die Lebenserwartung von Lautsprechern ist u.a. durch den Alterungsprozess
der Gummisicken (verbinden das Chassis mit der Membran) begrenzt, da diese
über die Jahre die enthaltenen Weichmacher ausgasen und dann hart und
spröde werden. Dieser Vorgang wird durch Sonneneinstrahlung und Wärme (z.B.
Heizung) entsprechend beschleunigt.
Jetzt habe ich kürzlich den Tipp bekommen, dass die Gummisicken mit
Silikonspray behandelt werden sollten (nur mit einem Tuch auftragen). Der
durch hochwertiges Silikonspray erzeugte Schmierfilm besteht aus 100%
Silikon ohne jegliche Zusätze von Lösungsmitteln, durch eine CO2 Abfüllung
wird 98% Wirkstoffanteil erreicht (z.B. Carambe Profi-Line C7). Durch die
Silikonbehandlung bildet sich angeblich eine dünne Schutzschicht, die das
Ausgasen der Weichmacher hemmt und außerdem das Gummi oberflächlich
geschmeidig hält.
Bevor ich das jetzt an meinen sündhaft teuren Lautsprechern ausprobiere,
wollte ich mich erkundigen, was Ihr von dieser Lösung haltet? Welche
Gefahren bestehen für die verwendeten Kleber und welche Langzeiteffekte
sind zu erwarten?
--
Grüße - Regards
Oliver Pfeiffer
ICQ-ID 84320006
Oliver Pfeiffer schrub:
> Jetzt habe ich kürzlich den Tipp bekommen, dass die Gummisicken
> mit Silikonspray behandelt werden sollten (nur mit einem Tuch
> auftragen). Der durch hochwertiges Silikonspray erzeugte
> Schmierfilm besteht aus 100% Silikon ohne jegliche Zusätze von
> Lösungsmitteln, durch eine CO2 Abfüllung wird 98%
> Wirkstoffanteil erreicht (z.B. Carambe Profi-Line C7). Durch
> die Silikonbehandlung bildet sich angeblich eine dünne
> Schutzschicht, die das Ausgasen der Weichmacher hemmt und
> außerdem das Gummi oberflächlich geschmeidig hält.
Die Schutzschicht ist dermaßen dünn, dann sie kaum eine wirksame
Diffusionsbremse darstellt.
> Bevor ich das jetzt an meinen sündhaft teuren Lautsprechern
Ich hatte hier gelesen, dass sündhafte teure Lautsprecher keine
solch vergänglichen Sicken haben...
> ausprobiere, wollte ich mich erkundigen, was Ihr von dieser
> Lösung haltet? Welche Gefahren bestehen für die verwendeten
> Kleber und welche Langzeiteffekte sind zu erwarten?
Das Silikonöl kann in das Gummi eindiffundieren und dieses
auflösen. Kleber ebenso. Das muss nicht sofort passieren, aber
wenn du so die Haltbarkeit der Lautsprecher auf >20 Jahre
steigern willst, dann müsstest du schon eine Garantie haben,
dass das auch nach 20 Jahren noch nicht passiert - die wirst du
kaum bekommen.
CU Rollo
>> Bevor ich das jetzt an meinen sündhaft teuren Lautsprechern
>
> Ich hatte hier gelesen, dass sündhafte teure Lautsprecher keine
> solch vergänglichen Sicken haben...
Der von Dir angesprochene Aspekt hat einen realen historischen Hintergrund,
da vor zehn Jahren insbesondere die Sicken der Tieftöner hauptsächlich aus
Schaumstoff gebaut wurden. Die flexible Schaumstoffsicke ist für den
Boxenhersteller klanglich das beste Material, da hochelastisch und sehr
flexibel. Leider lösen sich solche Schaumstoffsicken nach 10-15 Jahren auf
(werden porös und zerfallen). Deswegen werden heutzutage bei hochwertigen
Lautsprechern ausschließlich Gummisicken für die Tieftöner eingesetzt.
Diese sind klanglich schwerer in Griff zu bekommen, halten dafür aber 15-25
Jahre. Wenn allerdings Lautsprecher gut behandelt werden und auf der
Frequenzweiche z.B. nur hochwertige zeitbeständige Komponenten
(Folienkondensatoren etc.) verarbeitet wurden, dann ist die Gummisicke
zeitlich gesehen leider immer noch die Schwachstelle, da insbesondere die
Tieftöner die größte mechanische Bewegung (Membranhub) ertragen müssen.
>> ausprobiere, wollte ich mich erkundigen, was Ihr von dieser
>> Lösung haltet? Welche Gefahren bestehen für die verwendeten
>> Kleber und welche Langzeiteffekte sind zu erwarten?
>
> Das Silikonöl kann in das Gummi eindiffundieren und dieses
> auflösen. Kleber ebenso. Das muss nicht sofort passieren, aber
> wenn du so die Haltbarkeit der Lautsprecher auf >20 Jahre
> steigern willst, dann müsstest du schon eine Garantie haben,
> dass das auch nach 20 Jahren noch nicht passiert - die wirst du
> kaum bekommen.
Das mit Silikon hörte sich für mich erstmal stimmig an, weil viele
Gummipflegemittel aus Silikon (z.B. für Autotürdichtungen) existieren. Ich
habe selber an 15 Jahre alten Lautsprechern, bei denen die Gummisicke
bereits verhärtet war, das Experiment mit Silikonspray gewagt und der
Effekt war beeindruckend. Die Sicke ist deutlich elastischer geworden und
sieht farblich wieder aus wie neu. Durch die verbesserte Elastizität der
Gummisicke hat sich der Tieffrequenzklang der Lautsprecher auch wieder
normalisiert, da mit der steiferen alten Sicke die Präzision verloren
gegangen ist. Vorher hätte ich sie fast weggeworfen, jetzt stehen sie
wieder im Wohnzimmer.
Deswegen kam mir der Gedanke, dass ich auch meine deutlich jüngeren und
wesentlich kostspieligeren Lautsprecher eventuell prophylaktisch mit
Silikon behandeln könnte, um bei den Tieftonsicken die Lebenserwartung zu
verlängern. Wenn durch die Behandlung mit Silikon natürlich das Risiko
besteht, dass die Sicken zerfallen, weil sich das Gummi auflöst, dann lasse
ich da natürlich die Finger von.
