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Kondenswasser-Hebeanlage

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Andreas Wolter

unread,
Nov 6, 2001, 9:42:24 AM11/6/01
to
Hallo, liebe Diskussionsfreunde!
ich benötige Eure Hilfe bei folgendem Problem:

Das Kondeswasser unseres Gas-Brennwertgerätes sollte eigentlich direkt
in das Abwassersystem eingeleitet werden.
Leider ist der Abw.-kanal vom Niveau oberhalb des Anschlusspunktes für
das K.-wasser - es fehlt ca. ein Meter : - (
Die anfallende Menge K-Wasser liegt etwa bei 10... 30 Liter pro Tag.
Daher würde ich gerne den Aufwand für eine herkömmlichen
Abwasserhebeanlage vermeiden.

Gibt es für Kondenswasser spezielle Klein-Hebeanlagen oder andere
Lösungen?

Für die Antworten im Voraus Danke!
***
Andreas Wolter
(z. Z. u. a. Bauherr)

Alexander Ohl

unread,
Nov 6, 2001, 10:31:15 AM11/6/01
to
Hallo,

ich bin zwar nicht vom Fach aber wie wäre es denn mit einem Eimer (10-20l)
und einer kleinen handelsüblichen Tauchpumpe mit Niveauschalter?

Grüsse,
Alex


Andreas Wolter schrieb:

Thorwald Brandwein

unread,
Nov 6, 2001, 10:45:24 AM11/6/01
to

Andreas Wolter <andreas...@etechnik.uni-rostock.de> schrieb in im
Newsbeitrag: 3BE7F6D0...@etechnik.uni-rostock.de...

> Gibt es für Kondenswasser spezielle Klein-Hebeanlagen oder andere
> Lösungen?


Zur Vermeidung solcher Probleme braucht man einen Fachmann. Hier würde
ich i.d.R. einen Architekten empfehlen :-)

Auch die nachträgliche Lösung erscheint mir unproblematisch.
Unabhängig davon, ob es entsprechende Hebeanlagen gibt, ist die
erforderliche Technik eher anspruchslos.

Man braucht einen (wasserdichten und korrosionsbeständigen) Behälter
(Plastikeimer :-)), einen ebensolchen Schwimmer (aus altem Spülkasten
:-)) mit Tastschalter, ein einstellbares Zeitrelais, eine
(medienbeständige Tauch)Pumpe und eine Leitung (zur Not Schlauch) bis
zum nächsten Abfluss und ein wenig Geschick um das Ganze (aus
Aquarienzubehör?) zusammen zu basteln.....

Ich fürchte, darauf dürfte es hinauslaufen, denn einen Markt für
"Kondenswasserhebeanlagen" sehe ich nicht.

Grüße
Thorwald Brandwein

www.biotekt.de


Michael Doll

unread,
Nov 6, 2001, 12:44:58 PM11/6/01
to
"Thorwald Brandwein" <02443...@t-online.de> schrieb:

>
> Andreas Wolter <andreas...@etechnik.uni-rostock.de> schrieb in
> im Newsbeitrag: 3BE7F6D0...@etechnik.uni-rostock.de...
>
>> Gibt es für Kondenswasser spezielle Klein-Hebeanlagen oder andere
>> Lösungen?

Klar gibt es die. Solche Kleinst-Hebeanlagen haben Wilo, Grundfos,
Jung, usw. im Programm. Von Jung hab ich dir den direkten Link.
http://www.jung-pumpen.de/downloaddateien/hebefix.pdf



> Zur Vermeidung solcher Probleme braucht man einen Fachmann. Hier
> würde ich i.d.R. einen Architekten empfehlen :-)

Naja, wie wärs mit dem Installateur bzw. Heizungsbauer, der die
Gasheizung montiert hat ;-)

HTH, Michael

Klaus Klabisch

unread,
Nov 6, 2001, 2:42:02 PM11/6/01
to
"Andreas Wolter" <andreas...@etechnik.uni-rostock.de> schrieb im
Newsbeitrag news:3BE7F6D0...@etechnik.uni-rostock.de...

