ich habe noch ein wenig Gold zuhause (Zahngold), dieses würde ich gern von dem
Plastik isolieren.
Da ich das ganze nicht mit Na- oder KCN in einen Komplex überführen will, um
es dann mit Al oder Zink auszufällen. (Aufgrund der Giftigkeit)
Wenn ich Königswasser nehmen würde, könnte ich das ganze in
Tetrachlorogold(III)-säure überführen. Wie krieg ich dann das Reingold wieder
heraus ???
Ich könnt das zwar ausprobieren, aber Gold ist ja bekanntlich nicht so billig,
deshalb würde ich euren Rat sehr schätzen !!!!
Danke und Gruß
Tom
Friday30th wrote:
> Tag euch allen,
>
> ich habe noch ein wenig Gold zuhause (Zahngold), dieses würde ich gern von dem
> Plastik isolieren.
> Da ich das ganze nicht mit Na- oder KCN in einen Komplex überführen will, um
> es dann mit Al oder Zink auszufällen. (Aufgrund der Giftigkeit)
>
> Wenn ich Königswasser nehmen würde, könnte ich das ganze in
> Tetrachlorogold(III)-säure überführen. Wie krieg ich dann das Reingold wieder
> heraus ???
Kann man es nicht auch wie oben genannt mit Zink ausfällen?
Holger
Hallo "Tom Friday30th"!
Wiege doch mal das Goldzähnchen ab und rechne bei dem aktuellen
Goldpreis aus, wie wertvoll das Ganze ist.
--
Mit freundlichen Gruessen Dipl.-Ing.(FH) Thomas Budich
MailTo:ISA-An...@T-Online.de http://www.ISA-Analytik.de
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Kann mir denn niemand sagen, ob ich aus TetraChlorogold(III)-goldsäure das Gold
wieder isolieren kann, und wenn möglich wie
Gruß
Tom
> Kann mir denn niemand sagen, ob ich aus TetraChlorogold(III)-goldsäure das
Gold
> wieder isolieren kann, und wenn möglich wie
Laut Jander/Blasius, Lehrbuch der analytischen u. präparativen anorg.
Chemie:
"Eine gesättigte alkoholische Lösung von Formaldehyd fällt aus stark saurer
Lösung Gold bereits in der Kälte vollständig in Form glänzender Flitter,
während in alkalischer Lösung die Reduktion erst beim Erwärmen einsetzt.
SnCl2 fällt ebenfalls aus konzentrierten, stark sauren Lösungen Gold als
braunes Pulver."
HTH
MFG
Andy
gibts weitere Möglichkeiten ??
Tom
Hi!
Nach meinen eigenen Erfahrungen zersetzt sich die Goldlösung bereits beim
Eindampfen auf einer elektrischen Heizplatte, wenn man nicht sehr vorsichtig
ist. Ich habe deshalb zwecks Goldsalzgewinnung auf einem Wasserbad
eingedampft. Die einfachste Möglichkeit wäre also, das in Königswasser
gelöste Gold einzudampfen und zu glühen, es müßten schon ein paar hundert
Grad reichen, maximal dunkle Rotglut. Das Problem dabei ist aber, daß ich
das Gold dann als Belag im Tiegel drin habe und mühsam herauskratzen muß.
Mir persönlich wäre daher die Fällung mit Reduktionsmitteln sympathischer.
Alternativ dazu könnte man andererseits so stark glühen, daß der
Schmelzpunkt überschritten wird, dann hat man vermutlich ein kleines
Goldkügelchen im Tiegel. Dazu braucht's aber mindestens 1063°C.
MFG
Andy
Gruß
Friday30th wrote:
>
>(...)
> ich habe noch ein wenig Gold zuhause (Zahngold), dieses würde ich gern von dem
> Plastik isolieren.
> Da ich das ganze nicht mit Na- oder KCN in einen Komplex überführen will, um
> es dann mit Al oder Zink auszufällen. (Aufgrund der Giftigkeit)
>
> Wenn ich Königswasser nehmen würde, könnte ich das ganze in
> Tetrachlorogold(III)-säure überführen. Wie krieg ich dann das Reingold wieder
> heraus ???
>
> Ich könnt das zwar ausprobieren, aber Gold ist ja bekanntlich nicht so billig,
> deshalb würde ich euren Rat sehr schätzen !!!!
(...)
Was spricht dagegen, daß Zeug einzuschmelzen? Wenn nur Plastik und
keine Keramik im Spiel sind, sollte es einfach verbrennen und Gold
übrigbleiben.
Adios, Fritzi.
schon, aber ich dachte, ich könnte das ganze etwas sauberer machen.
Irgenwie mit Zugabe von einer Al(II) oder Zn(II) Salzlösung.
Gruß
> Irgenwie mit Zugabe von einer Al(II) oder Zn(II) Salzlösung.
Und Du fragst, welchen Zusammenhang ich zu der "button" Frage sehe???
Micha.
Sent via Deja.com http://www.deja.com/
Before you buy.