Hi,
das kann auch genau nach hinten losgehen. Gerade Silikon ist ein
"Gummimörder", weil es in alle Risse und Ritzen kriecht und die Reibung der
Wandungen solcher Risse herabsetzt, die "Last" für das verringerte Material
am Rißboden steigt also. Deshalb fallen auch mit Silikonöl geschmierte
Plastikgriffe an Gartenwerkzeugen schonmal ab....und die Weichmacherstory
klingt auch plemplem. Gummi hat keine Weichmacher, sondern ist dann eben
nicht vollständig vernetzt/vulkanisiert. Allerdings sieht ein so
eingewichster Trichter fesch aus....solange ein Schutzgitter verhindert, daß
man dranfaßt. Den Schmier hat man nämlich nicht gern an der Pfote. Auch
kriecht das Zeug gern ins Papier der Kalotte, die kann dabei erweichen und
ganz allgemein ihre Klangeigenschaften verlieren. Der "Trick" ist ja nicht
unbekannt, so manche Diskobox hat schonmal Schuhcreme kennengelernt. Was
sich ev. lohnen könnte, wenn die Versprödung schon arg sichtbar wird, ist
ein Einpinseln mit Gummilösung (Fahrradflickzeug) oder ein Abreiben mit
"Gummi-Neu", einer wahnwitzigen Giftmischung, die das spröde Hartgummi
oberflächlich ablösen kann. Ansonsten ist simple Schuhcreme (Carnauba-Wachs)
oder son Cockpit-Pflegestift sicher auch nicht weniger hübsch.
--
mfg,
gUnther
Oliver Pfeiffer schrieb:
> die Lebenserwartung von Lautsprechern ist u.a. durch den Alterungsprozess
> der Gummisicken (verbinden das Chassis mit der Membran) begrenzt, da diese
> über die Jahre die enthaltenen Weichmacher ausgasen und dann hart und
> spröde werden.
sagen wir es mal so:
Schaumstoffsicken halten 15-20 Jahre. Gummisicken halten länger. Was
also ist das Ziel?
> Jetzt habe ich kürzlich den Tipp bekommen, dass die Gummisicken mit
> Silikonspray behandelt werden sollten (nur mit einem Tuch auftragen). Der
> durch hochwertiges Silikonspray erzeugte Schmierfilm besteht aus 100%
> Silikon ohne jegliche Zusätze von Lösungsmitteln, durch eine CO2 Abfüllung
> wird 98% Wirkstoffanteil erreicht (z.B. Carambe Profi-Line C7). Durch die
> Silikonbehandlung bildet sich angeblich eine dünne Schutzschicht, die das
> Ausgasen der Weichmacher hemmt und außerdem das Gummi oberflächlich
> geschmeidig hält.
Das mag schon funktionieren, aber ob es den Aufwand rechtfertigt, steht
auf einem anderen Blatt. Zumindest halte ich es für abwegig, dass es mit
einer einzigen Behandlung getan ist. Des weiteren wäre zu klären, was
das Silikonspray mit den Membranen macht. Irgendwann kommt es schon dahin.
> Bevor ich das jetzt an meinen sündhaft teuren Lautsprechern ausprobiere,
> wollte ich mich erkundigen, was Ihr von dieser Lösung haltet?
Sündhaft teure Lautsprecher? Also an denen würde ich /zuallerletzt/
herumfummeln. Die Wahrscheinlichkeit mit dem "Pflegedrang" Schaden
anzurichten, ist sicherlich größer als der Nutzen. Wie gesagt, wenn die
Dinger halbwegs etwas taugen und nirgends Schaumstoffsicken haben,
halten sie auch so 30 Jahre. Das ist heutzutage schon Rekordverdächtig.
> Welche
> Gefahren bestehen für die verwendeten Kleber
könnte sich lösen.
> und welche Langzeiteffekte
> sind zu erwarten?
Auf Zeitskalen von 30 Jahren werden hier wohl kaum Erfahrungswerte
vorliegen.
Marcel
> das kann auch genau nach hinten losgehen. Gerade Silikon ist ein
> "Gummimörder", weil es in alle Risse und Ritzen kriecht und die
> Reibung der Wandungen solcher Risse herabsetzt, die "Last" für das
> verringerte Material am Rißboden steigt also.
Das hört sich nachvollziehbar für mich an. Wenn allerdings noch keine
ernstzunehmenden Risse vorhanden sind, kann das Silikon dann (durch die
verringerte Versprödung) die Bildung solcher Risse entgegenwirken? Jeder
Riss beginnt ja sicher an der Oberfläche und setzt sich dann in die Tiefe
fort.
> Allerdings sieht ein so eingewichster Trichter
> fesch aus....solange ein Schutzgitter verhindert, daß man dranfaßt.
Also die Sicken von meinen alten Lautsprechern (siehe anderes Posting) sind
weicher geworden und schmieren kein Stück. Das Silikon scheint zum großen
Teil in die Oberfläche eingezogen zu sein. Ich habe das Silikon natürlich
vorsichtig mit einem Tuch nur auf der reinen Gummisicke und nicht auf der
Verklebung oder der Membran aufgetragen.
> Was sich ev. lohnen könnte, wenn die Versprödung schon arg sichtbar
> wird, ist ein Einpinseln mit Gummilösung (Fahrradflickzeug) oder ein
> Abreiben mit "Gummi-Neu", einer wahnwitzigen Giftmischung, die das
> spröde Hartgummi oberflächlich ablösen kann. Ansonsten ist simple
> Schuhcreme (Carnauba-Wachs) oder son Cockpit-Pflegestift sicher auch
> nicht weniger hübsch.
Cockpit Pflegemittel habe ich hier auch liegen und da sind jede Menge
Lösungsmittel und Alkohole drinne (von den Duftstoffen mal abgesehen). Mit
dem Zeug habe ich mich auch noch an keine Box rangetraut.
Was würdest Du denn konkret für die prophylaktische Behandlung empfehlen?
Ich habe auch schon davon gehört, dass Leute so ein Vaseline ähnliches
Lederwachs auf die Gummisicken geschmiert haben. Aber das ist dann
vermutlich wirklich Klehkram, weil es nicht einziehen wird (dafür aber
vermutlich eine echte "Schutzschicht" bildet).
Tja, jetzt bin ich noch ratloser ...
