ich habe letztens gesehen, wie ein Bauunternehmen auf einem Flachdach
Kieselsteine verbreitet, (oder wie auch immer) hat....
Den Sinn und Zweck konnte ich mir aber nicht erklären. Nun habe ich bei
verschiedenen Dächern extra drauf geachtet und siehe da, es war kein nicht
das einzige Haus. HHHMmmmm wofür soll das denn sein?? Es belastet doch
den Dach unnötig, oder?
--
Gruß Michael L.
Schutz der Bahn vor UV-Strahlung, Auflast gegen Windsog (je nach
Befestigung der Bahnen, Schönheit (wenn man viel draufguckt).
Gleich kommt Stephan ;-)
Gruß, Udo
stark vereinfacht:
der Kies dient als Auflast und schützt die Abdichtung gegen Windsog/Abheben,
und/oder der Kies schützt die Abdichtung gegen UV-Strahlung
> verschiedenen Dächern extra drauf geachtet und siehe da, es war kein nicht
> das einzige Haus. HHHMmmmm wofür soll das denn sein?? Es belastet doch
> den Dach unnötig, oder?
ebenfalls stark vereinfacht:
es gibt auch Dachsysteme, bei denen die Befestigung der Dachhaut mechanisch
erfolgt (d.h. z.B. Verschraubung),
und es gibt auch Abdichtungssysteme deren Materialien ohne zusätzl. Schutz
ausreichend UV-stabil sind,
und: i.d.R. hat der Statiker vorher sein Ja-Wort zur zusätzl. Auflast gegeben.
Stefan Blümel
Aber warum schreibt hier niemand, dass jedes Flachdach ein
wartungsbedürftiges Bauteil ist?
Und somit keine ausreichende Wartung bei einer (wie auch immer gearteten
Deck-Schicht) gewährleistet werden kann. (Sorry Ihr Dachbegrüner - aber
dies ist schlichtweg nun einmal die Wahrheit).
Und wenn wirklich ´mal ein Fehler in der Fläche auftritt, dieser durch
die Kiesschicht meist noch gut verborgen wird.
Und sofern man ihn wirklich finden sollte, dann aber auch durch das
Kies-Umschichten mit Sicherheit zahlreiche weitere Beschädigungen
hinzukommen.
Und wirklich alle (heutzutage angebotenen) Dachdichtungsbahnen (sowohl
bituminös als auch aus Kunststoff) ausreichend UV-stabil sind. (Welche
verkrampften Klimmzüge waren früher nötig, um die "Kies-Schutzschichten"
auf steilen Dachflächen zu fixieren).
Und die mechanischen Befestigungen inzwischen Stand der Technik sind und
somit wirklich kein Flachdach mehr eine Auflast benötigt.
PS. Meiner bescheidenen Meinung nach ist immer noch jedes Schrägdach dem
besten Flachdach einfach Haus-hoch überlegen. Und das sage ich, obwohl
ich in meiner beruflichen Laufbahn einige 10 tausend m² Flachdächer
ausführen musste.
--
Viele Grüße aus der Pfalz
Klaus Klabisch
Im Übrigen bin der der Meinung, dass Ron Sommer abgelöst werden sollte.
> Aber warum schreibt hier niemand, dass jedes Flachdach ein
> wartungsbedürftiges Bauteil ist?
Ist es doch nicht. Meine Erfahrungen mit den Dingern sind bisher so
schlecht, daß man meist neu gebaut hat. Also sind die Dinger gut und gerne
so 10 - 15 Jahre wartungsfrei an regnerischen Tagen läuft die Frist auch
schon mal schneller ab.
> PS. Meiner bescheidenen Meinung nach ist immer noch jedes Schrägdach dem
> besten Flachdach einfach Haus-hoch überlegen. Und das sage ich, obwohl
> ich in meiner beruflichen Laufbahn einige 10 tausend m² Flachdächer
> ausführen musste.
Stimmt, das Problem stellt sich halt manchmal durch Bebauungspläne von
Leuten, die mit diesen Dächern nichts zu tun haben oder man etwas gegen
besseren Wissens designen will.
Du hast absolut recht, aber mach Dir nix draus davon lebt ein ganzes
Handwerk. Im Übrigen setzt man bei nicht begrünten Flachdächern einen
Abflußbeiwert von etwa 95% an. Der Rest wird mit Verdunstung erklärt, ich
setze da aber eher auf Versickerung.