>
> Die anfallende Menge K-Wasser liegt etwa bei 10... 30 Liter pro Tag.
> Andreas Wolter
> (z. Z. u. a. Bauherr)


Hallo Andreas, lieber Bauherr!
Hat man Dir nun eine Heizungsanlage verkauft oder ein Wasserwerk? :-)

Also ich kenne ja nun wirklich alle möglichen Brennwertkessel; aber eine
Kondensat-Spende von bis zu 30 ltr./Tag halte ich für utopisch.
Oder hast Du Dich da um den Faktor 10 vertan, denn 2-3 ltr. pro Tag
würde ich als gerade noch angemessen bezeichnen.

Im anderen Falle solltest Du baldigst (der Winter naht) die Hilfe eines
Fachmanns/Frau (Heizungs-Ing.) in Anspruch nehmen, um das Mysterium vor
Ort abzuklären.
--
Viele Grüße aus der Pfalz
Klaus Klabisch

Im Übrigen bin der der Meinung, dass Ron Sommer abgelöst werden sollte.

Thorwald Brandwein

unread,
Nov 6, 2001, 3:24:47 PM11/6/01
to
Michael Doll <m.d...@web.de> schrieb in im Newsbeitrag:
qi79s9...@laus.homeip.net...
> "Thorwald Brandwein" <02443...@t-online.de> schrieb:

> Klar gibt es die. Solche Kleinst-Hebeanlagen haben Wilo, Grundfos,
> Jung, usw. im Programm. Von Jung hab ich dir den direkten Link.
> http://www.jung-pumpen.de/downloaddateien/hebefix.pdf

Ich bin echt überrascht. Wie oft werden denn in der Praxis
Brennwertkessel unterhalb der Hausentwässerung installiert?

> > Zur Vermeidung solcher Probleme braucht man einen Fachmann. Hier
> > würde ich i.d.R. einen Architekten empfehlen :-)

> Naja, wie wärs mit dem Installateur bzw. Heizungsbauer, der die
> Gasheizung montiert hat ;-)

Der kommt in meinen Augen zu spät.....
Natürlich ist es kein Problem, einen solchen Missstand zu beheben und
man kann damit sogar Geld verdienen.... Aber geschickter wäre doch
wohl, ihn zu vermeiden....

Grüße
Thorwald Brandwein

--
www.biotekt.de

Robert Pflüger

unread,
Nov 6, 2001, 3:08:39 PM11/6/01
to
Hallo,

eventuell betreibt er ein "Blockheizkraftwerk" ...oder die automatische
Kesselwassernachspeisung hat viel zu tun :-)

Gruß,
Robert

Klaus Klabisch wrote:
> ...


> Hat man Dir nun eine Heizungsanlage verkauft oder ein Wasserwerk? :-)

> ...

Michael Doll

unread,
Nov 6, 2001, 4:46:19 PM11/6/01
to
"Thorwald Brandwein" <02443...@t-online.de> schrieb:

> Ich bin echt überrascht. Wie oft werden denn in der Praxis
> Brennwertkessel unterhalb der Hausentwässerung installiert?

Entwässerungsgegenstände unterhalb der Hausentwässung bzw. der
Rückstauebene kommen schon häufiger vor.


>> > Zur Vermeidung solcher Probleme braucht man einen Fachmann. Hier
>> > würde ich i.d.R. einen Architekten empfehlen :-)
>
>> Naja, wie wärs mit dem Installateur bzw. Heizungsbauer, der die
>> Gasheizung montiert hat ;-)
>
> Der kommt in meinen Augen zu spät.....
> Natürlich ist es kein Problem, einen solchen Missstand zu beheben und
> man kann damit sogar Geld verdienen.... Aber geschickter wäre doch
> wohl, ihn zu vermeiden....

Da geb ich dir Recht. Ich hab dein Posting falsch verstanden. Ich
dachte, du sprichts die Lösung des Problems an.
Solche Probleme lassen sich aber in den meisten Fällen vermeidem. Hier
ist natürlich der Architekt bzw. der Fachplaner gefordert.

Viele Grüße, Michael

Fischer+Goth

unread,
Nov 7, 2001, 4:44:04 AM11/7/01
to
Hallo Andreas,

habe schon mehrfach gute Erfahrungen mit der SaniVite und der SaniDouche der
Fa. SFA-SaniBroy www.sfa-sanibroy.de gemacht. Andere Firmen haben
sicherlich "gleichewertige" Geräte, aber bei SFA ist auch der Preis OK.