> Sündhaft teure Lautsprecher? Also an denen würde ich /zuallerletzt/
> herumfummeln. Die Wahrscheinlichkeit mit dem "Pflegedrang" Schaden
> anzurichten, ist sicherlich größer als der Nutzen. Wie gesagt, wenn die
> Dinger halbwegs etwas taugen und nirgends Schaumstoffsicken haben,
> halten sie auch so 30 Jahre. Das ist heutzutage schon Rekordverdächtig.
Das gilt allerdings nur, wenn die Boxen nicht aus wohntechnischen Gründen
direktem Sonnenlicht ausgesetzt oder nahe einer Heizung aufgebaut sind. Ich
hatte fünf Jahre eine 1800 DM Standbox im Wohnzimmer im Schatten und die
andere gegenüber naher der Heizung im Sonnenlicht stehen. Die Gummisicke
der Schattenbox ist heute noch schwarz und elastisch, die der anderen war
eher hellgrau und versteift. An der hatte ich dann den Silikontest gemacht
und danach war die Sicke wieder flexibel und natürlich farblich wie neu.
Den größten Sickenverschleiss haben auch eher Subwoofer im Vergleich zu
Standboxen, da hier die Membranbelastung am stärksten ist. Deshalb zeigen
gerade die leistungsfähigen Subwoofer bereits nach zehn Jahren die ersten
Verschleisserscheinungen. Deswegen überlege ich gerade, ob ich vielleicht
erstmal nur die Sicken der Subwoofer behandeln sollte und nach zehn Jahren
mir das Ergebnis anschaue und dann entscheide, was ich mit den Standboxen
mache.
Hi,
Silikon und Gummi sind nicht "kompatibel", das Gummi würde ja nur aufquellen
und damit soar eher noch schlechtere Eigenschaften annehmen.
Die Risse werden oberflächlich "gefüllt" und es sieht dann glatter aus. Ist
es aber nicht. Ich würde Silikonöl stets zu meiden suchen, außer in den
Bereichen, wo es wirklich Sinn hat, heiße Schmierstellen etwa, oder
Buntmetalle wie in Schlössern.
>
> > Allerdings sieht ein so eingewichster Trichter
> > fesch aus....solange ein Schutzgitter verhindert, daß man dranfaßt.
>
> Also die Sicken von meinen alten Lautsprechern (siehe anderes Posting)
sind
> weicher geworden und schmieren kein Stück. Das Silikon scheint zum großen
> Teil in die Oberfläche eingezogen zu sein. Ich habe das Silikon natürlich
> vorsichtig mit einem Tuch nur auf der reinen Gummisicke und nicht auf der
> Verklebung oder der Membran aufgetragen.
Ein Teil verdunstet, ein Teil bildet einen Film, der durch Staub schnell der
normalen Oberfläche ähnelt.
>
> > Was sich ev. lohnen könnte, wenn die Versprödung schon arg sichtbar
> > wird, ist ein Einpinseln mit Gummilösung (Fahrradflickzeug) oder ein
> > Abreiben mit "Gummi-Neu", einer wahnwitzigen Giftmischung, die das
> > spröde Hartgummi oberflächlich ablösen kann. Ansonsten ist simple
> > Schuhcreme (Carnauba-Wachs) oder son Cockpit-Pflegestift sicher auch
> > nicht weniger hübsch.
>
> Cockpit Pflegemittel habe ich hier auch liegen und da sind jede Menge
> Lösungsmittel und Alkohole drinne (von den Duftstoffen mal abgesehen). Mit
> dem Zeug habe ich mich auch noch an keine Box rangetraut.
Das normale Autodichtungenpflegemittel ist irgendein Wachs, zusammen mit
Hirschhorntalg oder so. Silikon an den Türen, und der Putzlumpen wird Dein
ständiger Begleiter. Schonmal versucht, mit Silikonöl an den Pfoten Bargeld
zu zählen?
>
> Was würdest Du denn konkret für die prophylaktische Behandlung empfehlen?
> Ich habe auch schon davon gehört, dass Leute so ein Vaseline ähnliches
> Lederwachs auf die Gummisicken geschmiert haben. Aber das ist dann
> vermutlich wirklich Klehkram, weil es nicht einziehen wird (dafür aber
> vermutlich eine echte "Schutzschicht" bildet).
Vaseline tuts auch, in Deinem Sinne sogar eher als Silikon, weil billiger.
Ich würde farblose Schuhschmiere, aus soeinem Feuchtschwammdöschen, nehmen,
idealerweise mit Carnaubawachs oder was ähnlich ökologischem. Ansonsten
gbits noch Paraffin und eine Reihe naheliegender Kandidaten aus der
"Seife"-Ecke. Kokos-Fett etwa (Palmin) oder Bienenwachs.
--
mfg,
gUnther
> Was würdest Du denn konkret für die prophylaktische Behandlung empfehlen?
> Ich habe auch schon davon gehört, dass Leute so ein Vaseline ähnliches
> Lederwachs auf die Gummisicken geschmiert haben. Aber das ist dann
> vermutlich wirklich Klehkram, weil es nicht einziehen wird (dafür aber
> vermutlich eine echte "Schutzschicht" bildet).
Der Hersteller meines "Trocki" (Trockentauchanzug) empfielt Vaseline zur
Pflege der Gummie-Manschetten an Hals und Handgelenken. Kann man als
"Melkfett" in jeder Apotheke kriegen (ohne Parfuem und so Zeug
natuerlich). Und immer nur ganz wenig nehmen.
> Abreiben mit
> "Gummi-Neu", einer wahnwitzigen Giftmischung, die das spröde Hartgummi
> oberflächlich ablösen kann.
Alternativ sollte Glycerin helfen. Löst das Zeug auch, ist aber nicht
giftig.
Grüße,
F^2
--
http://astro1.physik.uni-siegen.de/users/frank/index.html
> Silikon und Gummi sind nicht "kompatibel", das Gummi würde ja nur
> aufquellen und damit soar eher noch schlechtere Eigenschaften
> annehmen. Die Risse werden oberflächlich "gefüllt" und es sieht dann
> glatter aus. Ist es aber nicht. Ich würde Silikonöl stets zu meiden
> suchen, außer in den Bereichen, wo es wirklich Sinn hat, heiße
> Schmierstellen etwa, oder Buntmetalle wie in Schlössern.
Das ist natürlich schade, insbesondere weil mein erster Versuch hier so
grandiose Ergebnisse erzielt hat. Aber ich habe natürlich keine Ahnung, wie
die Sicken in zehn Jahren aussehen. Interessieren würde mich nun aber doch,
warum es so viele Silikonpflegemittel z.B. für Autodichtungen oder andere
Gummimaterialien gibt, wenn Silikon und Gummi nicht "kompatibel" sind, wie
Du schreibst!?
