als engagierter Fotoamateur moechte ich mich nun einmal o. g. Thema
zuwenden.
Da es hierzu nun auch eines geeigneten Teleskops bedarf, habe ich einige
Fragen:
Welches Teleskop koennt Ihr bei einer Preisklasse von DM 2500 +/-
empfehlen?
Bedingungen sind wohl:
Stand- und Verwindungsfestigkeit des Statives und der Kamerabefestigung
(die Ausrichtung darf sich absolut nicht veraendern wenn an der Kamera
hantiert wird).
Genauigkeit der Nachführung
achromatische Linsen
Ich moechte vermeiden, dass ich das Hobby Astrobeobachtung und -fotografie
aufgebe bevor ich richtig damit angefangen habe, nur weil die Ausruestung
nicht geeignet ist.(Ging schon vielen so.)
Welcher Typ - Reflektor oder Refraktor?
Welche Literatur koennt Ihr zum Thema Astrofotografie/ -beobachtung
empfehlen?
Wie sieht es mit dem Selbstbau einer automatischen Kamera-
nachfuehrung fuer Langzeitbelichtungen ohne Teleskop aus?
Mit Synchronmotor und Schneckenantrieb z. B. zum preiswerten Einstieg!!
Gibt es hierzu Literaturempfehlungen?
Was ist von der Boerse in Essen am 27. April zu halten?
Und nun noch zwei letzte grundsaetzliche Fragen:
Wie funktioniert die Methode der Leitsternnachführung?
Stimmt es, dass man nur noch die Stundennachführung benoetigt
wenn das Teleskop/die Kamera auf den Aequator ausgerichtet sind?
Ziemlich viel auf einmal, aber fuer die Beantwortung der Fragen
-auch teilweise- waere ich schon sehr sehr dankbar!
Diedfried
> Letztere Forderung wirst Du kaum erfuellt bekommen. Ist ja auch nicht in dem
> Masse notwendig, denn waehrend der Belichtung fummelt man nicht an der
> Kamera herum.
Eventuell doch wenn nachfokussiert wird. Beispiele im interstellarum 6
--
Gunter Monz | mailto:gm...@htw.uni-sb.de
Hauptstrasse 89 | !NEW! http://fsinfo.cs.uni-sb.de/~monz/
D-66640 Namborn (Germany) |
>Hallo,
>als engagierter Fotoamateur moechte ich mich nun einmal o. g. Thema
>zuwenden.
>Da es hierzu nun auch eines geeigneten Teleskops bedarf, habe ich einige
>Fragen:
>Welches Teleskop koennt Ihr bei einer Preisklasse von DM 2500 +/-
>empfehlen?
...
>Welcher Typ - Reflektor oder Refraktor?
>Welche Literatur koennt Ihr zum Thema Astrofotografie/ -beobachtung
>empfehlen?
>Wie sieht es mit dem Selbstbau einer automatischen Kamera-
>nachfuehrung fuer Langzeitbelichtungen ohne Teleskop aus?
Sehr empfehlenswert ist folgendes Buch:
Schwinge, Wolfgang
Das Kosmos-Handbuch Astrofotografie: Ausruestung, Technik, Fotopraxis
Stuttgart, Verlag Franckh-Kosmos, 1993
ISBN 3-440-06739-4
Der Autor scheint ein großer Bastler zu sein, denn das Buch enthaelt
eine ganze Reihe von Skizzen fuer diverse Dinge zum Selberbauen.
Ich habe seit einigen Monaten ein "Einsteiger"-Teleskop, Celestron C8
mit Schmidt-Cassegrain-Optik, montiert auf einer GP-Montierung mit
3-Bein-Stativ. Ich habe eine einfache Ausruestung zum Fotografieren.
Um es vorweg zu sagen: alles zusammen kostet so ca. 6500 DM.
Bei der Astro-Fotografie ist es von ganz entscheidender Bedeutung, wie
gut die Polachsenjustierung durchgefuehrt wurde und wie groß das Spiel
im Stativ und der Montierung ist. Und das ist bei einem Dreibeinstativ
gewaltig! Ideal ist eine fest in die Erde einbetonierte gußeiserne
Saeule, auf der die Montierung befestigt wird. Nachteilig ist, dass
diese Konstruktion nicht transportabel ist. Und fuer's Fotografieren
sollte man schon auf den finstersten Acker ziehen, fernab von
jeglicher Beleuchtung.
Es gibt grundsaetzlich drei Arten der Astrofotografie:
1) mit einer Camera mit eigenem Objektiv, die auf einem festen Stativ
steht oder aber die nachgeführt wird.
2) Fokalaufnahmen: Dabei wird die Camera (ohne eigenes Objektiv)
anstelle des Okulars montiert. Das Teleskop ist sozusagen das Objektiv
Deiner Camera.
3) Okularprojektion: Die Camera befindet sich hinter dem Okular des
Teleskops. Dabei kann die Camera mit oder ohne eigenem Objektiv
benutzt werden.
Bevor Du teueres Geld fuer Geraete ausgibst, solltest Du Dir
ueberlegen, was Du eigentlich fotografieren willst: Mond, Sonne,
Sternbilder, Planeten mit ihren Monden oder Deep-Sky-Objekte wie
Galaxien, Nebel etc. Letzteres ist recht interessant, da man mit der
Fotografie Dinge sichtbar macht, die das blosse Auge nicht wahrnehmen
kann, weil sie zu lichtschwach sind. Hierzu benoetigt man moeglichst
lichtstarke Teleskope (Reflektoren), einen empfindlichen Film (z.B.
mit 3200 ASA), eine mondlose und klare Nacht und Geduld!
