mein Wasskocher ist ständig verkalkt, da wir anscheinend in ner Umgebung
mit sehr hartem Wasser wohnen. Ich benutze zum entkalken das alte
Hausmittel und löse den Kalk mit Essig(-essenz).
Ich habe mal gehört, das die dabei entstehenden Stoff ziemlich giftig sind,
inwiefern stimmt das? Reicht es dann den Kocher ein paar mal mit Wasser
auszuspülen?
Danke, Benjamin
> mein Wasskocher ist ständig verkalkt, da wir anscheinend in ner Umgebung
> mit sehr hartem Wasser wohnen. Ich benutze zum entkalken das alte
> Hausmittel und löse den Kalk mit Essig(-essenz).
Da passiert dann etwa folgendes:
CaCO3 + 2 HAc --> CO2 + CaAc2 + H2O
> Ich habe mal gehört, das die dabei entstehenden Stoff ziemlich giftig
sind,
> inwiefern stimmt das? Reicht es dann den Kocher ein paar mal mit Wasser
> auszuspülen?
Das CO2 entweicht ja und ist in den entstehenden Mengen sicher nicht
erstickend.
CaAc2: lt. Merck Katalog (für den Feststoff) keine besondere Giftigkeit oder
Gefährlichkeit
H2O: Dazu brauche ich nichts zu sagen.
Das einzige, was eventuell giftig sein könnte, sind Schwermetallionen, die
sich durch die Essigsäure aus dem korrodierenden Heizstab lösen könnten. Mit
einigen Malen Spülen mit klarem Wasser sollte soetwas aber behebar sein.
Ich bin an weiteren Antworten ebenfalls interessiert.
--
Gruss Christian Klemps
>Ich habe mal gehört, das die dabei entstehenden Stoff ziemlich giftig sind,
Nicht wirklich. Es ensteht dabei Calciumacetat, ein Salz der
Essigsäure. Ausspülen sollte man trotzdem, ansonsten hat der Kaffee
u.U. einen komischen Beigeschmack.
Christian
--
Meine Signatur ist leider verlorengegangen.
Ich suche sie zur Zeit aber und reiche sie in einem
seperaten Posting nach.
Die handelsüblichen Entkalker für Teekocher/Kaffeemaschinen basieren IIRC
auf Citronensäure (also auch eine natürliche Carbonsäure). Die Reaktionen
sind die selben wie bei Essigsäure.
Wenn du also den Kocher/Kaffeemaschine gut ausspülst, evtl 2-3 Mal mit
klarem Wasser nachkochst dürften eigentlich keine giftigen bzw.
geschmacklichen "Beeinträchtigungen" vorhanden sein.
PS: Hier in Ulm ist das Wasser wegen der Schwäbischen Alb auch sehr
kalkhaltig, ich benutze deshalb 'nen Britta-Wasserfilter.
--
Thorsten Glöckner
thorsten....@student.uni-ulm.de
www.uni-ulm.de/~s_tgloec/
ICQ: 99736988
>> mein Wasskocher ist ständig verkalkt, da wir anscheinend in ner Umgebung
>> mit sehr hartem Wasser wohnen. Ich benutze zum entkalken das alte
>> Hausmittel und löse den Kalk mit Essig(-essenz).
>
> Die handelsüblichen Entkalker für Teekocher/Kaffeemaschinen basieren IIRC
> auf Citronensäure (also auch eine natürliche Carbonsäure). Die Reaktionen
> sind die selben wie bei Essigsäure.
Jain. Essigsäure verdampft und kann in Kaffeemaschinen Bauteile
angreifen, die für diese Belastung nicht ausgelegt sind. Beim offenen
Wasserkocher stört die verdampfende Essigsäure nur die Nase des
Menschen.
Zitronensäure ist für Kaffeemaschinen also besser weil sie nur die Teile
entkalken/angreifen kann, die auch mit dem Wasser in Berührung kommen.
Bei Wasserkochern ist es Geschm... ähhh ... Geruchsache.
Andrea
--
FAQ von de.sci.chemie http://www.svbuc.de/dsc/faq/
FAQ von de.rec.heimwerken http://www.d-r-h.de/faq/
Bauchemie-Datenbank http://db.baustoffchemie.de/
Eine Möglichkeit, den Kalkbelag zu vermeiden, ist auch ein Wasserfilter mit
Ionentauscher (zB Brita).
