bevor ich heute aus Frankfurt abreise, um mich neuen
Themen zuzuwenden, will ich kurz darauf hinweisen,
wie Stadtverordnete dazu gezwungen wurden, neue
Wege in der großräumigen Stadtplanung zu beschrei-
ten. Denn:
In Frankfurt haben die Stadtverordneten über die Zu-
kunft der Stadt beraten. Der Ausschuß für Planung,
Bau und Wohnungsbau mußte die Interessen der
Stadt im Regionalen Flächennutzungsplan "unter Ter-
mindruck" verankern. In diesem Plan wird die Flächen-
nutzung bis zum Jahre 2020 fortgeschrieben.
Die politische Leitlinie der Stadt, immerhin auf gut
200 Seiten einer schriftlichen Stellungnahme ausge-
breitet, sagt aus, daß Frankfurt in Zukunft auf Flächen-
verbrauch im Außenbereich verzichten und lieber
Innenräume der Stadt weiterentwickeln will. Aber
wie?
Frankfurt wird derzeit von Schwarz-Grün gesteuert.
In der Koalition scheint man sich darauf verständigt
zu haben, durch die Ausweitung der Grünflächen
das Stadtklima angenehmer zu gestalten. Die Op-
position will nun genauer wissen, wo noch gebaut
werden darf, weil sie Entwicklungsbremsen für die
Wirtschaftskräfte im Stadtgebiet aufkommen sieht.
Claus Jürgen Göpfert, der darüber in der Frankfur-
ter Rundschau berichtet, benennt deshalb die
Planungsziele der Stadt in seinem Artikel vom
3.11.2009 mit den Worten: "Bauen im Zeichen
des Klimawandels".
Es stellt sich hier die Frage, da es sich um die
Stadt- und Regionalentwicklung in einer der wich-
tigsten Wirtschaftsregionen der BRD handelt,
welche Flächen im Rhein-Main-Raum noch ge-
nutzt werden können und wie Bauanlagen in die-
sen Gebieten ausgerichtet werden müssen, da-
mit sie den Anforderungen genügen.
Es wäre nützlich, wenn hier, öffentlich sichtbar
für jeden, diskutiert wird, wie solche Baumaßnah-
men in Ballungsräumen in Zukunft zu gestalten
sind. Das Maßnahmenbündel muß sehr speziell,
aber auch sehr umfangreich sein.
Steuert bitte genaueres Wissen bei. Das, was
Göpfert schildert, kann nur die Spitze immer
schneller schmelzender Eisberge sein.
K.L.