar was Sig-trenner bedeutet? Du weißt was eine SIGnatur ist?
Du weißt das der Name unterm Text eine Signatur darstellt?! Damit gehört
er in die Sig!
[Sollte jeder FAQ-lesende Elektroniker ja wissen und umsetzen können]

>> Dennoch könntest Du Deinen Namen hinter einem Sig-trenner setzen. Dann
>> braucht in keiner mehr beim quoten manuell löschen.
> Hm.

Bin gespannt wie lange die Resistenz vorhält.

>>> Trotzdem bis du ein lieber Kerl und auch sehr informativ durch dein
>>> umfangreiches Fachwissen. Kann man noch was lernen bei dir.
>> wenn ich am Tisch ausrutsche gibts eine Schadenersatzklage ;-)
> Warum? Hast du Natriumacetat ausgeschüttet?

Dank des Versuchs auf Deine (von Dir ironisch gemeinte) Schleimspur
auszurutschen.

Bodo Mysliwietz

unread,
Jul 20, 2006, 12:46:26 PM7/20/06
to
RS schrieb:
> Hallo,

Hallo,

Sogesehen ist die Physik die Mutter aller Geschehnisse - auch der
chemischen. Dennoch sind auch Chemiker noch lange keine Physiker (und
Physiker bei weitem keine Chemiker).

> Hab
> ich mich so getäuscht?

Es ist immer eine Frage der Schwerpunkte in der Ausbildung, der
beruflichen Praxis und der anstehenden Themen. Natürlich lerne ich auch
mal von Elektronikern etwas zum Thema Elektronik oder Physik.

Bodo Mysliwietz

unread,
Jul 20, 2006, 12:53:29 PM7/20/06
to
Dirk Geiger schrieb:

> Durch Kühlschrankexplosionen werden jedes Jahr einige Labormitarbeiter
> schwer verletzt oder getötet.

Was bedeutet das entweder der flasche Kühlschrank geordert oder der
Kühlschrank falsch benutzt wurde.

> zu Deinen anderen Fragen: google nach Eutektikum (für das Ausfrieren
> von Eisessig)

Schmeissen wir noch das Wort Kryoskopie in die Runde und geben den
Hinweis das gefrorene Essigsäure für das ungeübte Auge nicht von
gefrorenem Wasser zu unterscheiden ist.

Dirk Geiger

unread,
Jul 20, 2006, 1:36:21 PM7/20/06
to
Bodo Mysliwietz wrote:
>Dirk Geiger schrieb:
>> Durch Kühlschrankexplosionen werden jedes Jahr einige Labormitarbeiter
>> schwer verletzt oder getötet.
>
>Was bedeutet das entweder der flasche Kühlschrank geordert oder der
>Kühlschrank falsch benutzt wurde.
Ja, meistens - genauso wie hier der OP eine nicht geeignete Mikrowelle
(gibt's die überhaupt ex-geschützt?) bzw. die Mikrowelle falsch
verwenden will (wobei ich davon ausgehe, dass die Destillation auf
diese Weise eh' nicht hinreichend gut klappt).

Mit den Kühlschrankexplosionen (da sollten sich einige impressive
Bilder im Web finden lassen*) wollte ich nur klar machen, was so eine
"kleine" Gasexplosion (wobei Essigsäure natürlich wirklich vglsw.
harmlos ist - aber man muss es ja auch nicht herausfordern...) für ein
Wumms machen kann und dass dabei eben meistens nicht nur ein
verbeulter Kühlschrank rauskommt. Wenn bei der Kühlschrankexplosion
auch noch Peroxide im Spiel sind, sieht der Rumms näturlich noch mal
ganz anders aus...