Gruß
Adrian Herrmann
Bis auf die "Schönheit" stimmt das ;-)
Erläuterung zu "Auflast gengen Windsog": Dachabdichtungen müssen entweder
mechanisch befestigt, verklebt oder mit einer Auflast versehen werden damit
sie lagesicher sind. Ansonsten hebt die manchmal weit unterschätzte Kraft
des Windes zuerst in den Eck- und Randvereichen und dann in der Fläche das
Dach einfach ab. "Fliegende Dächer" muß man systemkonform vermeiden.
>
> Gleich kommt Stephan ;-)
:-))) Denn der sagt immer, daß statt Kiesauflast eine Dachbegrünung viel
schöner und noch viel nützlicher ist :-)))
Hätte aber auch Udo sagen können, der müßte das inzwischen auch wissen ;-)
Freundliche Grüße
Stephan Romahn
Garten- und Landschaftsarchitekt
--
http://www.sr-gruenhaus.de
Ökologische Dachbegrünung
eine Bedachung mit vollständig bedeckender, mindestens 5 cm dicker Schüttung
aus Kies 16/32 ist eine harte Bedachung nach LBauO die gegen Flugfeuer und
strahlende Wärme widerstandsfähig ist. (DIN 4102 T 4).
mfg
Thomas Hankel
Weil das jeder weiß ;-)
>
> Und somit keine ausreichende Wartung bei einer (wie auch immer gearteten
> Deck-Schicht) gewährleistet werden kann. (Sorry Ihr Dachbegrüner - aber
> dies ist schlichtweg nun einmal die Wahrheit).
Es gibt viele Wahrheiten ;-) Die wahre Wahrheit ist, daß ein korrekt
abgedichtetes Dach zuerst in den Rand- und Anschlußbereichen
Verschleißerscheinungen hat. Aus eben diesem Grunde kann man Kies ganz
einfach hin und wieder wegräumen ..... und Dach- und Anschlußbereiche bei
Dachbegrünungen bestehen auch nach den Regeln der Technik aus Kies :-)
>
> Und wenn wirklich ´mal ein Fehler in der Fläche auftritt, dieser durch
> die Kiesschicht meist noch gut verborgen wird.
Fehgler in flächen treten nicht von alleine auf. Das Risiko kann man durch
Planung, Materialwahl, guten Ausfürer und ebensolche Bauüberwachung sehr
sehr stark minimieren. Ich halte das für unerheblich... und habe schon mit
sehr vielen Flachdächern zu tun gehabt.
>
> Und sofern man ihn wirklich finden sollte, dann aber auch durch das
> Kies-Umschichten mit Sicherheit zahlreiche weitere Beschädigungen
> hinzukommen.
Aus diesem Grunde gibt es bei der Dachbegrünung die Forderung nach einer
Schutzlage. Ich frage mcih, warum das nach Flachdachrichtlinie bei
Kiesdächern nicht gefordert wird.
>
> Und wirklich alle (heutzutage angebotenen) Dachdichtungsbahnen (sowohl
> bituminös als auch aus Kunststoff) ausreichend UV-stabil sind.
"Ausreichend" ist sehr relativ. Ein nur "ausreichendes" Material würde ich
nicht verbauen lassen. Beim Dach ist alles unter "sehr gut" für mich
indiskutabel.
Fakt ist, daß jedese Material unter UV-Einfluß altert. Wenn kein UV
drankommt (=bekiesung oder Begrünung) ist in der Fläche dieser
Alterungsfaktor schon mal ausgeschlossen.
>(Welche
> verkrampften Klimmzüge waren früher nötig, um die "Kies-Schutzschichten"
> auf steilen Dachflächen zu fixieren).
>
> Und die mechanischen Befestigungen inzwischen Stand der Technik sind und
> somit wirklich kein Flachdach mehr eine Auflast benötigt.
>
> PS. Meiner bescheidenen Meinung nach ist immer noch jedes Schrägdach dem
> besten Flachdach einfach Haus-hoch überlegen. Und das sage ich, obwohl
> ich in meiner beruflichen Laufbahn einige 10 tausend m² Flachdächer
> ausführen musste.
Sicher ist bei üblich unterdurchschnittlicher Planung und Ausführung ein
Schrägdach "idiotensicherer". An dauerhaft dichte Flachdächer müssen nun mal
Könner dran.
