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Zaubertrick

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chris

unread,
Oct 2, 1997, 3:00:00 AM10/2/97
to

Tag,

da gibts einen Zaubertrick, man nimmt ein bischen
was von einem weißen Pulver zwischen zwei Finger
und knetet damit ein Stück Alufolie, die dabei
tierische heiß wird.
Wir haben das dann prommt mit dem halben Chemikalienschrank
( versch. Ammoniumverbindungen, Oxidationsmittel, saure Verbindungen etc.)
ausprobiert. Jedoch die Wärmeentwicklung war äußerst mäßig.

Kennt jemand die Durchführung und die benötigten Chemikalien?
Am besten ohne den Einsatz Natrium oder Chlorgas

Merci

chris


Daniel Schwarz

unread,
Oct 2, 1997, 3:00:00 AM10/2/97
to christop...@chemie.uni-ulm.de


chris wrote:

> da gibts einen Zaubertrick, man nimmt ein bischen
> was von einem weißen Pulver zwischen zwei Finger
> und knetet damit ein Stück Alufolie, die dabei
> tierische heiß wird.
>

> Kennt jemand die Durchführung und die benötigten Chemikalien?
> Am besten ohne den Einsatz Natrium oder Chlorgas
>
>

Hi Chris,

ich kenne einen Trick mit rotem Phosphor und Kaiumchlorat. Diese beiden Pulver
werden zwischen Daumen und Mittelfinger gebracht (Phosphor am Daumen,
Kaliumchlorat am Mittelfinger) und dann wird geschnippst -> Funken.

Ich weiss nicht ob Du das meinst aber bei uns hat's zum Teil funktioniert. Es
hat gefunkt aber auch ziemlich laut gekracht, weil der ...(zensiert)... von
Lehrer mit dem Mörser auf das Kaliumchlorat gehauen hat. Also Vorsicht !!!
Ziemlich explosiv!!!

Bruno Becker

unread,
Oct 3, 1997, 3:00:00 AM10/3/97
to

In article <3434057F...@nuernberg.netsurf.de>, Daniel Schwarz

<D.Sc...@nuernberg.netsurf.de> wrote:

> ich kenne einen Trick mit rotem Phosphor und Kaiumchlorat. Diese beiden Pulver
> werden zwischen Daumen und Mittelfinger gebracht (Phosphor am Daumen,
> Kaliumchlorat am Mittelfinger) und dann wird geschnippst -> Funken.
>
> Ich weiss nicht ob Du das meinst aber bei uns hat's zum Teil funktioniert. Es
> hat gefunkt aber auch ziemlich laut gekracht, weil der ...(zensiert)... von
> Lehrer mit dem Mörser auf das Kaliumchlorat gehauen hat. Also Vorsicht !!!
> Ziemlich explosiv!!!

Hi Daniel,

Ich weiss zwar nicht, ob Du den Vorschlag mit dem Kaliumchlorat und rotem
Phosphor ernst gemeint hast, aber ich würde doch stark von dem Experiment
abraten, wenn Euch Eure Finger lieb sind! (Ich kenne die Brisanz und
Unberechenbarkeit dieser Mischung).

Jens Marco Bendisposto

unread,
Oct 3, 1997, 3:00:00 AM10/3/97
to

>In article <3434057F...@nuernberg.netsurf.de>, Daniel Schwarz
><D.Sc...@nuernberg.netsurf.de> wrote:
>
>> ich kenne einen Trick mit rotem Phosphor und Kaiumchlorat. Diese beiden Pulver
>> werden zwischen Daumen und Mittelfinger gebracht (Phosphor am Daumen,
>> Kaliumchlorat am Mittelfinger) und dann wird geschnippst -> Funken.
>>
>> Ich weiss nicht ob Du das meinst aber bei uns hat's zum Teil funktioniert. Es
>> hat gefunkt aber auch ziemlich laut gekracht, weil der ...(zensiert)... von
>> Lehrer mit dem Mörser auf das Kaliumchlorat gehauen hat. Also Vorsicht !!!
>> Ziemlich explosiv!!!

Achtung !!!
Die Mischung aus Kaliumchlorat und rotem Phosphor ist extrem brisant !

Ich werde von Euch mit Hassmails vielleicht zugeschüttet, aber ich
finde es wichtig, das Bild (7K) zu posten. Es zeigt den Zustand einer
Laborplatte nachdem eine Mischung aus rotem Phosphor und Kaliumchlorat
darauf explodiert ist.

Ich möchte mich bei allen entschuldigen, die sich über das Binary
aufregen. Ich hoffe ihr versteht meine Motivation.


Jens.

Jens Marco Bendisposto

unread,
Oct 3, 1997, 3:00:00 AM10/3/97
to

begin 644 bumm.jpg
<encoded_portion_removed>
end

Rainer Huebenthal

unread,
Oct 3, 1997, 3:00:00 AM10/3/97
to

To : chris (cgai...@mizar.rz.uni-ulm.de)

Hi chris,

> da gibts einen Zaubertrick, man nimmt ein bischen
> was von einem weißen Pulver zwischen zwei Finger
> und knetet damit ein Stück Alufolie, die dabei
> tierische heiß wird.

IMHO wars Quecksilberchlorid, Wasser und eben Alufolie.


