Hat jemand einen guten Tip auf Lager, wie man Kalium _zuverlässig_
quantitativ bestimmen kann? In den einschlägigen Büchern (ich habe in
Lux/Fichtner, Kunze und Jander-Blasius nachgesehen...) findet sich
nur die gravimetrische Methode mittels Fällung als Kaliumtetraphenyl-
boranat K[B(C6H6)4]. Leider klappt das nicht allzu gut (das ist noch
untertrieben ;-()
Argentometrische Bestimmung des Gegenions (Chlorid) geht leider nicht:
Es wurden Störionen hinzugefügt.
Vielen Dank
Heiko Schill
PS: Geräte haben wir hier auch nicht zur Verfügung (Quanti-Praktikum) -
es muß aber doch auch irgendwie naßchemisch mit Bordmitteln gehen...
Hi Heiko!
Am besten gibst Du deine Kaliumsalzloesung auf einen basischen
Ionenaustauscher. Die so erhaltene KOH-Loesung titrierst du dann mit
Salzsaeure, als Indikator sollte Methylorange oder sowas in der
Richtung funktionieren.
Viel Spass, wuenscht Dirk M.
hallo heiko
photometrisch?vielleicht
Mit Kalignost bildet sich, wie du beschrieben hast im alkalischen der
schwerlöslicher Niederschlag von Kaliumtetraphenylborat, der kann bei
695 nm photometrisch gemessen werden. Nachweisgrenze : 8mg/l.
Klappt recht gut.
Jander/Blasius....s.o.
I. Gonen, Journal of chemistry (Israel), Vol13 (3) 162-170, 1975
tschüss
Sascha
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ge...@umweltlabor.de
www.umweltlabor.de
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>Hat jemand einen guten Tip auf Lager, wie man Kalium _zuverlässig_
>quantitativ bestimmen kann?
Im u.a. 'Müller' stehen 14 Methoden
>In den einschlägigen Büchern (ich habe in
>Lux/Fichtner
Das Buch kenne ich noch nicht.
Gibt es nähere Angaben zu dem "Fichtner"? Sollte das eventuell ein
Studienkollege sein ("Wolfgang")?
>Kunze und Jander-Blasius nachgesehen...)
Welcher J.-B., der "rote" oder der "blaue"?
Zu meiner Zeit war noch der "Biltz-Biltz" angesagt.
>findet sich
>nur die gravimetrische Methode mittels Fällung als Kaliumtetraphenyl-
>boranat K[B(C6H6)4].
Da gibt's aber noch mehr!
>Leider klappt das nicht allzu gut (das ist noch untertrieben ;-()
Hmm...
>Argentometrische Bestimmung des Gegenions (Chlorid) geht leider nicht:
Welche?
fragend, Holger
PS: "Müller, praktikum der quantitativen chemischen Analyse"
1) als KCl (Abwesenheit von SO4, PO4, ...)
2) als K2SO4
3) als KClO4
4/5) Titration, wenn als KOH bzw K2CO3
6) als K2PtCl6
7) Trennung K/Ca, Ba
8/9) Trennung K/Na
10) Fällung als (KxNay)3[Co(NO2)6]
11) Trennung KOH/K2CO3
12) dito K2CO3/KHCO3
13) Trennung Li/K,Na über Löslichkeit von MCl in Amylalkohol
14) Trennung K/NH4
und dann könnte man noch über das (saure) Tartrat ("Weinstein") nachdenken.
> Hat jemand einen guten Tip auf Lager, wie man Kalium _zuverlässig_
> quantitativ bestimmen kann? In den einschlägigen Büchern (ich habe in
> Lux/Fichtner, Kunze und Jander-Blasius nachgesehen...) findet sich
> nur die gravimetrische Methode mittels Fällung als Kaliumtetraphenyl-
> boranat K[B(C6H6)4]. Leider klappt das nicht allzu gut (das ist noch
> untertrieben ;-()
Ich kann das leider nicht nachvollziehen, bei mir ging die Bestimmung
übers Kalignost echt spitze. Das einzige Problem dabei ist, daß es:
1. unangenehm riecht
2. mit einem feinen Filter abgesaugt werden muß
3. und vor allem: Viel Tetrapehnylborat zukippen, einfach mal
nachrechnen, wieviel du brauchen solltest, ist wahrscheinlich sowas um
die 15g...Bei mir hatte es am Anfang nicht geklappt, weil ich einfach
zu sparsam mit dem Zeugs umgegangen bin :)
Achja, und was bei allen Gravimetrien gilt: Wenn du zu sauber
arbeitest, wirds ungenau :)
Daniel