Kondenswasser aus Brennwerttechnik kann nicht mit jeder Pumpe gepumpt werden
(ph-wert bis 2,5), deshalb nur dafür zugelassene einbauen.

Gruß
Peter Goth


Fischer+Goth

unread,
Nov 7, 2001, 4:48:06 AM11/7/01
to
Hallo Thorwald,

> Ich bin echt überrascht. Wie oft werden denn in der Praxis
> Brennwertkessel unterhalb der Hausentwässerung installiert?

Selbst bei "neuen" Baugebieten erleb ich es öfter. Die Gemeinde entscheidet
aus Kostengründen direkt vor Ort (mit der ausführenden Firma) die
Abwassersammelleitung z.B. in Stichstraßen doch nicht so teif zu legen wie
geplant. Dann wird noch die Abwassersatzung entsprechend angepasst, und du
mußt pumpen.

Gruß
Peter Goth


Klaus Klabisch

unread,
Nov 7, 2001, 5:11:08 AM11/7/01
to
"Thorwald Brandwein" <02443...@t-online.de> schrieb im Newsbeitrag
news:9s9gc0$2l4$07$1...@news.t-online.com...

>
> Ich bin echt überrascht. Wie oft werden denn in der Praxis
> Brennwertkessel unterhalb der Hausentwässerung installiert?
>
> Grüße
> Thorwald Brandwein


Hallo Thorwald,
deine Überraschung sollte sich doch in (logischen) Grenzen halten
lassen, wenn Du bedenkst, dass der Heizkeller meist in der
Kellergeschoss-Ebene angesiedelt wird.
Und bekanntlich sind alle Abwässer zu heben, die unterhalb der
Rückstauebene anfallen (unabhängig von der Kanaltiefe).
Und diese wiederum ist in 99,9 % aller Fälle nun mal OK Straße.
Und hieraus folgert also: Nur Keller-Entwässerungen auf Straßen-Niveau
benötigen keine Hebeanlage; aber werd hat schon einen Hoch-Keller? :-)

ni...@cotse.com

unread,
Nov 7, 2001, 5:28:05 AM11/7/01
to
On Wed, 7 Nov 2001 11:11:08 +0100, "Klaus Klabisch"
<k_kla...@hotmail.com> wrote:

Hi Klaus,

>
>Hallo Thorwald,
>deine Überraschung sollte sich doch in (logischen) Grenzen halten
>lassen, wenn Du bedenkst, dass der Heizkeller meist in der
>Kellergeschoss-Ebene angesiedelt wird.
>Und bekanntlich sind alle Abwässer zu heben, die unterhalb der
>Rückstauebene anfallen (unabhängig von der Kanaltiefe).

Nun ja, liegt die Kanalsohle tiefer als der Kellerboden reicht
in vielen Fällen auch ein elektronisch gesteuerter Rückstau-
doppelverschluß. Die DIN spricht meines Wissens auch
von "gleichwertig". Und in solchen Fällen bietet das zu-
mindest gleichwertigen Schutz, läuft der Kanal mal voll .

>Und diese wiederum ist in 99,9 % aller Fälle nun mal OK Straße.
>Und hieraus folgert also: Nur Keller-Entwässerungen auf Straßen-Niveau
>benötigen keine Hebeanlage; aber werd hat schon einen Hoch-Keller? :-)

Nun ja, im Hangbereich kommt das immer mal wieder vor, daß
die Rückstauebene sogar unter dem Kellerfußboden liegt :-)
Und in der Pfalz gibt es ja auch Berge ... :-)

Aber das Kondensatproblem ist wohl mit einer kleinen Pumpe
in den Griff zu kriegen, wobei die Einleitung von Kondensat in das
Schmutzwasser nicht immer erlaubt ist soviel ich weiß ...

Gruß

Tobias

Klaus Klabisch

unread,
Nov 7, 2001, 6:13:03 AM11/7/01
to
<ni...@cotse.com> schrieb im Newsbeitrag
news:3be90aa6...@news1.premium-news.de...

>
> Nun ja, liegt die Kanalsohle tiefer als der Kellerboden reicht
> in vielen Fällen auch ein elektronisch gesteuerter Rückstau-
> doppelverschluß. Die DIN spricht meines Wissens auch
> von "gleichwertig". Und in solchen Fällen bietet das zu-
> mindest gleichwertigen Schutz, läuft der Kanal mal voll .

