Ich habe da mal eine Frage. Wie kann ich aus Bleisulfat das chlorid oder das
acetat machen.
Ich dachte erst einmal an zwei Wege.
1. Das Zeug in Wasser tun und dann einfach eine Spannung anlegen. Dann das
entstehende mit der entsprechenden Säure umzusetzen.
2. Das Bleisulfat in Natronlauge geben und das entstehende Bleihydroxid mit
der entsprechenden Säure umsetzen.
Kann mir jemand mal eine Arbeitsweise anbieten, wie ich das realisieren
kann?
MfG H.Krause
Da das Bleisulfat ziemlich wasserunlöslich ist, ist es wohl am besten das
Bleisulfat mit
konz. ammoniakalischer Ammoniumacetat-Lsg. erst mal wieder in Lösung zu
bringen.
Gruß,
M.N.
Also Das ist bis jetzt der hilfreichste Beitrag gewesen, den ich bis jetzt
gesehen habe.
Kann du mir mal kurz die Reaktion beschreiben? Dient das nur als
Lösungsmittel oder reagiert das auch mit dem Bleisulfat?
Wie kann ich das dann weiterverarbeiten zum Chlorid bzw. Acetat? Einfach die
entsprechende Säure dazu geben. An der Konzentration der Säure soll es nicht
scheitern habe 30% HCl und 98% Essigsäure zur Verfügung.
MfG H.Krause
Also zunächst mußt Du das Blei(II)-sulfat in Lösung bringen, dafür gibts
verschiedene, wenn auch nicht besonders viele Möglichkeiten.
Anbieten würde sich auch mit ammoniakalischer Tartrat-Lsg. oder mit starken
Laugen als Hydroxoplumbat.
Wenn Du dann mit Säure rangehst, wird Dir aber das Sulfat wieder mit
ausfallen. Das heißt Dein Hauptproblem wird sein, das Sulfat quantitativ los
zu werden. Vielleicht gelingt es durch Fällung mit BaCl. Dann mit HCl
ansäuern und hoffen das Blei(II)-chlorid ausfällt, evtl. kühlen und impfen.
Dann absaugen und waschen. Keine Ahnung, ob sich das umkristallisieren
lässt. Die Chancen dürften nicht schlecht stehen, da die Löslichkeit von
Blei(II)-chlorid stark temperaturabhängig ist.
Wäre es aber nicht einfacher Blei(II)-chlorid zu kaufen? Außerdem würde ich
auch nicht mit Bleiverbindungen rumspielen, wenn es sich vermeiden lässt.
Also deine Meinung klingt ja nicht gerade sehr sicher.
Primär würde es reichen, wenn ich ein lösliches Bleisalz habe. Ich will mir
mal so einen Bleibaum züchten, weil ich etwas Bleisulfat übrig habe. Dazu
brauche ich ein lösliches Bleisalz.
Bleichlorid kaufen? Wo als Privatperson?
Ich will ja wissen wie man das sicher machen kann, und nicht noch ohne Ende
rumprobieren und dann trotzdem nicht den erfolg haben.
MfG H.Krause
Na dann sieht die Sache doch schon anders aus. Ich dachte jetzt, Du wolltest
unbedingt sauberes Blei(II)-chlorid darstellen. Für den Bleibaum brauchste
das Blei(II)-sulfat nur in Lösung bringen. Das sollte ja kein Problem sein.
> Bleichlorid kaufen? Wo als Privatperson?
Vielleicht bei Omikron??
Also bei omikron brauchste eine Endverbleibserklärung und wie soll ich die
liefern sowie einen Sachkundenachweis, den habe ich auch nicht.
Und wie bekomme ich das in Lösung?
MfG H.Krause
"Rudi Seidel" <RuedigerW...@uni-duesseldorf.de> schrieb im
Newsbeitrag news:a6ts7q$han47$1...@ID-136686.news.dfncis.de...
Echt? Naja, so gut kenn ich mich nun nicht aus. Ich weiß nur von ein paar
Freaks mit Heimlabor bei chemieonline.de, die ihr Zeug da bestellen. Dort
gabs mal Threads zu dem Thema Chemikalien bestellen. Ist übrigens sehr zu
empfehlen die Seite.
> Und wie bekomme ich das in Lösung?
Na das haben wir ja geschrieben, entweder mit ammoniakalischer Tartrat-Lsg.,
ammoniakalischer Ammoniumacetat-Lsg, oder mit konzentrierten Laugen.
Wobei ich glaube, dass es als Tartratkomplex am besten funktioniert.
Also ich werde das dann mit konzentrierter Natronlauge machen.