Es gibt zum Beispiel von Caramba Silikon-Spray, das ausdrücklich als
Pflegemittel u.a. für Gummi beworben wird. Oder auch auf der
Silikonspraydose von Karipol, die hier gerade vor mir steht, heißt es
wörtlich: "Silikonpflege erhält Elastizität, vermindert Rissbildung und
Sprödigkeit von Gummidichtungen bei Autotüren, Waschmaschinen und
Kühltruhen und anderen Kunststoffteilen im Haushalt."
http://www.caramba.de/index.php/de/produkte/produktlinien/klassik_linie/spe
zialprodukte/silikon_spray
http://www.karipol.de/karipol/produkt_karipol_silikonpflegespray_kps002.htm
l
> Vaseline tuts auch, in Deinem Sinne sogar eher als Silikon, weil
> billiger. Ich würde farblose Schuhschmiere, aus soeinem
> Feuchtschwammdöschen, nehmen, idealerweise mit Carnaubawachs oder was
> ähnlich ökologischem. Ansonsten gbits noch Paraffin und eine Reihe
> naheliegender Kandidaten aus der "Seife"-Ecke. Kokos-Fett etwa
> (Palmin) oder Bienenwachs.
Ich habe hier noch ein paar Tieftönerleichen im Keller, die optisch und
technisch kaputt sind. Da werde ich jetzt einen Tieftöner mal mit Silikon
und einen mit Vaseline bearbeiten und mir mal anschauen, wie sich das ganze
verändert.
> Silikon und Gummi sind nicht "kompatibel", das Gummi würde ja nur
> aufquellen und damit soar eher noch schlechtere Eigenschaften
> annehmen. Die Risse werden oberflächlich "gefüllt" und es sieht dann
> glatter aus. Ist es aber nicht. Ich würde Silikonöl stets zu meiden
> suchen, außer in den Bereichen, wo es wirklich Sinn hat, heiße
> Schmierstellen etwa, oder Buntmetalle wie in Schlössern.
Also ich habe jetzt mal quergegoogelt und musste feststellen, dass völlige
Uneinigkeit zum Thema Silikon/Vaseline als Gummipflegemittel im Netz
existiert. Hier einfach mal ein paar Aussagen aus diversen Foren zu diesem
Thema und unten angehängt zwei relevante Auszüge von Wikipedia!
=====================================================
"Ich glaube, die Vaseline ist das Problem. Vaseline greift Gummi an! Wenn
schon Fett, dann nur Silikonfett verwenden."
"Silikon greift Gummi an. Ich weiß, dass viele ihre Gabeln mit Silikonöl
Pflegen, aber mit der Zeit geht das auf die Dichtungen. "
"Nein, besser keine Vaseline! Die kann Gummi schaden und ist entgegen
vieler Behauptungen kein "neutrales" oder gar natürliches Zeug sondern ein
Kunstprodukt auf Erdölbasis."
"Ach ja: kein organisches öl!!! (Balistol und co.) Kann Kunstgummi-
Dichtngen angreifen / auflösen. Vaseline reagiert mit latex und manch
anderen naturgummiprodukten."
"In Gummiwerkstoffen dient Vaseline als Verarbeitungshilfsmittel. Während
sie die Viskosität senkt, vermindert sie im Gegensatz zu Weichmachern nicht
die Härte, Steifheit und Biegefestigkeit der Werkstoffe."
"Auf gar keinen Fall ein Fett, welches den Gummi angreift! Damit wird mit
Sicherheit die Dichtung zerstört. Ich verwende Silikonfett bzw. den
Pflegespray von Thedfort."
"Silikon dürfte kein Problem sein. Wird bei allen Tauchlampen etc. benutzt.
Hat den vorteil das es absolut nix angreift."
"Wie Öle und Cremes ist Vaseline fetthaltig, greift daher das Gummi an und
macht es virendurchlässig."
"Aja, Vaseline greift normales Gummi an, weil's eben erdölbasierend ist -
genau wie einfaches Gummi auch."
"Wir haben in der Werkstatt (während meiner Lehre) immer Silikonspray
genommen! Silikon greift Gummi nicht an, flutscht wie Sau, und ist
möglicherweise noch korrosionsschützend."
=====================================================
http://de.wikipedia.org/wiki/Gummi
"Öle, Fette (außer Silikonöl) und Weichmacher (z. B. aus Kontakt mit Weich-
PVC) zersetzen Naturgummi hingegen zu einer klebigen Masse, wobei schon
ölige Ausdünstung es langfristig schädigen können. Zersetzung von
Kautschuk-Gummi (besonders durch Ozon) verfärbt oft dessen Oberfläche
gräulich und bewirkt im Allgemeinen schon sehr früh einen charakteristisch
bitteren Geruch, was zum Aufspüren von Schäden nutzbar ist. Luftdicht,
trocken, kühl und dunkel aufbewahrtes Gummi zersetzt sich bei korrekter
Herstellung jedoch kaum und kann problemlos Menschenleben überdauern.
Allerdings führt Alterung zur Verhärtung durch fortschreitende Vernetzung
der Molekülstränge; auch dies kann bei falscher Mischung (überschüssiger
Schwefel) zur Versprödung führen, doch kommt es normalerweise vorher zum
Stillstand."
=====================================================
http://de.wikipedia.org/wiki/Silikon
"Silikonöle werden als Grundlage für Entschäumerformulierungen,
Hydrauliköl, Formtrennmittel, im Druckgewerbe als Inhaltsstoff für
spezielle Druckfarben für den wasserlosen Offsetdruck verwendet, zum
Hydrophobierenvon Glas (z.B. in der Pharmazie), Keramik, Textilien, Leder
usw., als Gleitmittel für die Kunststoffverarbeitung, Schmiermittel in
Kunststoffgetrieben, Poliermittelzusatz für Autolacke, Leder und Möbel, als
Druckfarbenzusatz, zur Verhütung des Ausschwimmens von Pigmenten in
pigmentierten Lacken, als Manometerflüssigkeit, Bestandteil von
Metallputzmitteln, Sammler bei Flotationsprozessen usw. verwendet."
=====================================================
> Das Silikonöl kann in das Gummi eindiffundieren und dieses
> auflösen.