Das Ding ist so gut, dass das gefilterte Wasser einen leichten Kalkbelag
beim Kochen langsam wieder auflöst ...
Ausserdem schmeckt der Tee damit deutlich besser :-)
Gruß
Thomas
Ist das inzwischen so?
Der einzige käufliche Entkalker, den ich je in Händen hier, basierte auf
Amidosulfonsäure ...
Wenn sich da inzwischen was in Richtung zu "natürlichen"
Säuren/Komplexbildnern getan hätte, wäre erfreulich.
Gruß
Thomas (der den morgendlichen Tee *nur* mit gefiltertem Wasser trinkt)
>Ist das inzwischen so?
Jo. Alternativ kann man auch Zitronensäure in der Apotheke kaufen.
Kostet auch nicht wirklich viel.
>Der einzige käufliche Entkalker, den ich je in Händen hier, basierte auf
>Amidosulfonsäure ...
Hui...
Ich denke, das ist diese pseudo-bio-Welle die rumgeht. Alles
was irgendwie "natürlich" klingt, muss danach automatisch
harmlos sein.
Essigessenz/Eisessig/konz Essigsäure halte ich für definitiv
nicht harmlos. Der MAK Wert von 25ppm gibt da zu denken.
Auch ist das Zeug je nach Konz. und Temp. brennbar.
Ob Essig mit seinem laschen pH wirklich optimal zum
Entkalken ist, ist eine andere Frage.
(BTW: Weiss jemand etwas mit dem MAK Wert "10 ml/m3" was
anzufangen?)
--
mfg Rolf Bombach
>Eine Möglichkeit, den Kalkbelag zu vermeiden, ist auch ein Wasserfilter mit
>Ionentauscher (zB Brita).
Davon rate ich ab, denn in diesen Dingern wachsen mehr Keime als einem
lieb ist.
GRüsse
Rolf Bombach wrote:
> (...)
> Ich denke, das ist diese pseudo-bio-Welle die rumgeht. Alles
> was irgendwie "natürlich" klingt, muss danach automatisch
> harmlos sein.
> Essigessenz/Eisessig/konz Essigsäure halte ich für definitiv
> nicht harmlos. Der MAK Wert von 25ppm gibt da zu denken.
> Auch ist das Zeug je nach Konz. und Temp. brennbar.
> Ob Essig mit seinem laschen pH wirklich optimal zum
> Entkalken ist, ist eine andere Frage.
>
> (BTW: Weiss jemand etwas mit dem MAK Wert "10 ml/m3" was
> anzufangen?)
Das heißt, 10 ml Essigsäure pro m^3 Kaffee sind gesundheitlich
unbedenklich. Ob die umgerechnet 5 µl pro Tasse geschmacklich
unbedenklich sind, vermag ich nicht zu sagen.
Adios,
Fritzi.
--
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hallo rolf,
IMO sind da ein paar zahlen durcheinandergekommen.
hier ein auszug aus dem RÖMPP chemie lexikon
Essigsäure
(Ethansäure, lat.: Acidum aceticum). H3C-COOH, C2H4O2, MG. 60,05.
Wichtigster Vertreter aus der Reihe der Fettsäuren. Wasserfreie E.
(Eisessig) ist eine klare, farblose, stechend riechende Flüssigkeit, D.
1,0492, Sdp. 117,9°, die bei 16,5° zu eisartigen Kristallen erstarrt. E.
wirkt auf Augen, Haut u. Schleimhäute stark ätzend,
MAK 25 mg/m3 bzw. 10 ppm,
WGK 1. Reine E. ist brennbar, FP. 37° c.c., Zündtemp. 500°,
Explosionsgrenzen in Luft 4 bis 17%; die molare Verbrennungswärme beträgt
876,72 kJ (209,4 kcal).
Quelle: CD Römpp Chemie Lexikon - Version 1.0, Stuttgart/New York: Georg
Thieme Verlag 1995
und für "gefählich" halte ich die essigsäure nicht, obwohl natülich ein
vorsichtiger umgang mit der substanz vorausgesetzt werden muss.
