Ich meine mal irgendwo gelesen zu haben,
dass sich CO2 unter hohem Druck in Stein
oder Kalk verwandeln könnte also z.B.
in 3km tiefem Meerwasser.
Was ist da eigentlich dran und wie funktioniert das?
Gruß,
Markus
Erstmal: aus CO2 wird bei den Bedingungen höchstens festes CO2,
gemeinhin Trockeneis genannt. Es bleibt also derselbe Stoff. Kalk hat
die Zusammensetzung CaCO3, d.h. es fehlt noch CaO um aus CO2 Kalk zu
machen. Man kann also durch bloßes Verpressen von CO2 keinen Stein in
herkömmlichen Sinne und schon gar keinen Kalk erzeugen. Aber den
Feststoff aus CO2.
Das Verpressen von CO2 in tiefen Meeresboden oder auch unterirdische
Salzdome wird derzeit als Möglichkeit der CO2 - Entsorgung geprüft, um
die CO2 - Emission gering zu halten. Die Sache ist umstritten, wie jede
Endlagerung Probleme aufwirft.
Es gibt im Netz unzählige weitere URLs dazu.
HTH Wim
Hallo Wim
>> Ich meine mal irgendwo gelesen zu haben,
>> dass sich CO2 unter hohem Druck in Stein
>> oder Kalk verwandeln könnte also z.B.
>> in 3km tiefem Meerwasser.
>> Was ist da eigentlich dran und wie funktioniert das?
> Erstmal: aus CO2 wird bei den Bedingungen höchstens festes CO2, gemeinhin
> Trockeneis genannt. Es bleibt also derselbe Stoff. Kalk hat die
> Zusammensetzung CaCO3, d.h. es fehlt noch CaO um aus CO2 Kalk zu machen.
> Man kann also durch bloßes Verpressen von CO2 keinen Stein in
> herkömmlichen Sinne und schon gar keinen Kalk erzeugen. Aber den Feststoff
> aus CO2.
Calcium sollte doch Spurenweise im Wasser vorhanden sein oder nicht?
Und Sauerstoff eigentlich auch.
Folgende Reaktionsgleichungen finden sich bei Wikipedia:
CaO + H2O -> Ca(OH)2
Ca(OH)2 + CO2 -> CaCO3 + H2O
Also müsste nur irgendwoher ein CaO kommen.
Hi,
das ist der richtige Gedanke, laß es doch vom Himmel runterplumpsen. Soein
Stein-Eis-Komet wäre DIE Lösung.
--
mfg,
gUnther
>> Also müsste nur irgendwoher ein CaO kommen.
> das ist der richtige Gedanke, laß es doch vom Himmel runterplumpsen. Soein
> Stein-Eis-Komet wäre DIE Lösung.
Hallo Günther,
Könntest du deine Beiträge inhaltlich bitte mit
etwas weniger Ironie ausstatten, weil dann die
Möglichkeit besteht, dass ich dich auch verstehe. ;-)
Gruß,
Markus
> Also müsste nur irgendwoher ein CaO kommen.
Kein Problem, man 'Gebrannter Kalk'.
Welche Froschtabletten waren dieses Mal alle?
Gruß Dieter
Aus CO2 kann kann man Glas machen, Carbonia.
http://www.nature.com/nature/journal/v441/n7095/abs/nature04879.html
Man kann mit Natrium und C02 Diamanten herstellen:
http://www.newscientist.com/article.ns?id=dn3969
Vor Taiwan gibt es flüssiges CO2 im Meer.
http://idw-online.de/pages/de/news173361
Wenn man CO2 einfach die Weltmeere verklappt,
werden die Korallen furchtbar sauer.
Grüße,
Joachim
Woher kam denn das als das Gestein der Kalkalpen,
bzw. der Kreidefelsen von Dover, oder auch der
Schwaebischen Alb im Meer abgelagert wurden ?
Gibt es vielleicht sogar im heutigen Ozean einen
Ueberschuss an Calcium Ionen, den man mit CO2 ausfaellen koennte ?
Hi,
ich dachte, Deine "von irgendwoher"-Art der Chemiegleichung wäre auch
Ironie?
Immerhin ist Calciumoxid ein Feststoff, außer per Abwurf aus der Luft und
über-die-Bordwand-schaufeln per Schiff sehe ich nicht, wie Du das auf See an
die Stelle kriegen willst, wo Dein CO2 gerade reagiert...falls es das denn
tut. Die Übersäuerung der Meere mit so entstehender Kohlensäure ist ja auch
nix angenehmes, außer einigen Einzellern dürfte dabei nicht viel am Leben
bleiben. Und alle Verfahren mit "Technik" aka Pumpen, Reaktoren, Rohren wird
Dich Energie kosten....stell Dir mal vor, wieviel Strom man brauchen wird,
um ein paar hundert Kubikkilometer Meerwasser gut umzurühren...da wäre es
deutlich effizienter, das CO2 noch in Erdöl gebunden, gleich wieder woanders
in die Erde zu verklappen, etwa dort, wo der Boden sowieso verseucht ist, in
Kuwait oder so. Würde jedenfalls nur kurze Pipelines erfordern, das ganze
irakische Öl gleich im Nachbarland zu verbuddeln :-) auch die ganze Kohle
einfach per Schiff in einen Tiefseegraben schmeißen ginge recht einfach, da
wäre die aus dem Weg und würde kein CO2 mehr erzeugen...
--
mfg,
gUnther
Hi,
es gibt da keinen "Überschuß", aber einen kleinen Gehalt, von dem sich
Kalkalgen, Korallen und Muscheln etc. ihre Skelette erbauen. Der Gehalt wird
vom Festland (gelöste Dolomiten...) ständig nachgefüllt, ist aber nicht so
groß, daß durch ein kleines bißchem mehr Dünger und dadurch entstehende
organische Säuren dieser "Puffer" nicht erledigt wäre, und sich sozusagen
postwendend die Riffe auflösen, die Korallentierchen sterben...was
hoffentlich nicht in Deinem Sinne ist. Meeresströmungen reagieren sehr
langsam, bis ein Sack Kalk, den Du ins Klo spülst, sich im Great Barriere
Reef auswirkt, dauert es einige Eiszeiten...Du könntest aber auch mit dem
Ruderboot hinfahren und den Kalk dort per Schäufelchen....
--
mfg,
gUnther
> Wenn man CO2 einfach die Weltmeere verklappt,
> werden die Korallen furchtbar sauer.
Hi,
was wäre aber, wenn man einen Tiefseegrabern damit füllen würde?
--
mfg,
gUnther
Ab und zu kommt wieder was hoch, weil die Löslichkeit von Gasen
in Wasser von der Temperatur abhängig ist. Das erinnert mich daran,
daß ich jetzt Bier kaltstellen sollte.
http://www.eurekalert.org/pub_releases/2007-05/teia-csh051107.php
Außer das CO2 in reiner Form zu verklappen, gibt es noch die
Möglichkeit, es zu binden, z.B. mit Mikroben (Ignicoccus hospitalis):
http://www.organische-chemie.ch/chemie/2008mai/kohlenstoffdioxid.shtm
Bei der natürlichen CO2-Bindung sind Salpen wichtig:
http://www.wissenschaft.de/wissenschaft/news/267001.html
http://www.innovations-report.de/html/berichte/biowissenschaften_chemie/bericht-67210.html
Zum Thema Reinigung der Luft von CO2:
http://www.augos.com/temp/Temp_CO2_entfernen.html
Grüße,
Joachim
Die Dolomiten sind aber auch Meeresablagerungen, d.h. damals muss das Calcium
aus einer anderen Quelle gekommen sein als Kalkgestein.
Warum gibt es diese Quelle heute nicht mehr ?
> ist aber nicht so
> groß, daß durch ein kleines bißchem mehr Dünger und dadurch entstehende
> organische Säuren dieser "Puffer" nicht erledigt wäre, und sich sozusagen
> postwendend die Riffe auflösen, die Korallentierchen sterben...was
> hoffentlich nicht in Deinem Sinne ist.
Nach http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Bild:Sea_salt-d_hg.svg&filetimestamp=20070904141158
gibts im Meersalz 1.2% Ca und 3.7% Mg - das ist eine ganze Menge.
Die Frage ist was passiert mit dem zugehoerigen Chlorid oder Sulfat,
bzw. wie wurde der ph Wert des Meeres reguliert wenn durch CO2 Ionen von
Calcium oder Magnesium entfernt wurden. Es sollte mal jemand ausrechnen
wieviel man man davon ueberhaupt ausfaellen muesste um alles menschengemachte
CO2 zu binden.
> Meeresströmungen reagieren sehr
> langsam, bis ein Sack Kalk, den Du ins Klo spülst, sich im Great Barriere
> Reef auswirkt, dauert es einige Eiszeiten...Du könntest aber auch mit dem
> Ruderboot hinfahren und den Kalk dort per Schäufelchen....
Ca und Mg Ionen sind doch schon da sie kommen wohl auch aus der Verwitterung von
Urgestein auch heute noch.
Man will ja das CO2 einfach in irgendwelchen Tiefseebecken einlagern
wo es sich dann erst im laufe von Jahrtausenden langsam mit dem
Meerwasser vermischt - so langsam dass eine Ueberaeuerung der Meere
nie eintritt.
> deutlich effizienter, das CO2 noch in Erdöl gebunden, gleich wieder woanders
> in die Erde zu verklappen, etwa dort, wo der Boden sowieso verseucht ist, in
> Kuwait oder so. Würde jedenfalls nur kurze Pipelines erfordern, das ganze
> irakische Öl gleich im Nachbarland zu verbuddeln :-) auch die ganze Kohle
> einfach per Schiff in einen Tiefseegraben schmeißen ginge recht einfach, da
> wäre die aus dem Weg und würde kein CO2 mehr erzeugen...
Man koennte auch leere Erdgasfelder mit CO2 wieder voll pumpen.
In Kraftwerken in denen Gas Oel oder Kohle mit reinem Sauerstoff
verbrannt werden koennte man das Abgas so entsorgen.
Aus Vulkanen, wird hier vorgeschlagen.
http://www.wissenschaft.de/wissenschaft/news/241463.html
Grüße,
Joachim
> tut. Die Übersäuerung der Meere mit so entstehender Kohlensäure ist ja
> auch
> nix angenehmes, außer einigen Einzellern dürfte dabei nicht viel am Leben
> bleiben.
Von welcher CO2-Konzentration sprichst du hier eigentlich?
Hi,
man will? Frag doch mal, wer die CO2-Verklappung bezahlen will, und wie man
die Pipeline dahingelegt kriegt...
> wo es sich dann erst im laufe von Jahrtausenden langsam mit dem
> Meerwasser vermischt - so langsam dass eine Ueberaeuerung der Meere
> nie eintritt.
Sagt wer? Etwa die Experten, die die ewige Haltbarkeit des Salzstockes Asse
beeidet haben? Was passiert eigentlich, wenn eines der durchaus häufigen
Seebeben soeinen Graben mal eben durchrührt...und den Inhalt auf die
kritische Entfernung zur Oberfläche anhebt? Es gibt Blubberblasen, ja,
klar...aber sonst? Ersticken dann nur die pösen Popelbakterien, oder auch
alle anderen Lebewesen? Kommt mir arg nach einer Methode vor, sich ne
Methode zum Suizid bereitzuhalten.
> Man koennte auch leere Erdgasfelder mit CO2 wieder voll pumpen.
> In Kraftwerken in denen Gas Oel oder Kohle mit reinem Sauerstoff
> verbrannt werden koennte man das Abgas so entsorgen.
Das Problem hab ich mit "entsorgen"...wieviele Fälle von glücklichem
Entsorgen kennst Du denn? Bislang hab ich noch keine menschgemachte
Entsorgung wertschätzen können. Naja, vielleicht die Marsroboter...die sind
wohl ziemlich endgültig verschrottet.
--
mfg,
gUnther
Hi,
von einer umd wenige Promille höheren als der jetzigen...alle höheren Werte
töten ALLES. Und sind von keinem Meerwasser nirgends auf der Welt
abzupuffern. Leichte Steigerungen verschieben die Vorteile leicht zugunsten
der Kalkalgen, verschlechtern aber auch die der Korallentierchen...und wenig
später kommt dann der Schlamm durch die Algen...dabei wird Methan entstehen,
dieses ist deutlich schlimmer als CO2 in Sachen Erderwärmung...alles eine
miese Entwicklung.
--
mfg,
gUnther
> Die Dolomiten sind aber auch Meeresablagerungen, d.h. damals muss das
Calcium
> aus einer anderen Quelle gekommen sein als Kalkgestein.
> Warum gibt es diese Quelle heute nicht mehr ?
Hi,
die gibts doch, unter den Dolomiten...das alte Ergußgestein aus dem
Erdaltertum, in Milliarden Jahren abgewaschen und ausgelaugt. Heutzutage
fast überall durch Sedimente verdeckt. Es gab wohl mal Zeiten, da war die
"Luft" mehr aus CO2 denn aus O2 zusammengesetzt...ob sich dieser Zustand
wirklich wiederherzustellen lohnen wird?
> gibts im Meersalz 1.2% Ca und 3.7% Mg - das ist eine ganze Menge.
> Die Frage ist was passiert mit dem zugehoerigen Chlorid oder Sulfat,
> bzw. wie wurde der ph Wert des Meeres reguliert wenn durch CO2 Ionen von
> Calcium oder Magnesium entfernt wurden. Es sollte mal jemand ausrechnen
> wieviel man man davon ueberhaupt ausfaellen muesste um alles
menschengemachte
> CO2 zu binden.
Dann sinkt der ph in den Keller, alles Leben stirbt, die Planktonschicht
zuerst...und damit geht die grüne Lunge flöten.
>
>
> > Meeresströmungen reagieren sehr
> > langsam, bis ein Sack Kalk, den Du ins Klo spülst, sich im Great
Barriere
> > Reef auswirkt, dauert es einige Eiszeiten...Du könntest aber auch mit
dem
> > Ruderboot hinfahren und den Kalk dort per Schäufelchen....
>
> Ca und Mg Ionen sind doch schon da sie kommen wohl auch aus der
Verwitterung von
> Urgestein auch heute noch.
Aber um ein Kilo Kalk in den Atlantik zu spülen, braucht der Rhein sicher ne
Stunde...ob da die vereinigten Autobahnbefahrer nicht schneller sind? Selbst
wenn rein rechnerisch genug Calcium im Meer gelöst ist, um ein
CO2-Flaschengas zu fällen, wie kriegst Du es an Deine CO2-Flasche heran?
Umrühren? Vielleicht kann mal jemand den Golfstrom so dressieren, daß er
freiwillig durch den Emscher-Seitenkanal fließt?
Um nennenswerte Mengen im Meer zu verbunkern, muß man enorm Energie
einsetzen. Viel Spaß
--
mfg,
gUnther
Die Gefahr besteht ja nicht, fast all dieses CO2 ist ja als Carbonatgestein
gebunden und es besteht keine Gefahr der Freisetzung.
>
> > gibts im Meersalz 1.2% Ca und 3.7% Mg - das ist eine ganze Menge.
> > Die Frage ist was passiert mit dem zugehoerigen Chlorid oder Sulfat,
> > bzw. wie wurde der ph Wert des Meeres reguliert wenn durch CO2 Ionen von
> > Calcium oder Magnesium entfernt wurden. Es sollte mal jemand ausrechnen
> > wieviel man man davon ueberhaupt ausfaellen muesste um alles
> menschengemachte
> > CO2 zu binden.
>
> Dann sinkt der ph in den Keller, alles Leben stirbt, die Planktonschicht
> zuerst...und damit geht die grüne Lunge flöten.
Das ist eben die Frage - rechne mal aus wieviel das ueberhaupt ausmacht -
es gibt enorme Mengen von Meerwasser.
>
> >
> >
> > > Meeresströmungen reagieren sehr
> > > langsam, bis ein Sack Kalk, den Du ins Klo spülst, sich im Great
> Barriere
> > > Reef auswirkt, dauert es einige Eiszeiten...Du könntest aber auch mit
> dem
> > > Ruderboot hinfahren und den Kalk dort per Schäufelchen....
> >
> > Ca und Mg Ionen sind doch schon da sie kommen wohl auch aus der
> Verwitterung von
> > Urgestein auch heute noch.
>
> Aber um ein Kilo Kalk in den Atlantik zu spülen, braucht der Rhein sicher ne
> Stunde...ob da die vereinigten Autobahnbefahrer nicht schneller sind? Selbst
> wenn rein rechnerisch genug Calcium im Meer gelöst ist, um ein
> CO2-Flaschengas zu fällen, wie kriegst Du es an Deine CO2-Flasche heran?
> Umrühren? Vielleicht kann mal jemand den Golfstrom so dressieren, daß er
> freiwillig durch den Emscher-Seitenkanal fließt?
Da die Kohlefoerderung in der Gegend sowieso am Ende
ist, gibts auch keinen Grund die Kraftwerke gerade dort zu bauen.
> Um nennenswerte Mengen im Meer zu verbunkern, muß man enorm Energie
> einsetzen. Viel Spaß
Am einfachsten waere es wohl das CO2 einfach in die Luft zu lassen,
von dort kommt es sowieso ins Meer.
Die Methode das komprimierte CO2 fluessig in grosse Meerestiefen zu
bringen kommt bei uns auch nicht in Frage , da Nordsee und Ostsee viel
zu flach dafuer sind. Aber in Japan z.B. ginge das.
Hi,
doch, durch Dich. Denn wie sonst kannst Du aus dem Kalkstein den
"ungelöschten Kalk" herstellen, mit dem Du das viele CO2 binden kannst? Doch
nur, indem Du den Kalkstein erstmal brennst und damit das enthaltene CO2
raustreibst...eine dieser beliebten Milchmädchenrechnungen, um das CO2 aus
dem kalkstein raus und in die Luft zu pusten, braucht man viel Hitze,
Energie, am besten verbrennt man da Erdöl zu...dann nimmt man den gerade
hergestellten Kalk und saugt damit in gewaltigen Rührbecken einen Teil des
gerade hergestellten CO2s wieder aus der Luft, erzeugt "frische
Kreide"...und buddelt die dann in die Löcher, aus denen der Kalkstein gerade
rausgeholt wurde, wa? Im Ozean zerlegen Pflanzen des Plankton das CO2, auch
aus dem Kalkpuffer...und in Kraftwerken wird jetzt schon Kalkstein sozusagen
in Gips umgewandelt, ratemal, was dabei "hinten" rauskommt....genau, das
CO2....bei dieser Methode ist uns eben das pöse Schwefeldioxid unangenehmer
als das Kohlendioxid je war, sauerer Regen und so.
> > Dann sinkt der ph in den Keller, alles Leben stirbt, die Planktonschicht
> > zuerst...und damit geht die grüne Lunge flöten.
>
> Das ist eben die Frage - rechne mal aus wieviel das ueberhaupt ausmacht -
> es gibt enorme Mengen von Meerwasser.
Rechne selber. Insbesondere rechne aus, wie lange es braucht, bis der größte
Teil des Pazifikwassers mal an seiner Oberfläche "vorbeigekommen" ist. Das
dauert, soweit man derzeit weiß, Jahrtausende. Da gabs doch kürzlich ne
Entdeckung soeiner praktisch sedimentfreien Steinplatte, über der sich also
praktisch garnix bewegt, keine unlöslichen Sedimente drübergespült wurden,
seit die Stelle unterm Pazifik versank...was ziemlich lange her ist. Auf die
Art kriegt man schnell raus, daß die eigentlich interessante Menge eher
gering ist, nur ein paar Meter ganz oben, dort wo auch 99% des Lebens
vorkommt.
> Da die Kohlefoerderung in der Gegend sowieso am Ende
> ist, gibts auch keinen Grund die Kraftwerke gerade dort zu bauen.
Aber die Luft geht uns alle an, ganz egal, wo die Kraftwerke stehen. Und das
CO2 läßt sich eben nicht wirklich verbunkern, einen Teil der
Verbrennungsenergie müßte man sozusagen im Abgas "gespeichert" lassen, eine
Verschwendung. Viel wichtiger ist es, den Kohlenstoff aus dem Kreislauf
rauszukriegen, etwa in Biomasse binden, das "spart" noch am ehesten Energie.
Die schmelzende Taiga mit schnellwachsendem Hartholz besamen und dieses dann
unterm Meer verbunkern wäre eine Lösung...schnell und einigermaßen
Energiesparend, große Flöße zum Marianengraben segeln lassen und dort per
Seilwinde einige 100m tief runterziehen, den Rest macht dann der
Wasserdruck. Mit Holz kann man zwar durchaus auch Geschäfte machen, es ist
aber deutlich weniger "attraktiv" als Kohle, Öl oder Nahrungsmittel...ein
guter Kandidat für solche Aktionen also. CO2-Verklappe dagegen ist schwere
Technik, geradezu Montanchemie, dazu gewaltige Energie- und
Transportaufwendungen. Das wird wohl kaum einer bezahlen....
>
> > Um nennenswerte Mengen im Meer zu verbunkern, muß man enorm Energie
> > einsetzen. Viel Spaß
>
> Am einfachsten waere es wohl das CO2 einfach in die Luft zu lassen,
> von dort kommt es sowieso ins Meer.
> Die Methode das komprimierte CO2 fluessig in grosse Meerestiefen zu
> bringen kommt bei uns auch nicht in Frage , da Nordsee und Ostsee viel
> zu flach dafuer sind. Aber in Japan z.B. ginge das.
Das geht irgendwie überall, aber eben nicht umsonst. Und die Energie "fehlt"
dann dem Kraftwerk in seiner Rechnung....mal ganz abgesehen vom durchaus
denkbaren Fall, daß das Endlager seine Haupteigenschaft kurzfristig
verliert...siehe Asse.