Friday30th wrote:
>
> Tag,
>
> schon, aber ich dachte, ich könnte das ganze etwas sauberer machen.
>
> Irgenwie mit Zugabe von einer Al(II) oder Zn(II) Salzlösung.
>
> Gruß
Wie meinst du das mit sauberer? Gold wird (wurde zumindest früher mal)
doch in der Schmelze gereinigt. Stichwort "läutern". Dei Temperaturen,
die man braucht um Gold zu schmelzen, übersteht wohl kein Plastik.
Adios,
Fritzi.
SCNR
Thomas Bartsch
--
__________________________________________________________________
Dipl.-Ing. Thomas Bartsch
Lithos (TM) Fachberater für
NRW und Südniedersachsen
<mp...@my-deja.com> schrieb in im Newsbeitrag: 8fsjoa$a0k$1...@nnrp1.deja.com...
>
>
> > Irgenwie mit Zugabe von einer Al(II) oder Zn(II) Salzlösung.
>
> ich habe noch ein wenig Gold zuhause (Zahngold), dieses würde ich gern von dem
> Plastik isolieren.
> Da ich das ganze nicht mit Na- oder KCN in einen Komplex überführen will, um
> es dann mit Al oder Zink auszufällen. (Aufgrund der Giftigkeit)
Wie wäre es damit, das Plastik mit irgendwelchen Lömis zu entfernen und das
Goldzähnchen als Rest zurückbehalten ????
Aber wahrscheinlich übersteigen die Mühen und Kosten für die Isolation -
welcher Weg auch immer - definitiv dem Wert des Materials.
Jan
--
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> ich habe noch ein wenig Gold zuhause (Zahngold), dieses würde ich gern von dem
> Plastik isolieren.
> Da ich das ganze nicht mit Na- oder KCN in einen Komplex überführen will, um
> es dann mit Al oder Zink auszufällen. (Aufgrund der Giftigkeit)
> Wenn ich Königswasser nehmen würde, könnte ich das ganze in
> Tetrachlorogold(III)-säure überführen. Wie krieg ich dann das Reingold wieder
> heraus ???
Vor längerer Zeit als noch Transistoren im Metallgehäuse üblich waren, habe
ich mal aus einer kleinen Handvoll dieser Bauteile das Gold gewonnen. Mein
damaliger Praktikumsassistent wollte garnicht glauben, daß da etwas
rauszuholen war. Schade, ich hätte mit ihm mal um 'ne Kiste Bier o. ä.
wetten sollen, nach dem Motto: "Wetten, daß ich es schaffe, aus x
Transistoren Gold zu gewinnen". Aber da gab's die besagte Sendung noch
nicht. ;-)
Dazu habe ich die Transistoren in Salpetersäure (Abzug!) gelöst. Das Gold
schwimmt dann als Flitter zusammen mit anderen nicht löslichen Bestandteilen
der Transistoren (Plastik-, Silicium- u. Germaniumplättchen) in der Lösung.
Es wird abfiltriert und die erkennbaren nicht goldhaltigen Bestandteile am
besten herausgesammelt. Der goldhaltige Rest wird in Königswasser gelöst
(evt. nochmals filtieren). Dann wird zur Entfernung der Salpetersäure die
Lösung stark eingeengt, mit Salzsäure aufgenommen, wieder eingeengt. Dies
einige Male wiederholen. Zum Schluß wird mit nur so wenig Salzsäure
aufgenommen, daß man eine nur schwach saure Goldchlorid-Lösung erhält. Diese
wird dann mit einem Reduktionsmittel behandelt und das ausgefallene Gold
abfiltriert, gewaschen und auf eine Magnesiarinne überführt und dort zu
einem Goldkügelchen zusammengeschmolzen. In meinem Falle erhielt ich ein gut
stecknadelkopfgroßes schön glänzendes Kügelchen.
Das Gesicht meines Assis, als ich ihm das Kügelchen präsentierte, war auf
jeden Fall die Arbeit und das Gold wert.
Als Reduktionsmittel verwendete ich, soweit ich mich erinnere, eine
Verbindung die im Jander-Blasius im Trennungsgang zum Abtrennen von Gold
empfohlen wurde und auch im Praktikumslabor ausstand. Leider habe ich im
Moment keinen Jander-B. greifbar. In jedem Falle kann einem der Jander-B.
gut als Richtschnur dienen.
Jörg
Gruß Micha
Irgendetwas Organisches könnte es gewesen sein. Muß doch mal beim nächsten
TIB Besuch in den Jander-B. schauen.
Jörg
Tom
>>Vor längerer Zeit als noch Transistoren im Metallgehäuse üblich
>>waren, habe
>>ich mal aus einer kleinen Handvoll dieser Bauteile das Gold
>>gewonnen. Mein
>>damaliger Praktikumsassistent wollte garnicht glauben, daß da
>>etwas
>>rauszuholen war. Schade, ich hätte mit ihm mal um 'ne Kiste Bier
>>o. ä.