Bau mal gewisse großflächige Bauten oder Hallen mit Schrägdach;-( Schon mal
was von genutzten Dachflächen/Tiefgaragen/Dachgärten gehört?? Deine
nostalgischen Ansichten kann ich da nicht so ganz nachvollziehen.
Nostalgie hin, Geldbeutel her. Frage Doch einfach ´mal Leute die
wirklich rechnen können. So mit ganz spitzem Bleistift.
Z. B. die Fa. ALDI . Irgend wann haben sicherlich die beiden
Albrecht-Brüder gemerkt, dass die angeblich so billigen Flachdächer
letztendlich doch viel zu teuer sind und es doch wirtschaftlicher sein
kann,
etwas mehr Geld in Sattel- (und manchmal auch Walm-) Dächer mit
Ziegeleindeckung zu investieren. Das funktioniert sogar bei
Verkaufshallen von weit über 1.000 m². Und auch dort, wo der
Bebauungsplan eigentlich eine Flachdach-Landschaft vorgesehen
hat........
Oder auch die Fa. Norma. Auch diese Firma hat dazugelernt und lehnt
Flachdächer (zumindest für selbsterstellte Verkaufshallen) ebenfalls ab.
Auch diese Leute haben anscheinend genügend Zahlenmaterial gesammelt um
an den zehn Fingern abschätzen zu können, dass ein System aus
Bretter-Bindern und Flachdachpfannen (keine Beton-Dachsteine) nur in der
Anschaffung teurer ist und eben nicht in der Unterhaltung.
Wer noch mehr einschlägige Beispiele braucht von Leuten die rechnen
dazugelernt haben, kann sich gerne bei mir melden.
> Garten- und Landschaftsarchitekt
> Ökologische Dachbegrünung
honni soit qui mal y pense
genau da war auch der nächste Punkt meiner Überlegung, daß ein Flachdach
doch garnicht so praktisch sein kann wenn es um die Regen, Schnee und Wind
Belestungen geht. Ich denke aber, daß er wesentlich biliger aufzubauen ist,
oder?
Gruß
Michael
dann bliebe da noch die Einwirkung des Windes (Sog) da ist was dran. Kann
die Sogwirkung wirklich so große Kräfte bilden, daß sie solch ein Dach (mit
seinm Eigengewicht + Befestigung) abheben könnte? Kann ich mir ja garnicht
vorstellen. Entsteht bei einer flachen Fläche wirklich eine Unterdruck???
Das kann doch irgendwie nicht sein, sonst hätte sich die Strömungsingenieure
der Luft und Raumfahrt nicht diese gewölbte Tragwerksformen überlegt. Wenn
man es mit einem Stück Pape probiert und da parallel Luft durchpustet, dann
bewegt sich diese nicht, nur bei bewölbter Form. Also wieso die Sorge bei
Flächdächern???
Gruß
Michael
1. wer behauptet, daß Flachdächer "billig" sind?
> etwas mehr Geld in Sattel- (und manchmal auch Walm-) Dächer mit
> Ziegeleindeckung zu investieren. Das funktioniert sogar bei
> Verkaufshallen von weit über 1.000 m². Und auch dort, wo der
> Bebauungsplan eigentlich eine Flachdach-Landschaft vorgesehen
> hat........
2. auf deren Kisten (wertfrei, nur auf Geometrie bezogen) passen doch
Satteldächer, es gibt keine aus der Gebäudegrundrissform o. Nutzung
resultierenden Gründe für ein Flachdach.
3. Wen kümmern in D schon B-Pläne?
Oportunistische Gemeinderäte genehmigen gerne scheinbar populäre
Abweichungen von den (selbst verabschiedeten) B-Plänen
4. warum sollte ALDI nicht "populär" bauen?
5. ALDI baut weitgehend standortunabhängigen Standard,
d.h. eine Typenhütte mit Satteldach ist ohne größere Änderungen
in mehr Gemeinden durchzusetzen, als eine Typenhütte mit Flachdach,
die öfters mal "angepasst" werden müßte.
Und nichts ist "billiger", als immer der gleiche Standard mit immer den
gleichen Wartungsverträgen etc.
> Oder auch die Fa. Norma. Auch diese Firma hat dazugelernt und lehnt
> Flachdächer (zumindest für selbsterstellte Verkaufshallen) ebenfalls ab.
Da gibt´s aber auch andere Massenkonsumenten von Gebäuden, die
eine andere Philosophie vertreten.
