Ich bin kein Fachmann, sondern ein Aquarianer, der hier auf Hilfe hofft.
Mein neues Becken misst 200cm x 60cm x 60cm und soll an einer Wand stehen.
Man liest öfters, bei so einer Grösse sollte ein Statiker eingeschaltet
werden, der nachschaut, ob der Fussboden das Gewicht des Beckens auch
trägt.
Ist das wirklich nötig? Die Leute stellen sich doch auch Wasserbetten
in ihre Wohnung, ohne gross nachzufragen. Nagut, ein Wasserbett ist
wohl schwerer als mein geplantes Aquarium, liegt aber auf einer
grösseren Fläche auf. Ist das das Massgebliche?
Ich wohne in einem 8-stöckigen Haus Bj 1955 in der 5.Etage
in Düsseldorf.
Wie teuer ist üblicherweise so ein "Check"?
Der Statikplan des Hauses liegt beim Bauaktenarchiv der Stadt
und kann eingesehen werden.
TIA, Rainer.
--
Gruss
Thomas
> Die Leute stellen sich doch auch Wasserbetten
> in ihre Wohnung, ohne gross nachzufragen. Nagut, ein Wasserbett ist
> wohl schwerer als mein geplantes Aquarium, liegt aber auf einer
> grösseren Fläche auf. Ist das das Massgebliche?
Bei Wasserbetten ist die Füllhöhe geringer; die wiegen maximal
150 kg/qm.
Gruß,
Elise
>Mein neues Becken misst 200cm x 60cm x 60cm und soll an einer Wand stehen.
so klein ;-) ?
>Man liest öfters, bei so einer Grösse sollte ein Statiker eingeschaltet
>werden, der nachschaut, ob der Fussboden das Gewicht des Beckens auch
>trägt.
Da du ja auch in d.r.t.a liest, solltest du dir mal diesen Threat
--- Schweres Aquarium auf Wohnzimmerdecke im Erdgeschoss ---
vom Februar durchlesen, da wurde eigentlich das gleiche behandelt
Basis ist dieTragfähigkeit der Decke, wobei die natürlich im
Grenzbereich nicht gleich zusammenbricht, sondern sich erst mal
kräftig durchbiegen kann (Risse)
Wenn das Aquarium jedoch (wie zumindest meins) an einer Wand steht
(mit auch darunterliegender Wand), so kann natürlich hier eine höhere
Last aufgebracht werden als in Feldmitte (Zimmermitte).
Du kannst auch einen einfachen Lastversuch mit entsprechend Gewicht
machen (ausreichende Anzahl von Partyfreunden übereinander stapeln ;-)
und im Raum darunter die Höhe/Durchbiegung kontrollieren.
Das größere Problem ist IMHO der Estrich, da dieser im Randbereich
belastet wird. Es ist u.U. sinnvoll diesen Auszuschneiden und eine
estrichhohe Druckverteilungsplatte einzubringen.
>
>Ich wohne in einem 8-stöckigen Haus Bj 1955 in der 5.Etage
>in Düsseldorf.
Das Stockwerk ist egal, interessanter ist da schon ob es eine Beton-
oder Holzdecke ist
Wenn de letzte Sicherheit willst, muß es ein Statiker überprüfen ...
Gruß
Dietrich Kloth
(Architekt und Aquarianer aber kein Statiker ... )
dk wrote:
> Da du ja auch in d.r.t.a liest, solltest du dir mal diesen Threat
> --- Schweres Aquarium auf Wohnzimmerdecke im Erdgeschoss ---
> vom Februar durchlesen, da wurde eigentlich das gleiche behandelt
Hab ich "nachgetracked", danke. Bin aber so schlau wie vorher auch.
> Das größere Problem ist IMHO der Estrich, da dieser im Randbereich
> belastet wird. Es ist u.U. sinnvoll diesen Auszuschneiden und eine
> estrichhohe Druckverteilungsplatte einzubringen.
^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^
Was ist das nun wieder?
> Das Stockwerk ist egal, interessanter ist da schon ob es eine Beton-
> oder Holzdecke ist
Beton
> Wenn de letzte Sicherheit willst, muß es ein Statiker überprüfen ...
Ja, das scheint hier Konsens zu sein.
Kann mir eigentlich die Haftpflichtversicherung ans Bein pinkeln,
wenn was passiert (z.B. der Estrich bricht) und ich habe *nicht*
die Stabilität überprüfen lassen?
Bye, Rainer.
Thomas Kaes wrote:
> Vereinfacht dargestellt:
> Die zulaessige gleichmaeszige Belastung einer normalen Wohnhausdecke
> wird heute mit 250 kg/qm angesetzt, in alten Haeusern wurde oft noch mit
> 150 kg/qm gerechnet.
Hmm. Ich stelle mir gerade ein Regal vor, das auf dem Fussboden steht.
80cm breit und 30cm tief => Fläche 0,24qm. Es dürfte also nur ~62,5kg
wiegen. Das Regal selber wird schon 40kg wiegen, wo sollen dann noch die
Bücher hin?
> ist der positive Ansatz wenn der Unterschrank vollflaechig aufsteht und
> nicht etwa ueber 4 oder 6 Einzelfuesze die Last auf die Decke abgibt.
Ja, vollflächig.