*
http://www2.umdnj.edu/eohssweb/aiha/accidents/FreezerExplosion.htm
(undichte Petrolätherflaschen in Standard-Kühlschrank)
http://www.chem.purdue.edu/chemsafety/NewsAndStories/RefrigStories.htm


--
Grusz,
Dirk

Dr Engelbert Buxbaum

unread,
Jul 20, 2006, 1:51:48 PM7/20/06
to
Uwe Bieling wrote:


> Nur um es explizit zu erwähnen. Die Verwendung des E in Kombination mit
> einer Ziffer hat nichts, aber auch gar nichts mit einem
> Lebensmittelzusatzstoff zu tun! Es gibt keinen zugelassenen
> Lebensmittelzusatzstoff mit der Nummer E605 (s. Verordnung über
> Anforderungen an Zusatzstoffe und das Inverkehrbringen von Zusatzstoffen
> für technologische Zwecke)

Das wäre sonst ja auch ein furchtbares Durcheinander!

gUnther

unread,
Jul 19, 2006, 4:55:10 PM7/19/06
to

"Henry Kiefer" <otc_f...@gmx.net> schrieb im Newsbeitrag
news:44be8d5f$2$26264$9b4e...@newsread2.arcor-online.net...
..

> Das ist nett und vielleicht wahr. Aber erstens sind Apotheker für ihr
hohes
> Einkommen bekannt, zweitens für ihren Geschäftssinn und drittens traue ich
> aus Erfahrung kaum jemanden über den Weg.

hi,
du scheinst sehr reiche apomaenner zu kennen. ich kenne welche, die so
gerade mitsamt ihren angestellten ueber die runden kommen und seit jahren
dasselbe auto, (variant) fahren.. auch apotheken sind nicht mehr ueberall
goldgruben. zuviele "drogeriemaerkte" und supermaerkte, und reformen. wobei
bei denen die buerokratie das teuerste ist. dann noch garantierte,
vorgeschriebene preise...das einzige echte vorteilhafte an der apotheke ist
die garantierte kundschaft(wenn man sich einen eigenen hofarzt haelt).
(nein, habe nix mit ner apo zu tun, ausser dass ich auch kunde bin. auch
fuer gelegentliche chemikalien. z.b. harnstoff. oder natron. und
wasserstoffsuper. nichts schaeumt so gut wie das, und damit krieg ich
supergut blutflecken aus dem teppich. gibt nix besseres)
und als ich noch selber "geweint" habe, hat der mir auch die richtige sorte
hefe besorgt. (von seiner eigenen kultur)

Henry Kiefer

unread,
Jul 20, 2006, 6:40:58 PM7/20/06
to
> > Dein Linuxuser-Gesabbel ist auch nur Datenmüll.
>
> Da die Angabe der Nummer unter einem korrekten Signaturtrenner steht
> und unterhalb der akzeptierten Zeilenläng bzw. -zahl bleibt, bleibt
> sie unbeanstandet; die Lesbarkeit kann sie dort ohnehin nur wenig
> veringern.
Zumindest ich muß den Mist zwangsläufig lesen.

- Henry
Schuhgröße 44


Henry Kiefer

unread,
Jul 20, 2006, 6:43:49 PM7/20/06
to

"Bodo Mysliwietz" <druidef...@gmx.de> schrieb im Newsbeitrag
news:4i9ngoF...@individual.net...

> Henry Kiefer schrieb:
>
> >> da vorbeischneien und den aeltesten anwesenden inhaber in eine
> > fachsimpelei
> >> verwickeln. dann merkt man schnell, ob der spass daran hat.
> > Das ist nett und vielleicht wahr. Aber erstens sind Apotheker für ihr
hohes
> > Einkommen bekannt,
>
> und?
>
> > zweitens für ihren Geschäftssinn
>
> und?
>
> > und drittens traue ich
> > aus Erfahrung kaum jemanden über den Weg.
>
> aber Infos aus dem Usenet holen!
Mit oder-oder-oder wäre es auch ok.

>
> Wenn Du hier schon an den geflogenheiten von dsc herummäckelts solltest
> Du derartige Bemerckungen auch sein lassen.