Z.B. Mineralölkonzerne (und daß die billig und bewußt bauen,
kann jeder bestätigen, der schon mal in deren Sold stand ;-)
Und: was haben ALDI, NORMA und Co. mit Architektur zu tun?
Stefan Blümel (dessen Flachdächer dauerhaft dicht sind und dort zum
Einsatz kommen, wo sie architektonisch sinnvoll sind)
>hhmm, also ein Schutz gegen UV Strahlen? Ich denke, daß der Aufwand doch zu
>groß getrieben ist, mit sicherheit!!
>
>dann bliebe da noch die Einwirkung des Windes (Sog) da ist was dran. Kann
>die Sogwirkung wirklich so große Kräfte bilden, daß sie solch ein Dach (mit
>seinm Eigengewicht + Befestigung) abheben könnte?
Nixht nur das Dach - rechnerisch kann die ganze Kiste umfallen.
Ich hatte letztens eine Stahlhalle, da mußten die Fundamente größer
gemacht werden, da sie bei Sturm sonst am Stück umfallen könnte :-(
> Kann ich mir ja garnicht
>vorstellen. Entsteht bei einer flachen Fläche wirklich eine Unterdruck???
Jo, bei Sturm auf jeder Lee-Seite, flachen Oberfläche. Die Ziegel
werden nicht durch Druck vom Dach geblasen, sondern vom
Sog (Unterdruck) der wie ein Staubsauger wirkt (und der Ziegel-
hersteller freut sich)
>Das kann doch irgendwie nicht sein, sonst hätte sich die Strömungsingenieure
>der Luft und Raumfahrt nicht diese gewölbte Tragwerksformen überlegt. Wenn
>man es mit einem Stück Pape probiert und da parallel Luft durchpustet, dann
>bewegt sich diese nicht, nur bei bewölbter Form. Also wieso die Sorge bei
>Flächdächern???
Eine Böe muß über das Haus, d.h. staut sich vor und zieht obendrüber.
Dadurch entstehen an der Traufe Wirbel und wirken auf der Dachfläche
als Sog insbesondere in Traufnähe.
Gruß
Tobias
Diese Kisten sind ja nun wirklich kein Maßstab, weder sind sie
wirklich groß noch decken sie annähernd die Anforderungen komplexer
baulicher Strukturen ab. Einfache langrechteckige Hütten auf der
grünen Wiese, wenn sie mit einer Traufe irgendwo anschließen sollen
ist es schon vorbei. Das ist keine Alternative zu einem mit Flachdach
versehenen Gebäude sondern zu einem Lagerzelt.
Von städtebaulicher Einordnung ist ohnehin keine Rede, wenn man davon
absieht, daß man sich schon soweit dran gewöhnt hat, keiner mehr etwas
gegen dieses Zeugs unternimmt.
>Das funktioniert sogar bei
>Verkaufshallen von weit über 1.000 m². Und auch dort, wo der
>Bebauungsplan eigentlich eine Flachdach-Landschaft vorgesehen
>hat........
Die üblichen Aldi Märkte sind deutlich kleiner. Eine Halle von 1000m2
mit Steildach ist einziger Krampf.
>Oder auch die Fa. Norma. Auch diese Firma hat dazugelernt und lehnt
>Flachdächer (zumindest für selbsterstellte Verkaufshallen) ebenfalls ab.
ich hatte einmal Gelegenheit so einen Norma-Bau nach drei Jahren zu
sehen. Es war für jeden zu sehen, daß der Abschreibungszeitraum
bereits zu einem Drittel verstrichen war. Risse allenthalben, billige
vergraute Oberflächen, hängende Fenster, ein Graus.
Das Dach wird schopn halten, meinetwegen.
>Auch diese Leute haben anscheinend genügend Zahlenmaterial gesammelt um
>an den zehn Fingern abschätzen zu können, dass ein System aus
>Bretter-Bindern und Flachdachpfannen (keine Beton-Dachsteine) nur in der
>Anschaffung teurer ist und eben nicht in der Unterhaltung.
Falsch, das ist biller als ein Flachdach und deshalb wird es gebaut.
>Wer noch mehr einschlägige Beispiele braucht von Leuten die rechnen
>dazugelernt haben, kann sich gerne bei mir melden.
Nichts für ungut, aber ich verzichte.
Gruß, Udo
> Nostalgie hin, Geldbeutel her. Frage Doch einfach ´mal Leute die
> wirklich rechnen können. So mit ganz spitzem Bleistift.