Theoretisch ja; aber grau ist alle Theorie. Denn:
1. Muss die zuständige (Tief-) Baubehörde dem zustimmen und ich kenne
mehr Kanalbauämter die dieses Gerät ablehnen, als solche die einem
Einbau zustimmen.
2. Kostet dieses Gerät (schon ohne Einbau) mind. einen 1.000 Euro-Schein
(gibt es den überhaupt) mehr, als eine einfache Hebeanlage (z. B.
Sanbroy o. gleichwertig).

> Nun ja, im Hangbereich kommt das immer mal wieder vor, daß
> die Rückstauebene sogar unter dem Kellerfußboden liegt :-)
> Und in der Pfalz gibt es ja auch Berge ... :-)

Der wirklich rare Ausnahmefall (das dürften die von mir angezogenen 0,01
% sein), das die Rückstauebene wirklich einmal unterhalb der
Straßenoberfläche liegen dürfte/könnte (oder was auch immer) ist mir
selbst noch nicht in der manchmal bergigen/hügeligen Pfalz
untergekommen.
Richtig ist allerdings, dass viele einfach ihre
Entwässerungs-Einrichtungen im Keller an den Kanal anschließen und
hoffen, dass es gut geht.
Und siehe da: Meist geht es sogar tatsächlich gut. Erst wenn sie dann
einmal im Urlaub sind und ..........(aber das ist wieder ein ganz
anderes Thema).

> Aber das Kondensatproblem ist wohl mit einer kleinen Pumpe
> in den Griff zu kriegen, wobei die Einleitung von Kondensat in das
> Schmutzwasser nicht immer erlaubt ist soviel ich weiß ...
> Gruß
> Tobias

Es ist nach wie vor Zustimmungspflichtig. Aber dies ist heutzutage nur
noch eine Formsache; zumindest bei Gasheizungen.
Bei Ölheizungen muss leider das schwefelhaltige Kondensat weiterhin
zuvor mit Kalk neutralisiert werden. Nun ja, wer halt viel Gips
verarbeitet kann vielleicht mit einer solchen Anlage glücklich werden.

Andreas Wolter

unread,
Nov 7, 2001, 6:55:32 AM11/7/01
to
Alexander Ohl schrieb:

> [...] wie wäre es denn mit einem Eimer (10-20l)


> und einer kleinen handelsüblichen Tauchpumpe mit Niveauschalter?

Ja, daran hatte ich auch erst gedacht.
Auf jeden Fall sollte man dafür eine säurebeständige Tachpumpe nehmen (PH-Wert
des Kondensats ca. 3...4).
Kennt jemand einen Anbieter geeigneter Pumpen (Förderleistung etwa. 3 l / h )
?
Danke und einen schönen Gruß,
Andreas Wolter


Rainer Schaub

unread,
Nov 7, 2001, 7:07:02 AM11/7/01
to
Hallo Markus,

"Markus Courage" <cou...@kd-haus.de> schrieb im Newsbeitrag >
> In de.sci.architektur hatte Andreas Wolter geschrieben:


>
> >es fehlt ca. ein Meter : - (
>

> Kannst Du den Kessel auf ein Podest stellen?
> Währen einmalig die Vor/Rücklaufrohre und das Abgasrohr
> anzupassen.
>

als Fertighausanbieter mit incl. Planungsleistung solltest Du soweit
informiert sein, dass ein GAS-Brennwertgerät an der Wand hängt
und nicht auf einem Sockel steht.:-))))

Weiter Hilfe s. Google

MfG R.Schaub

ni...@cotse.com

unread,
Nov 7, 2001, 7:33:04 AM11/7/01
to
On Wed, 7 Nov 2001 12:13:03 +0100, "Klaus Klabisch"
<k_kla...@hotmail.com> wrote:

Hi Klaus,

>Theoretisch ja; aber grau ist alle Theorie. Denn:


>1. Muss die zuständige (Tief-) Baubehörde dem zustimmen und ich kenne
>mehr Kanalbauämter die dieses Gerät ablehnen, als solche die einem
>Einbau zustimmen.

