Festgebackene Eisen-Alu-Verbindung lösen

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Thorsten Gretenkordt

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May 12, 2011, 8:16:08 AM5/12/11
to
Wie lässt sich eine festkorrodierte Eisen-Aluminium Passung wieder
gängig machen? Alu innen, Eisen außen - heißmachen funktioniert also
nicht wegen des höheren Wärmeausdehnungskoeffizienten von Aluminium.

Konkret: ich habe ein schönes älteres Fahrrad vor dem Einschmelzen
gerettet, das sich zu restaurieren lohnt. Das gute Stück war wohl
höherer Feuchtigkeit ausgesetzt und zeigt einige Rostspuren, die aber
kein Problem sind. Viel schlimmer: die Sattelstütze aus Aluminium
sitzt im Rahmen hemmungs- und hoffnungslos fest, ebenso der Zahnkranz
auf der Alunabe. Standardverfahren habe ich schon erfolglos
angewendet: Kriechöl/Rostlöser über mehrere Wochen appliziert,
wirklich lange Hebel angewendet. Aus Verzweiflung hab ich es beim
Schraubkranz dann auch einige Wochen mit dem angeblichen Geheimtip
Cola (mit etwas Spüli) versucht, ebenso erfolglos.

Nun habe ich etwas nachgeforscht und bei Sheldon Brown selig gelesen,
Salmiakgeist solle Aluminiumoxid auflösen
<http://www.sheldonbrown.com/stuck-seatposts.html>
Salmiakgeist im Keller möchte ich aber meinen Nachbarn nicht zumuten.
Wenn mich meine Chemiekenntnisse nicht täuschen, müssten aber auch
andere Laugen funktionieren. (Jaaa, ich weiss was Laugen an
Schleimhäuten anrichten). Was könnte ich da nehmen, das nicht allzu
korrosiv ist? Natronlauge würde ich gern vermeiden, ginge Soda?
Zwei Randbedingungen:
1.: Ich weiß, das Aluminium von Laugen angegriffen wird. Bei der
Sattelstütze wär das egal, aber die Nabe würde ich gern erhalten.
2.: Der Stahlrahmen soll natürlich nicht angegriffen werden, da die
Brühe sicher einige Tage im Rahmen stehen wird (Anschließend spülen,
ist klar). In diesem Zusammenhang: würde Oxalsäure auch funktionieren?
Dann könnte ich in einem Aufwasch gleich was gegen den Rost machen.

Oder gibt es spezielle Rostlöser für Eisen-Alu-Verbindungen? Habe ich
auch im gewerblichen Bereich noch nicht gesehen.

--
Bei Antwort per email: bitte den Absender in @gmx.de ändern
Antworten an gmx.net behandle ich wie automatisierten spam.

Michael Dahms

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May 12, 2011, 8:45:28 AM5/12/11
to
Am 12.05.2011 14:16, schrieb Thorsten Gretenkordt:
> Wie lässt sich eine festkorrodierte Eisen-Aluminium Passung wieder
> gängig machen? Alu innen, Eisen außen - heißmachen funktioniert also
> nicht wegen des höheren Wärmeausdehnungskoeffizienten von Aluminium.

Kalt machen?

Michael Dahms

Stefan Brröring

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May 12, 2011, 8:59:45 AM5/12/11
to
Am 12.05.2011 14:16, schrieb Thorsten Gretenkordt:
> Wie lässt sich eine festkorrodierte Eisen-Aluminium Passung wieder
> gängig machen? Alu innen, Eisen außen - heißmachen funktioniert also
> nicht wegen des höheren Wärmeausdehnungskoeffizienten von Aluminium.
>

Was hälst du davon, das Alu Teil wegzufräsen? Dremel mit Fräskopf und
dann vorsichtig in das Alu-Teil einen Schlitz fräsen, dann das ganze mit
Hammer und Meißel trennen.

Oder so heiß machen, dass das Aluminium seinen Aggregatszustand
ändert... ;-)

Gruß

Stefan

Thorsten Gretenkordt

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May 12, 2011, 9:06:18 AM5/12/11
to
Michael Dahms <michae...@gkss.de> schrieb:

Nunja, ich wüßte nicht wo mir jemand mal mit dem Schlauch flüssigen
Stickstoff draufhalten kann. Zumal ich noch die Werkbank mit
Schraubstock dahin kriegen müsste... Oder durch's Tretlagergehäuse
Trockeneis in den Rahmen kippen? Wo kriegt man das her, kann man das
in einer Isoliertasche zum Einkauf transportieren?

Thorsten Gretenkordt

unread,
May 12, 2011, 9:10:30 AM5/12/11
to
Stefan Brröring <stef...@broering.de> schrieb:

Alles schon in Gedanken durchgegangen und verworfen. Sattelstütze mit
Sägeblatt oder Stichsäge im Rahmen längs ansägen ist ein elendige
Strafarbeit und scheidet hier wohl aus, weil die sehr tief im Rahmen
steckt. Und die Muffe am Sattelrohr wollte ich eigentlich auch nicht
auslöten ;-)

Michael Dahms

unread,
May 12, 2011, 9:12:13 AM5/12/11
to
Am 12.05.2011 15:06, schrieb Thorsten Gretenkordt:
> Michael Dahms <michae...@gkss.de> schrieb:

>>
>>Kalt machen?
>
> Nunja, ich wüßte nicht wo mir jemand mal mit dem Schlauch flüssigen
> Stickstoff draufhalten kann. Zumal ich noch die Werkbank mit
> Schraubstock dahin kriegen müsste... Oder durch's Tretlagergehäuse
> Trockeneis in den Rahmen kippen? Wo kriegt man das her, kann man das
> in einer Isoliertasche zum Einkauf transportieren?

Ich hatte an Kältespray gedacht.

Michael Dahms


Thorsten Gretenkordt

unread,
May 12, 2011, 9:34:16 AM5/12/11
to
Michael Dahms <michae...@gkss.de> schrieb:

Da zweifle ich, ob eine Dose ausreicht um das doch relativ massige
Teil ausreichend runbterzukühlen.

Außerdem finde ich Kältespray unverschämt teuer. Halb OT: kann jemand
sagen, ob man eine Kartusche mit CO2-Patrone als ersatz nehmen kann?
Für diesen Zweck hier wahrscheinlich nicht, ich dachte an Fehlersuche
bei elektronischen Geräten.

Joachim Pimiskern

unread,
May 12, 2011, 9:40:36 AM5/12/11
to
Am 12.05.2011 15:06, schrieb Thorsten Gretenkordt:
> Oder durch's Tretlagergehäuse Trockeneis in den Rahmen kippen?
> Wo kriegt man das her, kann man das in einer Isoliertasche
> zum Einkauf transportieren?

Im Supermarkt beim Metzger. Genauer gesagt,
Fleischtransport-LKWs sollten das an Bord haben.

