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Wo kann man Chemikalien kaufen ?

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Alexander Balling

unread,
Feb 28, 2002, 11:59:21 AM2/28/02
to
Hallo !

Ich hatte hier schon mal eine Frage gestellt. Damals waren wir auf der Suche nach einer Flüssigkeit mit bestimmten optischen Eigenschaften. Wir haben (auch dank Euch !) eine geeignete Flüssigkeit gefunden: Mono-Brom-Naphtalin (1-Bromnaphtalin)

Nur leider ist sie etwas schwer zu finden. Ich habe zwar eine Bestellnummer von Sigma-Aldrich, Merck und Fluka(?), aber mein Apotheker sagt sowas kann er nicht bestellen. Wo krieg ich das Zeug jetzt her ? Nach unseren Infos ist das MBN nicht sonderlich giftig oder explosiv, aber irgendwie fehlt mir einfach eine Bezugsquelle, oder allgemeine Tips, da es sich um ein Nachbauprojekt handelt und somit Bezugsquellen mindestens deutschlandweit interessant sind.
(Raum Nürnberg wäre aber für den Anfang schon mal toll ;) )

Schon mal ein dickes Danke an alle Tipgeber ...
pinky

Norman Reppingen

unread,
Feb 28, 2002, 1:36:32 PM2/28/02
to
Hi.

Alexander Balling wrote:
>
> Hallo !
> Ich hatte hier schon mal eine Frage gestellt. Damals waren wir auf der Suche nach
> einer Flüssigkeit mit bestimmten optischen Eigenschaften. Wir haben (auch dank Euch
> !) eine geeignete Flüssigkeit gefunden: Mono-Brom-Naphtalin (1-Bromnaphtalin)
> Nur leider ist sie etwas schwer zu finden. Ich habe zwar eine Bestellnummer von
> Sigma-Aldrich, Merck und Fluka(?), aber mein Apotheker sagt sowas kann er nicht
> bestellen. Wo krieg ich das Zeug jetzt her ?

www.koehlerchemie.de

Wenn nix Suspektes Bestellt wird,
und man Volljährigkeit nachweist, wird gegen Vorauszahlung geliefert.
Da sichs hier wohl um Mindermengen handelt,
kommt evt. noch eine Bearbeitungsgebühr und die Versandkosten dazu.


> Nach unseren Infos ist das MBN nicht
> sonderlich giftig oder explosiv, aber irgendwie fehlt mir einfach eine Bezugsquelle,
> oder allgemeine Tips, da es sich um ein Nachbauprojekt handelt und somit

Wenn ihr ne Affinität zu Mc Guiver habt,
könnt ihr ja die komplette Nachbaumethode anstreben.
Also ab in die Drogerie, Mottenkugeln kaufen,
wieder zurück in die Apotheke, und dem Typ ne Pulle Brom abschwätzen.
Letztlich gabs bei eBay recht teure Apparaturen zur
Photohalogenierung recht günstig.
Das sollte man aber nur tun, wenn man weiss was man da tut und wies
geht.
Da wird dann aber zusätzlich wohl noch etwas Tetrachlorkohlenstoff nötig
sein,
den es auch nicht gerade an jeder Ecke zu kaufen gibt.
Und eine entsprechende Kolonne zum Aufarbeiten gibts auch nicht zum
Schleuderpreis.
Dafür ist die Sache dann aber hausgemacht.

So long,


Norman

Alexander Balling

unread,
Feb 28, 2002, 4:15:12 PM2/28/02
to
Hallo Norman !

>> [...] Mono-Brom-Naphtalin (1-Bromnaphtalin)


>> Nur leider ist sie etwas schwer zu finden. Ich habe zwar eine Bestellnummer von
>> Sigma-Aldrich, Merck und Fluka(?), aber mein Apotheker sagt sowas kann er nicht
>> bestellen. Wo krieg ich das Zeug jetzt her ?
>
> www.koehlerchemie.de
>
> Wenn nix Suspektes Bestellt wird,
> und man Volljährigkeit nachweist, wird gegen Vorauszahlung geliefert.
> Da sichs hier wohl um Mindermengen handelt,
> kommt evt. noch eine Bearbeitungsgebühr und die Versandkosten dazu.

Danke für den Link ! :-)
Auf der Seite direkt hab ich es zwar nicht gefunden, aber vielleicht bestellen die Jungs und/oder Mädels mir das MBN. Ich versuch es morgen mal dort.

> Wenn ihr ne Affinität zu Mc Guiver habt,
> könnt ihr ja die komplette Nachbaumethode anstreben.

Naja .. das wäre wahrscheinlich auch 'ne Möglichkeit (wenn ich von Chemie Ahnung hätte) aber wir hatten eigentlich vor so eine Art Bauanleitung für einen Prismenanamorphoten herauszugeben. Wenn dann jeder (fast alles nur Bastler ohne IRGENDWELCHE Vorkenntnisse in Chemie) erstmal den Chemiekasten auspacken muss, dann wird die wohl eher selten wirklich Verwendung finden.

Trotzdem Danke ;-)

Alex

Alexander Balling

unread,
Mar 1, 2002, 8:36:35 AM3/1/02
to
> Selber bei Sigma oder Merck bestellen ?

Die haben mir gesagt sie liefern GRUNDSÄTZLICH (und da waren sie sehr deutlich) nicht an Privatpersonen. :-(
Dabei war ich sooo freundlichb am Telefon. :-)

> Ansonsten gibts doch diese kleinen "Schulzubehör"-Zwischenhändler
> die von Fachbüchern über Glasgeräte bis zu Chemikalien alles
> Besorgen können, und dann auch noch persönlich abliefern.

Hm, die kenn ich jetzt nicht. Muss ich mal sehen ob ich so nen Laden finde. Man sollte meinen im Raum Nürnberg gibt es sowas, aber zumindest am Telefon hab ich bis jetzt niemanden erreicht, der mir da weiterhilft. Morgen (ähh heute) versuch ich's erst nochmal in ein paar Apotheken.

Danke :)
Alex


felix hofmann

unread,
Mar 1, 2002, 8:43:40 AM3/1/02
to
hi alex,

probiers doch mal bei http://www.omikron-online.de/cyberchem/ .
hab ich selber noch nicht ausprobiert, aber man kann da chemikalien in
kleinmengen bestellen. die abgabebeschränkungen - sprich altergrenze - wird
man ja über seine eltern umgehen können ;-)
chemiegefäße/geräteschaften gibt's da gleich auch, wobei stöbern bei eBay
manches zu billigerem preis zu ersteigern ist.

gruß, felix


Alexander Balling

unread,
Mar 1, 2002, 8:58:36 AM3/1/02
to
> www.koehlerchemie.de

Die können es besorgen, danke für den Link. Leider nicht ganz billig, aber damit werd ich wohl leben müssen. :(
Wieso macht das dann keine Apotheke ? Das wäre auf der Liste, weil man wohl Sprengstoff draus basteln kann. Muss der Chemikalienhandel sich dann nicht an diese Liste halten ? Welchen Sinn macht das dann ? Komische Geschichte ...

Danke ! Wenn noch jemand einen evtl. billigeren Lieferanten hat, würde ich mich natürlich über weitere Vorschläge sehr freuen, da es sich ja um ein Nachbauprojekt handelt und ich nicht der einzige bin, der das Zeug braucht. :)
Alex

Alexander Balling

unread,
Mar 1, 2002, 9:04:22 AM3/1/02
to

Hab gerade angerufen. Danke für den Link. Leider vertreiben die nur was auch auf der HP aufgelistet ist, und 1-Brom-Naphtalin ist leider nicht dabei :(
Wenn ich mal was anderes Suche, aber sicher ein guter Tip.

Danke :)
Alex

Thomas Albers

unread,
Mar 1, 2002, 10:56:21 AM3/1/02
to
Alexander Balling (alexande...@t-online.de) wrote:
> [1-Bromnaphthalin bestellen]

> Nur leider ist sie etwas schwer zu finden. Ich habe zwar eine
> Bestellnummer von Sigma-Aldrich, Merck und Fluka(?), aber mein Apotheker

> sagt, sowas kann er nicht bestellen.

Wuerden die Jungs nicht ueber Deinen Chemielehrer an die Schule liefern?
Ansonsten gibt es noch Lancaster, Acros und Avocado.

Thomas

Peter Meier

unread,
Mar 1, 2002, 12:40:21 PM3/1/02
to
"Alexander Balling" <alexande...@t-online.de> wrote in message news:<a5o1ee$otl$00$1...@news.t-online.com>...
> > www.koehlerchemie.de
>
> Die könen es besorgen, danke für den Link. Leider nicht ganz
> billig, aber damit werd ich wohl leben müssen. :(

Ich habe gewisse Zweifel, ob das empfehlenswert ist. Den alten Thread
hatte ich nicht gelesen.
Wäre es nicht besser, 2 Glasprismen herzustellen ?
Denn bei Flüssigkeitsprismen bekommst Du Probleme, wenn die
Oberfläche der Behälter nicht plangeschliffen ist. Das verdirbt im
Extremfall
die Bildqualität (Verminderung der Modulationsübertragungsfunktion
bzw. Bildschärfe). Ausserdem habe ich Zweifel, ob diese
-hochbrechende- Flüssigkeit
farblos angeliefert wird.

Ich gebe zwar zu, dass Schott Kleinmengen nicht mehr liefert. Trotzdem
könnte
Dir ein Lieferant wie United Lens vorgeschliffene Prismen aus jeder
Glassorte anfertigen, so dass diese mit relativ wenig Arbeit und etwas
Geschick plangeschliffen und poliert werden können.
Die Daten (Winkel, Glassorte) müsstest Du denen hinschicken.

http://www.photonics.com/Directory/lphtml/nau/u4921000.htm

Ansonsten brauchst Du nur drei Fensterglasplatten auf einem Träger
seitlich
festgeklebt, etwas 12 um, 9 um und 6 um optischer Schmirgel,
Ceroxid-Polierpulver und etwas optisches Pech.

Das kostet u.U. weniger als eine Chemikalienbestellung und ist
professioneller.

> Wieso macht das dann keine Apotheke ?

Die haben keine Lust dazu oder Angst vor Ärger bei Missbrauch
(Bussgeld möglich).

> Das wäre auf der Liste, weil man
> wohl Sprengstoff draus basteln kann. Muss der Chemikalienhandel sich
> dann nicht an diese Liste halten ? Welchen Sinn macht das dann ?
> Komische Geschichte ...

Das kannst Du als Märchen Deines Apothekers einstufen.

Peter Meier

unread,
Mar 1, 2002, 12:50:55 PM3/1/02
to
Noch etwas:

Hast Du denn genaue Konstruktionsdaten und die Konstruktion auch schon mal
genau per Raytracing geprüft ?

Das ist essentiell. Sonst kann man plötzlich u.U. Fehler feststellen...

Alexander Balling

unread,
Mar 1, 2002, 4:24:29 PM3/1/02
to
> Wuerden die Jungs nicht ueber Deinen Chemielehrer an die Schule liefern?
> Ansonsten gibt es noch Lancaster, Acros und Avocado.

Schreib ich so flachsig, dass mich alle für 'nen Schüler halten ? ;)
Ich studiere Informatik und habe schon lange keinen Chemie Lehrer mehr gesehen. Das Problem ist aber, dass ich (wenn ich über die Uni rankäme) dann die Flüssigkeit hätte, aber der Nachbaucharakter des Projekts verloren geht, wenn das Zeug nur über befreundete Apotheker oder den Chemielehrer zu beschaffen ist.

Achso und darum geht es: eine achromatische anamorphe Prismenanordnung für Videoprojektion.
Hier ein Link, falls es den einen oder anderen näher interessiert:
<http://212.105.197.47/53/cgi-local/ikonboard.cgi?s=3c7ff040002effff;act=ST;f=9;t=4730>

Bei koehler hatte ich ja jetzt Glück. Eine (für jeden zugängliche) Quelle haben wir damit ja schon mal! :)
Die 3 obengenannten Firmen kenne ich nicht, habe aber bis jetzt auch noch nicht gesucht. Mache ich nachher.

Danke für alle Tips.
Alex

Alexander Balling

unread,
Mar 1, 2002, 4:48:00 PM3/1/02
to
Hallo Peter !

> Ich habe gewisse Zweifel, ob das empfehlenswert ist. Den alten Thread
> hatte ich nicht gelesen.
> Wäre es nicht besser, 2 Glasprismen herzustellen ?

Das war unser erster Gedanke. Unser Ziel ist es ein Prismenpaar (inzwischen Doppelprismenpaar) mit einem bestimmten Streckungsfaktor unter den Randbedingungen Linearität der Streckung und Farbdeckung herzustellen. Das Prinzip wurde auch mal in einem Prismensystem namens SuperPanatar eingesetzt und wurde in der Kinotechnik verwendet. Das Monobromnaphtalin ist fast farblos und ergänzt sich sehr gut mit einem Wasserprisma (funktioniert ähnlich wie Kron und Flint Glas).
Glasprismen (wenigstens halbwegs vergütet) kosten allerdings ein 'Schweinegeld' und unsere eigentliche Intention zu dem Projekt war es eine billige Alternative zu auf dem Markt befindlichen Linsensystemen zu finden.
(z.B. dieses : <http://grobi.tv/scripts/index.cfm?FuseAction=UnserProgramm.ShowProductDetails&ID=473> - Kostenpunkt etwa 1.300,-EUR aber immer noch billiger als eine Spezialanfertigung von 2 Prismen mit Vergütung - etwa 2.000,-EUR)

> Denn bei Flüssigkeitsprismen bekommst Du Probleme, wenn die
> Oberfläche der Behälter nicht plangeschliffen ist. Das verdirbt im
> Extremfall
> die Bildqualität (Verminderung der Modulationsübertragungsfunktion
> bzw. Bildschärfe).

