Das kommt darauf an, ob du Borate hast, dann kannst du den Nachweis von
Boraten, der normalerweise mit Methanol gemacht wird, umgekehrt zum
Nachweis von Methanol verwenden. Das hat vor ein paar Monaten mal einer
gefragt, ich habs hier nochmal ausgegraben:
*******************************
Bertram Lindner schrieb:
>
> Hallo!
>
> Ich habe ein problem. In einem Vortragsversuch verbrennt das durch
> reaktion entstandene Borsäretrimethylester. Jetzt ist meine Frage: Aus
> was besteht der weiße Rauch der bei der Verbrennung entsteht.
>
> Danke für die Hilfe
>
> Bertram Lindner
Hallo Bertram!
Den Borsäureester stellst du mit H2SO4(konz.) und Methanol unter starkem
Erhitzen her. Das Methanol und der Ester verdampfen also und brennen mit
grüner Flamme.
Wenn aber kein/wenig Methanol mehr drin ist, fängt die Schwefelsäure an,
sich zu zersetzen und es entstehen SO3-Nebel. (->Abzug)
Wenn also Nebel entstehen, gib noch etwas Methanol hinzu, dann kannst du
den Ester wieder anzünden.
VORSICHT: Dabei verdünnst du eine heiße konzentrierte Säure, also am
besten abkühlen lassen und immer nur 2-3 Tropfen auf einmal zugeben,
dann schütteln.
Ich weiß zwar nicht, wie du diesen Versuch durchführen willst, aber am
besten geht das IMHO in einem großen Reagenzglas, indem du solange
erhitzt, bis das Gemisch schäumt, dann an der Rgl.-Öffnung den Ester
anzündest und dann gerade so hoch über der Flamme hältst, daß das Zeug
gerade noch siedet. Dann brennt der Ester ständig.
Viel Glück,
Wolfgang
*******************************
Es gibt bestimmt noch andere Möglichkeiten...
Tschüß,
Wolfgang
--
Wolfgang Schmid
e-mail: wolfy....@gmx.net
homepage: http://home.t-online.de/home/wolfy.schmid/
WE ARE THE BORG - RESISTANCE IS VOLTAGE DIVIDED BY CURRENT!
die Frage ist an sich natürlich etwas unspezifisch. In welchem Gemisch
möchtest Du Methanol nachweisen? In gegenwart von anderen Alkoholen geht
das obige Verfahren nicht. Es ist fraglich ob sie in Gegenwart anderer
brennbarer organischer Stoffe funktioniert.
Die zweite Frage ist natürlich: Brauchst Du das qualitativ (its was
drin?) oder quantitativ (wieviel ist drin?)
manfred
> Stefan Käbitz schrieb:
> >
> > Hallo,
> > kennt jemand eine einfache Methode Methanol nachzuweisen ???
> >
> > Für die Antwort schon einmal Danke im Voraus !!!!
>
> Das kommt darauf an, ob du Borate hast, dann kannst du den Nachweis von
> Boraten, der normalerweise mit Methanol gemacht wird, umgekehrt zum
> Nachweis von Methanol verwenden. Das hat vor ein paar Monaten mal einer
> gefragt, ich habs hier nochmal ausgegraben:
Ich wäre da vorsichtig, da der Boratnachweis auch mit Ethanol
funktioniert, nur nicht so gut wie mit Methanol.
Als Nachweis von Methanol dürfte diese Methde jedch nicht geeignet sein.
Burn
es ging um den Nachweis von Methanol im Gemisch mit Ethanol. Damit hab ich
dann wohl Pech gehabt !
Vielen Dank für Eure Antworten !
>
Will man Wein untersuchen, würde ich zuerst alles flüchtige (Aromen,
Alkohole, Wasser) am Rotationsverdampfer abziehen und das Destillat
anschließend gaschromatographisch untersuchen. Der Rückstand
interessiert nicht weiter, Methanol ist da sicherlich nicht mehr drin.
--
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Ringo
Bye, Alexx
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http://www.dejanews.com/ Search, Read, Discuss, or Start Your Own
Oliver Steinhof schrieb in Nachricht <372E1D98...@tu-bs.de>...
>Wie könnte man denn möglichst einfach Methanol z.B. in selbstgemachtem
>Wein nachweisen? Es müßte doch auch ohne aufwendige Destillation
>und/oder Spekroskopie gehen.