>>wetten sollen, nach dem Motto: "Wetten, daß ich es schaffe, aus
>>x Transistoren Gold zu gewinnen". Aber da gab's die besagte
>>Sendung noch
>>nicht. ;-)
> Der ahnte nicht, dass die Bondierungsdrähte aus Gold sind. Gold
> ist auch heute noch verbreitet. Aluminium wurde auch vereinzelt
> benutzt.
Auch die Oberflächen im Transistorgehäuse müssen mehr oder weniger vergoldet
gewesen sein. So z. B. der untere Teil auf dem der Si-Chip aufgebracht ist.
Darauf deuteten die unterschiedlich großen in der Lösung schwimmenden dünnen
Goldflitter hin, die man sogar recht gut manuell hätte herausfischen können.
Jörg
Frage: Ist Tetrafluormethan ein Dipol ?
ich glaub nicht, da Tetrachlormethan auch keiner ist, aufgrund der symetrischen
Anordnung der Ladungen, aber bei Tetrachlormethan besteht aber auch keine so
großer Elektronegativitötsdifferenz.
Cl = 3,16
C= 2,55 = 0,61
C zu F(3,98) = 1,43, dies würde auf eine polare Atombindung hinweisen, stimmt
das ?
gruß
Friday30th schrieb:
Hallo,
die Bindung ist zwar polarisiert, aber da dies an allen 4 Bindungsstellen des
C-Atoms gleich ist "neutralisieren" sich die Elektronegativitätsdifferenzen wieder.
=> Tetrafluormethan ist kein Dipol
Gruß,
Mike
Hydroxylamoniumchlorid
ist es wohl gewesen. Fällt alle Edelmetalle in der Reduktionsgruppe.
Mit
Oxalsäure
wird dann lediglich das Gold abgetrennt (siehe Tabelle Trennungsgang,
Reduktionsgruppe, im Jander-Blasius).
Geht es lediglich darum Gold aufzulösen, kann statt Königswasser eine
Mischung aus konz. HCl und 30%igem H2O2 benutzt werden. Das H2O2 läßt sich
dann leicht durch Kochen zerstören. Wird so im Jander-B. gemacht, um die
gefällten Edelmetalle wieder zu lösen. Anschließend wird, wie oben schon
erwähnt, mit Oxalsäure das Gold abgetrennt.
Jörg
Entstehen da nicht unmengen von Cl2-Gas ?
--
Glück Auf - Bodo Mysliwietz
Es muß nicht alles richtig sein was einer sagt, manch einer sagt aber einfach
alles.
kannst du nicht wie alle anderen mit "> " abtrennen?
> --
> Glück Auf - Bodo Mysliwietz
^^^^^^^^^
biste Bergmann - was tut man nicht alles um originell zu wirken
Über die Asterix-Verschandelung Druidefix sag ich eh nix ;-)
Grusz,
Dirk
| kannst du nicht wie alle anderen mit "> " abtrennen?
Doch kann ich.
| > Glück Auf - Bodo Mysliwietz
| ^^^^^^^^^
| biste Bergmann - was tut man nicht alles um originell zu wirken
Die Frage an sich ist noch Ok ( auch ohne "?"). Der Anhang ist aber vollkommen
daneben :-(
Ich bin neben anderem auch Bergmann ( a.D.) !
Übrigens ist es nicht nur eine Frage des Berufsbildes sondern des Wohnortes wie
gegrüßt wird.
| Über die Asterix-Verschandelung Druidefix sag ich eh nix ;-)
Asterix (aus der Comicserie) war auch kein Druide ;-)
--
Servus - Bodo Mysliwietz
Frag mich jetzt bitte keiner ob ich im Süddeutschen Raum lebe !
Tust Du nicht ???
--
Thomas Bartsch
Lithos(TM)-Fachberater für NRW und
Südniedersachsen
> Hydroxylamoniumchlorid
Korrektur!!! Es muß heißen
Hydraziniumchlorid oder -sulfat
Wird auch im Römpp als Mittel zur Abscheidung der Edelmetalle genannt.
> ist es wohl gewesen. Fällt alle Edelmetalle in der Reduktionsgruppe.
> Mit
Jörg
> Joerg Mattik <jo...@studserv.stud.uni-hannover.de> schrieb in im Newsbeitrag:
> 8ge9rc$qg3$1...@newsserver.rrzn.uni-hannover.de...
> | Geht es lediglich darum Gold aufzulösen, kann statt Königswasser eine
> | Mischung aus konz. HCl und 30%igem H2O2 benutzt werden.
> Entstehen da nicht unmengen von Cl2-Gas ?
Nicht das ich wüßte. Chlorartige Gerüche treten auf jeden Fall auf und zum
Einengen empfiehlt sich auf jeden Fall der Abzug!
Salzsäure und H2O2 ist durchaus auch als Ätzmittel für kupferbeschichtete
Platinen üblich. Die Verarbeitung kann bei entsprechendem Ansatz ohne Abzug
erfolgen.
Jörg
Dat sach ich dich aba !
--