Wir verwenden im Moment Mirogard von Schott. Das ist sehr plan (reicht für unsere Zwecke bisher), relativ günstig und entspiegelt (brauchen wir um Doppelbilder zu vermeiden)

> Ausserdem habe ich Zweifel, ob diese
> -hochbrechende- Flüssigkeit
> farblos angeliefert wird.

1-Brom-Naphtalin ist leicht gelblich aber fast farblos.

> Ich gebe zwar zu, dass Schott Kleinmengen nicht mehr liefert. Trotzdem
> könnte
> Dir ein Lieferant wie United Lens vorgeschliffene Prismen aus jeder
> Glassorte anfertigen, so dass diese mit relativ wenig Arbeit und etwas
> Geschick plangeschliffen und poliert werden können.
> Die Daten (Winkel, Glassorte) müsstest Du denen hinschicken.
>
> http://www.photonics.com/Directory/lphtml/nau/u4921000.htm
>
> Ansonsten brauchst Du nur drei Fensterglasplatten auf einem Träger
> seitlich
> festgeklebt, etwas 12 um, 9 um und 6 um optischer Schmirgel,
> Ceroxid-Polierpulver und etwas optisches Pech.

Da komm ich nicht ganz mit. Meinst du die Platten plan aufeinander kleben und dann ein Prisma draus schleifen ?
Ich kenne mich mit der Glasverarbeitung nicht so gut aus. Mir ist nicht ganz klar was Du da vorschlägst. :(
Wir bauen im Moment Hohlkörper in der gewünschten Form (Glas kann der Glaser zuschneiden) und füllen die mit geeigneten Flüssigkeiten. Die Berechnungen sind eigentlich fertig nur das Material fehlt mir noch. Der 'Rechner' des Teams hat MBN über einen befreundeten Apotheker bezogen, aber das Prisma noch nicht fertig. Wir arbeiten im Moment an der 2. Generation - die erste Generation Prismen ist schon im Einsatz kommt aber ohne MBN aus. :)

> > Wieso macht das dann keine Apotheke ?
>
> Die haben keine Lust dazu oder Angst vor Ärger bei Missbrauch
> (Bussgeld möglich).

Sowas in der Richtung hatte ich mir gedacht ...

> Das kannst Du als Märchen Deines Apothekers einstufen.

Na warte - die wenn ich nochmal sehe ! ;)

Danke für Deine Tips und Ideen.
Alex

p.s.: hier nochmal der Link zur Diskussionsrunde (sind aber inzwischen fast 30 Seiten...)

Wenn Du an weiteren Details zum Projekt interessiert bist. Wir sind alle Laien auf fast allen Gebieten ;) , aber es macht Spass und wir kommen tatsächlich relativ gut voran ! :)

p.p.s: Sorry wegen der PM Peter das war der falsche Knopf ... DOH !

Thomas Albers

unread,
Mar 1, 2002, 5:33:54 PM3/1/02
to
Alexander Balling (alexande...@t-online.de) wrote:
> 1-Brom-Naphtalin ist leicht gelblich aber fast farblos.

Destillieren musst Du das. (Und die Kolben gibt's von Ebay.)

Thomas

Alexander Balling

unread,
Mar 1, 2002, 5:36:39 PM3/1/02
to
> > 1-Brom-Naphtalin ist leicht gelblich aber fast farblos.
>
> Destillieren musst Du das. (Und die Kolben gibt's von Ebay.)

Hä ? Wie destillieren, wieso ? Wieso sollte ich 98%iges 1-Bromnaphtalin destillieren wollen ? Mal ganz abgesehen davon, dass das unsere Pläne vollkommen zunichte macht, wenn das wahr ist, weil das nie und nimmer mit einem Selbstbauprojekt vereinbar ist. :(

Bitte erläutere das mal, das hab ich bestimmt falsch verstanden.
Alex

Bodo Mysliwietz

unread,
Mar 2, 2002, 8:35:27 AM3/2/02
to
"Alexander Balling" <alexande...@t-online.de> schrieb:

>> > 1-Brom-Naphtalin ist leicht gelblich aber fast farblos.
>>
>> Destillieren musst Du das. (Und die Kolben gibt's von Ebay.)

>Hä ? Wie destillieren, wieso ? Wieso sollte ich 98%iges 1->Bromnaphtalin destillieren wollen ?

Weil es eben nur ~98%ig und nicht 100% (>99,9%ig) ist.
Verunreinigungen können sich über den Brechungsindex sehr stark
auf optische Eigenschaften Auswirken.

>Mal ganz abgesehen davon, dass das unsere Pläne vollkommen
>zunichte macht,

oder erst den Erfolg bringt.

> wenn das wahr ist, weil das nie und nimmer mit einem
>Selbstbauprojekt vereinbar ist. :(

Wieso? Muss man nicht verstehen oder?
Ist Dir klar das der Reinheitsgrad bei Chemikalien genauso Potente
Auswirkung haben kann wie er selbst. Will heissen das es zig Stoff
gibt welche mit 99% schon teuer sind, mit 99,9% schon viel teurer
und mit 99.99% manchmal exorbitant teuer und meist nur noch
in Kleinstampullen.

Da lohnt dann evtl. schon mal der Kauf des billigen Rohproduktes
und die Aufarbeitung. Das erweitert dann für den Selbstbauer natürlich
den Gerätepark.
--
Glück Auf - Bodo Mysliwietz
--------------------------------------------
http://www.cneweb.de/home/chemietechnik/


Alexander Balling

unread,
Mar 2, 2002, 1:35:17 PM3/2/02
to
Hallo nochmal !

> Weil es eben nur ~98%ig und nicht 100% (>99,9%ig) ist.
> Verunreinigungen können sich über den Brechungsindex sehr stark
> auf optische Eigenschaften Auswirken.

Von welchen Dimensionen sprechen wir hier ? Ich dachte die optischen Eigenschaften dürften bei 98%igem Monobromnaphtalin auch in etwa zu 98% dem von 100%igem entsprechen. (ja ich weiss - mathematisch unvollständig ;-) )
Kann es da größere Abweichungen geben (Beispielsweise im Brechungsindex oder der Dispersionszahl ?) Ich dachte ich kann dann davon ausgehen, dass das Zeug in etwa den Tabellenwerten entspricht. (Ich spreche hier ja auch nicht von irgendwelchen Messungen im Gradsekunden Bereich. So genau kann das eh keiner nachbauen und unser Aufbau hat ein wenig Spielraum zur Nachregulierung)

> >Mal ganz abgesehen davon, dass das unsere Pläne vollkommen
> >zunichte macht,
>
> oder erst den Erfolg bringt.

s.o. - Wäre schade, wenn wir aufgrund einer Fehleinschätzung des Materials aufgeben müssten. Das ist ein Projekt für Bastler. Keiner hat irgendwelche Chemischen Aparaturen zuhause oder Lust sich sowas anzuschaffen. Ich glaube das Missverständnis kommt einfach daher, dass Thomas der Einsatzzweck nicht bekannt war und er deshalb die benötigte Genauigkeit nicht abschätzen konnte. Was das allerdings mit der Farbe zu tun hat ist mir ein Rätsel. Ändert die sich noch sehr, wenn man den Reinheitsgrad erhöht ?

> > wenn das wahr ist, weil das nie und nimmer mit einem
> >Selbstbauprojekt vereinbar ist. :(
>
> Wieso? Muss man nicht verstehen oder?
> Ist Dir klar das der Reinheitsgrad bei Chemikalien genauso Potente
> Auswirkung haben kann wie er selbst. Will heissen das es zig Stoff
> gibt welche mit 99% schon teuer sind, mit 99,9% schon viel teurer
> und mit 99.99% manchmal exorbitant teuer und meist nur noch
> in Kleinstampullen.

Uns geht es darum bei 2-3m Bildbreite möglichst keine Farbsäume um weisse Linien zu haben. (Videoprojektion) Da reicht der Brechungsindex im Bereich der Dispersion. Selbst wenn der Brechungsindex abweicht hat das erstmal nur geringe Auswirkungen auf den Fehler, da die Dispersionseigenschaften dann ja in einem ähnlichen Umfang variieren. ich denke mit einem Fehler von 2% könnten wir leben (so genau kann dann später eh keiner die Glasscheiben aneinander kleben) aber wenn ihr sagt der Brechungsindex kann sich auch extrem nichtlinear zum Reinheitsgrad verändern haben wir ein Problem (also wenn bei 98%igem MBN der Brechungsindex statt 1.65xxx plötzlich 1.3xxxx wäre, dann hätten wir ein Problem!)

> Da lohnt dann evtl. schon mal der Kauf des billigen Rohproduktes
> und die Aufarbeitung. Das erweitert dann für den Selbstbauer natürlich
> den Gerätepark.

Das ist verständlich aber wie gesagt für uns in keinster Weise durchführbar.
Ich hab das Projekt vielleicht schlecht vorgestellt, aber das erste Posting des Thread, zu dem ich den Link hier schon gepostet habe) verrät schon ganz gut, worauf wir hinaus wollen.

Sorry, wenn das zu Missverständnissen geführt hat.
Alex

Alexander Balling

unread,
Mar 2, 2002, 1:39:15 PM3/2/02
to
Da fällt mir gerade nochwas ein:
Kann mir vielleicht jemand hier sagen, ob das MBN lichtempfindlich auf UV Licht reagiert ? Das die Prismen fest verschlossen werden sollen und ein paar Jahre halten, wäre das vorerst ein Problem, da wir einen UV Filter davorsetzen müssten. Jemand hat das mal erwähnt, aber ich konnte nichts dazu finden. Eine Information ob da was dran ist wäre toll !

Danke nochmal :)
Alex

Peter Meier

unread,
Mar 2, 2002, 9:15:09 PM3/2/02
to
"Alexander Balling" <alexande...@t-online.de> wrote in message news:<a5osuj$i2i$01$1...@news.t-online.com>...

Hallo Alexander !

> Das war unser erster Gedanke. Unser Ziel ist es ein Prismenpaar
> (inzwischen Doppelprismenpaar) mit einem bestimmten Streckungsfaktor

> unter den Randbedingungen Linearit? der Streckung und Farbdeckung

> herzustellen. Das Prinzip wurde auch mal in einem Prismensystem namens
> SuperPanatar eingesetzt und wurde in der Kinotechnik verwendet.

So würde ich das machen. Ihr braucht in jedem Fall aber alle genauen
Daten dieses Systems und müsst das überprüfen. Selbst in der Literatur
gelobte
Systeme können mit falschen Daten publiziert sein.

Was für Linsen braucht Ihr denn noch ?

> Das Monobromnaphtalin ist fast farblos und erg?zt sich sehr gut mit einem
> Wasserprisma (funktioniert ?nlich wie Kron und Flint Glas).

Ja, nur haben Flüssigkeiten eine erhebliche Temperaturabhängigkeit des
Brechungsindex gegenüber Glas. Man benutzt sowas daher nur für
labormässige Tests.

> Glasprismen (wenigstens halbwegs verg?et) kosten allerdings ein

> 'Schweinegeld' und unsere eigentliche Intention zu dem Projekt war es
> eine billige Alternative zu auf dem Markt befindlichen Linsensystemen zu
> finden.

Deshalb dachte ich daran, dass Ihr die Prismen aus Rohlingen selber
herstellt.
Wieviel Aufwand das ist, hängt u.a. von den benötigten Toleranzen ab.
Wie genau muss denn der Winkel stimmen ?

> Wir verwenden im Moment Mirogard von Schott. Das ist sehr plan (reicht

> f? unsere Zwecke bisher), relativ g?stig und entspiegelt (brauchen

> wir um Doppelbilder zu vermeiden)

Wie plan ist das ? Lambda/4 peak to valley ?



> 1-Brom-Naphtalin ist leicht gelblich aber fast farblos.

Ja, nur hoffentlich verfärbt es sich im Licht nicht.
Ich kenne es nur als hochbrechende Flüssigkeit zum Aufkitten von
Kristallen
auf Rekraktometer und als Substanz mit hoher Verdet-Konstante.



> Da komm ich nicht ganz mit. Meinst du die Platten plan aufeinander
> kleben und dann ein Prisma draus schleifen ?

Nein, ich würde Glasrohlinge aus BK7 und z.B. SF-Glas mit den
benötigten Abmessungen herstellen lassen und diese dann planschleifen
und polieren.
Das sollte eigentlich auch in kleinen Stückzahlen nicht so teuer sein.
Optisches Glas ist nicht teuer und nur dieser letzte
Bearbeitungsschritt ist teuer.

> Ich kenne mich mit der Glasverarbeitung nicht so gut aus. Mir ist nicht

> ganz klar was Du da vorschl?st. :(

Prismen werden geschliffen, indem man sie auf einem planen Werkzeug
(z.B.
plangeschliffenen Fensterglasscheiben) mit optischem Schmirgel
schleift.
Poliert werden sie anschliessend auf einem planen Pechwerkzeug (Abguss
der obigen Werkzeugscheibe) mit einer CeO2-Suspension.
Ich würde vorschlagen, dass Ihr das Sägen der Prismen usw. bei der
genannten
Firma machen lasst und dann nur den letzte Feinschliff und das
Polieren erledigt.

> Wir bauen im Moment Hohlk?per in der gew?schten Form (Glas kann
> der Glaser zuschneiden) und f?len die mit geeigneten Fl?sigkeiten.

Das ist mir schon klar.