Mach ich andauernd :-))
Da wo es z.B. schon gespaltene Abwassersatzungen gibt und jeder von
versiegelten Flächen in den Kanal geleiteter m3 Niederschlag richtig massig
Geld kostet, begrünen Leute mit spitzem Bleistift ihr Dach ;-)))
Und das werden immer mehr :-)
>
> Z. B. die Fa. ALDI . Irgend wann haben sicherlich die beiden
> Albrecht-Brüder gemerkt, dass die angeblich so billigen Flachdächer
> letztendlich doch viel zu teuer sind und es doch wirtschaftlicher sein
> kann,
> etwas mehr Geld in Sattel- (und manchmal auch Walm-) Dächer mit
> Ziegeleindeckung zu investieren. Das funktioniert sogar bei
> Verkaufshallen von weit über 1.000 m². Und auch dort, wo der
> Bebauungsplan eigentlich eine Flachdach-Landschaft vorgesehen
> hat........
Zeig mir das mal bei Industriehallen ;-)
> Oder auch die Fa. Norma. Auch diese Firma hat dazugelernt und lehnt
> Flachdächer (zumindest für selbsterstellte Verkaufshallen) ebenfalls ab.
Auch diese Leute haben anscheinend genügend Zahlenmaterial gesammelt um
> an den zehn Fingern abschätzen zu können, dass ein System aus
> Bretter-Bindern und Flachdachpfannen (keine Beton-Dachsteine) nur in der
> Anschaffung teurer ist und eben nicht in der Unterhaltung.
Habe hier um die Ecke einen neuen Norma, von dessen Dachkonstruktion sogar
mein Schwager - Statiker- hellauf begeistert war. In manchen Gegenden ist
eben ein Ziegeldach "heimeliger" und vielleicht auch Verkaufsfördernder als
ein Flachdach auf das man nicht sehen kann.
Schöne Ziegeldächer - und noch mehr Naturschieferdächer! - find ich auch
toll.
>
> Wer noch mehr einschlägige Beispiele braucht von Leuten die rechnen
> dazugelernt haben, kann sich gerne bei mir melden.
Es hat ja kein Mensch was gegen Satteldächer- solange die nicht mit
knatschblauen oder quietschgrünen Ziegeln gedeckt sind. Das Satteldach hat
neben dem Flachdach durchaus weiter seine Existenzberechtigung.
"Alte" Flachdächer haben vor einigen Zeiten wegen noch nicht ausgereiften
Materialien und schluderiger Ausführung wirklich teilweise ziemlich schnell
versagt.
Nicht erst seit gestern ist die Flachdachtechnik aber als ausgereift zu
betrachten.
Schwarzweißmalerei wie Du sie betreibst finde ich unangemessen.
Was wäre das langweilig wenn alle eine Meinung hätten ;-)
> genau da war auch der nächste Punkt meiner Überlegung, daß ein Flachdach
> doch garnicht so praktisch sein kann wenn es um die Regen, Schnee und Wind
> Belestungen geht. Ich denke aber, daß er wesentlich biliger aufzubauen
ist,
> oder?
Mit billigem Material und schluderigen Firmen kann man ein Flachdach billig
bauen. Bei hochwertiger Ausführung würde ich das Flachdach nicht als
Billigalternative zum Schrägdach sehen. Qualität kostet nun mal und beim
Dach - egal welcher Bauweise - würde ich zu allerletzt sparen.
> hhmm, also ein Schutz gegen UV Strahlen? Ich denke, daß der Aufwand doch
zu
> groß getrieben ist, mit sicherheit!!
Nein, UV-Strahlung ist ein "Langzeit-Killer" und verprödet viele
Materialien.
>
> dann bliebe da noch die Einwirkung des Windes (Sog) da ist was dran. Kann
> die Sogwirkung wirklich so große Kräfte bilden, daß sie solch ein Dach
(mit
> seinm Eigengewicht + Befestigung) abheben könnte? Kann ich mir ja garnicht
> vorstellen. Entsteht bei einer flachen Fläche wirklich eine Unterdruck???
> Das kann doch irgendwie nicht sein, sonst hätte sich die
Strömungsingenieure
> der Luft und Raumfahrt nicht diese gewölbte Tragwerksformen überlegt. Wenn
> man es mit einem Stück Pape probiert und da parallel Luft durchpustet,
dann
> bewegt sich diese nicht, nur bei bewölbter Form. Also wieso die Sorge bei
> Flächdächern???