Einfach destiliieren? Methanol hat AFAIK einen niedrigeren Siedepunkt als
Ethanol, einfach erhitzen und das methanol abdampfen... Oder geht das etwa
nicht?
Bis dann, David
Dann hätte ich da noch eine Frage: Ab wann muß man damit rechnen, daß
Ethanol in größerem ( und z.B. beim Schnapsbrennen ) in gefährlichem Maße
entsteht ???
Für Antwort(en) Danke im Voraus
Stefan
Es gibt die zwei altbewährten Tests (aus Russland, oder so):
1. Das Zeug versuchen anzuzünden. Wenn es nicht brennt kannst du es trinken,
weil es genug Wasser enthält. (ŕ la Wodka :-)
2. Eine Fliege fangen und unter ein Glas mit einem Tropfen deines Zeugs
geben. Die wird dann ziemlich schief drauf sein und wenn du Glück hast
siehst du das Viech kotzen (ihhhh). Naja, irgendwann kippt sie dann von den
Socken und wenn du nun das Glas wieder wegnimmst und die Fliege auf eine
Blüte (z.B.) gibst und sie sich nicht wieder in nächster Zeit erholt,
solltest du die Finger von deinem Gesöff lassen.
(Ob das nur ein Märchen ist weiss ich nicht, habs noch nicht mit Methanol
ausprobiert, aber vielleicht hat ja die Fliege gar kein aufwendig genuges
Verdauungssystem (Leber beim Menschen) die den Ethanol bzw. Methanol in
Ethanal bzw. Formaldehyd (hochgiftig) umwandelt.)
Cu
Armin
Neugierig,
Stefan
Methanol siedet bei ca. 65 °C Ethanol bei 78 °C, eine Destillative
Trennung müßte fraktiniert passieren oder Du mußt einen Ausbeute-Verlust
an Ethanol hinnehmen...
Jan
> Dann hätte ich da noch eine Frage: Ab wann muß man damit rechnen, daß
> Ethanol in größerem ( und z.B. beim Schnapsbrennen ) in gefährlichem Maße
> entsteht ???
Ethanol ist ja nicht unbedingt das gefährliche - solange Du dir keine
Alkoholvergiftung holst. Und das geht schon mit dem Whiskey von der
Tankstelle um die Ecke.
Das richtig fiese ist immer noch das Methanol, das auch in kleinsten
Mengen zum Erblinden und zum Tod führt (so zum Beispiel alle Jahre wieder
in Indien, wo schlecht gebrannter Schnaps in Umlauf kommt...)
Burn
> Alexander Wieder schrieb in Nachricht <7gp630$5rk$1...@nnrp1.dejanews.com>...
> >Ich habe in etwa das gleich Problem wie Wolfgang. Ich stelle Weinn selbst
> her
> >und möchte natürlich wissen, ob der Wein auch genießbar ist. Ihr habt zwar
> >einige Möglichkeiten zum Nachweis von Methanol genannt, aber diese sind
> >ziemlich umständlich. Gibt es keine Teststreifen, oder ähnliches?
> >
>
>
> Es gibt die zwei altbewährten Tests (aus Russland, oder so):
> 1. Das Zeug versuchen anzuzünden. Wenn es nicht brennt kannst du es trinken,
> weil es genug Wasser enthält. (à la Wodka :-)
Das Problem ist und bleibt trotzdem das Methanol, das auch im
nichtbrennbaren Mischungen mit Wasser "gesundheitsschaedlich" ist.
Das beste ist beim selberbrennen/herstellen vn Alkoholika: Fragen sie
jemanden der sich damit auskennt und der sein selbstprduziertes seit
Jahren auch zu sich nimmt (Vorraussetzung: Er tut letzteres nicht im
Übermaß...)
Jan
Ja, dafür gibts doch 2. (das mit der Fliege) ! Ob das auch sicher
funktioniert weiss ich leider nicht. Das 1. war nur dazu da, falls man ohne
wissen hochkonzentriert und nicht mehr genau weiss, was man nun machen soll
(ich sagte ja, wodka-mässig : die konzentrieren den selber hoch, und hören
auf sobald er brennbar ist)
>Dann hätte ich da noch eine Frage: Ab wann muß man damit rechnen, daß
>Ethanol in größerem ( und z.B. beim Schnapsbrennen ) in gefährlichem Maße
>entsteht ???