(so manch andere "haushalts"-chemikalie birgt da viel größere gefahren)
dietmar
ups.....,
MAK
(Abk. für maximale Arbeitsplatzkonzentration). Ein MAK-Wert ist laut
Definition der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) "die höchstzulässige
Konz. eines Arbeitsstoffes als Gas, Dampf od. Schwebstoff in der Luft am
Arbeitsplatz, die nach dem gegenwärtigen Stand der Kenntnisse auch bei
wiederholter u. langfristiger, in der Regel täglich acht-stündiger
Exposition, jedoch bei Einhaltung einer durchschnittlichen Wochenarbeitszeit
von 40 Std. im allg. die Gesundheit der Beschäftigten nicht beeinträchtigt
u. diese nicht unangemessen belästigt". Die von der "DFG-Senatskommission
zur Prüfung gesundheitsschädlicher Arbeitsstoffe" (MAK-Kommission) für mehr
als 400 Stoffe festgelegten MAK-Werte werden in ml/m3 (ppm) od. in mg/m3
angegeben. []
Quelle: CD Römpp Chemie Lexikon - Version 1.0, Stuttgart/New York: Georg
Thieme Verlag 1995
also hat die MAK absolut NICHTS mit konzentrationen in lösungen zu tun,
sondern ist nur auf die stoffkonzentration in der luft bezogen.
dietmar
> > mein Wasskocher ist ständig verkalkt, da wir anscheinend in ner Umgebung
> > mit sehr hartem Wasser wohnen. Ich benutze zum entkalken das alte
> > Hausmittel und löse den Kalk mit Essig(-essenz).
>
> Die handelsüblichen Entkalker für Teekocher/Kaffeemaschinen basieren IIRC
> auf Citronensäure (also auch eine natürliche Carbonsäure). Die Reaktionen
> sind die selben wie bei Essigsäure.
Jain.
Die saure Reaktivität (Carbonat zu Kohlensäure) wird verstärkt durch die
Ca(++)-chelatisierende Wirkung der Citrat-Ionen.
Gruss, Thomas
--
Thomas Görlach, Arbeitsgruppe Angewandte Elektrochemie und Chemische
Umwelttechnik an der Technischen Universität München
Lichtenbergstraße 4, D-85748 Garching, Tel: +49 89 289 13093, Fax: +49 89 289
13473
www.lrz-muenchen.de/~aae
Du sprichst mir aus der Seele. M.W. silbert Britta die in den Filtern
enthaltene Aktivkohle, um die Verkeimungszeit ein wenig hinauszu-
zögern.
Bei mangelnder Hege und Pflege läßt dennoch ein fröhliches Keim-
wachstum grüßen.
Soll ja das Immunsystem stärken ;-)
Grüße
Harald
Alles klar jetzt, danke. 10 ml Essigsäuregas sind etwa 25 mg, ist
ja etwa doppelt so schwer wie Luft, hatte ich falschrum gerechnet.
(Bei Ammoniak hat man mehr "ml/m3" als "mg/m3", hatte mich verwirrt).
Trotzdem, ich halte es für einen vergleichsweise tiefen MAK Wert
für eine Haushalts-Chemikalie.
--
mfg Rolf Bombach
Benjamin Otto schrieb:
Der Essig verdampft. Der gasförmige Essig ist gesundheitlich nicht ohne. Wenn
Du auf der "sicheren Seite" sein möchtst, benutze Citronensäure zum Kalklösen.
Zitronensäure wird nicht gasförmig, wie Essig. Ich selber habe damit gute
Erfahrungen gemacht.
Wenn Du doch Essig nehmen willst, sollest Du gut lüften oder noch besser das
ganze Prozedere draußen machen.
Viele Grüße
Jörg
Ne he?
Passt nur auf, dass ihr beim nächsten Gewürzgurkenglas keine Essigvergiftung
bekommt.
MfG
H.
Dietmar Keplinger wrote:
>
> > > (BTW: Weiss jemand etwas mit dem MAK Wert "10 ml/m3" was
> > > anzufangen?)