Ich kann denken was ich will über Apotheker. Früher nannte man sie
Pillendreher.
Aber was beschwere ich mich, steckt doch "Theke" im Namen. Was kann man da
erwarten.

>
> Es ist afaik nicht richtig das der Kauf von kleinmengen Chemikalien in
> der Apo teurer ist als im Onlineversand und warum man gegenüber dem
> Apotheker Mißtrauen hegen muß wenn man dort Chemikalien kauft kann ich
> absolut nicht nachvollziehen.

Das ist sicherlich richtig.

- Henry


Henry Kiefer

unread,
Jul 20, 2006, 7:02:50 PM7/20/06
to

"Bodo Mysliwietz" <druidef...@gmx.de> schrieb im Newsbeitrag
news:4i9pl3F...@individual.net...

> Henry Kiefer schrieb:
>
> >>> Andererseits haben sie vermutlich auch im Physikunterricht gepennt.
> >> Zu meiner Zeit (25 große Monde zurück) haben wir nicht über MWs im
> >> Physikunterricht gesprochen. Das passiert auch heute nicht in allen
> > Schulen.
> > Das Strahlung Wärme erzeugt, hat dir niemand gesagt?
>
> In der Regel wird vermittelt das es Wärme- also Infrarotstrahlung gibt.
> Daraus kann noch lange nicht jeder ableiten das sich eine MW zerlegen
> kann, wenn man Sie technisch falsch bedient (füttert).
Du hast es geschafft, das ich nicht weiterweiß.

>
> >> Warum sollte man sich böses bei der MW denken?
> > Um noch einmal auf die Katze zurückzukommen: Hitze = Fieber = tote
Katze.
>
> Du willst nicht wirklich das ich Dein Eingangsposting auch mal genauso
> blöde analysiere, zerlege und aufzeige wie stark Du an Deinen chemischen
> und physikalischen Grenzen gekratzt bzw. sie überschritten habe oder?

Doch DOCH! Ich bitte darum!!!!
DAS ist es doch, was mich schon immer am Leben reizte. Der Alltag ist mir
egal.
Und wenn du meine Analyse als blöde verstehst, dann zeigt mir das, das ich
dir was vorraushabe.
Liebe dich aber trotzdem ;-) Und trauere meinem Posting-Titel hinterher...

>
> >>> Vermutlich würde es helfen, eine "gefährlich" blinkende große rote
Lampe
> > in
> >>> der Mikrowelle vorzuschreiben.
> >> Die sagt dir aber auch nicht das Tetrpacks oder Teller mit
> >> Metallverzierung dort nicht hineien gehören.
> > Das sagt mir aber die Bedienungsanleitung, selbst wenn ich mal hier mein
> > ganzes Fachwissen verdränge.
>
> Dann studiere sie mal sorgfälltig. In unserer Anleitung steht lediglich
> ein ausdrückliches Verbot für Metallgeschirr. Desweiteren werden div.
> Anwendungen und Präparationen auch mit Alufolie als zulässig und möglich
> aufgelistet. Dadurch kann es schnell zu falschen Schlüssen kommen. Es
> hat nicht gleich jeder Physik oder Radiotechnik gelernt.

Soweit ich mich erinnere, stand es so drinnen: Keine Metalle oder
metallhaltigen Sachen reinstellen.
Übrigens passiert nicht sonderlich viel mit Metall. Es kann mal leuchten und
bei dauerndem Genudel der MW geht eventuell irgendwann das Magnetron wegen
der Fehlanpassung (=erhöhte Wärmeleistung im Sender) kaputt.
Eine Kombination aus Wasserglas und Experiment schützt die MW recht
zuverlässig vor Überlastung.