Da entsteht gewaltiger Sog, da die bewegte Luft dem festen Baukärper
ausweichen muß.
Je höher Haus, desto mehr.
Ein Beispiel aus meiner Berufspraxis:
Für eine Dachbegrünung haben wir auf einem Flachdach (8 Stockwerke hoch) auf
die beschieferte (= relativ rutschfeste) bituminöse Dachabdichtung
Schutzvlies aufgelegt und am Dachrand die Kiesstreifen in 1 m Breite und 10
cm Höhe (Flächengewicht ca. 160 kg/m2) eingebaut. Am Tag darauf wurde das
Begrünungssubstrat eingebaut. In der Nacht hat wohl ein Wind geweht- kein
Sturm !- und uns das Vlies samt Kies (160 kg/m2!) bis zu 1 m vom Dachrand
weggezogen. Wir waren "not amused". Bei mangelhafter Fixierung oder
fehlender Auflast könnte also durchaus auch mal ein ganzes Dach wegfliegen.
Ich habe da schon wüste Bilder aus Deutschland gesehen. Andernorts fliegen
Bei Sturm Autos und Häuser durch die Luft. Wind ist ein stark unterschätzter
Faktor.
Ja Michael,
die Sogkräfte sind wirklich ganz erstaunlich. Auch mir ist einmal -bei
einem extremen Unwetter in Karlsruhe/Ettlingen- ein (halbfertiges) sog.
KAL-ZIP-Dach davon gesegelt (Motto: Meine Dächer fliegen am schönsten).
Teile davon wurden bis zu 100 m verstreut.
Die dramatischste Situation die ich diesbezüglich je erlebte war vor
etwa 10 Jahren gegeben, als ich (mit meinem Sohn zusammen) einem
örtlichem Wirbelsturm von unserem Fenster aus beobachtete und plötzlich
das komplette Dach des gegenüberliegenden Nachbarhauses (also Dachstuhl
einschl. Eindeckung mit einer sog. "Berliner"-Welle) -wie in der
Zeitlupe- regelrecht aufstieg und auf dem benachbarten Grundstück
-nahezu unbeschädigt- wieder landete.
Spätesten seit diesem Zeitpunkt konnte ich ermessen, wie wichtig eine
sorgfältige Verankerung des Dachstuhles ist.
Und im übrigen: Bei (normalen) Flugzeugen tragen bekanntlich Druck- und
Sog-Kräfte gemeinsam zum Auftrieb bei; wenn auch die Sogkräfte mit etwa
2/3 des Auftriebes deutlich überwiegen.
Eine Ausnahme bilden hier u. a. die speziellen Kunstflug-Maschinen.
Diese haben ein überwiegendes symmetrisches Profil, um den Rückenflug zu
erleichtern.
Auch bestimmte Militärflugzeuge (ich denke da insbesondere an den
bekannt berüchtigten Starfighter) haben so gut wie keine "Wölbung" mehr
in ihren extrem laminar geformten Tragflächen und sie fliegen trotzdem;
zumindest so lange wie der Schub nicht nachlässt, wie über 200 Abstürzte
trauriger Weise dann bis zur Ausmusterung belegten.
Und wenn die Motor-Leistung (ergo: oder die Windstärke) ausreichend
dimensioniert wird, bekommt man letztendlich so ziemlich jedes Brett zum
fliegen. Selbstverständlich auch jedes Dach, womit wir wieder bei´m
Thema wären.
--
Viele Grüße aus der Pfalz
Klaus Klabisch
Im Übrigen bin der der Meinung, dass Ron Sommer abgelöst werden sollte.
> Eine Böe muß über das Haus, d.h. staut sich vor und zieht obendrüber.
> Dadurch entstehen an der Traufe Wirbel und wirken auf der Dachfläche
> als Sog insbesondere in Traufnähe.
>
> Gruß
>
> Tobias
Was ist ein Trauf? sorry aber ganz genau weiß ich es nicht. Ist doch das
was vom Dach über das Haus absteht oder?
Gruß
Michael
> fehlender Auflast könnte also durchaus auch mal ein ganzes Dach
wegfliegen.
> Ich habe da schon wüste Bilder aus Deutschland gesehen. Andernorts fliegen
> Bei Sturm Autos und Häuser durch die Luft. Wind ist ein stark
unterschätzter
> Faktor.