Grüße,
Joachim

Uwe Hercksen

unread,
May 12, 2011, 9:47:36 AM5/12/11
to

Thorsten Gretenkordt schrieb:

> Nun habe ich etwas nachgeforscht und bei Sheldon Brown selig gelesen,
> Salmiakgeist solle Aluminiumoxid auflösen
> <http://www.sheldonbrown.com/stuck-seatposts.html>

Hallo,

hier http://www.microchemicals.de/technische_infos/aluminium_aetzen.pdf
steht das Aluminiumoxid von H3PO4 gelöst wird, also Phosphorsäure.

Bye

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Kristian Neitsch

unread,
May 12, 2011, 11:46:39 AM5/12/11
to
Am 12.05.2011 16:19 schrieb Ralf . K u s m i e r z:

> Flüssig-Stickstoff kostet wenig und sollte sich über kurze
> Entfernungen auch im der Thermosflasche transportieren lassen.

Lieber nicht. Zumindest nicht mit einer zuschraubbaren Thermokanne. Die
überlebt das nicht und derjenige der sie gerade hält kann heftigen
Schaden nehmen.
Wenn, dann nur mit leicht beweglichem Stopfen um das Gas herauszulassen.
1l LIN wird beim erwärmen zu ungefähr 690l Gas.

Kristian

--
Support the ban of Dihydrogen Monoxide
www.dhmo.org

Uwe Hercksen

unread,
May 12, 2011, 12:24:03 PM5/12/11
to

Kristian Neitsch schrieb:

> Lieber nicht. Zumindest nicht mit einer zuschraubbaren Thermokanne. Die
> überlebt das nicht und derjenige der sie gerade hält kann heftigen
> Schaden nehmen.
> Wenn, dann nur mit leicht beweglichem Stopfen um das Gas herauszulassen.
> 1l LIN wird beim erwärmen zu ungefähr 690l Gas.

Hallo,

auch wenn die Thermoskanne nicht zugeschraubt wird, den Kälteschock von
flüssigem Stickstoff muß sie nicht aushalten.

Bye

Kristian Neitsch

unread,
May 12, 2011, 12:33:44 PM5/12/11
to

Das ist aber ungefährlich für den Haltenden. Die Glaseinsätze einklich
immer noch irnkwie ummantelt um beim Glasbruchfall zu schützen. Dank
leidenfrostschem Phänomen kann er auch schnell und ohne Verbrennungen
die leckende Kanne loslassen (möglichst keine hohle Hand machen *eg*).

Kristian Neitsch

unread,
May 12, 2011, 12:35:15 PM5/12/11
to
Am 12.05.2011 18:33 schrieb Kristian Neitsch:

> Das ist aber ungefährlich für den Haltenden. Die Glaseinsätze einklich

hach, ich kaufe ein sind ^

Bodo Mysliwietz

unread,
May 12, 2011, 1:41:21 PM5/12/11
to
Am 12.05.2011 14:16, schrieb Thorsten Gretenkordt:
> Wie lässt sich eine festkorrodierte Eisen-Aluminium Passung wieder
> gängig machen? Alu innen, Eisen außen - heißmachen funktioniert also
> nicht wegen des höheren Wärmeausdehnungskoeffizienten von Aluminium.

Kann man so nicht pauschal im Raum stehen lassen. (sehr) heißn machen,
führt dann schon zu einer geringen überehnung des Eisen (Stahl?)-Rohrs.
Anschl. von aussen Schockkühlen kann den Effekt verstärken. Wenn es rel.
poröse Metalloxide sind die die Rohre zusammenpappen lassen kann diese
thermomechanische Beanspruchung diese evtl. lösen.

Evtl. gibt das innere Aluminiumrohr auch einfach nur nach innen nach.
Mit einer sehr kleinen Bauteilkombination (aus anderen Metallen) mache
ich das im Job gelegentlich auf der gleichen Weise bzw. andere mir nach.
Dabei wird das Bauteil auf einige 100 °C erwärmt und dann in Wasser
geworfen.

> Konkret: ich habe ein schönes älteres Fahrrad vor dem Einschmelzen
> gerettet, das sich zu restaurieren lohnt. Das gute Stück war wohl
> höherer Feuchtigkeit ausgesetzt und zeigt einige Rostspuren, die aber
> kein Problem sind. Viel schlimmer: die Sattelstütze aus Aluminium
> sitzt im Rahmen hemmungs- und hoffnungslos fest, ebenso der Zahnkranz
> auf der Alunabe.

Hattu Foto?

> Nun habe ich etwas nachgeforscht und bei Sheldon Brown selig gelesen,
> Salmiakgeist solle Aluminiumoxid auflösen
> <http://www.sheldonbrown.com/stuck-seatposts.html>
> Salmiakgeist im Keller möchte ich aber meinen Nachbarn nicht zumuten.

Und sicher nicht nur dehnen.

> Wenn mich meine Chemiekenntnisse nicht täuschen, müssten aber auch
> andere Laugen funktionieren. (Jaaa, ich weiss was Laugen an
> Schleimhäuten anrichten). Was könnte ich da nehmen, das nicht allzu
> korrosiv ist? Natronlauge würde ich gern vermeiden, ginge Soda?
> Zwei Randbedingungen:
> 1.: Ich weiß, das Aluminium von Laugen angegriffen wird. Bei der
> Sattelstütze wär das egal, aber die Nabe würde ich gern erhalten.

Nun, letzteres lässt sich damit eher nicht realisieren.

> 2.: Der Stahlrahmen soll natürlich nicht angegriffen werden, da die
> Brühe sicher einige Tage im Rahmen stehen wird (Anschließend spülen,
> ist klar). In diesem Zusammenhang: würde Oxalsäure auch funktionieren?
> Dann könnte ich in einem Aufwasch gleich was gegen den Rost machen.
>
> Oder gibt es spezielle Rostlöser für Eisen-Alu-Verbindungen? Habe ich
> auch im gewerblichen Bereich noch nicht gesehen.

Ich kenne da nichts gewerbliches.

Ich würde es tatsächlich mit mehrfacher starker thermischer Belastung
versuchen.
--
Glück Auf - Bodo Mysliwietz
----------------------------------------
http://www.labortechniker.de/

gUnther nanonüm

unread,
May 12, 2011, 2:47:11 PM5/12/11
to

"Thorsten Gretenkordt" <grete...@gmx.net> schrieb im Newsbeitrag
news:ohhns6tgnm65bs3na...@4ax.com...

> Wie lässt sich eine festkorrodierte Eisen-Aluminium Passung wieder
> gängig machen? Alu innen, Eisen außen - heißmachen funktioniert also
> nicht wegen des höheren Wärmeausdehnungskoeffizienten von Aluminium.