Das stimmt :-)

>2. Kostet dieses Gerät (schon ohne Einbau) mind. einen 1.000 Euro-Schein
>(gibt es den überhaupt) mehr, als eine einfache Hebeanlage (z. B.
>Sanbroy o. gleichwertig).

Den 1000 Euro-Schein gibts nicht, aber in der Regel braucht es auch
eine Hebeanlage für "fäkalienhaltige Abwäser" - und die kostet in der
Regel mehr wie der Rückstaudoppelverschluß, auch wenn ich jetzt die
genauen Preise nicht im Kopf habe :-)

>> Nun ja, im Hangbereich kommt das immer mal wieder vor, daß
>> die Rückstauebene sogar unter dem Kellerfußboden liegt :-)
>> Und in der Pfalz gibt es ja auch Berge ... :-)
>
>Der wirklich rare Ausnahmefall (das dürften die von mir angezogenen 0,01
>% sein), das die Rückstauebene wirklich einmal unterhalb der
>Straßenoberfläche liegen dürfte/könnte (oder was auch immer) ist mir
>selbst noch nicht in der manchmal bergigen/hügeligen Pfalz
>untergekommen.

Nun ja, ich komme auf ca. 10 %, obwohl es hier nur Richtung Osten
berauf geht :-)

>Es ist nach wie vor Zustimmungspflichtig. Aber dies ist heutzutage nur
>noch eine Formsache; zumindest bei Gasheizungen.
>Bei Ölheizungen muss leider das schwefelhaltige Kondensat weiterhin
>zuvor mit Kalk neutralisiert werden. Nun ja, wer halt viel Gips
>verarbeitet kann vielleicht mit einer solchen Anlage glücklich werden.

:-)

Gruß
Tobias

Andreas Wolter

unread,
Nov 7, 2001, 7:44:36 AM11/7/01
to
Hallo Michael, du schriebst:

> [...] Solche Kleinst-Hebeanlagen haben Wilo, Grundfos, Jung, usw. im


> Programm. Von Jung hab ich dir den direkten Link.

> http://www.jung-pumpen.de/downloaddateien/hebefix.pdf [(x)]

Das ist wohl die Lösung :-)

Danke - für die Hilfe auch an Thorwald -
Gruss Andreas.
=======
(x) als Ergänzung:
Laut Beschreibung ist die JUNG-Anlage mit einer speziell
säuerebeständigen Tauchpumpe - geeignet f. Brennw.-kondensat -
lieferbar. Kostenpunkt f. Gesamtsystem: etwa DM 1000,- (Nettolistenpr.
)


Thorwald Brandwein

unread,
Nov 7, 2001, 8:27:30 AM11/7/01
to
Klaus Klabisch <k_kla...@hotmail.com> schrieb in im Newsbeitrag:
9sb1h5$129oke$2...@ID-74936.news.dfncis.de...

> "Thorwald Brandwein" <02443...@t-online.de> schrieb im
Newsbeitrag
> news:9s9gc0$2l4$07$1...@news.t-online.com...

> > Ich bin echt überrascht. Wie oft werden denn in der Praxis
> > Brennwertkessel unterhalb der Hausentwässerung installiert?

> > Grüße
> > Thorwald Brandwein

> Hallo Thorwald,
> deine Überraschung sollte sich doch in (logischen) Grenzen halten
> lassen, wenn Du bedenkst, dass der Heizkeller meist in der
> Kellergeschoss-Ebene angesiedelt wird.
> Und bekanntlich sind alle Abwässer zu heben, die unterhalb der
> Rückstauebene anfallen (unabhängig von der Kanaltiefe).

Zugegeben, mit sowas hab ich mich konkret seit bald 20 Jahren nicht
mehr befasst, folglich besitze ich da auch keine Vorschiftenkenntnisse
und bin deshalb so ungebildet wie jeder x-beliebige Hausbesitzer, der
keine Probleme mit dem Kanal hat. Das einzige Haus mit einer
Fäkalienhebeanlage, das ich kenne, hatte diese, weil kein Kanal
vorhanden war und die Abwassersammlung in Straßennähe (oberhalb des
Hauses) erforderlich war.
Sie entfiel, nachdem vor einigen Jahren talseits ein Kanal für die
unterhalb der Straße liegenden Häuser verlegt wurde. (Sehr zur Freude
des Hauseigentümers, der die gelegentlichen Störungen als äußerst
unangenehm empfand...) Aufgrund der Gefälles erübrigt sich jegliche
Rückschlagsicherung (NRW).
Genau das Gleiche wurde am Haus meiner Eltern in Hessen praktiziert -
die Abwässer einiger Häuser fließen talseits ab, obwohl ein Kanal (für
diese nicht tief genug) in der Straße liegt.

