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Re: Wer frisst Mückenlarven?

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pacifico

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Jun 25, 2013, 2:28:10 AM6/25/13
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Am 24.06.2013 21:58, schrieb Ludger Averborg:
> Ein Naturteich, ca 10 m Durchmesser, nicht sehr tief, mit Schilf, Rohrkolben,
> gelben Schwertlilien, Wasserlinsen, ... ist völlig unberührt/ungepflegt und soll
> auch so bleiben. Es ist die Brutstätte aller Stechmücken der Welt, die nach
> 14:00 Uhr über alles herfallen, was rote Blutkörperchen hat.
>
> Welche völlig pflegefreien Fisch(lein) (etc) fressen die alle auf?

Ein paar Fische, die prinzipiell wohl geeignet sind (Moderlieschen,
Elritze, Stichling) sind schon genannt worden. Da du aber geschrieben
hast, dass dein Teich nicht tief ist, besteht die Gefahr, dass er im
Winter bis zum Grund durchfriert; und da die Fische nunmal ans Wasser
gebunden sind, könnten sie dem Tod wohl nicht entfliehen.

Vielleicht kannst du dich mit Amphibien anfreunden (Frösche, Kröten,
Molche). Falls dich deren Balzgesänge nicht stören (wie z.B. einen
meiner Nachbarn, obwohl er einen Laubsauger hat...), dann kannst du
vielleicht mal schauen, ob du ein paar Kaulquappen auftreiben kannst.
Offiziell ist das zwar meines Wissens verboten, aber m.E. schadet es in
der Regel nicht; am besten hältst du Ausschau nach Pfützen, Tümpeln oder
Gräben, die eh kurz vorm Austrocknen stehen, da wimmelt es manchmal vor
Kaulquappen, die vermutlich nichts dagegen hätten, wenn sie jemand
umsiedelt.

Hervorragend wären wohl Libellenlarven. Allerdings kann ich dir nicht
sagen, wie du an die rankommst. (Wenn dein Teich gut ist, kommen im
Spätsommer die Alten zwar eh angeflogen und legen Eier, dann hast du im
nächsten Jahr gute Chancen, aber für heuer nützt dir das nicht mehr viel.)

Das mit dem BT-Präparat müsste zwar funktionieren, und zwar sehr schnell
und gründlich (ich selber hab's nie ausprobiert, kenn es aber vom
Fernsehen), hat aber für dich den Nachteil (für den Hersteller ist das
ein Vorteil), dass du vermutlich immer wieder vor dem gleichen Problem
stehst, weil die potentiellen natürlichen Helferchen (Libellen etc.)
mangels Futter sich vermutlich kaum ansiedeln werden.

Gruß
pacifico

[auch an de.sci.biologie]

Ina Koys

unread,
Jun 25, 2013, 3:38:06 AM6/25/13
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Am 25.06.2013 08:28, schrieb pacifico:

> Vielleicht kannst du dich mit Amphibien anfreunden (Frösche, Kröten,
> Molche). Falls dich deren Balzgesänge nicht stören (wie z.B. einen
> meiner Nachbarn, obwohl er einen Laubsauger hat...), dann kannst du
> vielleicht mal schauen, ob du ein paar Kaulquappen auftreiben kannst.
> Offiziell ist das zwar meines Wissens verboten, aber m.E. schadet es in
> der Regel nicht;

Gerade gehört im WDR von den Leuten, die die Laubfrösche dort vorm
Aussterben gerettet haben: es scheitert fast immer.

> am besten hältst du Ausschau nach Pfützen, Tümpeln oder
> Gräben, die eh kurz vorm Austrocknen stehen, da wimmelt es manchmal vor
> Kaulquappen, die vermutlich nichts dagegen hätten, wenn sie jemand
> umsiedelt.

Bei denen wird der Schaden zumindest nicht vergrößert. Aber
andererseits: was hat das jetzt mit den Mücken zu tun? Weder die Frösche
noch die Kaulquappen haben nennenswerten Einfluß auf die Mückenlarven.

Ina
--
Es wächst!
http://www.koys.de/Gemuese-Abenteuer/
Jetzt mit Update:
http://www.touringaustralia.de/

Andy Angerer

unread,
Jun 25, 2013, 12:49:28 PM6/25/13
to
pacifico formulierte aufs eloquenteste:

> Hervorragend wären wohl Libellenlarven.

Und wohl noch besser die vom Furchenschwimmer.
Denn der ist der kleine Bruder vom Gelbrand.

--
Die andere Site
mit den anderen Links
www.angerer-bodenlos.de
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