> Die Berechnungen sind eigentlich fertig nur das Material fehlt mir noch.

Kann man die Konstruktionsdaten mal irgendwo sehen ?

> Der 'Rechner' des Teams hat MBN über einen befreundeten Apotheker
> bezogen, aber das Prisma noch nicht fertig. Wir arbeiten im Moment an
> der 2. Generation - die erste Generation Prismen ist schon im Einsatz
> kommt aber ohne MBN aus. :)

Das ist auch sicher nicht einfach. Denn das Zeug dehnt sich bei Wärme
aus
und läuft ggf. aus.



> Sowas in der Richtung hatte ich mir gedacht ...

Es ist eigentlich traurig, dass solche Märchen verbreitet werden.

> p.s.: hier nochmal der Link zur Diskussionsrunde (sind aber inzwischen
> fast 30 Seiten...)
> <http://212.105.197.47/53/cgi-local/ikonboard.cgi?s=3c7ff040002effff;ac
> t=ST;f=9;t=4730>
> Wenn Du an weiteren Details zum Projekt interessiert bist. Wir sind alle
> Laien auf fast allen Gebieten ;) , aber es macht Spass und wir kommen

> tats?hlich relativ gut voran ! :)

Welcher Thread dort ist denn von Euch ?

> p.p.s: Sorry wegen der PM Peter das war der falsche Knopf ... DOH !

Meine E-Mail-Adresse lautet: peter...@technologist.com . Mails an
obige
Adresse gehen z.Z. leider verloren. Deshalb konnte ich keine E-Mail
bekommen. Wenn Du eine dorthin geschickt hast, schicke sie bitte
nochmal.
Ich hatte vergessen, darauf hinzuweisen.

Alexander Balling

unread,
Mar 2, 2002, 10:24:06 PM3/2/02
to

> Ihr braucht in jedem Fall aber alle genauen
> Daten dieses Systems und müsst das überprüfen. Selbst in der Literatur
> gelobte
> Systeme können mit falschen Daten publiziert sein.
>
> Was für Linsen braucht Ihr denn noch ?

Wir haben die Winkel selbst berechnet. Das schwerste war es eigentlich Brechungsindices von verschiedenen Flüssigkeiten bei verschiedenen Wellenlängen zu bekommen.

> > Das Monobromnaphtalin ist fast farblos und erg?zt sich sehr gut mit einem
> > Wasserprisma (funktioniert ?nlich wie Kron und Flint Glas).
>
> Ja, nur haben Flüssigkeiten eine erhebliche Temperaturabhängigkeit des
> Brechungsindex gegenüber Glas. Man benutzt sowas daher nur für
> labormässige Tests.

Wir wollen eine Videoprojektion vom 4:3 Seitenverhältnis auf 16:9 oder sogar 21:9 optisch 'entzerren'. Das hat mehrere Vorteile (Lichtausbeute, Auflösung ...)

> Deshalb dachte ich daran, dass Ihr die Prismen aus Rohlingen selber
> herstellt.
> Wieviel Aufwand das ist, hängt u.a. von den benötigten Toleranzen ab.
> Wie genau muss denn der Winkel stimmen ?

Das wäre natürlich auch eine Möglichkeit ! Die Winkel müssen eigentlich nur auf etwa 0.5 - 1Grad genau stimmen, da die eigentliche Streckung durch die Drehwinkel der Prismen mitbestimmt wird. Somit hat man einen gewissen Regelbereich. Was wir berechnen ist sozusagen die optimale Kombination aus Brechenden- und Drehwinkeln. Optimal im Sinne möglichst geringer Fehler in der Linearität der Streckung und der Farbdeckung (dispersion). Die Gleiche Streckung ist mit leicht abgeänderten Winkeln natürlich auch möglich, allerdings werden die Fehler dann eben größer.

> > Wir verwenden im Moment Mirogard von Schott. Das ist sehr plan (reicht
> > f? unsere Zwecke bisher), relativ g?stig und entspiegelt (brauchen
> > wir um Doppelbilder zu vermeiden)
>
> Wie plan ist das ? Lambda/4 peak to valley ?

Puh, keine Ahnung, das ist ein Museumsglas (Bilderrahmenglas) mit Interferrenzentpiegelung. Das kriegt man bei jedem besseren Glaser und ist bisher ausreichend. Ich denke aber optischen Anforderungen wird es nicht wirklich gerecht. Allerdings dürfte die Größe in der wir die Prismen herstellen, dieses Manko teilweise ausmerzen (das Größere hat bis zu 20cm Kantenlänge - daher auch der hohe Preis nehme ich an)

> > 1-Brom-Naphtalin ist leicht gelblich aber fast farblos.
>
> Ja, nur hoffentlich verfärbt es sich im Licht nicht.
> Ich kenne es nur als hochbrechende Flüssigkeit zum Aufkitten von
> Kristallen
> auf Rekraktometer und als Substanz mit hoher Verdet-Konstante.

Oje, ich hatte etwas von Lichtempfindlichkeit gehört, aber nichts konkretes finden können. Angeblich ist es leicht empfindlich für UV-Licht. Zur Not müssen wir uns da noch etwas einfallen lassen.

> Das sollte eigentlich auch in kleinen Stückzahlen nicht so teuer sein.
> Optisches Glas ist nicht teuer und nur dieser letzte
> Bearbeitungsschritt ist teuer.

Hm, ich befürchte eine Entspiegelung ist leider Pflicht, da wir sonst mit Doppelbildern zu kämpfen haben und der Lichtverlust evtl. recht hoch ist. Die Frage ist auch, ob Prismen in dieser Größe wirklich so billig sind. Ich glaube der Initiator des Threads hatte sich mal ein Angebot machen lassen, das IIRC ohne optische Vergütung so bei 2500,-DM lag - mit bei etwa 4000,-DM. Also leider nicht wirklich bezahlbar. :(

> [...] und dann nur den letzte Feinschliff und das
> Polieren erledigt.

Wie gesagt das Problem könnte die Entspiegelung werden. Ich glaube ohne kommen wir nicht aus, hab es aber natürlich nicht probiert.

> > Wir bauen im Moment Hohlk?per in der gew?schten Form (Glas kann
> > der Glaser zuschneiden) und f?len die mit geeigneten Fl?sigkeiten.
>
> Das ist mir schon klar.

Sorry ;)

> > Die Berechnungen sind eigentlich fertig nur das Material fehlt mir noch.
>
> Kann man die Konstruktionsdaten mal irgendwo sehen ?

Ja, eigentlich auf Seite 28 der Diskussion. Leider ist der Link wohl durch den Zeilenvorsprung zerrissen.
unter:
http://www.beisammen.de
Im Bereich "HT-Zubehör" gibt es einen Thread "Anamorphot im Eigenbau". (Falls Du es mal 'zu Fuss' versuchen willst.

> > Der 'Rechner' des Teams hat MBN über einen befreundeten Apotheker
> > bezogen, aber das Prisma noch nicht fertig. Wir arbeiten im Moment an
> > der 2. Generation - die erste Generation Prismen ist schon im Einsatz
> > kommt aber ohne MBN aus. :)
>
> Das ist auch sicher nicht einfach. Denn das Zeug dehnt sich bei Wärme
> aus
> und läuft ggf. aus.

Die Temperaturschwankungen liegen im normalen Raumtemperatur-Bereich und wir haben mit einer Luftblase und dem warmen Abfüllen bisher wenig Probleme.

> > Sowas in der Richtung hatte ich mir gedacht ...
>
> Es ist eigentlich traurig, dass solche Märchen verbreitet werden.

Naja, die Apothekerin hatte wohl schiss (... da fällt mir ein ich sollte mich das nächste mal vielleicht rasieren und die schwarze Wollmütze Abnehmen wenn ich mal wieder nach nem halben Kilo einer Chemikalie frag ... ;-) )
Hier nochmal der vollständige Link, vielleicht klappts ja diesmal:
<http://212.105.197.47/53/cgi-local/ikonboard.cgi?s=3c81967a0128ffff;act=ST;f=9;t=4730>

Danke für Deine Hilfe ! :)
Alex

Bodo Mysliwietz

unread,
Mar 3, 2002, 5:46:56 AM3/3/02
to
"Alexander Balling" <alexande...@t-online.de> schrieb:

>> Weil es eben nur ~98%ig und nicht 100% (>99,9%ig) ist.
>> Verunreinigungen können sich über den Brechungsindex sehr stark
>> auf optische Eigenschaften Auswirken.

>Von welchen Dimensionen sprechen wir hier ? Ich dachte die >optischen Eigenschaften dürften bei 98%igem Monobromnaphtalin >auch in
etwa zu 98% dem von 100%igem entsprechen. (ja ich weiss - >mathematisch unvollständig ;-) )

...
>....zum Reinheitsgrad verändern haben wir ein Problem (also wenn


>bei 98%igem MBN der Brechungsindex statt 1.65xxx plötzlich
>1.3xxxx wäre, dann hätten wir ein Problem!)

Das würde ich so pauschal nicht beantworten wollen. Die Änderungen
des BI sind stark von der Art der Verunreinigungen abhängig.
Eine einfache Annahme: Eine Verunreinigung V_a von 2 % erniedrigt
den BI um ca. -2 %, eine andere Verunreinigung V_b erhöht diesen
um +2% (als einfache lineare Annahme). Somit könnten zwei
Nachbauten, bei differierenden Zulieferern, also schon von daher um
~4% abweichen (Fehleraddition).

Sinn voll ist es daher das MBN nicht nach Gehalt sondern nach
Vorgabe des Brechungsindex-Bereichs bzw. unter Angabe eines
Mindest-BI gekauft werden sollte.

P.S. Eigentlich sollte MBN auch über Anbieter von Refraktometern
zu beziehen sein. Wenn ich mich recht entsinne wird es dort auch
im Rahmen von Kalibrierungen in Kombination mit einem
Kalibrierstein eingesetzt.

Peter Meier

unread,
Mar 3, 2002, 8:31:10 PM3/3/02
to
"Alexander Balling" <alexande...@t-online.de> wrote in message news:<a5s50m$d6p$01$1...@news.t-online.com>...

> Wir haben die Winkel selbst berechnet. Das schwerste war es eigentlich

> Brechungsindices von verschiedenen Fl?sigkeiten bei verschiedenen
> Wellenl?gen zu bekommen.

Klar, was für Werte für nd usw. braucht Ihr denn ?

> Wir wollen eine Videoprojektion vom 4:3 Seitenverh?tnis auf 16:9 oder

> sogar 21:9 optisch 'entzerren'. Das hat mehrere Vorteile (Lichtausbeute,

> Aufl?ung ...)

Das habe ich gelesen. Von der Auflösung her lohnt das aber nur, wenn
Eure Prismen von guter Qualität sind.

> Das w?e nat?lich auch eine M?lichkeit ! Die Winkel m?sen

> eigentlich nur auf etwa 0.5 - 1Grad genau stimmen, da die eigentliche
> Streckung durch die Drehwinkel der Prismen mitbestimmt wird. Somit hat
> man einen gewissen Regelbereich. Was wir berechnen ist sozusagen die
> optimale Kombination aus Brechenden- und Drehwinkeln.

Ok, dann ist das unkritisch. Ich fürchtete, es sei eine Genauigkeit
von wenigen Bogensekunden gefordert.

> Optimal im Sinne
> m?lichst geringer Fehler in der Linearit? der Streckung und der

> Farbdeckung (dispersion). Die Gleiche Streckung ist mit leicht

> abge?derten Winkeln nat?lich auch m?lich, allerdings werden die
> Fehler dann eben gr?er.

Ihr müsst auch bedenken, dass Prismen u.a. etwas sphärische Aberration produzieren.



> Puh, keine Ahnung, das ist ein Museumsglas (Bilderrahmenglas) mit
> Interferrenzentpiegelung. Das kriegt man bei jedem besseren Glaser und
> ist bisher ausreichend.

Oh weh. Das dürfte Fensterglas sein und sehr uneben sein (10-20 Lambda),
wenn es nicht aus der Mitte grosser Scheiben geschnitten ist.

> Ich denke aber optischen Anforderungen wird es

> nicht wirklich gerecht. Allerdings d?fte die Gr?e in der wir die
> Prismen herstellen, dieses Manko teilweise ausmerzen (das Gr?ere
> hat bis zu 20cm Kantenl?ge - daher auch der hohe Preis nehme ich an)

Eigentlich sollten die Flächen schon so genau sein, dass der Fehler
in der Wellenfront unter Lambda/4 p.V. ist. Bei brechenden Flächen genügt
dann eine Genauigkeit der Oberfläche von ca. Lambda/2. Dann wäre das Bild
fast beugungsbegrenzt.

> Oje, ich hatte etwas von Lichtempfindlichkeit geh?t, aber nichts
> konkretes finden k?nen. Angeblich ist es leicht empfindlich f?
> UV-Licht. Zur Not m?sen wir uns da noch etwas einfallen lassen.

Ich habe damit noch nicht gearbeitet, halte das aber nicht für völlig unmöglich.

> Hm, ich bef?chte eine Entspiegelung ist leider Pflicht, da wir sonst
> mit Doppelbildern zu k?pfen haben und der Lichtverlust evtl. recht
> hoch ist.

Die kostet aber nicht viel. Dabei fiel mir gestern noch folgender Punkt ein.
Mal angenommen, Euer Küvettenglas hat n=1.5 . Wasser hat ca. n=1.333. Dann
würden an der Grenzfläche Wasser/Glas einige Promille reflektiert werden.
Bei Monobromnaphthalin ist der Brechungsindex jedoch so hoch, dass an der
Grenzfläche u.U. knapp 1% reflektiert werden würde. Ausserdem wäre ggf.
Totalreflexion möglich.