> kein Problem sind. Viel schlimmer: die Sattelstütze aus Aluminium


> sitzt im Rahmen hemmungs- und hoffnungslos fest, ebenso der Zahnkranz
> auf der Alunabe. Standardverfahren habe ich schon erfolglos

Hi,
warm halten, also etwa in heißem Öl einlegen. Dann mit Vibration aka
Hammerschlägen die Kristallisation zermürben. Da die Sattelstütze eh Schrott
ist, ein Querloch reinbohren und per Hebel unter Drehspannung setzen. Beim
Zahnkranz ist ja nicht soviel Metall betroffen, da tuts vielleicht
Kältespray und ein wenig Lauge, die dann in den sich erweiternden
Gewindespalt gesogen wird. Und natürlich Schmackes. Langhaltendes Drehmoment
könnte aber auch eine Option sein, aus Rad, Nabe, Schraubstock und Felge
eine "Maschine" mittels Feder spannen und diese längere Zeit stehenlassen.
Ev. mittels Durchschlag an unkritischer Stelle Materialmürbung betreiben.
Sofern es sich um erhaltenswichtige Teile handelt. Oberfläche dabei mit
passender Alu- oder Messinghülse vor Kratzern schützen. Netterweise ist
Korund ja sehr spröde, und das alte Alu vermutlich ebenso kristallisch
ermüdet.
Durch wiederholte Warm-Kalt-Warm-Wechsel sollte man aber erstmal das noch
enthaltene Fett aus dem Spalt waschen. Mit Reinigungsbenzin etwa.

--
mfg,
gUnther

Thorsten Gretenkordt

unread,
May 12, 2011, 2:59:23 PM5/12/11
to
Uwe Hercksen <herc...@mew.uni-erlangen.de> schrieb:

Ah, Danke, gut. Das wär genial, da kriegt der Stahlrahmen in einem
Auwasch gleich noch eine Phospahtierung *g* Einen Rest P-säurehaltigen
Rostvernichter hab ich, hoffentlich find ich in der Schrottkiste noch
ein angegammeltes Alutteil für eine Probebeizung.

Thorsten Gretenkordt

unread,
May 12, 2011, 3:09:58 PM5/12/11
to
"Ralf . K u s m i e r z" <m...@privacy.invalid> schrieb:

>>> Nunja, ich wüßte nicht wo mir jemand mal mit dem Schlauch flüssigen
>>> Stickstoff draufhalten kann. Zumal ich noch die Werkbank mit
>>> Schraubstock dahin kriegen müsste... Oder durch's Tretlagergehäuse
>>> Trockeneis in den Rahmen kippen? Wo kriegt man das her, kann man das
>>> in einer Isoliertasche zum Einkauf transportieren?

>Flüssig-Stickstoff kostet wenig und sollte sich über kurze


>Entfernungen auch im der Thermosflasche transportieren lassen.

>Spannvorrichtung vorbereiten, LN2 ranschaffen und reinkippen
>(natürlich so abdichten, daß es nicht gleich wieder rausläuft). Man
>kann dabei gleichzeitig von außen die Lötlampe draufhalten, also innen
>kalt und außen heiß - letzteres geht auch mit vulgärer
>Eiswasserfüllung.

Wenn, dann werde ich Trockeneis besorgen (Schlachthof, hoffe ich).
Flüssigen Stickstoff möchte ich aus den erwähnten praktikablen Gründen
nicht anwenden. Rein interessehalber: kann ich einfach mit einer
Thermokanne in einer Uni LN2 schnorren und damit abdackeln? Ich könnte
mir vorstellen es gibt da einschlägige Sicherheitshinweise, oder
gelten die nur für größere Mengen?

Thorsten Gretenkordt

unread,
May 12, 2011, 3:31:55 PM5/12/11
to
Bodo Mysliwietz <druidef...@gmx.de> schrieb:

>Am 12.05.2011 14:16, schrieb Thorsten Gretenkordt:
>> Wie lässt sich eine festkorrodierte Eisen-Aluminium Passung wieder
>> gängig machen? Alu innen, Eisen außen - heißmachen funktioniert also
>> nicht wegen des höheren Wärmeausdehnungskoeffizienten von Aluminium.
>
>Kann man so nicht pauschal im Raum stehen lassen. (sehr) heißn machen,
>führt dann schon zu einer geringen überehnung des Eisen (Stahl?)-Rohrs.
>Anschl. von aussen Schockkühlen kann den Effekt verstärken. Wenn es rel.
>poröse Metalloxide sind die die Rohre zusammenpappen lassen kann diese
>thermomechanische Beanspruchung diese evtl. lösen.

Hatte ich bei anderen Gelegenheiten auch erfolgreich praktiziert, hat
aber hier nichts bewirkt. Hab ich der Kürze wegen nicht erwähnt.


>> Konkret: ich habe ein schönes älteres Fahrrad vor dem Einschmelzen
>> gerettet, das sich zu restaurieren lohnt. Das gute Stück war wohl
>> höherer Feuchtigkeit ausgesetzt und zeigt einige Rostspuren, die aber
>> kein Problem sind. Viel schlimmer: die Sattelstütze aus Aluminium
>> sitzt im Rahmen hemmungs- und hoffnungslos fest, ebenso der Zahnkranz
>> auf der Alunabe.
>
>Hattu Foto?

Kann ich Dir per email schicken.


>> Nun habe ich etwas nachgeforscht und bei Sheldon Brown selig gelesen,
>> Salmiakgeist solle Aluminiumoxid auflösen
>> <http://www.sheldonbrown.com/stuck-seatposts.html>
>> Salmiakgeist im Keller möchte ich aber meinen Nachbarn nicht zumuten.

>> Wenn mich meine Chemiekenntnisse nicht täuschen, müssten aber auch
>> andere Laugen funktionieren. (Jaaa, ich weiss was Laugen an
>> Schleimhäuten anrichten). Was könnte ich da nehmen, das nicht allzu
>> korrosiv ist? Natronlauge würde ich gern vermeiden, ginge Soda?
>> Zwei Randbedingungen:
>> 1.: Ich weiß, das Aluminium von Laugen angegriffen wird. Bei der
>> Sattelstütze wär das egal, aber die Nabe würde ich gern erhalten.
>
>Nun, letzteres lässt sich damit eher nicht realisieren.

Meinst Du Soda oder das Erhalten der Alunabe?


>Ich würde es tatsächlich mit mehrfacher starker thermischer Belastung
>versuchen.

Hat ja nichts gebracht, ich würde dann Trockeneis zum Schrumpfen
nehmen. Und vorher, wenn das mit dem Probestück erfolgreich ist,
Phosphorsäure drauf loslassen.

Message has been deleted

Cartman

unread,
May 13, 2011, 7:05:08 AM5/13/11
to
Michael Dahms schrieb:

Feuerzeuggas? Damit kommt man zumindest adiabatisch unter den Gefrierpunkt.
Außerdem kannst Du es vorher ja noch in's Eisfach legen.
--
THE C☢☢N

Bodo Mysliwietz

unread,
May 13, 2011, 10:43:49 AM5/13/11
to
Am 13.05.2011 13:05, schrieb Cartman:

>> Ich hatte an Kältespray gedacht.
>>
>> Michael Dahms
>
> Feuerzeuggas?

Natürlich. Wir verballern mal eben 0,5 bis 2 Liter Butanabfall und
warten auf den Funken von der Polyesterhose oder, wenns der Dau im
Keller macht, vom Lichtschalter.

> Damit kommt man zumindest adiabatisch unter den Gefrierpunkt.
> Außerdem kannst Du es vorher ja noch in's Eisfach legen.