Einfach so in der Tiefsee verklappen ist auch riskant, keiner weiß bislang,
welche Aufnahmefähigkeit der Seeboden hat, ev. tötet man sich die Biospähre
ab, ev. sorgen auch Tiefseeströmungen dafür, daß Dein Tiefsee-CO2 schnell
wieder irgendwo aufsteigt und "Blubberbläschen" macht. Immerhin ist das Meer
seit einiger Zeit ziemlich stabil, da sind die derzeitigen Zonen mit
flüssigem CO2 am Meeresboden wohl eher als "schon voll" anzusehen...was
immer man da zusätzlich reinpumpt, wird wohl eher nicht dort
bleiben....jedoch wäre es sehr schwer, den "Verlust" an Masse dort unten
überhaupt nachzuweisen. Ideale Bedingungen für Sachverständigenstreitereien,
messen kann man da kaum, filmen auch nicht gut...wieviele Tonnen "noch da
sind", und "von wem dahingetan", wird man kaum wissen....ein toller Job wird
es sein, sich als Verklapp-Ing anstellen zu lassen, das pöse CO2 an Land
abzuholen, das Schiff zu betanken, um später mit Pumpen das CO2 unterwasser
zu pumpen, dieses aber ganz einfach abzublasen und den "gesparten" Sprit
anderswo zu verkloppen....wer könnte es beweisen? Naja, wenn die Mannschaft
zu dämlich ist, friert ev. das Meer um das Schiff zu ;-)
Die einzige einigermaßen plausible Lösung ist die "holzige" derzeit. Holz
verrottet in großer Tiefe garnicht oder nur sehr langsam (die Beplankung der
Titanic ist immer noch sichtbar..), in stehendem Wasser erst recht. Und Holz
ist eher uninteressant, wenn der Markt gesättigt ist. Dadrin ließe sich also
recht schnell, innerhalb weniger Jahrzehnte, CO2 speichern. Wüßte sonst
keinen Weg, der ohne zusätzliche Energie auskäme....alle bisherigen
Vorschläge mit Kompressoren oder Chemie kranken am Energieverbrauch im
Handling, also wenn die Kompressoren angetrieben werden, die Gase gepumpt
werden, gelagert werden müssen...diese Energie käme ja derzeit auch aus der
Verbrennung....wie blöd, wa? Platz für solche Holzplantagen hätten wir
demnächst genug, die Taiga verwandelt sich vom Permafrost in ein Gebiet
ähnlich Finnland, mit zusätzlicher Bewässerung könnte man vermutlich auch
die Sahara bepflanzen, Wasser nach Afrika zu leiten ist jedenfalls leichter
als CO2 um die halbe Welt zu pumpen.
--
mfg,
gUnther
-------
Im Meer sind große Mengen CO2 in Form von Ca-Bikarbonat gelöst. Unter
geeigneten Bedingungen wird dieses zu Ca-Karbonat (also Kalk) ausgefällt.
Allerdings gerade nicht in der Tiefsee (bei hohem Druck und niedrigen
Temperaturen ist Kalk löslich), sondern in warmen Flachmeeren.
Dies geschieht teilweise physikalisch/chemisch, wobei jedoch das
überschüssige CO2 frei wird (Bikarbonat hat ja Hydrogenkarbonat 2 mal), was
zum Zwecke der CO2-Beseitigung nicht wünschenswert ist (aber im Zuge der
globalen Erwärmung vielleicht zunehmen wird). Teilweise geschieht es
biologisch. Besonders vorteilhaft erscheint hierbei die Symbiose von Algen
in Korallen: Algen verbrauchen CO2 durch Photosynthese, Korallen verwenden
den Kalk zum Aufbau ihrer Skelette.
Daraus folgt: Erhaltet und vermehrt die Korallenriffe!
Gruß
pacifico
gUnther nanonüm schrieb:
> was wäre aber, wenn man einen Tiefseegrabern damit füllen würde?
Hallo,
man weiß eigentlich seit Jahrzehnten daß das nichts taugt. Als die
Trieste auf den Grund des Marianengrabens tauchte sah Picard dort unten
eine Fisch, er schloß daraus: der Fisch braucht zum Leben Sauerstoff,
also muß es eine Strömung geben die im Wasser gelösten Sauerstoff von
der Oberfläche in die Tiefe bringt. Wenn es aber die Strömung gibt die
den Sauerstoff nach unten bringt gibt es auch die dazu gehörende
Gegenströmung die das Wasser vom Grunde des Grabens wieder nach oben
bringt. Picard schloß daraus das man wie damals diskutiert keinen
Atommüll im Graben versenken darf, also auch kein CO2.
Bye
Den willst doch nur du aus Kalkstein herstellen.
Ich sage dass der Kalk und das Magnesium natuerlich anderswoher kommen muss,
aus einem CO2 freinen Gestein so wie auf der Ur-Erde auf der es keinen Kalkstein
gab.
> Doch
> nur, indem Du den Kalkstein erstmal brennst und damit das enthaltene CO2
> raustreibst...eine dieser beliebten Milchmädchenrechnungen, um das CO2 aus
> dem kalkstein raus und in die Luft zu pusten, braucht man viel Hitze,
> Energie, am besten verbrennt man da Erdöl zu...dann nimmt man den gerade
> hergestellten Kalk und saugt damit in gewaltigen Rührbecken einen Teil des
> gerade hergestellten CO2s wieder aus der Luft, erzeugt "frische
> Kreide"...und buddelt die dann in die Löcher, aus denen der Kalkstein gerade
> rausgeholt wurde, wa? Im Ozean zerlegen Pflanzen des Plankton das CO2, auch
> aus dem Kalkpuffer...und in Kraftwerken wird jetzt schon Kalkstein sozusagen
> in Gips umgewandelt, ratemal, was dabei "hinten" rauskommt....genau, das
> CO2....bei dieser Methode ist uns eben das pöse Schwefeldioxid unangenehmer
> als das Kohlendioxid je war, sauerer Regen und so.
Ja zur Schwefeldioxidbindung lohnt es sich.
>
> > > Dann sinkt der ph in den Keller, alles Leben stirbt, die Planktonschicht
> > > zuerst...und damit geht die grüne Lunge flöten.
> >
> > Das ist eben die Frage - rechne mal aus wieviel das ueberhaupt ausmacht -
> > es gibt enorme Mengen von Meerwasser.
>
> Rechne selber. Insbesondere rechne aus, wie lange es braucht, bis der größte
> Teil des Pazifikwassers mal an seiner Oberfläche "vorbeigekommen" ist.
Muss er ja nicht wenn man das CO2 in die Tiefe pumpt, so weit dass es unten bleibt.
Fluessiges CO2 ist schwerer als Wasser, d.h. es ist nur die Arbeit erforderlich
um es durch Kompression zu verfluessigen. Das verbringen in grosse Meerestiefen
per Rohr kostet dagegen theoretisch keine Energie.
> Das
> dauert, soweit man derzeit weiß, Jahrtausende. Da gabs doch kürzlich ne
> Entdeckung soeiner praktisch sedimentfreien Steinplatte, über der sich also
> praktisch garnix bewegt, keine unlöslichen Sedimente drübergespült wurden,
> seit die Stelle unterm Pazifik versank...was ziemlich lange her ist. Auf die
> Art kriegt man schnell raus, daß die eigentlich interessante Menge eher
> gering ist, nur ein paar Meter ganz oben, dort wo auch 99% des Lebens
> vorkommt.
>
> > Da die Kohlefoerderung in der Gegend sowieso am Ende
> > ist, gibts auch keinen Grund die Kraftwerke gerade dort zu bauen.
>
> Aber die Luft geht uns alle an, ganz egal, wo die Kraftwerke stehen. Und das
> CO2 läßt sich eben nicht wirklich verbunkern, einen Teil der
> Verbrennungsenergie müßte man sozusagen im Abgas "gespeichert" lassen, eine
> Verschwendung.
Wenn einem das verbunkern wichtig ist, ist es keine Verschwendung, zumal es ja
nur einen Bruchteil der erzeugten Energie ist. Das Kraftwerk hat dann eben statt
50% nur noch 35% Wirkungsgrad, so wie frueher die ganz normalen Kraftwerke.
> Viel wichtiger ist es, den Kohlenstoff aus dem Kreislauf
> rauszukriegen, etwa in Biomasse binden, das "spart" noch am ehesten Energie.
Es geht doch um die Stromerzeugung ohne CO2 in die Atmosphaere zu blasen.
> Die schmelzende Taiga mit schnellwachsendem Hartholz besamen und dieses dann
Die Taiga ist ein Urwald in Nordrussland und Sibiren.
Die Baeume die dort wachsen sind am besten an die dortigen Verhaeltnisse
angepasst und im groessten Teil ueberhaupt die einzigen dort
wachsen koennen.
> unterm Meer verbunkern wäre eine Lösung...schnell und einigermaßen
> Energiesparend, große Flöße zum Marianengraben segeln lassen und dort per
> Seilwinde einige 100m tief runterziehen, den Rest macht dann der
> Wasserdruck. Mit Holz kann man zwar durchaus auch Geschäfte machen, es ist
> aber deutlich weniger "attraktiv" als Kohle, Öl oder Nahrungsmittel...ein
> guter Kandidat für solche Aktionen also. CO2-Verklappe dagegen ist schwere
> Technik, geradezu Montanchemie, dazu gewaltige Energie- und
> Transportaufwendungen. Das wird wohl kaum einer bezahlen....
Das bringt wenigstens noch einen Gewinn. Holz zu ernten ist teuer, und
es dann auch noch nicht zu nutzen sondern zu versenken ist Bloedsinn.
CO2 zu versenken reduziert nur den Wirkungsgrad des Kraftwerkes,
Holz zu versenken dagegen ist eine Taetigkeit mit weniger als
0% Wirkungsgrad - es kostet nur Energie und bringt keine.
Das einfachste mit dem gleichen Effekt waere Kohle und Erdoel
einfach in der Erde zu lassen, und die Energie anders zu gewinnen
- das kostet wenigstens nichts.
>
> >
> > > Um nennenswerte Mengen im Meer zu verbunkern, muß man enorm Energie
> > > einsetzen. Viel Spaß
> >
> > Am einfachsten waere es wohl das CO2 einfach in die Luft zu lassen,
> > von dort kommt es sowieso ins Meer.
> > Die Methode das komprimierte CO2 fluessig in grosse Meerestiefen zu
> > bringen kommt bei uns auch nicht in Frage , da Nordsee und Ostsee viel
> > zu flach dafuer sind. Aber in Japan z.B. ginge das.
>
> Das geht irgendwie überall, aber eben nicht umsonst. Und die Energie "fehlt"
> dann dem Kraftwerk in seiner Rechnung....mal ganz abgesehen vom durchaus
> denkbaren Fall, daß das Endlager seine Haupteigenschaft kurzfristig
> verliert...siehe Asse.
> Einfach so in der Tiefsee verklappen ist auch riskant, keiner weiß bislang,
> welche Aufnahmefähigkeit der Seeboden hat, ev. tötet man sich die Biospähre
> ab, ev. sorgen auch Tiefseeströmungen dafür, daß Dein Tiefsee-CO2 schnell
> wieder irgendwo aufsteigt und "Blubberbläschen" macht.
Die Stroemungen kann man messen, und sie aendern sich nicht so schnell.
Da das fluessige CO2 betraechtlich schwerer ist als Wasser kann es
auch nicht hochblubbern. Sein einziger Weg zur oberflaeche ist sich langsam
im Meerwasser zu loesen und mit den Stroemungen nach oben zu kommen,
aber das dauert Jahrtausende.
> Immerhin ist das Meer
> seit einiger Zeit ziemlich stabil, da sind die derzeitigen Zonen mit
> flüssigem CO2 am Meeresboden wohl eher als "schon voll" anzusehen...was
> immer man da zusätzlich reinpumpt, wird wohl eher nicht dort
> bleiben....jedoch wäre es sehr schwer, den "Verlust" an Masse dort unten
> überhaupt nachzuweisen.
Fluessiges CO2 am Meeresboden gibt es nur dort wo Vulkanische Quellen
es liefern. Der allergroesste Teil des Meeresbodens ist frei davon
und steht zur Verfuegung.
> Ideale Bedingungen für Sachverständigenstreitereien,
> messen kann man da kaum, filmen auch nicht gut...wieviele Tonnen "noch da
> sind", und "von wem dahingetan", wird man kaum wissen....ein toller Job wird
> es sein, sich als Verklapp-Ing anstellen zu lassen, das pöse CO2 an Land
> abzuholen, das Schiff zu betanken, um später mit Pumpen das CO2 unterwasser
> zu pumpen, dieses aber ganz einfach abzublasen und den "gesparten" Sprit
> anderswo zu verkloppen....wer könnte es beweisen?
Das in die Tiefe leiten wuerde entweder mit Rohrleitungen geschehen die von
der Kueste kommen (Japan USA), oder von festen schwimmenden Stationen
im Meer von denen dauerhaft so ein Rohr nach unten fuehrt.
Schiffe wuerden dorthin fahren und ihr CO2 abgeben.
Dass jedes Schiff sein eigenes km langes Rohr mitfuehrt und versenkt
waere zu teuer, und auch unnoetig.
> Naja, wenn die Mannschaft
> zu dämlich ist, friert ev. das Meer um das Schiff zu ;-)
> Die einzige einigermaßen plausible Lösung ist die "holzige" derzeit. Holz
> verrottet in großer Tiefe garnicht oder nur sehr langsam (die Beplankung der
> Titanic ist immer noch sichtbar..), in stehendem Wasser erst recht. Und Holz
> ist eher uninteressant, wenn der Markt gesättigt ist. Dadrin ließe sich also
> recht schnell, innerhalb weniger Jahrzehnte, CO2 speichern. Wüßte sonst
> keinen Weg, der ohne zusätzliche Energie auskäme....alle bisherigen
> Vorschläge mit Kompressoren oder Chemie kranken am Energieverbrauch im
> Handling, also wenn die Kompressoren angetrieben werden, die Gase gepumpt
> werden, gelagert werden müssen...diese Energie käme ja derzeit auch aus der
> Verbrennung....wie blöd, wa? Platz für solche Holzplantagen hätten wir
> demnächst genug, die Taiga verwandelt sich vom Permafrost in ein Gebiet
> ähnlich Finnland, mit zusätzlicher Bewässerung könnte man vermutlich auch
Die Taiga ist schon heute ein Gebiet so aehnlich wie Finnland. Der Permafrost
taut jeden Sommer an der Oberflaeche auf und friert im Herbst/Winter wieder zu.
Wald waechst auch auf Permafrost wenn nur der Sommer warm genug ist.
In Jakutien liegt die durchschnittliche Jahrestemperatur weit unter
Null Grad, der Sommer ist aber etwa so warm wie bei uns und das Land ist
zum groessten Teil mit Laerchenwald bedeckt.
> die Sahara bepflanzen, Wasser nach Afrika zu leiten ist jedenfalls leichter
> als CO2 um die halbe Welt zu pumpen.
CO2 um die halbe Welt zu pumpen ist einfacher als Erdgas um die halbe Welt
zu pumpen und das wird heute schon getan.
Die Frage ist doch wie lange das dauert. Das Meer enthaelt sehr viel
mehr CO2 als die gesamte Atmosphaere. D.h. das Meer koennte das
CO2 das die Menschen erzeugen aufnehmen ohne dass sein
Gehalt an CO2 wesentlich zunimmt, das Problem ist nur dass
der Austausch mit der Atmosphaere zu langsam ist um das zusaetzliche CO2
in der Atmosphaere schnell genug aufzunehmen. Zumindest fuehrt man darauf
den relativ schnellen Anstieg des CO2 Gehaltes der Atmosphaere zurueck.
Pumpt man das CO2 ins Meer kann man das Problem loesen , man umgeht
den langsamen Weg von der Atmosphaere in die tiefen des Meeres
der Jahrtausende dauert und vermeidet so den raschen CO2 Anstieg
in der Atmosphaere. Natuerlich wird sich das ins Meer gepumpte CO2 im Laufe
der Jahrtausende ins ganze Meer verteilen, aber das macht nichts, denn
es erhoeht den dort vorhandenen CO2 Gehalt nur unwesentlich.
>
> Bye
> gUnther nanonüm wrote:
>>
>> "Carla Schneider" <carl...@yahoo.com> schrieb im Newsbeitrag
>> news:4867D27A...@yahoo.com...
>
>> Aber um ein Kilo Kalk in den Atlantik zu spülen, braucht der Rhein sicher
>> ne Stunde...ob da die vereinigten Autobahnbefahrer nicht schneller sind?
>> Selbst
>> wenn rein rechnerisch genug Calcium im Meer gelöst ist, um ein
>> CO2-Flaschengas zu fällen, wie kriegst Du es an Deine CO2-Flasche heran?
>> Umrühren? Vielleicht kann mal jemand den Golfstrom so dressieren, daß er
>> freiwillig durch den Emscher-Seitenkanal fließt?
>
> Da die Kohlefoerderung in der Gegend sowieso am Ende
> ist, gibts auch keinen Grund die Kraftwerke gerade dort zu bauen.
Kraftwerke baut man zweckmäßigerweise nah an den Verbraucher. Da hier die
größte Metropolregion weit und breit ist würde ich hier durchaus Kraftwerke
hinbauen.
Außerdem erwarte ich, dass die hiesige Steinkohleförderung in spätestens 100
Jahren neuen Aufschwung erfährt. Dann ist die "Experimentalbergwerk
Hydrogrube Hansa" vielleicht doch kein Verlustgeschäft mehr.
>> Um nennenswerte Mengen im Meer zu verbunkern, muß man enorm Energie
>> einsetzen. Viel Spaß
>
> Am einfachsten waere es wohl das CO2 einfach in die Luft zu lassen,
> von dort kommt es sowieso ins Meer.
Das wird ja bereits praktiziert. Der geschwindigkeitsbestimmende Schritt ist
offenbar zu langsam, denn der Zwischenzustand "Kohlenstoffdioxid in Luft"
wird angeblich immer häufiger...
> Die Methode das komprimierte CO2 fluessig in grosse Meerestiefen zu
> bringen kommt bei uns auch nicht in Frage , da Nordsee und Ostsee viel
> zu flach dafuer sind. Aber in Japan z.B. ginge das.
Naja, der atlantische Ozean ist tief genug. Man muss das ja nicht unbedingt
vor der eigenen Haustür...
Ganz davon abgesehen dass Co_2-Verklappung sowieso am falschen Ende des
Problems ansetzt...
Gruß
Patrick
100 Jahre sind kein Zeitrahmen fuer realistische Vorhersagen.
Niemand weiss heute ob man dann noch Kohle braucht.
>
> >> Um nennenswerte Mengen im Meer zu verbunkern, muß man enorm Energie
> >> einsetzen. Viel Spaß
> >
> > Am einfachsten waere es wohl das CO2 einfach in die Luft zu lassen,
> > von dort kommt es sowieso ins Meer.
>
> Das wird ja bereits praktiziert. Der geschwindigkeitsbestimmende Schritt ist
> offenbar zu langsam, denn der Zwischenzustand "Kohlenstoffdioxid in Luft"
> wird angeblich immer häufiger...
Wobei nicht mal klar ist ob das stimmt, d.h. ob der CO2 Gehalt deswegen steigt,
oder aus anderen Gruenden.
>
> > Die Methode das komprimierte CO2 fluessig in grosse Meerestiefen zu
> > bringen kommt bei uns auch nicht in Frage , da Nordsee und Ostsee viel
> > zu flach dafuer sind. Aber in Japan z.B. ginge das.
>
> Naja, der atlantische Ozean ist tief genug. Man muss das ja nicht unbedingt
> vor der eigenen Haustür...
Wenn man ein Rohr dorthin legen will, dann schon.
> Ganz davon abgesehen dass Co_2-Verklappung sowieso am falschen Ende des
> Problems ansetzt...
Verklappung ist nicht das richtige Wort, weil man das CO2 eben nicht
einfach so ins Meer schuetten will, sondern durch ein Rohr in mindestens
1000m tiefe freisetzen will. Die Alternative waere ja nur auf die Nutzung
von fossilem Kohlenstoff zur Verbrennung zu verzichten.
Hi,
ja aber dann mußt Du entweder einen frischen Vulkan mit genau der geeigneten
Magma anzapfen, oder sehr tiefe Gruben bohren, um an das Gestein zu kommen.
Dieses dann abbauen wie Kohle, dabei aber werden dann Hartmetallmaschinen
nicht reichen, Granit ist deutlich härter als Kohle....dann fein zermahlen
und einige jahre langsam auslaugen in frischem destilliertem Wasser...um die
Millionen Jahre "Berge im Regen" nachzumachen...
> Ja zur Schwefeldioxidbindung lohnt es sich.
Aber dabei wird eben auch wieder CO2 freigesetzt. Der Teifi mit dem
Belzebub...
> > Rechne selber. Insbesondere rechne aus, wie lange es braucht, bis der
größte
> > Teil des Pazifikwassers mal an seiner Oberfläche "vorbeigekommen" ist.
>
> Muss er ja nicht wenn man das CO2 in die Tiefe pumpt, so weit dass es
unten bleibt.
> Fluessiges CO2 ist schwerer als Wasser, d.h. es ist nur die Arbeit
erforderlich
> um es durch Kompression zu verfluessigen. Das verbringen in grosse
Meerestiefen
> per Rohr kostet dagegen theoretisch keine Energie.
Du hast kindliche Vorstellungen vom Meer...was meint denn "unten"? Da unten
gbits genauso Strömungen und Bewegungen wie in der Luft, etwa der
vielgepriesene Golfstrom...diese Strömungen befördern soviel Tiefenwasser,
daß es Leben am Meeresgrund gibt, lediglich an wenigen Stellen haben sich
"Seen" flüssigen CO2s angesammelt, dort ist dann alles tot. Bloß...sind
diese Seen jetzt voll oder nicht. Weil, wenn die "überfließen" sollten, wo
ginge das dann hin? Würde Dir das von Dir dahinuntergepumpte CO2 den
"Gefallen" tun und einfachso da liegenzubleiben? Ich würde es zumindest in
Fässern oder Ballons sammeln, damit es eben nicht da rumfließt und mir
irgendwann als "Prickelbrandung" um die Füßchen schäumt. Da hat Methaneis
noch Vorteile, das liegt wenigstens schön still und wartet auf besseres
Wetter.