Du sollstest dabei auch ueberlegen, wieviele solcher mondlosen,
glasklaren Naechte es gibt in unseren Breiten, zu denen man ausserdem
auch noch Zeit hat.
Gruß Jörg
Jörg Schwinning
eMail: schwi...@t-online.de
Ich denke, das ist ein Muss.
> Willst Du mit dem Teleskop photographieren oder das Teleskop zur
> Nachfuehrung einer Kamera mit ueblichem Teleobjektiv verwenden. Bei der
> ersten Alternative wird es teuer: Du benoetigst dann naemlich ein weiteres
> Teleskop mit laengerer Brennweite, um Nachfuehrfehler feststellen und
> korrigieren zu koennen.
Es gibt auch die Moeglichkeit, mit einem Off-Axis-Guider einen Teil des
Strahlenganges auszublenden und zum Nachfuehren zu verwenden. Das ist
eigentlich sogar die bessere Moeglichkeit, da man nicht mit
Achsenverschiebungen zwischen den Geraeten zu kaempfen hat.
> : Welcher Typ - Reflektor oder Refraktor?
> Preisfrage. Refraktoren sind teurer und erlauben bessere Planetenaufnahmen.
Einspruch. Mit einem grossen Schiefspiegler oder Newton bekommst Du deutlich
bessere Planetenaufnahmen als mit einem bezahlbaren Refraktor. Und ich gehe mal
davon aus, dass Du nicht gleich 30.000,- fuer ein Fernrohr ausgeben moechtest.
> Es gibt da ein neues Buch aus dem Springer-Verlag. Ich hoffe, ich sage
> nichts falsches, wenn ich behaupte, einer der Autoren heisst Koch.
Jep, lohnt sich! Da haben uebrigens viele der Astrophotographie-Profis, die oft
in SuW, interstellarum usw. veroeffentlichen, dran mitgeschrieben.
> Im Prinzip ja. Man spricht aber eher von einer Ausrichtung auf einen der
> Himmelspole. Wenn die Montierung ideal ist, braucht man die Nachfuehrung
> nicht mehr korrigieren. Das setzt aber meist eine feste Installation voraus
> und eine sehr hohe Verwindungsfestigkeit und nicht zuletzt einen exakten
> Motor mit perfektem Getriebe.
Und eine Atmosphaere ohne bewegte Luftschichten. Ab einer bestimmten Brennweite
kommst Du ohne Deklinationsmotor nicht mehr aus.
> Die Astrophotographie ist kein billiges Pflaster. Wenn man ueberlegt, was
> alleine ein Kamergehaeuse kostet, das professionellen Anspruechen genuegt,
> dann kannst Du schnell hochrechnen, was Teleskop und Montierung in
> vernuenftiger Ausfuehrung kosten koennen.
Mach' es wie ich: kauf Dir eine gute (evtl. gebrauchte) Montierung und ein
kleines Fernrohr (ich habe einen Russen-Maksutov und einen
10-cm-Schiefspiegler). Damit kannst Du prima erste Erfahrungen mit
kurzbrennweitigen Fotos sammeln, also mit normalen Fotoobjektiven.
> Wenn Du einigermassen Ansprueche
> stellst und Deine Aufnahmen zu den besseren gehoeren sollen, die Du in
> Zeitschriften finden kannst, dann kommst Du bestimmt nicht mit weniger als
> 10 Riesen davon.
Einspruch. Es werden auch immer wieder gerne Einsteigeraufnahmen
veroeffentlicht.
> Um auf Dauer anspruchsvolle Astroaufnahmen zu machen, muss man eine Stange
> Geld investieren.
Das stimmt allerdings. Wenn man absolute Spitzenbilder machen will, gehoert da
nicht nur die Erfahrung von 20 Jahren dazu, sondern auch das in der Zeit
angesammelte Einkommen...
Tschuess, Robert
--
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+ Robert Schwebel, Fridtjof-Nansen-Strasse 51, D - 38108 Braunschweig +
+ phone: +49-531-353745, e-mail: r.sch...@tu-bs.de +
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: als engagierter Fotoamateur moechte ich mich nun einmal o. g. Thema
: zuwenden.
: Da es hierzu nun auch eines geeigneten Teleskops bedarf, habe ich einige
: Fragen:
: Welches Teleskop koennt Ihr bei einer Preisklasse von DM 2500 +/-
: empfehlen?
Wenn meine Voraussetzung stimmt, dass Du noch wenig oder keine
Erfahrung mit Astronomie hast: Gar keins, sondern einen schlichten
Feldstecher und mit Normalobjektiv, Teleobjektiv und ohne Nachfuehrung
anfangen. Je staerker das Teleskop, desto mehr Erfahrung ist noetig, um
sich ueberhaupt am Himmel zurechtzufinden.
Ich habe gerade gestern tolle Kometenphotos vom Hyakutake gesehen, von denen
viele auf hoechstempfindlichem Film ohne Nachfuehrung entstanden sind.
Da ich just preiswert ein gebrauchtes 400er Tele gekauft habe, will ich
jetzt damit anfangen. Da ich ein stabiles Stativ habe (Manfrotto),
ist eine gute Nachfuehrung die erste und wichtigste Anschaffung.
Moeglichst mit Polsucher, insbesondere wenn kein weiteres einfaches
Fernrohr vorhanden ist.
--
Rainer Glaschick Siemens AG, Gewerblicher Rechtsschutz (Patente)
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