> Du siehst an der kleinen Ueberschlagsrechnung, das die Rueckfrage bei
> einem Statiker nicht uebertrieben ist, da die zulaessige Nutzlast bei
> weitem ueberschritten ist.
> Falls du die Unterlagen beim Bauamt besorgst und damit beim Statiker
> vorsprichst, wirst du fuer einen passenden Rat auch nicht arm werden.
Das ist leider nicht so einfach. Bürokratie pur.
Vollmacht vom Eigentümer, zum Bauaktenarchiv zusammen mit dem Statiker
hingehen, denn der Plan ist ~140 Seiten stark und eine Kopie kostet
5,- DM pro Seite. Ausgeliehen wird da nix. Einsichtnahme an
Bevollmächtigte.
Bye, Rainer.
Dann darf die Matrtze aber höchstens 15cm hoch sein.
>
> Gruß,
> Elise
Bye, Rainer.
>Hallo dk (?)
ja ja, ich weiß, aber ich kann es nicht lassen mit dem
gekürzten Namen - aber nachdem er als eigene Domain auftaucht ...
>
>> Das größere Problem ist IMHO der Estrich, da dieser im Randbereich
>> belastet wird. Es ist u.U. sinnvoll diesen Auszuschneiden und eine
>> estrichhohe Druckverteilungsplatte einzubringen.
> ^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^
>Was ist das nun wieder?
Wie der Name sagt eine in sich steife Konstruktion, welche die
Drucklast gleichmäßig auf die Decke abgibt. Im einfachsten Fall also
eine Styroporplatte auf den Rohboden legen und darauf eine mehrfach
verleimte Holzsandwichplatte legen (mind. 4cm dick). Es kann aber auch
eine bewehrte Betonplatte (mind. 16cm) sein, die bringt aber schon
wieder viel Eigengewicht.
Eine gute Lösung ist sicher eine biegesteife Unterschrankkonstruktion
(Holzrahmenbauweise) mit einer Platte unten, so hat man auch gleich
den Schrank.
>> Das Stockwerk ist egal, interessanter ist da schon ob es eine Beton-
>> oder Holzdecke ist
>
>Beton
Nachdem hier die Last als "Linienlast" und nicht punktförmig
(Balkenauflager) in die Tragwand geleitet wird ist hier das Problem
geringer
>
>> Wenn de letzte Sicherheit willst, muß es ein Statiker überprüfen ...
>
>Ja, das scheint hier Konsens zu sein.
>Kann mir eigentlich die Haftpflichtversicherung ans Bein pinkeln,
>wenn was passiert (z.B. der Estrich bricht) und ich habe *nicht*
>die Stabilität überprüfen lassen?
Natürlich, Versicherungen sind schließlich nicht dazu da Geld
auszugeben sondern einzunehmen ;-/
Dietrich Kloth
--
...und wenn sich dann jemand in's bett legt entsteht der
obstgarten-effekt... ;-)
elmar
>Rainer Schweitzer schrieb:
>>
>Vereinfacht dargestellt:
>Die zulaessige gleichmaeszige Belastung einer normalen Wohnhausdecke
>wird heute mit 250 kg/qm angesetzt, in alten Haeusern wurde oft noch mit
>150 kg/qm gerechnet.
...
>
>--
>Gruss
>Thomas
>
Hallo Thomas,
in welcher gültigen Vorschrift steht denn dieses nachzulesen ?
Gruß
Olaf
http://www.deters-ing.de
** Aquaristik allgemein, Mattenfilter, Aquariencomputer ..
** Online-Berechnungstools: CO2, KH, NO3, Mattenfilter, Gewicht..
--
Gruss
Thomas
Dipl.-Bauing.(FH)
hi,
>>> Das größere Problem ist IMHO der Estrich, da dieser im Randbereich
>>> belastet wird.
denke ich auch.
>>> Es ist u.U. sinnvoll diesen Auszuschneiden und eine
>>> estrichhohe Druckverteilungsplatte einzubringen.
alternativ könnte man vieleicht in mehreren reihen löcher in den
estrich bohren, dübel reinstecken, und dann schrauben hineindrehen,
deren gewinde bis unter den kopf geht. die schraubt man so tief, dass
sie auf die betonplatte drücken. dann legt man eine styropor-platte
(eps) drauf, aus der man man die schraubenköpfe ausschneidet (damit
man diese wieder rausdrehen kann). so führt man die last auf die
betondecke, ohne den estrich zerstören zu müssen. darauf sollte dann
die von die angesprochene lastverteilungsplatte aus furnierschichtholz
zum einsatz kommen. das traggerüst des aquariums sollte idealerweise
mindestens 8 stützen haben, sonst schaftt die platte das nicht.
besser nocht wäre vielleicht, eine furnierschichtplatte mit 8 oder 10
löchern durchmesser 11 mm zu versehen. in den estrich bohrt man die
gleichen löcher, aber so gross, dass eine gewindestange M10 mit einem
schlauch drum (wegen schallübertragung) hineinpasst. diese lässt man 5
cm überstehen und schraubt eine mutter drauf. die muttern dreht man
nun auf gleich höhe, knapp über dem estrich. nun setzt man die platte
auf die muttern (die gewindestangen ragen in die platte und halten sie
seitlich). auf die platte kommt eine trittschallmatte, damit keine
brummgeräusche aus dem aquarium in die betonplatte übertragen werden.
darauf nochmal ein multiplexplatte, auf der dann das gestell steht
(das auch mindestens 8 stützen haben sollte).
vorteil: im gegensatz zu lösung 1 überträgt sich kein schall vom
estrich in die betondecke (vorausgesetzt, die gewindestangen sind
durch den schlauch ordentlich vom estrich getrennt und sitzen nicht zu
stramm. lieber ein par mehr nehmen).
gruss,
henning
> Drucklast gleichmäßig auf die Decke abgibt. Im einfachsten Fall also
> eine Styroporplatte auf den Rohboden legen und darauf eine mehrfach
> verleimte Holzsandwichplatte legen (mind. 4cm dick). Es kann aber auch
> eine bewehrte Betonplatte (mind. 16cm) sein, die bringt aber schon
> wieder viel Eigengewicht.