Danach will es aber nicht mehr so einfach aus der Dose kommen ohne einen
Dosenöffner zu nehmen ;-)

Da ist die Trockenei/N2-svariante schon sinniger.

Bodo Mysliwietz

unread,
May 13, 2011, 10:47:54 AM5/13/11
to
Am 12.05.2011 21:31, schrieb Thorsten Gretenkordt:
> Bodo Mysliwietz<druidef...@gmx.de> schrieb:

>> Hattu Foto?
>
> Kann ich Dir per email schicken.

Kannst Du. Das sieht dann aber kein anderer der Diskutanden.


>>> 1.: Ich weiß, das Aluminium von Laugen angegriffen wird. Bei der
>>> Sattelstütze wär das egal, aber die Nabe würde ich gern erhalten.
>>
>> Nun, letzteres lässt sich damit eher nicht realisieren.
>
> Meinst Du Soda oder das Erhalten der Alunabe?

Das ungeschädigte erhalten der Alunarbe.

Cartman

unread,
May 13, 2011, 11:10:00 AM5/13/11
to
Bodo Mysliwietz schrieb:

> Am 13.05.2011 13:05, schrieb Cartman:
>
>>> Ich hatte an Kältespray gedacht.
>>>
>>> Michael Dahms
>>
>> Feuerzeuggas?
>
> Natürlich. Wir verballern mal eben 0,5 bis 2 Liter Butanabfall und
> warten auf den Funken von der Polyesterhose oder, wenns der Dau im
> Keller macht, vom Lichtschalter.

Wie man das richtig und ungefährlich macht, erkläre ich jetzt nicht. Leute,
die denken können, bekommen das hin, und alle anderen sollten sowieso die
Finger davon lassen. Daß Feuerzeuggas brennt und sich nicht allzu schwer
entzünden läßt, ist allgemein bekannt, aber der sichere Umgang mit
brennbaren und leicht entzündlichen Gasen in relativ geringen Mengen ist
auch für Amateure erlernbar. Man braucht nur dafür zu sorgen, daß sehr
wenig brennbares Gemisch zur Verfügung steht, und das bekommt man hin,
sobald man weiß, von wo der Wind weht.

>> Damit kommt man zumindest adiabatisch unter den Gefrierpunkt.
>> Außerdem kannst Du es vorher ja noch in's Eisfach legen.
>
> Danach will es aber nicht mehr so einfach aus der Dose kommen ohne einen
> Dosenöffner zu nehmen ;-)

Ja, das wäre ein Punkt. Da muß man ein bißchen ausprobieren, wie weit man es
herunterkühlen kann.

> Da ist die Trockenei/N2-svariante schon sinniger.

Aber eben auch aufwendiger. Aber wenn man an Trockeneis oder flüssigen
Stickstoff rankommt, ist das eindeutig die bessere Wahl.
--
THE C☢☢N

gUnther nanonüm

unread,
May 13, 2011, 3:47:40 PM5/13/11
to

"Bodo Mysliwietz" <druidef...@gmx.de> schrieb im Newsbeitrag
news:934ud8...@mid.individual.net...

>> Feuerzeuggas?
>
> Natürlich. Wir verballern mal eben 0,5 bis 2 Liter Butanabfall und warten
> auf den Funken von der Polyesterhose oder, wenns der Dau im Keller macht,
> vom Lichtschalter.

Hi,
jetzt wissen wir endlich, wie es bei Dir aussieht...da spritzen also
Funkenkaskaden aus Steckdosen und von der Deckenlampe, während Du im
Radlerdarm Dich wohlig an der Katze reibst...

Mir ist mal eine volle große Gaskartusche ausgeblasen, weil sich die Nadel
verkantet hatte. Gab einen kochenden Butansee und einen happig süßlichen
Geruch, aber kein Feuer und auch keine Explosion. Es war aber sehr fußkalt
in der Bude...Fenster und Türe auf, wech war der Spuk.

>
> > Damit kommt man zumindest adiabatisch unter den Gefrierpunkt.
>> Außerdem kannst Du es vorher ja noch in's Eisfach legen.
>
> Danach will es aber nicht mehr so einfach aus der Dose kommen ohne einen
> Dosenöffner zu nehmen ;-)

So kalt wird Deine Kühltruhe? Das ist ja 8 Sterne? Könntest da Strom
sparen...nur wegen Dir läuft irgendwo ein Meiler...

>
> Da ist die Trockenei/N2-svariante schon sinniger.

Wer mit ner Kaffeethermoskanne mal eben LN2 aus dem Labor stibitzen will,
sollte mit flüssigen Gasen garnicht umgehen. Der ist eine Gefahr für sich
und Andere.

Was spricht aber dagegen, das "Problem" einem Fachmann zu übergeben?
Fahrradshops haben das durchaus öfter, wenn alte Stahlrösser aus
überschwemmten Kellern auftauchen. Meist haben die auch eine erprobte
Technik dafür auf der Pfanne. Etwa den "Rüttler" mittels Schlagschrauber.

--
mfg,
gUnther

Bodo Mysliwietz

unread,
May 14, 2011, 12:08:31 PM5/14/11
to
Am 13.05.2011 17:10, schrieb Cartman:
> Bodo Mysliwietz schrieb:
>
>> Am 13.05.2011 13:05, schrieb Cartman:
>>
>>>> Ich hatte an Kältespray gedacht.
>>>>
>>>> Michael Dahms
>>>
>>> Feuerzeuggas?
>>
>> Natürlich. Wir verballern mal eben 0,5 bis 2 Liter Butanabfall und
>> warten auf den Funken von der Polyesterhose oder, wenns der Dau im
>> Keller macht, vom Lichtschalter.
>
> Wie man das richtig und ungefährlich macht, erkläre ich jetzt nicht.

Brauchst Du auch nicht....

> Leute,
> die denken können, bekommen das hin, und alle anderen sollten sowieso die
> Finger davon lassen.

Sicher. Es gibt genug Leute die denken das sie (weit genug) denken
können. Du jast nichtmal über den erreichnbaren Temperaturgrdienten und
die Wärmekapazität von Butan nachgedacht. Da war der
Eiswürfel-Kochsalz-Vorschlag noch um längen besser, sicherer und
handhabbarer.

> Daß Feuerzeuggas brennt und sich nicht allzu schwer
> entzünden läßt, ist allgemein bekannt, aber der sichere Umgang mit
> brennbaren und leicht entzündlichen Gasen in relativ geringen Mengen ist
> auch für Amateure erlernbar.

Erlernbar? Öhmja, der Hobbyfraggler der mit so einem Tip mal eben das
Haus halb rouiniert merckt u.u. nicht das er gerade etwas gelernt hat.

> Man braucht nur dafür zu sorgen, daß sehr
> wenig brennbares Gemisch zur Verfügung steht, und das bekommt man hin,
> sobald man weiß, von wo der Wind weht.

Es gibt sicher genug Döspaddel die nicht Wissen warauf zu achten sind.
Von UEG und OEG noch nie etwas gehört haben und nicht annähernd die Idee
haben das eine Butandose im Keller schon seh viel ist.