> Wenn einem das verbunkern wichtig ist, ist es keine Verschwendung, zumal
es ja
> nur einen Bruchteil der erzeugten Energie ist. Das Kraftwerk hat dann eben
statt
> 50% nur noch 35% Wirkungsgrad, so wie frueher die ganz normalen
Kraftwerke.
Es ist erstaunlich, wie schnell das geht. Keiner weiß derzeit, wie sicher
die Verklappe auf lange Sicht ist...und derzeit erscheint mit eine direkte
Verklappung eines sagemermal 15%igen Anteils des frischen Treibstoffes in
der Tiefsee plausibler als das aufwendige Runterpumpen, der letztlich da
unten vergrabene CO2-Gehalt wäre gleich, der Aufwand aber kleiner, etwa
indem man einen dicken Öltanker am Ende seiner 5.Fahrt einfach "voll"
versenkt...klingt nach Wahnsinn, aber langfristig ist das billiger als die
CO2-Phantasie.
> > Viel wichtiger ist es, den Kohlenstoff aus dem Kreislauf
> > rauszukriegen, etwa in Biomasse binden, das "spart" noch am ehesten
Energie.
>
> Es geht doch um die Stromerzeugung ohne CO2 in die Atmosphaere zu blasen.
Das geht aber eben nicht...solange man verbrennt, meint man
O2->CO2....beides in Gasform. Wenn Du an der Formel drehst, ändern sich die
Techniken und Verluste gewaltig. Die normalo-Denke vergißt dabei gerne, daß
solche Verluste manchmal erst nach einigen Stufen der Umwandlung zuschlagen,
aber letztlich sind die Gesetze der Thermodramatik unnachgiebiger als die
Ami-Steuer.
>
> > Die schmelzende Taiga mit schnellwachsendem Hartholz besamen und dieses
dann
>
> Die Taiga ist ein Urwald in Nordrussland und Sibiren.
> Die Baeume die dort wachsen sind am besten an die dortigen Verhaeltnisse
> angepasst und im groessten Teil ueberhaupt die einzigen dort
> wachsen koennen.
Die Bäume dort sind an den Permafrost angepaßt, der sich normalerweise nur
sehr langsam verändert...jetzt aber passieren diese Erderwärmungsphasen
innerhalb weniger Jahre...wenn wir abwarten, daß sich da oben ein eigener
Regenwald etabliert wie in Alaska, wird sich darin zwar einiges an Biomasse
sammeln, aber in der Atmosphäre steckt ein vielhundertfaches an Zuviel, das
rauszunuckeln Pflanzen ideal sind...und wie bitteschön soll man effizient im
Regenwald Holz ernten? Das klappt ja nichtmal im tropischen Regenwald ohne
gewaltige Zerstörungen.
> Das bringt wenigstens noch einen Gewinn. Holz zu ernten ist teuer, und
> es dann auch noch nicht zu nutzen sondern zu versenken ist Bloedsinn.
Solange das jeweilie Energielagermittel von anderen gesucht wird, wirst Du
diesen Effekt immer haben. Unser Problem ist aber der "zuvielige
Kohlenstoff"....man könnte den auch als Industriediamanten ins Meer
schmeißen....
> CO2 zu versenken reduziert nur den Wirkungsgrad des Kraftwerkes,
Ach? Kriecht Dein CO2 freiwillig ins Meer? Warum macht es das nicht jetzt
auch schon? Wie kriegst Du das CO2 aus dem Auto ins Meer?
Wie das aus Waldbränden? Wie das aus Gasheizungen? Wie das von brennenden
Müllhalden? So einfach ist das nicht. Ist es eben nie.
> Holz zu versenken dagegen ist eine Taetigkeit mit weniger als
> 0% Wirkungsgrad - es kostet nur Energie und bringt keine.
Ach je, bringt etwa das Verbuddeln von CO2 Energie? Denk doch mal selber...
Aber Holz wächst einigermaßen freiwillig, die Ernte in großem Stil ist
billig, das Flößen dito, Segeln ist auch einfach, und das Versenken kann ein
kleines Schiff machen...kaum Infrastruktur außerhalb der Erntezeit im
Frühsommer, Fällen im Winter....die Taiga hat genug Flüsse, das dabei im
Nordmeer ankommende Holz ist dann zwar als Baustoff ungeeignet, aber das hat
man ja auch nicht vor. Große Inseln zusammentackern, ein dickes Segelboot
als Schlepper davor und dann rund achtern in die Beringsee...dabei
verbraucht man keinen weiteren Sprit, angesichts der zu versenkenden Menge
wäre das eh ne Lebensaufgabe für Segelschiffsbauer.
> Das einfachste mit dem gleichen Effekt waere Kohle und Erdoel
> einfach in der Erde zu lassen, und die Energie anders zu gewinnen
> - das kostet wenigstens nichts.
Ja, aber solange diese Brennstoffe da liegen, wirst Du immer wen finden, der
das fördert. Guck nur nach Wankerland, da planen die völlig sinnloserweise
jetzt in Naturschutzgebieten nach Öl zu bohren....und ich wette mit Dir, in
wenigen Jahren machen wir die Steinkohlebergwerke wieder auf....schon wegen
der Kokskohle "lohnt" sich eins bereits wieder...sobald das Lämpchen dunkler
brennt, wird man als wieder hemmungslos verbrennen, was da ist. So sind die
Menschen nunmal...
> Die Stroemungen kann man messen, und sie aendern sich nicht so schnell.
> Da das fluessige CO2 betraechtlich schwerer ist als Wasser kann es
> auch nicht hochblubbern. Sein einziger Weg zur oberflaeche ist sich
langsam
> im Meerwasser zu loesen und mit den Stroemungen nach oben zu kommen,
> aber das dauert Jahrtausende.
Nee, das kann ganz schnell gehen. Oder weshalb hält sich "Stein" jahrelang
in der Atmosphäre, nach Vilkanausbrüchen? Ist Staub, eine Form von
Stein...genauso gehts auch mit flüssigem CO2, bei genügend starker Strömung
wird das eben mitgerissen, und erreicht es dabei die Oberfläche...prrtsch.
>
> Fluessiges CO2 am Meeresboden gibt es nur dort wo Vulkanische Quellen
> es liefern. Der allergroesste Teil des Meeresbodens ist frei davon
> und steht zur Verfuegung.
Aber warum ist der frei? Die Vulkane liefern doch fleißig nach...heißt das,
an diesen Stellen kann flüssiges CO2 nicht lagern, oder sind die Meere
einfach noch nicht voll? Meiner Ansicht nach ist der derzeitige Zustand ein
"stabiler", weil alle Reservoirs gefüllt sind und Zugänge sich "irgendwie"
in die Atmosphäre verdünnisieren...und dort wurden diese in der
Vergangenheit durch die Botanik in Langzeitspeichern vergaben, die wie heute
als Kohle und Öl anzapfen.
>
> > Ideale Bedingungen für Sachverständigenstreitereien,
> > messen kann man da kaum, filmen auch nicht gut...wieviele Tonnen "noch
da
> > sind", und "von wem dahingetan", wird man kaum wissen....ein toller Job
wird
> > es sein, sich als Verklapp-Ing anstellen zu lassen, das pöse CO2 an Land
> > abzuholen, das Schiff zu betanken, um später mit Pumpen das CO2
unterwasser
> > zu pumpen, dieses aber ganz einfach abzublasen und den "gesparten" Sprit
> > anderswo zu verkloppen....wer könnte es beweisen?
>
> Das in die Tiefe leiten wuerde entweder mit Rohrleitungen geschehen die
von
> der Kueste kommen (Japan USA), oder von festen schwimmenden Stationen
> im Meer von denen dauerhaft so ein Rohr nach unten fuehrt.
> Schiffe wuerden dorthin fahren und ihr CO2 abgeben.
> Dass jedes Schiff sein eigenes km langes Rohr mitfuehrt und versenkt
> waere zu teuer, und auch unnoetig.
Aber ein langes Rohr verbraucht viel mehr Energie als ein kurzes...und es
ist auch billiger, weil kürzer. Die Entfernungen bis zu denkbaren
Totwasserzonen in den tiefsten Tiefseebecken ist manchmal sehr weit...etwa
müßten die Amerikaner ihr "Rohr" quer durch den Pazifik legen....
Wie lange, glaubst Du, wird es dauern, entweder Tankschiffe zu schicken oder
soein Rohr zu bauen?
> Die Taiga ist schon heute ein Gebiet so aehnlich wie Finnland. Der
Permafrost
> taut jeden Sommer an der Oberflaeche auf und friert im Herbst/Winter
wieder zu.
Eben nicht. Permafrost taut jetzt erstmalig dort auf und "nicht wieder
zu"...wobei dann demnächst auch das gespeicherte Methan dort freikommen
wird.
> Wald waechst auch auf Permafrost wenn nur der Sommer warm genug ist.
> In Jakutien liegt die durchschnittliche Jahrestemperatur weit unter
> Null Grad, der Sommer ist aber etwa so warm wie bei uns und das Land ist
> zum groessten Teil mit Laerchenwald bedeckt.
Genau, weils bislang dort winters unter .40° war und nur 2 Monate über
Null...doch das wird sich bald ändern, etwa wenn der Nordpol eisfrei ist,
wird man sich nurnoch in den Flußmündungen vor Packeis fürchten mössen.
>
> > die Sahara bepflanzen, Wasser nach Afrika zu leiten ist jedenfalls
leichter
> > als CO2 um die halbe Welt zu pumpen.
>
> CO2 um die halbe Welt zu pumpen ist einfacher als Erdgas um die halbe Welt
> zu pumpen und das wird heute schon getan.
Ach? welche Gaspipeline durch den Pazifik kennst Du denn? Der macht doch
mehr als die Hälfte aus...müßte also zumindestens teilweise von Gaspipelines
durchzogen sein. Hat Japan eine Gaspipeline nach Rußland? Ich kenne Gas
bislang nur auf sehr kurzen Strecken submaritim, das Ostseeprojekt ist da
ein Novum, wimre. Über Land wär ja nix gewonnen, es muß ja ins Meer, an die
tiefste Stelle.
--
mfg,
gUnther
Hi,
selbst wenn das stimmen sollte (und dafür gibts eigentlich bislang wenig
Anzeichen), dann reichen aber auch schon geringe Veränderungen, um das
sensible biologische Gleichgewicht im Meer zu verschieben...und das Plankton
ist nunmal der größte Sauerstoffproduzent. Möchtest Du daran was ändern?
--
mfg,
gUnther
Angenommen die Ozeane wären Süßwasser, so würde sich der Salzgehalt
allein durch den Eintrag an gelösten Ionen von Flüssen innerhalb von
rund 1 Mio Jahren auf den heutigen Salzgehalt der Ozeane erhöhen.
Tatsache ist jedoch, dass der Salzgehalt und das Verhältnis der
Zusammensetzung der Hauptionen der Ozeane über Jahrmillionen
weitestgehend konstant waren. Es muss also Senken gegeben haben.
Bemerkenswert ist in diesem Zusammenhang, dass sich die Zusammensetzung
von Meer- Fluss- und Regenwasser grundlegend unterscheidet.
So ähneln sich die Peaks von Regenwasser und Meerwasser bezüglich Na,
Cl und SO42-Gehalt, obleich die absoluten Werte sehr stark
unterscheiden. Mir scheint es wahrscheinlich, das sowohl Na als auch Cl
daher durch Regen ins Meer eingebracht wurde. Die anderen Haupionen
sind daher imho sowohl durch Flusswasser als auch durch Verwitterung in
Form von Staub eingetragen worden und ebenso durch Sedimentierungs- und
Erosionsprozesse im Wasser entstanden.
Zur CO2-Bindung gibt es weit mehr Mechanismen als die der Bindung durch
Calciumkarbonate gem:
CaCO3 + CO2 + H2O = Ca2+ + 2 HCO3
Wobei jedoch auch hier die Rolle von Magnesium zu beachten ist. So
verschiebt Mg das sogenannte Kalk-Kohlensäuregleichgewicht und
verzögert das Ausfällen von Ca zu CaCO3 bzw zu anderen unlöslichen
Verbindungen.
Inwieweit die Anreicherung von Magnesium im Laufe der Erdgeschichte in
den Ozeanen überhaupt in Modellen etc berücksichtigt wird, weiß ich
nicht. Meines Wissens wurde dieser Zusammenhang im Hinblick auf das
CO2-Thema bis jetzt noch nicht untersucht. Jedoch scheint es mit dem Mg
ein generelles Problem im Hinblick auf die Bildung von Dolomit und auch
den Dolomiten zu geben, deren Entstehung man sich bis jetzt noch nicht
plausibel erklären kann.
(siehe auch
<http://userpage.fu-berlin.de/~voelker/Vorlesung_Chemische/dolomit.html>)
Andere Mechanismen zur CO2-Bindung sind:
z.B. durch Tonminerale wie Albit zu Kaolinit
2NaAlSi3O8 + 2CO2 + 3H2O=
Al2Si2O5(OH)4 + 2Na+ + 2HCO3- + 4SiO2
oder Umwandlung von Feldspate in Tonminerale wie Biotit in Kaolinit
2KMg3AlSi3O10(OH)2 + 14CO2 + 15 H2O =
Al2Si2O5(OH)4 + 2K+ + 6Mg2+ + 14HCO3- + 4 H4SiO4
Wie in http://www.wissenschaft.de/wissenschaft/news/241463.html
angegeben, zeigt sich eine Verdreifachung des Calciums-Gehaltes
innerhalb von 29 Mio Jahren.
Während des Kambriums, also in einem Zeitraum von etwa 54 Mio Jahren
(von ca 542 bis 488 Mio Jahren) wäre also genügend Zeit gewesen, die
Ozeane mit Salzen anzureichern. Zugleich schwankte der CO2-Gehalt
zwischen 400 und knapp rund 900 ppm. Der Meersspiegel stieg oder besser
gesagt, Teile des Urkontinentes versanken. Wenn man davon ausgeht, dass
der Urkontinente vorwiegend aus magmatischen Gestein bestand und
welches große Mengen an Calcium enthielt, so könnte ich mir vorstellen,
dass ein erheblicher Anteil an Ca im Wasser gelöst werden konnten.
Zudem waren die Ozeane recht warm, so dass damit der Lösungsprozess
beschleunigt ablaufen konnte.
Hinzukommt und was meines Wissens in den Abschätzungen nicht
berücksichtigt wurde, dass im Zuge der Veränderungen der Kontinente die
Verteilung im Ozean sehr viel schneller vonstatten gehen konnte. Wurde
vormals Flusswasser quasi zentral ins den Ozean eingespeist, so
erfolgte die Einspeisung aus Flussläufen durch das Auseinanderdriften
sozusagen dezentral. Die heutigen Durchmischungszeiten betragen je nach
Stoff um die 500-2000 Jahre. Meines Erachtens mußten die
Durchmischungszeiten bei Vorhandensein eines Urkontinentes erheblich
längere Zeit in Anspruch genommen haben.
So verwundert mes mich eigentlich nicht, dass die Krustentiere erst
relativ spät entstanden sind, nämlich erst dann, als das notwendige
Ma4Aterial in ausreichender Konzentration vorhanden war.
--
Grüße
Harald
>> > tut. Die Übersäuerung der Meere mit so entstehender Kohlensäure ist ja
>> > auch
>> > nix angenehmes, außer einigen Einzellern dürfte dabei nicht viel am
> Leben
>> > bleiben.
>>
>> Von welcher CO2-Konzentration sprichst du hier eigentlich?
> von einer umd wenige Promille höheren als der jetzigen...alle höheren
> Werte
> töten ALLES.
Hast du dafür Beweise?
> Und sind von keinem Meerwasser nirgends auf der Welt
> abzupuffern. Leichte Steigerungen verschieben die Vorteile leicht
> zugunsten
> der Kalkalgen, verschlechtern aber auch die der Korallentierchen...
> und wenig
> später kommt dann der Schlamm durch die Algen...
wie?
> dabei wird Methan entstehen,
> dieses ist deutlich schlimmer als CO2 in Sachen Erderwärmung...alles eine
> miese Entwicklung.
woher kommt das Methan?
Ja. Zisch-Plopp...moment...die Mineralwasserpulle hat keine Korallen drin,
wiedermal. Beweis genug? Ansonsten frag mal die Australier am großen Riff,
die können ein Liedchen mitsingen, denen stirbt das Riff bereits, zuviel
Hitze, zuviel CO2, zuwenig O2...insgesamt nennt man das dann
"Korallenbleiche".
> wie?
Algenblüte einer oder weniger Arten-> Absterben-> dicke Schlammschicht->
Fäulnis....sowas kannst Du gut ind er ostsee, aber auch der Nordsee
beobachten, das Wasser ist da viel trüber als eigentlich normal wäre.
>
> > dabei wird Methan entstehen,
> > dieses ist deutlich schlimmer als CO2 in Sachen Erderwärmung...alles
eine
> > miese Entwicklung.
>
> woher kommt das Methan?
Aus der Fäulnis der abgestorbenen Biomasse. Kannst es auch "venezianischen
Kellergeruch" nennen.
Gleiches passiert im Faulturm auch Deiner Kläranlage.
--
mfg,
gUnther
Hi,
ja, aber "bitte nur ein bißchen", zuviel verschiebt den ph-Wert, dann stirbt
das Photoplankton...sehr schön zu sehen in Finnlands sauren Seen. Und
insgesamt sinkt die Aufnahmefähigkeit von Wasser, wenn es sich erwärmt. Nun
ist aber die Erderwärmung hauptsächlich eine solche der Meere....dumm, wa?
> aber abgesehen davon:
> Das Plankton produziert Sauerstoff nur in den obersten 50m des Meeres,
dort
Schlimmer, nur in den oberen 5m eigentlich.
> gibt es auch einen raschen CO2 Austausch mit der Atmosphaere. Die paar
1000m
Nein, so einfach ist das nicht. Vergiß nicht, daß zumindest nachts im Meer
auch CO2 anfällt. Und daß die Aufnahmekapazität eher geringer wird, die
Versäuerung benachteiligt viele Planktoniden, es dauert sehr lange, bis sich
das Photoplankton an die veränderte Chemie angepaßt hat. Ob wir soviel Zeit
haben?
> Meer darunter produzieren keinen Sauerstoff mehr, da ist es viel zu
dunkel.
> Das Gleichgewicht in den obersten 50m verschiebt sich mit dem CO2 Gehalt
> der Atmosphaere. Wenn man jetzt das CO2 aus den Kraftwerken in die Tiefe
> Pumpen wuerde und damit den CO2 Anstieg in der Atmosphaere verhindern
wuerde,
> koennte man dem entgegen wirken.
Jaja, wenn. Da halte ich lieber den Finger raus, nachts, und laß mich von
Harry Potter auf ne Spritztour mit dem Besen mitnehmen.
Diese Denke erinnert mich an Asimovs Trantor und die "Ultimative
Müllentsorge".
--
mfg,
gUnther
>> Kraftwerke baut man zweckmäßigerweise nah an den Verbraucher.
>
> Das hängt vom Verhältnis der Transportkosten von Primärenergie und
> Strom ab. Hochspannungsleitungen dürften billiger als Kohletransport
> auf Binnenschiffen sein.
Bei Importkohle (aber nicht nur bei ihr) ist es sinvoller das Kraftwerk
sie nahe am Hafen zu bauen.
Bedauerlicherweise haben Bürger etwas gegen Kraftwerke in ihrer Nähe
aber auch Hochspannungsleitungen stören ihre Aussicht.
In diesem Zusammenhang ist auch mal die Baulandplanung von Kommunen zu
hinterfragen.
> der Transportaufwand wegen der niedrigen gravimetrischen Energiedichte
> ohnehin zu hoch: Braunkohlekraftwerke stehen nirgendwo anders als
> mitten im Abbaugebiet.
So ist es.
> Und das Kühlwasser?
>
>> Außerdem erwarte ich, dass die hiesige Steinkohleförderung in spätestens 100
>> Jahren neuen Aufschwung erfährt. Dann ist die "Experimentalbergwerk
>> Hydrogrube Hansa" vielleicht doch kein Verlustgeschäft mehr.
>
> Wieviel Preßluft braucht man eigentlich, um das Ruhrgebiet wieder zehn
> oder zwanzig Meter anzuheben,
Mann könnte zynischerweise davon ausgehen, daß bei einem großen
Binnendeichbruch die niederrheinische Tiefebene ohnehin ein großes Meer
wird, warum also nicht gleich weiter fördern?
BTW bei Bremen müßen doch die Pumpen auch ununterbrochen laufen. Wenn
nicht, gibs feuchte Füße.
--
mfg hdw
Hi,
frag Dich doch mal, wie Du an Millionen Tonnen "vulkanisches Ca" rankommen
willst. Liegt das in Barrenform in "vulkanischen Kellern mit Gleisanschluß"?
Bestenfalls enthalten manche vulkanische Schlacken Gewichtspromille an
Ca....und Schlacken sind sehr hart, aus "Wackersteinen" im Tonnenbereich
wird sich Dein "vulkanisches Ca" wohl kaum freiwillig herausschwitzen.
Welche Vulkane kommen dafür in Frage, die Eifel-Maare? Der Ätna? Der Vesuv?
Hat überhaupt schonmal jemand einen Vulkan als Bergwerk betrieben? Was mag
"das Pulver" noch enthalten, außer Ca? Sollten da ev. noch andere Stoffe
drinstecken, die zu erwärmen Energie kosten könnte? Und wie kommt man an das
Pulver? Unten am Vulkan dagegentreten und den Sack aufmachen?