> Die Frage ist auch, ob Prismen in dieser Gr?e wirklich so
> billig sind.

Die Rohlinge sind aber viel billiger. Das Glas kostet nicht viel.

> Wie gesagt das Problem k?nte die Entspiegelung werden. Ich glaube
> ohne kommen wir nicht aus, hab es aber nat?lich nicht probiert.

Eigentlich sollte das nicht so kritisch sein. Man kann das aber relativ
billig ausführen lassen.



> Ja, eigentlich auf Seite 28 der Diskussion. Leider ist der Link wohl
> durch den Zeilenvorsprung zerrissen.
> unter:
> http://www.beisammen.de

> Im Bereich "HT-Zubeh?" gibt es einen Thread "Anamorphot im Eigenbau".

> (Falls Du es mal 'zu Fuss' versuchen willst.

OK, ich habe es mir mal angesehen. Ich hätte eher eine Lösung mit
Zylinderlinsen erwartet.



> Die Temperaturschwankungen liegen im normalen Raumtemperatur-Bereich und

> wir haben mit einer Luftblase und dem warmen Abf?len bisher wenig
> Probleme.

Sofern es kein IR aus der Lampe absorbiert (Wasser macht das sehr stark).

Alexander Balling

unread,
Mar 3, 2002, 9:24:01 PM3/3/02
to
> Klar, was für Werte für nd usw. braucht Ihr denn ?

Wir haben inzwischen eine ganze Menge und haben eigentlich gehofft, mit dem MBN eine gute Lösung gfunden zu haben. Wir waren auf der Suche nach einem Flüssigkeitspaar mit folgenden Eigenschaften :

- ungefährlich
- hohe und niedrige Dispersionszahl
- Billig
- allgemein erhältlich

> > Wir wollen eine Videoprojektion vom 4:3 Seitenverh?tnis auf 16:9 oder
> > sogar 21:9 optisch 'entzerren'. Das hat mehrere Vorteile (Lichtausbeute,
> > Aufl?ung ...)
>
> Das habe ich gelesen. Von der Auflösung her lohnt das aber nur, wenn
> Eure Prismen von guter Qualität sind.

Naja, das Hauptargument ist sicher die Auflösung, und da wir im Moment technisch bei SVGA (800x600) oder XGA (1024x768) sind (abgesehen von Röhrenprojektoren oder Exoten wie D-ILA - bzw. extrem teuren Projektoren > 8000,- EUR), bringt der Auflösungsgewinn schon noch einen Vorteil.

> Ihr müsst auch bedenken, dass Prismen u.a. etwas sphärische Aberration produzieren.

Das tun sie. Das ist unser 'Linearitätskriterium' ist aber im Rahmen. Das Äussert sich unter anderem in einer Art 'Ausbeulung' des Bildes. Meint: Die Kanten des Bildes sind gebogen, aber mit max. 5cm bei 2m Bildbreite relativ einfach in einem schwarzen Rahmen zu verstecken. Selbst die Professionellen Systeme (auch das o.g. Linsensystem) haben etwas derartiges zu bieten. Damit können wir leben :)

> > Puh, keine Ahnung, das ist ein Museumsglas (Bilderrahmenglas) mit
> > Interferrenzentpiegelung. Das kriegt man bei jedem besseren Glaser und
> > ist bisher ausreichend.
>
> Oh weh. Das dürfte Fensterglas sein und sehr uneben sein (10-20 Lambda),
> wenn es nicht aus der Mitte grosser Scheiben geschnitten ist.

Naja, es ist auf jeden Fall besser als das normale Bilderrahmenglas. Ich denke die Beschichtung ist der Grund für die höhere Oberflächengüte. Die Transmission wird von Schott mit 99% angegeben (im Gegensatz zu 92% für normales Glas)

> Eigentlich sollten die Flächen schon so genau sein, dass der Fehler
> in der Wellenfront unter Lambda/4 p.V. ist. Bei brechenden Flächen genügt
> dann eine Genauigkeit der Oberfläche von ca. Lambda/2. Dann wäre das Bild
> fast beugungsbegrenzt.

Ok, ungefähr weiss ich was Du meinst. Ich hab aber leider keine Daten und denke es wird schwer besseres Glas für einen ähnlichen Preis zu finden (der liegt so bei 250,-EUR/qm). Kann sein, dass ich mich irre !

[UV Absatz raus .. mal sehen was ich da finde]

> Die kostet aber nicht viel. Dabei fiel mir gestern noch folgender Punkt ein.
> Mal angenommen, Euer Küvettenglas hat n=1.5 . Wasser hat ca. n=1.333. Dann
> würden an der Grenzfläche Wasser/Glas einige Promille reflektiert werden.
> Bei Monobromnaphthalin ist der Brechungsindex jedoch so hoch, dass an der
> Grenzfläche u.U. knapp 1% reflektiert werden würde. Ausserdem wäre ggf.
> Totalreflexion möglich.

"theother" hat wohl die kritischen Winkel der Totalreflexion beachtet (er rechnet). Dass wir mit einem gewissen Lichtverlust rechnen müssen ist klar. Wie gesagt haben wir hier keine Wissenschaftlichen Ansprüche.
In welchem Oreisrahmen denkst Du wäre das realisierbar ? 2 Prismen: 1 Prisma etwa 10cm Kantenlänge, brechender Winkel etwa 20-30 Grad, das 2. Prisma etwa 20cm Kantenlänge, ähnliche winkel

> > Wie gesagt das Problem k?nte die Entspiegelung werden. Ich glaube
> > ohne kommen wir nicht aus, hab es aber nat?lich nicht probiert.
>
> Eigentlich sollte das nicht so kritisch sein. Man kann das aber relativ
> billig ausführen lassen.

> OK, ich habe es mir mal angesehen. Ich hätte eher eine Lösung mit
> Zylinderlinsen erwartet.

Kann man halt nicht selber bauen ! ;)



> > Die Temperaturschwankungen liegen im normalen Raumtemperatur-Bereich und
> > wir haben mit einer Luftblase und dem warmen Abf?len bisher wenig
> > Probleme.
>
> Sofern es kein IR aus der Lampe absorbiert (Wasser macht das sehr stark).

Interessanter Punkt ! Wie gesagt, die Praxis SCHEINT zu funktionieren, allerdings hatten wir gerade mit den Wasserprismen probleme. Das wäre eventuell ein Grund !

Wie Du siehst gehen wir teilweise recht große Kompromisse ein. Das hat einerseits den Grund, dass fast jeder in der Lage sein soll das nachzubauen, andererseits liegts eben daran, dass wir keine Experten sind (auf praktisch keinem der Gebiete, die wir hier berühren).

Aber: Das erste Prisma funktioniert inzwischen recht gut und ich denke in einer oder 2 Wochen weiss ich wie es um den letzten Entwurf steht.
Alex

Norman Reppingen

unread,
Mar 4, 2002, 5:33:12 AM3/4/02
to
Hi.

Alexander Balling wrote:
> Das ist ein Projekt für Bastler. Keiner hat irgendwelche Chemischen Aparaturen
> zuhause oder Lust sich sowas anzuschaffen.

Hey, vielleicht engeht Euch ja was... ;- ))

> Ich glaube das Missverständnis kommt
> einfach daher, dass Thomas der Einsatzzweck nicht bekannt war und er deshalb die
> benötigte Genauigkeit nicht abschätzen konnte. Was das allerdings mit der Farbe zu
> tun hat ist mir ein Rätsel. Ändert die sich noch sehr, wenn man den Reinheitsgrad
> erhöht ?

Nen Versuch dürfte es doch wert sein.
Für 2 Stündchen Arbeit...



> > > wenn das wahr ist, weil das nie und nimmer mit einem
> > >Selbstbauprojekt vereinbar ist. :(

Quark.
Wenn man ohne Vigreux-Kolonne und Vakuumpumpe auskommt,
ists ein echtes Kinderspiel.
Seid ihr weit vom Raum Mannheim/Heidelberg entfernt ?
Hab grad Semesterferien, kann evt. ein bissel mitbasteln.
Kopf hoch.
Das wird schon.

Cheers,

Norman

Christian Loew

unread,
Mar 4, 2002, 7:17:06 AM3/4/02
to

Bei Bromaromaten wäre ich da auf jeden Fall vorsichtig. Aus eigener
Erfahrung kann ich sagen, daß Verbindungen dieses Typs wie auch viele
bromierte Alkane lichtempfindlich sind. Ich nehme an, daß gerade das
UV-Licht hier eine wesentliche Rolle spielt. Nicht umsonst wird
solches Zeugs meist in braunen Glasgefäßen geliefert.

Die Farben, die bei diesen 'Zersetzungs'reaktionen rauskommen, können
von kaum wahrnehmbarem Gelb bis zu Orange- oder auch leichten
Brauntönen reichen. Wie lange sowas dauert, und ob bei _Aromaten_ dazu
auch Luftkontakt erforderlich ist, weiß ich allerdings nicht genau.
Sicher bin ich mir, daß 1,2-Dibromethan (ist allerdings ein
Brom_alkan_) an Licht auch unter Stickstoffatmosphäre langsam gelb
wird.

Gruß,
Christian.

Alexander Balling

unread,
Mar 4, 2002, 7:38:18 AM3/4/02
to
> > Das ist ein Projekt für Bastler. Keiner hat irgendwelche Chemischen Aparaturen
> > zuhause oder Lust sich sowas anzuschaffen.
>
>Hey, vielleicht engeht Euch ja was... ;- ))

Ja vielleicht ;)

> Nen Versuch dürfte es doch wert sein.
> Für 2 Stündchen Arbeit...

... und die Anschaffungskosten, und das Erlernen der Grundbegriffe ...

> > > wenn das wahr ist, weil das nie und nimmer mit einem
> > >Selbstbauprojekt vereinbar ist. :(

> Quark

Ich hätte schreiben sollen nicht mit der Zielgruppe des Selbstbau Projektes vereinbar. ;)

> Seid ihr weit vom Raum Mannheim/Heidelberg entfernt ?

Wir kennen uns nicht persönlich, das ist sozusagen ein rein Webbasiertes Projekt. :)

> Hab grad Semesterferien, kann evt. ein bissel mitbasteln.
> Kopf hoch.
> Das wird schon.

Danke für's Angebot. Aber ich brauch erstmal das MBN, dann sehen wir weiter. Vielleicht klappts ja alles besser als erwartet. :)

Alex

Alexander Balling

unread,
Mar 4, 2002, 7:40:17 AM3/4/02
to
> Bei Bromaromaten wäre ich da auf jeden Fall vorsichtig. Aus eigener
> Erfahrung kann ich sagen, daß Verbindungen dieses Typs wie auch viele
> bromierte Alkane lichtempfindlich sind. Ich nehme an, daß gerade das
> UV-Licht hier eine wesentliche Rolle spielt. Nicht umsonst wird
> solches Zeugs meist in braunen Glasgefäßen geliefert.
>
> Die Farben, die bei diesen 'Zersetzungs'reaktionen rauskommen, können
> von kaum wahrnehmbarem Gelb bis zu Orange- oder auch leichten
> Brauntönen reichen.

Na da bin ich mal gespannt. Ich hab ja den Glaser schon beauftragt, jetzt bestelle ich das MBN erst einmal und hoffe, dass auf der Flasche etwas steht. Mehr als einen UV-Filter davorsetzen kann ich dann aber auch nicht machen. :(

> Wie lange sowas dauert, und ob bei _Aromaten_ dazu
> auch Luftkontakt erforderlich ist, weiß ich allerdings nicht genau.
> Sicher bin ich mir, daß 1,2-Dibromethan (ist allerdings ein
> Brom_alkan_) an Licht auch unter Stickstoffatmosphäre langsam gelb
> wird.

Danke für die Informationen (auch wenns nicht das war, worauf ich gehofft hatte) ! :-)
Alex


Peter Meier

unread,
Mar 5, 2002, 9:33:49 PM3/5/02
to
"Alexander Balling" <alexande...@t-online.de> wrote in message news:<a5ulrv$mu3$06$1...@news.t-online.com>...

> Wir haben inzwischen eine ganze Menge und haben eigentlich gehofft, mit

> dem MBN eine gute L?ung gfunden zu haben. Wir waren auf der Suche
> nach einem Fl?sigkeitspaar mit folgenden Eigenschaften :
>
> - ungef?rlich


> - hohe und niedrige Dispersionszahl
> - Billig

> - allgemein erh?tlich

Wie wäre etwa Methylnaphthalin und Wasser ?

> Das tun sie. Das ist unser 'Linearit?skriterium' ist aber im Rahmen.
> Das ?ssert sich unter anderem in einer Art 'Ausbeulung' des Bildes.

> Meint: Die Kanten des Bildes sind gebogen, aber mit max. 5cm bei 2m
> Bildbreite relativ einfach in einem schwarzen Rahmen zu verstecken.
> Selbst die Professionellen Systeme (auch das o.g. Linsensystem) haben

> etwas derartiges zu bieten. Damit k?nen wir leben :)

Vorsicht, was Du ansprichst ist Verzeichnung, die nur die Lage des
Bildes verschiebt. Sphär. Aberration verdirbt die Bildschärfe.
Dazu muss man das Bild per Raytracing exakt berechnen.

> Naja, es ist auf jeden Fall besser als das normale Bilderrahmenglas. Ich

> denke die Beschichtung ist der Grund f? die h?ere
> Oberfl?heng?e. Die Transmission wird von Schott mit 99% angegeben
> (im Gegensatz zu 92% f? normales Glas)

Die Beschichtung spielt dabei aber keine Rolle, da sie dünner als
die Deformationen ist und diese nicht ausgleicht.