Ich habe gerade ein wenig quergegoogelt und zumindest bei Wikipedia steht,
dass insbesondere Öle Gummi zersetzen können und Silikonöl hier die einzige
Ausnahme darstellt.
Siehe auch mein Posting ...
Message-ID: <Xns99D1C2435C952ol...@pfeiffer.myfqdn.de>
> Alternativ sollte Glycerin helfen. Löst das Zeug auch, ist aber nicht
> giftig.
Also bei jeder Art Lösungsmittel oder Alkohol (wie Glycerin) hätte ich
Sorge, dass sich der direkt unter der Sicke liegende Kleber löst, der die
Sicke mit der Membran verbindet.
>> Alternativ sollte Glycerin helfen. Löst das Zeug auch, ist aber nicht
>> giftig.
>
> Also bei jeder Art Lösungsmittel oder Alkohol (wie Glycerin) hätte ich
> Sorge, dass sich der direkt unter der Sicke liegende Kleber löst, der
> die Sicke mit der Membran verbindet.
Da muss ich mich korrigieren. Glycerin scheint tatsächlich sehr
gummiverträglich zu sein. Beispielsweise in folgendem Link wird das
Quellverhalten von Gummi in verschiedenen Lösungen aufgeführt und Glycerin
hat da mit am besten abgeschnitten. Paraffin und Öle hingegen scheinen dem
Gummi erheblichen Schaden zu zuführen.
http://chemie.fb2.fh-frankfurt.de/KAT/Quellung%20von%20Gummi.htm
> Ansonsten gbits noch Paraffin und eine Reihe naheliegender Kandidaten
> aus der "Seife"-Ecke. Kokos-Fett etwa (Palmin) oder Bienenwachs.
Insbesondere Paraffin und Öle scheinen Gummi erheblichen Schaden zu
zufügen.
Siehe hierzu auch mein Posting ...
Message-ID: <Xns99D1C6F89D8DEol...@pfeiffer.myfqdn.de>
>Hallo,
>
>die Lebenserwartung von Lautsprechern ist u.a. durch den Alterungsprozess
>der Gummisicken (verbinden das Chassis mit der Membran) begrenzt, da diese
>über die Jahre die enthaltenen Weichmacher ausgasen und dann hart und
>spröde werden. Dieser Vorgang wird durch Sonneneinstrahlung und Wärme (z.B.
>Heizung) entsprechend beschleunigt.
Das ist leider wahr.
>Jetzt habe ich kürzlich den Tipp bekommen, dass die Gummisicken mit
>Silikonspray behandelt werden sollten (nur mit einem Tuch auftragen). Der
>durch hochwertiges Silikonspray erzeugte Schmierfilm besteht aus 100%
>Silikon ohne jegliche Zusätze von Lösungsmitteln, durch eine CO2 Abfüllung
>wird 98% Wirkstoffanteil erreicht (z.B. Carambe Profi-Line C7). Durch die
>Silikonbehandlung bildet sich angeblich eine dünne Schutzschicht, die das
>Ausgasen der Weichmacher hemmt und außerdem das Gummi oberflächlich
>geschmeidig hält.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Schmierfilm das Ausgasen des
Weichmachers beeinträchtigt. Silikonöle sind meist hydrophob, behindern
somit Wasser und andere polare Flüssigkeiten am fließen, aber Ausgasen
ist etwas anderes.
Silikonöl ist löslich u.a. in Benzol, Toluol und Aliphaten (Benzin,
Vaselin etc.) und mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit auch im Weich-
macher, den es ja einschließen soll.
>
>Bevor ich das jetzt an meinen sündhaft teuren Lautsprechern ausprobiere,
>wollte ich mich erkundigen, was Ihr von dieser Lösung haltet? Welche
>Gefahren bestehen für die verwendeten Kleber und welche Langzeiteffekte
>sind zu erwarten?
Laut Wikipedia: "Auch in Verbindung mit Latex-Kondomen als Gleitmittel
können Silikonöle verwendet werden (im Gegensatz zu Kohlenwasserstoffölen,
welche das Kondom angreifen)." Somit sehe ich keine Gefahr für den Gummi.
Norbert
> Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Schmierfilm das Ausgasen des
> Weichmachers beeinträchtigt. Silikonöle sind meist hydrophob,
> behindern somit Wasser und andere polare Flüssigkeiten am fließen,
> aber Ausgasen ist etwas anderes.
Ja ich denke auch, dass hier kein Vorteil zu finden sein wird.
> Laut Wikipedia: "Auch in Verbindung mit Latex-Kondomen als Gleitmittel
> können Silikonöle verwendet werden (im Gegensatz zu
> Kohlenwasserstoffölen, welche das Kondom angreifen)." Somit sehe ich
> keine Gefahr für den Gummi.
Nachdem hier eher von Silikon abgeraten und alternativ Vaseline, Paraffin
u.ä. angeraten wurde, habe ich diesbezüglich quergegoogelt und diverse
kontroverse Aussagen gefunden. Aber laut Wikipedia scheint Silikon hier
deutlich besser geeignet zu sein, was auch mein erster Kurzzeittest an
einem alten Lautsprecher eindrucksvoll zeigt.
Gibt es denn eigentlich einen Unterschied zwischen Silikonöl und
beispielsweise Silikonspray was den Wirkstoff angeht. Nach meinem
Verständnis ist Silikonspray einfach nur Silikonöl zum sprühen oder?
Hi,
ja, in Petrochemie kann vulkanisiertes Gummi gelöst werden, in vielen
anderen Stoffen quillt es auf. Doch da praktisch jedes Öl auch recht schnell
verdunstet....nützen würde es aber nix.
--
mfg,
gUnther
Hi,
gerade den "Schaden wolltest Du doch haben, oder? Weiche, glatte Oberfläche
anstatt rissigrauher Grauzone? Das "Gummineu" ist irgendein Hexadingens,
letztlich eine Art schnellflüchtiges Lösungsmittel, das nicht tief eindringt
und schnell verfliegt, damit kann man die Oberfläche regelrecht abreiben.
Wird/wurde bei Druckwalzen verwendet.
--
mfg,
gUnther
> gerade den "Schaden wolltest Du doch haben, oder? Weiche, glatte
> Oberfläche anstatt rissigrauher Grauzone? Das "Gummineu" ist irgendein
> Hexadingens, letztlich eine Art schnellflüchtiges Lösungsmittel, das
> nicht tief eindringt und schnell verfliegt, damit kann man die
> Oberfläche regelrecht abreiben. Wird/wurde bei Druckwalzen verwendet.
