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Bodenplatte-Abdichtung

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jhuber

unread,
Mar 17, 2002, 11:18:48 AM3/17/02
to
hallo,
ich habe bei meinem neubau, efh ohne keller, gerade die sohle geschuettet
und moechte diese jetzt gegen aufsteigende feuchtigkeit sichern.
der sockel ist mit 2 schichten gemauert,danach eine 10cm starke
perimeterdaemmung von innen angebracht, und dann der beton
"dagegengeschuettet" worden.
ich habe jetzt vor die komplette bodenplatte mit einer lage schweissbahn
(welche?) abzudichten.
ist es sinnvoll die schweissbahn ueber die perimeterdaemmung bis aussenkante
sockel durchzuziehen, und dann darauf spaeter den verblend aufzumauern?
ist es moeglich an den kg-leerrohren die schweissbahn anzuschweissen oder
loest sich das auf ?
wie weit muessen die stoesse ueberlappen???

viele fragen....

vielen dank im voraus fuer jede antwort joerg


nino

unread,
Mar 17, 2002, 1:39:24 PM3/17/02
to
On Sun, 17 Mar 2002 17:18:48 +0100, "jhuber"
<uline...@compuserve.de> wrote:

Hi Joerg,

>ich habe bei meinem neubau, efh ohne keller, gerade die sohle geschuettet
>und moechte diese jetzt gegen aufsteigende feuchtigkeit sichern.
>der sockel ist mit 2 schichten gemauert,danach eine 10cm starke
>perimeterdaemmung von innen angebracht, und dann der beton
>"dagegengeschuettet" worden.

ist mir zwar nicht ganz klar, was ihr zusammengebaut habt :-)

Also, wenns richtig gemacht werden soll, ist die DIN 18195-4
(Abdichtung gegen Bodenfeuchte) anwendbar, gilt aber nur für
Bodenfeuchte und keine schwereren Wasserlastfälle.

Erst mal sollte die Abdichtung an den Wänden min. 15 cm über
das fertige Gelände hochgezogen werden.


>ich habe jetzt vor die komplette bodenplatte mit einer lage schweissbahn
>(welche?) abzudichten.

Da ist Tabelle 4, DIN 18195-2 (Bitumen- und Polimerbitumenbahnen)
aussagekräftig:

z.B. reicht eine Nackte Bitumenbahn R 500 N, nach DIN 52129 schon
aus, wir wählen aber z.B. eine Glasvlies-Bitumenbahn V 13, nach DIN
52143.

>ist es sinnvoll die schweissbahn ueber die perimeterdaemmung bis aussenkante
>sockel durchzuziehen, und dann darauf spaeter den verblend aufzumauern?

Besser wäre einmal unter dem Mauersockel. Dazu sollte aber dort
besandet werden, dann nochmal von innen am Mauerwerk
hochziehen, ideal wäre über den ersten Stein und odrt wieder
in die Fuge. Besser wäre da allerdings auch eine besandete
Bitumenpappe

>ist es moeglich an den kg-leerrohren die schweissbahn anzuschweissen oder
>loest sich das auf ?

Am besten bei Bodendurchbrüchen einen Quellgummi einbauen (zum
Beton). Der Zug ist wohl abgefahren. Ein Eimer Bitumenkleister wohl
das was bleibt :-) Richtig wäre eine Dichtungschelle an die man
anschweißen kann :-) (Wer baut die aber schon ein ? )

>wie weit muessen die stoesse ueberlappen???

10 cm

>viele fragen....

nun ja, ich hätte eine 25 cm starke WU-Bodenplatte gegossen, drunter
15 cm Rollkies (der ohne Feinanteil als Kapillarbrecher) - und
finito :-) Ist zwar nicht 100 % dampfdicht ... und nicht nach DIN

>vielen dank im voraus fuer jede antwort

Bitte :-)

Gruß

Tobias

N.Lange

unread,
Mar 17, 2002, 4:02:53 PM3/17/02
to

"jhuber" schrieb im Newsbeitrag

> viele fragen....