> Lichtbogenunterstützung, falls nötig, verdampft und dürfte dann
> unmittelbar mit dem CO2 reagieren (bzw. dürfte auch grobes Mahlgut bei
> den hohen Rost-Temperaturen auch ganz gut durchreagieren und dabei
> evtl. sogar spontan in feines Pulver zerfallen) - die Energie gewinnt
> man dann überwiegend bei der nachfolgenden Abkühlung zurück, im
Wie gewinnt man Energie zurück, die zur Erwärmung und Erschließung gebraucht
wurde? Kennst Du einen simplen, billigen und effizienten Weg, glühende
Pulver als Energiequelle zu nutzen? Könnte man gut bei der Stahlherstellung
brauchen, derzeit kippt man da die flüssige Schlacke einfach weg...und so
heiß wie da müßtest Du die Millionen Tonnen Vulkangesteinpulver ja nun
mindestens erhitzen, um das wenige enthaltene Ca aufzuschließen. Offenbar
hast Du einen Weg gefunden, ein glühendes Pulver als Energiequelle
anzuzapfen, laß uns teilhaben an Deiner Idee...
> Ergebnis kommt CaCO3-Asche aus dem Kraftwerk raus, die man bedenkenlos
> in die Landschaft oder das Meer kippen kann. Zusätzliches,
Nana, nur, wenn a) die Rauchgase nur CO2 enthielten...b) wenn Dein
"vulkanisches Ca" als reinstes Pulver vorne reinging. Meines Wissens sind
aber Silikate, diverse andere Metalle wie Natrium, Strontium, Eisen,
Magnesium, Kalium, der ganze Zoo da auch noch drin. Ob die sich aus Deiner
tollen Reaktion alle raushalten werden?
> angeliefertes CO2 kann ein solches Spezial-Kraftwerk binden, indem
> anstatt reinen O2 als Verbrennungsgas eine O2-CO2-Mischung in den
> Brenner eingespeist wird.
Klingt, als wenn man dafür nur das fenster aufzumachen bräuchte. Die tolle
Flamme samt Lichtbogen kriegt man vermutlich auch umsonst, etwa von der
Straßenlaterne vorm Kraftwerk, nehme ich an? Schon alleine um die Feststoffe
zu transportieren, wird schwere Technik erforderlich. Wir reden hier von
Millionen Tonnen.....mindestens soviel wie die vorher eingesetzte Kohle, und
davon hat ein großes Kraftwerk wieviel?
>
> >> Die Methode das komprimierte CO2 fluessig in grosse Meerestiefen zu
> >> bringen kommt bei uns auch nicht in Frage , da Nordsee und Ostsee viel
> >> zu flach dafuer sind. Aber in Japan z.B. ginge das.
> > Naja, der atlantische Ozean ist tief genug. Man muss das ja nicht
unbedingt
> > vor der eigenen Haustür...
>
> Bzw. wäre die erforderliche Leitung so lang auch gar nicht ... von
> Bordeaux aus reichen ein paar hundert km.
Aber wo "fließt" das dann hin, einfach so ins Meer ist dasselbe wie den Müll
"aus dem Fenster" zu schmeißen. Der "Eimer, der nie voll wird", nach
Clever&Smart, wa? Bleibt das dann "da unten" oder blubbert einige tausend
Meilen wieder hoch, tötet auf dem Weg alle Aale oder Seehechte (Ade Käptn
Iglo...) und rostet an den Bohrplattformen?
--
mfg,
gUnther
Im Meer ist reichlich Ca gelöst, da braucht man keines hineinzuschütten.
> Aber die Luft geht uns alle an, ganz egal, wo die Kraftwerke stehen. Und
das
> CO2 läßt sich eben nicht wirklich verbunkern, einen Teil der
> Verbrennungsenergie müßte man sozusagen im Abgas "gespeichert" lassen,
eine
> Verschwendung. Viel wichtiger ist es, den Kohlenstoff aus dem Kreislauf
> rauszukriegen, etwa in Biomasse binden, das "spart" noch am ehesten
Energie.
Richtig.
> Die schmelzende Taiga mit schnellwachsendem Hartholz besamen und dieses
dann
> unterm Meer verbunkern wäre eine Lösung...
Falsch: Hartholz wächst nicht schnell, schon gar nicht in der Taiga. Und
Weichholz wirst Du nur schwer unten im Meer halten können, weil es gut
schwimmt.
> Einfach so in der Tiefsee verklappen ist auch riskant, keiner weiß
bislang,
> welche Aufnahmefähigkeit der Seeboden hat, ev. tötet man sich die
Biospähre
> ab, ev. sorgen auch Tiefseeströmungen dafür, daß Dein Tiefsee-CO2 schnell
> wieder irgendwo aufsteigt und "Blubberbläschen" macht.
Da stimme ich zu. Das Risiko ist so schwer abzuschätzen, dass man es nicht
eingehen sollte, solange man andere Möglichkeiten hat.
> Die einzige einigermaßen plausible Lösung ist die "holzige" derzeit. Holz
> verrottet in großer Tiefe garnicht oder nur sehr langsam (die Beplankung
der
> Titanic ist immer noch sichtbar..), in stehendem Wasser erst recht.
Das Holz wird aber genausowenig da unten bleiben wie das CO2. (Die Titanic
bleibt freilich unten, weil sie überwiegend aus Stahl besteht. Aber die
Herstellung von Stahl hat vermutlich weit mehr CO2 freigesetzt als das Holz
enthält.)
> Und Holz ist eher uninteressant, wenn der Markt gesättigt ist.
Ob der Markt gesättigt ist, ist fraglich: Angesichts der hohen Ölpreise
kommen immer mehr Leute auf die Idee, Holz zu verschüren.
> Dadrin ließe sich also recht schnell, innerhalb weniger Jahrzehnte, CO2
speichern.
Einverstanden. Aber man muss das Holz so verankern, dass es einerseits nicht
von selber wieder hochkommt, dass es andererseits aber wieder hochgeholt
werden kann wenn es gebraucht wird (alles andere wäre eine
Riesenverschwendung).
> ...
> Platz für solche Holzplantagen hätten wir
> demnächst genug, die Taiga verwandelt sich vom Permafrost in ein Gebiet
> ähnlich Finnland, mit zusätzlicher Bewässerung könnte man vermutlich auch
> die Sahara bepflanzen, Wasser nach Afrika zu leiten ist jedenfalls
leichter
> als CO2 um die halbe Welt zu pumpen.
In der Taiga wachsen die Bäume zwangsläufig langsam. Und wenn man so
verrückt wäre, mit Düngung nachhelfen zu wollen, dann würde man auch
Freisetzung des im humosen Boden gebundenen Kohlenstoffs beschleunigen und
den Treibhauseffekt noch anheizen.
Die Sahara großflächig zu beplanzen wird auch scheitern, u.a. wegen der zu
erwartenden Bodenversalzung (von der Waldbrandgefahr will ich gar nicht
reden, weil die erst auftreten würde, wenn man den Wald hätte; über die
riesige Wasserverschwendung könnte man diskutieren, weil Hoffnung besteht,
dass man langfristig einen Teil des Wassers zurückbekäme, weil sich die
Temperatur- und damit Luftdruckverhältnisse ändern würden, was allerdings
auch ein riskantes Experiment wäre...).
Gruß
pacifico
> Die entsprechende Schichtdicke Klärschlamm oben aufzutragen kann ja
> auch nicht die Lösung sein - die Zusch...en-Lösung wird doch auch eher
> für weiter östlich gelegene Gebiete propagiert.
>
> >>> Um nennenswerte Mengen im Meer zu verbunkern, muß man enorm Energie
> >>> einsetzen. Viel Spaß
> >> Am einfachsten waere es wohl das CO2 einfach in die Luft zu lassen,
> >> von dort kommt es sowieso ins Meer.
> > Das wird ja bereits praktiziert. Der geschwindigkeitsbestimmende Schritt ist
> > offenbar zu langsam, denn der Zwischenzustand "Kohlenstoffdioxid in Luft"
> > wird angeblich immer häufiger...
>
> Was spricht eigentlich dagegen, das anionenfreie vulkanisch Ca direkt
> im Kraftwerk mit dem CO2 zu verbinden? Fein zermahlen und auslaugen
> ist natürlich Blödsinn: Das Zeug wird schlicht in der Flamme, ggf. mit
> Lichtbogenunterstützung, falls nötig, verdampft und dürfte dann
> unmittelbar mit dem CO2 reagieren (bzw. dürfte auch grobes Mahlgut bei
> den hohen Rost-Temperaturen auch ganz gut durchreagieren und dabei
> evtl. sogar spontan in feines Pulver zerfallen) - die Energie gewinnt
> man dann überwiegend bei der nachfolgenden Abkühlung zurück, im
> Ergebnis kommt CaCO3-Asche aus dem Kraftwerk raus, die man bedenkenlos
> in die Landschaft oder das Meer kippen kann. Zusätzliches,
> angeliefertes CO2 kann ein solches Spezial-Kraftwerk binden, indem
> anstatt reinen O2 als Verbrennungsgas eine O2-CO2-Mischung in den
> Brenner eingespeist wird.
Das Gleichgewicht CaO+CO2 <-> CaCO3 liegt bei hohen Temperaturen
auf der linken Seite (Kalk brennen) . Bei niedrigen Temperaturen
liegt es zwar auf der rechten Seite, aber die Reaktionsgeschwindigkeit
wird so langsam, dass man sagen kann dass es praktisch gar nicht reagiert.
Ca(OH)2 dagegen reagiert auch bei Zimmertemperatur schnell mit CO2.
>
> >> Die Methode das komprimierte CO2 fluessig in grosse Meerestiefen zu
> >> bringen kommt bei uns auch nicht in Frage , da Nordsee und Ostsee viel
> >> zu flach dafuer sind. Aber in Japan z.B. ginge das.
> > Naja, der atlantische Ozean ist tief genug. Man muss das ja nicht unbedingt
> > vor der eigenen Haustür...
>
> Bzw. wäre die erforderliche Leitung so lang auch gar nicht ... von
> Bordeaux aus reichen ein paar hundert km.
Ja - das liegt aber in Frankreich, dort braucht man das sowieso nicht,
denn dort hat man Kernkraft.
Sie scheitert ganz einfach am Wasserbedarf der Baeume. Dort gibt
es nicht genug Wasser, und es dorthin zu bringen ist zu teuer.
> reden, weil die erst auftreten würde, wenn man den Wald hätte; über die
> riesige Wasserverschwendung könnte man diskutieren, weil Hoffnung besteht,
> dass man langfristig einen Teil des Wassers zurückbekäme, weil sich die
> Temperatur- und damit Luftdruckverhältnisse ändern würden, was allerdings
> auch ein riskantes Experiment wäre...).
Das Wasser was dort verdunstet wuerde in den Gegenden suedlich der Sahara
die Niederschlaege verstaerken. Ich kann mir aber nicht vorstellen
dass man es schaffen kann genuegend Wasser in die Sahara zu bringen,
dass man davon ueberhaupt etwas merkt. Ein paar Quadratkilometer Plantagen
bewirken da nicht viel.
> Die Sahara großflächig zu beplanzen wird auch scheitern, u.a. wegen
> der zu erwartenden Bodenversalzung (von der Waldbrandgefahr will ich
> gar nicht reden, weil die erst auftreten würde, wenn man den Wald
> hätte; über die riesige Wasserverschwendung könnte man diskutieren
Eine Begrünung des Wüstengürtels quer durch Afrika wäre möglich und es
gibt ein paar Projekte, die das punktuell machen. Es scheitert in
erster Linie an den hohen Kosten.
Allerdings sind die Folgen einer kompletten Beflanzung vollkommen
unklar. Mit einiger Sicherheit wird es Änderungen beim "lokalen" Klima
geben, möglicherweise nach einiger Zeit auch mehr Regen, der dann
woanders möglicherweise fehlt.
Zum anderen wäre die sogenannte grüne Lunge Südamerikas, also die
Regenwälder z.B. um den Amazonas, direkt davon betroffen. Die
Regenwälder dort sind abhängig von mineralstoffreichen Sanden, die von
Afrika dorthin geweht werden. Ohne diese Sande würden die Regenwälder
möglicherweise noch mehr Schaden nehmen als sie ohnehin schon durch
Raubbau geschädigt werden.
z.B.
<http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-8255-2008-05-21.html>
<http://www.wissenschaft.de/wissenschaft/news/271410.html>
Weiterhin ist der Stoffeintrag von mineralhaltigem Staub aus den
Wüstengebieten auch für die Meeresökologie wichtig z.B. zur
Bereitstellung von Stoffen, welche das Algenwachstum beschleunigen:
<http://www.wissenschaft.de/wissenschaft/news/233847.html>
Last not least, reduzieren die rund 700-900 Mio to Wüstensand, die
jährlich über den Globus geblasen werden, die Sonneneinstrahlung und
vermindern so die Temperatur und sorgen weiterhin durch Aerosolbildung
für schnelleren Niederschlag.
Wasser wäre vermutlich genügend vorhanden, da sehr große Vorkommen in
größeren Tiefen vorhanden sind. Aufpassen muss man in Bereichen, in
denen Meerwasser das Süßwasser in den tieferen Bodenschichten
verdrängen kann. Das Problem haben momentan einige arabische Staaten,
sowie Israel, die die Grundwasserspeicher über Gebühr geleert haben und
neu entdeckte Vorkommen immer noch leeren.
Die oberflächliche Bodenversalzung ist nur bei intensiver
landwirtschaftlicher Nutzung ein Problem. Sobald eine dichterer
Baumbestand vorhanden wäre, würde dieses Problem kaum mehr in
Erscheinung treten.
Wie gesagt, wäre die Beflanzung des gesamten Wüstengürtels technisch
machbar, jedoch ein Großprojekt, dass selbst wenn Afrika sich einig
wäre, es dieses ohne gemeinschaftliche Hilfe von Europa, China, USA,
Russland etc nicht durchziehen könnte.
Zum anderen muss wie bei jedem Großprojekt vorher eine
Folgenabschätzung getroffen werden. Eine solche Abschätzung kann dann
eben aussagen, dass es möglicherweise und global gesehen besser wäre,
die Wüsten nur teilweise zu bepflanzen bzw lediglich die weitere
Ausbreitung zu stoppen zu versuchen.
--
Grüße
Harald
Das ist ein Beweis für die Aussage:... von einer [CO2 Konzentration] umd
wenige Promille höheren als der jetzigen...alle höheren Werte
töten ALLES.
Unbestreitbar, dass Säure Kalk löst, aber daraus die These zu knüpfen,
dass alles getötet wird, klingt reichlich apokalyptisch. Zumal in meiner
Mineralswasserpulle nicht eine um wenige Promille erhöhte Konzentration
an CO2 zu finden ist.
Aber solche Thesen gab es schon öfters, die erste Atombombe sollte auch
die komplette Atmosphäre entzünden und die schwarzen Löcher, die sie
jetzt in CERN produzieren wollen, wird die Erde komplett verschlingen.
Was macht da das CO2 schon aus?
>
>> wie?
>
> Algenblüte einer oder weniger Arten-> Absterben-> dicke Schlammschicht->
> Fäulnis....sowas kannst Du gut ind er ostsee, aber auch der Nordsee
> beobachten, das Wasser ist da viel trüber als eigentlich normal wäre.
Und du bist sicher, dass das nicht an den günstigen Bedingungen liegt?
z.b. steigende Temperaturen oder mehr Nährstoffe?
Interessant wäre es zu Erfahren, inwieweit deine These, dass mehr CO2 im
Meerwasser das Leben massiv beeinträchtigt auf Algen zutrifft, du kannst
sicher Quellen nennen?
J. Strübig.
Also vor 2700 Jahren war die Sahara gruen.
Da hat sich auch keiner Gedanken um Algen, Regenwald und Salz gemacht.
Die Sahara ist aber letztlich zur Wueste geworden, weil trotz
vorhandenem Baumbestand die Lebensbedingungen zu lebensfeindlich
wurden. Die haben ihre Klimakatastrophe schon seit 2700 Jahren.
Einfaches Aufforsten reicht also sicher nicht, damit spaeter eine
gruene Sahara von selbest Bestand haette. Der Mensch muesste ewig
nachhaltig in die Lebensumstaende eingreifen, z.B. durch kuenstliche
Bewaesserung, um alleine den Erhalt des Waldes zu unterstuetzen.
Woher kommt eigentlich der Sand in der Lueneburger Heide? Strand ist
das doch nicht, zu wenig Muscheln, das ist doch auch Wuestensand.
In der Region gab es zumindest bis zum Abholzen durch den Menschen
vor 500 Jahren aber reichlich Wald, dort ist also das Klima besser
geworden, so gut dass theoretisch Wald Bestand haette.
--
Manfred Winterhoff
Ja, aber nicht immer, es gab immer wieder langandauernde Trockenzeiten.
> Da hat sich auch keiner Gedanken um Algen, Regenwald und Salz gemacht.
Doch, homo erectus musste sich Gedanken machen, weil Klimaänderungen
die Lebensbedingungen im Bereich Sahara/Sahelzone schlechter wurden.
Zwischendurch gab es immer ausgeprägte Grünphasen so z.B. vor rund 7000
Jahren.
Sicherlich haben diese auch Auswirkungen auf andere Gebiete der Erde
gehabt. Meines Wissens nach wurden in den Regenwäldern in den oberen
Erdschichten ausschließlich Sande aus der Sahara gefunden. Wenn die
Regenwälder nicht mehr die benötigten Mineralien als Dünger bekommen
haben, müssen sie zwangsläufig zurückgegangen sein. Das Problem ist,
dass man das offensichtlich schlecht nachweisen kann, da
absterbendes/totes Biomaterial dort nahezu augenblicklich
mikrobiologisch umgesetzt wird.
> Die Sahara ist aber letztlich zur Wueste geworden, weil trotz
> vorhandenem Baumbestand die Lebensbedingungen zu lebensfeindlich
> wurden. Die haben ihre Klimakatastrophe schon seit 2700 Jahren.
Ja, das kann man so sehen, wobei die Ausbreitung der Wüstenzone in den
Sahelbereich ausschließlich menschengemacht ist (Bevölkerungsdruck, zu
große Viehbestände etc)
> Einfaches Aufforsten reicht also sicher nicht, damit spaeter eine
> gruene Sahara von selbest Bestand haette. Der Mensch muesste ewig
> nachhaltig in die Lebensumstaende eingreifen, z.B. durch kuenstliche
> Bewaesserung, um alleine den Erhalt des Waldes zu unterstuetzen.
Nein, es wird durchaus diskutiert, ob nicht im Rahmen der
Klimaerwärmung vermehrt Niederschläge in der Sahare fallen werden.
Schon jetzt gibt es in Küstengebieten vermehrt Niederschläge und die
riesigen Überschwemmungengebiete in 17 afrikanische Staaten quer über
den Kontinent von West nach Ost im September 2007 sprechen eine
deutliche Sprache.
> Woher kommt eigentlich der Sand in der Lueneburger Heide?
Anfänglich durch Gletscher und Muränenbildung, sowie nachfolgend durch
Erosion (Suchwort: Geschiebedecksand)
--
Grüße
Harald
> Was spricht eigentlich dagegen, das anionenfreie vulkanisch Ca direkt
> im Kraftwerk mit dem CO2 zu verbinden?
Ca liegt in gebundener Form vor. In Flüssigkeiten reagiert es daher
immer relativ träge, um CO2 zu binden. Imho benötigt man andere
Kohlenstofffänger,z.B katalytisch wirkenden Oberflächen.
Zwar kann man CO2 auch mittels Aktivkohle aus der Luft filtrieren,
jedoch ist auch die Herstellung von A-Kohle ziemlich energie- und somit
auch CO2-intensiv.
Zwar kann die A-Kohle reaktiviert wird, indem sie Temperaturen >800°C
ausgesetzt wird. Allerdings wird auch hier wieder für Transport und
Reaktivierung Energie benötigt. Ich bezweifele, dass die Öko-Bilanz im
Hinblick auf CO2 günstig ausfällt, da bei der Reaktivierung imho das
zuvor gefangene CO2 wohl wieder zum größten Teil ausgetragen wird.
Letztlich bliebe wohl nur die Möglichkeit die erschöpfte A-Kohle
irgendwo einzubuddeln.
Und selbst da bin ich der Meinung, dass die Ökobilanz eher mickrig
aussieht.
--
Grüße
Harald
>
> Also vor 2700 Jahren war die Sahara gruen.
Tiefenwasser aus dieser Zeit wird grad genutzt. Siehe auch Lybien.
> Da hat sich auch keiner Gedanken um Algen, Regenwald und Salz gemacht.
>
> Die Sahara ist aber letztlich zur Wueste geworden, weil trotz
> vorhandenem Baumbestand die Lebensbedingungen zu lebensfeindlich
> wurden. Die haben ihre Klimakatastrophe schon seit 2700 Jahren.
Was wir im Nachhinein als Klimakatastrophe zu klassifizieren belieben,
war das denn wirklich eine Katastrophe oder "lediglich" eine der
Änderungen, die unser Leben auf diesem Planeten erst ermöglichen?
> Einfaches Aufforsten reicht also sicher nicht, damit spaeter eine
> gruene Sahara von selbest Bestand haette. Der Mensch muesste ewig
> nachhaltig in die Lebensumstaende eingreifen, z.B. durch kuenstliche
> Bewaesserung, um alleine den Erhalt des Waldes zu unterstuetzen.
Wenns denn möglich wäre, die Sahara aufzuforsten, wäre das denn wirklich
eine gute Idee?
Wie würde sich denn das Klima ändern?
zB ist der Saharasand mW ausgesprochen wichtig für das Planktonwachstum
im Atlantik.
> Woher kommt eigentlich der Sand in der Lueneburger Heide? Strand ist
> das doch nicht, zu wenig Muscheln, das ist doch auch Wuestensand.
> In der Region gab es zumindest bis zum Abholzen durch den Menschen
> vor 500 Jahren aber reichlich Wald, dort ist also das Klima besser
> geworden, so gut dass theoretisch Wald Bestand haette.
Mann sehe sich die feuchten Tropen an. Eigentlich müßte das Wüste sein?
Wenn der Mensch die Wälder abholzt, was dann passiert, siehe Brasilien.