Nein, mir ging es im wesentlichen darum, bei neuen Gummisicken durch
konstante Pflegemaßnahmen die Lebensdauer zu erhöhen. Die Gummisicken sind
in tadellosem Zustand, da aber die mechanische Belastung bei Subwoofern
extrem hoch ist, sind hier gewöhnlich bereits nach zehn Jahren die ersten
Alterserscheinungen deutlich sichtbar. Diesen Prozess möchte ich gerne
verlangsamen, um so länger Freude an meinen Lautsprecher zu haben.
[...]
> "Wie Öle und Cremes ist Vaseline fetthaltig, greift daher das Gummi an
> und
> macht es virendurchlässig."
Ich glaube das Hauptproblem ist, daß Gummi nicht gleich Gummi ist, wie an
o.g. Zitat schön zu sehen ist (Gummi = Präser = Latex).
Für den End-User ist alles was irgendwie elastisch und schwarz ist =
Gummi.
Sind deine Gummi-Sicken aus: NBR, ACM, CR, EPDM, SBR.....?
Bevor das nicht geklärt ist ist alles Spekulation ob die Sicken von
$wasauchimmer angegriffen werden oder nicht.
meint: Thomas
>Nachdem hier eher von Silikon abgeraten und alternativ Vaseline, Paraffin
>u.ä. angeraten wurde, habe ich diesbezüglich quergegoogelt und diverse
>kontroverse Aussagen gefunden.
Ja, aber informiere Dich bitte über Gummi. Da kein Weichmacher drin ist,
brauchst auch keinen Weichmacher am Entfleuchen zu hindern.
Gummi verhärtet, weil Schwefelbrücken kaputt gehen. Ob da ein Aliphat
(z.B. Vaseline, Paraffin etc.) geeignet ist, weiß ich nicht.
>Aber laut Wikipedia scheint Silikon hier
>deutlich besser geeignet zu sein, was auch mein erster Kurzzeittest an
>einem alten Lautsprecher eindrucksvoll zeigt.
Ich habe es mit etwas Verwunderung gelesen. Ich nehme aber an, dass sich
an der Gummisubstanz, also innen, wenig geändert hat. Wenn man da an
Gummi etwas "verbessern" will, kann man ihn lt. Wikipedia
http://de.wikipedia.org/wiki/Gummi
mit Essigsäure "behandeln". Suche in diesem Artikel bitte nach Essigsäure.
>Gibt es denn eigentlich einen Unterschied zwischen Silikonöl und
>beispielsweise Silikonspray was den Wirkstoff angeht. Nach meinem
>Verständnis ist Silikonspray einfach nur Silikonöl zum sprühen oder?
Wenn man unter SilikonÖL nur die Darreichungsform Flüssigkeit meint, ist
da ihmo kein Unterschied.
Norbert
Oliver Pfeiffer schrub:
>> Das Silikonöl kann in das Gummi eindiffundieren und dieses
>> auflösen.
>
> Ich habe gerade ein wenig quergegoogelt und zumindest bei
> Wikipedia steht, dass insbesondere Öle Gummi zersetzen können
> und Silikonöl hier die einzige Ausnahme darstellt.
Wurde ja schon gesagt, aber nochmals: Es gibt durchaus allerlei
Arten von Gummi. Das kann dann auch noch mit allerlei Arten von
Füllstoffen versehen sein. 'Schwarzes Gummi' ist daher eine
recht ungenaue Beschreibung des Materials (etwas, dass wie
schwarzes Gummi aussieht, ließe sich bestimmt auch aus Käse
herstellen).
CU Rollo
Hi,
ach so. Na das kannste knicken. Die Belastungen erzeugen Mikrorisse im
Material und zerlegen im Laufe der Zeit auch Moleküle, das material ist
entsprechend ausgelegt, daß dieser Prozeß ne ganze Weile kaum auffällt, aber
irgendwann wird eine kritische Materialstärke unterschritten, die noch
richtig zusammenhält, und es entstehen Löcher, daraus dann Risse. Da solches
im Innern passiert und lediglich von Außen am deutlichsten auffällt, hilft
irgendeine äußere Beschichtung wenig. Außerdem veränderst Du damit die
Eigenschaften auch der Sicke, die ist ja nicht etwa unbeteiligt am Klang,
ihre Masse verzehrt einiges an Schwingungsenergie insbesondere der
Längswellen die Kalotte hoch. Wird die Sicke beschwert oder in ihrer
Zusammensetzung geändert, kann sich das also durchaus bemerkbar machen.
Gelegentlich kann es sogar verbessern helfen :-) dennoch, tendenziell würd
ichs eher lassen. Ein Knackpunkt ist die Klebestelle von Pappe und Gummi,
diese ist sehr sensibel auf Biegung, und dort könnte der Klebstoff leicht
von Deinem Öl unterkrochen werden. Welche Art Kleber das ist, weiß ja wohl
auch keiner. Eine hauchdünne Verschönerung mittels Schuhcreme oder
Cockpitspray sollte kein Akt sein, aber mehr ist wenig ratsam.
Ein Bekannter hat seine Systeme mittels Zinkpulverspray versilbert, sah toll
aus und hat seiner Ansicht nach auch den Klang verbessert. Für mich sah es
aber eher nach Aktionismus aus. Und da mein Geschmack eher für ein paar
zusätzliche Lämpchen steht.....der (für mich) Hauptvorteil war dann, daß von
sogenannten Gästen reingekotztes Bier einfach ablief :-)
Noch eine denkbare Option: Teflonspray. Wird anstelle Silikon etwa in der
Möbelindustrie benutzt, das Silikon macht Kunststoffe meist kaputt, Teflon
nie. Wüßte allerdings nicht wie jetzt dranzukommen.
--
mfg,
gUnther
> Noch eine denkbare Option: Teflonspray. Wird anstelle Silikon etwa in
> der
> Möbelindustrie benutzt, das Silikon macht Kunststoffe meist kaputt,
> Teflon
> nie. Wüßte allerdings nicht wie jetzt dranzukommen.
Ganz einfach: Kaufen :)
z.B. von Kontakt-Chemie -> Kontaflon
Sollte es bei den üblichen Verdächtigen geben.