>>> Damit kommt man zumindest adiabatisch unter den Gefrierpunkt.
>>> Außerdem kannst Du es vorher ja noch in's Eisfach legen.
>>
>> Danach will es aber nicht mehr so einfach aus der Dose kommen ohne einen
>> Dosenöffner zu nehmen ;-)
>
> Ja, das wäre ein Punkt. Da muß man ein bißchen ausprobieren, wie weit man es
> herunterkühlen kann.

Wie oben geschrieben. Du scheinst (fast) weit genug gedacht zu haben.

>> Da ist die Trockenei/N2-svariante schon sinniger.
>
> Aber eben auch aufwendiger. Aber wenn man an Trockeneis oder flüssigen
> Stickstoff rankommt, ist das eindeutig die bessere Wahl.

zumal Du mit einem popelligen gradienten von vielleicht 20 bis 25 °C
(Butan) nichts reissen wirst.

Bodo Mysliwietz

unread,
May 14, 2011, 12:17:13 PM5/14/11
to
Am 13.05.2011 21:47, schrieb gUnther nanonüm:

>>> Feuerzeuggas?
>>
>> Natürlich. Wir verballern mal eben 0,5 bis 2 Liter Butanabfall und warten
>> auf den Funken von der Polyesterhose oder, wenns der Dau im Keller macht,
>> vom Lichtschalter.
>
> Hi,
> jetzt wissen wir endlich, wie es bei Dir aussieht...da spritzen also
> Funkenkaskaden aus Steckdosen und von der Deckenlampe, während Du im
> Radlerdarm Dich wohlig an der Katze reibst...
>
> Mir ist mal eine volle große Gaskartusche ausgeblasen, weil sich die Nadel
> verkantet hatte. Gab einen kochenden Butansee und einen happig süßlichen
> Geruch, aber kein Feuer und auch keine Explosion. Es war aber sehr fußkalt
> in der Bude...Fenster und Türe auf, wech war der Spuk.

Wieder so eine echter gn. Was Dir vorteilsweise zu gute gekommen ist,
das es eher ein gewisses Unfallereignis mit etwas Sachkunde war und Du
gelüftet hast und nicht eine Stunde später den lichtschalter gedrückt hast.

Der unbedachte der mit so einer Idee sehlenruhig im Keller sitzt hat das
Glück evtl. nicht.


>>> Damit kommt man zumindest adiabatisch unter den Gefrierpunkt.
>>> Außerdem kannst Du es vorher ja noch in's Eisfach legen.
>>
>> Danach will es aber nicht mehr so einfach aus der Dose kommen ohne einen
>> Dosenöffner zu nehmen ;-)
>
> So kalt wird Deine Kühltruhe?

Noch so ein Weitdenker. Bei Deinem Wissen sollte es ja echt ausreichen
das ein normaler Kühlschrank mit Minieiswürfelfach ausreicht um das
Butan unter Sdp. zu kühlen.

> Das ist ja 8 Sterne? Könntest da Strom
> sparen...nur wegen Dir läuft irgendwo ein Meiler...
>
>>
>> Da ist die Trockenei/N2-svariante schon sinniger.
>
> Wer mit ner Kaffeethermoskanne mal eben LN2 aus dem Labor stibitzen will,
> sollte mit flüssigen Gasen garnicht umgehen. Der ist eine Gefahr für sich
> und Andere.

Wenn der angesprochene Hinweis keinen dichtschliessenden
Schraubverschluß zu verwenden, ernst genommen wird, ist das
transporttechnisch kein Problem. Problematisch ist _evtl._ eher die
Vermeidung von Kaltverbrennungen.

> Was spricht aber dagegen, das "Problem" einem Fachmann zu übergeben?
> Fahrradshops haben das durchaus öfter, wenn alte Stahlrösser aus
> überschwemmten Kellern auftauchen. Meist haben die auch eine erprobte
> Technik dafür auf der Pfanne. Etwa den "Rüttler" mittels Schlagschrauber.

Das sei dem OP überlassen. Er scheint die Restauration aber eher selber
angehen zu wollen.

gUnther nanonüm

unread,
May 14, 2011, 4:09:54 PM5/14/11
to

"Bodo Mysliwietz" <druidef...@gmx.de> schrieb im Newsbeitrag
news:937o8d...@mid.individual.net...

> Der unbedachte der mit so einer Idee sehlenruhig im Keller sitzt hat das
> Glück evtl. nicht.

Hi,
der gewinnt bei Darwin. Er erstickt vermutlich. Hasat Du mal ein Butanfeuer
gesehen? Ist nicht wie Benzindampf, eher wie Alkoholfeuer. Eine geisterhafte
"Feuerschicht". Sehr eerie.

> Noch so ein Weitdenker. Bei Deinem Wissen sollte es ja echt ausreichen das
> ein normaler Kühlschrank mit Minieiswürfelfach ausreicht um das Butan
> unter Sdp. zu kühlen.

Mag sein, daß es flüssig bleibt, aber da es nie ganz rein ist und Propan
genug enthalten ist, um es immer noch auszutreiben....

> Wenn der angesprochene Hinweis keinen dichtschliessenden Schraubverschluß
> zu verwenden, ernst genommen wird, ist das transporttechnisch kein
> Problem. Problematisch ist _evtl._ eher die Vermeidung von
> Kaltverbrennungen.

Genau, und wenn der "nicht dichtschließende" normale Kaffeekannenstopfen
erstmalig mit dem LN2 zusammenkommt und dabei superkalt versprödet und
zerbröselt unter seiner inneren Klemmspannung, wars das mit der "Lagerung".
Ob der Kannenträger diese dann noch loslassen kann, ist ne Glücksfrage.
Vielleicht kann er sie aber auch gegen eine Tischkante knallen und samt Hand
dort liegenlassen :-)


>
>> Was spricht aber dagegen, das "Problem" einem Fachmann zu übergeben?
>> Fahrradshops haben das durchaus öfter, wenn alte Stahlrösser aus
>> überschwemmten Kellern auftauchen. Meist haben die auch eine erprobte
>> Technik dafür auf der Pfanne. Etwa den "Rüttler" mittels Schlagschrauber.
>
> Das sei dem OP überlassen. Er scheint die Restauration aber eher selber
> angehen zu wollen.

Sind wir hier Usenet oder was? Wo kommen wir denn hin, wenn jeder hier
postet und dann doch macht, was "er" will?

--
mfg,
gUnther


H. Schreiber

unread,
May 15, 2011, 5:24:32 AM5/15/11
to
On 13 Mai, 21:47, "gUnther nanonüm" <g-...@gmx.de> wrote:
>
> Hi,
> jetzt wissen wir endlich, wie es bei Dir aussieht...da spritzen also
> Funkenkaskaden aus Steckdosen und von der Deckenlampe, während Du im
> Radlerdarm Dich wohlig an der Katze reibst...