Eine ähnliche Siituation ergibt sich an unserem Privathaus. In unsere
Siedlung stehen einige Häuser etwas tiefer unterhalb der Straße. Für
diese wurde daher ein Stichkanal durch die Gärten zur tieferen
Parallelstraße verlegt. Das sind die Häuser, die (ohne jegliche
Sicherung) noch nie Wasser im Keller hatten. Im kommenden Jahr wird
allerdings ein neuer Kanal in der Straße verlegt und zwar so, dass er
vor unserem Haus 4,5 m tief unter OK Straße und damit unter
Kellerniveau liegt. Da im Laufe der Jahre der alte Kanal durch die
Gärten überbaut wurde,
und laut irgendeiner Vorschrift eine solche Lösung mit nicht mehr
erfüllbaren Auflagen verbunden ist (Wegerecht, Grundbucheintrag) kann
der Status quo nicht erneuert werden. Bisher hat uns niemand auf eine
erforderliche Hebeanlage hingewiesen - im Gegenteil. Die Vertiefung
des Kanals soll eben gerade eine solche Anlage überfüssig machen.
Dass wir dennoch erheblichen Aufwand treiben müssen, um die
Entwässerung "umzuklemmen" steht auf einem anderen Blatt und ganz
sicher werden wir auch eine Rückstausicherung einbauen lassen - egal
ob vorgeschrieben oder nicht (NRW).

> Und diese wiederum ist in 99,9 % aller Fälle nun mal OK Straße.

Kann ich nicht nachvollziehen.

> Und hieraus folgert also: Nur Keller-Entwässerungen auf
> Straßen-Niveau benötigen keine Hebeanlage; aber werd
> hat schon einen Hoch-Keller? :-)

Niemand, dessen Erdgeschoss nicht mindestens kellerhoch über der
Straße steht :-) Dafür gibt es natürlich auch massig Beispiele. Im
Nachbardorf stehen etliche Häuser so im Hang oberhab der Straße, dass
steile Zufahrten zu den Garagen im Keller notwendig sind. Auf der
anderen Straßenseite stehen etliche Häuser so weit unter der Straße,
dass ihre (vermutlich überhohen) Keller höchstwahrscheinlich auch
nach unten entwässert werden.

Nach meiner bisherigen Erfahrung werden Hebeanlagen nur installiert,
wenn eine Entwässerung anders nicht herstellbar ist. Leb ich jetzt
hinter dem Mond oder nur im "richtigen" Bundesland? Erbitte
Aufklärung!

Thorwald Brandwein

unread,
Nov 7, 2001, 8:40:54 AM11/7/01
to
Andreas Wolter <andreas...@etechnik.uni-rostock.de> schrieb in im
Newsbeitrag: 3BE92CB4...@etechnik.uni-rostock.de...

> Laut Beschreibung ist die JUNG-Anlage mit einer speziell
> säuerebeständigen Tauchpumpe - geeignet f. Brennw.-kondensat -
> lieferbar. Kostenpunkt f. Gesamtsystem: etwa DM 1000,-
> (Nettolistenpr.

So teuer ist sowas?
Neutralisiert diese Anlage wenigstens das Kondensat?

Wenn ich das alles so lese glaub ich bald, dass sich Umsatteln lohnen
würde :-))

Andreas Wolter

unread,
Nov 7, 2001, 8:38:53 AM11/7/01
to
Hallo Klaus,
schon mehrfach bewährter Ratgeber (x), Du fragtest:

> [...] Hat man Dir nun eine Heizungsanlage verkauft oder ein Wasserwerk?
> :-)

Beauftragt war eigentlich Erstes ;-)

> Also ich kenne ja nun wirklich alle möglichen Brennwertkessel; aber eine
> Kondensat-Spende von bis zu 30 ltr./Tag halte ich für utopisch.

Ich habe noch mal in die Unterlagen des Gerätes geschaut: "Vaillant ecoTec"
Kondenswaswssermenge: 1,5 ltr./h (dies ist wohl die max. anfallende Menge?).
Damit wäre wohl der Wert tatsächlich etwas zu hoch gegriffen.