--
mfg hdw
> Zwar kann man CO2 auch mittels Aktivkohle aus der Luft filtrieren,
> jedoch ist auch die Herstellung von A-Kohle ziemlich energie- und somit
> auch CO2-intensiv.
> Zwar kann die A-Kohle reaktiviert wird, indem sie Temperaturen >800°C
> ausgesetzt wird. Allerdings wird auch hier wieder für Transport und
> Reaktivierung Energie benötigt. Ich bezweifele, dass die Öko-Bilanz im
> Hinblick auf CO2 günstig ausfällt, da bei der Reaktivierung imho das
> zuvor gefangene CO2 wohl wieder zum größten Teil ausgetragen wird.
> Letztlich bliebe wohl nur die Möglichkeit die erschöpfte A-Kohle
> irgendwo einzubuddeln.
> Und selbst da bin ich der Meinung, dass die Ökobilanz eher mickrig
> aussieht.
Hier scheinen ja die richtigen Spezialisten für CO2 zu sein.
Mit Algen, die man durch Röhren pumpt, kann man offenbar etwa 30 mal so
viel Biomasse pro Fläche gewinnen als mit Raps auf dem Acker und hat
zudem beste Voraussetzungen für die Automatisierung der Ernte. Diese
Biomasse kann man zu Brot und Semmeln (als Mehlersatz) verarbeiten, man
kann sie für die Pharma- und Lebensmittelindustrie gebrauchen und auch
in Wirbelschichten verbrennen und Strom draus machen.
Diese Algen brauchen CO2 als Dünger, weshalb die einschlägigen Versuche
aktuell bevorzugt um Kraftwerke herum gemacht werden. Ziel des Ganzen
ist ja u.a. auch die Bindung von CO2. Hier halt nicht in Stein, sondern
in Form von Biomasse.
Angenommen, die Technik kriegt man großserientauglich hin (z.B. Röhren
um's Haus rum, "Waschmaschine" im Keller). Dann wäre sie ja für die
dezentrale Anwendung geradezu prädestiniert. Z.B. als
Gestaltungselemente von Gebäuden - die Algen gibt's in unterschiedlichen
Farben.
Frage: woher nimmt man in solchen Fällen das CO2? Aus der Luft? Reicht
die Konzentration? Mit höherer Konzentration sollte es gefühlsmäßig
besser funktionieren, kann mich aber auch täuschen. Was wären in einem
solchen Fall die besten CO2-Quellen? Welche Anlieferungsformen? Lässt
sich CO2 wie Stickstoff einfach aus der Luft oder aus Abgasen filtern?
Z.B. aus Autoabgasen oder vom Heizkessel? Könnte man das CO2 der eigenen
Heizung für die Wachstumsperiode der Algen zu erschwinglichen Preisen
lagern, wenn grade nicht alles von den Algen verdaut werden kann?
--
Servus
Christoph Müller
http://www.astrail.de
Gefundenes darfst du gern behalten.
--
mfg hdw
> "horst-d.winzler" schrieb:
>
>> Gefundenes darfst du gern behalten.
>
> Du darfst auch doof sterben.
>
>
> Gruß aus Bremen
> Ralf
Du meinst sicher, den Zustand den du bereits erreicht hast?
--
mfg hdw
Wüstenbegrünen ist für manche Leute nun mal nicht so spannend wie Krieg
spielen. Und 20 m hohe Bäume machen sich im Sat-TV auch nicht so gut wie
1000 m hohen Wolkenkratzer, die man z.B. in Dubai plant...
> Allerdings sind die Folgen einer kompletten Beflanzung vollkommen
> unklar. Mit einiger Sicherheit wird es Änderungen beim "lokalen" Klima
> geben, möglicherweise nach einiger Zeit auch mehr Regen, der dann
> woanders möglicherweise fehlt.
Seh ich auch so. Wäre ein riskantes Experiment. Ich rate ja auch davon ab.
> Zum anderen wäre die sogenannte grüne Lunge Südamerikas, also die
> Regenwälder z.B. um den Amazonas, direkt davon betroffen. Die
> Regenwälder dort sind abhängig von mineralstoffreichen Sanden, die von
> Afrika dorthin geweht werden. Ohne diese Sande würden die Regenwälder
> möglicherweise noch mehr Schaden nehmen als sie ohnehin schon durch
> Raubbau geschädigt werden.
> z.B.
> <http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-8255-2008-05-21.html>
> <http://www.wissenschaft.de/wissenschaft/news/271410.html>
Das seh ich anders: Die Amazonasregenwälder sterben nicht am
Nährstoffmangel, sondern durch Holzeinschlag und Brandrodung. Die dortigen
Bäume sind an nährstoffarme Bedingungen angepasst. Die Böden am Rio Negro
sind noch ärmer als die am Amazonas, Bäume wachsen trotzdem (wenn man sie
lässt).
> Weiterhin ist der Stoffeintrag von mineralhaltigem Staub aus den
> Wüstengebieten auch für die Meeresökologie wichtig z.B. zur
> Bereitstellung von Stoffen, welche das Algenwachstum beschleunigen:
> <http://www.wissenschaft.de/wissenschaft/news/233847.html>
Darüber kann man diskutieren. Für die Algen ist der Staub gut, für Korallen
wohl eher nicht. Vor allem aber dürfte der Austrag von Staub aus Afrika im
Zuge der Desertifikation eher zugenommen haben, ebenso der Eintrag durch
Flüsse (was stellenweise schon erhebliche Schäden angerichtet hat).
> Last not least, reduzieren die rund 700-900 Mio to Wüstensand, die
> jährlich über den Globus geblasen werden, die Sonneneinstrahlung und
> vermindern so die Temperatur und sorgen weiterhin durch Aerosolbildung
> für schnelleren Niederschlag.
Stimmt. Das hat aber eine Kehrseite: Die Teilchen, die aus dem Landesinnern
zur Küste und aufs Meer getrieben werden, sorgen eher dafür, dass der Regen
dort fällt, wo er eigentlich gar nicht so sehr gebraucht wird (während er am
nördlichen Sahelrand fehlt, was die Ausbreitung der Wüste fördert.)
> Wasser wäre vermutlich genügend vorhanden, da sehr große Vorkommen in
> größeren Tiefen vorhanden sind. ...
Da das fossile Wasser aber nicht nachgeliefert wird, wäre seine Ausbeutung
wohl nicht nachhaltig.
> Die oberflächliche Bodenversalzung ist nur bei intensiver
> landwirtschaftlicher Nutzung ein Problem. Sobald eine dichterer
> Baumbestand vorhanden wäre, würde dieses Problem kaum mehr in
> Erscheinung treten.
Das wage ich zu bezweifeln: Solange die Bäume künstliche Bewässerung
brauchen (und das werden sie wohl so lange, bis eine Kliamaänderung
eintritt, wenn sie denn überhaupt eintritt), wird mit dem Gießwasser Salz
eingebracht (es sei denn man verwendet destilliertes Wasser, was wohl nicht
finanzierbar wäre) und mit der Verdunstung Salz aus dem Boden nach oben
gezogen (es sei denn man gießt so viel, dass ein Grundwasserstrom nach unten
entsteht, aber so viel Wasser hat man nicht).
> ...
> Zum anderen muss wie bei jedem Großprojekt vorher eine
> Folgenabschätzung getroffen werden. Eine solche Abschätzung kann dann
> eben aussagen, dass es möglicherweise und global gesehen besser wäre,
> die Wüsten nur teilweise zu bepflanzen bzw lediglich die weitere
> Ausbreitung zu stoppen zu versuchen.
Nur punktuell bepflanzen würde die Niederschalgsverhältnisse vermutlich
nicht so weit ändern, dass künftig auf künstliche Bewässerung verzichtet
werden kann. Da das Sahara-Grundwasser fossil ist, wäre diese Lösung wohl
nicht nachhaltig.
Da wäre es m.E. besser, in die Sahara solarthermische Kraftwerke zu setzen,
die Bäume dagegen dort zu pflanzen (bzw zu schützen), wo sie geeignete
Wachstumsbedingungen vorfinden.
Die weitere Ausbreitung der Wüste zu stoppen, darum sollte man sich aber auf
jeden Fall bemühen, unabhängig von der CO2-Diskussion. Dafür aber erscheinen
mir aber lokale Maßnahmen, die von den Bauern und Hirten durchgeführt werden
können, sinnvoller als Großprojekte.
Gruß
pacifico
Und es macht auch wenig Sinn, bzw. ist auch unmoeglich, wenn es sich
um eine echte Wueste handelt.
>
> > Allerdings sind die Folgen einer kompletten Beflanzung vollkommen
> > unklar. Mit einiger Sicherheit wird es Änderungen beim "lokalen" Klima
> > geben, möglicherweise nach einiger Zeit auch mehr Regen, der dann
> > woanders möglicherweise fehlt.
>
> Seh ich auch so. Wäre ein riskantes Experiment. Ich rate ja auch davon ab.
Es waere ohnehin viel zu aufwendig eine so grosse Flaeche zu bepflanzen
die eine Klimaaenderung bewirkt.
Und die Vorkommen sind auch nur absolut betrachtet sehr gross. Fuer
einen Wald in der Sahara braucht man sicher nicht weniger als 1m Wasser
pro Jahr, also 1000 Liter pro Quadratmeter. D.h. man koennte mit dem fossilen
Wasser nur einen Wald ermoeglichen der sehr viel kleiner
ist als die Lagerstaette, also eine Oase - sonst ist das Wasser schnell verbraucht.
Die Sahara bietet sich eher fuer Sonnenkraftwerke an als fuer
sowas - die brauchen kein Wasser.
>
> > Die oberflächliche Bodenversalzung ist nur bei intensiver
> > landwirtschaftlicher Nutzung ein Problem. Sobald eine dichterer
> > Baumbestand vorhanden wäre, würde dieses Problem kaum mehr in
> > Erscheinung treten.
>
> Das wage ich zu bezweifeln: Solange die Bäume künstliche Bewässerung
> brauchen (und das werden sie wohl so lange, bis eine Kliamaänderung
> eintritt, wenn sie denn überhaupt eintritt),
Eine Klimaaenderung die in der Sahara mehr regen bringt ist
durch Bepflanzung nicht zu erreichen. Dass es dort so trocken ist, ist nicht lokal
bedingt sondern eine Folge der globalen Zirkulation.
Ueber der Sahara sinkt dauernd Luft aus der hohen Atmosphaere ab die sich dabei
erwaermt und austrocknet und dann am Boden die Sahara verlaesst.
Suedlich und noerdlich davon gibt es feuchte Luft
die aber nur selten in die Sahara eindringen kann weil die abgesunkene Luft
am Boden aus der Sahara herausfliesst.
Es koennte dort auch wieder feuchter werden, wenn das Klima wieder so werden
wuerde wie vor 8000 Jahren, im Atlantikum - damals war das Klima in Europa um ein
paar Grad waermer als heute. Manche rechnen ja damit dass die heutige Klimaerwaermung
wenn sie denn noch ein paar Grad weiter ginge aehnliche Folgen haben koennte.
Bisher merkt man davon aber noch nichts.
Hier kann man gut das momentane Wetter dort anschauen:
http://www.wetterzentrale.de/topkarten/fsavnafr.html
Auf der "2m Taupunkt" karte sieht man gut die Verteilung
von feuchter und trockener Luft. Um diese Jahreszeit kann gut beobachten
wie die Vorstoesse feuchter Luft von Sueden immer wieder abgeblockt werden.
> wird mit dem Gießwasser Salz
> eingebracht (es sei denn man verwendet destilliertes Wasser, was wohl nicht
> finanzierbar wäre)
> und mit der Verdunstung Salz aus dem Boden nach oben
> gezogen (es sei denn man gießt so viel, dass ein Grundwasserstrom nach unten
> entsteht, aber so viel Wasser hat man nicht).
Soviel braucht man aber - sonst funktioniert es nur kurze Zeit, oder nur
saisonal, und in der Regenzeit wird dann das Salz wieder ausgespuelt.
Ach Ralf, du hast heute deine falschen Pillen erwischt.
--
mfg hdw
>>> Ralf
>> Ach Ralf, du hast heute deine falschen Pillen erwischt.
>
> Du wirst von Posting zu Posting peinlicher.
>
>
> Gruß aus Bremen
> Ralf
Seit wann kümmert dich die Peinlichkeit anderer?
--
mfg hdw
> Du hast es so gewollt:
> Hiermit ernenne ich Dich zu meinem persönlichen Markus Gronotte.
Und was willst du damit sagen?
--
mfg hdw
Hi,
nein, das ist eine ähnlich nieveaulose Antwort auf die Frage....man kann
komplexe Regelmechanismen, die bislang nur allerhöchstens zum kleineren Teil
überhaupt verstanden werden, nicht per "wie geht das"-Frage abhandeln. Wer
das versucht, riskiert eben Antworten gleichen tiefen Niveaus. Ist wohl
nicht nah genug eingeschlagen...
>
> Unbestreitbar, dass Säure Kalk löst, aber daraus die These zu knüpfen,
> dass alles getötet wird, klingt reichlich apokalyptisch. Zumal in meiner
> Mineralswasserpulle nicht eine um wenige Promille erhöhte Konzentration
> an CO2 zu finden ist.
Nicht alles, was dann stirbt, stirbt am CO2. Aber wenn das Photoplankton
stirbt oder auch nur nennenswert zurückgeht, ist ein weitreichendes Sterben
des Meereslebens insgesamt nicht mehr weit. Abgesehen davon, daß die Algen
unser aller O2 erzeugen, das Plankton ist auch die Kinderstube für fast alle
anderen Lebewesen im Meer.
>
> Aber solche Thesen gab es schon öfters, die erste Atombombe sollte auch
> die komplette Atmosphäre entzünden und die schwarzen Löcher, die sie
> jetzt in CERN produzieren wollen, wird die Erde komplett verschlingen.
> Was macht da das CO2 schon aus?
Da gibts aber Unterschiede, die Atomfreunde glauben, alles zu wissen, die
Biologen wissen allerhöchstens mittlerweile, welche Wissenslöcher am
billigsten zu stopfen wären....insgesamt sind wir immernoch eher Teilnehmer
der Biospäre denn deren Überwacher, vieles darin ist uns weder bekannt noch
begreiflich. Dagegen ist Nukleartechnik geradezu simpel. Und deshalb neigen
wir wohl dazu, die deutlich komplexeren Vorgänge in der Biosphäre so
geringzuschätzen. Bislang wissen wir nichtmal, warum die Mais-Indianer im
zentralen USA ausstarben, aber wir riskieren gerade ganz ähnliche Vorgänge
etwas weiter nördlich, in den Weizengebieten...sollte sich herausstellen,
daß sich der Vorgang wiederholt...
> > Algenblüte einer oder weniger Arten-> Absterben-> dicke Schlammschicht->
> > Fäulnis....sowas kannst Du gut ind er ostsee, aber auch der Nordsee
> > beobachten, das Wasser ist da viel trüber als eigentlich normal wäre.
>
> Und du bist sicher, dass das nicht an den günstigen Bedingungen liegt?
> z.b. steigende Temperaturen oder mehr Nährstoffe?
> Interessant wäre es zu Erfahren, inwieweit deine These, dass mehr CO2 im
> Meerwasser das Leben massiv beeinträchtigt auf Algen zutrifft, du kannst
> sicher Quellen nennen?
Wenn Du das nicht selber findest, schau Dich mal in der Fachliteratur um.
Neueste Nettigkeiten sind südliche Fischarten in der Nordsee, dafür scheint
der Nordseehummer auszusterben, bei Helgoland gehen die Fangmengen massiv
zurück. Vermutlich dauerts nicht mehr lang, bis sich auch Blauhaie nach
Hamburg rein verirren :-)
--
mfg,
gUnther
Das "Meer" ist aber kein stets homogenes Faß Suppe, sondern ein extrem
ausgedehntes Gewässer. Wenn Du bei Sylt reinpinkelst, wirds nicht bei Hawaii
wärmer...bis Du das "viele gelöste Ca" in der Tiefsee gefunden hast, mußt Du
aber einen gewaltigen Rührbesen benutzen.
> Falsch: Hartholz wächst nicht schnell, schon gar nicht in der Taiga. Und
> Weichholz wirst Du nur schwer unten im Meer halten können, weil es gut
> schwimmt.
Holz ist Holz, Hartholz wie Ahorn oder Eiche, aber auch Eukalyptus wäre doch
genug...und das wächst bislang nicht in der Taiga, wegen der Winter, die
jetzt aber wegfallen, dito der Permafrost....und wenn man Holz erstmal
tiefer als 50m unterwasser zieht, sit es auch nur ein Stein mehr...ein Uboot
taucht auch nicht mehr auf, wenn man "das Fenster aufmacht"....
> Da stimme ich zu. Das Risiko ist so schwer abzuschätzen, dass man es nicht
> eingehen sollte, solange man andere Möglichkeiten hat.
Nein, falsche Denke. Solange man keine Ahnung hat, was passiert, sollte mans
garnichterst erwägen. Du tust so, als wenn es nur die schlechtere Lösung
wäre, aber wenn man sonst nix hat, könne man ja immerhin schonmal damit
weitermachen...warum nicht einfach Jemanden wie Dich erschlagen? Nutzt
vermutlich nix, aber wenn sonst gerade nix zu tun ist, vielleicht?
>
> > Die einzige einigermaßen plausible Lösung ist die "holzige" derzeit.
Holz
> > verrottet in großer Tiefe garnicht oder nur sehr langsam (die Beplankung
> der
> > Titanic ist immer noch sichtbar..), in stehendem Wasser erst recht.
>
> Das Holz wird aber genausowenig da unten bleiben wie das CO2. (Die Titanic
> bleibt freilich unten, weil sie überwiegend aus Stahl besteht. Aber die
> Herstellung von Stahl hat vermutlich weit mehr CO2 freigesetzt als das
Holz
> enthält.)
Nein, gesunkenes Holz bleibt unten. Welche Schulbildung erklärt dieses
Phänomen denn nicht mehr?
>
> > Und Holz ist eher uninteressant, wenn der Markt gesättigt ist.
>
> Ob der Markt gesättigt ist, ist fraglich: Angesichts der hohen Ölpreise
> kommen immer mehr Leute auf die Idee, Holz zu verschüren.
Deshalb meine ich ja auch, man müsse soviel davon produzieren, daß es genug
zum Verklappen übrigläßt. Holz ist derzeit zu teuer zu transprtieren, oder
kennst Du wen, der in Niederbayern mit echtem Alaska-Holz seine
Zentralheizung befeuert? Trägt vermutlich Goldkettchen...
>
> Einverstanden. Aber man muss das Holz so verankern, dass es einerseits
nicht
> von selber wieder hochkommt, dass es andererseits aber wieder hochgeholt
> werden kann wenn es gebraucht wird (alles andere wäre eine
> Riesenverschwendung).
Wie bitte? Ich glaube, ich steh im Wald. Welche Sorte Likör hast Du denn da?
> In der Taiga wachsen die Bäume zwangsläufig langsam. Und wenn man so
Noch. Weils so kalt ist. In Finnland wachsen sie schneller. Die Bedingungen
werden sich bald denen in Masuren angleichen, dort gehts recht flott mit dem
Wald...
> verrückt wäre, mit Düngung nachhelfen zu wollen, dann würde man auch
> Freisetzung des im humosen Boden gebundenen Kohlenstoffs beschleunigen und
> den Treibhauseffekt noch anheizen.
Huh? Weißt Du nicht, wie Dünger funktioniert? Scheint so.
> Die Sahara großflächig zu beplanzen wird auch scheitern, u.a. wegen der zu
> erwartenden Bodenversalzung (von der Waldbrandgefahr will ich gar nicht
> reden, weil die erst auftreten würde, wenn man den Wald hätte; über die
> riesige Wasserverschwendung könnte man diskutieren, weil Hoffnung besteht,
> dass man langfristig einen Teil des Wassers zurückbekäme, weil sich die
> Temperatur- und damit Luftdruckverhältnisse ändern würden, was allerdings
> auch ein riskantes Experiment wäre...).
Solange die Befeuchtung keine Beregnung mit Flußwasser ist, kann man die
Versalzung in Grenzen halten, Israel hat da Erfahrung im Negev...
Lies Dich mal ein wenig ein.
--
mfg,
gUnther
Hi,
lern denken. Grob zermahlene Schlacke oder Bimsstein ist wie schwer? Welcher
Anteil ist Ca? Welche Bindungen mußt Du erstmal cracken, um an atomar reines
Ca ranzukommen? So rein als Metallbarren liegt das doch nicht vor, oder?
.
>
> Richtig: flüssige. Lohnt sich wahrscheinlich nicht, obwohl ich das
> verblüffend finde: an sich wäre eine energetische Nutzung doch
> sinnvoll, und technisch nicht mal so besonders schwierig.
> Wahrscheinlich ist Energie immer noch viel zu billig.
Nein, aber es lohnt wegen des technischen Aufwands nicht. Geothermie ist
naheliegend, aber dort nutzt man recht stabil laufende Installationen mit
Bohrungen tief ins heiße Gestein...der umgekehrte Weg ist das Problem,
niemand will ernsthaft mit flüssiger Schlacke heizen...
> Also normale Feuerungstemperaturen, etwas über 1.000 °C. Ja, und?
Wenn Du mal nachrechnen willst, nimm einen Ca-Gehalt von 1% Gewicht an, und
rechne den Energiebedarf aus, bis das enthaltene Ca reaktionsfreudig
wird....woher nimmst Du diese Energie?
> Ja: Mit Wasserdampf abkühlen. Wo ist das Problem?
Probiers doch erstmal. Dann wirst Du schnell merken, wo das Problem liegt...
> Tun sie.
Ach, Stickstoff nimmt einen anderen Weg um das Kraftwerk? Goil...geht das
mit Spiegeln oder mit Netzen, oder reichen Hinweisschilder "..Stickstoff und
Edelgase nehmen bitte das linke Rohr, Sauerstoff das in der Mitte, und CO2
geht hier ganz rechts..."