Das mit den Chemikalien ist so, dass ich da selber noch nicht bestellt habe
und wenn ich mal was brauche, dann finde ich eigentlich immer billigere
Möglichkeiten diese zu besorgen bzw. zu kaufen. Ist schon ein Problem in
Deutschland an bestimmte Sachen ran zu kommen.
Danke noch mal für deine Hilfe.
MfG H.Krause
"Rudi Seidel" <RuedigerW...@uni-duesseldorf.de> schrieb im
Newsbeitrag news:a6u6ai$hags8$1...@ID-136686.news.dfncis.de...
Ja, aber die muß dann schon ordentlich konzentriert sein und dabei erwärmen
mußt Du bestimmt auch. Wenn Du aber Weinsäure oder Ammoniumacetat zur
Verfügung hast würde ich damit versuchen.
> und wenn ich mal was brauche, dann finde ich eigentlich immer billigere
> Möglichkeiten diese zu besorgen bzw. zu kaufen.
Hast Du einen guten Shop in Deiner Nähe? In Apotheken wäre auch noch ne
Möglichkeit, aber da zahlste ordentlich...
Ja, dann gutes Gelingen mit dem Bleibaum. Kannst ja mal schreiben, ob es
geklappt hat.
Also Ammoniumacetat kann man sich ja einfach herstellen, das sollte ja nicht
das Problem sein.
Ich habe hier eine Drogerie in der Nähe, die auch Sachen wie HNO3 haben und
so, aber nur wenige Sachen. Den Rest habe ich mir in Tage langen
Internetsuchen zusammengesucht. Ich bin auch der Meinung, dass man für
Private Sachen keine reinsten Stoffe braucht.
Apotheke habe ich schon versucht, aber kann man hier in der Nähe vergessen
und ich habe auch keinen Bock jede Apo abzuklappern, weil ich in meiner
Drogerie auch 98% H2SO4 bekomme und das ist ja schon mal was.
Ich werde berichten, wie es geklappt hat und wenn ich es hinkriege auch ein
Foto mit dazupacken.
MfG H.Krause
"Rudi Seidel" <RuedigerW...@uni-duesseldorf.de> schrieb im
Newsbeitrag news:a6vm12$hbmor$1...@ID-136686.news.dfncis.de...
> Ich will ja wissen wie man das sicher machen kann, und nicht noch ohne
Ende
> rumprobieren und dann trotzdem nicht den erfolg haben.
Du wirst mit Heimmitteln aus Bleisulfat kein sauberes Bleichlorid
herstellen können. Wie die Vorredner schon schrieben: Du wirst das
Sulfat nicht los; im Prinzip geht es natürlich wie beschrieben mit
Bariumchlorid, aber in der Praxis wirst Du anschließend eine
fraktionierende Kristallisation durchführen müssen, um den ganzen
Schmodder aufzutrennen. Das bedeutet jede Menge schwermetallhaltigen
Abfall (nicht vergessen: Ba und Pb sind getrennt zu sammeln!) und
hohen Aufwand, um eine unbedeutende Menge PbCl2 zu erhalten. Mein Rat:
laß es.
Tschüs,
Martin
In kleinen Mengen vermutlich am einfachsten mit Ionenaustauscher wie
Amberlite IR 120 (einfach zusammen mit der Bleisulfatsuspension stehen
lassen, dann mit HCl etc. eluieren.
Wieso löst Du nicht einfach etwas Blei in HNO3 auf und stellst es dann
aus dem Nitrat her ? Als Laborchemikalie wirst Du zwar Probleme mit
der Beschaffung von Blei haben (CMR-Stoff, Abschnitt 20 ChemVerbotsV
=> keine Abgabe an die breite Öffentlichkeit als Chemikalie). Für
andere Zwecke kommt Blei aber als Folie oder Draht, Schrot rein zum
Austarieren als Erzeugnis in den Handel, als Legierung mit Zinn als
Lötzinn und darf dann an die breite Öffentlichkeit verkauft werden.
Aber bitte damit vorsichtig sein (Blei ist giftig) und kein Bleiazid
herstellen (was Dir dank Bildung langer Nadeln sogar viel leichter als
Quecksilberfulminat
um die Ohren fliegen kann !).
Ja, diesen Artikel hatte ich nicht gesehen. Aber wieso will er ausgerechnet
Bleichlorid benutzen ? Bleinitrat oder Bleiacetat sollte doch geeigneter sein.
Wahrscheinlich ist ihm von löslichen Blei(II)-verbindungen gerade
Blei(II)-chlorid eingefallen. Naja, hauptsache er bringt das Zeug erstmal in
Lösung.