Ich glaube, der Hausbesitzer wird sich bedanken, wenn ich den
Estrich entferne...
Das frag ich lieber erst gar nicht.
> Eine gute Lösung ist sicher eine biegesteife Unterschrankkonstruktion
> (Holzrahmenbauweise) mit einer Platte unten, so hat man auch gleich
> den Schrank.
19mm Holzplatte auf Fussboden, 4 Säulen aus Ytongsteinen über die
gesamte Tiefe (60cm), 38mm Holzplatte da drauf.
> >Kann mir eigentlich die Haftpflichtversicherung ans Bein pinkeln,
> >wenn was passiert (z.B. der Estrich bricht) und ich habe *nicht*
> >die Stabilität überprüfen lassen?
> Natürlich, Versicherungen sind schließlich nicht dazu da Geld
> auszugeben sondern einzunehmen ;-/
M.W. schliesst der Statiker aus seinem Gutachten den Estrich aus.
Stimmt das? Dann könnte man die Versicherung ja gleich bleiben lasssen.
bye, Rainer.
ja genau, so kenne ich die Aussage der DIN auch. Du schreibst aber was
von nunmehr 2.5 kN/m2 und das früher mit 1.5 kN/m2 gerechnet wurde.
Habe ich da eine Änderung der Vorschrift verpaßt ?
> ja genau, so kenne ich die Aussage der DIN auch. Du schreibst aber was
> von nunmehr 2.5 kN/m2 und das früher mit 1.5 kN/m2 gerechnet wurde.
> Habe ich da eine Änderung der Vorschrift verpaßt ?
>
Da heute fast grundsaetzlich unbelastete leichte Trennwaende ueber einen
Zuschlag zur Verkehrlast eingerechnet werden (siehe allg. Vorbemerkungen
zur DIN 1055 T 3) der 0,75 bzw. 1,25 kN/qm betraegt, kann man in den
meisten Faellen von einer zul. Verkehrlast in Hoehe von 2,25-2,75 kN/qm
ausgehen. Ich rechne eigendlich immer mit mindestens 2,5 kN/qm.
--
Gruss
Thomas
>...
>Dein Aquarium hat ein Gewicht von 2,0x0,6x0,6x1000= 720 kg Wasser +
>Eigengewicht => ca. 900 kg; verteilt auf eine Grundflaeche von 2,0x0,6=
>1,2 qm ergibt sich eine Flaechenbelastung von 900/1,2= 750 kg/qm.
Du hast möglicherweise das Eigengewicht der Fische vergessen :-(
Gruß Peter Gautschi / www.oberbauleitung.de
--
"Huusmeester: Sach mir bitte in ungefähr 4-8 Wochen Bescheid, ob ich
den wieder aussem See fischen soll." (Wolfgang Allinger in d.e.b.s)
>Mein neues Becken misst 200cm x 60cm x 60cm und soll an einer Wand stehen.
Stell das Auquarium einfach hin und dann ist gut :-)
Die bisherigen Bedenken in d.s.a sind nichts als Kaes :-(
Und solltest Du vielleicht mal eine Party mit 30 Personen in Deiner
Wohnung ausrichten wollen, so kannst Du ja immer noch den Bereich um
Dein Aquarium grossräumig (ca. 2 x 3 m) mit Flatterband absperren, mit
dem Verweis: "Betreten des Aquariumsbereiches wegen Einsturzgefahr
verboten" <gröhl>
Gruß von Peter Gautschi, dessen real existierende Bücherregale
wahrscheinlich schwerer sind, als es Dein Aquarium je sein kann
www.oberbauleitung.de
--
"Im Augenblick konzentriere ich mich darauf, die naechsten paar Jahre
zu ueberstehen." Tony Blair, britischer Premierminister, auf die
Frage, ob er sich von der neuen Gentechnologie eine
Lebensverlaengerung erhoffe, Juni 00
>Olaf Deters schrieb:
>>
>> On Sat, 01 Jul 2000 15:57:23 +0200, Thomas Kaes <Thoma...@gmx.de>
>> wrote:
>> >DIN 1055 Teil 3
>> >Lastannahmen im Hochbau
>> >2.1 Gleichmaeszig verteilte lotrechte Verkehrslasten p in kN/qm
>> >...
>> >Decken
>> >...
>> >5a Wohnraeume mit ausreichender Querverteilung der Lasten, z.B. nach DIN
>> >1045 (Anm. -> Stahlbetonnorm) p= 1,5 kN/qm (Anm. => 150 kg/qm)
>
>> ja genau, so kenne ich die Aussage der DIN auch. Du schreibst aber was
>> von nunmehr 2.5 kN/m2 und das früher mit 1.5 kN/m2 gerechnet wurde.