Wobei ich allerdings zweifle daß das was bringt.
Nunja, der Glaube versetzt Berge ;-)
hth, cu, tmo
> Hallo,
>
> die Lebenserwartung von Lautsprechern ist u.a. durch den Alterungsprozess
> der Gummisicken (verbinden das Chassis mit der Membran) begrenzt, da diese
> über die Jahre die enthaltenen Weichmacher ausgasen und dann hart und
> spröde werden. Dieser Vorgang wird durch Sonneneinstrahlung und Wärme (z.B.
> Heizung) entsprechend beschleunigt.
>
> Jetzt habe ich kürzlich den Tipp bekommen, dass die Gummisicken mit
> Silikonspray behandelt werden sollten (nur mit einem Tuch auftragen). Der
> durch hochwertiges Silikonspray erzeugte Schmierfilm besteht aus 100%
> Silikon ohne jegliche Zusätze von Lösungsmitteln, durch eine CO2 Abfüllung
> wird 98% Wirkstoffanteil erreicht (z.B. Carambe Profi-Line C7). Durch die
> Silikonbehandlung bildet sich angeblich eine dünne Schutzschicht, die das
> Ausgasen der Weichmacher hemmt und außerdem das Gummi oberflächlich
> geschmeidig hält.
>
> Bevor ich das jetzt an meinen sündhaft teuren Lautsprechern ausprobiere,
> wollte ich mich erkundigen, was Ihr von dieser Lösung haltet? Welche
> Gefahren bestehen für die verwendeten Kleber und welche Langzeiteffekte
> sind zu erwarten?
Die Alterung von Kunststoffen (hier mit dem Effekt der Versprödung) kann
man so nicht stoppen und Öl mögen Kunststoffe i. A. überhaupt nicht.
--
Mit freundlichen Grüßen
Peter Nießen
> Wurde ja schon gesagt, aber nochmals: Es gibt durchaus allerlei
> Arten von Gummi. Das kann dann auch noch mit allerlei Arten von
> Füllstoffen versehen sein. 'Schwarzes Gummi' ist daher eine
> recht ungenaue Beschreibung des Materials (etwas, dass wie
> schwarzes Gummi aussieht, ließe sich bestimmt auch aus Käse
> herstellen).
Ich habe gerade mal in die Gummisicken reingebissen und es scheint
zumindest kein Käse zu sein, ich bin schon ganz nervös geworden!
> Sind deine Gummi-Sicken aus: NBR, ACM, CR, EPDM, SBR.....?
>
> Bevor das nicht geklärt ist ist alles Spekulation ob die Sicken von
> $wasauchimmer angegriffen werden oder nicht.
Ich habe keinerlei Ahnung. Wenn ich spekulieren müsste, würde ich sagen,
dass alle Gummisicken in der Basis aus einem sehr ähnlichen Gummi
hergestellt werden.
> Eine hauchdünne Verschönerung mittels Schuhcreme oder Cockpitspray
> sollte kein Akt sein, aber mehr ist wenig ratsam.
Hier mal ein Foto, wie die Behandlung mit Silikon einer Sicke zu alter
Flexibilität verhelfen kann. Links kann man schön sehen, dass beim
Herunterstreichen mit dem Finger die Sicke ewig braucht, um wieder in die
Ausgangssituation zurück zu kehren, rechts passiert dies unmittelbar. Die
Klebestellen an der Membran sehen übrigends nur durch den Lichteinfall und
die Materialreflektion unterschiedlich aus, da habe ich im Vorher-
/Nachhervergleich drauf geachtet, dass sich hier nichts verändert hat.
http://img177.imagevenue.com/img.php?image=27324_sicken_122_512lo.jpg
Oliver Pfeiffer schrub:
>> Wurde ja schon gesagt, aber nochmals: Es gibt durchaus
>> allerlei Arten von Gummi. Das kann dann auch noch mit allerlei
>> Arten von Füllstoffen versehen sein. 'Schwarzes Gummi' ist
>> daher eine recht ungenaue Beschreibung des Materials (etwas,
>> dass wie schwarzes Gummi aussieht, ließe sich bestimmt auch
>> aus Käse herstellen).
>
> Ich habe gerade mal in die Gummisicken reingebissen und es
> scheint zumindest kein Käse zu sein, ich bin schon ganz nervös
> geworden!
*g* hab mal irgendwo aufgeschnappt, dass der erste künstlich
hergestellte Stoff auf der Basis von Käse erzeugt wurde und für
Bremsklötze verwendbar gewesen sein soll (wenn er auch nicht
unbedingt wirklich dafür verwendet worden ist).
CU Rollo
Ich kenne das mit Fomblinhaltigen Mittelchen
an Karroserie Dichtungen
Wenn nichst in der N�he ist auf was Du Sicher schreiben willst funzt
das, der Trick ist eine "Schutzschicht" sondern das niedermolekulare
Zeug lagert sich im Elastomer ein...
Ich hab einen Kollegen der einmal im Jahr siene T�rdichtung an seinem
Oldtimer (60 er Jahre) mit einem italienischen Duschbad abw�scht das
Fomblin enth�lt...
bevor er auf den trichter gekommen ist musste er alle 5 Jahre die
Dichtung wechseln, die jetzige ist seit 99 drin...
Michael
das hat mit "klanglich bestes Material" nichts zu tun:
da wird gespart ohne Ende...
mit vern�nftigen elastomermischungen kannst Du im Prinzip auch >20
Jahre realisieren...
ich hatte schon mal eine Weichmacherfrei Silikonmischung mit 9 Sh A
(ich weiss, das gibt es nicht, aber das wurde einfach iwder Norm in Sh
A gemesen und das war das Ergebnis) in der Hand und die
Reissfestigkeit war damals ueberraschend hoch...
Alles eine Frage ob man fuer die Anwendung wirklich optimieren will
oder ob man von der Stange nimmt was man bekommt...
eine Optimierung macht Dir da aber ken Rado oder Kraiburg wenn Du dem
sagst:
ich brauche eine Jahrestonne davon...
Das kannst Du dann nicht bezahlen...
Meine Loesung waren da Standardreferenzelastomere...
wo kein Weichmacher drin da geht auch keiner raus...
Michael
Hi,
das ist aber Perfluor-Polyethyl? Da liege ich mit "meinem Teflon-Spray" ja
nun nicht wirklich weit ab. Damit aber ein Duschbad zu nehmen wär mir arg
widerlich. Und das Zeug ist umweltmäßig dasselbe wie Freon, bloß schwerer.