(Arbeits-)Unfälle geschehen nicht zwangsläufig absehbar, sondern weil
der (evtl. selbsternannte) Fachmann vom Dienst
a) das Gefährdungspotenzial garnicht kennt,
b) sich sagt: Auf dem Gebiet kenn ich mich aus, Unfälle müssen meine
Fachkenntnis respektieren.
c) argumentiert: Das habe ich schon immer so gemacht und lebe immer
noch. Wenn ich es nicht selbst immer schon so gemacht habe, gibt es
mindestens Jemanden, der es angeblich auf diese oder jene Weise
gemacht hat und ebenfalls noch lebt. Da kann ich getrost meine eigene
oder lieber die Gesundheit meiner Mitmenschen gefährden.


>
> Mir ist mal eine volle große Gaskartusche ausgeblasen, weil sich die Nadel
> verkantet hatte. Gab einen kochenden Butansee und einen happig süßlichen
> Geruch, aber kein Feuer und auch keine Explosion. Es war aber sehr fußkalt
> in der Bude...Fenster und Türe auf, wech war der Spuk.

Ja, wunderbar! Und was lehrt uns das?
Andererseits... Wenn es anders ausgegangen wäre, was aufgrund deiner
Einzelerfahrung schwer vorstellbar ist, hätten wir auch nicht dein
schönes Posting lesen können.

Gruß,
Harald

Bodo Mysliwietz

unread,
May 15, 2011, 5:25:55 AM5/15/11
to
Am 14.05.2011 22:09, schrieb gUnther nanonüm:
> "Bodo Mysliwietz"<druidef...@gmx.de> schrieb im Newsbeitrag
> news:937o8d...@mid.individual.net...
>
>> Der unbedachte der mit so einer Idee sehlenruhig im Keller sitzt hat das
>> Glück evtl. nicht.
>
> Hi,
> der gewinnt bei Darwin. Er erstickt vermutlich.

Dazu müßte man schon in Deminesionen von x-10kg Butan in recht kleinen
Räumen vorstossen (narkotische Effekte mal aussen vor gelassen).


>> Noch so ein Weitdenker. Bei Deinem Wissen sollte es ja echt ausreichen das
>> ein normaler Kühlschrank mit Minieiswürfelfach ausreicht um das Butan
>> unter Sdp. zu kühlen.
>
> Mag sein, daß es flüssig bleibt, aber da es nie ganz rein ist und Propan
> genug enthalten ist, um es immer noch auszutreiben....

Hat hier jemand von Campinggas 60:40 für Winteranwendungen geschrieben?

>> Wenn der angesprochene Hinweis keinen dichtschliessenden Schraubverschluß
>> zu verwenden, ernst genommen wird, ist das transporttechnisch kein
>> Problem. Problematisch ist _evtl._ eher die Vermeidung von
>> Kaltverbrennungen.
>
> Genau, und wenn der "nicht dichtschließende" normale Kaffeekannenstopfen
> erstmalig mit dem LN2 zusammenkommt und dabei superkalt versprödet und
> zerbröselt unter seiner inneren Klemmspannung, wars das mit der "Lagerung".

Du hast oben gelesen "_keinen_ dichtschlliessenden..." zu verwenden.
D.h. entweder nimmt man von vornherein aus vielleicht etwas Folie,
keinen Verschluß oder den Originalstopfen ohne Dichtring und ohne
festdrehen -einfach nur lose.

Das Thema lagern interessiert hier auch gar nicht. Es geht umTransport
und Anwendung. Für längere Lagerung brauchst Du eh einen entsprechenden
Dewar.


>>> Was spricht aber dagegen, das "Problem" einem Fachmann zu übergeben?
>>> Fahrradshops haben das durchaus öfter, wenn alte Stahlrösser aus
>>> überschwemmten Kellern auftauchen. Meist haben die auch eine erprobte
>>> Technik dafür auf der Pfanne. Etwa den "Rüttler" mittels Schlagschrauber.
>>
>> Das sei dem OP überlassen. Er scheint die Restauration aber eher selber
>> angehen zu wollen.
>
> Sind wir hier Usenet oder was? Wo kommen wir denn hin, wenn jeder hier
> postet und dann doch macht, was "er" will?

Oder wenn jeder meint hier posten zu können was er will.

Cartman

unread,
May 15, 2011, 8:45:31 AM5/15/11
to
Bodo Mysliwietz schrieb:

> [...]

Zusammenfassend:

Ja klar, nur Du kannst was, nur Du weißt was, nur Du kannst gefährliche
Sachen risikoarm handhaben und der Rest der Menschheit ist völlig
verblödet. Vielleicht solltest Du Dich zum Weltkaiser oder gleich zum Gott
des Universums wählen lassen.

Mann, was es doch für eitle Tiere in Menschengestalt gibt, unfaßbar.
--
THE C☢☢N

Cartman

unread,
May 15, 2011, 9:00:08 AM5/15/11
to
Bodo Mysliwietz schrieb:

> [...]


> Der unbedachte der mit so einer Idee sehlenruhig im Keller sitzt hat das
> Glück evtl. nicht.

Na klar, nur Du gehst für sowas in's Freie, und alle anderen machen das in
geschlossenen Räumen, denn nur Du bist großartig und weißt, was geht, aber
alle anderen sind doof und schnüffeln außerdem gerne exzessiv kurzkettige
Alkane.

>>>> Damit kommt man zumindest adiabatisch unter den Gefrierpunkt.
>>>> Außerdem kannst Du es vorher ja noch in's Eisfach legen.
>>>
>>> Danach will es aber nicht mehr so einfach aus der Dose kommen ohne einen
>>> Dosenöffner zu nehmen ;-)
>>
>> So kalt wird Deine Kühltruhe?
>
> Noch so ein Weitdenker. Bei Deinem Wissen sollte es ja echt ausreichen
> das ein normaler Kühlschrank mit Minieiswürfelfach ausreicht um das
> Butan unter Sdp. zu kühlen.

Und? Man kann es ja trotzdem erstmal runterkühlen. Warm wird es schon von
selbst wieder. Außerdem gibt's ja auch noch Propan für Campingkocher im
Baumarkt, und das siedet schon wieder ein paar Grad tiefer.

> > Das ist ja 8 Sterne? Könntest da Strom
>> sparen...nur wegen Dir läuft irgendwo ein Meiler...
>>
>>>
>>> Da ist die Trockenei/N2-svariante schon sinniger.
>>
>> Wer mit ner Kaffeethermoskanne mal eben LN2 aus dem Labor stibitzen will,
>> sollte mit flüssigen Gasen garnicht umgehen. Der ist eine Gefahr für sich
>> und Andere.
>
> Wenn der angesprochene Hinweis keinen dichtschliessenden
> Schraubverschluß zu verwenden, ernst genommen wird, ist das
> transporttechnisch kein Problem. Problematisch ist _evtl._ eher die
> Vermeidung von Kaltverbrennungen.

Und aus Versehen fallen lassen und in der eisigen Suppe stehen ist cool?
Nicht, daß ich mich vor Stickstoff oder Trockeneis fürchten würde, ich
hatte schon Trockeneis in der Hand und war auch schon bei diversen
Spielereien mit Stickstoff (Supraleitung) dabei. Was ich mich in dem
Zusammenhang nur frage: Was sollte Dein dümmliches Gequatsche über die
wahnsinnig schlimmen Gefahren von Butan? Wer Stickstoff und Trockeneis
gefahrlos handhaben kann, der kann mit Sicherheit auch Butan oder Propan
ähnlich gefahrlos handhaben.