>> Habe ich da eine Änderung der Vorschrift verpaßt ?
>>
>Da heute fast grundsaetzlich unbelastete leichte Trennwaende ueber einen
>Zuschlag zur Verkehrlast eingerechnet werden (siehe allg. Vorbemerkungen
>zur DIN 1055 T 3) der 0,75 bzw. 1,25 kN/qm betraegt, kann man in den
>meisten Faellen von einer zul. Verkehrlast in Hoehe von 2,25-2,75 kN/qm
>ausgehen. Ich rechne eigendlich immer mit mindestens 2,5 kN/qm.
>
>--
>Gruss
>Thomas
>
Hallo Thomas,
ok, das kann in gewissen Grenzen Sinn machen. Standard ist das aber
bestimmt nicht, so hätte man die erste Aussage aber verstehen können.
Daher meine Nachfrage.
Was die Lastannahmen mit dem Leichtwandzuschlag anbelangt, so setzt
sich das für die Decke unter dem Dachgeschoß (um's eindeutig zu
lokalisieren) durch. Finde ich auch gut, denn im DG gehen zumeist ja
nur an ein paar Punkten den Pfettenlasten runter, der Rest landet in
der Außenwand. Insofern ist dort ein Leichtwandzuschlag sinnvoll. In
den unteren Geschossen aber hat man aufgrund der darüberliegenden
Decken schon ein paar mehr tragende Wände nötig, so daß dort der
LW-Zuschlag m.E. kaum noch Sinn macht.
Die Frage zu den Größen und Lasten Aquarien bekomme ich des öfteren
gestellt. Sie ist pauschal überhaupt nicht und im Einzelfall meist nur
schwer zu beantworten. Selbst wenn die Decke nachweisbar ist, dann
bleibt der Estrich der Schwachpunkt und da hält sich der Statiker
raus. Der Estrich selbst dürfte die Druckspannungen schon mitmachen,
aber aufgrund der elastischen Bettung durch die Dämmung geht das ganze
nicht ohne Biegung ab und das gibt Risse und Absenkungen. Ein
mittelprächtiger Aquarienunterbau kann schnell nachgeben (kein
Umlagerungsvermögen) und es kommt zu interessanten
Spannungsumlagerungen im Glas des Aquariums.
Peng ! -> Plätscher !! -> Jaul !!! <g>
>On Fri, 30 Jun 2000 01:03:58 +0200, Rainer Schweitzer
><r...@foxhunter.de> wrote:
>
>>Mein neues Becken misst 200cm x 60cm x 60cm und soll an einer Wand stehen.
>
>Stell das Auquarium einfach hin und dann ist gut :-)
>
>Die bisherigen Bedenken in d.s.a sind nichts als Kaes :-(
>
>Und solltest Du vielleicht mal eine Party mit 30 Personen in Deiner
>Wohnung ausrichten wollen, so kannst Du ja immer noch den Bereich um
>Dein Aquarium grossräumig (ca. 2 x 3 m) mit Flatterband absperren, mit
>dem Verweis: "Betreten des Aquariumsbereiches wegen Einsturzgefahr
>verboten" <gröhl>
>
>Gruß von Peter Gautschi, dessen real existierende Bücherregale
>wahrscheinlich schwerer sind, als es Dein Aquarium je sein kann
>www.oberbauleitung.de
>
mmh, es gibt da feine aber kleine Unterschiede zwischen Heerscharen
von Partygästen und tonnenschweren Bücherregalen: Die interessiert es
nämlich nicht, wenn der Estrich knackt. Ich habe schon eine Estriche
gesehen, die unter der Last eines schweren Schrankes abgerissen waren.
Ein Aquarium kann aufgrund der darausfolgenden Durchbiegungen des
Unterschrankes sehr wohl undicht werden.
Die von mit dazu befragten Estrichleger sagten auch, daß größere
Lasten, z.B. Kachelöfen und Aquarien nicht so ohne weiteres auf einen
schwimmenden Estrich gestellt werden sollten.
Zudem kommt noch, daß es für die Decke zwar günstiger ist, wenn das
Becken an einer Wand steht, nicht aber für den Estrich. Die
Lastverteilung ist dort ungünstiger als in Raummitte.
Weiterhin hat man gerade bei Fußbodenheizungen oft nur 3-4 cm Estrich
über den Rohren. Das sind schon vorgegebene Sollbruchstellen.
Wenn es dann zu einem Glasbruch mit den entsprechenden Folgeschäden
kommt, dann wird da ganz schnell ein ausgewachsener Rechtsstreit draus
und da zieht der Aquarianer deutlich den kürzeren, wenn er so nach dem
Motto
>Stell das Auquarium einfach hin und dann ist gut :-)
>Die bisherigen Bedenken in d.s.a sind nichts als Kaes :-(
das Ding aufgebaut hat.
Wie gesagt, es geht nicht um die Frage, ob die Decke druchbricht. Da
geht wohl noch einiges mehr drauf.
...und hat damit ein herzerquickendes Kolloquium entfacht. Damit sich die
Fische nun nicht so lange im Einmachglas drängeln müssen, bis man sich auf
eine Lösung geeinigt hat, möchte ich einfach mal fragen:
Ist schon daran gedacht worden, ob sich zumindest ein Teil der Last direkt
auf die Wand ableiten läßt?
