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Ruanda: ehrgeizige Masterpläne für die Stadt- und Regionalentwicklung

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Karl-Ludwig Diehl

unread,
Nov 2, 2009, 3:37:41 AM11/2/09
to

Hallo allerseits,

mir begegnete bei einem Zwischenaufenthalt in Frankfurt
in der Frankfurter Rundschau vom 2.November 2009
ein Artikel, der sich mit Ruanda beschäftigt. Ich will kurz
darauf aufmerksam machen. Vielleicht kann jemand de-
tailierteres Wissen beisteuern. Bitte keine Fertigware.

Es gibt offensichtlich sehr ehrgeizige Pläne, aus dem
afrikanischen Zwergstaat eine Art "Silicon Valley" zu
machen.

Johannes Dieterich, der darüber berichtet, schildert,
daß "Innerhalb von 20 Jahren" aus "dem Sorgenkind"
Afrikas eine "hochmoderne High-Tech-Nation" ge-
macht werden soll. Dem Artikel beigefügt ist ein Foto,
das ein Neubaugebiet aus Hochhäusern in Kigali zeigt,
der Hauptstadt des Staates Ruanda. Entworfen wurde
es von einem Büro in Singapur.

Liest man den FR-Artikel, entsteht der Eindruck, als
sei das Land im Umbruch. Man sei dabei, das ganze
Land zu verkabeln. Ein "Riesensprung in die Zukunft"
solle stattfinden. Das jährliche Prokopfeinkommen
Ruandas solle verdreifacht werden. Mit welchen In-
strumenten hier Zukunftsmusik gespielt wird, dürfte
interessant sein.

Es gibt ehrgeizige Pläne: innerhalb von 10 Jahren
soll aus dem rückständigen Land eine hochmoderne
Wirtschaftszone gemacht werden. Als Vorbild gilt
offensichtlich Singapur, von wo aus das Entwick-
lungsmodell übernommen sein wird. In einem Ent-
wicklerbüro in Kigali arbeiten smarte Afrikaner, Süd-
koreraner, Malaien und Inder am großen Sprung
nach vorn. Die Zukunftsvision von Kigali habe ein
Planungsbüro in Singapur entwickelt. Masterpläne
wird es zuhauf geben.

Ruanda ist der am dichtesten besiedelte Staat
Afrikas, erwähnt Dieterich, der voranzubringen ist.
Der Wissenschaftsminister dieses Landes habe
gesagt, es sei der Regierung des Landes nichts
anderes übrig geblieben, als einen mutigen Plan
zu fassen.

Wer mehr zu den Entwicklungsmodellen von Ruanda,
seinen Regionen und Städten weiß, soll bitte
Wissen beisteuern. Ich vermute, daß mit den
überspannten Regierungsplänen realistischere
Visionen anderer Leute konkurrieren.

Die Gegensätze, die im Land herrschen, lassen
sich im FR-Artikel durchaus herauslesen. Aber
alles muß wesentlich krasser vorhanden sein.
Neben Strohhütten, in denen dutzende Rechner
stehen, die als "Tele-Zentren in ländlichen Ge-
bieten" geschildert werden, gibt es städtische
Einrichtungen, etwa einen "Glaspalast", in dessen
"Großraumbüros" an Laptops die Zukunft des
Landes erarbeitet werde. Dem Kigali Institut for
Science and Technology, das im Artikel als
ruandisches MIT bezeichnet wird, traut man
anscheinend zu, das Land rasch voranzubringen.

Das klingt alles überaus dynamisch, wenn da
nicht dieser Schatten der Vergangenheit wäre.
Im Land kursiere die Angst, das Massenmorden
der Vergangenheit könne eines Tages neu
aufleben. Diese Angst kennen wir Deutschen
zur Genüge. Ruandas Landschaft war übrigens
früher Teil des deutschen Kolonialreiches. Wir
haben also direkte historische Bezüge zu die-
sem afrikanischen Lebensraum. Schon aus die-
sem Grunde sollte uns genauer interessieren,
was aus Ruanda werden wird.

K.L.

Frank Sinatro

unread,
Nov 5, 2009, 4:38:42 AM11/5/09
to

"Karl-Ludwig Diehl" <space...@web.de> schrieb

> Es gibt offensichtlich sehr ehrgeizige Pl�ne, aus dem


> afrikanischen Zwergstaat eine Art "Silicon Valley" zu
> machen.

Pl�ne? von wem?

Wollen und k�nnen ist �brigens, nicht dasselbe!

Message has been deleted

Karl-Ludwig Diehl

unread,
Nov 5, 2009, 12:18:30 PM11/5/09
to

Hallo allerseits,

lest den Artikel von Johannes Dieterich, um dem
Thema nachgehen zu können. Wenn ihr zum
Arbeitsinhalt nichts beitragen könnt, schenkt euch
das Thema.

K.L.

On 5 Nov., 13:39, Maria Bin <spam...@web.de> wrote:
> Frank Sinatro schrieb:
>
> >> Es gibt offensichtlich sehr ehrgeizige Pläne, aus dem


> >> afrikanischen Zwergstaat eine Art "Silicon Valley" zu
> >> machen.
>

> > Pläne? von wem?
>
> Das darfst Du Deinen Vorposter nicht fragen, der kupfert nur
> irgendwelche Presseartikel ab, ohne von den Sachverhalten die geringste
> Ahnung zu haben. Angeblich ist er ja "Experte" für Baugeschichte, aber
> wie im anderen Thread nachzulesen, faselt er einfach nur daher.
>
> Maria

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