>
> >>>> bzgl. funktionierendem Sig-Trenner empfehle ich http://www.oe-faq.de/
> >>> Danke Bodo. Vielleicht fällt dir auf, das ich gar keine Sig habe?
> >> für andere ist sowas wie "- Henry" eine kaputte Sig.
> > Mir geht ein Licht auf. Die Leute sehen nicht den Unterschied zwischen
"-"
> > und "--". Danke!
>
> Deine Lampe scheint eher aus zu sein. Es geht nicht um den Unterschied
> zwischen "-" und "--" sondern darum das Du Deinen Namen nichtmal hinter
> den Sigtrenner platzieren kannst, somit muß dieser beim Quoten also
> immer manuelle vom Poster gelöscht werden.

Meine Lampe hat sich nie mit dem Thema Sig und Sigtrenner beschäftig, das
ist alles.

>
> Dir ist klar was Sig-trenner bedeutet? Du weißt was eine SIGnatur ist?
> Du weißt das der Name unterm Text eine Signatur darstellt?! Damit gehört
> er in die Sig!
> [Sollte jeder FAQ-lesende Elektroniker ja wissen und umsetzen können]

Ich weiß nur eins: Das ich diese Diskussion immer nur im deutschsprachigen
Usenet aufflammen sehe.
Mein Name ist keine Signatur! Schon deswegen nicht, weil es viele Henry
Kiefer gibt. Eine Signatur betrachte ich als Identität. So was wäre z.B. ein
Hinweis auf eine URL, da URLs prinzipiell eindeutig sind.
Ich lese keine FAQ!
Der "-" ist eine Eigenart meiner Briefschreibe und hat nix mit Internet zu
tun.
Das ganze ist ein Gruß und Freundlichkeitsgeste, die ich nur mit Langeweile
schreibe. Brauche das eigentlich nicht, u.a. benutze ich ja einen Realnamen
und Realadresse.

>
> >> Dennoch könntest Du Deinen Namen hinter einem Sig-trenner setzen. Dann
> >> braucht in keiner mehr beim quoten manuell löschen.
> > Hm.
>
> Bin gespannt wie lange die Resistenz vorhält.

Bis ich wieder kochen gehe ;-)

>
> >>> Trotzdem bis du ein lieber Kerl und auch sehr informativ durch dein
> >>> umfangreiches Fachwissen. Kann man noch was lernen bei dir.
> >> wenn ich am Tisch ausrutsche gibts eine Schadenersatzklage ;-)
> > Warum? Hast du Natriumacetat ausgeschüttet?
>
> Dank des Versuchs auf Deine (von Dir ironisch gemeinte) Schleimspur
> auszurutschen.

Hm. Daß ich manchmal monatelang nix poste, heißt nicht, das ich nicht deine
Postings lese und NATÜRLICH auf die Goldwaage lege. Ich weiß sehr wohl das
Fachwissen anderer zu schätzen.

(Keine Sig)


Frank Feger

unread,
Jul 20, 2006, 6:03:49 PM7/20/06
to
Bodo Mysliwietz schrieb:

> Dir ist klar was Sig-trenner bedeutet? Du weißt was eine SIGnatur ist?
> Du weißt das der Name unterm Text eine Signatur darstellt?! Damit gehört
> er in die Sig!

Ihn dort zu plazieren, ist nicht üblich. Du gehörst zu den wenigen
Leuten, die das so machen.

Frank Feger

unread,
Jul 20, 2006, 7:50:38 PM7/20/06
to
Henry Kiefer schrieb:

> Zumindest ich muß den Mist zwangsläufig lesen.

Das gilt aber für allen Mist, der in einem Posting steht, welches Du
liest. Nur werden die Sachen, die in der Sig stehen, vom Newsreader
abgeschnitten, wenn man eine Antwort schreibt und den Text quoten
läßt. Im Usenet gilt traditionell, daß in der Signatur so ziemlich
alles stehen darf, verteilt auf maximal vier Zeilen.