> Und warum sollte man keine Schlacken ins Meer kippen, insbesondere
> basische?
Tun das Unterseevulkane nicht schon lange? Nutzt es was? Wer schwingt den
noch fehlenden göttlichen Schneebesen?
> >> Brenner eingespeist wird.
> > Klingt, als wenn man dafür nur das fenster aufzumachen bräuchte.
>
> Stand der Technik, z. B. Oxyfuel-Verfahren.
genau, alles ohne weiteren Energieverbrauch längst gelöst. Du scheinst das
Perpetuum Mobile zu kennen.
> Nein, ist es nicht: Im Meer ist das Platz genug. Problematisch ist CO2
> nur in der Atmosphäre.
Sagt wer?
>
> > Der "Eimer, der nie voll wird", nach
> > Clever&Smart, wa? Bleibt das dann "da unten"
>
> Ja.
>
> > oder blubbert einige tausend Meilen wieder hoch,
> > tötet auf dem Weg alle Aale oder Seehechte (Ade Käptn
> > Iglo...) und rostet an den Bohrplattformen?
>
> Nein.
Ach? Interessant. Dann waren die Berichte von "toten Zonen" am Meeresgrund
also gelogen....
--
mfg,
gUnther
Das mag ja alles richtig sein, ich bin aber immer noch nicht von deiner
These überzeugt, dass eine um wenige Promille erhöhte CO2 Konzentration
im Meerwasser alles Leben zerstören würde. Wäre das Ökosystem dermaßen
empfindlich, gäbe es wohl kein Leben hier.
>> Aber solche Thesen gab es schon öfters, die erste Atombombe sollte auch
>> die komplette Atmosphäre entzünden und die schwarzen Löcher, die sie
>> jetzt in CERN produzieren wollen, wird die Erde komplett verschlingen.
>> Was macht da das CO2 schon aus?
>
> Da gibts aber Unterschiede, die Atomfreunde glauben, alles zu wissen, die
> Biologen wissen allerhöchstens mittlerweile, welche Wissenslöcher am
> billigsten zu stopfen wären....insgesamt sind wir immernoch eher Teilnehmer
> der Biospäre denn deren Überwacher, vieles darin ist uns weder bekannt noch
> begreiflich.
OK, das widerspricht dann deiner obigen Aussage, die so endgültig klang.
D.h. du vermutest nur das so ist, dass alles Leben stirbt, wenn sich die
CO2 Konzentration um wenige Promille ändert?
>>> Algenblüte einer oder weniger Arten-> Absterben-> dicke Schlammschicht->
>>> Fäulnis....sowas kannst Du gut ind er ostsee, aber auch der Nordsee
>>> beobachten, das Wasser ist da viel trüber als eigentlich normal wäre.
>> Und du bist sicher, dass das nicht an den günstigen Bedingungen liegt?
>> z.b. steigende Temperaturen oder mehr Nährstoffe?
>> Interessant wäre es zu Erfahren, inwieweit deine These, dass mehr CO2 im
>> Meerwasser das Leben massiv beeinträchtigt auf Algen zutrifft, du kannst
>> sicher Quellen nennen?
>
> Wenn Du das nicht selber findest, schau Dich mal in der Fachliteratur um.
Wir sind hier in de.sci.chemie, ich kenne mich in den Fragen nicht aus,
deshalb frage ich dich ja, weil du so klingst als ob du dich auskennst.
Welche Fachliteratur existiert denn?
> Neueste Nettigkeiten sind südliche Fischarten in der Nordsee, dafür scheint
> der Nordseehummer auszusterben, bei Helgoland gehen die Fangmengen massiv
> zurück. Vermutlich dauerts nicht mehr lang, bis sich auch Blauhaie nach
> Hamburg rein verirren :-)
>
Ich kann daran nichts besonders erkennen. Es gab Zeiten da gab es hier
Mammute oder Tiger, das zeugt doch lediglich davon wie gut sich die
Natur an Klimaveränderungen anpaßt. Nicht alle Veränderungen sind so
Apokalyptisch wie du sie schilderst.
J. Strübig.
Kann ich dir nichts sagen. Ca kommt halt in Gesteinen nur gebundener
Form vor.
Die großttechnische Herstellung von Ca ist relativ aufwendig, indem
Calciumoxid (CaO) mit Aluminium im Vakuum bei 1200 reduziert wird:
1200°C
CaO + 2Al ----> 3CaO x Al2O3 + 3Ca (gasf.)
Allerdings könnte ich mir vorstellen, dass man vielleicht einen
angemachten Luftkalk (Calciumhydroxid = CaO + H2O) im Abgasstrom fein
zerstäubt.
Nach
Ca(OH)2 + H2O + CO2 -----> CO3 + 2 H2O
härtet der Luftkalk unter Zugabe von CO2 zu CaCO3 aus, was bei
Wärmezufuhr noch beschleunigt wird.
Ich meine das Verfahren wird heute ja ohnhin zur Abgasreinigung
bezüglich Schwefel angewendet
Allerdings wird zur Herstellung von Calciumhydroxid Brandkalk
(CaO)benötigt. Ob es hierbei dann letztlich zu positiven Effekten
bezüglich CO2 kommen kann, ist fraglich, weil Brandkalk eben auch aus
CaCo3 hergestellt wird gem.:
800°C
CaCO3 ----> CaO + CO2;-)
^^^^
>> Imho benötigt man andere
>> Kohlenstofffänger,z.B katalytisch wirkenden Oberflächen.
>> Zwar kann man CO2 auch mittels Aktivkohle aus der Luft filtrieren,
> Das ist ein anderes Verfahren. Es ging darum, das entstehende CO2
> gleich chemisch zu binden.
Ich denke nicht, dass das mit Ca so einfach möglich ist.
Um mal bei anderen Verfahren zu bleiben: Imho könnte man die Abgase in
große Behälter blasen. In diesen könnten Mikroorganismen wie
Acidithiobacillus ferrooxidans auf feuchte Träger angesiedelt werden.
Diese Bakterien können Kohlenstoffquellen wie CO2 sehr gut
verstoffwechseln. Problem: es entsteht Schwefelsäure.
Damit sich das auch lohnt, könnte man das zugleich mit der Gewinnung
bestimmter Metalle aus Erzen verbinden. Unter dem Stichwort
Bio-Leaching wirst du vermutlich fündig werden, denn diese spezielle
Art der Metallgewinnung wird bereits technisch umgesetzt.
--
Grüße
Harald
Hi,
?? würde? Könnte, könnte! Bisherige Veränderungen passierten deutlich
langsamer, die Ökospären hatten zeit zur Anpassung...dennoch starben
gelegentlich 90% aller Arten einfach mal so aus...und jetzt fahren wir mit
Overdrive full flank ahead (AK und 3mal Wahnsinnige :-) ) die ganze Chose
mal so richtig zusammen. Es gilt wohl einen Rekord aufzustellen. Als Kind
hab ich irgendwann gelernt, daß nach schnellem Radfahren nurnoch ein noch
schnellerer Unfall kommen kann. Und vermied solche "Rekorde" fürderhin. Hier
scheint ein anderes Prinzip vorzuliegen, zumindest halten sich alle an
Regeln, die meiner Vorsicht widersprechen. Hoffentlich ist diese Haltung
irgendwie begründet...denn wenn nicht....
> OK, das widerspricht dann deiner obigen Aussage, die so endgültig klang.
> D.h. du vermutest nur das so ist, dass alles Leben stirbt, wenn sich die
> CO2 Konzentration um wenige Promille ändert?
Nein, ich habe eine tierische Angst davor, was alles passieren könnte. Eines
davon, denkbar, sehr plausibel, schonmal vorgekommen, ist das breite
Artensterben...bloß dauerte das "das letztemal" tausend Jahre. Jetzt
schaffen wir die "nötigen Bedingungen" in wenigen Jahrzehnten. Ob soich die
Folgen dann als weniger schlimm herausstellen werden? Wenn man mit wenig
zuviel Gasgeben aus der Kurve fliegt, ist dann Vollgas und Augen zu eine
sichere Methode, die nächste Kurve zu schaffen?
> Wir sind hier in de.sci.chemie, ich kenne mich in den Fragen nicht aus,
> deshalb frage ich dich ja, weil du so klingst als ob du dich auskennst.
> Welche Fachliteratur existiert denn?
Untersuchungen über die Korallenbleiche sollte Google genug finden. Dann
guck mal nach Trias, Perm und Kreidezeit...
>
> Ich kann daran nichts besonders erkennen. Es gab Zeiten da gab es hier
> Mammute oder Tiger, das zeugt doch lediglich davon wie gut sich die
> Natur an Klimaveränderungen anpaßt. Nicht alle Veränderungen sind so
> Apokalyptisch wie du sie schilderst.
Nee, wenn man Adam und Eva noch persönlich kannte, nicht. Guck Dir mal die
Zeitrahmen genauer an...wieviele neue Arten kennst Du, seit wir von
Pferdekarren auf Turbodiesel umgestiegen sind? Ein paar Schmetterlinge, ein
paar Bakterien, ein paar (künstliche) Viren....doch ausgestorben "an uns"
sind schon genug.
--
mfg,
gUnther
Hi,
ändert das was am Problem? Du erzeugst einen gewaltigen Lichtbogen udn
gedenkst die so verschwendete energie per kochender Schlacke zu
rekuperieren. Das CaO liegt aber nicht lose vor, das mußt Du erstmal
aufschließen, mit Wasser auslaugen, Millionen Tonnen Ca ergeben beim
normalen Gehalt in Granit etliche Milliarden Tonnen Vulkanschlacken, die
wegen ihrer geringen Dichte vermutlich kaum weniger viele Kubikmeter
füllen...man merkt, Du bist aus der Großchemie. Wer geistig mit
Kubikkilometern an Schlacke jongliert, ist entweder ein Spinner oder kann
hexen.
> Du weißt es also nicht.
Doch. bestenfalls kannst Du mit heißem Sand Wasser erhitzen, aber nur, bis
Dein Wasser kocht. Damit ist nicht viel Gewinn zu machen. Ideal wäre eine
Expansion in Druckbehältern, dafür eignen sich Schlacken aber nicht...macht
kein einziger Stahlkocher.
> Fehlt der? Die Umlaufzeit der thermohalinen Zirkulationen liegt bei
> ca. 50 Jahren. Reicht nicht?
Woher hast Du bloß immer diese depperten Zahlen? Wie kann es bei Deinen
Werten diese total sedimentfreie Steinplatte im Pazifik geben? Wo doch das
Wasser darüber "alle 50 Jahre" woanders hingeht, oder?
> > Dann waren die Berichte von "toten Zonen" am Meeresgrund
> > also gelogen....
>
> Wieso?
Weil solche Zonen begrenzt sind. Wäre alles unterhalb 2000m tot, weil mit
Co2 geflutet, könnte man von einem Reservoir ausgehen. Da jedoch ständig
weiteres Co2 über die schwarzen Raucher und biomasse dazukommt, müßten diese
Zonen wachsen, dafür hätten sie aber schon viele Jahre zeit
gehabt...eigentlich kann ein belebter Meeresgrund unterhalb 4000m nur
bedeuten, daß es da unten Strömungen gibt, die das CO2 wenigstens regional
vertreiben können. Sollte Dein Rohr also an einer Stelle "verklappen", wo
der Meeresgrund gerade nicht tot ist, wie wahrscheinlich ist dann, daß Dein
CO2 dort wirklich ankommt? Und wie würdest Du den "Erfolg"
bestimmen...ab&zu mal hinuntertauchen und die Quadratmeter totes Meer
bewundern? das CO2 radiaktiv markieren?
--
mfg,
gUnther
>
>
> Gruß aus Bremen
> Ralf
> --
> R60: Substantive werden groß geschrieben. Grammatische Schreibweisen:
> adressiert Appell asynchron Atmosphäre Autor bißchen Ellipse Emission
> gesamt hältst Immission interessiert korreliert korrigiert Laie
> nämlich offiziell parallel reell Satellit Standard Stegreif voraus
Und was ist die Alternative ? Natuerlich das CO2 weiterhin in die Luft
blasen, was dann nach gaengiger Theorie zu einem weiteren Anstieg
des CO2 Gehaltes der Luft und damit auch der obersten Meter
des Meeres fuehrt. Stromerzeugung durch Kernkraft waere noch eine
Alternative die unerwuenscht ist. Windkraft geht nur als Zusatz solange man
keine Speicher fuer die windschwachen Zeiten hat. Diese Speicher sind zwar
moeglich aber politisch kaum durchzusetzen.
http://de.wikipedia.org/wiki/Pumpspeicherwerk_Goldisthal
konnte nur gebaut werden weil schon in DDR Zeiten damit begonnen
wurde. Wuerde man soetwas heute neu beginnen, vergingen Jahrzehnte bis
alle Klagen durch sind. Moechte man den Windkraftanteil auf sagen wir mal
50% der Stromversorgung in Deutschland steigern, braeuchte man sehr viele
groessere solche Pumpspeicheranlagen.
Den Weg zurueck in vorindustrielle Zeiten kann die Menschheit nicht
gehen dazu ist sie um ein vielfaches zu gross.
> Das "Meer" ist aber kein stets homogenes Faß Suppe, sondern ein extrem
> ausgedehntes Gewässer. Wenn Du bei Sylt reinpinkelst, wirds nicht bei
Hawaii
> wärmer...bis Du das "viele gelöste Ca" in der Tiefsee gefunden hast, mußt
Du
> aber einen gewaltigen Rührbesen benutzen.
Hallo gUnther!
Wenn Du die Diskussion richtig mitverfolgt hast, kannst Du erkennen, dass es
ja nicht ich bin, der CO2 ins Meer kippen will.
Und die Leute, die CO2 in die Tiefsee pumpen wollen, die wollen es nicht mit
Ca ausfällen, sondern nur als 'freie Kohlensäure' lösen, was sicher keine
Dauerlösung wäre, aber für etliche Jahre halten könnte (wenn kein Vulkan und
keine starke Strömung in der Nähe ist), bis man hoffentlich eine bessere
Lösung gefunden hat (oder eh alles zu spät ist). Ich halte das für
Verschwendung und meine, man sollte bessere Lösungen suchen.
Die Idee von Markus mit dem Kalkstein (die eine Dauerlösung wäre, wenn sie
denn ginge), würde in der Tiefsee eh nicht funktionieren, weil Kalk bei dem
hohen Druck löslich ist.
> Holz ist Holz, Hartholz wie Ahorn oder Eiche, aber auch Eukalyptus wäre
doch
> genug...und das wächst bislang nicht in der Taiga, wegen der Winter, die
> jetzt aber wegfallen, dito der Permafrost....
Wenn es einmal so weit kommen sollte, dass Eukalyptus in der Taiga wächst,
dann ist die Klimaveränderung mit menschlichen Mitteln eh nicht mehr
aufzuhalten.
> und wenn man Holz erstmal
> tiefer als 50m unterwasser zieht, sit es auch nur ein Stein mehr...ein
Uboot
> taucht auch nicht mehr auf, wenn man "das Fenster aufmacht"....
Das U-Boot besteht aus Stahl.
> Nein, falsche Denke. Solange man keine Ahnung hat, was passiert, sollte
mans
> garnichterst erwägen. Du tust so, als wenn es nur die schlechtere Lösung
> wäre, aber wenn man sonst nix hat, könne man ja immerhin schonmal damit
> weitermachen...
Man sollte nicht machen, was man nicht verantworten kann. Aber (im Gegensatz
zu Dir) will ich niemandem verbieten, Vor- und Nachteile verschiedener
Verfahren abzuwägen und darüber zu diskutieren, was machbar und
verantwortbar ist.
> warum nicht einfach Jemanden wie Dich erschlagen? Nutzt
> vermutlich nix, aber wenn sonst gerade nix zu tun ist, vielleicht?
Du weißt hoffentlich, dass der Anstifter des Mordes hinter Gitter käme.
> Nein, gesunkenes Holz bleibt unten. Welche Schulbildung erklärt dieses
> Phänomen denn nicht mehr?
Von selbst gesunkenes Holz hat sich über längere Zeit mit Wasser
vollgesogen, frisch versenktes Holz nicht. Ich sage nicht, dass das nicht
machbar wäre, aber es wäre nicht so einfach wie Du Dir das vorstellst.
> Deshalb meine ich ja auch, man müsse soviel davon produzieren, daß es
genug
> zum Verklappen übrigläßt. Holz ist derzeit zu teuer zu transprtieren, oder
> kennst Du wen, der in Niederbayern mit echtem Alaska-Holz seine
> Zentralheizung befeuert? Trägt vermutlich Goldkettchen...
Mit Alaska-Holz wohl nicht, aber mit Taiga-Holz aus Russland wohl schon.
> Wie bitte? Ich glaube, ich steh im Wald. Welche Sorte Likör hast Du denn
da?
Ich trink überhaupt keinen Likor, allenfalls Wein mit Wasser verdünnt, und
den auch nur in kleinsten Mengen.
> Noch. Weils so kalt ist. In Finnland wachsen sie schneller. Die
Bedingungen
> werden sich bald denen in Masuren angleichen, dort gehts recht flott mit
dem
> Wald...
So flott wie Du meinst, geht's auch in Finnland Masuren nicht. Auf die
Statistiken über die Holzproduktion in Nordeuropa kannst Du Dich nicht
verlassen. Ein Gutteil des angeblichen EU-Holzes dürfte auf illegale Importe
aus Russland entfallen.
> Huh? Weißt Du nicht, wie Dünger funktioniert? Scheint so.
Du solltest Dich mal über Bodenkunde informieren, v.a. das Kapitel
Humusabbau.
> Solange die Befeuchtung keine Beregnung mit Flußwasser ist, kann man die
> Versalzung in Grenzen halten, Israel hat da Erfahrung im Negev...
> Lies Dich mal ein wenig ein.
Die Bäume, die Du im Meer versenken willst, die sollen doch wohl höher
wachsen als das Gemüse im Negev. Ob es da mit ein Bisschen
Tröpfchenbewässerung getan ist? Außerdem: Wer sollte Millionen von
Kilometern Schläuche bezahlen.
Prinzipiell halte ich Deine Idee, CO2 in Biomasse festzulegen, für gut. Aber
man muss Augenmaß bewahren. An vielen verschiedenen Orten werden viele
verschiedene an die örtliche Situation angepasste Maßnahmen nötig sein.
Alles auf Deine eine Karte zu setzen würde vielleicht mehr Menschen das
Leben kosten als gar nichts zu tun. Wenn Du's nicht glaubst, denk mal über
folgendes nach: Wenn Du die Entscheidungsträger davon überzeugen könntest,
dass man der Atmosphäre CO2 in Form von Holz in großem Umfang entziehen
sollte, wo meinst Du, würde man die größten Holzplantagen anlegen?
Vermutlich nicht in der Taiga oder der Sahara, sondern dort, wo es am
billigsten ist (inkl. billiger Arbeitskräfte), also vielleicht in Afrika
südlich der Sahara, in Südostasien und in Lateinamerika. Den armen Bauern
dort würde man ihren letzten halben Hektar auch noch wegnehmen und sie elend
verhungern lassen. So ist diese Welt nun mal.
Gruß
pacifico
> ...
> Warum nicht? Was in der Natur langsam abläuft, sollte in der Ofenhitze
> beschleunigt gehen.
Mit Hitze bringst Du aber kein CO2 rein, durch Hitze treibst Du es aus.
> ...
> Vielleicht muß man ganz woanders ansetzen: Soll die Sonne doch die
> Reduktionsenergie liefern. CO2 in Treibhäuser leiten, entstehende
> Biomasse verkohlen, Holzkohle verklappen.
Ja, aber nicht beliebig verklappen, sondern als Bodenverbesserer einsetzen.
Aus Untersuchungen von Böden in Lateinamerika weiß man, dass sich die
Holzkohle lange Zeit (Jahrhunderte) hält und die Bodeneigenschaften
erheblich verbessert (Stichwort: terra preta).
Ewig hält sich die Holzkohle im Boden natürlich nicht, aber wohl lange
genug, bis das jetzt in die Atmosphäre geblasene CO2 im Meer verschwunden
ist. Und in Zukunft muss man eben mehr auf Wind und Sonne setzten anstatt
CO2 rauszublasen.
> Oder mehr Wälder
> niederbrennen, das erzeugt auch relativ effizient elementares C.
Erzeugt aber auch Gase; schadet mehr als es nutzt. Da wäre gUnthers Idee,
das Holz zu verklappen wohl noch besser.
> ...
> Wie sehen denn da die Energiebilanzen aus: Ist es günstiger, die
> Biomasse teilweise zu verbrennen, um daraus die erforderliche
> Prozeßenergie zu gewinnen, oder sollte man die lieber aus PV-Anlagen
> nehmen und die Pflanzen nur zur Umwandlung von CO2 in C(H2O)
> einsetzen? (Der Wirkungsgrad der Photosynthese ist ja nicht gerade so
> berauschend hoch.)
Das hängt v.a. davon ab, wo man ist: Wo die Sonne entsprechend scheint, kann
man solarthermisch erzeugten Strom nehmen, der müsste billiger kommen.
Wo es dagegen viele Wolken gibt, geht das nicht; aber dort regnet es auch
mehr, so dass Biomasseproduktion leichter geht und damit auch deren
Verbrennung rentabler wird.
> (Es mag etwas merkwürdig erscheinen, in Treibhäusern bzw. Reaktoren
> aus Biomasse Holzkohle zu gewinnen, um die dann in Bergwerksschächte
> und Stollen zu verfüllen, aber dort wären sie nachweislich sehr sicher
> und langzeitstabil untergebracht, und es könnte nicht unvermutet
> irgendwo CO2 "rausblubbern".)
Zum Schächte verfüllen wäre die Holzkohle wohl zu schade. Aber wie gesagt:
zur Bodenverbesserung wäre sie gut. Man könnte dadurch auch arme tropische
Böden dauerhaft nutzen, die bisher nur eine Ernte bringen und dann futsch
sind.