.... schönen Gruß an deinen Architekten und "Planer" !!


nino

unread,
Mar 18, 2002, 1:49:12 AM3/18/02
to
On Mon, 18 Mar 2002 02:31:53 +0100, dk <d...@kloth.com> wrote:

Hi Dietrich,

lang nicht gelesen :-)

>On Sun, 17 Mar 2002 17:18:48 +0100, "jhuber"
><uline...@compuserve.de> wrote:
>

>>ist es moeglich an den kg-leerrohren die schweissbahn anzuschweissen oder
>>loest sich das auf ?
>

>hm - dies ist nicht die Heimwerker-Gruppe!
>
>Gelbe Seiten unter A wie Architektur gibt es Kollegen welche sicher
>kompetent weiterhelfen können ...
>
>Wer an seiner Kellerabdichtung selber herumbastelt handelt grob
>fahrlässig - es gibt einfach zuviele Möglichkeiten den in ein
>Schwimmbad zu verwandeln - aber ich glaube das Thema hatten wir hier
>schon einmal ;-))

Soviel ich verstanden habe, geht es um die Bodenplatte (ohne Keller).

Allerdings sind mir die Ausführungsdetails etwas rätselhaft
(Dämmung von innen - und dann die Platte gegenbetoniert ? )

Abgesehen davon ist dieses System(?) etwas vergleichbar mit dem
Haus meines Bruders (Bruchstein). Das steht umlaufend im Wasser
(Lehm) das die Wände hochsteigt.

Dort wurde der alte Dielenboden(vermodert) rausgerissen, dann aus
Kostengründen folgender Aufbau gewählt :

- Leerkiesschüttung 10 cm (bis über den höchsten Schichtenwasserstand)
- 2 Lagen dicke PE-Folie (fugenlos) und zur Wand hochgezogen
- Wu - Beton 10 cm als Estrich (damit er wenig saugfähig ist)
- Lattung
- Dielen

Hält seit Jahren, obwohl an der Innenwand noch länger das Moos
blühte :-)

Dann wurde ein Graben hergestellet, der das Schichtenwasser
auffängt mit einer Teichpumpe für Regenperioden.

Wenn man gezielt in solch eine Bodenschichtung eingreift, kann man
erstaunliche Ergebnisse erzielen, z.B. die dichte Lehmschicht
mit Gefälle vom Haus weg ummodellieren. Das gleicht mehr
chirurgischen Eingriffen in den Geländeaufbau.

PE-Folie als Dichtbahn einzusetzen ist auch etwas neben der DIN :-)

Solche Ausführungen sind möglich, wenn im Detail sauber
gearbeitet wird - und der Bauherr das Risiko trägt :-)

Es wäre durchaus möglich auf den Einzelfall abgestimmte Minimal-
lösungen auszuführen - nur geht das in Deutschland nicht, da
bei der Haftungssituation (incl. nicht abwägbarer
Verarbeitungstoleranzen) das Risiko gegen null gehen muß :-)


Gruß

Tobias


Adrian Herrmann

unread,
Mar 18, 2002, 5:24:47 AM3/18/02
to
Hallo Jörg,

dem Grund nach kann ich mich meinen Vorrednern nur anschließen, die
Gründung, insbesondere was den Anspruch an die Resistenz gegen Wasser und
Wasserdampfdiffusion angeht ist nichts für Laien. Gleiches gilt auch für die
Auslegung von Perimeterdämmung.

Wenn die Bodenplatte gegossen ist und Du KG - Rohre in der Hauseinführung
hast, ist das schon nicht besonders gut. Selbst wenn kein Druckwasser
vorhanden ist, sind solche Einführungen immer in WU auszuführen. Die
Vertiefung im Planum zieht das Wasser wie ein Sammelbecken an. KG-Rohre sind
als wasserdichte Wand- oder Bodeneinführungen unbrachbar und auch
nachträglich nicht einzudichten. Wenn das schon so gemacht wurde sollte das
vor weiteren Arbeiten korrigiert werden, nachträglich sind das
Dauerreperaturen.

Ohne fachlich Qualitfizierte Hilfe sollte man dringend die Finger von
solchen Arbeiten lassen. Die Mehrheit der Bauschäden haben mit Feuchtigkeit
zu tun.

Ein falsch verlegtes Parkett kann man nachträglich leicht austauschen, eine
mangelhafte Gründung nicht.

Gruß
Adrian Herrmann


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