> >
> > Das heißt, 10 ml Essigsäure pro m^3 Kaffee sind gesundheitlich
> > unbedenklich. Ob die umgerechnet 5 µl pro Tasse geschmacklich
> > unbedenklich sind, vermag ich nicht zu sagen.
>
> ups.....,
>
> MAK
> (Römpp-Definition)
> also hat die MAK absolut NICHTS mit konzentrationen in lösungen zu tun,
> sondern ist nur auf die stoffkonzentration in der luft bezogen.
Lieber Dietmar, das ist mir auch bekannt, hab sogar Chemie studiert.
Anscheinend kommt man heutzutage nicht mehr ohne ;-) oder :-) aus, um
Ironie als solche zu verstehen. Es ist ja wohl klar, daß es keine
MAK-Werte für Kaffee gibt, weil es eben auch keine Arbeitsplätze in
Kaffee gibt. Ich hätte gedacht, daß diese Diskrepanz die Ironie
hinlänglich verdeutlicht.
Naja, was solls ...
> Du sprichst mir aus der Seele. M.W. silbert Britta die in den Filtern
> enthaltene Aktivkohle, um die Verkeimungszeit ein wenig hinauszu-
> zögern.
> Bei mangelnder Hege und Pflege läßt dennoch ein fröhliches Keim-
> wachstum grüßen.
> Soll ja das Immunsystem stärken ;-)
Hmm, was mich dabei wundert ist, dass ich das mit älteren Britafiltern
gefilterte Wasser mit Biotest Dipslides auf mikrobiologischen Befall
gecheckt hab und da nicht sonderlich viel zu finden war..
nichts und auch von der Menge her nichts, was irgendwie absonderlich wäre..
nur mal von der Kleinigkeit abgesehen, dass in der Regel das gefilterte
Wasser noch gekocht wird und da ein paar Keimchen auch wieder bei drauf
gehen, gelle ??
Mags
> Du hast "Ich möchte nie wieder einen sauer angemachten Salat essen"
> sehr umständlich ausgedrückt.
>
> >(BTW: Weiss jemand etwas mit dem MAK Wert "10 ml/m3" was
> >anzufangen?)
>
> Ja - es bedeutet, daß dich ein Salat umbringen wird.
*rofl*
Mags
You saved my day...
Hmm, aaaalso, ich weiss ja nicht, wieviele wasserfreie Titrationen mit
Eisessig die hier Anwesenden schon gemacht haben, bei mir waren es in meinem
Leben bislang vielleicht 300 (kann mich da um +100 vertun) und siehe an: ich
lebe noch.. :-))
Und glaubt mir, es war nicht immer geruchsfrei..
Bei die Wasserkocher angeht, ich gleube da mal etwas gelesen zu haben, dass
Entkalken mit Essigessenz aus den Heizspiralen Kupfer lösen kann.... was
dann nicht unbedingt so nett und angenehm wäre.
Ich habe aber keinerlei weitere Infos hierzu..
Grüssles
Mags
Ja was man so mit Essig für Lawinen lostreten kann. Essenz ist
unnötig stark. Ich benutze immer ein halbe Tasse einfachen Salatessig
und eine halbe Tasse Wasser, Wasserkocher bis krz vor dem Sieden
einschalten, dann aus und einfach 1-2 Stündchen stehen lassen. Deckel drauf! Anschliessend eimal mit Wasser durchspülen - fertig.
Unser Wasserkocher macht das seit ca. 9 annos mit - allerdings
hat 45279 Essen (Kohlenpott) weiches Wasser und muss deshalb nur
einmal nach dem Urlaub gemacht werden.
--
Glück Auf - Bodo Mysliwietz
--------------------------------------------
http://www.cneweb.de/home/chemietechnik/
>Bei die Wasserkocher angeht, ich gleube da mal etwas gelesen zu haben, dass
>Entkalken mit Essigessenz aus den Heizspiralen Kupfer lösen kann.... was
>dann nicht unbedingt so nett und angenehm wäre.
Und manche Kunststoffe (bzw. Weichmacher) mögen nicht gerne mit (heisser,
konzentrierter) Zitronensäure zusammenkommen. Die ist auch ein guter Kom-
plexbildner.
>Ich habe aber keinerlei weitere Infos hierzu..