>> Was spricht aber dagegen, das "Problem" einem Fachmann zu übergeben?
>> Fahrradshops haben das durchaus öfter, wenn alte Stahlrösser aus
>> überschwemmten Kellern auftauchen. Meist haben die auch eine erprobte
>> Technik dafür auf der Pfanne. Etwa den "Rüttler" mittels Schlagschrauber.
>
> Das sei dem OP überlassen. Er scheint die Restauration aber eher selber
> angehen zu wollen.

Kann er sich ja noch anders überlegen.
--
THE C☢☢N

Bodo Mysliwietz

unread,
May 15, 2011, 10:46:01 AM5/15/11
to

Dann ahst Du mein Posting also nicht verstanden. Ich masse mir nicht an
der Kaiser zu sein. Ich habe lediglich auf Dein salopp eingeworfenes
Statement reagiert das man ja nur "mal eben etwas denken muß". Wenn das
im Kontext schon so spontan nicht klappt, kann man von einem echten
Laien nicht erwarten das es klappt wenn er länger überlegt.

Nebenbei sei angemerckt das dies hier keine simple Prutscher-NG, sondern
eine sci-Gruppe ist. Da sollte man sich Korrekturen und Hinweise auch
sachlich stellen können und sich nicht gleich angepisst fühlen.

Andere hätten vielleicht gesagt: Jo, Du hast recht. War etwas zu
unbedacht in die Runde geworfen.

Bodo Mysliwietz

unread,
May 15, 2011, 12:59:36 PM5/15/11
to
Am 15.05.2011 15:00, schrieb Cartman:
> Bodo Mysliwietz schrieb:
>
>> [...]
>> Der unbedachte der mit so einer Idee sehlenruhig im Keller sitzt hat das
>> Glück evtl. nicht.
>
> Na klar, nur Du gehst für sowas in's Freie, und alle anderen machen das in
> geschlossenen Räumen, denn nur Du bist großartig und weißt,

Mit mir Millionen andere.

> was geht, aber
> alle anderen sind doof

Diese interpretation ist Deine eigene. Ich begrenzemich auf den Fakt das
viele Menschen in vielen Dingen unwissend sind.

Aber scheinbar hat es solche Unfälle bisher noch nicht gegeben - weder
im privatem noch im beruflichem Bereich......

> und schnüffeln außerdem gerne exzessiv kurzkettige
> Alkane.

...ich sollte also weniger von dem Zeug schnüffeln damit ich nicht
phanasiere.


>> Noch so ein Weitdenker. Bei Deinem Wissen sollte es ja echt ausreichen
>> das ein normaler Kühlschrank mit Minieiswürfelfach ausreicht um das
>> Butan unter Sdp. zu kühlen.
>
> Und? Man kann es ja trotzdem erstmal runterkühlen. Warm wird es schon von
> selbst wieder. Außerdem gibt's ja auch noch Propan für Campingkocher im
> Baumarkt, und das siedet schon wieder ein paar Grad tiefer.

und Du meinst das die knapp 40 °C mehr Temperaturgradient des OP's
Problem wirklich Lösen und in in einer guten Risiko-Nutzenrelation stehen?

Übrigens sei angemerckt das ich, als Jugendlicher, tatsächlich mal eine
Propanflasche in eine Thermoskanne hinein-"verflüssigt" habe um damit
ein anderes Gas kondensieren zu können.

>> Wenn der angesprochene Hinweis keinen dichtschliessenden
>> Schraubverschluß zu verwenden, ernst genommen wird, ist das
>> transporttechnisch kein Problem. Problematisch ist _evtl._ eher die
>> Vermeidung von Kaltverbrennungen.
>
> Und aus Versehen fallen lassen und in der eisigen Suppe stehen ist cool?
> Nicht, daß ich mich vor Stickstoff oder Trockeneis fürchten würde, ich
> hatte schon Trockeneis in der Hand und war auch schon bei diversen
> Spielereien mit Stickstoff (Supraleitung) dabei. Was ich mich in dem
> Zusammenhang nur frage: Was sollte Dein dümmliches Gequatsche über die
> wahnsinnig schlimmen Gefahren von Butan? Wer Stickstoff und Trockeneis
> gefahrlos handhaben kann, der kann mit Sicherheit auch Butan oder Propan
> ähnlich gefahrlos handhaben.

Sehe ich nicht so. Beim Umgang mit LN2 und SCO2 sind die angesprochenen
Kolateralschäden nicht zu erwarten.

Dr Engelbert Buxbaum

unread,
May 15, 2011, 4:02:11 PM5/15/11
to
In article <auaos61haqb43qgq1...@4ax.com>,
grete...@gmx.net says...

>
> Uwe Hercksen <herc...@mew.uni-erlangen.de> schrieb:
>
> >Thorsten Gretenkordt schrieb:
> >
> >> Nun habe ich etwas nachgeforscht und bei Sheldon Brown selig gelesen,
> >> Salmiakgeist solle Aluminiumoxid auflösen
> >> <http://www.sheldonbrown.com/stuck-seatposts.html>
> >
> >Hallo,
> >
> >hier http://www.microchemicals.de/technische_infos/aluminium_aetzen.pdf
> >steht das Aluminiumoxid von H3PO4 gelöst wird, also Phosphorsäure.
>
> Ah, Danke, gut. Das wär genial, da kriegt der Stahlrahmen in einem
> Auwasch gleich noch eine Phospahtierung *g* Einen Rest P-säurehaltigen
> Rostvernichter hab ich, hoffentlich find ich in der Schrottkiste noch
> ein angegammeltes Alutteil für eine Probebeizung.

Ich dachte, die Cola hätte nicht funktioniert?

Übrigens löst sich Alu, nicht aber Eisen, in NaOH. Ist halt eine elende
Schweinerei. Ich würde lieber mal jemanden mit einer Drehbank fragen, ob
er das Alu-Rohr herausfräsen kann.

Cartman

unread,
May 16, 2011, 8:27:51 AM5/16/11
to
Bodo Mysliwietz schrieb:

>> [...] Wer Stickstoff und Trockeneis


>> gefahrlos handhaben kann, der kann mit Sicherheit auch Butan oder Propan
>> ähnlich gefahrlos handhaben.
>
> Sehe ich nicht so. Beim Umgang mit LN2 und SCO2 sind die angesprochenen
> Kolateralschäden nicht zu erwarten.