Dass Bisschen was 'rausblubbert', ist wohl nicht so schlimm. Entscheidend
ist die Bilanz: Wenn man einige Jahre lang wesentlich mehr bindet als
freisetzt (also das Gegenteil von dem, was derzeit geschieht), müsste es
reichen, die Kurve zu kratzen. Durchsetzen wird man das aber nur, wenn es
wirtschaftlich ist. Und das ist es vermutlich nur, wenn man das entstehende
Material (z.B. die Holzkohle) sinnvoll nutzt.
Gruß aus Franken
pacifico
Harald Maedl schrieb:
...
> Um mal bei anderen Verfahren zu bleiben: Imho könnte man die Abgase in
> große Behälter blasen. In diesen könnten Mikroorganismen wie
ein alter Hut!
Dennoch wird leider von den kohle-lobbyisten, den armen schwe...,
ein forschungsvorhaben getätigt und von uns steuerzahler
unfreiwillig mitbezahlt.
(lausitz)
--
Viele Gruesse Klaus-Holger Trappe
(E-Mail hierauf verbleibt unbeachtet)
>> Also müsste nur irgendwoher ein CaO kommen.
>
> Kein Problem, man 'Gebrannter Kalk'.
Prima. Wir stellen also CaO durch Kalkbrennen her, um anschließend das
böse CO2 damit zu binden. Schlag das mal den Grünen vor, die stehen auf
Milchmädchenrechnungen.
MfG,
Jürgen
Mir ging es um diese Erwiderung von dir:
>> Von welcher CO2-Konzentration sprichst du hier eigentlich?
> von einer umd wenige Promille höheren als der jetzigen...alle höheren
Werte töten ALLES
Also du behauptest eine um wenige Promille erhöhte Konzentration von CO2
würde alles töten. Ich kann nach wie vor diese Behauptung nicht
nachvollziehen. Und du sagst hier nicht könnten, sondern sie tun's.
> Bisherige Veränderungen passierten deutlich
> langsamer,
Aha, es gab kein Vulkane, keine Metereoiten?
Die Veränderungen halte ich für deutlich schneller, trotzdem existieren wir.
>> Wir sind hier in de.sci.chemie, ich kenne mich in den Fragen nicht aus,
>> deshalb frage ich dich ja, weil du so klingst als ob du dich auskennst.
>> Welche Fachliteratur existiert denn?
>
> Untersuchungen über die Korallenbleiche sollte Google genug finden. Dann
> guck mal nach Trias, Perm und Kreidezeit...
Die Korallenbleiche wird überwiegend als Phänomen eines
Temperaturanstiegs betrachtet, soweit ich das lese.
Nochmal - mich interessiert eigentlich nur deine Aussage mit dem CO2
Gehalt. Gibt es darüber (also das wenige Promille Anstieg alles Leben
vernichtet) irgendwelche Artikel, Zahlen, Quellen? Oder ist es nur deine
persönliche Vermutung?
> Nee, wenn man Adam und Eva noch persönlich kannte, nicht. Guck Dir mal die
> Zeitrahmen genauer an...wieviele neue Arten kennst Du, seit wir von
> Pferdekarren auf Turbodiesel umgestiegen sind? Ein paar Schmetterlinge, ein
> paar Bakterien, ein paar (künstliche) Viren....doch ausgestorben "an uns"
> sind schon genug.
Ich bin kein Biologe, das mag für einen Laien plausibel klingen, aber
ist das wirklich so?
Haben sich bisher immer parallel mehr neue Arten entwickelt, als
ausgestorben sind oder passiert das alles Phasenweise?
Soweit ich Darwin verstehe hat die Entwicklung neuer Arten auch damit zu
tun, dass sich Lebensumstände ändern, da wir aber in einer sehr stabilen
Phase Leben, gibt es auch kaum Notwendigkeit dass sich neue Arten
entwickeln.
J. Strübig.
Auf eine solche Antwort warte ich jetzt auch schon
seit einigen Tagen von Herrn Nanonüm.
> Prima. Wir stellen also CaO durch Kalkbrennen her, um anschließend das
> böse CO2 damit zu binden. Schlag das mal den Grünen vor, die stehen auf
> Milchmädchenrechnungen.
Der Gronotte auch.
Gruß Dieter
Hi,
na und? Ändert das was am Prinzip? Denk Dir eben eines aus
Luftblasenfolie...das ginge auch unter, sobald die enthaltene Luft nicht
mehr genug Wasser verdrängen kann, um den Untertrieb auszugleichen. Bei Holz
ist das je nach Sorte oft schon bei 50m erreicht. Ab einer gewissen Tiefe
drückt sich das Wasser durch die Poren, und Holz schwimmt eigentlich nur,
weil es in diesen Poren Luft enthält. Balsa mehr, Eisenholz weniger.
Ratemal, welches Holz besser schwimmt....dennoch baut man lieber aus Teak
und Eisenholz seinen Schiffsrumpf denn aus Balsa.
..
> > warum nicht einfach Jemanden wie Dich erschlagen? Nutzt
> > vermutlich nix, aber wenn sonst gerade nix zu tun ist, vielleicht?
>
> Du weißt hoffentlich, dass der Anstifter des Mordes hinter Gitter käme.
Nee, solnage man nicht genau weiß, daß es nicht der Erderwärmung dient...
>
> > Nein, gesunkenes Holz bleibt unten. Welche Schulbildung erklärt dieses
> > Phänomen denn nicht mehr?
>
> Von selbst gesunkenes Holz hat sich über längere Zeit mit Wasser
> vollgesogen, frisch versenktes Holz nicht. Ich sage nicht, dass das nicht
> machbar wäre, aber es wäre nicht so einfach wie Du Dir das vorstellst.
frisch versenktes Holz kann "für sich" einem Wasserdruck bis zu einer Grenze
standhalten, danach ist der Auftrieb weg...hölzerne Segelschiffe sind beim
Untergang oft gekentert, haben beim Sinken ihre Ladung verloren, sind aber
nicht wieder aufgetaucht.
> So flott wie Du meinst, geht's auch in Finnland Masuren nicht. Auf die
> Statistiken über die Holzproduktion in Nordeuropa kannst Du Dich nicht
> verlassen. Ein Gutteil des angeblichen EU-Holzes dürfte auf illegale
Importe
> aus Russland entfallen.
Na und? Bereits jetzt ist der Nordpol fast eisfrei...und die Tundra mit
ihrem Permafrost kommt in suppolares Klima. Auf Spitzbergen war schon fast
Sommer, beinahe wie in Island.
> Du solltest Dich mal über Bodenkunde informieren, v.a. das Kapitel
> Humusabbau.
Und, ändert sich was an diesem Mechanismus durch Düngung? Wer hier
Bodenkunde braucht ist sehr unsicher....die noch nicht verrotteten Teile der
Tundravegetation wie etliche Schichten Moose etc wurden durch den Permafrost
konserviert...genau wie ein Teil des entstehenden Methans im Sumpfschlamm.
Das taut derzeit gerade auf, und Du kannst diesen Auftau-prozeß also per
Dünger beeinflussen? Der viele "Torf" gammelt jetzt los, sobald er auftaut,
und das liegt am Dünger?
>
> > Solange die Befeuchtung keine Beregnung mit Flußwasser ist, kann man die
> > Versalzung in Grenzen halten, Israel hat da Erfahrung im Negev...
> > Lies Dich mal ein wenig ein.
>
> Die Bäume, die Du im Meer versenken willst, die sollen doch wohl höher
> wachsen als das Gemüse im Negev. Ob es da mit ein Bisschen
> Tröpfchenbewässerung getan ist? Außerdem: Wer sollte Millionen von
> Kilometern Schläuche bezahlen.
Hab ich davon was gesagt? Ich würde Technologie einsetzen, keine Schläuche.
Aber letztlich müssen das andere entscheiden...
Ab einer gewissen Vegetationsdichte entstünde vermutlich ein weitgehend
automatischer Kreislauf, soeine Oasenstruktur gabs ja auch schon anderswo.
Ohne externe Wasserzufuhr ist aber die Sahara wohl kein Kandidat für Wälder.
--
mfg,
gUnther
Hi,
Kernkraft ist keine Alternative, da gilt nämlich dasselbe Problem.
Sogenannte "Endlagerstätten" gibts nicht, jedenfalls nicht auf der
Erdoberfläche. Solange wir keine regelmäßigen Sonnenraketen mit Atommüll
losschicken, wird sich über kurz oder etwas länger die Strahlung
verteilen...und die ist dann nicht per Biomasse wieder wegzukriegen.
> keine Speicher fuer die windschwachen Zeiten hat. Diese Speicher sind
zwar
> moeglich aber politisch kaum durchzusetzen.
Ach was, eins der gerade leerschmelzenden Gletschertäler einfach zum
Pumpspeicherstausee ausbauen sollte reichen.
Insbesondere die Schweiz ist beruhigend intelligent, dort können
Entscheidungen recht kurzfristig realisiert werden. Warum also nicht dort
einen Hochdruckpumpspeicher bauen? Er wird winters ja wohl noch zufrieren,
aber ausfrieren nie mehr. Mit ein bißchen Beeilung könnte man den Gletscher
sogar als "vorläufige Füllung" gleich recyceln :-)
--
mfg,
gUnther
Hi,
genau da denke ich eben sinnvoller. Derzeitige Wirtschaftssysteme "leben"
vom simplen Verbrennen aller möglichen Sorten C, daran was zu ändern dürfte
die Wirtschaften arg überfordern. Doch wenn man dem CO2-Kreislauf genügend
Co2 wieder entzöge...garnichterst versuchen, da Kohle draus zu machen,
direkte Biomasse im Tiefseegraben versenken. Dazu eignet sich Holz,
Baumstämme, ideal. In der Taiga im Winter schlagen, als wenns papier würde,
aber dann als großes Floß per Segelschlepp durch die Beringstraße bis zum
Tiefseegraben, dort sollte das Holz schon recht "tief liegen", den kleinen
Rest Untertrieb per Seilzug, dann taucht es alleine weiter. Von da unten ist
es immerhin technisch abbaubar, aber das lohnt sozusagen nicht. Ideal für
soeine "Geldverbuddelei", sobald irgendwo Energie oder Werte drinstecken,
wirds Leute geben, die das abbauen wollen. Doch Holz aus der Tiefsee,
dagegen ist Geothermie wohl billiger. Die Holzkohle in Schächte ist murks,
auch weil die Holzkohle nicht gerade tragfähig ist...und dann auch explosiv
bzw brennbar. Und es geht um Millionen Tonnen, soviele Schächte haben wir
garnicht mehr. Die meiste Kohle kommt aus australischem Tagebau und
ähnlichen Quellen. Die Lustbarkeit einer Unterpflügung zwecks
Bodenverbesserung klingt niedlich...fragt sich bloß, wer all die Millionen
Quadratkilometer Wüste umzupflügen bereit ist, Herkules? Traktoren brauchen
Sprit...soein Projekt steht und fällt aber mit dem nötigen Energieeinsatz.
Sonst wirds wieder eine Nullsumme oder schlimmeres.
Aber ich schätze sowieso, daß die Erwärmung nicht mehr aufzuhalten ist, die
Folgen müssen erstmal erkannt werden, dann wird man "vielleicht" was dagegen
tun. Vielleicht werden die Überlebenden (so es solche gibt) auch einfach
die Achseln zucken...die wohl derzeit dümmsten Menschen leben in Wankerland,
dort plant man derzeit ja schon, die Meeres-Nationalparks zwecks Öl
aufzugeben.
--
mfg,
gUnther
> Hi,
> na und? Ändert das was am Prinzip? Denk Dir eben eines aus
> Luftblasenfolie...das ginge auch unter, sobald die enthaltene Luft nicht
> mehr genug Wasser verdrängen kann, um den Untertrieb auszugleichen.
Das solltest Du vielleicht bei 'Wetten dass' vorführen. Wenn Du's innerhalb
der Sendezeit schaffst, hast Du gewonnen.
> Bei Holz
> ist das je nach Sorte oft schon bei 50m erreicht. Ab einer gewissen Tiefe
> drückt sich das Wasser durch die Poren,
Das dauert aber eine Weile.
> und Holz schwimmt eigentlich nur,
> weil es in diesen Poren Luft enthält.
Überwiegend, aber nicht nur.
> Balsa mehr, Eisenholz weniger.
Eisenholz wirst Du kaum in großen Mengen herbekommen.
> Ratemal, welches Holz besser schwimmt....dennoch baut man lieber aus Teak
> und Eisenholz seinen Schiffsrumpf denn aus Balsa.
Ja, weil Teak nicht so leicht verrottet. (Teak ist übrigens auch relativ
leicht, natürlich nicht im Vergleich zu Balsa, aber relativ zu anderen
Harthölzern).
> Nee, solnage man nicht genau weiß, daß es nicht der Erderwärmung dient...
Dieses Argument würde wohl kaum einen Richter überzeugen.
> frisch versenktes Holz kann "für sich" einem Wasserdruck bis zu einer
Grenze
> standhalten, danach ist der Auftrieb weg...hölzerne Segelschiffe sind beim
> Untergang oft gekentert, haben beim Sinken ihre Ladung verloren, sind aber
> nicht wieder aufgetaucht.
Klammern und Nägel waren oft aus Kupfer oder (bei billiger gebauten
Modellen) aus Eisen.
> Na und? Bereits jetzt ist der Nordpol fast eisfrei...und die Tundra mit
> ihrem Permafrost kommt in suppolares Klima. Auf Spitzbergen war schon fast
> Sommer, beinahe wie in Island.
Waldbau auf Island ist aber gar nicht so einfach. Einige Leute dort wenden
große Mühen auf, um Bäume hochzubringen. Mit entsprechendem Aufwand geht's,
aber es dauert. Und wir haben nicht mehr unbegrenzt Zeit.
> Und, ändert sich was an diesem Mechanismus durch Düngung? Wer hier
> Bodenkunde braucht ist sehr unsicher....die noch nicht verrotteten Teile
der
> Tundravegetation wie etliche Schichten Moose etc wurden durch den
Permafrost
> konserviert...genau wie ein Teil des entstehenden Methans im Sumpfschlamm.
> Das taut derzeit gerade auf, und Du kannst diesen Auftau-prozeß also per
> Dünger beeinflussen?
Du hast die Meinung vertreten, dass man dort schnellwachsendes Hartholz
anbauen könnte. Ich hab bezweifelt, dass das funktioniert, und davor
gewarnt, mit Düngung nachhelfen zu wollen.
> Der viele "Torf" gammelt jetzt los, sobald er auftaut,
> und das liegt am Dünger?
Düngung würde den Abbau des Torfs zu Mineralstoffen und CO2 beschleunigen.
> Hab ich davon was gesagt? Ich würde Technologie einsetzen, keine
Schläuche.
Welche Technologie?
> Aber letztlich müssen das andere entscheiden...
Ja, das ist so. (Und mit Entscheidungsträgern ist es leider manchmal
schlimm. Da macht man ihnen einen Vorschlag, der allem Anschein nach keine
Beachtung findet. Ein paar Jahre später liest man in der Zeitung oder
sonstwo, dass etwas beschlossen worden ist, was erstaunliche Parallelen zu
dem aufweist, was man vor Jahren vorgeschlagen hatte, das aber in einigen
Punkten so verändert wurde, dass statt der erhofften positiven Wirkung ein
ganz anderer Effekt erzielt wird, der so ziemlich das Gegenteil ist von dem,
was man mit seinem Vorschlag erreichen wollte. Ob das an Koalitionszwängen
liegt, oder am Einfluss schwarzer Kassen, weiß ich nicht. Aber das nur am
Rande.)
Gruß
pacifico
> Und was ist die Alternative ? Natuerlich das CO2 weiterhin in die Luft
> blasen, was dann nach gaengiger Theorie zu einem weiteren Anstieg
> des CO2 Gehaltes der Luft und damit auch der obersten Meter
> des Meeres fuehrt. Stromerzeugung durch Kernkraft waere noch eine
> Alternative die unerwuenscht ist. Windkraft geht nur als Zusatz solange
man
> keine Speicher fuer die windschwachen Zeiten hat. Diese Speicher sind
zwar
> moeglich aber politisch kaum durchzusetzen.
> http://de.wikipedia.org/wiki/Pumpspeicherwerk_Goldisthal
> konnte nur gebaut werden weil schon in DDR Zeiten damit begonnen
> wurde. Wuerde man soetwas heute neu beginnen, vergingen Jahrzehnte bis
> alle Klagen durch sind. Moechte man den Windkraftanteil auf sagen wir mal
> 50% der Stromversorgung in Deutschland steigern, braeuchte man sehr viele
> groessere solche Pumpspeicheranlagen.
Einen Teil der Energie, die man aus Sonne und Wind gewinnt, könnte man
chemisch binden in energiereichen Stoffen. Welche da am besten geeignet
sind, weiß ich nicht. Pflanzen verwenden verschiedene Zucker und Fette. Die
aufzubauen, dürfte verfahrenstechnisch schwierig sein. Aber vielleicht
findet man doch was besseres als den von manchen favorisierten Wasserstoff.
Gruß
pacifico
Blei-Akkumulatoren zum Beispiel. Das ist allerdings verglichen mit
Pumpspeicherwerken viel zu teuer. Wasserstoff geht auch, aber der Gesamtwirkungsgrad
liegt dann deutlich unter 50%.
> Pflanzen verwenden verschiedene Zucker und Fette. Die
> aufzubauen, dürfte verfahrenstechnisch schwierig sein. Aber vielleicht
> findet man doch was besseres als den von manchen favorisierten Wasserstoff.
Gibt es ja alles, ist aber viel zu teuer.
> Waldbau auf Island ist aber gar nicht so einfach. Einige Leute dort
> wenden große Mühen auf, um Bäume hochzubringen. Mit entsprechendem
> Aufwand geht's, aber es dauert. Und wir haben nicht mehr unbegrenzt
> Zeit.
Wer sagt das? Dann schau dir bitte doch einmal die Klimageschichte an.
Warmphasen überwiegen da eindeutig. Und wirklich konstant und zwar über
hunderte von Millionen Jahre hinweg waren auch nur die Warmphasen. Wir
leben momentan in der Warmphase einer Eiszeit. Und Eiszeiten waren
immer wechsel- und launenhaft.
Und die orbitale Position der Erde ist momentan so, wie sie in etwa zur
Zeit des Pleistozän zu Beginn der großen Eiszeit war. Würde man danach
gehen, dann liegt in 50.000 Jahren Europa vorwiegend unter einem dicken
Eispanzer.
Und überzeugend konnte bisher noch keiner darstellen, warum es (und
bereits vor dem Erscheinen des Menschen) grobe Klimaschwankungen
innerhalb kürzester Zeit gegeben hat. Diese kurzfristigen massiven
Änderungen sind mit pllattentektonischen Verschiebungen wie dem Wandern
von Kontinenten, Entstehung von Bergketten wie Alpen oder Himalaya etc
nicht erklärbar. Aber Vulkanausbrüche sind halt immer so dankbar, wenn
sie zur Erklärung herangezogen werden können...
--
Grüße
Harald
Mich deucht, hier verschießen sich noch einige mehr in solche "Rechnungen"
--
mfg hdw
Hi,
das kannst Du problemlos per Apnoe-Tauchen beweisen, tauche einfach ganz
ohne Bleigewichte tierfer als 30m...und dann laß Dich vom ganz normalen
Auftrieb wieder nach oben treiben...weiß doch jeder, daß der Mensch
schwimmt. Würde den Thread auch final beenden...
>
> > Bei Holz
> > ist das je nach Sorte oft schon bei 50m erreicht. Ab einer gewissen
Tiefe
> > drückt sich das Wasser durch die Poren,
>
> Das dauert aber eine Weile.
Nö, solange das Holz offenporig ist, reicht ein gewisser Druck vollkommen
aus. Funktioniert sogar mit "sehr offenporigem Holz" auf Meereshöhe, nimm
einfach ein Papiertaschentuch. Auch ne Art Holz. Oder nimm Pappe...schwimmt
auch nicht ewig.
>
> > und Holz schwimmt eigentlich nur,
> > weil es in diesen Poren Luft enthält.
>
> Überwiegend, aber nicht nur.
Nur...oder sollte ich sagen "Nuhr"?
>
> > Balsa mehr, Eisenholz weniger.
>
> Eisenholz wirst Du kaum in großen Mengen herbekommen.
Wieso nicht? Noch gibts ein paar (Baum-)Stämme in freier Wildbahn, auch wenn
die mittlerweile per Hubschrauber gejagt werden.
>
> > Ratemal, welches Holz besser schwimmt....dennoch baut man lieber aus
Teak
> > und Eisenholz seinen Schiffsrumpf denn aus Balsa.
>
> Ja, weil Teak nicht so leicht verrottet. (Teak ist übrigens auch relativ
> leicht, natürlich nicht im Vergleich zu Balsa, aber relativ zu anderen
> Harthölzern).
Nein, weil Teak und sonstige Harthölzer stabiler sind, da kann man die
Bordwände dünner machen und innen mehr Volumen freibekommen. Ein Balsaschiff
wäre vermutlich eher ein Balsafloß, manche Balsasorten kann man mit der
bloßen Hand bearbeiten.
>
> > Nee, solnage man nicht genau weiß, daß es nicht der Erderwärmung
dient...
>
> Dieses Argument würde wohl kaum einen Richter überzeugen.
Wer weiß? Immerhin kann man ohne einen Ankläger kein Urteil bekommen...und
der Staatsanwalt könnte weggucken wegen "Staatlichem Notstand" oder simplem
Proporz. Passiert doch ständig, guck Berlusconi, guck WankerBush.
>
> > frisch versenktes Holz kann "für sich" einem Wasserdruck bis zu einer
> Grenze
> > standhalten, danach ist der Auftrieb weg...hölzerne Segelschiffe sind
beim
> > Untergang oft gekentert, haben beim Sinken ihre Ladung verloren, sind
aber
> > nicht wieder aufgetaucht.