> Ok, ungef?r weiss ich was Du meinst. Ich hab aber leider keine Daten
> und denke es wird schwer besseres Glas f? einen ?nlichen Preis zu

> finden (der liegt so bei 250,-EUR/qm). Kann sein, dass ich mich irre !

Insofern wäre Glas besser. Da kannst Du leicht Lambda/4 erreichen.



> "theother" hat wohl die kritischen Winkel der Totalreflexion beachtet

> (er rechnet). Dass wir mit einem gewissen Lichtverlust rechnen m?sen

> ist klar. Wie gesagt haben wir hier keine Wissenschaftlichen

> Anspr?he.
> In welchem Oreisrahmen denkst Du w?e das realisierbar ? 2 Prismen: 1
> Prisma etwa 10cm Kantenl?ge, brechender Winkel etwa 20-30 Grad, das
> 2. Prisma etwa 20cm Kantenl?ge, ?nliche winkel

BK7 kostete früher z.B. ca. DM 100 pro kg. Zur Abschätzung müsstet Ihr
das Gewicht ausrechnen. Hinzu kämen gewisse Bearbeitungskosten (ca. $ 35
für vorgeschliffene grosse Spiegelrohlinge).
F2-Glas ist ein billiges Flintglas, das ähnlich preiswert ist.
Ich würde mal einfach per Fax anfragen.

> > OK, ich habe es mir mal angesehen. Ich h?te eher eine L?ung mit


> > Zylinderlinsen erwartet.
>
> Kann man halt nicht selber bauen ! ;)

Das ist noch mehr Aufwand aber prinzipiell nicht unmöglich. Es gibt sogar
Amateurastronomen, die toroidförmige Linsen selbst herstellen.



> Interessanter Punkt ! Wie gesagt, die Praxis SCHEINT zu funktionieren,

> allerdings hatten wir gerade mit den Wasserprismen probleme. Das w?e
> eventuell ein Grund !

Ja,das habe ich bei anderer Gelegenheit nämlich mal ausgenutzt, um langwelliges
IR loszuwerden ;-) . Der Tip steht im Bergmann-Schäfer.

> Wie Du siehst gehen wir teilweise recht gro? Kompromisse ein. Das hat

> einerseits den Grund, dass fast jeder in der Lage sein soll das
> nachzubauen, andererseits liegts eben daran, dass wir keine Experten

> sind (auf praktisch keinem der Gebiete, die wir hier ber?ren).


>
> Aber: Das erste Prisma funktioniert inzwischen recht gut und ich denke
> in einer oder 2 Wochen weiss ich wie es um den letzten Entwurf steht.

OK, aber mit Bromnaphthalin wäre ich vorsichtig. Lt. Katalog wird es
nicht umsonst stabilisiert geliefert und ich vermute, es zersetzt sich
evtl. durch Licht.

Iodmethan wird deshalb z.B. in schwarzen Flaschen über Silberdraht geliefert...

Ich würde eher Methylnaphthalin oder ähnliche Stoffe probieren.

Alexander Balling

unread,
Mar 7, 2002, 7:15:13 PM3/7/02
to
Sorry ... hab's verpennt ...

> > - ungef?rlich
> > - hohe und niedrige Dispersionszahl
> > - Billig
> > - allgemein erh?tlich
>
> Wie wäre etwa Methylnaphthalin und Wasser ?

Hm, hast Du da die Daten (Brechungsindex bei Rot, Grün und Blau)?
Ich kenne Methylnaphtalin nicht, was ist das und kriegt man das leichter als MBN ? (Preis ?) Wie sieht es da mit der Stabilität aus ?

> Vorsicht, was Du ansprichst ist Verzeichnung, die nur die Lage des
> Bildes verschiebt. Sphär. Aberration verdirbt die Bildschärfe.
> Dazu muss man das Bild per Raytracing exakt berechnen.

Das Bild wird doch auch ohne den Linsenvorsatz auf eine gerade Fläche projeziert und ist überall scharf. Ich kenne die Sphärische Abberation nur aus dem Bereich Hohlspiegel und Linsen und krieg es gerade nicht mit den Prismen in Einklang. Die Praxis hat aber gezeigt, dass es in Ordnung ist (minimaler Schärfeverlust, der aber wohl eher auf das Glas zurückzuführen ist - bin ich mir aber nicht sicher).

> Die Beschichtung spielt dabei aber keine Rolle, da sie dünner als
> die Deformationen ist und diese nicht ausgleicht.

Das ist klar. Ich dachte auch eher an gestiegene Qualitätsanforderungen an die Oberflächengüte um die Beschichtung aufzubringen ;)
(Ist schließlich eine Interferrenzbeschichtung und muss daher wohl auch mit Schichtdicken im Bereich von Lamda arbeiten).

> > Ok, ungef?r weiss ich was Du meinst. Ich hab aber leider keine Daten
> > und denke es wird schwer besseres Glas f? einen ?nlichen Preis zu
> > finden (der liegt so bei 250,-EUR/qm). Kann sein, dass ich mich irre !
>
> Insofern wäre Glas besser. Da kannst Du leicht Lambda/4 erreichen.
>
> > "theother" hat wohl die kritischen Winkel der Totalreflexion beachtet
> > (er rechnet). Dass wir mit einem gewissen Lichtverlust rechnen m?sen
> > ist klar. Wie gesagt haben wir hier keine Wissenschaftlichen
> > Anspr?he.
> > In welchem Oreisrahmen denkst Du w?e das realisierbar ? 2 Prismen: 1
> > Prisma etwa 10cm Kantenl?ge, brechender Winkel etwa 20-30 Grad, das
> > 2. Prisma etwa 20cm Kantenl?ge, ?nliche winkel
>
> BK7 kostete früher z.B. ca. DM 100 pro kg. Zur Abschätzung müsstet Ihr
> das Gewicht ausrechnen. Hinzu kämen gewisse Bearbeitungskosten (ca. $ 35
> für vorgeschliffene grosse Spiegelrohlinge).
> F2-Glas ist ein billiges Flintglas, das ähnlich preiswert ist.
> Ich würde mal einfach per Fax anfragen.

Ich behalte das mal im Hinterkopf, ok ? Danke für den Tip, wenn wir mit den Flüssigkeiten nicht weiter kommen versuch ichs mal damit. Da wir aber recht ansprechende Ergebnisse mit den einfachen Prismen erzielt haben, verspreche ich mir von den Doppelprismen eigentlich recht viel, solange das MBN mitspielt.

> Das ist noch mehr Aufwand aber prinzipiell nicht unmöglich. Es gibt sogar
> Amateurastronomen, die toroidförmige Linsen selbst herstellen.

Hört sich sehr schwer an! Ich hab mir aufgrund Deiner Tips auch mal Gedanken zu den Ansprüchen gemacht. Ich hab da noch nie richtig drüber nachgedacht wie genau unsere Nachbauer aussehen sollen ;)
Wenn ich meinen ersten gebaut habe sag ich mal wie schwer es war, und versuche mal den Mehr-Aufwand für eine Vollglasversion abzuschätzen.

> > Wie Du siehst gehen wir teilweise recht gro? Kompromisse ein. Das hat
> > einerseits den Grund, dass fast jeder in der Lage sein soll das
> > nachzubauen, andererseits liegts eben daran, dass wir keine Experten
> > sind (auf praktisch keinem der Gebiete, die wir hier ber?ren).
> >
> > Aber: Das erste Prisma funktioniert inzwischen recht gut und ich denke
> > in einer oder 2 Wochen weiss ich wie es um den letzten Entwurf steht.
>
> OK, aber mit Bromnaphthalin wäre ich vorsichtig. Lt. Katalog wird es
> nicht umsonst stabilisiert geliefert und ich vermute, es zersetzt sich
> evtl. durch Licht.

Gibt es eine Möglichkeit das schnell zu testen ?
(so in 1 Woche ? - Solarium zum Beispiel... ) ;)

> Iodmethan wird deshalb z.B. in schwarzen Flaschen über Silberdraht geliefert...

Bin mal gespannt wie das MBN hier ankommt ...

Danke nochmal für Deine Antwort :)
Alex

la...@inorg.chem.ethz.ch

unread,
Mar 8, 2002, 6:19:26 AM3/8/02
to
On Sat, 2 Mar 2002 19:39:15 +0100, "Alexander Balling"
<alexande...@t-online.de> wrote:

>Da f=E4llt mir gerade nochwas ein:=20
>Kann mir vielleicht jemand hier sagen, ob das MBN lichtempfindlich auf =
>UV Licht reagiert ? Das die Prismen fest verschlossen werden sollen und =
>ein paar Jahre halten, w=E4re das vorerst ein Problem, da wir einen UV =
>Filter davorsetzen m=FCssten. Jemand hat das mal erw=E4hnt, aber ich =
>konnte nichts dazu finden. Eine Information ob da was dran ist w=E4re =


>toll !
>
>Danke nochmal :)
>Alex
>

Hmmm .. ich hab hier 1Bromonaphtalin im Labor rumstehen ... in einer
durchsichtigen Glasflasche .. hat sich innert 3 wochen dunkelgelb bis
gräulich verfärbt .. scheint lichtempfindlich zu sein.

Alexander Balling

unread,
Mar 8, 2002, 7:02:01 AM3/8/02
to
> Hmmm .. ich hab hier 1Bromonaphtalin im Labor rumstehen ... in einer
> durchsichtigen Glasflasche .. hat sich innert 3 wochen dunkelgelb bis
> gräulich verfärbt .. scheint lichtempfindlich zu sein.

SCH.... !!!

Braucht jemand was davon ich hätte da 600ml anzubieten ... :(

Danke für den Hinweis
Alex

Peter Meier

unread,
Mar 12, 2002, 11:03:00 AM3/12/02
to
"Alexander Balling" <alexande...@t-online.de> wrote in message news:<a68vqo$nt5$00$1...@news.t-online.com>...

> Hm, hast Du da die Daten (Brechungsindex bei Rot, Gr? und Blau)?

> Ich kenne Methylnaphtalin nicht, was ist das und kriegt man das leichter

> als MBN ? (Preis ?) Wie sieht es da mit der Stabilit? aus ?

Die müsste jemand per Crossfire/Beilstein's Handbuch nachsehen. Bei
mir läuft es momentan nicht, und ich weiss nicht, ob ich das Problem
gelöst bekomme.
Es ist relativ billig und leichter erhältlich. Und es ist stabil.
Der Brechungsindex (für 589 nm) liegt auch über 1.6 (evtl. 1.61 oder
1.62).

> Das Bild wird doch auch ohne den Linsenvorsatz auf eine gerade Fl?he
> projeziert und ist ?erall scharf. Ich kenne die Sph?ische

> Abberation nur aus dem Bereich Hohlspiegel und Linsen und krieg es
> gerade nicht mit den Prismen in Einklang. Die Praxis hat aber gezeigt,

> dass es in Ordnung ist (minimaler Sch?feverlust, der aber wohl eher
> auf das Glas zur?kzuf?ren ist - bin ich mir aber nicht sicher).

Ja, das ist etwas kurios. Aber wenn der Strahl nicht völlig parallel
ist,
produziert auch ein Prisma oder eine planparallele Platte
Abbildungsfehler,
was man bei der Konstruktion von Binokularen berücksichtigen muss.

> Das ist klar. Ich dachte auch eher an gestiegene

> Qualit?sanforderungen an die Oberfl?heng?e um die Beschichtung
> aufzubringen ;)
> (Ist schlie?ich eine Interferrenzbeschichtung und muss daher wohl

> auch mit Schichtdicken im Bereich von Lamda arbeiten).

Die Fläche muss nur sauber sein. Bedampfen kann man jede unebene
Fläche
wie Fensterglas. Nur macht das für optische Zwecke wenig Sinn.

> Ich behalte das mal im Hinterkopf, ok ? Danke f? den Tip, wenn wir
> mit den Fl?sigkeiten nicht weiter kommen versuch ichs mal damit. Da

> wir aber recht ansprechende Ergebnisse mit den einfachen Prismen erzielt
> haben, verspreche ich mir von den Doppelprismen eigentlich recht viel,
> solange das MBN mitspielt.

OK.

> H?t sich sehr schwer an! Ich hab mir aufgrund Deiner Tips auch mal
> Gedanken zu den Anspr?hen gemacht. Ich hab da noch nie richtig
> dr?er nachgedacht wie genau unsere Nachbauer aussehen sollen ;)

> Wenn ich meinen ersten gebaut habe sag ich mal wie schwer es war, und

> versuche mal den Mehr-Aufwand f? eine Vollglasversion abzusch?zen.

Das ist bei Spiegeln nicht so schwer. Das haben schon tausende
Amateurastronomen gemacht. Da hat man allerdings nur 1 Fläche zu
bearbeiten. Bei Prismen ist das sicher etwas mühsamer.

> Gibt es eine M?lichkeit das schnell zu testen ?

> (so in 1 Woche ? - Solarium zum Beispiel... ) ;)

Dann ist es bestimmt direkt versaut... Ein Reagenzlas damit in die
Sonne stellen. Ich fürchte, es zersetzt sich nach einiger Zeit und
färbt sich gelb.

Ich würde daher Methylnaphthalin etc. nehmen.
Sieh doch mal in Chemikalienkatalogen nach.

Alexander Balling

unread,
Mar 12, 2002, 5:30:40 PM3/12/02
to
Hallo Peter !

Sorry, ich habe die Begrüßung am Anfang vergessen ! Sehr unhöflich - Entschuldige bitte !