Viele Grüße aus Rostock
Andreas Wolter
---
(x) dies mußte mal gesagt werden!

Andreas Wolter

unread,
Nov 7, 2001, 8:56:55 AM11/7/01
to
Hallo Markus, Du fragtest:

> Kannst Du den Kessel auf ein Podest stellen?

Ja, aber das wäre leider nicht ausreichend
(Bei dem Gerät handelt es sich um ein VCS von Vaillant, Standhöhe 1,3m +
Abgasrohr)
die Raumhöhe ist hierfür zu gering :- (

Danke und Gruß!
Andreas

Rainer Schaub

unread,
Nov 7, 2001, 8:20:45 AM11/7/01
to

"Markus Courage" <cou...@kd-haus.de> schrieb im Newsbeitrag >

> >als Fertighausanbieter mit incl. Planungsleistung
> Da, wo Du nachgesehen haber könntest, steht Ausbauhäuser.
>
> Bin ich beides nicht. --> X-Homepage: www.machmatuma.de
> das bin ich;-)

Na sowas, ein Anglerlateiner.


Rainer Schaub

unread,
Nov 7, 2001, 8:49:14 AM11/7/01
to
Hallo Thorwald,

"Thorwald Brandwein" <02443...@t-online.de> schrieb im Newsbeitrag >

[...]

> Nach meiner bisherigen Erfahrung werden Hebeanlagen nur installiert,
> wenn eine Entwässerung anders nicht herstellbar ist. Leb ich jetzt
> hinter dem Mond oder nur im "richtigen" Bundesland? Erbitte
> Aufklärung!

In aller Regel legen die _Kommunen_ in ihrer Abwassersatzung fest, dass
Abwasser aus Räumen, die unterhalb des Strassenniveaus liegen, über
eine Hebeanlage mit Rohrführung über die Rückstauebene entsorgt werden
müssen, wenn nur _ein_ öffentlicher Mischwasserkanal für Regenwasser und
häusliches Abwasser vorhanden ist.

Bei getrenntem Abwassersystemen ist die og. Forderung aus plausiblen
Gründen nicht erforderlich.

MfG R..Schaub


Andreas Wolter

unread,
Nov 7, 2001, 9:22:54 AM11/7/01
to
Peter Goth schrieb:

> [...] habe schon mehrfach gute Erfahrungen mit der SaniVite und der SaniDouche


> der
> Fa. SFA-SaniBroy www.sfa-sanibroy.de gemacht. Andere Firmen haben
> sicherlich "gleichewertige" Geräte, aber bei SFA ist auch der Preis OK.

Hab gleich mal nachgefragt: für 790 DM (Liste, Netto) bekommt man das
"SaniDouche" incl. 2 J. Garantie.
Die Fördermenge ist, wie der Name vermuten läßt, mehr als ausreichend ;-)
Danke und Gruss
***
Andreas

Klaus Klabisch

unread,
Nov 7, 2001, 11:12:27 AM11/7/01
to
"Rainer Schaub" <rainer...@web.de> schrieb im Newsbeitrag
news:9sbeom$125ek8$2...@ID-28814.news.dfncis.de...

>
> In aller Regel legen die _Kommunen_ in ihrer Abwassersatzung fest,
> dass Abwasser aus Räumen, die unterhalb des Strassenniveaus liegen, >
über eine Hebeanlage mit Rohrführung über die Rückstauebene
> entsorgt werden müssen,

Das ist soweit völlig korrekt.

> wenn nur _ein_ öffentlicher Mischwasserkanal für Regenwasser und
> häusliches Abwasser vorhanden ist.
>
> Bei getrenntem Abwassersystemen ist die og. Forderung aus plausiblen
> Gründen nicht erforderlich.
>
> MfG R..Schaub

Das stimmt nun leider nicht, auch wenn es durchaus plausibel klingt und
völlig logisch erscheint.
Auch bei Trennsystem wird bei allen mir bekannten Fällen zwingend eine
Hebeanlage vorgeschrieben (z. B. RP, BW aber auch Brandenburg),
Und -bei Geschäfthäusern wichtig- auch von Seiten des Verbandes der
Sachversicherer wird eine Hebeanlage (bzw. eine autom. elektr.
Rückstauklappe) gefordert.
Aber frage mich nun nicht warum. Vielleicht aus dem gleichen Grund,
wonach Bewässerungseinrichtungen mit Rohrbe- und Entlüftern ausgestattet
werden müssen. Diese dürften der gleichen Logik-Abteilung entsprungen
sein.