>
>
> Freundliche Grüße
>
> Stephan Romahn
> Garten- und Landschaftsarchitekt
> --
> http://www.sr-gruenhaus.de
> Ökologische Dachbegrünung
kennst du eine Seite, wo man solche Bilder (Schäden) sich mal anschauen
kann? Es wird doch sicherlich irgendetwas im Internet dazu geben speziell zu
Brückenschäden ;-)
Gruß
Michael
Bis jetzt habe ich mir nur von anderen solche Bilder zeigen lassen und kenne
keine Homepage mit Bildern. Müsste ich selbst mal mit Google suchen. >
"Michael Lorek" schrieb im Newsbeitrag
> Hallo Tobias
>
> > Eine Böe muß über das Haus, d.h. staut sich vor und zieht obendrüber.
> > Dadurch entstehen an der Traufe Wirbel und wirken auf der Dachfläche
> > als Sog insbesondere in Traufnähe.
> Was ist ein Trauf? sorry aber ganz genau weiß ich es nicht. Ist doch das
> was vom Dach über das Haus absteht oder?
Kann es sein, dass Du mit einigen Deiner Fragen die NG veralbern willst:-))
MfG R.Schaub
> dann bliebe da noch die Einwirkung des Windes (Sog) da ist was dran. Kann
> die Sogwirkung wirklich so große Kräfte bilden, daß sie solch ein Dach (mit
> seinm Eigengewicht + Befestigung) abheben könnte? Kann ich mir ja garnicht
> vorstellen. Entsteht bei einer flachen Fläche wirklich eine Unterdruck???
Einfacher Versuch: Versuche ein dünne PVC-Folie (Heimwerkermarkt, 20 qm
2,- DM) flach auf einer Freifläche (Fußweg, Straße, Dach) auszubreiten.
So es Dir und Deinen Helfern irgendwann gelingt, legt auf die Luvkante
ein paar schwere Gegenstände (Taschen, Steine) und schaut euch an, wie
sie zu flattern beginnt. Es muß Sog sein, denn Druck würde die Folie ja
nur auf den Boden "drücken".
Auf dem Dach ist die Windgeschwindigkeit/ der Winddruck größer, also der
Sog auch. Zusätzlich gibt's noch die bereits angeführten Turbulenzen,
bei denen meist kräftiger Sog und Druck in unmittelbarer Nachbarschaft
zueinander auftreten.
Wolfgang
OK, muß das Experiment zwar nicht nachmachen, ist auch so einleuchtend ;-)
Gruß
Michael
als ob ich nichts anderes zu tun hätte
ist das den so schlimm nach einer Taufe zu fragen??? Und was ist das?? An
welche NG soll ich mich sonst wenden? "Liebe Sex"??? ;-)
Gruß
Michael
> Meiner bescheidenen Meinung nach ist immer noch jedes Schrägdach dem
> besten Flachdach einfach Haus-hoch überlegen.
Wieviel Grad Dachneigung siehst Du als Minimum an?
Ziehst Du ein Pfannendach mit entsprechender Neigung einem flacheren
begrünten Pultdach vor?
--
fragt Klaus-Dieter Gogoll
>
> als ob ich nichts anderes zu tun hätte
>
> ist das den so schlimm nach einer Taufe zu fragen??? Und was ist das?? An
> welche NG soll ich mich sonst wenden? "Liebe Sex"??? ;-)
>
Nun denn, in einem Deiner Postings hast Du mitgeteilt, dass Du
Student in Bereich Bauingenieurwesen bist.
Ich war einfach der Meinung, dass es da zum Grundwissen gehört, wie
die einzelnen Bauteile eines Gebäudes beschrieben werden.
Scheinbar bin ich da einem fürchterlichen Irrtum unterlegen.
MfG R.Schaub
Ganz einfach: Minimal-Gefälle gemäß den Hersteller-Verlegerichtlinien
für Flachdachpfannen zuzüglich 20 % Starkwind-Zulage = ca. 25 ° :-)
> Ganz einfach: Minimal-Gefälle gemäß den Hersteller-Verlegerichtlinien
> für Flachdachpfannen zuzüglich 20 % Starkwind-Zulage = ca. 25 ° :-)
Dem entnehme ich trotz des Smileys, dass Du lieber kein Dach planen
möchtest, dass ohne Dachpfannen auskommt?
--
meint Klaus-Dieter Gogoll