Grüße,

Frank


--
http://www.frank-feger.de.vu

Dieter Wiedmann

unread,
Jul 21, 2006, 2:15:17 AM7/21/06
to
Henry Kiefer schrieb:

> Ich kann denken was ich will über Apotheker. Früher nannte man sie
> Pillendreher.
> Aber was beschwere ich mich, steckt doch "Theke" im Namen. Was kann man da
> erwarten.

Ein kühles blondes?


CNR, Dieter

Henry Kiefer

unread,
Jul 21, 2006, 3:06:29 AM7/21/06
to
> Das gilt aber für allen Mist, der in einem Posting steht, welches Du
> liest. Nur werden die Sachen, die in der Sig stehen, vom Newsreader
> abgeschnitten, wenn man eine Antwort schreibt und den Text quoten
> läßt. Im Usenet gilt traditionell, daß in der Signatur so ziemlich
> alles stehen darf, verteilt auf maximal vier Zeilen.
Aha. Zumindest das olle OE scheint das nicht automatisch zu machen. Was mich
aber auch nicht stört. NNTP hat ja eh keine Metastruktur, warum sollte da
für den Sig-Trenner ne Ausnahme sein.

- Henry


Henry Kiefer

unread,
Jul 21, 2006, 3:10:34 AM7/21/06
to

"Dieter Wiedmann" <Dieter....@t-online.de> schrieb im Newsbeitrag
news:44C070F5...@t-online.de...
Jo. Alternativ ne Cola.
Weil ich grad beim Lästern bin: Früher konnte man auch in Drogerien die
Sachen günstiger erstehen. Heute heißen die Douglas und sind anstatt mit
Fachwissen mit ebenso blonden Verkäuferinnen besetzt. Es war auch kein
Problem die drei Grundsubstanzen für schwarzes Pulver gleichzeitig
einzukaufen.

- Henry


Henry Kiefer

unread,
Jul 21, 2006, 3:11:55 AM7/21/06
to

"Frank Feger" <fr...@astro1.physik.uni-siegen.de> schrieb im Newsbeitrag
news:e9p3bl$uvh$1...@news.albasani.net...

> Bodo Mysliwietz schrieb:
>
> > Dir ist klar was Sig-trenner bedeutet? Du weißt was eine SIGnatur ist?
> > Du weißt das der Name unterm Text eine Signatur darstellt?! Damit gehört
> > er in die Sig!
>
> Ihn dort zu plazieren, ist nicht üblich. Du gehörst zu den wenigen
> Leuten, die das so machen.
Ich schrieb auch schon in der Schulzeit das Datum in astronomischer
Reihenfolge. Das war weeeeiiit vor der Zeit des Internets, wo das völlig
normal ist UTC bla bla bla.


Bodo Mysliwietz

unread,
Jul 21, 2006, 10:02:42 AM7/21/06
to
gUnther schrieb:

>> Einkommen bekannt, zweitens für ihren Geschäftssinn und drittens traue ich
>> aus Erfahrung kaum jemanden über den Weg.
>
> hi,
> du scheinst sehr reiche apomaenner zu kennen. ich kenne welche, die so
> gerade mitsamt ihren angestellten ueber die runden kommen und seit jahren
> dasselbe auto, (variant) fahren..

Dito. Manchmal sind sie froh das deren Ehefrau woanders noch einen Job
haben.

> auch apotheken sind nicht mehr ueberall
> goldgruben. zuviele "drogeriemaerkte" und supermaerkte, und reformen. wobei
> bei denen die buerokratie das teuerste ist. dann noch garantierte,
> vorgeschriebene preise

Die Preise sind nur für Medikamente bzw. Zubereitungen bzw.
Zubereitungstechniken vorgegeben. Was Apomann für eine Flasche Shampoo,
Nagellackentferner oder Bombons nimmt ist seine kaufmänsiche Entscheidung.