Alex

Alexander Balling

unread,
Mar 12, 2002, 5:29:25 PM3/12/02
to
> > Hm, hast Du da die Daten (Brechungsindex bei Rot, Gr? und Blau)?
> > Ich kenne Methylnaphtalin nicht, was ist das und kriegt man das leichter
> > als MBN ? (Preis ?) Wie sieht es da mit der Stabilit? aus ?
>
> Die müsste jemand per Crossfire/Beilstein's Handbuch nachsehen. Bei
> mir läuft es momentan nicht, und ich weiss nicht, ob ich das Problem
> gelöst bekomme.

Sagt mir nichts. Ist das ein Online-Nachschlagewerk für Chemische Substanzen ?

> Es ist relativ billig und leichter erhältlich. Und es ist stabil.
> Der Brechungsindex (für 589 nm) liegt auch über 1.6 (evtl. 1.61 oder
> 1.62).

Wichtig ist für uns vor allem die Dispersion, und weniger der absolute Brechungsindex. Der natürlich auch, aber ein Material mit einem niedrigen Brechungsindex bei hoher Dispersion wäre noch besser, da wir mit kleineren Prismenwinkeln die Gleiche Streckung erzielen könnten. (die MBN Prismen sind gespiegelt zu den Wasserprismen angeordnet um die Dispersion auszugleichen. Die Gesammtbrechung des Doppelprismas ist eben das was übrig bleibt)
Die Daten für Methylnaphtalin scheint 'theother' zumindest teilweise bereits zu haben (muss ich ihn mal fragen), aber die chemischen Eigenschaften sind uns noch unbekannt. Wichtig ist eben, dass es sich nicht in einem halben Jahr zersetzt oder verfärbt.

> > Das Bild wird doch auch ohne den Linsenvorsatz auf eine gerade Fl?he
> > projeziert und ist ?erall scharf.

> Ja, das ist etwas kurios. Aber wenn der Strahl nicht völlig parallel
> ist,
> produziert auch ein Prisma oder eine planparallele Platte
> Abbildungsfehler,
> was man bei der Konstruktion von Binokularen berücksichtigen muss.

Ich denke bei den Optiken der Projektoren wurde das einfach schon in die Berechnungen mit einbezogen. So selten ist der Anwendungsfall ja auch nicht.
Oder die relativ langen Brennweiten (das weitwinkligste was ich kenne ist glaube ich ein horizontaler Abstrahlwinkel von 36°) sorgen dafür, dass der Fehler sich in Grenzen hält. Würde mich aber wundern, da wirklich sehr feine Strukturen bis in die Ecken scharf sind. (Subpixel-Strukturen wie die Aufhängung der einzelnen Microspiegel bei DLP Projektoren - das ist aber natürlich nicht mit Optiken für die Astronomie vergleichbar)

> Die Fläche muss nur sauber sein. Bedampfen kann man jede unebene
> Fläche
> wie Fensterglas. Nur macht das für optische Zwecke wenig Sinn.

Die Frage ist nur gibt es eine Alternative, die bezahlbar ist und eine bessere Oberfläche hat. (man braucht ja nicht viel Glas so mit 20,- EUR kommt man bei Mirogard für die durchleuchteten Flächen hin)

[...]


> Das ist bei Spiegeln nicht so schwer. Das haben schon tausende
> Amateurastronomen gemacht. Da hat man allerdings nur 1 Fläche zu
> bearbeiten. Bei Prismen ist das sicher etwas mühsamer.

Klingt interessant ! Gibts da Bauanleitungen im Netz ? Ich würde mir sowas gerne mal ansehen ! Einen Tip für Google Suchbegriffe ?

> Dann ist es bestimmt direkt versaut... Ein Reagenzlas damit in die
> Sonne stellen. Ich fürchte, es zersetzt sich nach einiger Zeit und
> färbt sich gelb.

Macht theother gerade. Das wirft aber die Frage auf, ob sein Ergebnis dann allgemein gültig ist, oder ob zum Beispiel seine Probe einfach gut stabilisiert ist, während die eines anderen nach 2 Tagen vollkommen vergilbt ist. Wenn da eben die Gefahr besteht denke ich MBN war einfach eine schlechte Wahl und wir sollten die Substanz wechseln.

> Ich würde daher Methylnaphthalin etc. nehmen.
> Sieh doch mal in Chemikalienkatalogen nach.

Ich hab leider nichts in der Richtung, da ich ansonsten keinen Kontakt mit Chemie habe. Wissenschaftlich habe ich mich damit zuletzt im Chemie GK damit beschäftigt.
Wo kann man soetwas bekommen oder mal einen Blick reinwerfen ?

Danke :)
Alex

p.s.: Was ist nur mit meinen Umlauten los ? ... grml ...

Peter Meier

unread,
Mar 13, 2002, 10:55:34 AM3/13/02
to
"Alexander Balling" <alexande...@t-online.de> wrote in message news:<a6lvg6$ek1$02$1...@news.t-online.com>...

> Sagt mir nichts. Ist das ein Online-Nachschlagewerk für Chemische
> Substanzen ?

Ja, für organische Substanzen. Das ist gedruckt eine ganze Regalwand
voll.



> Wichtig ist für uns vor allem die Dispersion, und weniger der absolute
> Brechungsindex. Der natürlich auch, aber ein Material mit einem
> niedrigen Brechungsindex bei hoher Dispersion wäre noch besser, da wir
> mit kleineren Prismenwinkeln die Gleiche Streckung erzielen könnten.
> (die MBN Prismen sind gespiegelt zu den Wasserprismen angeordnet um die
> Dispersion auszugleichen. Die Gesammtbrechung des Doppelprismas ist eben
> das was übrig bleibt)

Das ist mir schon klar. Das macht die Sache natürlich noch kniffliger.
Ich hatte
kürzlich mal ein ähnliches Problem. Da waren in der Lit. aber nur die
Brechungsindizes für 589 nm und 632.8 nm angegeben.

Falls der Zugriff wieder klappt, kann ich mal nachsehen.

> Die Daten für Methylnaphtalin scheint 'theother' zumindest teilweise
> bereits zu haben (muss ich ihn mal fragen), aber die chemischen
> Eigenschaften sind uns noch unbekannt. Wichtig ist eben, dass es sich
> nicht in einem halben Jahr zersetzt oder verfärbt.

Das 1-Methylnaphthalin hat wohl nd=1.614, ist flüssig, hochsiedend und
ziemlich stabil.
Das sollte haltbar und stabil gegen photochem. Zersetzung sein.
Ich habe soweit ich mich erinnern kann sogar damit mal gearbeitet.



> Ich denke bei den Optiken der Projektoren wurde das einfach schon in die
> Berechnungen mit einbezogen. So selten ist der Anwendungsfall ja auch
> nicht.

Ja, man kann das durch zusätzliche Optiken kompensieren bzw. die
Korrektur gleich in das Objektiv stecken.

> Oder die relativ langen Brennweiten (das weitwinkligste was ich kenne

> ist glaube ich ein horizontaler Abstrahlwinkel von 36?) sorgen
> daf?, dass der Fehler sich in Grenzen h?t. W?de mich aber

> wundern, da wirklich sehr feine Strukturen bis in die Ecken scharf sind.
> (Subpixel-Strukturen wie die Aufhängung der einzelnen Microspiegel bei

> DLP Projektoren - das ist aber nat?lich nicht mit Optiken für die
> Astronomie vergleichbar)

Nein, das reicht nicht. Wenn es 5° wären, ginge das.
Aber die Qualität von Projektoren ist in der Regeln bescheiden. Selbst
ein
Leitz-Diaprojektor verdirbt fehlerfreie Dias völlig und führt
Astigmatismus,
Bildfeldwölbung etc. ein.



> Die Frage ist nur gibt es eine Alternative, die bezahlbar ist und eine

> bessere Oberfl?he hat. (man braucht ja nicht viel Glas so mit 20,-
> EUR kommt man bei Mirogard f? die durchleuchteten Fl?hen hin)

Ich würde den Prismen planparallel geschliffene optische Fenster als
Prismenfläche verpassen.
Früher gab es in den USA Edmund Scientific http://www.edsci.com als
preiswerte Quelle. Die hatten früher auch viele Restposten von guter
Qualität für ein paar Dollar auf Lager. Nur haben die
jetzt eine deutsche Niederlassung (und auch keine Restposten mehr) und
die hat sich den überhöhten deutschen Marktpreisen einschlägiger
Firmen und deren Apothekenpreisen angepasst.

> Klingt interessant ! Gibts da Bauanleitungen im Netz ? Ich w?de mir
> sowas gerne mal ansehen ! Einen Tip f? Google Suchbegriffe ?

Im Netz gab es mal die ATM Mailing Liste. Ansonsten gab es Bücher wie
das
Buch von Hans Rohr, Das Fernrohr für Jedermann, Verlag Orell-Füssli.
Heute gibt es offenbar nur noch US-Literatur wie das Buch von J.
Texereau How To make a Telescope (Willmann-Bell). Ansonsten
Zeitschriften wie Sky&Telescope und Telescope Making.

http://astro.umsystem.edu/apml/
http://www.atmpage.com/
http://www.willbell.com
http://www.atmjournal.com/

> Macht theother gerade. Das wirft aber die Frage auf, ob sein Ergebnis

> dann allgemein g?tig ist, oder ob zum Beispiel seine Probe einfach
> gut stabilisiert ist, w?rend die eines anderen nach 2 Tagen

> vollkommen vergilbt ist. Wenn da eben die Gefahr besteht denke ich MBN
> war einfach eine schlechte Wahl und wir sollten die Substanz wechseln.

Ja, das ist möglich. Die Wahl war tatsächlich für diesen Zweck
problematisch.
Benzoesäurebenzylester (nd=1.569) wäre auch eine Alternative, schmilzt
aber
erst bei 17-20°C.



> Ich hab leider nichts in der Richtung, da ich ansonsten keinen Kontakt
> mit Chemie habe. Wissenschaftlich habe ich mich damit zuletzt im Chemie

> GK damit besch?tigt.

> Wo kann man soetwas bekommen oder mal einen Blick reinwerfen ?

Es gibt z.B. das Buch von D'Ans, Lax, Taschenbuch für Chemiker und
Physiker, Band 2.
Ansonsten genügt ein Blick in einschlägige Kataloge, die Du allerdings
erst
anfordern müsstest.
Vielleicht könnt Ihr Euch mal in einer Bibliothek in einem chem.
Institut informieren.

> p.s.: Was ist nur mit meinen Umlauten los ? ... grml ...

Z.T. habe ich sie korrigiert. Die wurden leider verkehrt dargestellt.

Peter Meier

unread,
Mar 13, 2002, 11:23:10 AM3/13/02
to
"Alexander Balling" <alexande...@t-online.de> wrote in message news:<a6lvig$ehh$07$1...@news.t-online.com>...
> Hallo Peter !
>
> Sorry, ich habe die Begr?ung am Anfang vergessen ! Sehr unh?lich
> - Entschuldige bitte !

Hallo Alexander.

Das macht nichts, da es sich doch um keine E-Mail handelte. Viele
Leute lassen die Anrede im Usenet daher weg. Ich vielfach auch und
mich stört das auch
nicht weiter.

Da kann einem im Internet ganz was anderes passieren, wogegen eine
weggelassene Anrede noch äußerst höflich ist - erst vor wenigen Tagen
konnte ich mich leider über jemanden schwarzärgern...

Gruss

Peter

Alexander Balling

unread,
Mar 13, 2002, 9:26:53 PM3/13/02
to
Ich glaube ich mache mal einen neuen Thread dafür auf, ich habe nämlich im Moment leider keine Idee mehr, wo ich sowas noch finden könnte. Ich hab zwar Nachschlagewerke genannt bekommen, aber leider keine Möglichkeit die mal einzusehen ...

> Falls der Zugriff wieder klappt, kann ich mal nachsehen.

Das wäre nett ! :)

> Das 1-Methylnaphthalin hat wohl nd=1.614, ist flüssig, hochsiedend und
> ziemlich stabil.
> Das sollte haltbar und stabil gegen photochem. Zersetzung sein.
> Ich habe soweit ich mich erinnern kann sogar damit mal gearbeitet.

Genau das sind die Kriterien, die für uns wichtig sind. Das und der Preis. :)

[...]

> Nein, das reicht nicht. Wenn es 5° wären, ginge das.
> Aber die Qualität von Projektoren ist in der Regeln bescheiden. Selbst
> ein
> Leitz-Diaprojektor verdirbt fehlerfreie Dias völlig und führt
> Astigmatismus,
> Bildfeldwölbung etc. ein.

Naja, wir sprechen hier schon von teuren Projektoren. Die hochwertigen gehen schon mal an die 10.000,- EUR oder mehr (das ist aber nicht gerade der Durchschnitt ! ;) ). Ich denke Bildfeldwölbungen dürften sich in Grenzen halten, da diese bei Kameraschwenks sofort auffallen.

> Ich würde den Prismen planparallel geschliffene optische Fenster als
> Prismenfläche verpassen.

Sind das beidseitig geschliffene Glasplatten ? Das hört sich schon gut an. Wenn man die noch entspiegelt bekommt, wäre das klasse :)

> Früher gab es in den USA Edmund Scientific http://www.edsci.com als
> preiswerte Quelle. Die hatten früher auch viele Restposten von guter
> Qualität für ein paar Dollar auf Lager. Nur haben die
> jetzt eine deutsche Niederlassung (und auch keine Restposten mehr) und
> die hat sich den überhöhten deutschen Marktpreisen einschlägiger
> Firmen und deren Apothekenpreisen angepasst.