Ich auch nichts genaues...
Gruss, Holger
PS: Wie hier neulich zu lesen hat auch (konc.) Zink-Chlorid-Lösung recht
exotische Lösungseigenschaften.
>und für "gefählich" halte ich die essigsäure nicht,
Vor dem Zeug habe ich mehr Respekt als vor Salzsäure, zumindest bei
hohen Konzentrationen.
F^2
>Bei die Wasserkocher angeht, ich gleube da mal etwas gelesen zu haben, dass
>Entkalken mit Essigessenz aus den Heizspiralen Kupfer lösen kann....
Würde mich wundern, da die Spiralen normalerweise aus Stahl sind, so-
fern der Boden nicht einefach eine plane Stahlfläche ist.
F^2
Ich schrieb ja auch bei mangelnder Pflege. Es kommt dabei nicht so besonders
auf das Alter an. Wenn der Filter häufig benützt wird, ist es sicherlich
unproblematischer, als wenn er halb feucht vor sich hin gammelt. Aktivkohle
hat
halt nun mal die Eigenschaft gerne zu verkeimen.
Dies betrifft im übrigen auch große Anlagen, die nicht genügend rückgespült
werden.
Zu den Kleinfiltern gibt es auch Untersuchungen vom Gesundheitsministerium
(müßte die aber erst irgendwo rauskramen).
Im übrigen wird das in dieser Weise gefilterte Wasser auch oftmals so oder
mit CO2 versetzt getrunken.
Harald
Schön wär's. Die meisten Kocher verwenden allerdings Heizungen
aus Messing/Kupfer, welche vernickelt sind. Da hab ich schon
einige entkalkenderweise entnickelt...
(BTW, es ist nicht alles Chrom, das glänzt ;-))
--
mfg Rolf Bombach
Benjamin Otto schrieb:
> Hi,
>
> mein Wasskocher ist ständig verkalkt, da wir anscheinend in ner Umgebung
> mit sehr hartem Wasser wohnen. Ich benutze zum entkalken das alte
> Hausmittel und löse den Kalk mit Essig(-essenz).
>
> Ich habe mal gehört, das die dabei entstehenden Stoff ziemlich giftig sind,
> inwiefern stimmt das? Reicht es dann den Kocher ein paar mal mit Wasser
> auszuspülen?
>
> Danke, Benjamin
Hallo,
bei Kupferrohren kann Kupferazetat entstehen und dies ist in der Tag giftig.
Die käuflichen Entkalker enthalten Salze der Ameisensäure oder ähnliches,
welches nach meinem Wissen diese Gefahr ausschließt. Auf jeden Fall hinterher
noch einmal Wasser durchlaufen lassen.
Gruß
Uwe Bausdorf
>Schön wär's. Die meisten Kocher verwenden allerdings Heizungen
>aus Messing/Kupfer, welche vernickelt sind.
Also nur noch plane Böden akzeptieren, die nahtlos in den zylindrischen
Teil übergehen, denn den _ganzen_ Kocher wird wohl kaum jemand aus
Messing herstellen. Oder vernickeln die Leute dann die Messingboden-
Zylindermantel-Kombination?
>Da hab ich schon einige entkalkenderweise entnickelt...
Womit hast Du das hingekriegt?!
Grüße,
F^2
Hab ich jetzt getan, nach jahrelangen Flops mit anderen Prinzipien.
Damit meine ich Kocher, bei denen ein Heizkörper frei in
die Flüssigkeit ragt, meist irgendwie M-förmig aufgewickelt.
(Kessel von Philips usw.) Dort bröselt mit der Zeit Kalk
und Glanz ab und man hat Kupferrohre im Wasser, mit bunten
Kupferverbindungen dran.
> Womit hast Du das hingekriegt?!
Schnellentkalker auf Amidosulfonsäurebasis. Aber eben nur
bei diesen Heizwendel-Kochern.
--
mfg Rolf Bombach
>Damit meine ich Kocher, bei denen ein Heizkörper frei in
>die Flüssigkeit ragt, meist irgendwie M-förmig aufgewickelt.
Die Dinger habe ich bisher noch nicht bewußt gesehen. Entweder werden
sie hier nicht angeboten, oder meine Augen nehmen solche Abartigkeiten
nicht wahr. ;-)
>> Womit hast Du das hingekriegt?!