Das hängt natürlich von den örtlichen Gegebenheiten ab und ist sicher nicht
mit Fischerdübeln zu machen.
Mein Vorschlag ;-)) : Wenn es eine Wand innerhalb der Wohnung ist, dann als
Gegengewicht ein Bücherregal auf der andernen Seite anbringen und ein Fuder
Bücher von <gaut...@t-online.de> ausleihen. Dann ist dem auch gleich gegen
Einbruch geholfen. Wohnt aber auf der anderen Seite schon der Nachbar, muß
man den natürlich vorher fragen, was er denn so liest...
Gruß Werner R. Schilling
lob...@sol.racsa.co.cr
... und was passiert, wenn zwei dicke Menschen sich auf
so einer DIN Decke mal näherkommen?
Müssen die auf einer Lastverteilungsplatte knutschen?
Peter Gautschi wrote:
> Stell das Auquarium einfach hin und dann ist gut :-)
>
> Die bisherigen Bedenken in d.s.a sind nichts als Kaes :-(
Woher wusstest Du, dass ich genau das hören wollte? :-)
> Gruß von Peter Gautschi, dessen real existierende Bücherregale
> wahrscheinlich schwerer sind, als es Dein Aquarium je sein kann
> www.oberbauleitung.de
Gruss von Rainer an Peter, von dessen real existierenden
Bücherregalen wohl nie Gefahr ausgeht, dass sich 600l Wasser
in Wohnung ergiessen.
Bye, Rainer.
Ein Aquarianer, der zugleich Statiker ist; das ist genau der
Mann, den ich brauche :-)
Olaf Deters wrote:
> Die Frage zu den Größen und Lasten Aquarien bekomme ich des öfteren
> gestellt. Sie ist pauschal überhaupt nicht und im Einzelfall meist nur
> schwer zu beantworten. Selbst wenn die Decke nachweisbar ist, dann
> bleibt der Estrich der Schwachpunkt und da hält sich der Statiker
> raus.
Na Klasse! Dann nutzt solch ein "Check" eigentlich überhaupt nichts.
Ich kann dem Vermieter keinen Schein zeigen, auf dem steht
"Das hält".
> Der Estrich selbst dürfte die Druckspannungen schon mitmachen,
> aber aufgrund der elastischen Bettung durch die Dämmung geht das ganze
> nicht ohne Biegung ab und das gibt Risse und Absenkungen. Ein
> mittelprächtiger Aquarienunterbau kann schnell nachgeben (kein
> Umlagerungsvermögen) und es kommt zu interessanten
> Spannungsumlagerungen im Glas des Aquariums.
> Peng ! -> Plätscher !! -> Jaul !!! <g>
Was ist ein mittelprächtiger Aquarienunterbau ?
Könntest Du meinen Unterbau mal beurteilen
(er steht schon, kann aber noch geändert werden)?
Auf den Fussboden hab ich eine Schaumstoffmatte gelegt, weil der
Boden so wellig ist. Darauf eine 19mm Holzplatte. Darauf vier
Säulen aus Kalksandsteinen; die Steine sind 63 cm tief und 24cm
breit und 40cm hoch (zwei übereinander). Die Säulen stehen
nebeneinander. Frontansicht:
_______________________________________
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|####| |####| |####| |####|
|####| |####| |####| |####|
|####| |####| |####| |####|
---------------------------------------
(I love ASCII-Arts)
Auf die Säulen oben drauf jeweils 4mm Styropor.
Darauf eine 38mm Holzplatte.
Zum Abschluss wieder eine Schaumstoffmatte, auf der dann das
Becken stehen soll.
Tschüs, Rainer.
> Eine gute Lösung ist sicher eine biegesteife Unterschrankkonstruktion
> (Holzrahmenbauweise) mit einer Platte unten, so hat man auch gleich
> den Schrank.
Könnte man nicht auch eine geeignete Unterschrankkonstruktion an der
Wand befestigen und so die Decke teilweise entlasten?
--
schreibt Klaus-Dieter Gogoll aus Duisburg
--
Gruss
Thomas
>Könnte man nicht auch eine geeignete Unterschrankkonstruktion an der
>Wand befestigen und so die Decke teilweise entlasten?
doch, klar. aber in jedem fall ist das westentlich aufwendiger als die
von mir beschriebene methode des durchstossen des estrichs.
es hängt zudem stark vom material der wand ab. wenn es -wie in den
50er oft- bimsbeton ist, dann müsste man vermutlich schon mit vom
boden bis zu decke durchgehenden T-trägern arbeiten, da sonst die
schrauben ausreissen oder die wand einknickt (bei einer 11,5er).
das durchstossen des estrichs mit gewindestangen ist einfach zu
verwirklich und zudem noch sehr kostengünstig. das teuerste sind die
furnierschichtplatten. wahrscheinlich muss man zwei 20er
aufeinanderleimen. oder man verwendet eben ein gestell mit 6 oder 8
beinen, das man direkt auf die gewindestangen setzt. dann hat man nur
keinen schallschutz.
fische find ich gut, aber wenn das brummen des aquariums meines
nachbarn tag und nacht im haus zu hören ist, würde ich was dagegen
unternehmen: steht das aquaruim nicht auf dem estrich, sondern seine
konstruktion durchstösst ihn, oder das ding hängt an der wand, ist es
in jedem fall erforderlich, dass die pumpen schalltechnisch entkoppelt
werden. entweder, indem man das ganze aquarium auf eine
schallschutz-matte stellt, oder indem man die pumpen selbst auf
schallschutz-matten stellt. wird vielleicht auch den fischen gefallen.
henning
>>Mein neues Becken misst 200cm x 60cm x 60cm und soll an einer Wand stehen.