>
> Klammern und Nägel waren oft aus Kupfer oder (bei billiger gebauten
> Modellen) aus Eisen.
Aber nur der Ballastsand zählt. Noch nie ein Brett voller eiserner Nägel im
Baggersse schwimmen gesehen? Der Auftrieb auf der Wasseroberfläche ist von
solchem Kleinzeug nicht zu kippen. Erst der Kiel bzw dessen Ballast macht
was aus.
>
> > Na und? Bereits jetzt ist der Nordpol fast eisfrei...und die Tundra mit
> > ihrem Permafrost kommt in suppolares Klima. Auf Spitzbergen war schon
fast
> > Sommer, beinahe wie in Island.
>
> Waldbau auf Island ist aber gar nicht so einfach. Einige Leute dort wenden
> große Mühen auf, um Bäume hochzubringen. Mit entsprechendem Aufwand
geht's,
> aber es dauert. Und wir haben nicht mehr unbegrenzt Zeit.
Der Boden auf Island unterscheidet sich extrem von der Tundra, solltest Du
als Bodenkundler das nicht bedacht haben? Und dann ist das Wetter, nicht das
Klima, auf Island ebenso kraß unterschiedlich...es gibt viel mehr Wind. Ein
sich selbst erhaltender Wald braucht aber auch schwache Winde, etwa zur
Bestäubung. Weshalb Sturmwälder entweder einen Gärtner haben oder sehr
Artenarm sind. Jedenfalls hat Island fast überall nur Vulkansande, nichtmal
Sedimente, und kaum Humusbildner. Da hats ein Baum verdammt schwer. In der
Tundra dagegen ist die Muster-Taiga gleich nebenan, wenn wir zu lange
warten, wird sich die Taiga einfach nach Norden ausbreiten, eine dichte
Bodenvegetation bilden und einer industriellen Bewirtschaftung Hemmung
entgegensetzen. Noch ist die "Gegend" leer, man könnte sozusagen mit dem
Flieger säen. Ziemlich sicher sind da keine Fichten- und Eukalyptussamen im
Boden erhalten.
>
> > Und, ändert sich was an diesem Mechanismus durch Düngung? Wer hier
> > Bodenkunde braucht ist sehr unsicher....die noch nicht verrotteten Teile
> der
> > Tundravegetation wie etliche Schichten Moose etc wurden durch den
> Permafrost
> > konserviert...genau wie ein Teil des entstehenden Methans im
Sumpfschlamm.
> > Das taut derzeit gerade auf, und Du kannst diesen Auftau-prozeß also per
> > Dünger beeinflussen?
>
> Du hast die Meinung vertreten, dass man dort schnellwachsendes Hartholz
> anbauen könnte. Ich hab bezweifelt, dass das funktioniert, und davor
> gewarnt, mit Düngung nachhelfen zu wollen.
In der Taiga wachsen derzeit auch Fichten, auch ne Sorte Hartholz.
>
> > Der viele "Torf" gammelt jetzt los, sobald er auftaut,
> > und das liegt am Dünger?
>
> Düngung würde den Abbau des Torfs zu Mineralstoffen und CO2 beschleunigen.
Wie kann ein bißchen Mineraldünger oder Stickstoffdünger das tun? Und welche
Mineralstoffe sind in Torf enthalten? Wunder über Wunder.
>
> > Hab ich davon was gesagt? Ich würde Technologie einsetzen, keine
> Schläuche.
>
> Welche Technologie?
Etwa Kondeswassersammler, Taufeuchtesammler für jede Bauminsel jeweils
einen. Denk an "Dune", so etwa. Das Prinzip geht ja mit modernen Werkstoffen
wirklich. dazu dann eine Steigerung des Grundwasserspiegels durch Versickern
von Leitungswasser in ausgesuchten Tälern bzw Seen. Hier müßte Wasser von
außerhalb her. Israel macht das im Negev ganz ähnlich, bloß das Sickerwasser
haben die nicht übrig, weshalb die Negev auch Wüste bleibt, lediglich
örtlich begrenzt landwirtschaftlich blüht.
--
mfg,
gUnther
> ...
> Noch ist die "Gegend" leer, man könnte sozusagen mit dem
> Flieger säen. Ziemlich sicher sind da keine Fichten- und Eukalyptussamen
im
> Boden erhalten.
Fichten-, Kiefern- und Birkensamen würden rasch von allein kommen (falls sie
nicht schon da sind). Und Eukalyptus wird auch dann noch erfrieren, wenn es
wesentlich wärmer ist als heute. Aber meinetwegen, lass sie fliegen: Solange
sie Baumsamen statt Bomben streuen, machen sie wenigstens keinen Schaden.
> Wie kann ein bißchen Mineraldünger oder Stickstoffdünger das tun? Und
welche
> Mineralstoffe sind in Torf enthalten? Wunder über Wunder.
> ...
Torf enthält sehr wenige Mineralstoffe. Darum zersetzt er sich auch nicht so
schnell wie z.B. Ahornlaub. Mit der Zufuhr von Mineraldünger könnte man das
vielleicht ändern, würde aber durch die beschleunigte Zersetzung des Torfs
auch beschleunigt CO2 freisetzen.
> Etwa Kondeswassersammler, Taufeuchtesammler für jede Bauminsel jeweils
> einen. Denk an "Dune", so etwa. Das Prinzip geht ja mit modernen
Werkstoffen
> wirklich.
Würde vermutlich nur am Westrand des Kontinents was bringen. Und ob es
wirtschaftlich wäre, ist fraglich (noch dazu da Du das 'Erntegut' ja im Meer
versenken willst).
> dazu dann eine Steigerung des Grundwasserspiegels durch Versickern
> von Leitungswasser in ausgesuchten Tälern bzw Seen.
> ...
Senken sind besonders anfällig für Versalzung.
Gruß
pacifico
> ...
> Und auf dem gleichen Weg dringt bei höherem Druck Wasser in das Holz
> ein und drückt die Luft darin so weit zusammen, daß das Holz seinen
> Auftrieb verliert. Und grünes Holz enthält sowieso nicht so viel Luft,
> dafür muß es erst abgelagert werden und austrocknen.
Na, Meinetwegen. Aber eine Verschwendung bleibt es trotzdem.
Gruß aus Franken
pacifico
> Wer sagt das? Dann schau dir bitte doch einmal die Klimageschichte an.
> Warmphasen überwiegen da eindeutig. Und wirklich konstant und zwar über
> hunderte von Millionen Jahre hinweg waren auch nur die Warmphasen. Wir
> leben momentan in der Warmphase einer Eiszeit. Und Eiszeiten waren
> immer wechsel- und launenhaft.
Das mag schon sein. Da aber die Klimaverhältnisse in den letzten paar
Tausend Jahren für die Menschheit offenbar günstig waren, halte ich es für
sehr riskant und daher nicht sinnvoll, das Klima künstlich zu verändern, wie
man es derzeit tut.
> Und die orbitale Position der Erde ist momentan so, wie sie in etwa zur
> Zeit des Pleistozän zu Beginn der großen Eiszeit war. Würde man danach
> gehen, dann liegt in 50.000 Jahren Europa vorwiegend unter einem dicken
> Eispanzer.
Dass sich die Temperaturen im globalen Durchschnitt in den letzten
Jahrzehnten erhöht haben, wirst Du aber wohl nicht bestreiten wollen. Und
wegen des Abschmelzens von Eis ist mit einer Verringerung der Albedo in
arktischen Breiten zu rechnen, was bei der derzeitigen orbitalen Position
der Erde eine weitere Erwärmung als wahrscheinlich erscheinen lässt. Sollte
die Zukunft zeigen, dass wir entgegen dieser Erwartung auf eine neue Eiszeit
zusteuern (oder diese durch Meteoriteneinschläge oder besonders starker
Vulkanausbrüche ausgelöst werden sollte), dann ist es umso wichtiger, dass
wir dann noch genügend Kohlenwasserstoffe zur Verbrennung übrig haben. Wenn
man sie jetzt, da es eigentlich warm genug ist, vergeudet, werden sie dann
fehlen, wenn sie wirklich nötig sind.
> Und überzeugend konnte bisher noch keiner darstellen, warum es (und
> bereits vor dem Erscheinen des Menschen) grobe Klimaschwankungen
> innerhalb kürzester Zeit gegeben hat. Diese kurzfristigen massiven
> Änderungen sind mit pllattentektonischen Verschiebungen wie dem Wandern
> von Kontinenten, Entstehung von Bergketten wie Alpen oder Himalaya etc
> nicht erklärbar. Aber Vulkanausbrüche sind halt immer so dankbar, wenn
> sie zur Erklärung herangezogen werden können...
Können sie auch. Große Vulkanausbrüche sind als Erklärung für
Klimaänderungen in beide Richtungen geeignet: Wird viel Staub oder
Schwefelsäure in die hohe Atmosphäre geschleudert, verringert sich die
Sonneneinstrahlung, es wird kälter. Stößt der Vulkan dagegen v.a. CO2 oder
andere Treibhausgase aus, dann wird es wärmer. Verstreut ein Vulkan Asche
über einem Gebiet, das mit Eis oder hellem Gestein bedeckt war, dann
verringert sich die Albedo, es wird wärmer. Überdeckt die Asche dagegen
Gebiete mit zuvor dunkler Farbe und ungleichmäßiger Oberfläche, dann wird
die Abstrahlung höher und es wird kälter.
Was soll daran nicht überzeugend sein?
Außerdem: Die Enstehung von Alpen und Himalaya ist sicher langsam vonstatten
gegangen und kann daher nur für langfristige Trends, nicht aber für
kurzfristige Schwankungen verantwortlich gemacht werden. Es gibt aber auch
plattentektonische Vorgänge, die geeignet erscheinen, kurzfristige
Schwankungen auszulösen, nämlich wenn sie Meeresströmungen beeinflussen. So
halte ich es für denkbar, dass unser Golfstrom erst entstehen konnte, weil
die Landbrücke zwischen Nors- und Südamerika durch tektonischen Vulkanismus
geschlossen wurde. Und Stärke und Richtung des Golfstroms könnten auch heute
noch von tektonischem Vulkanismus in der Karibik oder auf Island beinflusst
werden. (Vermutlich hat es in der jüngeren Erdgeschichte wiederholt
momentane Ereignisse gegeben, die ähnlich schnell abliefen, aber weit größer
waren als der Vulkanausbruch auf Island, der vor ein paar Jahren einen
Gletscher zum Schmelzen brachte und damit die Strömungsverhältnisse
beinflusst hat).
Und außer Vulkanausbrüchen kommen auch Meteoriteneinschläge in Frage. Das
könnte sogar häufiger geschehen sein als man aus der Zahl der gefundenen
Einschlagskrater vermuten möchte. In manchen Fällen halte ich es nämlich für
nicht ausgeschlossen, dass das, was man heute als Basaltdecke sieht,
entstanden ist, weil ein Meteorit ein Loch in die Erdkruste geschlagen hat,
von dem man heute wegen der Lavaüberdeckung nichts mehr sieht.
(Vielleicht ist auch die Kreidezeit (eine der von Dir erwähnte langen
Warmzeiten) durch Meteoriteneinschläge beendet worden, wenn auch der eine
Krater, den man bisher gefunden hat, als Erklärung wohl nicht ausreicht.)
Gruß
pacifico
Hi,
wieso sollten sie? Die Taigawälder sind anfangs Birke, später dann Fichte,
aber vorher gibts eine Pioniergesellschaft, die einer maschinellen
Bewirtschaftung im Wegen stände. Um effizient im wirklich großen Stil
Hartholz anzubauen, sollte man nicht abwarten, bis da ein Dschungel steht,
sondern schon vorher Wege anlegen und Kanäle aufstauen. Wird man wohl nicht
machen...weiß ich.
> > ...
> Torf enthält sehr wenige Mineralstoffe. Darum zersetzt er sich auch nicht
so
> schnell wie z.B. Ahornlaub. Mit der Zufuhr von Mineraldünger könnte man
das
> vielleicht ändern, würde aber durch die beschleunigte Zersetzung des Torfs
> auch beschleunigt CO2 freisetzen.
?? Torf enthält Huminsäuren, die wegen der fehlenden (alkalischen)
Mineralien so sauer sind, daß sich nur wenige Pflanzen und Bakterien darin
wohlfühlen. Um den per Dünger für die Verrottung attraktiver zu machen,
müßte man den mit Kalilauge tränken....dabei aber nicht das andere Extrem
riskieren, man bräuchte anstatt saurem Regen sozusagen "basischen
Regen"...etliche Jahre lang. Lustiger Gedanke.
>
> > Etwa Kondeswassersammler, Taufeuchtesammler für jede Bauminsel jeweils
> > einen. Denk an "Dune", so etwa. Das Prinzip geht ja mit modernen
> Werkstoffen
> > wirklich.
>
> Würde vermutlich nur am Westrand des Kontinents was bringen. Und ob es
> wirtschaftlich wäre, ist fraglich (noch dazu da Du das 'Erntegut' ja im
Meer
> versenken willst).
Das bringt sogar in der Namib was. Oder im Llano Estacado...oder der
Kalahari. Morgentau gibts auf der Erde in jeder Gegend...vielleicht nicht
jeden Tag, aber genug.
>
> > dazu dann eine Steigerung des Grundwasserspiegels durch Versickern
> > von Leitungswasser in ausgesuchten Tälern bzw Seen.
> > ...
>
> Senken sind besonders anfällig für Versalzung.
Manche solche Senken nennt man deshalb ja auch Seen...Salzseen etwa. Sollte
es in der Sahara sowas nicht geben?
--
mfg,
gUnther
In Nordeuropa ist das so. In Ostsibiren sind es Laerchen - Fichten vertragen
das Klima dort nicht.
> aber vorher gibts eine Pioniergesellschaft, die einer maschinellen
> Bewirtschaftung im Wegen stände. Um effizient im wirklich großen Stil
> Hartholz anzubauen, sollte man nicht abwarten, bis da ein Dschungel steht,
> sondern schon vorher Wege anlegen und Kanäle aufstauen. Wird man wohl nicht
> machen...weiß ich.
Ja lohnt sich nicht, da die Baeume dort sehr lange brauchen.
Wer jetzt eine Plantage anlegt kann in 100 Jahren ernten , fruehestens.
>
> > > ...
> > Torf enthält sehr wenige Mineralstoffe. Darum zersetzt er sich auch nicht
> so
> > schnell wie z.B. Ahornlaub. Mit der Zufuhr von Mineraldünger könnte man
> das
> > vielleicht ändern, würde aber durch die beschleunigte Zersetzung des Torfs
> > auch beschleunigt CO2 freisetzen.
>
> ?? Torf enthält Huminsäuren, die wegen der fehlenden (alkalischen)
> Mineralien so sauer sind, daß sich nur wenige Pflanzen und Bakterien darin
> wohlfühlen.
z.B. Heidelbeeren, aber auch diverse Nadelbaeume (Kiefern) kommen gut damit
zurecht, sobald das Moor entwaessert ist - das ist die vorraussetzung.
> Um den per Dünger für die Verrottung attraktiver zu machen,
> müßte man den mit Kalilauge tränken....dabei aber nicht das andere Extrem
> riskieren, man bräuchte anstatt saurem Regen sozusagen "basischen
> Regen"...etliche Jahre lang. Lustiger Gedanke.
Ist auch ueberfluessig. Normalerweise nimmt man uebrigends Kalk dafuer.
>
> >
> > > Etwa Kondeswassersammler, Taufeuchtesammler für jede Bauminsel jeweils
> > > einen. Denk an "Dune", so etwa. Das Prinzip geht ja mit modernen
> > Werkstoffen
> > > wirklich.
> >
> > Würde vermutlich nur am Westrand des Kontinents was bringen. Und ob es
> > wirtschaftlich wäre, ist fraglich (noch dazu da Du das 'Erntegut' ja im
> Meer
> > versenken willst).
>
> Das bringt sogar in der Namib was.
In der Namib ist die Luft nachts sehr feucht, sie kommt direkt vom Meer.
> Oder im Llano Estacado...oder der
> Kalahari. Morgentau gibts auf der Erde in jeder Gegend...vielleicht nicht
> jeden Tag, aber genug.
Nein im groessten Teil der Sahara gibt es nur selten Morgentau.
Momentan z.B liegt der Taupunkt in der Sahara unter 10°, teilweise sogar unter 0°,
die Temperaturen fallen aber Nachts auf Werte zwischen 20° und 30° - da gibt
es keinen Tau. Siehe http://www.wetterzentrale.de/topkarten/fsavnafr.html
Hi,
wo wächst dann die Sibirische Fichte? Am Südpol?
> Ja lohnt sich nicht, da die Baeume dort sehr lange brauchen.
> Wer jetzt eine Plantage anlegt kann in 100 Jahren ernten , fruehestens.
Ach je, schon wieder denkt da einer in "früher, vor der Erderwärmung und
dem Abschmelzen war es da soo kalt, und jetzt, nachdem da alles auftaut, ist
es immer noch soo kalt..." kannst Du die Blutgrätsche nicht vollziehen, vom
jetzigen zum erwartbaren/abwartbaren Demnächst? Dort wirds deutlich wärmer,
der Permafrost taut auf, vermutlich bis an die Küste, man rechnet gar damit,
daß der unterseeische Permafrost (jaja, den gibts da) auch auftaut und dabei
jede Menge Methaneis freisetzt. Damit werden sich die derzeitigen Baumzonen
nach Norden verlagern, die Breite ist dieselbe wie Schweden, es werden also
rein wärmebedingt dieselben Baumarten dort überleben können....
>
> >
> > > > ...
> > > Torf enthält sehr wenige Mineralstoffe. Darum zersetzt er sich auch
nicht
> > so
> > > schnell wie z.B. Ahornlaub. Mit der Zufuhr von Mineraldünger könnte
man
> > das
> > > vielleicht ändern, würde aber durch die beschleunigte Zersetzung des
Torfs
> > > auch beschleunigt CO2 freisetzen.
> >
> > ?? Torf enthält Huminsäuren, die wegen der fehlenden (alkalischen)
> > Mineralien so sauer sind, daß sich nur wenige Pflanzen und Bakterien
darin
> > wohlfühlen.
>
> z.B. Heidelbeeren, aber auch diverse Nadelbaeume (Kiefern) kommen gut
damit
> zurecht, sobald das Moor entwaessert ist - das ist die vorraussetzung.
Nein, die kommen damit nicht zurecht. Kannst Du gut in Mooren sehen, die
bestehen nur aus Moos, da wachsen weder Heidelbeeren noch Kiefern. Nur am
Rand, oder mit Kontakt zum festen Boden geht das, Kiefern sind genügsam.
Mögen aber sandigen Boden lieber.
>
> > Um den per Dünger für die Verrottung attraktiver zu machen,
> > müßte man den mit Kalilauge tränken....dabei aber nicht das andere
Extrem
> > riskieren, man bräuchte anstatt saurem Regen sozusagen "basischen
> > Regen"...etliche Jahre lang. Lustiger Gedanke.
> Ist auch ueberfluessig. Normalerweise nimmt man uebrigends Kalk dafuer.
Wie Du die fehlenden Mineralien nennst, ist mir wurscht. Man kann auch
"Dolomit" dazu sagen, oder "Kalksteinpulver"... diese Materialien haben den
Vorteil, sich nur langsam zu lösen und nicht vom Regen weggespült zu werden,
in Mooren ist ja nur die oberste Schicht "lebendig", mangels Sauerstoff
verrottet tieferliegender Torf nicht, saugt aber durchaus Wasser und Dünger
weg.
> > >
> > > > Etwa Kondeswassersammler, Taufeuchtesammler für jede Bauminsel
jeweils
> > > > einen. Denk an "Dune", so etwa. Das Prinzip geht ja mit modernen
> > > Werkstoffen
> > > > wirklich.
> > >
> > > Würde vermutlich nur am Westrand des Kontinents was bringen. Und ob es
> > > wirtschaftlich wäre, ist fraglich (noch dazu da Du das 'Erntegut' ja
im
> > Meer
> > > versenken willst).
> >
> > Das bringt sogar in der Namib was.
>
> In der Namib ist die Luft nachts sehr feucht, sie kommt direkt vom Meer.
Wir sind auf Terra....hier ist die Luftfeuchte immer bei 20% oder höher.
Wenns weniger wird, weißt Du, Du bist in einer künstlichen Umgebung.
Woher ich das weiß? Weil überall Menschen leben, und deren Lunge geht bei
weniger Feuchte kaputt..husthust.
>
> > Oder im Llano Estacado...oder der
> > Kalahari. Morgentau gibts auf der Erde in jeder Gegend...vielleicht
nicht
> > jeden Tag, aber genug.
>
> Nein im groessten Teil der Sahara gibt es nur selten Morgentau.
> Momentan z.B liegt der Taupunkt in der Sahara unter 10°, teilweise sogar
unter 0°,
> die Temperaturen fallen aber Nachts auf Werte zwischen 20° und 30° - da
gibt
> es keinen Tau. Siehe http://www.wetterzentrale.de/topkarten/fsavnafr.html
In der Sahara wurde des öfteren Eisbildung beobachtet, nachts...bzw am
frühen Morgen. Die sehr klare Luft geringer Feuchte läßt die Bodenwärme gut
abstrahlen, am Morgen kommt es OFT zu Taubildung, weniger zu Nebel. Selbst
in der Namib...die trockenste Wüste in Afrika. In Wüsten wird es jede Nacht
sehr kalt. Weshalb wohl machen Reisende nachts ein Feuerchen an? Nur um
Fliegen anzulocken? Wie Du auf 30° kommst ist mir schleierhaft, bei den
Temperaturen könnte man in der Badehose bleiben....Du wärest am 2.Morgen
erfroren.
--
mfg,
gUnther
Carla Schneider schrieb:
...
> Momentan z.B liegt der Taupunkt in der Sahara unter 10°,
> teilweise sogar unter 0°
° was?
K ;-) F C R ... östl. Breite?