>
>Schnellentkalker auf Amidosulfonsäurebasis. Aber eben nur
>bei diesen Heizwendel-Kochern.
Hm - wenn ich mal eine Heizung mit Kupferhülle brauchen sollte, weiß
ich ja nun, woher ich sie kriege. *g*
Grüße,
F^2
>>Damit meine ich Kocher, bei denen ein Heizkörper frei in
>>die Flüssigkeit ragt, meist irgendwie M-förmig aufgewickelt.
>
>Die Dinger habe ich bisher noch nicht bewußt gesehen. Entweder werden
>sie hier nicht angeboten, oder meine Augen nehmen solche Abartigkeiten
>nicht wahr. ;-)
>
Na sowas.
Ich habe im Geschäft wie auch zuhause je eins dieser absonderlichen Modelle
(andere Modelle bei denen der Boden irgendwie beheizt wird, sehe ich eher
selten).
Im Regelfall entkalke ich mit Citronesäure, weil ich mich entsinnen kann, daß
die Dämpfe der Essigsäure, welche im Verlaufe des Entkalkens freigesetzt werden
(quasi als Destillation durch das Erhitzen) nicht unbedingt
gesundheitsförderlich sind.
Daß es mit dem einen wie dem anderen "Entkalker" zu Reaktionen mit dem Metall
des Heizwendels kommt, ist nicht von der Hand zu weisen, da ja auch die
Hersteller derselben unter Preisdruck stehen und deshalb die Qualität ihres
Edelstahls eher schlechter wird.
Ob dann allerdings gesundheitsschädliche Stoffe im nachfolgenden Gebrauch
freiwerden können, entzieht sich meiner Kenntnis.
ruß
Thilo
>Ich habe im Geschäft wie auch zuhause je eins dieser absonderlichen Modelle
>(andere Modelle bei denen der Boden irgendwie beheizt wird, sehe ich eher
>selten).
Geschäft wechseln.
>die Dämpfe der Essigsäure, welche im Verlaufe des Entkalkens freigesetzt werden
>(quasi als Destillation durch das Erhitzen) nicht unbedingt
>gesundheitsförderlich sind.
Erhitzen? Normalerweise reicht sanftes Erwärmen und etwas Geduld.
Gruß,
F^2
>>die Dämpfe der Essigsäure, welche im Verlaufe des Entkalkens freigesetzt
>werden
>>(quasi als Destillation durch das Erhitzen) nicht unbedingt
>>gesundheitsförderlich sind.
>
>Erhitzen? Normalerweise reicht sanftes Erwärmen und etwas Geduld.
>
Wahrscheinlich gebe ich zu wenig Geld für die Dinger aus. Bei mir kann man die
gerade mal einschalten, das Wasser wird zum Sieden erhitzt, ausschalten erfolgt
automatisch.
Ansonsten müßte ich mich daneben stellen und das Ding händisch abschalten -
wenn das mein Chef sieht, glaubt er, ich hätte zuviel Zeit :-)
Gruß
Thilo
>>Erhitzen? Normalerweise reicht sanftes Erwärmen und etwas Geduld.
>
>Wahrscheinlich gebe ich zu wenig Geld für die Dinger aus. Bei mir kann man die
>gerade mal einschalten, das Wasser wird zum Sieden erhitzt, ausschalten erfolgt
>automatisch.
>Ansonsten müßte ich mich daneben stellen und das Ding händisch abschalten -
Richtig. Nur wenig Essig reingeben (Essenz ist schön stark), kurz
einschalten, bei leichtem Ausdünsten abschalten oder Stecker ziehen.
Eine passende Zeit warten, auskippen, etwas Wasser kochen -> Gerät ist
wieder wie neu.
Die Zeit ergibt sich aus dem Anblick der verkalkten Teile; wenn sie
blank sind, ist es genug.
Eine solche Prozedur war beim Wasserkocher erst einmal in vielen Jahren
erforderlich, dafür aber früher öfter beim Eierkocher. Der hat dann
aber wegen der Teflonauskleidung ordentlich Power gekriegt.
Grüße,
F^2