>
>Stell das Auquarium einfach hin und dann ist gut :-)
>
>Die bisherigen Bedenken in d.s.a sind nichts als Kaes :-(
nein, sind sie nicht. was die beton-decke betrifft habe ich auch
keine bedenken. aber in den 50ern hat man oft am zement gespart. wenn
das z.b. hier der fall ist, dann ist das reissen des estrichs garnicht
so unwahrscheinich.
henning
[X] du kannst lesen, verstehst es aber nicht
--
Gruss
Thomas
>> Eine gute Lösung ist sicher eine biegesteife Unterschrankkonstruktion
>> (Holzrahmenbauweise) mit einer Platte unten, so hat man auch gleich
>> den Schrank.
>
>Könnte man nicht auch eine geeignete Unterschrankkonstruktion an der
>Wand befestigen und so die Decke teilweise entlasten?
Antwort von Radio Eriwan: Im Prinzi ja, aber:
- die Wand muß natürlich stabil genug sein die Knicklast aufzunehemen
- auf der Wand sollten möglichst noch weitere stehen
- die Kragarme müssen statisch in der Lage sein die schräge
Lasteinwirkung aufzunehmen
- ein schleichendes Absenken der Kragarme/Unterkonstruktion muß
zuverlässig unterbleiben
oder du machst gleich ein Loch in die Wand und schaust mit deinen
Nachbarn die Fische gemeinsam an ;-))
Have a lot of fun ( äh fish...)
Dietrich Kloth
--
PS:
Ich liebe Megathreats vielleicht schaffen wir den "Katastrophe A.."
noch - der hatte so an die 100 Artikel ...
--
> > Olaf Deters schrieb:
> > Selbst wenn die Decke nachweisbar ist, dann
> > bleibt der Estrich der Schwachpunkt und da hält sich der Statiker
> > raus.
Ist denn überhaupt ein schwimmender Estrich vorhanden? Vor der
Einführung von Desktop-Computern, also noch in der 80er Jahren,
war es z.B. im Verwaltungsbau nicht unüblich, den Teppich direkt auf
der Rohdecke zu verlegen. Und das hier ist ein Nachkriegsbau.
[snip]
> Was ist ein mittelprächtiger Aquarienunterbau ?
> Könntest Du meinen Unterbau mal beurteilen
> (er steht schon, kann aber noch geändert werden)?
>
> Auf den Fussboden hab ich eine Schaumstoffmatte gelegt, weil der
> Boden so wellig ist. Darauf eine 19mm Holzplatte. Darauf vier
> Säulen aus Kalksandsteinen; die Steine sind 63 cm tief und 24cm
> breit und 40cm hoch (zwei übereinander). Die Säulen stehen
> nebeneinander. Frontansicht:
>
> _______________________________________
> |####| |####| |####| |####|
> |####| |####| |####| |####|
> |####| |####| |####| |####|
> |####| |####| |####| |####|
> ---------------------------------------
>
> (I love ASCII-Arts)
>
> Auf die Säulen oben drauf jeweils 4mm Styropor.
> Darauf eine 38mm Holzplatte.
> Zum Abschluss wieder eine Schaumstoffmatte, auf der dann das
> Becken stehen soll.
Hmm, ich frage mich nur, wie diese Konstruktion bei den
beschriebenen Fußboden-Unebenheiten ohne Höhenjustierung
auskommt? Aber Du wirst es schon wissen ;-)
Gruß,
Elise
> >
> > Bei Wasserbetten ist die Füllhöhe geringer; die wiegen maximal
> > 150 kg/qm.
>
> Dann darf die Matrtze aber höchstens 15cm hoch sein.
Less is more ;-)
> > Gruß,
> > Elise
>
> Bye, Rainer.
>
>Rainer Schweitzer <r...@foxhunter.de> schrieb in im Newsbeitrag:
>395BD5DE...@foxhunter.de...
>> Hallo Fachleute!
>> [......]
>
>...und hat damit ein herzerquickendes Kolloquium entfacht. Damit sich die
>Fische nun nicht so lange im Einmachglas drängeln müssen, bis man sich auf
>eine Lösung geeinigt hat, möchte ich einfach mal fragen:
>
>Ist schon daran gedacht worden, ob sich zumindest ein Teil der Last direkt
>auf die Wand ableiten läßt?
>
Hallo,
geht, z.B. über einen Halbrahmen aus Stahl. Vorne über Stützen auf die
Decke, hinten ein paar Löcher in die Wand und dort den Riegel
auflegen. Je nach Länge zwei bis vier Stück dieser Halbrahmen und man
hat die Lasten von der Hinterkante des Estrich's weggenommen. Alles
paletti.
Hallo Rainer,
>Olaf Deters wrote:
>
>> Die Frage zu den Größen und Lasten Aquarien bekomme ich des öfteren
>> gestellt. Sie ist pauschal überhaupt nicht und im Einzelfall meist nur
>> schwer zu beantworten. Selbst wenn die Decke nachweisbar ist, dann
>> bleibt der Estrich der Schwachpunkt und da hält sich der Statiker
>> raus.