Sollte man besser nicht mit rumspritzen.
--
mfg,
gUnther
> Also bei jeder Art Lösungsmittel oder Alkohol (wie Glycerin) hätte ich
> Sorge, dass sich der direkt unter der Sicke liegende Kleber löst, der die
> Sicke mit der Membran verbindet.
Wäre möglich, aber wegen der Vielzahl an Klebern wird es wohl auf ein
Experiment hinauslaufen.
> *g* hab mal irgendwo aufgeschnappt, dass der erste künstlich
> hergestellte Stoff auf der Basis von Käse erzeugt wurde und für
> Bremsklötze verwendbar gewesen sein soll (wenn er auch nicht
> unbedingt wirklich dafür verwendet worden ist).
Zu den ersten "Kunst"stoffen gehört Galalith, basierend auf Kasein,
also Micheiweiß, wie auch Käse. Der enthält aber auch z.B. Fett.
Galalith wird AFAIR noch immer verwendet, besonders in Form von
Knöpfen. Ein zweiter Kunststoff auf Kaseinbasis war Lanital, eine
Faser.
Tschau,
Frank
> ich habe mal die Empfehlung bekommen, Vaseline dafür zu benutzen.
Vaseline ist auf jeden Fall eine schlechte Idee, weil auf Kohlenwasserstoff
basierende Öle die Gummistruktur langfristig zersetzen.
Hier findet sich noch eine interessante Zusammenfassung zu diesem Thema:
http://www.hifi-forum.de/index.php?action=browseT&forum_id=30&thread=17326
Hi,
naja, wenns Gummi ist. Also auf Latex- oder Butadienbasis. Das ist
heutzutage aber eher unwahrscheinlich, die Herstellung dünner komplexer
Formen ist damit nämlich eher schwierig, ich halte eine "moderne Mischung",
etwa mit Gewebeverstärkung auf PU-Basis für wahrscheinlicher. Sowas läßt
sich simpel pressen und bildet glatte Oberflächen ohne "Strich" oder
Schlieren. Solche Materialien sind dann nurnoch gegen die innere Reibung
sensibel, und verspröden äußerlich. Deine Öl-Schicht füllt die Poren und
verschluckt mehr Licht, das Material wird "weicher" durch Herabsetzung der
Reibung innerhalb der Risse, an den eigentlichen Materialeigenschaften
ändert sich aber wenig, PU-Schaum hat wenig zu fürchten, außer Wasser ev.,
ich würd also mal eine Geruchsprobe machen (Schnipsel soeiner kaputten Sicke
verbrennen und den Kokelrauch beurteilen, Gummi und seine Verwandten stinken
bestialisch (brennende Autoreifen), während so manches Elastomer eher
aromatisch oder gar "lecker" daherkommt, meist auch eher richtig brennt denn
kokelt.
--
mfg,
gUnther
Sagt wer?
Du kannst durchaus auch h�her vernetzen und dann mit Weichmachern
arbeiten,
das macht den Prozess beim Vulkanisieren etwas stabiler, deshalb
arbeiten viele Leute in Fernost gerne mit derartigen Mischungen...
Du hast um die H�rte einzustellen mit einem Grundpolymer mehrere
M�glichkeiten, einmal �ber den Vernetzungsgrad, dann kannst Du noch
mit F�llstoffen arbeiten oder aben auch mit Weichmachern....
> Allerdings sieht ein so
> eingewichster Trichter fesch aus....solange ein Schutzgitter verhindert, da�
> man dranfa�t. Den Schmier hat man n�mlich nicht gern an der Pfote. Auch
> kriecht das Zeug gern ins Papier der Kalotte, die kann dabei erweichen und
> ganz allgemein ihre Klangeigenschaften verlieren. Der "Trick" ist ja nicht
> unbekannt, so manche Diskobox hat schonmal Schuhcreme kennengelernt. Was
> sich ev. lohnen k�nnte, wenn die Verspr�dung schon arg sichtbar wird, ist
> ein Einpinseln mit Gummil�sung (Fahrradflickzeug) oder ein Abreiben mit
> "Gummi-Neu", einer wahnwitzigen Giftmischung, die das spr�de Hartgummi
> oberfl�chlich abl�sen kann. Ansonsten ist simple Schuhcreme (Carnauba-Wachs)
> oder son Cockpit-Pflegestift sicher auch nicht weniger h�bsch.
Wenn ich das richtig verstanden hatte ging es um klangliche
Beeintr�chtigung...
(ein Thema da smir als Musikbanuse ohnehin zu hoch ist)
und da sind dann Haerteaenderungen oder Aenderungen in der
D�mpfungscharakteristik eher ausschlaggebend
Optich stimme ich Dir zu, eine nette Paste mit Glanzrus drauf und vor
den Onanierzangen schuetzen...
Michael
Ich frage mich nur.... warum sollte ein Silikon einem FFKM etwas tun?
um nur eine Gummitype zu nennen...
Ich w�rde mal sagen auch ein NBR oder HNBR duerfte kompatibel sein,
so rein aus dem Bauch raus geschossen... SBR?
EPDM wude ich ebenso wie bei Naturgummi vorsichtig sein
Gummi oder Elastomere k�nnen durchaus Silikonvertr�glich sein...
oder eben auch nicht und eben das macht ja die Beantwortung der Frage
nahezu unmoeglich...
Michael
und das stimmt so auch alles:
NAturkautschuk wird von unpolaren L�semitteln angequollen...
deshalb nie Vaseline als Gleitmittel f�r Kautschukkondome benutzen...
dieselbe Vaseline kann man aber auch durchaus als Montagehilfsmittel
f�r NBR oder FKM Dichtungen einsetzen sp man moechte (normalerweise
nimmt amn ein anderes Fett...
Gummi ist nicht gleich Gummi
Es gibt "polare" und es gibt "unpolare" und mit FFKM (etwa Handelsname
Kalrez) gibt es sogar welch die �le und S�uren und hohe Temperaturen
abk�nnen und daf�r s�nhaf Teuer sind (ich kenn Mischungen mit einem
Kilopreis wie Gold)
Michael
trotzdem ist das in manchen Kosmetika drin...
ich hatte selber mal ein Shampoo bekommen als Werbegeschenk von naja,
heute nennen die sich Solvay, damals waren das noch unabh�ngige
Italiener...