Das kommt drauf an, ob man das Zeug zu Fuß, im eigenen Auto oder per
Rucksack in der Straßenbahn transportiert. Wer wohnt schon direkt neben der
Uni?
--
THE C☢☢N

Bodo Mysliwietz

unread,
May 16, 2011, 12:09:07 PM5/16/11
to

Aus dem Rahmen wird es schwierig - der lässt sich schlecht in die
Drehbank einspannen. Der NaOH-Trick ist (bei entsprechender Vorsicht)
natürlich prima für die attelstütze zu machen. Wie aber schon erwähnt
nicht mehr für die erhaltenswillige Radnabe. Nunja, zumindest hätte er
schonmal einenen Teilerfolg ;-)

Lars Wilhelm

unread,
May 18, 2011, 7:26:32 AM5/18/11
to
On 12 Mai, 14:59, Stefan Brröring <stefan...@broering.de> wrote:
> Am 12.05.2011 14:16, schrieb Thorsten Gretenkordt:
>
> > Wie lässt sich eine festkorrodierte Eisen-Aluminium Passung wieder
> > gängig machen? Alu innen, Eisen außen - heißmachen funktioniert also
> > nicht wegen des höheren Wärmeausdehnungskoeffizienten von Aluminium.
>
> Was hälst du davon, das Alu Teil wegzufräsen? Dremel mit Fräskopf und
> dann vorsichtig in das Alu-Teil einen Schlitz fräsen, dann das ganze mit
> Hammer und Meißel trennen.

Nachdem ich hier die teilweise hitzigen Diskussionen gelesen habe,
denke ich, dass für den Rahmen und die Sattelstütze mMn Mechanik das
Mittel der Wahl ist. Die Sattelstütze müsstest Du ausbohren.
Was den Zahlenkranz angeht. hmm, da würde ioch ggf mitels heiß- Kalt
wechsel etwas versuchen.

Thorsten Gretenkordt

unread,
May 20, 2011, 7:02:52 AM5/20/11
to
Bodo Mysliwietz <druidef...@gmx.de> schrieb:

>Am 15.05.2011 22:02, schrieb Dr Engelbert Buxbaum:
>> In article<auaos61haqb43qgq1...@4ax.com>,
>> grete...@gmx.net says...
>>>
>>> Uwe Hercksen<herc...@mew.uni-erlangen.de> schrieb:
>>>
>>>> Thorsten Gretenkordt schrieb:
>>>>
>>>>> Nun habe ich etwas nachgeforscht und bei Sheldon Brown selig gelesen,
>>>>> Salmiakgeist solle Aluminiumoxid auflösen
>>>>> <http://www.sheldonbrown.com/stuck-seatposts.html>
>>>>
>>>> Hallo,
>>>>
>>>> hier http://www.microchemicals.de/technische_infos/aluminium_aetzen.pdf
>>>> steht das Aluminiumoxid von H3PO4 gelöst wird, also Phosphorsäure.
>>>
>>> Ah, Danke, gut. Das wär genial, da kriegt der Stahlrahmen in einem
>>> Auwasch gleich noch eine Phospahtierung *g* Einen Rest P-säurehaltigen
>>> Rostvernichter hab ich, hoffentlich find ich in der Schrottkiste noch
>>> ein angegammeltes Alutteil für eine Probebeizung.
>>
>> Ich dachte, die Cola hätte nicht funktioniert?

Hat auch nicht, aber das wird an der zu geringen Konzentration gelegen
haben. Ich hab das mal mit verschieden angerosteten Nägeln versucht:
leichter Flugrost verschwindet gut, aber richtig derber Rost zeigt
sich nahezu völlig unbeeindruckt, während der vom Rostvernichter mit
Phosphorsäure angegriffen wird. Damit hab ich inzwischen einen Test
gemacht mit einer anderen Alustütze aus der Schrottkiste: gut
angegammelt, neben scheckigen Rostanhaftungen auch diese typischen
Aufblühungen von Aluminiumoxid. Funktioniert sehr gut und schnell,
besser übrigens als mit heißer konzentrierter Sodalösung. Hat eine
interessante Kraterlandschaft hinterlassen, offenbar wachsen diese
Al2O3 Inseln mehr in die Tiefe als in die Breite.

Warum bin ich denn selbst nicht drauf gekommen...? Ist ja im Prizip
nix anderes, als was Schlosser und Goldschmiede schon seit jeher
machen: Metall mit Salzsäure oder Schwefelsäure beizen. Wahrscheinlich
hab ich gedacht, das ist so naheliegend, daß es schon längst andere
versucht und empfohlen hätten. Passungskorrosion kommt ja am Fahrrad
häufiger vor, aber an der Sattelstütze toppt das alles. Beim Versuch
das zu lösen sind schon massive Werkbänke durch den Raum gehoppelt -
mitsamt den Dübeln... BTDTNT


>> Übrigens löst sich Alu, nicht aber Eisen, in NaOH. Ist halt eine elende
>> Schweinerei. Ich würde lieber mal jemanden mit einer Drehbank fragen, ob
>> er das Alu-Rohr herausfräsen kann.
>
>Aus dem Rahmen wird es schwierig - der lässt sich schlecht in die
>Drehbank einspannen. Der NaOH-Trick ist (bei entsprechender Vorsicht)

Eine Drehbank lässt sich auch als Fräse benutzen, wenn man das
Werkstück richtig einspannen kann.

>natürlich prima für die Sattelstütze zu machen. Wie aber schon erwähnt

>nicht mehr für die erhaltenswillige Radnabe. Nunja, zumindest hätte er
>schonmal einenen Teilerfolg ;-)

Bei der Sattelstütze werde ich es erstmal mit Phosphorsäure versuchen,
wenn das alleine nicht hilft kommt Trockeneis dazu. Zur Nabe schreib
ich an anderer Stelle was.

Thorsten Gretenkordt

unread,
May 20, 2011, 7:13:56 AM5/20/11
to
Bodo Mysliwietz <druidef...@gmx.de> schrieb:

>Am 12.05.2011 21:31, schrieb Thorsten Gretenkordt:
>> Bodo Mysliwietz<druidef...@gmx.de> schrieb:
>
>>> Hattu Foto?
>>
>> Kann ich Dir per email schicken.
>
>Kannst Du. Das sieht dann aber kein anderer der Diskutanden.

Sorry daß ich erst jetzt Zeit habe zu antworten. Ich drück mich immer
noch davor, einen Fotohoster zu suchen der nicht rumnervt. Fotos halte
ich hier nicht wirklich für zielführend, in die festgegammelte Passung
krieg ich schließlich kein Endoskop rein ;-) Und wie korrodierte Teile
von außen aussehen, weiss wohl jeder. Bei Interesse liefer ich aber
Fots nach.


>>>> 1.: Ich weiß, das Aluminium von Laugen angegriffen wird. Bei der
>>>> Sattelstütze wär das egal, aber die Nabe würde ich gern erhalten.
>>>
>>> Nun, letzteres lässt sich damit eher nicht realisieren.
>>
>> Meinst Du Soda oder das Erhalten der Alunabe?
>
>Das ungeschädigte erhalten der Alunarbe.

Stimmt. Hab ich inzwischen mit heißer konzentrierter Sodalösung und
einem Stück Alufolie ausprobiert: daß das SO abgeht, hätte ich nicht
gedacht. Fast wie Zinkblech in HCl... nach einigen Stunden war alles
weg. Ich werd erst noch einige mal das Teil heiß machen und in
Eiswasser abschrecken, um die Struktur zu lockern. Wenn das nix
bringt, kommt der Zahnkranz mit der Nabe in Trockeneis.

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