Bodo Mysliwietz

unread,
Jul 21, 2006, 10:12:35 AM7/21/06
to
Frank Feger schrieb:

>> Dir ist klar was Sig-trenner bedeutet? Du weißt was eine SIGnatur ist?
>> Du weißt das der Name unterm Text eine Signatur darstellt?! Damit
>> gehört er in die Sig!
>
> Ihn dort zu plazieren, ist nicht üblich. Du gehörst zu den wenigen
> Leuten, die das so machen.

und? Kann man es besser machen?
;-)

Bodo Mysliwietz

unread,
Jul 21, 2006, 10:23:17 AM7/21/06
to
Henry Kiefer schrieb:

>>> Das Strahlung Wärme erzeugt, hat dir niemand gesagt?
>> In der Regel wird vermittelt das es Wärme- also Infrarotstrahlung gibt.
>> Daraus kann noch lange nicht jeder ableiten das sich eine MW zerlegen
>> kann, wenn man Sie technisch falsch bedient (füttert).
> Du hast es geschafft, das ich nicht weiterweiß.

^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^

>
>>>> Warum sollte man sich böses bei der MW denken?
>>> Um noch einmal auf die Katze zurückzukommen: Hitze = Fieber = tote
> Katze.
>> Du willst nicht wirklich das ich Dein Eingangsposting auch mal genauso
>> blöde analysiere, zerlege und aufzeige wie stark Du an Deinen chemischen
>> und physikalischen Grenzen gekratzt bzw. sie überschritten habe oder?
> Doch DOCH! Ich bitte darum!!!!

Mir reicht Dein kommentar oben.

> DAS ist es doch, was mich schon immer am Leben reizte. Der Alltag ist mir
> egal.
> Und wenn du meine Analyse als blöde verstehst, dann zeigt mir das, das ich
> dir was vorraushabe.

Die Schleimspur ist getrocknet, nun muß ich Husten weil es so Staubt.

> Liebe dich aber trotzdem ;-)

Irgenwas läuft hier falsch.

> Meine Lampe hat sich nie mit dem Thema Sig und Sigtrenner beschäftig, das
> ist alles.

steht es in der to-do-liste an nächster Stelle?

> Mein Name ist keine Signatur! Schon deswegen nicht, weil es viele Henry
> Kiefer gibt. Eine Signatur betrachte ich als Identität.

Die steckt in der Regel im Quellcode Deiner Newsbeiträge in Form von
Message-IDs. Die Signatur unter einem Kaufbertrag läßt Du auch nicht weg
nur weil es viele H.K.s gibt. In diesem Fall besteht das pers. aus
Deiner pers. Handschrift (oder Zeichen) - bei News oder eMails wird das
ganze im Quellcode ergänzt ( mit Ausnahme der Anonymizer).

> Ich lese keine FAQ!

Welch coming out. Muß ja auch kein großes Verbrechen sein, dann sollte
man sich aber wenigstens die Hinweise etwas mehr zu Herzen nehmen und
hoffen das der eine oder andere dann etwas auskunftswilliger wird.

Message has been deleted

Bodo Mysliwietz

unread,
Jul 21, 2006, 11:07:34 AM7/21/06
to
Henry Kiefer schrieb:

> Kann mir das ein Chemiker erklären? Den Essig in der Mikrowelle zu
> konzentieren, scheint zumindest ansatzweise zu gehen. Der Geruch wird immer
> stechender.
>
> Wie kann man eigentlich die Konzentration simpel messen?

Die simpelste Messung wäre die Dichtebestimmung mit einer entsprechend
feinen Senkspindel (Aräometer).

BTW ist das vorherige thermische Aufkonzentrieren (Destillation in der
MW) der Essigessenz vollkommen überflüssig. Ob Du nun erst das Wasser
aus der Säure "austreibst" und anschl. aus Deiner Reaktionslösung das
Reaktionswasser auch noch verdampftst oder gleich die "verdünnte" Essenz
mit Natron oder NaOH umsetzt und die gleiche Wassermenge austreibst
bleibt energetisch gleich. Mit letztem Schritt hast Du aber prinzipiell
weniger Essigsäureverlust.