>
>Na Klasse! Dann nutzt solch ein "Check" eigentlich überhaupt nichts.
>Ich kann dem Vermieter keinen Schein zeigen, auf dem steht
>"Das hält".
>
ob der Statiker überhaupt was dazu sagen kann, und wenn ja, wie
tiefgründig das sein wird, hängt im wesentlichen von den vorhandenen
Unterlagen über das Gebäude ab. Ich kann das nur immer wieder sagen.
Ein Statiker wird ohne Unterlagen nur dann was postives schriftlich
ablassen, wenn er es visuell eindeutig sehen kann. Bei
Holzbalkendecken ist dieses i.d.R. schwer. Man kann anhand der der
Dielung und der Nagelreihen zwar die Spannrichtung und den Abstand
einigermaßen einnorden, nicht aber die Abmessung der Balken. Wie soll
man da verantwortlich die vorh. Tragsicherheit beurteilen können ? -
Geht m.E. nicht.
Bei Beton ist die gesamte Tragsicherheit natürlich weitaus
unkritischer, aber wie gesagt, da ist dann der Estrich das Problem.
>Was ist ein mittelprächtiger Aquarienunterbau ?
>Könntest Du meinen Unterbau mal beurteilen
>(er steht schon, kann aber noch geändert werden)?
>
Das ist m.E. schon mal nicht schlecht. Dem Statikerauge fehlt zwar
eine gewisse Aussteifung (Viereck vergeht - Dreieck besteht), aber wir
bauen hier ja keine Halle. Ansonsten könnte im hinteren Bereich eines
der drei Felder einfach eine Querwand gezogen werden (die muß nicht
mal bis unter die Platte gehen). Damit hättest Du eine gute
Aussteifung.
Da die Last nicht über die Rückwand herunterkommt, sondern über die 60
cm Breite (Tiefe), liest sich das schon mal ganz gut. Rechnerisch
liegst zwar deutlich über den 1.5 kN/m2 (150 kg/m2), aber das ist
unter den Beinen eines jeden Küchenstuhles auch der Fall.
Mit "mittelprächtigen Unterschränken" meinte ich die Dinger, bei denen
viele Lasten über die Rückwand runtergehen und die aus billiger
Preßpappe bestehen.
In jedem Fall sollte die obere Platte absolut wasserfest sein und
nicht zum Quellen neigen. Die wird mal bei einem Wasserwechsel naß und
wenn die dann quillt, zerhaut's Dir die Bodenscheibe. Auch sollte das
Becken wirklich auf Schaumstoff stehen, nicht auf Styropur o.ä.
Elise Boss hat schon zu Rech zu bedenken gegeben, ob in einem
"8-stöckigen Haus Bj 1955 in der 5.Etage" überhaupt ein schwimmender
Estrich vorhanden ist,
>alternativ könnte man vieleicht in mehreren reihen löcher in den
>estrich bohren, dübel reinstecken, und dann schrauben hineindrehen,
>deren gewinde bis unter den kopf geht. die schraubt man so tief, dass
>sie auf die betonplatte drücken.
Und mit ein bisschen Pech (was recht wahrscheinlich ist) handelt es
sich um Ziegeldecken. Man müsste dann sagen: Tschüß Dübel :-)
Gruß Peter Gautschi / www.oberbauleitung.de
--
"Die Welt wartet gespannt darauf, wen er als Papst vorschlaegt. Er ist
ja im Moment fuer alles zustaendig." Franz Muentefering,
Generalsekretaer der SPD, ueber den nordrhein-westfaelischen
FDP-Vorsitzenden Juergen Moellemann, Juni 00
Olaf Deters wrote:
> >Was ist ein mittelprächtiger Aquarienunterbau ?
> >Könntest Du meinen Unterbau mal beurteilen
> >(er steht schon, kann aber noch geändert werden)?
> Das ist m.E. schon mal nicht schlecht. Dem Statikerauge fehlt zwar
> eine gewisse Aussteifung (Viereck vergeht - Dreieck besteht), aber wir
> bauen hier ja keine Halle.
Das freut mich doch.
> Ansonsten könnte im hinteren Bereich eines
> der drei Felder einfach eine Querwand gezogen werden (die muß nicht
> mal bis unter die Platte gehen). Damit hättest Du eine gute
> Aussteifung.
Das ist eine gute Idee. Allerdings liegen die Steine lose
auf der Holzplatte über dem Fussboden auf, und auch die obere
Holzplatte ist lose auf die Steine aufgelegt.
Nutzt dann eine solche Querwand noch etwas?
> Mit "mittelprächtigen Unterschränken" meinte ich die Dinger, bei denen
> viele Lasten über die Rückwand runtergehen und die aus billiger
> Preßpappe bestehen.
Ich habe noch keinen Unterschrank für ein 2m-Becken im Geschäft
gesehen, aber für "kleinere" 120cm-Becken stehen diese oft
in Zoogeschäften rum. Da frag ich mich auch "halten die das
Gewicht auch aus?", wenn ich diese Schränke sehe.
Aber werden sie wohl, sie sind ja extra für den Zweck gebaut.
> In jedem Fall sollte die obere Platte absolut wasserfest sein und
> nicht zum Quellen neigen. Die wird mal bei einem Wasserwechsel naß und
> wenn die dann quillt, zerhaut's Dir die Bodenscheibe. Auch sollte das
> Becken wirklich auf Schaumstoff stehen, nicht auf Styropur o.ä.