Hab ich mir schon mal angesehen, aber auf die Schnelle nichts gefunden. Ich sehe mir das Morgen nochmal an. Danke für den Link :)

Besonders auf der ATM Page lese ich gerade ein bischen. Das ist ja wirklich ein interessantes Thema ! :) Da werd ich noch ein bischen Zeit verbringen ...

> Ja, das ist möglich. Die Wahl war tatsächlich für diesen Zweck
> problematisch.

Bis jetzt ist der Versuch von 'theother' wohl noch nicht verfärbt. Aber das sagt ja wie schin erwähnt recht wenig über andere chargen des MBN aus.

> Benzoesäurebenzylester (nd=1.569) wäre auch eine Alternative, schmilzt
> aber
> erst bei 17-20°C.
>

> Es gibt z.B. das Buch von D'Ans, Lax, Taschenbuch für Chemiker und
> Physiker, Band 2.
> Ansonsten genügt ein Blick in einschlägige Kataloge, die Du allerdings
> erst
> anfordern müsstest.

Hm, vieleicht kann mir ja die Firma Merck mal ein Datenblatt zukommen lassen. Da sollte doch sowas drin stehen, oder ? Ich versuchs morgen mal bei denen.

> Vielleicht könnt Ihr Euch mal in einer Bibliothek in einem chem.
> Institut informieren.

Wir haben ja inzwischen eine große Liste, aber Methylnaphtalin ist leider nicht drauf.
Ich frag nochmal an der Uni nach dem D'Ans Lax. Das wurde uns schon mal empfohlen. Eventuell ist die Liste die wir haben sogar daraus. Bin ich mir gerade nicht sicher.

> > p.s.: Was ist nur mit meinen Umlauten los ? ... grml ...
> Z.T. habe ich sie korrigiert. Die wurden leider verkehrt dargestellt.

Wüsste gerne wieso ... SCH... OE ! Das hat es früher nicht gemacht.

Danke
Alex

Bodo Mysliwietz

unread,
Mar 14, 2002, 9:56:38 AM3/14/02
to
"Alexander Balling" <alexande...@t-online.de> schrieb:

>> > p.s.: Was ist nur mit meinen Umlauten los ? ... grml ...
>> Z.T. habe ich sie korrigiert. Die wurden leider verkehrt dargestellt.

>Wüsste gerne wieso ... SCH... OE ! Das hat es früher nicht gemacht.

www.oe-faq.de

Alexander Balling

unread,
Mar 14, 2002, 10:04:05 AM3/14/02
to
> >Wüsste gerne wieso ... SCH... OE ! Das hat es früher nicht gemacht.
> www.oe-faq.de

Danke ich habe die Einstellungen mal entsprechend geändert .. Danke ..
TEST ÄÖÜßäöü

Alex

Christian Loew

unread,
Mar 14, 2002, 10:12:49 AM3/14/02
to
On Thu, 14 Mar 2002 03:26:53 +0100, "Alexander Balling"
<alexande...@t-online.de> wrote:

Hiho alle zusammen. :-)

>> Falls der Zugriff wieder klappt, kann ich mal nachsehen.
>
>Das wäre nett ! :)

Mein Beilstein tut's grad, und spuckt mir 60 Werte für
1-Methylnaphthalin aus. Ich denke, die sollte ich hier nicht unbedingt
alle posten. Der Wellenlängenbereich geht hier von 430 über 434, 486,
587 und 589 bis 656 nm. Falls Dir damit geholfen ist, kann ich Dir das
Gesamtergebnis einfach mal mailen - sag halt bescheid. :-)

Du mußt dann nur im Zweifelsfall jede einzelne Literaturstelle wälzen
und schauen, welche Bedingungen die da genau hatten, um entscheiden zu
können, wie gut der Wert für Deine Zwecke brauchbar ist. Die Hälfte
der Werte ist natürlich bei 589 nm aufgenommen, dementsprechend ist
auch die Auswahl. ;-)

>> Das 1-Methylnaphthalin hat wohl nd=1.614, ist flüssig, hochsiedend und
>> ziemlich stabil.
>> Das sollte haltbar und stabil gegen photochem. Zersetzung sein.
>> Ich habe soweit ich mich erinnern kann sogar damit mal gearbeitet.
>
>Genau das sind die Kriterien, die für uns wichtig sind. Das und der Preis. :)

[snip...]

>Hm, vieleicht kann mir ja die Firma Merck mal ein Datenblatt zukommen lassen. Da sollte doch sowas drin stehen, oder ? Ich versuchs morgen mal bei denen.

Wenn Du unter http://chemdat.merck.de schaust, findest Du zum einen
ein Datenblatt, das Dir die Zusammensetzung und Eigenschaften des
1-Methylnaphthalin aus großtechnischer Produktion angibt, zum anderen
auch Preise, wobei es aber sein kann, daß Du Dich dafür anmelden mußt.
Das ist aber auch bei SigmaAldrich (http://www.sigmaaldrich.com) so.

Hoffe, es hilft,
Gruß,
Christian.

Alexander Balling

unread,
Mar 14, 2002, 11:03:02 AM3/14/02
to
Hallo !

> Mein Beilstein tut's grad, und spuckt mir 60 Werte für
> 1-Methylnaphthalin aus. Ich denke, die sollte ich hier nicht
unbedingt
> alle posten. Der Wellenlängenbereich geht hier von 430 über 434, 486,
> 587 und 589 bis 656 nm. Falls Dir damit geholfen ist, kann ich Dir
das
> Gesamtergebnis einfach mal mailen - sag halt bescheid. :-)

:) !!!
Immer her damit ! meine eMail Adresse stimmt natürlich.

> Du mußt dann nur im Zweifelsfall jede einzelne Literaturstelle wälzen
> und schauen, welche Bedingungen die da genau hatten, um entscheiden
zu
> können, wie gut der Wert für Deine Zwecke brauchbar ist. Die Hälfte
> der Werte ist natürlich bei 589 nm aufgenommen, dementsprechend ist
> auch die Auswahl. ;-)

Nicht so schlimm ! Solange die eine oder andere passende Gruppe dabei
ist Bin ich glücklich.

> Wenn Du unter http://chemdat.merck.de schaust, findest Du zum einen
> ein Datenblatt, das Dir die Zusammensetzung und Eigenschaften des
> 1-Methylnaphthalin aus großtechnischer Produktion angibt, zum anderen
> auch Preise, wobei es aber sein kann, daß Du Dich dafür anmelden
mußt.
> Das ist aber auch bei SigmaAldrich (http://www.sigmaaldrich.com) so.

Das hat mir sehr geholfen ! Ich kannte zwar die Site schon konnte aber
nie was vernünftiges damit anfangen .. jetzt weiss ich auch wieso:
Naphthalin schreibt sich mit 2 "h" ;)

Preis hab ich telefonisch angefragt. Danke ! :)
Alex

Bodo Mysliwietz

unread,
Mar 14, 2002, 2:21:36 PM3/14/02
to
"Alexander Balling" <alexande...@t-online.de> schrieb:

LOL

Jetzt noch die die Mime-Formatierung ändern und dann sind schon
mal ein paar grobe Sünden weg ;-)
Wie gesagt : www.oe-faq.de

Frank Feger

unread,
Mar 14, 2002, 1:12:38 PM3/14/02
to
On Tue, 12 Mar 2002, Alexander Balling wrote:

>> Die Fläche muss nur sauber sein. Bedampfen kann man jede unebene
>> Fläche
>> wie Fensterglas. Nur macht das für optische Zwecke wenig Sinn.
>
>Die Frage ist nur gibt es eine Alternative, die bezahlbar ist und eine bessere Oberfläche hat. (man braucht ja nicht viel Glas so mit 20,- EUR kommt man bei Mirogard für die durchleuchteten Flächen hin)

Stelle die Zeilenlänge auf maximal 72 Zeichen!

Glas mit brauchbarer Oberflächenqualität findet man an UV-Sperrfilter
im Fotogeschäft, ansonsten evtl. auf der ATT in Essen (astronomischer
Tausch- und Trödeltreff, die größte Astronomiebörs in Deutschland), wo
man auch Prismen und Linsen für wenig Geld bekommen kann.


Gruß,

F^2

Alexander Balling

unread,
Mar 14, 2002, 4:18:25 PM3/14/02
to
> Stelle die Zeilenlänge auf maximal 72 Zeichen!

Dachte eigentlich das hätte ich ... (naja 71)
OE macht in letzter Zeit ein paar komische Sachen bei mir ...

> Glas mit brauchbarer Oberflächenqualität findet man an UV-Sperrfilter
> im Fotogeschäft, ansonsten evtl. auf der ATT in Essen (astronomischer
> Tausch- und Trödeltreff, die größte Astronomiebörs in Deutschland),
wo
> man auch Prismen und Linsen für wenig Geld bekommen kann.

Sind diese UV Filter aus dem Fotogeschäft denn groß genug ? (so 15cm
Kantenlänge brauchen wir schon !)
Danke für die Tips, ich muss aber immer im Hinterkopf behalten, dass es
ein Nachbauprojekt werden soll, und daher ziehe ich natürlich
Deutschlandweit verfügbare Quellen vor. Die Tauschbörse ist sicher sehr
hilfreich, aber eben nur für wenige wirklich erreichbar bzw. dürften da
auch die Vorräte knapp werden, wenn ale die das nachbauen wollen da
einfallen. ;)
Ich merke mir das aber und werde die Börse im 'Bauplan' erwähnen. Der
Eine oder Andere freut sich sicher über den Tip ! :)

Danke für die Antwort
Alex

Frank Feger

unread,
Mar 14, 2002, 5:29:33 PM3/14/02
to
On Thu, 14 Mar 2002, Alexander Balling wrote:

>> Stelle die Zeilenlänge auf maximal 72 Zeichen!
>
>Dachte eigentlich das hätte ich ... (naja 71)
>OE macht in letzter Zeit ein paar komische Sachen bei mir ...

Jetzt geht es plötzlich wieder. Hoffentlich bleibt das so.

>Sind diese UV Filter aus dem Fotogeschäft denn groß genug ? (so 15cm
>Kantenlänge brauchen wir schon !)

Leider nicht. Vieleicht solltest Du doch nen Glaser um Spiegelglas
anhauen und hoffen, daß das dann gut ist. Ansonsten sind die Scheiben
von Schott vielleicht keine schlechte Idee; rohpoliert reicht vermut-
lich aus.

Ansonsten, und das ist vermutlich die beste Lösung, würde ich Dir ra-
ten, nach de.sci.astronomie zu posten.


Gruß,

F^2

Alexander Balling

unread,
Mar 14, 2002, 8:11:14 PM3/14/02
to
Hallo Frank !

> Leider nicht. Vieleicht solltest Du doch nen Glaser um Spiegelglas
> anhauen und hoffen, daß das dann gut ist. Ansonsten sind die Scheiben
> von Schott vielleicht keine schlechte Idee; rohpoliert reicht vermut-
> lich aus.

Also wie gesagt es funktioniert recht gut. Die Anwendung verlangt auch
nicht wirklich die Schärfe, die von einer Präzisionsoptik erwartet
wird. Die Auflösungen sind im Moment maximal so 1368x1024 (Nicht ganz
sicher und wenn dann eher die Ausnahme). Das verteilt auf etwa 2-3m
Breite. Die Schärfe sollte ausreichen die Pixel noch als solche zu
erkennen (und das tut sie bei weitem - zumindest bei der ersten Version
des Anamorphoten). Eine gewisse Unschärfe kann sogar von Vorteil sein,
da sie ein wenig die Pixelgrenzen verschwimmen läßt, was einen
homogeneren Gesammteindruck bewirkt. Viele verstellen Ihre Projektoren
sogar minimal um diesen Effekt zu erzielen. ;)
Die Glasdiskussion hatte ich eigentlich gar nicht in dem Umfang führen
wollen, bin aber froh, dass ich so viele Infos bekommen habe. War sehr
interessant, und falls wir bei steilen Einfallswinkeln des Lichts im
Prisma Probleme bekommen sollten, weiss ich jetzt wie die zu lösen sind
:)

> Ansonsten, und das ist vermutlich die beste Lösung, würde ich Dir ra-
> ten, nach de.sci.astronomie zu posten.

Das ist ein guter Tip. Sollten wir Schwierigkeiten mit dem Glas
bekommen wende ich mich an die Jungs dort. Danke ! :)

Alex

Peter Meier

unread,
Mar 17, 2002, 10:34:19 AM3/17/02
to
"Alexander Balling" <alexande...@t-online.de> wrote in message news:<a6p1pk$7vt$03$1...@news.t-online.com>...

> Das w?e nett ! :)

Leider hat das nicht geklappt. Ich habe auch zu wenig Zeit, das in der
Bibliothek herauszusuchen. Daher auch die verzögerte Antwort. D'Ans,
Lax geben jedoch an: nD=1.6212 (also bei 589 nm und 13.6°C), n=1.6130
bei H-Alpha-Linie (656.3 nm) und 13.6°C, n=1.6433 bei der H-Beta-Linie
im Blaugrünen bei 486 nm und 13.6°C.

> Genau das sind die Kriterien, die f? uns wichtig sind. Das und der
> Preis. :)

Es ist nicht ganz so teuer. Früher kosteten 100 ml ca. DM 10. Im
Rahmen der allgemeinen Preissteigerungen kostet die Menge jetzt
vielleicht DM 15-17.



> Naja, wir sprechen hier schon von teuren Projektoren. Die hochwertigen
> gehen schon mal an die 10.000,- EUR oder mehr (das ist aber nicht gerade

> der Durchschnitt ! ;) ). Ich denke Bildfeldw?bungen d?ften sich in

> Grenzen halten, da diese bei Kameraschwenks sofort auffallen.