ROTFL
Andreas
a...@bluewin.ch
--
Die Wildnis ruft! Wir lesen uns Anfang August 1999 wieder.
Viel Spass bis dahin. Ciao, tschuess und goodbye.
Beim Brennen aber schon, das kommt davon, daß Du zum Besipiel im
Brenngut vorkommende Methylesther spaltest.
Professionelle Brenner beobachten die Übergangstemperatur, und lassen
den Vorlauf solange in laufen, bis sie deutlich über 70 °C sind. Das
bedeutet natürlich einen Ausbeuteverlust, aber die Giftigkeit von
Methanol wurde ja schonmehrfach angesprochen...
Übrigens muß man zum Schnapsbrennen eine Lizens haben (auch für den
Hausgebrauch), da kann man gleich zum Profi gehen.
--
Manfred Kraut
Forschungszentrum Karlsruhe HVT-EA
Postfach 3640
76021 Karlsruhe
Tel.: 07247/824772
Fax : 07247/823186
Trösch Philippe wrote:
> Bei einem reinen Gemisch EtOH und MetOH kannst du die Konzentration mittels
> Brechungsindex bestimmen.
Für Stefan und seine Gäste hoffe ich mal nicht, daß es sich bei seinem Wein um
ein reines Ethanol/Methanol - Gemisch handelt! ;-)
SCNR
Maike
OS>David Mueller wrote:
Snip
OS>Mengen auskommen. Methanol in geringen Mengen soll ja
OS>nicht schädlich sein. Z.B. enthalten angeblich manche
OS>Grappa-Sorten bis zu 5 % Methanol. Man wird nur deshalb
OS>nicht blind, weil die Leber so mit dem Abbau des Ethanols
OS>beschäftigt ist, daß immer nur geringe Konzentrationen von
OS>Formaldehyd und Ameisensäure entstehen, so daß der Sehnerv
OS>nicht geschädigt wird.
Das stimmt glaube ich so nicht ganz genau.
Ich habe mal gelesen, daß bei einer akuten Methanolvergiftung als
Gegenmittel (eben um Schädigung des Sehnevs usw. zu vermeiden) Ethanol
intravenös (natürlich nur unter ärtzlicher Aufsicht) gegeben wird, damit
eine Verdrängungsreaktion des Methanols bzw. seiner Abbauprodukte
stattfindet.
MfG
Enno Müller
## CrossPoint v3.11 ##
Vielleicht noch ein paar allgemeine Dinge zu Methanol:
Die Dosis letalis von Methanol ist ca. 30-50 ml.
Die hohe Toxizitaet von Methanol ist dadurch zu erklaeren,
dass es im Koerper zu Formaldehyd und dann zu Ameisensaeure
oxidiert wird. Letztere fuehrt wegen ihrer schlechten Aussscheidbarkeit
zur schweren Azidose!!!
Erste Vergiftungssymptome:
gastrointestinale Beschwerden, Schwindel, Kopfschmerzen, Uebelkeit,
Erbrechen, Sehstoerung
Spaeter werden die Patienten bewusstlos und sterben an Atemlaehmung!
Die fuer Methanolvergiftungen typische Schaedigung des Gesichtssinns
beginnt meist am dritten Tag mit einem Retinaoedem, wodurch das
Sehvermoegen beeintraechtigt, aber nicht aufgehoben wird. Spaeter kommt
es zur irreversiblen Sehnervernschaedigung mit der Gefahr voelliger
Erblindung.
Therapie: 3 Ziele
a) Senkung der Methanolkonzentration im Blut
=> Dialyse
b) Hemmung der Oxidation von Methanol
Durch Zufuhr des natuerlich Substrats der Alkoholdehydrogenase,
naemlich Ethanol, wird die Oxidation von Methanol kompetetiv gehemmt!
Bei Verdacht auf Methanolvergiftung gibt man 30-40ml Ethanol
(120ml Weinbrand) und haelt bei erwiesener Vergiftung die
Alkoholkonzentration notfalls durch Infusion 5 Tage lang bei 1 Promill!
c) Beseitigung der Azidose
Infusion von Natriumbicarbonat oder Natriummonohydrogenphosphat, zum
Puffern des Blutes, unter Kontrolle.
Alles aus: Mutschler, Arzneimittelwirkungen.
Ich hoffe, dass beseitigt ein paar Fragen,
wenn trotzdem noch welche da sind,
meldet euch einfach,
Christoph