-rh

chris

unread,
Oct 4, 1997, 3:00:00 AM10/4/97
to

Hi Rainer,


>
>> da gibts einen Zaubertrick, man nimmt ein bischen
>> was von einem weißen Pulver zwischen zwei Finger
>> und knetet damit ein Stück Alufolie, die dabei
>> tierische heiß wird.
>
>IMHO wars Quecksilberchlorid, Wasser und eben Alufolie.


Nach dem Redoxpotential sollte Alu durch Wasser oxidiert werden.
Tut´s aber nicht, weil das entstehende (etwas vereinfacht) Al(OH)3
bei pH 7 schwerlöslich ist, und damit die Oberfläche passiviert.

So könnt ich mir das mal mit meine geringen
Chemiekenntnissen vorgestellen.

Aber warum löst sich Alu in Wasser bei pH 7 unter Zusatz von
Hg++ ?
Liegt das nur an der Bildung eines Lokaelements ?
Und was für ein Alukomplex entsteht dann?
Ist der in Wasser löslich?
Oder warum wird die Oberfläche nicht passiviert?

Tschüss

Chris

Rainer Huebenthal

unread,
Oct 4, 1997, 3:00:00 AM10/4/97
to

To : Jens Marco Bendisposto (Jake...@CyberDude.com)

Hi Jens,

>
> Achtung !!!
> Die Mischung aus Kaliumchlorat und rotem Phosphor ist extrem
> brisant !

und hat auch nichts mit dem gesuchten Zaubertrick zu tun.


-rh

Michael Bannwarth

unread,
Oct 4, 1997, 3:00:00 AM10/4/97
to

> >> da gibts einen Zaubertrick, man nimmt ein bischen

> >> was von einem wei=DFen Pulver zwischen zwei Finger
> >> und knetet damit ein St=FCck Alufolie, die dabei
> >> tierische hei=DF wird.


> >
> >IMHO wars Quecksilberchlorid, Wasser und eben Alufolie.

> =20


> Nach dem Redoxpotential sollte Alu durch Wasser oxidiert werden.

> Tut=B4s aber nicht, weil das entstehende (etwas vereinfacht) Al(OH)3
> bei pH 7 schwerl=F6slich ist, und damit die Oberfl=E4che passiviert.
>=20
> Aber warum l=F6st sich Alu in Wasser bei pH 7 unter Zusatz von
> Hg++ ?=20
>=20


>Liegt das nur an der Bildung eines Lokaelements ?

> Und was f=FCr ein Alukomplex entsteht dann?
> Ist der in Wasser l=F6slich?=20
> Oder warum wird die Oberfl=E4che nicht passiviert?
Ich habe einmal das Experiment gesehen, dass man Quecksilberchloridloesung
auf Alufolie tropft und die dann an der Luft langsam zu, durch Quecksilber
grau gefaerbten Aluminiumoxid oxidiert wird. Das dauert aber einige
Minuten, zumindest wie ich es gesehen habe und sicher laenger als ein
Fingerschnipppen. Der Grund, so wurde es uns zumindest erklaert, ist dass
Quecksilberchrorid erst durch das Aluminum zu Quecksliber reduziert wird.
Dieses, recht fein Verteilte Quecksilber loest dann das Aluminiumals
Almagam (=3DQuecksilberlegierung). Auf dem Almagam kann sich keine
Schutzschicht mehr bilden, noch dazu dass Quecksliber fluessig ist (und
leicht verdampft, der Versuch ist, wenn ueberhaupt, im Abzug
durchzufuehren und man nimmt auch nur drei Tropfen oder so einer
verduennteren (0.1 M) oder so Quecksilberloesung. Es handelt sich also im
eigentlichen Sinn nicht um ein Lokalelement, wo Elektronenabgabe
(Oxidation) und Elektronenaufnahme raeumlich durch einen Elektronenleiter
getrennt sind (es sei denn, Sauerstoff wird an der Quecksilberoberflaeche
zu Oxid reduziert und Aluminium im inneren der Legierung zu dreiwertigem
Aluminiumoxidiert, das haben wir damals nichy diskutiert). Ich meine, dass
Oxidation des Aluminiums durch Wasser keine Rolle bei dem Versuch spielt.
(Sondern nur als Loesungsmittel fuer das Quecksilberchlorid eben...)
Und wie gesagt der Versuch verwendet Quecksilber und ist nicht sonderlich
eindrucksvoll. Man kann mit der Alufolie ein (Gas)Thermometer umwickeln
und dann die Waermeentwicklung verfolgen....tooollll...=20

> Tsch=FCss

Michael Bannwarth


Rainer Huebenthal

unread,
Oct 4, 1997, 3:00:00 AM10/4/97
to

To : chris (cgai...@mizar.rz.uni-ulm.de)

Hi chris,

> >IMHO wars Quecksilberchlorid, Wasser und eben Alufolie.
>
>


> Nach dem Redoxpotential sollte Alu durch Wasser oxidiert

> werden. Tut's aber nicht, weil das entstehende (etwas
> vereinfacht) Al(OH)3 bei pH 7 schwerlöslich ist, und damit die
> Oberfläche passiviert.

Es tut es nicht, wenn kein Quecksilber in der Naehe ist. Es tut
es, wenn es zugegen ist. Du kannst mit Quecksilber Alu komplett
ruinieren. Wie es aussieht, wenn du das Alu vorher schon eloxal
behandelt hast und es dann noch funktioniert, weiss ich nicht.
Mit Normalerhaushaltsfolie (wozu sollte die eloxal behandelt
sein) funktionierts jedenfalls. Test it ! :-)

-rh

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