Ist eine Isomatte für Camper.
Die obere Platte ist eine beschichtete Küchenarbeitsplatte, Kanten
mit Umleimer versehen; ausserdem steht die Isomatte etwas über,
ist also breiter und länger als die Platte und ist "relativ"
wasserabweisend.
> Gruß
> Olaf
THX, Rainer.
P.S.: Angeregt u.a. durch Deine Seite wird das AQ einen feinen
Sandboden bekommen.
> Ist denn überhaupt ein schwimmender Estrich vorhanden? Vor der
> Einführung von Desktop-Computern, also noch in der 80er Jahren,
> war es z.B. im Verwaltungsbau nicht unüblich, den Teppich direkt auf
> der Rohdecke zu verlegen. Und das hier ist ein Nachkriegsbau.
Wie krieg ich das raus? Probebohrung in den Fussboden?
> Hmm, ich frage mich nur, wie diese Konstruktion bei den
> beschriebenen Fußboden-Unebenheiten ohne Höhenjustierung
> auskommt?
Die untere Schaumstoffmatte soll die Unebenheiten
ausgleichen. Sie liegen bei max. 5mm.
> Aber Du wirst es schon wissen ;-)
Ich lasse mich gerne belehren, darum frag ich ja hier.
Wenn Du meinst, meine Lösung sei verbesserungsfähig,
dann lass hören. Es geht mir ja darum, das Becken
möglichst sicher aufzustellen (aber ohne dafür einen
Kredit aufnehmen zu müssen).
>
> Gruß,
> Elise
THX, Rainer.
>
> Hallo Fachleute!
>
Ich möchte mich hier bei allen bedanken, die ihre Ideen
geschrieben und Meinungen gepostet haben.
Ich habe folgendes gelernt:
1.) Der Betonfussboden wird mit ziemlicher Sicherheit
das Gewicht tragen.
2.) Ein mögliches Problem stellt der (schwimmende) Estrich dar,
soweit vorhanden. Vielleicht schwimmt meiner ja auch
(noch?) nicht. :-)
3.) Es gibt einige Möglichkeiten, das Gewicht über die Wand
abzuleiten. Die kommen für mich realistisch gesehen
nicht in Betracht, weil a) mir das Haus nicht gehört, und
b) die Realisierung durch Fachleute verm. sehr teuer ist.
4.) Die Statiker und Architekten sind ein hilfsbereites Völkchen.
Ich werde das Becken *langsam* mit Wasser befüllen, bis es
halb voll ist, ca. 50l pro Tag. Dann
auf meine neue Versicherungspolice warten, und dann ebenso
langsam den Rest Wasser einfüllen.
Danke und tschüs, Rainer.
Hallo Rainer,
nun haben wir inzwischen alle zusammen festgestellt, dass die Betondecke
(wahrscheinlich) nicht das Problem ist, sondern in erster Linie der Estrich.
Da wir aber (noch) nicht wissen, ob überhaupt Estrich auf der Decke eingebaut
wurde und - wenn ja - ob es ein schwimmender Estrich ist, bleibt uns in diesem
Punkt nur die Spekulation, die dich (spätestens im Schadensfall) wenig weiter
bringt.
[Ich mag übrigens möglichst lange Sätze]
Also muss geklärt werden, wie der eventuell vorhandene Estrich aussieht.
Vielleicht gibt es irgendwo eine Ecke, in der du mal ein kleines Loch in
deinen Fußboden pinkern kannst?
Sonst wirst du wahrscheinlich nie eine abschließende Beurteilung in diesem
Megathread finden.
Viel Spaß beim Hämmern,
Stefan
>1.) Der Betonfussboden wird mit ziemlicher Sicherheit
> das Gewicht tragen.
Mein ich doch :-)
Bei Baujahr 1955 könnten es aber auch mit nicht geringer
Wahrscheinlichkeit auch Ziegeldecken sein :-)
Ich glaube, den Aspekt hatten wir noch nicht (?)
>2.) Ein mögliches Problem stellt der (schwimmende) Estrich dar,
> soweit vorhanden. Vielleicht schwimmt meiner ja auch
> (noch?) nicht. :-)
Bei Baujahr 1955 dürfte Dein Estrich tatsächlich (noch?) nicht
schwimmen <!>
>3.) Es gibt einige Möglichkeiten, das Gewicht über die Wand
> abzuleiten. ...
Wie wär´s, dass Gewicht auf zwei Decken aufzuteilen?
Nämlich auf die Decke unter Dir und die Decke über Dir?
Da gibt es bestimmt raffinierte statische Aufhänge-Lösungen :-)
>4.) Die Statiker und Architekten sind ein hilfsbereites Völkchen.
Wo er recht hat, da hat er natürlich recht <g>
>Ich werde das Becken *langsam* mit Wasser befüllen, bis es
>halb voll ist, ca. 50l pro Tag. Dann
>auf meine neue Versicherungspolice warten, und dann ebenso
>langsam den Rest Wasser einfüllen.
Und vergiss nicht, möglichst *leichte* Fische zu züchten <gröhl>
Gruß Peter Gautschi / www.oberbauleitung.de
--
War natüterlich (fast) alles nicht ganz ernst gemeint