Klaus Klabisch

unread,
Nov 7, 2001, 11:21:13 AM11/7/01
to
"Thorwald Brandwein" <02443...@t-online.de> schrieb im Newsbeitrag
news:9sbca5$gbl$02$2...@news.t-online.com...

>
> Erbitte Aufklärung!
> Grüße
> Thorwald Brandwein


Also, da sind doch die Bienen und die Blumen. Aber sage einmal, bist Du
dafür nicht wirklich etwa schon etwas zu alt? :-)

Georg Weickelt

unread,
Nov 7, 2001, 1:40:06 PM11/7/01
to

"Klaus Klabisch" <k_kla...@hotmail.com> schrieb im Newsbeitrag
news:9sbn30$1209o7$1...@ID-74936.news.dfncis.de...

> "Rainer Schaub" <rainer...@web.de> schrieb im Newsbeitrag
> news:9sbeom$125ek8$2...@ID-28814.news.dfncis.de...
> > Bei getrenntem Abwassersystemen ist die og. Forderung aus plausiblen
> > Gründen nicht erforderlich.
> >
> > MfG R..Schaub
>
> Das stimmt nun leider nicht, auch wenn es durchaus plausibel klingt
und
> völlig logisch erscheint.

Warum das plausibel klingt, ist mir irgenwie nicht klar...

> Auch bei Trennsystem wird bei allen mir bekannten Fällen zwingend eine
> Hebeanlage vorgeschrieben (z. B. RP, BW aber auch Brandenburg),
> Und -bei Geschäfthäusern wichtig- auch von Seiten des Verbandes der
> Sachversicherer wird eine Hebeanlage (bzw. eine autom. elektr.
> Rückstauklappe) gefordert.

Bei Trennsystemen wird bei der Mengenberechnung davon ausgegangen, dass
neben den Schmutzwassereinleitungen auch sogenanntes Fremdwasser
existiert. Dabei handelt es sich um Falschanschlüsse, Undichtigkeiten
oder auch Wasser, was durch die Ventilation der Schachtdeckel läuft.
Nach den einschlägigen ATV- Richtlinien werden diese Mengen über einen
prozentualen Zuschlag von 100 % der Schmutzwassermenge berücksichtigt.
Die realen Werte fangen bei 25 % an und überschreiten die 100 % locker.
Deshalb kann es bei Regen durchaus zu Rückstauerscheinungen kommen ,
welche diese Maßnahmen rechtfertigen. Nicht vergessen sollte man auch,
dass bei Wartung oder Reparatur manchmal mit sogenannten "Blasen" - also
Absperrungen des Kanals - gearbeitet wird.

Georg


Martin Kienass

unread,
Nov 7, 2001, 5:51:27 PM11/7/01
to
Am Wed, 07 Nov 2001 13:44:36 +0100 schrieb Andreas Wolter:

>> http://www.jung-pumpen.de/downloaddateien/hebefix.pdf [(x)]
>
>Das ist wohl die Lösung :-)

Nein, das ist völlig überdimensioniert!

[...]


>Laut Beschreibung ist die JUNG-Anlage mit einer speziell
>säuerebeständigen Tauchpumpe - geeignet f. Brennw.-kondensat -
>lieferbar. Kostenpunkt f. Gesamtsystem: etwa DM 1000,- (Nettolistenpr.

Es gibt genau auf diesen Einsatzzweck abgestimmte
Kondensatförderpumpen, komplett mit ca 1,5L Sammelbehälter und auf
Wunsch mit Neutralisation.
Kostet ohne Einbau und Anschluß 300-500DM.
Hersteller z.B. Eckerle (leider habe ich keinen link parat).

Eigentlich sollte doch der Heizungsbauer, der die Anlage errichtet
hat, sich um solche "Kleinigkeiten" wie Kondensatentsorgung zu kümmern
haben?

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______________
/schüüüüüüüß Martin Kienaß
Hamburg (Germany)

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