Ich kenne mich mit der Vererbungslehre nicht gut aus. Das 1. und 2.
Mendelsche Gesetz kommen mir noch logisch vor, das 3. (und 4.) nicht
mehr. In unserer Bibliothek konnte ich auch nichts genaueres finden.
Könnte mir jemand den Rest der Vererbungslehre erklären? Ich brauche
es nicht detailiert, aber ich möchte verstehen, wieso das so ist.
Noch eine Frage: Wie erkenne ich, ob ein Merkmal dominant ist? Nur
durch einen Versuch?
Danke, Leonhard (leonhard...@telecom.at)
PS: Antworten bitte auch mailen, ich bin mir nicht sicher, ob ich die
Newsgroup immer durchsuchen kann.
>Ich kenne mich mit der Vererbungslehre nicht gut aus. Das 1. und 2.
>Mendelsche Gesetz kommen mir noch logisch vor, das 3. (und 4.) nicht
>mehr. In unserer Bibliothek konnte ich auch nichts genaueres finden.
hi, leonhard,
das 3. mendelsche gesetz (gesetz der unabhaengigen kombination) stellt
nur eine erweiterung der gesetze 1 und 2 dar. es sagt aus, dass die
merkmale unabhaengig voneinander vererbt werden.
das beispiel von mendel bezieht sich hier auf die kreuzung zweier
reiner linien der erbse, die sich in zwei merkmalspaaren
unterschieden, naemlich gelbe und glatte samen bzw. gruene und
runzlige samen.
entsprechend dem 1. mendelschen gesetz sind die nachkommen in f1
uniform, in diesem fall gelbe und glatte samen.
in der f2 kommt es dann zu aufspaltungen, die dem 2. mendelschen
gesetz folgen, wenn man jeweils immer nur ein allelpaar betrachtet
(gelb/gruen 3:1, glatt/runzelig 3:1; jedes allelpaar spaltet
unabhaengig vom anderen. betrachten wir nun alle beobachteten merkmale
in allen kombinationen erhalten wir die aufspaltung glatt+gelb /
glatt+gruen / runzelig+gelb / runzelig+gruen im verhaeltnis 9:3:3:1.
die aufspaltungen beziehen sich jeweils auf den phaenotyp, also die
aeussere, sichtbare erscheinungsform.
von einem 4. mendelschen gesetz weiss ich nichts. vielleicht meinst du
damit die auswirkungen, die es hat, wenn die betrachten merkmale nicht
auf verschiedenen chromosomen liegen (wie im 3. gesetz), sondern auf
ein und dem selben. hier werden die eigenschaften im normalfall immer
zusammen vererbt. eine ausnahme kann dann nur bei einem sogenannten
crossing-over beobachtet werden, wobei teile der dna unter den
chromosomen ausgetauscht werden.
>Könnte mir jemand den Rest der Vererbungslehre erklären? Ich brauche
>es nicht detailiert, aber ich möchte verstehen, wieso das so ist.
ich denke, dass es gerade in diesem themen-bereich nicht schlecht ist,
sich die ganze geschichte ruhig detailliert anzuschauen, das macht es
im grunde nur einfacher verstaendlich. vielleicht einfach mal in einem
buch zu diesem thema stoebern (wird aber auch in fast allen
bio-schul-buechern behandelt).
>Noch eine Frage: Wie erkenne ich, ob ein Merkmal dominant ist? Nur
>durch einen Versuch?
leider ja, da die eigenschaften dominant und rezessiv keine absoluten
groessen darstellen, sondern immer nur relativ zu einer anderen
auspraegung eines merkmals wirksam sind.
gruesse
joerg
die beiden alten verfressenen schwestern, die bei einladungen
ein geheimes zeichen hatten, ob ein gericht gut war.
k.t.
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+ joerg gehrke, paderborn (nicht eingeboren)
+ pa...@owl-online.de
+ bge...@pbhrzx.uni-paderborn.de
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Hallo Leonhard!
LR> Lebendgebärende Zahnkarpfen (Fam. Poeciliidae) zu schreiben.
Was denn genau?
LR> Mendelsche Gesetz kommen mir noch logisch vor, das 3. (und 4.) nicht
LR> mehr.
Umph, blaetter: afaik ist das 3. doch im Prinzip das gleiche wie das 2.:
Nur geht's hier um mehrere (!) Merkmalspaare. Man geht also bei reinrassigen
Eltern davon aus, dass die beiden Merkmale gemeinsam vererbt werden, also bei
Mutter GGRR * Vater ggrr
GR GR * gr gr
F1-Generation: alle GgRr
Die Merkmale gr bzw. GR sind aber hier nicht auf einem Gen gekoppelt sondern
werden in der F1 aufgespalten in (Keimzellen):
GR Gr gR gr das Spaltungs- und Neukombinationsraster (jeder mit jedem)
kannst du dir ja ausrechnen...
LR> Könnte mir jemand den Rest der Vererbungslehre erklären? Ich brauche
LR> es nicht detailiert, aber ich möchte verstehen, wieso das so ist.
LR> Noch eine Frage: Wie erkenne ich, ob ein Merkmal dominant ist? Nur
LR> durch einen Versuch?
imho kommt das auf das Merkmal an. Merkmal = Phaen, also im aeusseren
Erscheinungsbild sichtbar, kann sich ja durch das Zusammenspiel einiger Gene
ergeben. Dann ist das nicht so einfach.
Bin aber nicht mehr so fit mit Genetik, sorry. Vielleicht kann mir auch jemand
anders weiterhelfen...
Gruss, Petra!
* Origin: auch mit 2 Zaehnen kann man beissen... (2:2468/1001.39)
> Danke, Leonhard (leonhard...@telecom.at)
OHA!
Bei sowas waers bestimmt ganz gut, mal seinen Wohn-/Lebens-
ort preiszugeben. Genetik - vor allem die mendelsche - ist
IMHO etwas, was man am besten bei einem kleinen Bier mit
bunten streichhoelzern diskutiert ;-)))
nici-