> Ist es eigentlich besser zur Herstellung NaOH anstatt des Essigs zu
nehmen?

Dann entsteht kein Natriumacetat mehr. Der Essig lifert Dir das Acetat
zu dem Natrium. Also setzt Du entweder Natron oder Natriumhydroxid mit
Essig um. Nimmst Du Natron hast Du wenigstens einen Näherungsindikator
für den Äquivalenzpunkt (das ist bei der Reaktion nicht der neutrale
pH-Wert "Neutralpunkt") da am ÄP kein CO2 mehr entsteht.

Ralf Muschall

unread,
Jul 20, 2006, 8:49:46 PM7/20/06
to
"Henry Kiefer" <otc_f...@gmx.net> writes:

> Ich sehe in der Katze in erster Linie ein Stück Fleisch aus der Sicht der
> MW. Die Funktion mit einer Katze erklärt sich dann aus der
> Bedienungsanleitung der MW.

...


> Um noch einmal auf die Katze zurückzukommen: Hitze = Fieber = tote Katze.

Um erstmalig auf den Fön zu kommen: Hitze = trockene Katze.

Eine Pizza aus der Sicht der Heißluftpistole sieht man als was?
(Diese Zubereitungsmethode mag nicht sehr edel sein, soll aber
funktionieren.)

> > Die sagt dir aber auch nicht das Tetrpacks oder Teller mit
> > Metallverzierung dort nicht hineien gehören.

> Das sagt mir aber die Bedienungsanleitung, selbst wenn ich mal hier mein
> ganzes Fachwissen verdränge.

Traust Du jedem (insbesondere ohne jegliches Fachwissen) zu, den
Schichtaufbau eines Tetrapacks zu kennen? Wer bisher nur die
neumodischen Mistdinger mit dem dysfunktionalen Schraub- oder
Aufreißverschluss erlebt (und daher nie eins aufgeschnitten) hat, weiß
vielleicht gar nicht, dass da eine Zwischenschicht aus Alu drin ist.

Ralf
--
GS d->? s:++>+++ a+ C++++ UL+++ UH++ P++ L++ E+++ W- N++ o-- K-
w--- !O M- V- PS+>++ PE Y+>++ PGP+ !t !5 !X !R !tv b+++ DI+++
D? G+ e++++ h+ r? y?

Frank Feger

unread,
Jul 21, 2006, 7:10:05 PM7/21/06
to
Henry Kiefer schrieb:

[Sigtrenner abschneiden]


> Aha. Zumindest das olle OE scheint das nicht automatisch zu machen.

Natürlich nicht, es wäre sinnvoll und ist nahezu Standard.

> warum sollte da
> für den Sig-Trenner ne Ausnahme sein.

Weil es sinnvoll wäre ...

Frank Feger

unread,
Jul 21, 2006, 7:11:11 PM7/21/06
to
Henry Kiefer schrieb:

> Ich schrieb auch schon in der Schulzeit das Datum in astronomischer
> Reihenfolge.

Man könnte auch gleich JD oder MJD nehmen ... *g*

Frank Feger

unread,
Jul 21, 2006, 7:15:09 PM7/21/06
to
Bodo Mysliwietz schrieb:

>>> Dir ist klar was Sig-trenner bedeutet? Du weißt was eine SIGnatur
>>> ist? Du weißt das der Name unterm Text eine Signatur darstellt?!
>>> Damit gehört er in die Sig!
>>
>> Ihn dort zu plazieren, ist nicht üblich. Du gehörst zu den wenigen
>> Leuten, die das so machen.
>
> und? Kann man es besser machen?

Ob Deine Variante besser oder schlechter ist, kann ich so nicht sagen
(möglichwerweise ist es), aber Standard ist "Name außerhalb der Sig"
eigentlich immer gewesen und somit IMHO als korrekt anzusehen.

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