Bildfeldwölbung bewirkt bei Projektion auf eine Planfläche nur eine
Unschärfe am
Bildrand. Das fällt kaum auf - insbes. wenn gleichzeitig Astigmatismus
vorliegt.

> Sind das beidseitig geschliffene Glasplatten ? Das h?t sich schon gut
> an. Wenn man die noch entspiegelt bekommt, w?e das klasse :)

Ja. Man bekommt sie auch mit Vergütung.



> Hab ich mir schon mal angesehen, aber auf die Schnelle nichts gefunden.

> Ich sehe mir das Morgen nochmal an. Danke f? den Link :)

Mittlerweile sind sie auch teurer geworden :-( . Früher war das die
preiswerte
Bezugsquelle schlechthin.



> Besonders auf der ATM Page lese ich gerade ein bischen. Das ist ja
> wirklich ein interessantes Thema ! :) Da werd ich noch ein bischen Zeit
> verbringen ...

Ja, man kann (mit etwas Geschick) selbst komplizierte Optiken
preiswert selbst bauen. Ich habe schon etliche Fernrohroptiken selbst
gebaut.

> Bis jetzt ist der Versuch von 'theother' wohl noch nicht verf?bt.
> Aber das sagt ja wie schin erw?nt recht wenig ?er andere chargen
> des MBN aus.

Das halte ich aber für eine Frage der Zeit.



> Hm, vieleicht kann mir ja die Firma Merck mal ein Datenblatt zukommen
> lassen. Da sollte doch sowas drin stehen, oder ? Ich versuchs morgen mal
> bei denen.

Solche Details wirst Du darin kaum finden.

> Wir haben ja inzwischen eine gro? Liste, aber Methylnaphtalin ist

> leider nicht drauf.
> Ich frag nochmal an der Uni nach dem D'Ans Lax. Das wurde uns schon mal
> empfohlen. Eventuell ist die Liste die wir haben sogar daraus. Bin ich
> mir gerade nicht sicher.

Die Werte habe ich oben angegeben.

Zur Fluoreszenzproblematik antworte ich im anderen Thread.

Frank Feger

unread,
Mar 17, 2002, 1:37:45 PM3/17/02
to
On Sun, 17 Mar 2002, Peter Meier wrote:

>Ja, man kann (mit etwas Geschick) selbst komplizierte Optiken
>preiswert selbst bauen. Ich habe schon etliche Fernrohroptiken selbst
>gebaut.

Auch Cassegrains (inkl. Justage)?


Sternfreundliche Grüße!

F^2

Peter Meier

unread,
Mar 18, 2002, 6:34:34 AM3/18/02
to
Frank Feger <franzisk...@student.uni-siegen.de> wrote in message news:<1016402292...@news.uni-siegen.de>...

> On Sun, 17 Mar 2002, Peter Meier wrote:
>
> >Ja, man kann (mit etwas Geschick) selbst komplizierte Optiken
> >preiswert selbst bauen. Ich habe schon etliche Fernrohroptiken selbst
> >gebaut.
>
> Auch Cassegrains (inkl. Justage)?

Ich selbst habe noch keinen Cassegrain gebaut, dachte aber schon mal
über einen
Bau nach -als Teleskop mit sehr langer Brennweite im direkten Focus
für Planeten. Ich hatte mich dann jedoch für einen normalen Newton
entschieden.

Im Buch von Jean Texereau ist der Bau eines Cassegrains beschrieben
und in ATM I-III von Ingalls oder Advanced Telescope Making
Technieques von Macintosh sind Beispiele enthalten. Der Bau eines
Schmidt-Cassegrain ist im Buch von Arthur DeVany im Detail
dargestellt. Wenn ich einen Cassegrain gebaut hätte, hätte ich
vermutlich einen vom Dall-Kirkham-Typ gebaut, da dabei der Fangspiegel
sphärisch ist.

Ich bin im Moment noch damit beschäftigt, die Mechanik zu einer
Schmidt-Kamera-Optik zu bauen, die ich selbst hergestellt habe. Das
ist leider
ein besonders hoher Aufwand, da der Abstand Film-Spiegel auf ca.
<1/100 mm genau
sein muss, die Korrekturplatte auf ca. 1/10 mm genau. Man kann aber
beides
relativ leicht justieren. Die Neigung des Filmhalters kann man im
Labor vorjustieren, indem man einen Spiegel anstelle des Films einbaut
und einen Lichtstrahl einmal direkt am Hauptspiegel, dann am
Hauptspiegel-Fangspiegel-Hauptspiegel reflektieren lässt und beide
Strahlen auf der Korrekturplatte zur Deckung bringt.
Den Abstand der Korrekturplatte wollte ich mit einem Ronchigitter
einstellen,
so dass die asphär. Fläche genau wie gewünscht im Krümmungsmittelpunkt
sitzt.

Am mühsamsten war für mich neben dem Aushöhlen des lichtstarken
Spiegels
das planparallel-Schleifen der Korrekturplattenrohlinge, die leider
mit enormen Keilfehlern geliefert wurden. Zumindest den Spiegel würde
ich heute vom Glashersteller vorschleifen lassen.

Frank Feger

unread,
Mar 18, 2002, 5:14:11 PM3/18/02
to
On Mon, 18 Mar 2002, Peter Meier wrote:

>Wenn ich einen Cassegrain gebaut hätte, hätte ich
>vermutlich einen vom Dall-Kirkham-Typ gebaut, da dabei der Fangspiegel
>sphärisch ist.

.. und deshalb leichter zu justieren sein sollte. Bei dem hyperbo-
lischen Spiegel des normalen Systems muß man für eine optimale Bild-
qualität mit dem Primärfokus des Hauptspiegels den auf der konkaven
Seite liegenden Brennpunkt des Fangspiegels genau treffen.

>Ich bin im Moment noch damit beschäftigt, die Mechanik zu einer
>Schmidt-Kamera-Optik zu bauen, die ich selbst hergestellt habe.

Schmidtoptik selbstgemacht? Wow!


Klare Nächte!

F^2

Peter Meier

unread,
Mar 19, 2002, 11:55:09 AM3/19/02
to
Frank Feger <franzisk...@student.uni-siegen.de> wrote in message news:<1016492828...@news.uni-siegen.de>...

> .. und deshalb leichter zu justieren sein sollte. Bei dem hyperbo-
> lischen Spiegel des normalen Systems muß man für eine optimale Bild-
> qualität mit dem Primärfokus des Hauptspiegels den auf der konkaven
> Seite liegenden Brennpunkt des Fangspiegels genau treffen.

Ein sphärischer Fangspiegel muss aber auch rel. genau justiert werden.
Der Hauptvorteil liegt bei einem sphärischen Spiegel darin, dass man
sich
die asphärische Retusche des Fangspiegels sparen kann. Kugelflächen
entstehen
zwangsläufig mit hoher Präzision, asphär. Flächen und Planflächen
erfordern leider Messungen und Korrekturen von Hand.

> Schmidtoptik selbstgemacht? Wow!

Die Optik einer Schmidt-Kamera herzustellen ist eigentlich noch
relativ einfach. Mit der Vakuummethode reduziert sich das Problem auf
eine kurzbrennweitige Kugelfläche des Spiegels, eine Kugelfläche mit
extrem langem Krümmungsradius sowie eine Planfläche für die
Korrekturplatte. Die Mechanik ist das Hauptproblem.

> Klare Nächte!

Danke gleichfalls ! Im Moment sieht es trübe aus, so dass man Komet
Ikeya-Zhang in der nächsten Zeit vermutlich nicht beobachten kann :-(
.

Rolf Bombach

unread,
Mar 30, 2002, 2:03:19 PM3/30/02
to
Peter Meier wrote:
> ...

> > der Durchschnitt ! ;) ). Ich denke Bildfeldw?bungen d?ften sich in
> > Grenzen halten, da diese bei Kameraschwenks sofort auffallen.
>
> Bildfeldwölbung bewirkt bei Projektion auf eine Planfläche nur eine
> Unschärfe am
> Bildrand. Das fällt kaum auf - insbes. wenn gleichzeitig Astigmatismus
> vorliegt.

Vielleicht wurde hier Bildfeldwölbung und Verzeichnung verwechselt.
Eventuell auch der sphärische (Seidelsche) Astigmatismus mit dem
Zylinderastigmatismus, den man sich mit der beabsichtigten anamorphen
Verzerrungseinrichtung leicht einhandeln kann. Gerade von Brillen/
Augenoptikern wird der Zylinderastigmatismus gern nur als
Astigmatismus benannt.
IIRC sind Astigmatismus und Bildfeldwölbung y^2 Effekte, die
Verzeichnung ein y^3 Effekt; Astigmatismus-korrigierte
Objektive können daher noch verzeichnen (will man hier ja
letztendlich auch bewusst erreichen).
Alexander: Ketzerische Bemerkung: Wenn schon mit einem digitalen
Projektor gearbeitet wird, kann man nicht schon softwaremässig
verzerren?

--
mfg Rolf Bombach


Peter Meier

unread,
Mar 31, 2002, 8:05:28 PM3/31/02
to
Rolf Bombach <bom...@bluemail.ch> wrote in message news:<3CA60BF7...@bluemail.ch>...

> Vielleicht wurde hier Bildfeldwölbung und Verzeichnung verwechselt.

Mit irgendetwas hatte er auf jeden Fall Bildfeldwölbung verwechselt.
Verzeichung
wäre gut möglich.

> Eventuell auch der sphärische (Seidelsche) Astigmatismus mit dem
> Zylinderastigmatismus, den man sich mit der beabsichtigten anamorphen
> Verzerrungseinrichtung leicht einhandeln kann. Gerade von Brillen/
> Augenoptikern wird der Zylinderastigmatismus gern nur als
> Astigmatismus benannt.

Das ist aber letzlich auch eine Form von Astigmatismus. Unterschied
ist nur, dass in einem Fall Astigmatismus nur für ausseraxiale
Strahlen auftritt, im anderen Fall (bei Zylinderlinsen etc.) sogar auf
der optischen Achse.
Astigmatismus ist jedenfalls störend, wenn er das Toleranzkriterium
(ca. 0.35 Lambda peak to valley im paraxialen Focus) überschreitet.

> IIRC sind Astigmatismus und Bildfeldw?bung y^2 Effekte, die
> Verzeichnung ein y^3 Effekt;

Prinzipiell schon. Beide hängen miteinander zusammen. Man kann mittels
Astigmatismus ein Bildfeld künstlich "ebnen". Prinzipiell jedoch
beeinflusst
Astigmatismus die Bildschärfe, die Bildfeldwölbung und Verzeichnung
die Bildlage. Die Bildfeldwölbung kann man in Abwesenheit von
Astigmatismus leicht
über die Petzval-Summe aus den Krümmungsradien der opt. Elemente
berechnen.

> Astigmatismus-korrigierte
> Objektive können daher noch verzeichnen (will man hier ja
> letztendlich auch bewusst erreichen).

Klar, das ist gelegentlich ein ernstes Problem. Es gibt zum Glück
optische Systeme, die frei von beidem sind.

Alexander Balling

unread,
Apr 1, 2002, 11:34:56 AM4/1/02
to
> Alexander: Ketzerische Bemerkung: Wenn schon mit einem digitalen
> Projektor gearbeitet wird, kann man nicht schon softwaremässig
> verzerren?

Klar kann man das. Allerdings verzichtet man dann auf mindestens 25%
der Pixel und des Lichtes, weil das nur für die schwarzen Balken
verwendet wird. Eine optische Lösung erzeugt ein deutlich feineres
Bild.
Viele Projektoren besitzen zudem nur eine Auflösung von 800x600 Pixel
und das hat bei anamorphen PAL DVDs den Nachteil, das nicht einmal alle
Bildzeilen der DVD abgebildet werden können (576), wenn man das Bild
digital entzerrt.

Aber eine berechtigte Frage :)
Alex

Peter Meier

unread,
Apr 2, 2002, 4:47:45 AM4/2/02
to
peter_...@my-deja.com (Peter Meier) wrote in message news:<aa7d4d12.0203...@posting.google.com>...

> > Vielleicht wurde hier Bildfeldwölbung und Verzeichnung verwechselt.
>
> Mit irgendetwas hatte er auf jeden Fall Bildfeldwölbung verwechselt.
> Verzeichung
> wäre gut möglich.

Ein paar % Verzeichnung fallen visuell auch kaum auf.

> > Astigmatismus-korrigierte
> > Objektive können daher noch verzeichnen (will man hier ja
> > letztendlich auch bewusst erreichen).

Verzeichnung selbst will man eigentlich nicht haben. Man will nur ein
anamorphes
System haben, wobei die Vergrößerung des Systems in der
Meridionalebene und Sagittalebene unterschiedlich ist, jedoch nicht
noch Verzeichnung, die tonnen- oder kissenförmig das Bild deformiert.

Alexander Balling

unread,
Apr 2, 2002, 4:54:06 AM4/2/02
to
> System haben, wobei die Vergrößerung des Systems in der
> Meridionalebene und Sagittalebene unterschiedlich ist, jedoch nicht
> noch Verzeichnung, die tonnen- oder kissenförmig das Bild deformiert.

Jep ! Wie gesagt eine kleinere Tonnenverzerrung haben wir natürlich
schon. Ich denke, das läßt sich schon prinzipbedingt nicht vermeiden
ohne eine Korrektur durch Linsen.

Ich warte aber immer noch auf das MN (durch den Osterhasen dauert alles
etwas länger). Ich werde auf jeden Fall Bescheid sagen, wenn ich es
fertig habe.

Alex

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